Dienstag, 1. Mai 2018

Kaipa – Kaipa




Kaipa – Kaipa


Besetzung:

Ingemar Bergman – drums, percussion, vocals
Roine Stolt – electric and acoustic guitars, vocals
Tomas Eriksson – bass, vocals
Hans Lundin – organ, fender piano, yamaha synthsizer, string synthesizer, grand piano, glockenspiel, harpsichord, lead vocals


Label: Tempus Fugit (ursprünglich Decca)


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Musiken Är Ljuset (Music Is Light) (7:05)
2. Saker Har Tva Sidor (Things Have Two Sides) (4:36)
3. Ankaret (The Anchor) (8:41)
4. Skogspromenad (Forrest Walk) (3:40)
5. Allting Har Sin Början (All Things Have A Beginning) (3:12)
6. Se Var Morgon Gry (See Each Morning Dawn) (8:54)
7. Förlorad I Istanbul (Lost In Istanbul) (2:25)
8. Oceaner Föder Liv (Oceans Give Birth To Life) (9:29)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung von 2015:

9. Fran Det Ena Till Det Andra (From One Thing To Another) (2:50)
10. Karavan (Caravan) (2:53)

Gesamtspieldauer: 53:50



Kaipa wurden im Jahr 1973 ursprünglich als „Ura Kaipa“ gegründet. Dies wiederum ist der Name eines schwedischen Steinzeit-Häuptlings aus dem Buch „Svenskarra och deras hövdingar“ des schwedischen Schriftstellers Verner von Heidenstam. Ein Jahr später nannte sich die Band, immer noch ein Trio, um in Kaipa. Es wurde ein Gitarrist gesucht und man fand ihn im siebzehnjährigen Roine Stolt, der später dann die Flower Kings zur Berühmtheit bringen sollte. Es wurde fleißig geprobt, es folgten diverse Auftritte und im Juli 1975 wurde das erste Album innerhalb von neun Tagen eingespielt und diese selbstbetitelte Scheibe erschien anschließend Ende dieses Jahres 1975 ursprünglich auf dem Plattenlabel Decca.

Man hört auf „Kaipa“ von Kaipa eingängigen, melodiösen und symphonischen Progressive Rock, der nicht unbedingt sofort beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht, jedoch definitiv spätestens beim dritten Durchlauf. Die dargebotenen Melodien und Harmonien benötigen ein wenig Zeit zur vollständigen Entfaltung, doch erschließt sich einem diese Musik mit jedem weiteren Durchlauf mehr und intensiver. Da kommen einem die britischen Kollegen von Genesis zur damaligen Zeit automatisch ins Gedächtnis, denn ähnlich klingt die Musik der Schweden von der Machart her durchaus. Jedoch wird von Kaipa keineswegs kopiert, nur bewegt sich die Musik eben auf demselben Untergrund des eingängigen und melodiösen Progressive Rock.

Sehr kompliziert klingt bei Kaipa nichts, alles ist eher auf diese Eingängigkeit hin angelegt und in diese lohnt sich wahrlich einzutauchen. Zugegebenermaßen stört zu Beginn allerdings etwas der Gesang. Nicht jedoch, weil Hans Lundin eine seltsame Stimme hätte oder aber keinen Ton treffen würde. Es ist die Sprache Schwedisch, die im ersten Moment des Hörens einfach ungewohnt ist. Es bedarf wirklich mehrerer Durchgänge und trotzdem bleibt die Sprache immer noch eine durchaus ungewohnte Besonderheit für deutsche Ohren. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass solch ein Titel wie „Skogspromenad“ gleich mit zu den Höhepunkten zu zählen ist, welcher sofort wirkt – es ist eine Instrumentalnummer. Trotzdem macht „Kaipa“ von Kaipa Spaß und mit der Zeit wird auch die schwedische Sprache vertrauter, auch wenn man den Inhalt nicht versteht.

Fazit: Eine Platte ganz im Stile der früheren Genesis ist das Debut-Album der schwedischen Band Kaipa geworden. Die schwedische Sprache ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch gewöhnt man sich wirklich daran. Und auch wenn die Musik nicht ganz die Qualität der englischen Kollegen erreicht, so ist „Kaipa“ von Kaipa doch ein sehr hörenswertes Album geworden, auf dem man symphonischen und melodischen Progressive Rock hören kann, wie er typisch ist für die beginnenden bis mittleren 70er Jahre. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Saker Har Tva Sidor, Skogspromenad



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