Freitag, 25. April 2014

The Velvet Underground – The Velvet Underground




The Velvet Underground – The Velvet Underground


Besetzung:

Lou Reed – lead and rhythm guitar, piano, lead vocals, verse co-vocals on "The Murder Mystery"
Sterling Morrison – rhythm and lead guitar, verse co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals
Maureen Tucker – percussion, lead vocals on "After Hours", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals
Doug Yule – bass guitar, organ, lead vocals on "Candy Says", chorus co-vocals on "The Murder Mystery", backing vocals

Label: MGM Records


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Folk Rock, Experimental Rock, Art Pop


Trackliste:

1. Candy Says (4:03)
2. What Goes On (4:53)
3. Some Kinda Love (4:01)
4. Pale Blue Eyes (5:40)
5. Jesus (3:24)
6. Beginning To See The Light (4:34)
7. I'm Set Free (4:03)
8. That's The Story Of My Life (2:03)
9. The Murder Mystery (8:53)
10. After Hours (2:08)

Gesamtspieldauer: 43:41




Das dritte Album der Band Velvet Underground benannte die Band kurz nach sich selbst: „The Velvet Underground“. 1968 entstanden und 1969 veröffentlicht war es die erste Scheibe, die ohne John Cale eingespielt und veröffentlicht wurde, der sich nach Unstimmigkeiten mit Lou Reed verabschiedet hatte, da man sich nicht über die musikalische Orientierung von The Velvet Underground einig wurde. Doug Yule ersetzte schließlich John Cale.

Auch hatte sich die Band etwas aus dem Einzugsbereich des Andy Warhol entfernt. Dies und eben jener Ausstieg des John Cale sorgte dafür, dass „The Velvet Underground“ ein deutlich anderes Album wurde, als jene beiden zuvor veröffentlichten. Experimentiert wird hier kaum noch, vielmehr klingt die Musik häufiger eher nach Folk oder auch ein wenig nach 60ies Pop. Soll heißen, die Lieder sind überwiegend zwar äußerst melodiös und eingängig gehalten, gehen relativ schnell ins Ohr, stellen größtenteils allerdings auch leider nichts mehr Besonderes dar.

Natürlich kann man das auch anders sehen, denn die Titel klingen nun eben harmonisch und sind mit einer gewissen Melancholie ausgestattet. Hauptsächlich Musik zum Träumen also. Eine Ausnahme stellt da fast schon „Beginning To See The Light“ dar, welches sogar irgendwie fröhlich klingt und neben „What Goes On“ eines der beiden etwas flotteren Titel des Albums darstellt. Die Songs stammen alle aus der Feder Lou Reeds, der hier am Gesang auch mal Doug Yule („Candy Says“) und Maureen Tucker („After Hours“) den Vortritt ließ.

Nun, das wäre alles ganz nett, aber die Musik hebt sich auch nicht groß ab von anderen Scheiben, die im selben Stil zur etwa derselben Zeit entstanden sind. Wenn da nicht noch der Titel „The Murder Mystery” wäre. Diese Nummer klingt zwar ebenfalls sehr melodiös, hier wird es jetzt dann aber doch auch experimentell, ein wenig verschroben, avantgardistisch und zum Teil, durch viele, viele Redundanzen meditativ. Das ganze Lied ist eine Art Klangexperiment, welches sich gerade dadurch auch vom Rest der Platte abhebt. Positiv abhebt. Etwas wirrer zum Ende hin, steht hier trotzdem die Harmonie im Vordergrund und dieses Zusammenspiel des Gesangs von Maureen Tucker mit dem der restlichen, männlichen Bandkollegen ist einfach gelungen.

Fazit: Zum Teil wirkt „The Velvet Underground“ ein klein wenig langweilig, obwohl die einzelnen Nummern durchaus nett und melodiös klingen. Aber so klangen eine ganze Menge Bands zur damaligen Zeit. „The Murder Mystery” reißt die Scheibe dann allerdings doch aus der eintretenden Lethargie, aber das ist zugegebenermaßen auch ein Klagen auf hohem Niveau. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Pale Blue Eyes, The Murder Mystery



Donnerstag, 24. April 2014

Sons Of Noel And Adrian – Knots




Sons Of Noel And Adrian – Knots


Besetzung:

Jacob Richardson – vocals, classical guitar ukulele, handclaps, (ebowed) electric guitar, whistling
Tom Cowan – classical guitar, resonator guitar, handclaps
Daniel Green – drums, vocals, handclaps, classical guitar
William Calderbank – cello, hammond organ, handclaps, piano
Michael Siddell – violin 
Marcus Hamblett – electric bass, percussion, electric guitar, piano, (ebowed) acoustic guitar, handclaps, vocals, hammond pedals, additional drums, (ebowed) banjo, cornet, double bass, euphonium, tenor horn, (slide) electric bass, ukulele, (reversed) electric bass
Alistair Strachan – cornet
Emma Gatrill – vocals, clarinet, bass clarinet, harp
Catherine Cardin – vocals
Joanne White – vocals, accordion, flute
Helen Whitaker – vocals, flute


Label: K&F Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Art Pop, Experimental


Trackliste:

1. The Yard (4:12)
2. Come Run Fun Stella Baby Mother Of The World (5:13)
3. Jellyfish Bloom (6:22)
4. Big Bad Bold (5:29)
5. Leaving Mary's Hand (3:00)
6. Cathy Come Home (4:24)
7. Black Side Of The River (6:01)
8. Matthew (4:23)
9. Heroine (4:21)

Gesamtspieldauer: 43:25




Sons Of Noel And Adrian ist ein Zusammenschluss verschiedener Musikerinnen und Musiker aus Brighton, England, die alle noch in diversen anderen Bands spielen beziehungsweise Solo-Projekte verfolgen. Im Jahr 2012 erschien das zweite Album dieser Formation unter dem Titel „Knots“. Nun, die Musik der Sons Of Noel And Adrian einzuordnen ist dabei gar nicht mal so einfach. Ist das Art Pop, Kammer Pop oder gar experimentelle Musik, wie man dies auch über die Band nachlesen kann? Von allem wohl ein bisschen. Ungewöhnlich ist diese melancholische und schwermütige Musik auf jeden Fall.

Und sie ist überaus ruhig und eindringlich gehalten. Die akustische Gitarre steht häufig im Vordergrund der Instrumentierung und wird durch diverse Streicher unterstützt. Dazu gesellt sich der zerbrechlich wirkende Gesang des Jacob Richardson, der sich perfekt in diese träumerischen Klangwelten integriert. Unterstützt wird der Gesamteindruck der Platte auch durch die mit eingebundenen weiblichen Stimmen der Emma Gatrill, Catherine Cardin, Joanne White und Helen Whitaker sowie durch perfekt arrangierte Einsätze von Kornett, Flöte und Klarinette. Und obwohl die einzelnen Titel alle im selben Stil gehalten sind, so kommt hier doch niemals auch nur der Hauch von Langeweile auf, da jede Nummer auf ihre ganz eigene Art und Weise wirkt.

Alles klingt harmonisch auf „Knots“ und ist mit Melodiösität über und über angefüllt. Wenn Musik wärmen kann, dann sicherlich auch die der Sons Of Noel And Adrian auf „Knots“. In die einzelnen Titel lässt sich bestens eintauchen und man wird in eine andere Welt entführt, die trotz der häufig vorhandenen Melancholie auch eine gewisse Leichtigkeit in sich birgt.

Fazit: Sehr „warm“ klingen die Titel auf „Knots“. Und wenn man Musik mit dem Attribut „schön“ versehen will, dann trifft diese Umschreibung zu hundert Prozent auf die zweite Scheibe der Sons Of Noel And Adrian zu. Für die Träumer unter den Musikhörern, für Leute die Musik auch abseits der Charts zu schätzen wissen, für Menschen, die das Außergewöhnliche lieben. Für all jene ist diese Platte sehr zu empfehlen. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Jellyfish Bloom, Big Bad Bold



Mittwoch, 23. April 2014

R.E.M. – Up




R.E.M. – Up


Besetzung:

Peter Buck – bass guitar, guitar, keyboards, percussion
Mike Mills – keyboards, guitar, bass, backing vocals
Michael Stipe – lead vocals, guitar


Gastmusiker:

Barrett Martin – percussion
Scott McCaughey – keyboards, percussion
Joey Waronker – drums, percussion


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Airportman (4:14)
2. Lotus (4:32)
3. Suspicion (5:37)
4. Hope (5:02)
5. At My Most Beautiful (3:35)
6. The Apologist (4:30)
7. Sad Professor (4:04)
8. You're In The Air (5:24)
9. Walk Unafraid (4:34)
10. Why Not Smile (4:03)
11. Daysleeper (3:40)
12. Diminished (6:01)
13. Parakeet (4:12)
14. Falls To Climb (5:06)

Gesamtspieldauer: 1:04:31




„Up“ heißt das elfte Studio-Album der amerikanischen Alternative Rocker von R.E.M. 1998 erschienen, ist es die erste Platte, die ohne Drummer Bill Berry eingespielt wurde, der die Band im Jahr zuvor freundschaftlich verlassen hatte, um sich anderweitig zu verwirklichen. So wurde der Part der Perkussion auf drei Musiker-Schultern verteilt, die jedoch alle nicht feste Bestandteile der Band wurden.

Vielleicht war dies auch mit ein Grund dafür, dass der Sound von R.E.M. sich geändert hat. Die Gitarren treten ein wenig in den Hintergrund und die Musik der Band ist deutlich Keyboard-lastiger geworden. Legt man die Scheibe ein, so fährt einem gleich zu Beginn des Albums ein kleiner Schauer über den Rücken. Dieser wird ausgelöst durch die Perkussion. Ein Drum-Computer ist hier zu hören, der sowas von dermaßen nach Plastik-Sound klingt, dass man kaum seinen Ohren traut. Immer wieder taucht diese Rhythmus-Maschine auf dem Album auf, was den Hörgenuss ein klein wenig schmälert. Allerdings finden sich diese Titel häufiger zu Beginn der Platte, im weiteren Verlauf bekommt man schließlich auch ein „richtiges“ Schlagzeug zu hören.

Die Musik auf „Up“ macht trotzdem Spaß. Alles wirkt ruhig und ein wenig verträumt. Es gibt wunderschöne Melodien zu erhören, intelligente Texte und immer wieder nette Ideen zu bewundern. Die Musik von R.E.M. lebt natürlich auch vom Gesang des Michael Stipe, dessen Stimme einen weiteren Pluspunkt der Scheibe darstellt. Überaus eindringlich singt dieser die Lieder mit sehr viel Ausdruckskraft, in einer manches Mal fast schon zerbrechlich wirkenden Art und Weise. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll hier der Hintergrundgesang, perfekt abgestimmt und die Titel nochmals aufwertend. 

Fazit: Sehr eindringliche und ruhige Musik gibt es auf „Up“ zu hören, die zwar immer ein und denselben Stil verfolgt, jedoch nie langweilig wird. Dazu sind die einzelnen Titel zu eingängig und können bewegen. Ausfälle gibt es hier auch nicht, alles hat seine Qualität, sodass „Up“ ein schönes Album darstellt – trotz der manchmal gewöhnungsbedürftigen Rhythmuserzeugung – welches sich für alle diejenigen lohnt, die auch den etwas leiseren und zurückhaltenden Tönen etwas abzugewinnen verstehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Lotus, The Apologist, You're In The Air



Dienstag, 22. April 2014

ZZ Top – Tres Hombres




ZZ Top – Tres Hombres


Besetzung:

Billy Gibbons – guitar, vocals, slide guitar
Dusty Hill – bass guitar, keyboards, vocals
Frank Beard – drums, percussion


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Blues Rock


Trackliste:

1. Waitin' For The Bus (2:53)
2. Jesus Just Left Chicago (3:30)
3. Beer Drinkers & Hell Raisers (3:26)
4. Master Of Sparks (3:31)
5. Hot, Blue And Righteous (3:17)
6. Move Me On Down The Line (2:31)
7. Precious And Grace (3:10)
8. La Grange (3:53)
9. Sheik (4:06)
10. Have You Heard? (3:14)

Gesamtspieldauer: 33:30




„Tres Hombres“ heißt das dritte Album der texanischen Band ZZ Top, welches 1973 veröffentlicht wurde. Blues Rock pur gibt es hier zu hören, oftmals etwas getragener, allerdings immer wieder auch fordernd und mitreißend gehalten. Und dann befindet sich auf dieser Scheibe zusätzlich noch ein absoluter ZZ Top-Klassiker und eines der wohl bekanntesten Lieder der Band: „La Grange“.

La Grange liegt am Colorado River und ist die Hauptstadt des Fayette Countys in Texas. Inhaltlich handelt das Lied von einem Bordell, vor dem Hintergrund, dass hier Väter ihre bald erwachsenen Söhne hinschleppten, damit diese dort ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen konnten. Legendär an dem Titel ist auch der Beginn mit einem unglaublichen Wiedererkennungswert. Die Sticks des Frank Beard trommeln auf die Umrandung der Snare, dazu gibt es eine akustische Gitarre und sehr breiten Südstaaten-Sprechgesang. Schließlich rockt das Lied los, richtig klasse gemacht. Die Nummer besitzt einen Groove, der dem Hörer Schwierigkeiten bereitet, die Füße still zu halten.

Auch sonst hat die Platte einiges zu bieten, was vor allem die Freunde des Blues-Rock ansprechen dürfte. Hier wird kompromissloser, geradliniger und schnörkelloser Rock in Verbindung mit Blues geboten, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Dabei liegt der Schwerpunkt ein klein wenig mehr auf dem rockigen Aspekt, was der Platte sicherlich noch einen größeren Hörerkreis erschließt. „Tres Hombres“ stellt, gar nicht überraschend, auch den Durchbruch der drei Musiker dar.

Fazit: Wer auf gut gemachten Rock steht, der kann hier einiges für sich entdecken. Der Blues steht nicht zu sehr im Vordergrund, sodass die Scheibe auch für den Rock-Freund sehr interessant ist. Dazu gibt es noch mit „La Grange“ diesen einen „Übersong“ auf der Platte, den man einfach kennen sollte, der sich uneingeschränkt lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Beer Drinkers & Hell Raisers, La Grange



Montag, 21. April 2014

Porcupine Tree – Arriving Somewhere… (DVD)




Porcupine Tree – Arriving Somewhere… (DVD)


Besetzung:

Steven Wilson – guitars, lead vocals
Richard Barbieri – keyboards
Colin Edwin – bass
Gavin Harrison – drums
John Wesley – guitars, vocals


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Progressive Rock, Rock


Trackliste:

DVD 1:

1. Revenant (B-Side from Deadwing) (3:04)
2. Open Car (from Deadwing) (4:46)
3. Blackest Eyes (from In Absentia) (4:41)
4. Lazarus (from Deadwing) (4:06)
5. Hatesong (from Lightbulb Sun) (9:14)
6. Don't Hate Me (from Stupid Dream) (8:38)
7. Mother And Child Divided (B-Side from Deadwing) (5:11)
8. Buying New Soul (B-Side from Lightbulb Sun) (7:17)
9. So-Called Friend (B-Side from Deadwing) (4:55)
10. Arriving Somewhere But Not Here (from Deadwing) (12:57)
11. Heartattack In A Layby (from In Absentia) (4:07)
12. Start Of Something Beautiful (from Deadwing) (7:19)
13. Halo (from Deadwing) (6:42)
14. The Sound Of Muzak (from In Absentia) (5:14)
15. Even Less (from Stupid Dream) (6:54)
16. Trains (from In Absentia) (7:18)
17. End Credits (special alternate mix of "Mother and Child Divided") (2:05)

Spieldauer DVD1: 1:44:33


DVD 2:

1. Futile – from Rockpalast broadcast (B-Side from In Absentia) (6:09)
2. Radioactive Toy – from Rockpalast broadcast (from On the Sunday of Life) (5:59)
3. Lazarus – promo clip directed by Lasse Hoile (3:57)
4. The Start Of Something Beautiful – live film directed by Przemyslaw Wszebor Bernacki and Lasse Hoile (7:10)
5. Halo – live film directed by Lasse Hoile (5:54)
6. Mother And Child Divided – live film directed by Lasse Hoile (4:56)
7. Cymbal Song by Gavin Harrison in stereo and 5.1 audio (3:57)
8. Photo gallery with exclusive ambient music by Richard Barbieri & Steven Wilson (9:21)

Spieldauer DVD2: 47:23

Gesamtspieldauer: 2:31:56




„Arriving Somewhere…“ ist eine mitreißende Konzert-Zusammenstellung zweier Auftritte von Porcupine Tree, die die Band am 11. und 12. Oktober 2005 im Park West, Chicago gab. Vor allem die Platte „Deadwing“, ebenfalls 2005 veröffentlicht, steht hier im Vordergrund. Allerdings fanden auch Stücke der Alben „Lightbulb Sun“, „In Absentia“ und „Stupid Dream“ ihren Weg in diese beiden Konzerte und somit auch auf die DVD.

Nun, wer schon mal die Möglichkeit hatte „Porcupine Tree“ live zu erleben und sehen konnte, wie Steven Wilson barfuß all das aus seiner Gitarre herausholt, was in ihr steckt, der wird hier ein Déjà Vu erleben. Wer noch nicht in den Genuss eines solchen Ereignisses kam, der kann sich hier ein Bild davon machen, wie mitreißend die Band ihre Titel auf der Bühne umzusetzen versteht. Härtere Töne überwiegen auf solch einem Konzert, aber auch das melancholische und eher ruhige Momentum wird hier angesprochen. Musik zum Eintauchen wird dem Hörer und auch Seher auf „Arriving Somewhere…“ geboten, der man auch auf einem passenden Fernseher folgen kann, wenn der mit guten Boxen ausgestattet ist oder aber mit der HiFi-Anlage in Korrespondenz steht.

Das Bildmaterial wurde bearbeitet. Es wechselt zwischen einer etwas grobkörnigen, auf alt getrimmten Schwarz-Weiß-Ansicht und der farbigen Original-Konzert-Atmosphäre. Dabei variieren diese verschiedenen Einstellungen sogar in jedem Lied mehrmals, was allerdings nicht störend erscheint, sondern dem Bildmaterial sehr viel mehr Fülle und Spannung verleiht. Auch sonst gibt es Bildbearbeitungen in der Form, dass zum Beispiel kurze Wortfetzen eingeblendet werden. Ebenfalls nicht störend und integriert in das Konzert.

Nun zur Musik. Porcupine Tree ist eine Band, die das Banner des Progressive Rock auch heute noch hochhält – häufig in Form der härteren Ausprägung dieses Genres. Dadurch werden von dieser DVD auch Hard Rock Fans begeistert sein, denn die Musik ist treibend, oftmals hart, mit genialen Riffs versehen und gleichzeitig doch auch ein wenig fordernd und untypisch, was dann wiederum die Querdenker der Musik ansprechen wird.

Auf der zweiten DVD 2 gibt es noch einige Gimmicks in Form von Live-Mitschnitten, Clips und Kurzfilmen. Für Fans ebenfalls lohnenswert.

Fazit: Wer die Musik von Porcupine Tree mag, der sollte sich unbedingt diese DVD ansehen. Wer die Musik von Porcupine Tree noch nicht kennt, dem ist diese DVD ebenfalls zu empfehlen. Ich hatte hier mal eine Gartenfeier. Drinnen lief „Arriving Somewhere…“, draußen wurde gegrillt und es gab Fass-Bier. Plötzlich waren sehr viele aus dem Garten verschwunden… Dreizehn Punkte.



Sonntag, 20. April 2014

The Beatles – The Beatles




The Beatles – The Beatles


Besetzung:

John Lennon – lead, harmony and background vocals; acoustic, lead, bass and rhythm guitars, keyboards (electric and acoustic pianos, hammond organ, harmonium and mellotron), extra drums and assorted percussion (tambourine, maracas, cymbals, thumping on the back of an acoustic guitar, handclaps and vocal percussion), harmonica, whistling and saxophone; tapes, tape loops and sound effects (electronic and home-made)
Paul McCartney – lead, harmony and background vocals, acoustic, lead, rhythm and bass guitars, keyboards (electric and acoustic pianos and hammond organ), assorted percussion (timpani, tambourine, cowbell, hand shake bell, handclaps, foot taps and vocal percussion), drums (on "Back In The U.S.S.R.", "Dear Prudence", "Wild Honey Pie", and "Martha My Dear"), recorder and flugelhorn, sound effects
George Harrison – lead, harmony and background vocals, acoustic, rhythm, bass and lead guitars, hammond organ, extra drums and assorted percussion (tambourine, handclaps and vocal percussion) and sound effects
Ringo Starr – drums and assorted percussion (tambourine, bongos, cymbals, maracas and vocal percussion), electric piano and sleigh bell (on "Don't Pass Me By"), lead vocals (on "Don't Pass Me By" and "Good Night") and backing vocals ("The Continuing Story Of Bungalow Bill")


Gastmusiker:

Eric Clapton – lead guitar on "While My Guitar Gently Weeps"
Mal Evans – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence", handclaps on "Birthday", trumpet on "Helter Skelter"
Jack Fallon – violin on "Don't Pass Me By"
Grant Mansell – drums on "Martha My Dear"
Pattie Harrison – backing vocals on "Birthday"
Jackie Lomax – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence"
Maureen Starkey – backing vocals on "The Continuing Story of Bungalow Bill"
Yoko Ono – backing vocals, brief lead vocals and handclaps on "The Continuing Story of Bungalow Bill", backing vocals on "Birthday", speech, tapes and sound effects on "Revolution 9"
Ted Barker – trombone on "Martha My Dear"
Leon Calvert – trumpet and flugelhorn on "Martha My Dear"
Henry Datyner, Eric Bowie, Norman Lederman and Ronald Thomas – violin on "Glass Onion"
Bernard Miller, Dennis McConnell, Lou Soufier and Les Maddox – violin on "Martha My Dear"
Reginald Kilby – cello on "Glass Onion" and "Martha My Dear"
Eldon Fox  – cello on "Glass Onion"
Frederick Alexander  – cello on "Martha My Dear"
Harry Klein – saxophone on "Savoy Truffle" and "Honey Pie"
Dennis Walton, Ronald Chamberlain, Jim Chest and Rex Morris – saxophone on "Honey Pie"
Raymond Newman and David Smith – clarinet on "Honey Pie"
Art Ellefson, Danny Moss, and Derek Collins – tenor sax on "Savoy Truffle"
Ronnie Ross and Bernard George – baritone sax on "Savoy Truffle"
Alf Reece – tuba on "Martha My Dear"
The Mike Sammes Singers – backing vocals on "Good Night"
Stanley Reynolds and Ronnie Hughes – trumpet on "Martha My Dear"
Tony Tunstall – French horn on "Martha My Dear"
John Underwood and Keith Cummings – viola on "Glass Onion"
Leo Birnbaum and Henry Myerscough – viola on "Martha My Dear"


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Rock


Trackliste:

Disk: 1

1. Back In The U.S.S.R. (2:43)
2. Dear Prudence (3:57)
3. Glass Onion (2:18)
4. Ob-La-Di, Ob-La-Da (3:09)
5. Wild Honey Pie (1:01)
6. The Continuing Story Of Bungalow Bill (3:06)
7. While My Guitar Gently Weeps (4:45)
8. Happiness Is A Warm Gun (2:44)
9. Martha My Dear (2:29)
10. I'm So Tired (2:03)
11. Blackbird (2:18)
12. Piggies (2:04)
13. Rocky Raccoon (3:41)
14. Don't Pass Me By (3:42)
15. Why Don't We Do It In The Road? (1:42)
16. I Will (1:46)
17. Julia (2:54)


Disk: 2

1. Birthday (2:43)
2. Yer Blues (4:01)
3. Mother Nature's Son (2:48)
4. Everybody's Got Something To Hide Except Me And... (2:25)
5. Sexy Sadie (3:15)
6. Helter Skelter (4:30)
7. Long, Long, Long (3:04)
8. Revolution 1 (4:16)
9. Honey Pie (2:41)
10. Savoy Truffle (2:55)
11. Cry Baby Cry (3:11)
12. Revolution 9 (8:13)
13. Good Night (3:12)

Gesamtspieldauer: 1:33:37




Das neunte Album der Beatles, kurz nur mit „The Beatles“ betitelt und in Fankreisen auch als „The White Album“ bezeichnet, stellt in vielerlei Hinsicht in der Diskographie der Beatles etwas Besonderes dar. Da ist zum einen mal die Lauflänge von über anderthalb Stunden, des im Jahr 1968 veröffentlichten Albums, welches die Platte zu einem Doppelalbum werden ließ. Das einzige Studio-Album der Beatles mit einer solch langen Laufzeit. George Martin war dies jedoch überhaupt nicht recht, der in vielen Liedern nicht das Potenzial sah und lieber ein Album mit etwa der Hälfte der Lieder veröffentlicht hätte, wobei sich die vier Musiker dann auf die besten Titel hätten konzentrieren können. Als er die Beatles davon jedoch nicht überzeugen konnte, zog er sich häufiger zurück und überließ das Produzieren Chris Thomas.

Ebenfalls eine Besonderheit besteht darin, dass hier Paul McCartney auch bei manchen Songs am Schlagzeug zu hören ist. Das wiederum lag daran, dass sich Ringo Starr in seiner Rolle nicht mehr wohlfühlte und nach Sardinien flüchtete. Der Aufnahmeprozess hatte jedoch bereits begonnen und so spielte Paul McCartney einige Titel an den Drums selbst ein. Die restlichen Band-Mitglieder konnten Ringo Starr dann jedoch mit vielen netten Worten zu einer Rückkehr überreden. Trotzdem „krachte“ es in der Band weiter, da nun Yoko Ono an der Seite von John Lennon immer zugegen war und hier auch bei zwei Titeln beim Gesang zu hören ist, was wiederum Pal McCartney nicht wirklich erfreute. Das Ende der Beatles schien zu nahen, was bereits ein Jahr zuvor, durch den plötzlichen Tod ihres Managers Brian Epstein, eingeleitet worden war.

Das Besondere an „The Beatles“ ist neben der Lauflänge und den Umständen seiner Entstehung auch die Musik auf der Platte. Bei diesen dreißig Titeln versuchten sich die vier Musiker an jeder Menge unterschiedlicher Musik-Genres. So gibt es hier neben Pop und Rock auch psychedelische Musik zu hören, genauso wie Rock’n’Roll, Folk, Balladen, Dance-House-Music- und Kammermusik-Anleihen, Blues, Soundkollagen und es werden noch weitere Stile in der Literatur zu diesem Album angeführt, die sich allerdings dann in einem sehr rudimentären Zustand darbieten.

Dieses weite Feld an Musik macht auch den sehr interessanten Moment dieses Albums aus. Fast möchte man George Martin widersprechen und den Beatles zu ihrer Entscheidung beglückwünschen, doch alle Titel auf dem Album zu verewigen. Bei dreißig Nummern, die auch noch in relativ kurzer Zeit entstanden, kommt es zwar fast schon zwangsweise dazu, dass sich auch schwächere Stücke auf „The Beatles“ einschlichen, beziehungsweise solche, mit den man je nach Musikgeschmack deutlich weniger anzufangen weiß, jedoch überwiegen ganz eindeutig die gelungenen Lieder. Zudem befinden sich auf den beiden Scheiben auch Nummern, die einem als „Nicht-Beatles-Kenner“ vielleicht noch gar „über den Weg gelaufen“ sind, denn nicht alle hier vorhandenen Lieder laufen in den diversen Radiostationen oder bei Dokumentationen über die Band, sodass „The Beatles“ in gewisser Weise auch eine kleine Wundertüte darstellt, bei der der Hörer jede Menge neue Facetten in der Musik der Beatles entdecken kann.

Fazit: „The Beatles“ ist ein sehr abwechslungsreiches, spannendes und ein Album geworden, welches für den Hörer einige Überraschungen bereithält. Man kann sich bei dieser Scheibe nie auf eine bestimmte Musik einstellen, alles ist im Wandel und vieles scheint hier neu erfunden worden zu sein. Das macht das Album zu etwas ganz Besonderem und Einzigartigen, welches nur, falls noch nicht geschehen, auf seine Entdeckung wartet. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Dear Prudence, While My Guitar Gently Weeps, Piggies, Cry Baby Cry



Samstag, 19. April 2014

Van Der Graaf Generator – Godbluff




Van Der Graaf Generator – Godbluff


Besetzung:

Peter Hammill – vocals, piano, clavinet, electric guitar
Hugh Banton – organs (including bass pedals), bass guitar
Guy Evans – drums and percussion
David Jackson – saxophones and flute


Label: Charisma Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Undercover Man (7:25)
2. Scorched Earth (9:49)
3. Arrow (9:46)
4. The Sleepwalkers (10:32)

Gesamtspieldauer: 37:32




Ganze vier Jahre hatte es nach der Auflösung im Jahr 1971 gedauert, bis sich Van Der Graaf Generator wieder zusammenfanden und 1975 mit „Godbluff“ ihr fünftes Studioalbum veröffentlichten. Peter Hammill war in der Zwischenzeit sehr fleißig gewesen und hatte nun bereits ebenfalls vier Solo-Alben auf den Markt gebracht, bei denen ihn die Band-Mitglieder auch tatkräftig unterstützten. Somit lag es dann doch nahe, auch wieder eine Scheibe unter der Überschrift Van Der Graaf Generator einzuspielen.

Zunächst tourte die Band allerdings durch Europa und probierte diese neuen Songs, die erneut alle von Peter Hammill geschrieben worden waren (nur bei „Scorched Earth” wird David Jackson als Co-Autor mit angegeben). Das Programm der Auftritte bestand dabei aus einigen wenigen alten Van Der Graaf-Stücken, einigen Solo-Werken des Peter Hammill und eben den neuen Stücken. Anschließend ging man in das Studio und spielte die vier Titel ein.

Das Ergebnis ist „Godbluff“, die erfolgreichste Scheibe der Band-Geschichte. Es ist das erste selbstproduzierte Album der Band, klingt vom Sound her abgespeckter, als noch die vier Vorgänger-Alben und wirkt auch sehr viel eingängiger als diese. Peter Hammill meinte dann auch, dass sie „nicht vorhatten den Sohn von „Pawn Hearts“ zu schreiben, mit einem Lied über eine ganze Seite und jeder Menge Experimente“.

Aber doch, Experimente gibt es auch hier zu hören und die Eingängigkeit der einzelnen Titel liegt ganz im und am Ohr des Hörers. „Godbluff“ ist Progressive Rock pur und zwar in einer seiner besten Ausprägungen. „Godbluff“ ist eingängig und kompliziert, melodiös und will erarbeitet werden. Dominiert wird die Scheibe erneut durch den sehr eindrucksvollen Gesang des Peter Hammill, der hier seine Geschichten erzählt, mal flüsternd, mal singend, mal schreiend. Inhaltlich befassen sich die mitunter recht kryptischen Texte vor allem mit Gefühlen, deren Pendel mal in die positive, ein anderes Mal in die negative Richtung ausschlagen.

Dabei ist die Musik so überaus spannend, mitreißend und einnehmend. „Godbluff“ ist eines der wenigen Alben von Van Der Graaf Generator, bei denen man bereits beim ersten Hören Harmonien zum Dahinschmelzen entdeckt. Und die gibt es bei allen vier Titeln, von denen keiner gegenüber dem anderen abfällt. Alles wirkt, alles klingt und das jeweils auf eine unglaublich begeisternde Art und Weise.

Fazit: Van Der Graaf Generator machen anderen Progressive Rock als die frühen Genesis, Yes oder aber Renaissance. Alles scheint bei dieser Band hier immer ein wenig komplizierter zu sein, man muss sich sehr viel mehr auf diese Musik einlassen können, ihr Zeit geben zu wachsen und zu gedeihen. „Godbluff“ ist ebenfalls anders als die Musik der eben genannten Bands, allerdings auch anders als die früheren Alben der Band, eben dann doch eingängiger, ohne diesen bestimmten „Van Der Graaf Generator-Stil“ zu verleugnen. Progressive Rock „at it's best“. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: The Undercover Man



Freitag, 18. April 2014

Klaus Schulze – Irrlicht




Klaus Schulze – Irrlicht


Besetzung:

Klaus Schulze – E-Maschinen, Orgel, Gitarre, Percussion, Zither, Stimme, Chor


Gastmusiker:

Colloquium Musica Orchestra – 4 erste Violinen, 4 zweite Violinen, 3 Violas, 8 Cellos, 1 Bass, 2 Hörner, 2 Flöten, 3 Oboen


Label: Brain (Universal)


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Satz: Ebene (23:23)
2. Satz: Gewitter (5:39)
3. Satz: Exil Sils Maria (21:21)

Gesamtspieldauer: 50:24




Im Jahr 1972 veröffentlichte der ehemalige Drummer von Tangerine Dream und Ash Ra Tempel, Klaus Schulze, sein erstes Solowerk unter dem Namen „Irrlicht“. Großartig viel Perkussion bekommt der geneigte Hörer hier allerdings nicht zu hören. Die Platte wird dominiert von einem sphärischen Synthesizer- und Orgel-Sound, für den Klaus Schulze ebenfalls schon bei Ash Ra Tempel mit zuständig war.

Diese breite und fette Orgel dominiert gleich den ersten Satz, dieses mit „Quadrophonische Symphonie für Orchester und E-Maschinen“ untertitelten Albums. Aber nicht sofort. Zunächst ist es nur einfach sphärisch, ein Ton wird gehalten und gehalten, sehr spärlich und langsam wechselt die Stimmung. Alles wabert und brummt ein wenig, jedoch ohne jegliche Melodie. Einfach ein Klanggebilde, welches dann, etwa ab der Mitte des Liedes von der Orgel dominiert wird. Nun klingt die Nummer fordernder, der Orgelsound ist unheimlich dominant, wird variiert, man hört im Hintergrund verfremdete Stimmen und ab und an irgendwelche spacigen Töne. Die Orgel wird noch aggressiver und immer präsenter, sodass man sich fast schon erschöpft fühlt, wenn „Satz: Ebene“ in einem Knall in „Satz: Gewitter“ übergeht.

Jetzt klingt das Ganze nach sehr unmelodiösem Space-Rock. Nicht, dass sich die Nummer atonal oder schräg anhören würde, eine Melodie ist einfach nicht vorhanden. Es zirpt und grummelt, in der Ferne windet sich ein Synthesizer-Ton und dann gibt es immer wieder laute Knalle, die anscheinend den Donner darstellen sollen. Nun, nach Gewitter klingt das alles allerdings nur, wenn man weiß, dass dies ein Gewitter darstellen soll. Wer Antonio Vivaldis „Sommer“ aus den „Vier Jahreszeiten“ kennt, der weiß, wie man in der Musik ein Gewitter grandios umsetzen kann.

Bliebe noch „Satz: Exil Sils Maria“. Jetzt wird es fast schon spartanisch. Ein Lied, welches im Grunde genommen nur aus Hintergrund besteht, der durch den Synthesizer erzeugt wird und wieder mal hauptsächlich aus lang angehaltenen Tönen besteht. Da hat Klaus Schulze schon sehr lange ganz wenig Musik hineingepackt, sodass die Nummer stark an Ambient Musik erinnert, die man im Esoterik-Laden im Hintergrund hört.

Fazit: Etwas Besonderes ist die Musik auf „Irrlicht“ auf jeden Fall, wenn es auch viele Menschen gibt, die mit so etwas überhaupt nichts anzufangen wissen, die davon aggressiv werden oder aber einschlafen. Beides ist durchaus möglich. Nun und wenn ich denn meine Reise zum Neptun starte, dann werde ich vorher zum Training „Irrlicht“ von Klaus Schulze einlegen, die Augen schließen und kann so meine Fahrt mit der Rakete schon mal perfekt in Gedanken durchspielen. Auch die damit verbundene Einsamkeit. Acht Punkte.

Anspieltipps: Satz: Ebene



Donnerstag, 17. April 2014

David Bowie – Young Americans




David Bowie – Young Americans


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar, piano


Gastmusiker:

Carlos Alomar – guitar
Mike Garson – piano
David Sanborn – saxophone
Willie Weeks – bass guitar (except on "Across The Universe" and "Fame")
Andy Newmark – drums (except on "Across The Universe" and "Fame")
Larry Washington – conga
Pablo Rosario – percussion on "Across The Universe" and "Fame"
Ava Cherry, Robin Clark, Luther Vandross – backing vocals
John Lennon – vocals, guitar, backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"
Earl Slick – guitar on "Across The Universe" and "Fame"
Emir Ksasan – bass guitar on "Across The Universe" and "Fame"
Dennis Davis – drums on "Across The Universe" and "Fame"
Ralph MacDonald – percussion on "Across The Universe" and "Fame"
Jean Fineberg – backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"
Jean Millington – backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"


Label: RCA


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Soul, Funk


Trackliste:

1. Young Americans (5:10)
2. Win (4:45)
3. Fascination (5:44)
4. Right (4:15)
5. Somebody Up There Likes Me (6:33)
6. Across The Universe (4:31)
7. Can You Hear Me (5:05)
8. Fame (4:15)


Bonus Tracks:

9. Who Can I Be Now? (4:36)
10. It’s Gonna Be Me (With Strings) (6:26)
11. John, I’m Only Dancing (Again) (6:57)

Gesamtspieldauer: 58:18




David Bowie galt schon immer als das Chamäleon des Pop. Immer wieder hat er sich selbst neu erfunden, neue Stile kreiert oder sich andere Musik-Stile zu Eigen gemacht. Nicht anders ist das auch bei seinem neunten Studio-Album „Young Americans“ aus dem Jahr 1975. Funk und Soul gibt es hier zu hören, David Bowie wollte neue Käuferschichten erschließen. Das klappte sogar ganz gut, denn sowohl in Großbritannien wie auch in den USA kletterte die Platte in den Charts bis auf Platz zwei beziehungsweise neun.

Nach der Glam-Rock-Phase nun als Funk und Soul? Nun, das muss man echt mögen, denn viele Fans der früheren Bowie-Platten konnten mit diesen Tönen so gut wie gar nichts anfangen. Erwähnenswert ist hier noch, dass sich John Lennon aktiv mit auf dem Album einbrachte. Beim Beatles-Cover „Across The Universe” und bei „Fame“ ist er an der Gitarre und beim Hintergrundgesang zu vernehmen. Das macht die Scheibe vielleicht ein wenig interessanter, dafür allerdings kein bisschen besser. Unglaublich gewöhnungsbedürftig das Ganze und jetzt kommt mal wieder ins Spiel, dass diese Rezensionen hier durchaus als subjektiv anzusehen sind. Im Netz hat die Scheibe nämlich in einigen Portalen durchaus einen guten Ruf und scheint eine ganze Menge Hörer zu begeistern. Wenn man allerdings die ersten Bowie-Platten mag, dann ist das kaum vorstellbar und irgendwie nicht miteinander zu vereinbaren. Dieses Gejammer geht einem fürchterlich auf den Senkel. Nur wirklich ab und an gibt es mal ganz kurze Abschnitte, die ein wenig besser klingen.

Die Bonus-Tracks „Who Can I Be Now?” und „It’s Gonna Be Me” waren zunächst offizielle Stücke des Albums, wurden dann allerdings durch die beiden Kooperationen mit John Lennon ersetzt. „John, I’m Only Dancing” wurde ebenfalls in den Sessions zu “Young Americans” aufgenommen, schaffte es zunächst allerdings nicht auf das Album und wurde erst später auf den Wiederveröffentlichungen dazu gepackt. Die beiden letztgenannten Titel passen von der Machart her absolut perfekt zum Rest der Scheibe: Weinerlicher Gesang, funkig bis soulig! Lediglich „Who Can I Be Now?” ist vom Stil her auch für andere Musikgeschmäcker anhörbar.

Fazit: Definitiv nicht meine Musik. Kaum auszuhalten. Nun, David Bowie hat eben keinen bestimmten Stil, sondern ändert sich, wandelt sich und probiert immer wieder neue Dinge aus. „Young Americans“ hätte dabei nicht unbedingt sein müssen. Aber naja, Soul-Freunde finden hier zumindest etwas für sich. Von mir gibt es dafür allerdings nur zwei Punkte.

Anspieltipps: Fame



Mittwoch, 16. April 2014

Scarlatti Tilt – Gathering Of The Haunted




Scarlatti Tilt – Gathering Of The Haunted


Besetzung:

Daisy Chapman – vocals and piano
Greg Simmons – bass, guitar on “Gathering Of The Haunted”
Tim Smith – percussion


Gastmusiker:

Richard Maskell – guitar on „One Under“, “Something For The Crows” and Vettriano’s Muse”
Rhys Herdman – guitar on „To Wonder“


Label: Songs & Whispers


Erscheinungsdatum: 2007 (Wiederveröffentlichung 2. Mai 2014)


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Gathering Of The Haunted (0:41)
2. I Was Only Five (4:01)
3. One Under (4:26)
4. The Insects' Party (5:23)
5. Something For The Crows (3:42)
6. Vettriano's Muse (5:27)
7. Death Of A Ladies' Man (3:09)
8. To Wonder (3:11)
9. Salvation (4:23)

Gesamtspieldauer: 34:23




Am 2. Mai 2014 wird eine Platte wiederveröffentlicht, die bereits 2007 das „Licht der Welt“ erblickte: „Gathering Of The Haunted”. Dieses Album, der 2004 in Bristol gegründeten Band Scarlatti Tilt, ist hierzulande leider noch weitestgehend unbekannt. Das wiederum ist eigentlich sehr schade, denn die drei Musiker legten mit „Gathering Of The Haunted” eine wahrlich gelungene Scheibe vor, welche all diejenigen Hörer begeistern dürfte, die meist ruhige und doch sehr eindringliche Musik zu schätzen wissen.

Verträumt, melancholisch und auch ergreifend klingt es, wenn Sängerin Daisy Chapman in die Tasten ihres Pianos greift, dazu singt und dabei von ihren Kollegen Greg Simmons am Bass und Tim Smith am Schlagzeug begleitet wird. Sehr weiche und warme Klangwelten breiten sich vor dem Hörer aus, nachdenklich, meist nur sehr zurückhaltend instrumentiert, immer überaus melodiös und eingängig. Daisy Chapman erzählt ihre Geschichten auf „Gathering Of The Haunted” sehr eindringlich und nimmt die Hörerin beziehungsweise den Hörer an die Hand und begleitet sie und ihn hin zu einer anderen, träumerischen Welt.

Nicht weiter verwunderlich und sogar sehr passend ist dabei, dass die Band sich den Namen “Scarlatti Tilt” gab, dies wiederum ist der Titel einer Kurzgeschichte von Richard Brautigan (eigentlich “The Scarlatti Tilt”) aus dem Jahr 1963. Und diese „Geschichte” ist wohl eine der kürzesten, die jemals geschrieben wurde, denn sie besteht aus lediglich zwei Sätzen: “'It's very hard to live in a studio apartment in San Jose with a man who's learning to play the violin.' That's what she told the police when she handed them the empty revolver.” (Aus: Revenge of the Lawn: Stories 1962-1970) Genau so wie hier der Leser seinen Gedanken, Implikationen und Interpretationen überlassen wird, funktioniert auch „Gathering Of The Haunted”: Die Gefühle und Gedanken des Hörers werden auf die Reise geschickt.

Häufig liegt den Titeln eine sehr ruhige Stimmung zugrunde. Doch das ist nicht immer so. „Vettriano's Muse” beginnt zunächst zwar ebenfalls sehr verträumt und auch ein wenig düster, dann jedoch steigert sich der Titel, die Atmosphäre des Songs wird voller, schwillt an, wird fordernder. Und hier kann Daisy Chapman nun auch die ganze Breite ihrer beeindruckenden Stimme ausspielen, bis alles in einem furiosen und mitreißenden Finale mündet. Ein Beispiel für diese bereits erwähnte Eindringlichkeit in der Musik von Scarlatti Tilt ist das Stück „The Insects' Party“. Wieder ist es diese schöne Stimme, die einen einnimmt, nun verbunden mit wunderschönen und perlenden Pianoklängen. Musik kann wahrlich berührend sein.

Fazit: „Gathering Of The Haunted” ist ein wunderschönes Album geworden. All diejenigen, die auch ruhigere Töne in der Musik zu schätzen wissen und gut in diese einzutauchen verstehen, können auf dieser Platte einiges für sich entdecken. Ein Album, welches irgendwie wärmt. Sehr zu empfehlen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: I Was Only Five, The Insects' Party, Vettriano's Muse



Dienstag, 15. April 2014

Queensrÿche – Operation: Mindcrime




Queensrÿche – Operation: Mindcrime


Besetzung:

Geoff Tate – vocals, keyboards, whistles and blurbs
Chris DeGarmo – electric 6-string, acoustic 12- & 6-string, lap steel and gk-1 synth guitars
Michael Wilton – electric 6-string, acoustic 12- & 6-string, stereo ripley guitars
Eddie Jackson – bass guitars
Scott Rockenfield – drums & percussion, keyboards on "Electric Requiem"


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Hard Rock, ProgMetal


Trackliste:

1. I Remember Now (1:17)
2. Anarchy-X (1:28)
3. Revolution Calling (4:40)
4. Operation: Mindcrime (4:45)
5. Speak (3:43)
6. Spreading The Disease (4:07)
7. The Mission (5:48)
8. Suite Sister Mary (10:40)
9. The Needle Lies (3:09)
10. Electric Requiem (1:23)
11. Breaking The Silence (4:34)
12. I Don't Believe In Love (4:24)
13. Waiting For 22 (1:06)
14. My Empty Room (1:32)
15. Eyes Of A Stranger (6:54)


Bonus Tracks:

16. The Mission (Live) (6:12)
17. My Empty Room (Live) (2:41)

Gesamtspieldauer: 1:08:22




„Operation: Mindcrime“ heißt das dritte Album der US-amerikanischen Band Queensrÿche aus dem Bundesstaat Washington, welches 1988 veröffentlicht wurde. Die Platte stellt ein Konzeptalbum dar und daher hier zunächst mal die Geschichte zu „Operation: Mindcrime“ in Kurzfassung:

Das Album beginnt mit dem Protagonisten, Nikki, der in einem Krankenhaus liegt. Er erinnert sich zunächst nur an kurze Ausschnitte aus seiner Vergangenheit, die sich mit der Zeit jedoch verfestigen und klarer werden. Er war heroinsüchtig und von der heutigen Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Ungleichheit, Korruption und Heuchelei um ihn herum frustriert. In diesem Zustand schloss er sich einer angeblichen Geheimorganisation an, deren Ziel die Revolution ist. An der Spitze dieser Organisation steht der geheimnisvolle politische und religiöse Demagoge Dr. X, der Nikki durch eine Kombination seiner Heroinsucht und Gehirnwäsche manipuliert, um ihn als Killer einzusetzen.

Immer, wenn Dr. X nun das Wort „Mindcrime" verwendet, wird Nikki seine gelehrige Marionette, ein Zustand, den Dr. X dazu verwendet, Nikki verschiedene Morde aufzutragen. Ein Verbündeter des Dr. X ist der korrupte Priester namens Vater William, der Nikki die Dienste einer zur Prostituierten gewordenen Nonne namens Mary anbietet. Nikki entwickelt eine Freundschaft und wachsende Zuneigung zu Mary und beginnt sein Handeln in Frage zu stellen. Dr. X bemerkt dies und sieht in Mary eine potenzielle Bedrohung und gibt Nikki schließlich den Auftrag, den Priester und Mary umzubringen. Nikki geht daraufhin wieder programmiert in Kirche und tötet den Priester, aber als er auf Mary trifft, kann er den Befehl, sie ebenfalls zu beseitigen, nicht mehr umsetzen. Er und Mary beschließen, gemeinsam die Organisation zu verlassen und Nikki geht zu Dr. X. Dieser erinnert ihn während des Gesprächs daran, dass er ein Süchtiger sei und nur er ihm die tägliche Dosis Heroin zur Verfügung stellen könne. Nikki verlässt unsicher und verwirrt Dr. X, kehrt zu Mary zurück und findet sie ermordet vor.

Nikki verzweifelt an diesem Verlust und da für ihn auch noch die Möglichkeit besteht, dass er es selbst sein könnte, der Hand an Mary gelegt hat, ohne es zu wissen, gleitet er langsam in den Wahnsinn ab. Er läuft durch die Straßen und ruft ihren Namen, bis die Polizei kommt und ihn überwältigt. Eine Pistole wird bei Nikki gefunden und er wird in Gewahrsam genommen unter dem Verdacht, Mary ermordet, sowie zahlreiche andere Morde für Dr. X ausgeführt zu haben. Nikki verliert schließlich immer mehr sein Gedächtnis und wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Im Bett liegend laufen nebenbei irgendwo gerade die Nachrichten, in denen über die jüngsten politischen Morde berichtet wird. Diese News lassen ihn fast schlagartig wieder klarer werden, sein Gehirn fängt an zu arbeiten, er erinnert sich und fängt an seine Geschichte zu erzählen… und wir befinden uns wieder am Anfang des Albums.

Nun aber zur Musik, denn die ist wahrlich hörenswert. Queensrÿche brennen auf „Operation: Mindcrime“ ein wahres Feuerwerk an tollen Ideen ab. Das Album ist angefüllt mit mitreißenden Songs, wunderschönen Harmonien und Melodien, packenden Soli und groovenden Rhythmen. Meist sind diese Zutaten in die Überbegriffe Hard Rock und Metal verpackt, allerdings gibt es auch immer wieder ruhigere und nachdenklichere Abschnitte.

Bei den treibenderen Abschnitten steht ebenfalls immer die Melodiösität des Liedes im Vordergrund. Es gibt perfekt gesetzte Breaks und häufige Richtungswechsel, selbst in den einzelnen Liedern, wobei bestimmte Passagen dann immer wieder aufgegriffen werden. So entwickelt sich eine sehr spannende Scheibe, die man am besten in einem Guss durchhört. Ist man des Englischen einigermaßen mächtig, so kann man oben angegebene Inhaltsangabe auch ganz gut mitverfolgen. Der Schwerpunkt der Platte liegt jedoch – bei aller vorhandenen Melodiösität –ganz klar im Genre Hard Rock und ist so gestaltet, dass die einzelnen Titel häufig durch kleine Einspielungen wie Gesprächsausschnitte oder bestimmte, zur Story passende Geräusche miteinander verbunden werden. Somit ergibt sich ein Gesamtwerk, bei dem es sich, entgegen anderen Platten, kaum lohnt, einzelne Titel herauszuheben beziehungsweise unabhängig vom Rest der Platte anzuhören. Alles passt in einen Kontext, der auf seine Weise rund und vollständig zu sein scheint.

Fazit: Hörer, die auf Hard Rock mit leichten Metal-Einflüssen stehen, die werden mit dieser Scheibe viel Spaß haben. Ein Album aus einem Guss, welches viele Bands beeinflusste durch seine Machart und Konsequenz, wie hier eine Idee umgesetzt wurde. Ob dies nun progressiver Metal ist, wie man immer wieder nachlesen kann, das sei mal so dahingestellt und ist auch nicht immer ganz nachvollziehbar. „Operation: Mindcrime“ ist allerdings auf jeden Fall eine sehr gelungene Hard Rock Platte, die im Gewand des Konzeptalbums daherkommt und dabei überaus vielschichtig ist. Elf Punkte.

Anspieltipps: Muss man im Grunde genommen durchhören, bei „Suite Sister Mary“ bekommt der Hörer jedoch alle Facetten des Albums auf zehn Minuten komprimiert geboten.



Montag, 14. April 2014

Novalis – Sommerabend




Novalis – Sommerabend


Besetzung:

Detlef Job – Gitarren, Gesang
Lutz Rahn – Tasteninstrumente
Heino Schünzel – Bass, Gesang
Hartwig Biereichel – Schlagzeug


Label: Metronome Musik / Brain


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Aufbruch (9:42)
2. Wunderschätze (10:45)
3. Sommerabend (18:19)
     a. Wetterleuchten
     b. Am Strand
     c. Der Traum
     d. Ein neuer Tag
     e. Ins Licht

Gesamtspieldauer: 38:46




Novalis war eine deutsche Progressive Rock-Band, die sich nach dem Künstlernamen des Frühromantikers, Philosophen, Juristen und Bergbauingenieur Friedrich Freiherr von Hardenberg benannte. „Sommerabend“ ist dabei die dritte Platte der Band, die mit Ausnahme des ersten Albums alle ihre Texte in Deutsch verfasste. Prog ist das zwar, was uns die Musiker hier auf „Sommerabend“ bescheren, Progressive Rock jedoch nur am Rande. Die Musik von Novalis ist sehr Keyboard- und Synthesizer-lästig, das Tempo wird nur ab und an einmal angezogen.

Alles auf „Sommerabend“ wirkt so ein wenig schwebend und abgehoben, was jedoch nichts Negatives bedeuten soll. Klangwelten bauen sich immer wieder vor dem Hörer auf, in die er nur noch eintauchen muss und durchaus auch kann. Einiger Durchläufe der Scheibe bedarf es dazu allerdings und schon werden die Harmonien vertrauter und immer eingängiger. Schrägere Töne sucht man auf „Sommerabend“ sowieso vergeblich, alles ist überaus melodiös gehalten. Wenn man hier etwas kritisieren möchte, dann am ehesten noch den etwas „gewöhnungsbedürftigen“ Gesang, denn dieser ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Kommt Titel Nummer 1, „Aufbruch“, noch ohne Text aus, so greift die Band bei „Wunderschätze“ auf einen Originaltext des Dichters Novalis zurück, der leicht bearbeitet wurde. Der Titel-Track „Sommerabend“ wurde dann mit einem eigenen Text versehen. Dies soll wohl alles sehr lyrisch klingen, hört sich mitunter allerdings auch seltsam an. Zudem wirkt der Gesang mitunter ein wenig gelangweilt, vielleicht ist das aber auch genau so gewollt.

Trotzdem ist „Sommerabend“ ein sehr schönes Album geworden. Immer wieder lassen sich Passagen entdecken, die ein klein wenig nach Eloy oder Jane klingen, dann wieder Abschnitte, die ganz für sich alleine stehen, ohne Vergleiche aufkommen zu lassen. Die Musik wirkt überaus entspannt und wenn man mal eine Zeitlang auf dem Sofa entspannen möchte, dann ist „Sommerabend“ eine sehr gute Unterstützung dafür. Lediglich beim ersten Titel „Aufbruch“ ist so etwas wie ein durchgängiger „Groove“ auszumachen, bei den beiden anderen Titeln beschränkt sich das auf einzelne Abschnitte.

Fazit: Ruhige, sphärische und schwebende Musik gibt es hauptsächlich auf „Sommerabend“ zu hören. Sicherlich nichts für jeden Musikhörer, Krautrock-Fans und allgemein Freunde des Prog werden hier jedoch einiges für sich entdecken. Der Gesang klingt zwar mitunter ein wenig seltsam, ist allerdings nur ein kleiner Teilaspekt, da vor allem die Instrumentalmusik auf „Sommerabend“ im Vordergrund steht. Eine schöne Platte. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Bei nur drei Titeln: alles!