Montag, 1. Mai 2017

Sensifer – Center Of Oceans




Sensifer – Center Of Oceans


Besetzung:

A. Mitschke – Gitarre
M. Schirmer – Gitarre
J. Hesse – Bass / Keys
L. Kreye – Schlagzeug / Perkussion


Gastmusiker:

David Grupp – spoken words “The Garden”


Label: Sensifer


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Postrock


Trackliste:

1. Reflection (1:44)
2. Treasure's Hidden (10:43)
3. Mant(r)a (7:37)
4. Please, Disturb Me A Little More (6:18)
5. Aembryo (7:52)
6. Bermuda (4:37)
7. The Change (8:06)
8. Between Water And Dust (4:08)
9. Androgyn (12:24)
10. The Garden (8:19)

Gesamtspieldauer: 1:11:53




Sensifer ist eine deutsche Band aus Dresden, die im Jahr 2011 gegründet wurde und im März 2013 ihr erstes Album live im Tonstudio einspielte. „Center Of Oceans“ heißt diese Scheibe, die angefüllt ist mit sehr sphärischer und doch gleichzeitig auch rockiger Musik, welche klingt und ins Ohr geht. Als Inspirationen geben die vier Musiker an verschiedenen Stellen Tool, Sigur Rós, Explosions In The Sky, Caspian, Pink Floyd und andere an. Wahrlich ein sehr breites Spektrum. Die Musik von Sensifer ist eine andere, doch wer etwas mit den oben genannten Bands anzufangen versteht, die oder der sollte auch mal ein Ohr bei Sensifer riskieren.

Auf „Center Of Oceans“ hört man Postrock, zu allermeist in der instrumentalen Version. Ganz falsch würde man sicherlich auch nicht liegen, wenn man die Musik von Sensifer mit „Ambient Rock“ umschreiben würde. Lediglich auf drei Stücken des Albums ist Gesang beziehungsweise eine Erzählstimme zu hören. Der Fokus in der Musik von Sensifer liegt eindeutig auf der Atmosphäre, die hier transportiert werden soll. Die Lieder auf „Center Of Oceans“ klingen dabei voll und kraftvoll. Klangteppiche werden gewoben und Melodien entwickeln sich, getragen sowohl vom Keyboard, der Gitarre, dem Bass sowie dem Schlagzeug, die hier alle gleichberechtigt nebeneinander und doch zusammenspielen und das lohnende und überzeugende Klangerlebnis bewirken.

Auf der Homepage der Band kann man lesen: „Wir freuen uns, euch die Schwere, Tiefe, Weite und Unendlichkeit des Ozeans näherzubringen und tauchen ab in die unzähligen Facetten des Meeres. „Center Of Oceans“ widmet sich ganz und gar in 10 Tracks dem tiefen blauen Reich des Wassers.“ Ihre Interpretationen sind den vier Musikern von Sensifer durchaus gelungen. So lässt sich hier vortrefflich in Klanggebilden schwelgen, die einen einhüllen und tragen, dieses Gefühl der Weite und Tiefe durchaus mitvermitteln. Dabei klingt die Musik von Sensifer immer melodiös, geht ins Ohr. Als Höhepunkte seien hier drei der vier längsten Titel genannt, in denen diese Stimmungen und Atmosphären bestens transportiert werden. Dies wären die Nummern „Treasure's Hidden“, „The Change“ sowie „Androgyn“. Der Ehrlichkeit halber hätte ich an dieser Stelle jedoch auch jeden anderen der insgesamt zehn Lieder aufzählen können, denn alle besitzen Qualität und machen Spaß gehört zu werden.

Fazit: Sehr atmosphärischen Postrock gibt es von Sensifer auf „Center Of Oceans“ zu hören. Stimmungen und Eindrücke in Bezug auf das Meer, den Ozean werden dabei sehr schön umgesetzt, ohne dass man hierfür allzu viel Phantasie benötigt. Die Musik variiert von sphärisch nach rockig und zurück, spielt dazu mit Lautstärken und Intensitäten. Die zehn Lieder gehen allesamt gut ins Ohr und wirken dort auch nach. „Center Of Oceans“ macht viel Spaß. Elf Punkte.

Anspieltipps: Treasure's Hidden, The Change, Androgyn



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