Montag, 30. April 2018

Motorpsycho – Phanerothyme




Motorpsycho – Phanerothyme


Besetzung:

Bent Sæther – bass, vocals, guitars, drums, mellotron, percussion, viscount organ, 12-string guitarmando, fingersnaps
Hans Magnus Ryan – guitars, vocals, bass, viscount organ, mellotron, piano, fingersnaps
Håkon Gebhardt – drums, percussion, vocals, guitars, banjo, lap-steel, glockenspiel, cittern



Gastmusiker:

Even Skatrud Andersen – trombone
Mathias Eick – trumpet & flugelhorn
Ketil Vestrum Einarsen – flute
Øyvind Fossheim – violin
Lars Horntveth – tenor sax and bass-clarinette
Line Horntveth – tuba
Vegard Johnsen – violin
André Orvik – violin
Anne-Grethe Orvik – oboe
Baard Slagsvold – piano, wurlitzer, fender rhodes, clavinette, vocals
Helge Sten (Deathprod) – audio virus, filters, ringmodulators, echoplex, theremin, fingersnaps
Hans Morten Stensland – violin
Jon W. Sønstebø – viola
Anne Britt Søvig Årdal – cello


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Bedroom Eyes (2:18)
2. For Free (5:13)
3. B.S. (3:41)
4. Landslide (4:38)
5. Go To California (8:00)
6. Painting The Night Unreal (6:35)
7. The Slow Phaseout (4:30)
8. Blindfolded (3:44)
9. When You're Dead (4:52)

Gesamtspieldauer: 43:37




„Phanerothyme“ nannte die norwegische Rock Band Motorpsycho ihr neuntes Studio-Album. Dieses wurde am 3. September 2001 erneut auf dem Plattenlabel Stickman Records veröffentlicht. „Phanerothyme“ ist nach dem Vorgänger „Let Them Eat Cake“ das zweite Album der Norweger, welches es in ihrem Heimatland bis auf Platz 1 der Charts schaffte. Inn Anbetracht dieses Umstandes kann man sich bereits denken, dass auch die Musik auf „Phanerothyme“ eingängiger sein muss, als jene auf den diversen anderen Platten von Motorpsycho. Der Titel des Albums ist übrigens eine Wortschöpfung des britischen Schriftstellers Aldous Huxley, um damit bewusstseinserweiternde Drogen zu beschreiben. „Drogengeschwängert“ klingt die Musik von Motorpsycho auf „Phanerothyme“ jedoch keinesfalls.

„Phanerothyme“ klingt sogar noch ein wenig poppiger, als der Vorgänger. Und „Phanerothyme“ hört sich dabei auch noch eingängiger als „Let Them Eat Cake“ an und verbreitet dabei sogar eine meist fröhliche Stimmung. Nicht nur als der Vorgänger, denn letzteres trifft wohl auf den Vergleich zu allen anderen Motorpsycho-Platten zu. Die Musik auf „Phanerothyme“ ist hell, sonnig, relaxt. Viele Bläser und Streicher sorgen für zusätzliche Melodiösität – und so klingt die Platte auch fein und nett und auch durchaus mal interessant. Die Betonung liegt hierbei allerdings leider auf dem Wort „mal“. Das Besondere in der Musik von Motorpsycho ist in diesen Stücken kaum mehr zu finden. Da hilft alle Eingängigkeit nichts, denn das Album klingt leider an vielen Stellen ein klein wenig austauschbar.

Am überzeugendsten wirkt die Platte an ihrem Beginn und ihrem Ende. Die beiden Titel „Bedroom Eyes“ und „When You're Dead“ sind wunderschöne poppige Lieder mit Ohrwurmcharakter, bei denen Streicher und Bläser ihre perfekten Einsätze bekommen. Bezüglich der Bläser gilt dies vor allem für die letzte Nummer „When You're Dead“. Wahrlich gelungen ist dabei auch der etwas makabre Text: „Everything is great when you're dead, Your family surrounds you, there are flowers in your bed, Everything is just like they said..., I like lying down just to feel it“ („Alles ist großartig, wenn man tot ist. Deine Familie umgibt dich, da sind Blumen in deinem Bett. Alles ist genau so, wie sie es gesagt haben.... Ich lege mich gern hin, nur um es zu fühlen.).

Fazit: „Phanerothyme“ ist wahrlich kein schlechtes Album. Allerdings ist es eines geworden, welches für die norwegische Band Motorpsycho alles andere als typisch ist. Auf „Phanerothyme“ bekommt man überwiegend sehr sanfte Pop-Musik präsentiert, die häufig auch sehr melodiös gehalten ist und ins Ohr geht. Neben ein paar wirklich gelungenen Höhepunkten gibt es auf diesem Album zwar keine schlechte, jedoch auch deutlich weniger interessante Musik zu hören. Neun Punkte.

Anspieltipps: Bedroom Eyes, When You're Dead



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen