Dienstag, 14. Februar 2017

Efterklang – Leaves – The Colour Of Falling




Efterklang – Leaves – The Colour Of Falling


Besetzung:

Mads Brauer – electronics
Casper Clausen – vocals
Rasmus Stolberg – bass


Gastmusiker:

Lisbeth Balslev – vocals (soprano)
Katinka Fogh Vindelev – vocals (soprano)
Morten Grove Frandsen – vocals (counter tenor)
Nicolai Elsberg – vocals (bass)
Jenny Lüning – viola
Josefine Weber – viola
Josefine Opsahl – cello
Marie Louise Lind – cello
Bjarke Mogensen – accordion
Michael Min Knudsen – harmonium and celeste
Ying-Hsueh Chen – percussion
Sara Bigard Rosendal – percussion


Label: Tambourhinoceros


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Moderne Klassik, Oper, Art Pop


Trackliste:

1. Cities Of Glass (6:22)
2. Imagery Of Perfection (6:59)
3. Spider's Web (4:03)
4. The Color Not Of Love (3:58)
5. Leaves (2:24)
6. Stillborn (5:50)
7. Abyss (6:37)
8. No Longer Me (7:00)
9. Eye Of Growth (9:51)
10. Wind (5:37)

Gesamtspieldauer: 58:46




„Leaves – The Colour Of Falling” ist das fünfte Studioalbum der dänischen Band Efterklang und wurde im November des Jahres 2016 auf dem Label Tambourhinoceros veröffentlicht. Bei dem Album handelt es sich um eine Auftragsarbeit des Kopenhagener Opern Festivals, welche in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Kasten Fundal entstand. Uraufgeführt wurde das Ganze in einer ehemaligen Klinik, die unter dem früheren städtischen Krankenhaus untergebracht war und für den Fall eines atomaren Krieges ihre Arbeit aufgenommen hätte.

Nun, eine Auftragsarbeit im Rahmen eines Operfestivals hat zwangläufig etwas „Opernähnliches” zur Folge. Nichts anderes ist auch „Leaves – The Colour Of Falling” geworden. Moderne Oper, zusätzlich noch angefüllt mit einigen, wenigen poppigen Abschnitten. Leider ist dem Booklet nicht zu entnehmen, wer sich hier genau für was verantwortlich zeigt. Kasten Fundal für den überwiegenden Teil, die Oper und die Band Efterklang für den poppigen Rest? Nun, wenn dem so wäre würde das bedeuten, dass der Hauptnamensgeber des Albums nur dafür herhalten musste, um mehr Kopien von diesem Werk zu verkaufen. Wenn allerdings Efterklang auch mit bei den weit überwiegenden Opernteilen kompositorisch beteiligt gewesen sind, so deutet dies, wie bei vielen Pop- und Rock-Musikern, die einen Ausflug in dieses musikalische Genre unternehmen, auf ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung hin.

Das, was auf „Leaves – The Colour Of Falling” zu hören ist, kann mich in keiner Weise überzeugen. Wenn man dieses Album mit Werken eines Nicholas Lens zum Beispiel vergleicht, so kommt man nicht umhin, den Ansatz von Efterklang als gescheitert anzusehen. Spannend ist hier nichts, ins Ohr gehen wollen einem nur jene Passagen, die dann doch nach Pop und Rock klingen. Und diese gibt es in den Stücken „Cities Of Glass“ und „The Color Not Of Love“ zu hören. Alles andere klingt – zumindest in meinen Ohren – langweilig, zum Teil etwas zu dissonant und irgendwie überflüssig.

Fazit: Stillstand bedeutet das Ende jeglicher Entwicklung. Warum also nicht mal was Neues ausprobieren? Klar kann man immer und ist auch erwünscht, doch muss sich das Ergebnis dann auch hören lassen können. Ganz gewiss ist das, wie im Fall von „Leaves – The Colour Of Falling”, absolute Geschmackssache. Ich stehe auch Opern nicht unbedingt abgeneigt gegenüber, jedoch das Ergebnis, welches mir hier Efterklang und Karsten Fundal präsentieren, das überzeugt mich nur selten – zu selten. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Cities Of Glass, The Color Not Of Love, Leaves



Montag, 13. Februar 2017

Dave Brubeck Quartet – 25th Anniversary Reunion




Dave Brubeck Quartet – 25th Anniversary Reunion


Besetzung:

Dave Brubeck – acoustic piano
Paul Desmond – alto saxophone
Joe Morello – drums
Eugene Wright – acoustic bass


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Jazz


Trackliste:

1. St. Louis Blues (9:05)
2. Three To Get Ready And Four To Go (6:11)
3. African Times Suite (8:05)
     1st Movement: African Times
     2nd Movement: African Breeze
     3rd Movement: African Dance
4. Salute To Stephan Foster (6:25)
5. Take Five (9:49)
6. Don't Worry 'Bout Me (6:48)

Gesamtspieldauer: 46:26




Beim Dave Brubeck Quartet gilt die Besetzung mit Dave Brubeck am Piano, Paul Desmond am Saxophon, Joe Morello am Schlagzeug und schließlich Eugene Wright am Doppelbass als die klassische Besetzung des Quartets. Gemeinsam aktiv waren die vier Musiker zunächst hauptsächlich in der Zeit von 1958 bis 1968. Trotzdem heißt die hier vorliegende Scheibe „25th Anniversary Reunion“, was sich auf die erste Zusammenarbeit von Dave Brubeck und Paul Desmond im Jahr 1951 bezieht.

