Montag, 24. Juli 2017

Sally Oldfield – In Concert




Sally Oldfield – In Concert


Besetzung:

Sally Oldfield – piano, acoustic guitar and glockenspiel


Gastmusiker:

Dave Roach – drums, vocals
Dave Gregory – tenor and alto sax, flute, oboe, piccolo, vibraphone, percussion and vocals
Danny Schogger – keyboards and synthesizers
Kevin Healy – electric and acoustic guitars, vocals
Sarah Franklyn – acoustic guitar, percussion, vocals
John G. Perry – bass, vocals
Ian Mosley – drums


Label: Bronze Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: New Age, Pop, Folk


Trackliste:

1. Weaver (3:38)
2. Nenya (3:38)
3. Morning Of My Life (5:31)
4. You Set My Gypsy Blood Free (3:41)
5. River Of My Childhood (3:57)
6. Woman Of The Night (5:29)
7. Song Of The Healer (3:53)
8. Mirrors (3:18)
9. Mandala (4:40)
10. The Sun In My Eyes (3:57)

Gesamtspieldauer: 41:42




Sally Oldfield heißt die ältere Schwester von Mike Oldfield und auch sie macht Musik, ist allerdings längst nicht so bekannt wie ihr Bruder. Unabhängig von ihren eigenen Kompositionen ist sie auch auf den Mike Oldfield Alben „Tubular Bells“, „Hergest Ridge“, „Ommadawn”, „Incantations“, „Tres Lunas“ und „Tubular Bells 2003“ mit ihrem Gesang zu hören. Ebenso sang sie das Stück „Shadow Of The Hierophant“ auf der Debut-Solo-Platte „Voyage Of The Acolyte“ des Ex-Genesis-Gitarristen Steve Hackett ein. Ab dem Jahr 1978 veröffentlichte sie dann selbst eigene Alben. „In Concert“ ist ihr einziges Solo-Album und dieses erschien im Jahr 1982 auf dem Plattenlabel Bronze Records.

Die Musik der Sally Oldfield umschreibt man am besten mit einer Mischung aus New Age, Pop und Folk. Immer sind die Lieder dabei sanft und ruhig und die Stimme der Sally Oldfield steht sehr im Vordergrund. Warm klingt sie, diese Stimme, oftmals im Alt angesiedelt, dabei sich nie aufdringlich anhörend. Sally Oldfields Lieder wirken manchmal etwas verträumt, ein anderes Mal swingen sie sogar ein wenig. Richtig überragend klingt das allerdings alles nicht. Dazu fehlen die wirklich überzeugenden Ideen, die mitreißenden Melodien und es mangelt den Liedern allgemein an Qualität, um sie aus dem Mittelmaß des Pop und des Folk herauszuheben. Viele der Stücke klingen zudem ein wenig zu süßlich, zu weich und ohne jegliche Ecken und Kanten, die ein Lied auch mal interessanter werden lassen.

Was bleibt von dieser Scheibe sind nur wenige Höhepunkte. Einer davon ist sicherlich das gänzlich ungewöhnlich „Mandala“, mit dem sich Sally Oldfield dann doch mal aus dem unteren Durchschnitt heraushebt. Ebenfalls ein weiches Lied, mit einer schönen Melodie ausgestattet, die sich bereits beim ersten Mal des Hörens festgesetzt hat. Der Opener „Weaver“ nimmt mit einem Synthesizer-Lauf zu Beginn starke Anleihen an Tubular Bells. „Song For The Healer“ klingt eingängig, ein wenig nach Folk und das melodiöse „Mirrors“ könnte mit seinem Anfang durchaus auch als Weihnachtslied durchgehen.

Fazit: Wenig kann auf diesem Live-Album, bei dem das Publikum lediglich am Ende eines jedes Liedes als Applausgeber zu hören ist, überzeugen. Vieles klingt einfach ein wenig zu seicht und weiß absolut nicht zu packen. Die Musik auf „In Concert“ ist sehr weiblich gehalten, was Tori Amos oder Kate Bush sehr viel besser und überzeugender zu transportieren verstehen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Weaver, Mandala



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