Samstag, 26. Mai 2018

Beardfish – Sleeping In Traffic: Part Two




Beardfish – Sleeping In Traffic: Part Two


Besetzung:

Rikard Sjöblom – vocals, organ, keyboards, piano, synthesizers, jews harp, accordion, sfx, acoustic guitar
David Zackrisson – electric and acoustic guitars, arp odyssey, guitar synthesizer, piano, background vocals
Robert Hansen – bass, gimp, acoustic guitar, background vocals
Magnus Östgren – drums, percussion, ass smasher, background vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: ArtRock, ArtPop, RetroProg


Trackliste:

1. As The Sun Sets (1:12)
2. Into The Night (8:51)
3. The Hunter (5:57)
4. South Of The Border (7:43)
5. Cashflow (6:07)
6. The Downward Spiral / Chimay (7:10)
7. Sleeping In Traffic (35:44)
8. Sunrise Again (1:37)

Gesamtspieldauer: 1:14:23




„Sleeping In Traffic: Part Two“ heißt das vierte Studio-Album der schwedischen Progressive Rock Band Beardfish. Am 16. Mai im Jahr 2008 wurde das Album auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht und bildet die inhaltliche Fortsetzung des ein Jahr zuvor veröffentlichten Albums „Sleeping In Traffic: Part One“. Man hört auf dem Album eine bunte Mischung aus ArtRock, ArtPop und RetroProg. Eine musikalische Mixtur, die für Beardfish typisch, ansonsten eher außergewöhnlich ist.

Auf „Sleeping In Traffic: Part Two“ hört man Rock, Pop, Folk, Disco und selbstverständlich Progressive Rock. Das ist die Mischung, die einem die Schweden servieren und die man zu verdauen hat. Der Ehrlichkeit halber sei an dieser Stelle allerdings angeführt, dass sich der Disco-Ausflug von Beardfish auf das Anspielen des Bee-Gee-Klassikers „Stayin‘ Alive“ im fast sechsunddreißig-minütigen Titellied „Sleeping In Traffic“ beschränkt. Trotzdem ist die Musik der Band alles andere als einheitlich und vorhersehbar und damit im Umkehrschluss auch niemals langweilig. Aber Einlassen muss man sich selbstverständlich auf diese Musik können, die nicht beim ersten Mal des Hörens ins Ohr gehen möchte – jedoch mit der Zeit immer weiter reift.

Dies passiert allerdings erst mit jedem weiteren Durchgang der Scheibe und „Sleeping In Traffic: Part Two“ funktioniert dann immer besser und klingt eindringlicher. Sind es zunächst die beiden Nummern „Into The Night“ und „The Hunter“, die schnell überzeugen können, so dauert dies beim sehr langen Titeltrack ein wenig. Das Lied wirkt zunächst wie ein Musikstück, in dem verschiedene Lieder ohne Pause aneinandergereiht worden sind. Doch mit jedem Hören zündet gerade dieses Stück noch besser und eindringlicher und klingt schließlich richtiggehend mitreißend. Neuen Progressive Rock, der sich auf alte Stücke bezieht und dabei insgesamt sehr überzeugt, hört man auf dem Album. In der Mitte der Platte klappt das durchaus ein wenig schlechter, zu Beginn und am Schluss beeindrucken Beardfish dafür umso mehr. Das macht dann sehr viel Spaß und man fühlt sich wie auf einer musikalischen Reise, die einen durch verschiedene Gegenden führt, welche alle ihren ganz eigenen Charme besitzen.

Fazit: Eine sehr abwechslungsreiche Platte ist „Sleeping In Traffic: Part Two“ der schwedischen Band Beardfish geworden. Skandinavischer RetroProg der feinen Sorte, mit tollen und zum Teil auch witzigen Texten versehen sowie mit zahlreichen musikalischen Gimmicks angereichert. Da kommt niemals Langeweile auf und man wird bestens unterhalten, wenn man dem Album auch Zeit zum Reifen gibt. Ein paar Durchgänge dauert es freilich, bis diese Musik endgültig überzeugt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Into The Night, The Hunter, Sleeping In Traffic



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