Mit einer Ausnahme wurden alle Lieder am 10. März 1976, während eines Konzertes in der Interlochen Arts Academy, Interlochen, Michigan eingespielt. Lediglich das Lied „Don’t Worry ’Bout Me“ stammt aus dem Konzert vom 12. März 1976 im Scottish Rite Auditorium, Fort Wayne, Indiana. Zu hören gibt es auf „25th Anniversary Reunion“ Jazz, der swingt und niemals in zu extreme Bereiche abgleitet. Allen Musikern wird in den verschiedenen Titeln Zeit und Platz eingeräumt, sich und ihre Instrumente zu präsentieren. Ganz deutlich glaubt man dabei den Spaß und die Spielfreude der vier Musiker zu spüren beziehungsweise heraushören zu können.

Die sechs Lieder sind alle melodisch und gehen dabei gut ins Ohr. Natürlich ist das bekannteste Stück jenes von Paul Desmond geschriebene „Take Five“, eines der bekanntesten Jazz-Stücke überhaupt. Das Lied kennt wohl so gut wie jede und jeder und ist ein absoluter Ohrwurm. Nur etwas über ein Jahr später war Paul Desmond an Lungenkrebs verstorben und seitdem kommen die Einnahmen des Stückes dem Roten Kreuz zugute, wie es Paul Desmond in seinem Nachlass verfügte.

Fazit: Jazz der swingenden und eingängigen Sorte gibt es auf „25th Anniversary Reunion“ zu hören. Hier erklingen zwar ausgedehnte Solo-Passagen, doch bei diesen steht immer noch weitestgehend die Melodie im Vordergrund. Richtig ausufernd wird die Musik des Dave Brubeck Quartets nie, sodass diese Scheibe eine gute Einstiegsmöglichkeit darstellt für all jene, die sich auch einmal mit diesem musikalischen Genre beschäftigen wollen. Acht Punkte.



Sonntag, 12. Februar 2017

The Dandy Warhols – ...The Dandy Warhols Come Down




The Dandy Warhols – ...The Dandy Warhols Come Down


Besetzung:

Courtney Taylor-Taylor – guitar, vocals
Peter Holmström – guitar and additional vocals
Zia McCabe – keyboards, percussion and additional vocals
Eric Hedford – drums and backing vocals


Gastmusiker:

Tony Lash – keyboards and percussion


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Be-In (6:59)
2. Boys Better (4:33)
3. Minnesoter (3:03)
4. Orange (5:42)
5. I Love You (4:12)
6. Not If You Were The Last Junkie On Earth (3:11)
7. Every Day Should Be A Holiday (4:02)
8. Good Morning (5:00)
9. Whipping Tree (3:49)
10. Green (3:09)
11. Cool As Kim Deal (3:02)
12. Hard On For Jesus (4:36)
13. Pete International Airport (5:57)
14. The Creep Out (8:57)

Gesamtspieldauer: 1:06:19




„...The Dandy Warhols Come Down“ nannte die US-amerikanische Band The Dandy Warhols ihr zweites Studioalbum. Dieses erschien im Juli des Jahres 1997 auf dem Label Capitol Records und hält von fast schon nach Brit Pop klingenden Nummern, bis hin zu Psychedelic Rock Stücken einiges für die Hörerin und den Hörer parat. Insgesamt drei Singles wurden mit den Liedern „Not If You Were The Last Junkie On Earth“, „Every Day Should Be A Holiday“ und „Boys Better“ daraus ausgekoppelt. „...The Dandy Warhols Come Down“ wird auch in dem 2005 erschienenen Buch von Robert Dimery, „1001 Albums You Must Hear Before You Die“ aufgeführt.

Die Abwechslung wird groß geschrieben auf „...The Dandy Warhols Come Down“. Sehr viele musikalische Stile vereinte die Band auf diesem Album. Musikalische Genres von Pop bis Rock werden hier bedient, wobei die Eingängigkeit der Stücke immer gegeben ist. Dabei weisen die allermeisten Lieder einen kleinen psychedelischen Touch auf, der im weiteren Verlauf des Albums immer manifester wird und seinen Höhepunkt mit dem letzten Titel „The Creep Out“ erreicht. So hört man auf „...The Dandy Warhols Come Down“ zu Beginn durchaus radiotaugliche Musik, die allerdings keinesfalls nach Mainstream klingt. Mit „kommerziell klingend“ kann man die Lieder auf dem Album wahrlich nicht umschreiben. Das Album ist eine der Scheiben, die man definitiv sehr laut hören sollte. Dann kommen die mehrstimmigen Gesangseinlagen, der volle Sound, aufgebaut aus melodiegebenden Instrumenten und einer fetten Hintergrundbasis am besten zum Tragen. Dabei schwebt über der Musik der Dandy Warhols immer dieser, ein klein wenig psychedelische Ansatz, der die Musik der Band irgendwie besonders werden lässt.

Ganz besonders kommt dieser Aspekt zum Tragen, beim letzten, knapp neunminütigen Lied „The Creep Out“. Der Titel ist eine Instrumentalnummer, auch wenn an deren Ende eine verzerrte Stimme einige Worte mit zum abstrakten Sound des Liedes beiträgt. „The Creep Out“ steigert sich langsam, ohne jemals wirklich einen Höhepunkt zu erreichen, ist dabei hypnotisierend wie eindringlich. Die ist nun absolut keine radiotaugliche Musik mehr, sondern ein Lied, welches in seinem eigenen Sound zu schwimmen scheint, sie kaum verändert, sich redundant monoton anhört und gerade dadurch so unfassbar mitreißend klingt. Natürlich ist das etwas experimentell und sicherlich für manch Hörerin und Hörer der Scheibe zu langweilig, in meinen Ohren jedoch der absolute Höhepunkt des Albums.

Fazit: Auf „...The Dandy Warhols Come Down“ hört man überaus abwechslungsreiche Rock Musik, die ins Ohr geht und dabei oftmals so psychedelisch wirkt. Poppige Lieder, wie die Single-Auskopplung „Not If You Were The Last Junkie On Earth“ stehen hier gleichberechtigt neben fast schon experimentellen Liedern wie „The Creep Out“ und scheinen sich irgendwie zu einem gelungenen Gesamtbild von „...The Dandy Warhols Come Down“ zu ergänzen. Definitiv keine Allerweltsmusik, sondern anspruchsvoller und gelungener Rock, der an vielen Stellen begeistern kann. Elf Punkte.

Anspieltipps: Be-In, Whipping Tree, The Creep Out



Samstag, 11. Februar 2017

Modest Mouse – No One’s First, And You’re Next




Modest Mouse – No One’s First, And You’re Next


Besetzung:

Isaac Brock – vocals, guitar, kalimba, banjo
Eric Judy – bass, acoustic guitar, guitar, guitar loop, piano
Joe Plummer – drums, percussion, backing vocals
Tom Peloso – piano, lap steel, keyboard
Johnny Marr – guitar, slide, bass
Jeremiah Green – percussion, keyboard, drums
Benjamin Weikel – drums
Dan Gallucci – keyboards, bass


Gastmusiker:

Dirty Dozen Brass Band – horns
Dennis Hering – wurlitzer
James Mercer – backing vocals
Derrin Wiener – backing vocals


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Satellite Skin (3:59)
2. Guilty Cocker Spaniels (4:02)
3. Autumn Beds (3:40)
4. The Whale Song (6:04)
5. Perpetual Motion Machine (3:10)
6. History Sticks To Your Feet (3:53)
7. King Rat (5:30)
8. I've Got It All (Most) (3:10)

Gesamtspieldauer: 33:34




„No One's First, And You're Next“ ist eine EP der US-amerikanischen Independent Rock Band Modest Mouse. Veröffentlicht wurde das Album im August des Jahres 2009 auf dem Label Sony Music und es enthält unveröffentlichte Lieder und B-Seiten der beiden vorherigen Alben „Good News For People Who Love Bad News“ aus dem Jahr 2004 und „We Were Dead Before The Ship Even Sank“ aus dem Jahr 2007. Mit deutlich über einer halben Stunde Spieldauer hat diese EP sogar mehr Spiellaufzeit als manche offizielle LP oder CD anderer Bands.

Man hört der Scheibe jedoch keinesfalls an, dass sie aus Material besteht, welches es nicht auf ein offizielles Album von Modest Mouse geschafft hatte. Wie bei fast jeder anderen Platte, so gibt es auf „No One's First, And You're Next“ aber natürlich auch Lieder, die einem mehr zusagen, gegenüber anderen, mit denen man weniger anzufangen weiß. Festzuhalten bleibt dabei auf jeden Fall, dass „No One's First, And You're Next“ keine Lieder enthält, welche sich wirklich nach B-Ware anhören. Ausfälle gibt es also nicht zu verzeichnen und so wird jeder Fan von Modest Mouse auch dieses Album lieben. Hier hört man ebenfalls wieder den so typischen, leicht schrägen und mitunter fast weinerlichen Gesang des Isaac Brock, neben genauso verschrobenen und schrägen Melodien, die dann allerdings doch ins Ohr gehen.

Die Höhepunkte des Albums liegen für mich in dessen Mitte. Da ist zum einen das schöne und eingängige „Autumn Beds“ und schöließlich mit „The Whale Song“ ein Lied, bei dem man nur staunend zuhört, da man einfach nicht glauben kann, dass es diese Nummer nicht auf ein offizielles Album von Modest Mouse geschafft haben soll. Tolle, sich steigernde Musik ist da zu hören, die in einen rockigen Teil mündet, der durch seinen mehrstimmigen Gesang noch mal an Klasse gewinnt, ehe das Lied in einem sehr rockigen Gipfelsturm mündet.

Fazit: Fast ein ganz normales Album ist „No One's First, And You're Next“ von Modest Mouse geworden. EP nannten sie es aufgrund der etwas kürzeren Laufzeit von nur etwas über dreiunddreißig Minuten Spieldauer – und natürlich, weil es sich um eine Art Resteverwertung aus den beiden zuvor veröffentlichten Alben handelt. Das hört man der Platte allerdings nicht an, die mit dem Titel „The Whale Song“ ein Lied enthält, weswegen sich der Kauf fast schon alleine lohnen würde. Für Freunde von Modest Mouse sehr zu empfehlen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Autumn Beds, The Whale Song



Freitag, 10. Februar 2017

Brian Eno – Before And After Science




Brian Eno – Before And After Science


Besetzung:

Brian Eno – voices, synthesizers (minimoog, ems synthi aks, yamaha cs-80), guitar, synthesized percussion, piano, brass, vibes, metallics, bell


Gastmusiker:

Paul Rudolph – bass, rhythm guitar, harmonic bass
Phil Collins – drums
Percy Jones – fretless bass, analogue delay bass
Rhett Davies – agong-gong, stick
Jaki Liebezeit – drums
Dave Mattacks – drums
Shirley Williams (Robert Wyatt) – brush timbales, time
Kurt Schwitters – voice
Fred Frith – modified guitar, cascade guitars
Andy Fraser – drums
Phil Manzanera – rhythm guitar
Robert Fripp – guitar
Achim Roedelius – grand piano, electric piano
Möbi Moebius – bass Fender piano
Bill MacCormick – bass
Brian Turrington – bass


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Art Pop, Art Rock


Trackliste:

1. No One Receiving (3:52)
2. Backwater (3:43)
3. Kurt's Rejoinder (2:55)
4. Energy Fools The Magician (2:04)
5. King's Lead Hat (3:56)
6. Here He Comes (5:38)
7. Julie With ... (6:19)
8. By This River (3:03)
9. Through Hollow Lands (for Harold Budd) (3:56)
10. Spider and I (4:10)

Gesamtspieldauer: 39:42




„Before And After Science“ heißt das fünfte Studioalbum des britischen Musikers Brian Eno. Ursprünglich wurde die Platte auf dem Musiklabel Polydor Records im Dezember des Jahres 1977 veröffentlicht. Die Wiederveröffentlichung erfolgte auf Virgin Records. Zahlreiche Gastmusiker aus England und Deutschland waren beim Einspielen des Albums beteiligt. Unter anderem waren dies Musiker der Bands Roxy Music, Free, Fairport Convention, Can und Cluster. Über einhundert Titel schrieb Brian Eno für „Before And After Science“, wovon es letztendlich lediglich zehn Titel schafften, dann auch auf dem Album endgültig verewigt zu werden.

Neben „Another Green World“ gilt „Before And After Science“ als weiterer Meilenstein im Schaffen des Brian Eno und ist bei Kritikern wie Fans sehr hoch angesehen. Die Platte wird sogar in Robert Dimerys „1001 Albums You Must Hear Before You Die“ aufgeführt. Während ich die positiven Kritiken bei „Another Green World“ durchaus noch nachvollziehen kann, so wird das für mich bei „Before And After Science“ deutlich schwieriger. Auf dieser Platte ist Pop bis Art Pop zu hören, meist nicht sehr melodisch gehalten, allerdings auch nicht wirklich experimentell. Die Talking Heads um David Byrne dürften jedoch viel Spaß an der Scheibe gehabt haben, denn es wirkt häufig so, als ob die Musik der Talking Heads durch diese Scheibe hier erst möglich werden sollte. Sehr viele Parallelen hört man hier heraus.

Brian Eno machte ansonsten, nach dieser Veröffentlichung, hauptsächlich Ambient Musik, wenn es um seine Solo Werke geht. Und solche Titel gibt es auch auf „Before And After Science“. Das kurze „Energy Fools The Magician“ ist solch eine Nummer und gleichzeitig mit ein Höhepunkt der Scheibe. Dies trifft auch das sanfte und sehr atmosphärische Lied „By This River“ zu, für mich sogar das Highlight der ganzen Platte. Ein Pop-Song, fast schon zärtlich vorgetragen und weit entfernt vom Mainstream des Soft Rock. Ebenfalls noch gelungen, was auch wieder auf eine spezielle Atmosphäre zurückzuführen ist, die hier sehr melancholisch klingt, ist „Julie With ...“. Hier klingt Brian Eno nun melodisch und doch etwas anders, zumindest ein wenig experimentell. Der ganze Rest ist mal mehr mal weniger interessanter Pop, der in den ersten Takten funkig mit „No One Receiving“ startet und beim flotten „Backwater“ noch am überzeugendsten klingt. Und auch hier kommen wieder Vergleiche zu anderen Bands auf, dieses Mal zu XTC.

Fazit: Hochgelobt und sicherlich auch sehr abwechslungsreich ist „Before And After Science“ geraten. Brian Eno legt mit dieser Scheibe garantiert einen Nährboden für viele danach kommende Bands. So richtig überzeugend klingt das in meinen Ohren allerdings nur hier und da. Viele schöne Ideen sind auf „Before And After Science“ zweifelsfrei vorhanden. Trotzdem, irgendwie mitreißend und packend klingt „Before And After Science“ leider dann doch nicht. Acht Punkte.

Anspieltipps: Backwater, Energy Fools The Magician, Julie With ..., By This River



Donnerstag, 9. Februar 2017

Lou Reed – Walk On The Wild Side - The Best Of Lou Reed




Lou Reed – Walk On The Wild Side - The Best Of Lou Reed


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Label: BMG Music


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Rock


Trackliste:

1. Satellite Of Love (3:43)
2. Wild Child (4:38)
3. I Love You (2:19)
4. How Do You Think It Feels (3:08)
5. New York Telephone Conversation (1:31)
6. Walk On The Wild Side (4:14)
7. Sweet Jane (Live) (3:39)
8. White Light/White Heat (Live) (5:17)
9. Sally Can't Dance (2:56)
10. Nowhere At All (3:13)
11. Coney Island Baby (6:37)

Gesamtspieldauer: 41:19




„Walk On The Wild Side - The Best Of Lou Reed“ heißt das erste Greatest Hits Album des Lou Reed. Im Jahr 1977 wurde es auf dem Label RCA Records als Platte veröffentlicht, im Jahr 1990 dann erstmals auf Compact Disc bei BMG Music. Lieder aus den Alben „Lou Reed“ (1972), „Transformer“ (1972), „Berlin“ (1973), „Sally Can‘t Dance“ (1974), „Coney Island Baby“ (1976) sowie vom 19754er Live-Album „Rock ‘n‘ Roll Animal“ sind darauf enthalten. Lediglich „Metal Machine Music“ aus dem Jahr 1975, wurde bei dieser Zusammenstellung mit keinem Lied berücksichtigt.

Mit dem Album bekommt man eine ganz gute Übersicht über das Schaffen des Lou Reed nach seiner Zeit bei Velvet Underground. Ganz auf seine frühere Band wollte Lou Reed bei diesem Greatest Hits Album allerdings nicht verzichten, denn die beiden, vom Live-Album „Rock 'n' Roll Animal“ stammenden Titel, „Sweet Jane“ und „White Light/White Heat“, sind noch Velvet Underground Nummern.

Die Musik auf dieser Zusammenstellung ist leicht bluesig angehaucht, doch auch die Rock-Komponente kommt dabei nicht zu kurz. Natürlich darf hier das wohl bekannteste Lied des Lou Reed keinesfalls fehlen: „Walk On The Wild Side“. Das Lied ist eine wunderbar relaxte Nummer, welches fünf verschiedene Personen auf ihrer Reise nach New York City beschreibt, wobei auch solch Themen wie Transsexualität, Drogen, männliche Prostitution und Oral-Sex angedeutet werden, was wiederum dazu führte, dass die Nummer in den USA nur in einer zensierten Form zu hören war. Produziert wurde das Lied von David Bowie, genau wie der Titel „Satellite Of Love“. Beide Lieder stammen vom 1972er Album „Transformer“ und unter der Mitwirkung David Bowies hat Lou Reed hier zwei seiner besten Lieder veröffentlicht. Ebenfalls ein sehr schöner Titel, der schnell ins Ohr geht, ist „I Love You“. Ein nettes kleines Liebeslied, welches auch keinen platten Text aufweist. Bei den restlichen Liedern muss jeder für sich die weiteren Höhepunkte finden, die allerdings nicht mehr die Qualität dieser drei Stücke erreichen.

Fazit: Eine schöne Übersicht erhält man mit diesem Kompilationsalbum über das frühe Solo-Schaffen des Lou Reed. Nicht alles darauf kann restlos überzeugen, jedoch einige Höhepunkte sind durchaus vorhanden. Von Rock über Blues bis Pop spannt sich der musikalische Bogen auf „Walk On The Wild Side - The Best Of Lou Reed“. Einige Lieder davon sind sehr bekannt, andere weniger. Acht Punkte.

Anspieltipps: Satellite Of Love, I Love You, New York Telephone Conversation, Walk On The Wild Side



Mittwoch, 8. Februar 2017

Dynamite Hack – Superfast




Dynamite Hack – Superfast


Besetzung:

Mark Morris – guitar, piano, vocals
Mike Vlahakis – guitars
Chad Robinson – bass, vocals
Chase Texas – drums, percussion


Gastmusiker:

Willy Paisano – keyboards on "Blue Sky"
William Snell – slide guitar on "Marie..."
Emily Kate – additional vocals on "Anyway (Piano Version)"
Christophe "Robitussin" – drums on "Blue Sky" and "Slice Of Heaven"
Jon Dishongh – additional keyboards and electronic beats / sequencing


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Switcheroo (3:12)
2. Anyway (2:33)
3. Alvin (2:41)
4. Dear Kate, (2:51)
5. G-Force (3:00)
6. Wussypuff (3:02)
7. Blue Sky (3:47)
8. Slice Of Heaven (2:42)
9. Granola (2:04)
10. Boyz-N-The-Hood (3:04)
11. Pick Up Lines (3:12)
12. Marie... (2:44)
13. Just Another Day, Baby (0:25)
14. Laughter (2:16)
15. Anyway (Mellow Version) (4:00)

Gesamtspieldauer: 41:45




Dynamite Hack ist eine Post-Grunge Band, die sich im Jahr 1997 in Austin, Texas gründete. Das Album „Superfast“ wurde im Mai des Jahres 2000 auf dem Label Universal Music veröffentlicht und stellt gleichzeitig das zweite Studio-Album der Band dar. Allzu viel hört man von dieser Band nicht, die aber anscheinend immer noch aktiv ist und das nächste, vollständige Studio-Album erst im Jahr 2011 veröffentlichte.

Auf „Superfast“ befindet sich auch das wohl bekannteste Stück von der Dynamite Hack, das Lied „Boyz-N-The-Hood“. Diese Nummer ist eine Cover-Version des gleichnamigen Rap-Songs von Eazy-E aus dem Jahr 1987. Mit Rap hat das Stück in dieser Version allerdings so überhaupt nichts mehr zu tun. „Boyz-N-The-Hood“ ist bei Dynamite Hack zu einem sanften und melodischen Alternative Rock Lied mutiert, welches fast schon weich ins Ohr geht. Die Nummer war gleichzeitig auch die erste Single-Veröffentlichung der Band und kletterte immerhin bis auf Platz 12 der US-amerikanischen Billboard Modern Rock Tracks Charts.

Ansonsten wechseln sich rockigere mit eher sanften Stücken auf „Superfast“ ab. Weltbewegend ist das alles nicht, was man hier zu hören bekommt, allerdings auch nicht schlecht. Neben dem bereits erwähnten „Boyz-N-The-Hood“ können dabei am meisten noch das ebenfalls sehr eingängige „Blue Sky“ und die Piano-Version „Anyway“ überzeugen. Dieses Stück wurde dem Album ganz an dessen Ende ein zweites Mal hinzugefügt, jetzt gesungen von Emily Kate in einer sehr warmen und anrührenden Version.

Fazit: Gerockt wird auf „Superfast“ und auch die leiseren Töne kommen nicht zu kurz auf dem zweiten Album von Dynamite Hack. Einige der Lieder gehen gut ins Ohr und auch für Freundinnen und Freunde der härteren Takte ist auf der Platte einiges geboten. Kein Überalbum, doch es gibt da draußen deutlich schlechtere Scheiben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Blue Sky, Boyz-N-The-Hood, Anyway (Mellow Version)



Dienstag, 7. Februar 2017

The Pineapple Thief – One Three Seven




The Pineapple Thief – One Three Seven


Besetzung:

Bruce Scoord – guitars, vocals, keyboards, samples, programming, strings arrangements
Adrian Scoord – mellotron, keyboards, piano, misc synths
Nick Lang – drums, percussion, backing vocals
Mark Harris – bass guitar


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Kscope


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: New Art Rock, Alternative Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Lay On The Tracks (4:45)
2. Perpetual Night Shift (5:25)
3. Kid Chameleon (7:01)
4. Incubate (3:25)
5. Doppler (7:32)
6. Ster (4:00)
7. Release The Tether (5:04)
8. How Did We Find Our Way? (3:57)
9. 137 (5:02)
10. Preserve (5:20)
11. Warm Me (3:25)
12. PVS (11:42)
13. MD One (3:56)

Gesamtspieldauer: 1:10:39




„One Three Seven“ oder ganz kurz „137“ heißt das zweite Studioalbum der englischen Rock- bis Progressive Rockband The Pineapple Thief. „One Three Seven“ erschien im März des Jahres 2002 auf dem Musiklabel Kscope und beinhaltet noch nicht ganz die Musik, für die The Pineapple Thief auf ihren späteren Veröffentlichungen stehen sollten. Dieser progressive Rock-Ansatz ist auf „One Three Seven“ nämlich nur ganz zart ausgeprägt, sehr viel mehr hört man auf der Scheibe Alternative Rock der bis in das Genre des New Art Rock hineinrecht.

Dies sagt allerdings natürlich noch nichts über die Musik des Albums aus, denn die ist durchaus hörenswert. Eingängige Melodien gibt es da zu genießen, die auch schnell ins Ohr gehen. Die Lieder auf „One Three Seven“ klingen dabei nicht zu melancholisch, wie es auf anderen Scheibe von The Pineapple Thief durchaus immer wieder mal der Fall ist. Die einzelnen Titel sind dabei etwas einfacher aufgebaut, auch das Stilmittel der immer wiederkehrenden Wiederholung einzelner Passagen, um einen fast schon hypnotisierenden Effekt zu erreichen, gibt es hier nur vereinzelt zu hören. Dieses – und das ist sicherlich nicht weiter überraschend – hört man am ehesten in den drei längeren Stücken „Kid Chameleon“, „Doppler“ sowie „PVS“. In diesen drei Titeln kommt auch ganz gut das Genre New Art Rock zum Tragen, was die Nummern deutlich interessanter werden lässt.

Diese drei Lieder stellen für mich auch gleichzeitig die Höhepunkte auf „One Three Seven“ dar, da sie eben noch ein wenig spannender geraten sind, als der Rest des Albums. Dieser Rest in Form von zehn weiteren Liedern enthält allerdings durchaus auch überzeugende Musik, dann allerdings jedoch eben eher im Rock bis manchmal sogar hin zum Pop angesiedelten Segment. Hören kann man das trotzdem gut.

Fazit: Auf dem zweiten Album der englischen Band The Pineapple Thief mit dem Namen „One Three Seven“ hört man noch nicht ganz die Musik, die die Band um den Sänger, Gitarristen und Komponisten Bruce Scoord auf späteren Veröffentlichungen so unverwechselbar werden ließ. Parallelen und Ähnlichkeiten zu Porcupine Tree sind auf „One Three Seven“ durchaus vorhanden, denn gerockt wird auf der Scheibe ebenfalls ordentlich. Das Spezielle, Überraschende oder Besondere in der Musik von The Pineapple Thief ist hier allerdings noch nicht so ausgeprägt vorhanden. Neun Punkte.

Anspieltipps: Kid Chameleon, Doppler, PVS



Montag, 6. Februar 2017

BAP – Ahl Männer, Aalglatt




BAP – Ahl Männer, Aalglatt


Besetzung:

Manfred Boecker – Percussion, Gesang
Steve Borg – Bass
Alexander Büchel – Keyboards
Jan Dix – Schlagzeug
Klaus Heuser – Gitarre, Gesang
Wolfgang Niedecken – Gesang, Gitarre


Gastmusiker:

Curt Cress – Schlagzeug


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Kölsch-Rock


Trackliste:

CD1:

1. Ahl Männer, Aalglatt (4:10)
2. Endlich Allein (4:05)
3. Lisa (4:20)
4. Globus (4:28)
5. Breef Ahn Üch Zwei (4:36)
6. Bunte Trümmer (4:18)
7. Time Is Cash, Time Is Money (5:21)
8. Halt Mich Fest (4:55)
9. Almanya (5:17)


CD2: (Remasterte Wiederveröffentlichung im August 2006 mit einer zweiten CD mit Bonusmaterial)

1. Time Is Cash, Time Is Money (Bläck Fööss & Fründe, live, Köln, 1989) (5:44)
2. Denn Sie Brauchen Keinen Führer (Udo Lindenberg & BAP, live, Wackersdorf, 1986) (5:14)
3. Das Kann Man Ja Auch Mal So Sehen (Udo Lindenberg & BAP, live, Wackersdorf, 1986) (4:28)
4. Lisa (live, Wackersdorf, 1986) (4:31)
5. Vatter (live, Köln, 1988) (7:06)
6. Ahl Männer, Aalglatt (vom Album "Affrocke", live, 1991) (3:56)
7. Like A Rolling Stone (BAP mit A. Haigis, W. Ambros, K. Coyne, live, Wackersdorf, 1986) (6:38)
8. Nemm Mich Mit (live, Wackersdorf, 1986) (6:42)

Gesamtspieldauer CD1 (41:33) und CD2 (44:23): 1:25:27




„Ahl Männer, Aalglatt“ heißt das sechste Studio-Album der Kölner Rockband BAP. Es erschien im Januar des Jahres 1986 bei EMI Electrola und belegte vom 14. Februar bis zum 3. April 1986 den ersten Platz der deutschen Albumcharts. Die Mischung auf diesem Album ist immer noch jene, die BAP in den letzten Jahren so viel Erfolg eingebracht hatte: Flotte Rock-Titel und sanfte Balladen gibt es auch auf „Ahl Männer, Aalglatt“ zu hören. Die meisten Nummern gehen dabei erneut wieder ziemlich schnell ins Ohr.

Das Verhältnis hatte sich nun jedoch etwas verschoben. Vielleicht lag es daran, dass BAP mit Reinhold Mack zum ersten Mal auf die Dienste eines professionellen Produzenten zurückgriffen hat, das Ergebnis gestaltete sich auf jeden Fall so, dass die rockigeren Lieder nun etwas die Überhand gewonnen hatten. Das macht allerdings nichts, denn gerade diese Lieder wissen auf „Ahl Männer, Aalglatt“ zu überzeugen. Das Titellied „Ahl Männer, Aalglatt“, „Endlich Allein“, „Globus“ sowie „Bunte Trümmer“ sind die Höhepunkte der Scheibe. Gerade „Bunte Trümmer“ ist dabei ein Lied, welches sofort, beim ersten Mal des Hörens, hängenbleibt. Eine tolle Rock-Nummer, zunächst fast schon etwas schräg und versetzt klingend, sich dann zu einem sehr melodiösen und abwechslungsreichen Titel entwickelnd.

Von den eher sanfteren Stücken überzeugt am meisten noch „Lisa“. Auch hier beweist einmal mehr Klaus Heuser sein Gespür für die eingängige Melodie. Und wer solch Stücke wie „Bahnhofskino“, „Sendeschluss“, „Jraaduss“ oder „Jupp“ von vorherigen Platten mag, die oder der wird auch „Lisa“ sehr mögen. Nur an einem Lied ist Klaus Heuser kompositorisch nicht beteiligt. Dieses heißt „Time Is Cash, Time Is Money“, wurde vom Produzenten Reinhold Mack zusammen mit Wolfgang Niedecken geschrieben, hat einen leichten Einschlag hin zum Reggae und ist das am wenigsten gelungene Lied auf diesem Album geworden.

Auf der remasterten CD-Ausgabe aus dem Jahr 2006 werden einem erneut Zugaben in Form einer zweiten CD geboten. Hierauf befinden sich Live-Aufnahmen, die zum größten Teil aus dem Jahr 1986 und dem Festival in Wackersdorf stammen. Ganz nett, aber nicht unbedingt ein Mehrwert. Die meiste Abwechslung bietet hier Udo Lindenbergs „Denn Sie Brauchen Keinen Führer“.

Fazit: Rockiger und schneller als die Vorgängeralben ist „Ahl Männer, Aalglatt“ geworden. Einige Höhepunkte lassen sich auch auf diesem Album finden und zwar gerade in diesen, rockigeren Nummern. Hier passen die Melodien, gehen ins Ohr und man wippt gerne mit. Die Texte des Wolfgang Niedecken sind einmal mehr kritisch und regen oft zum Nachdenken an, sind auch nach mehr als drei Jahrzehnten noch aktuell. Alles, Text wie Musik, durchaus auch heute noch überzeugend und hörenswert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Ahl Männer Aalglatt, Endlich Allein, Globus, Bunte Trümmer



Sonntag, 5. Februar 2017

Mahavishnu Orchestra – Unreleased Tracks From Between Nothingness & Eternity




Mahavishnu Orchestra – Unreleased Tracks From Between Nothingness & Eternity


Besetzung:

John McLaughlin – guitar
Jan Hammer – keyboards
Jerry Goodman – violin
Rick Laird – bass
Billy Cobham – percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2011 (Musik aufgenommen 1973)


Stil: Jazz Fusion (live)


Trackliste:

1. Hope (1:47)
2. Awakening (14:08)
3. You Know, You Know (7:12)
4. One Word (18:30)
5. Stepping Tones (2:01)
6. Vital Transformation (6:16)
7. The Dance Of Maya (14:03)

Gesamtspieldauer: 1:04:01




„Unreleased Tracks From Between Nothingness & Eternity“ ist ein Live Album des Mahavishnu Orchestras, welches im Jahr 2011 veröffentlicht wurde. Wie der Titel der Platte bereits nahelegt, handelt es sich dabei um weitere Aufnahmen, eines bereits veröffentlichten Konzerts. Drei Nummern zweier Konzerte, die das Mahavishnu Orchestra im August 1973 im Central Park New York gab, waren bereits 1973 unter dem Namen „Between Nothingness & Eternity“ veröffentlicht worden. Hier jetzt also sieben weitere Titel aus diesen beiden Konzerten, wobei die Lieder 3, 4 und 7 am 17. August und die restlichen am 18. August 1973 eingespielt worden waren.

Ist man live bei solch einem Konzert anwesend, mag das Ganze vielleicht sehr überzeugend und mitreißend klingen. Lauscht man solch einem Konzert allerdings auf Platte oder Compact Disc, so klingt die Musik des Mahavishnu Orchestras schon einigermaßen verwirrend – um es freundlich auszudrücken. Einfach ist das alles ganz bestimmt nicht, ins Ohr möchte hier auch nichts gehen, vielmehr lauscht man den Musikern, wie sie alles aus ihren Instrumenten herausholen. Dem ist mitunter schwer zu folgen, da jedes Lied bis zu einer gewissen Aggressivität gesteigert wird, die eine Nervosität bei der Hörerin oder dem Hörern heraufzubeschwören imstande ist.

Leider klingt hier häufig das, was auf dem Studioalbum noch interessant klang, allzu selbstverliebt, losgelöst von allen Konventionen und damit leider auch etwas entfernt vom Aufnahmevermögen der Konsumenten. Nun, wie gesagt, live mag das durchaus zu genießen sein, in Form einer musikalischen Retorte ist es oftmals nur schwer zu verarbeiten, da musikalisch völlig los- und aufgelöst. Klar, Melodien sind nicht alles, können manchmal aber auch ganz schön sein.

Fazit: Man muss definitiv Jazz-Freund sein, um mit diesem Konzert etwas anfangen zu können. Alle Musiker des Mahavishnu Orchestras sind Meister ihrer Instrumente, das lassen sie auch jede und jeden hören. Manchmal klingt das allerdings eher nach Selbstdarstellung denn nach Unterhaltung – zumindest in den Ohren derjenigen, die im Jazz nicht so zu Hause sind und diese Art der Musik garantiert nicht fair beurteilen können. Fünf Punkte.

Anspieltipps: One Word



Samstag, 4. Februar 2017

Depeche Mode – The Singles 81>85




Depeche Mode – The Singles 81>85


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Mute Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Synthie Pop, New Wave


Trackliste:

1. Dreaming Of Me (3:46)
2. New Life (3:45)
3. Just Can't Get Enough (3:44)
4. See You (3:57)
5. The Meaning Of Love (3:05)
6. Leave In Silence (4:02)
7. Get The Balance Right! (3:15)
8. Everything Counts (3:59)
9. Love, In Itself (4:00)
10. People Are People (3:46)
11. Master And Servant (3:47)
12. Blasphemous Rumours (5:09)
13. Somebody (4:22)
14. Shake The Disease (4:49)
15. It's Called A Heart (3:51)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung:

16. Photographic (Some Bizzare Version) (3:13)
17. Just Can't Get Enough (Schizo Mix) (6:46)

Gesamtspieldauer: 1:09:24




Man sollte definitiv ein großer Fan des Synthie Pops sein, wenn man dieser Zusammenstellung mit Genuss und Freude lauschen möchte. Auf „The Singles 81>85“ sind die Single-Veröffentlichungen von Depeche Mode in den Jahren 1981 bis 1985 zusammengestellt. Dazu gesellen sich noch ein paar Zugaben. Im Oktober des Jahres 1985 erschien das Album bei Mute Records.

Auf der Scheibe wurden die Single-Veröffentlichungen in zeitlich korrekter Form angeordnet. Die ersten drei Nummern stammen vom Debut-Album von Depeche Mode, „Speak & Spell“, aus dem Jahr 1981. Die Titel drei bis sechs waren auf dem zweiten Album „A Broken Frame“ aus dem Jahr 1982 vertreten. Lied Nummer 7, „Leave In Silence“, ist gleichzeitig die siebte Single-Veröffentlichung der Band und war nicht auf einem Album enthalten. Die Lieder Nummer acht und neun entstammen dem 1983er Album „Construction Time Again“ und schließlich ist auch das vierte Album, „Some Great Reward“, aus dem Jahr 1984 vertreten und zwar mit den Nummern zehn bis dreizehn. Die folgenden Lieder, „Shake The Disease“ und „It's Called A Heart“, sind keine Singles, sondern bisher unveröffentlichte Lieder. Auf der remasterten Albumfassung gibt es dann schließlich noch zwei Zugaben in Form spezieller Abmischungen.

Wenn man die einzelnen Titel nicht aus seiner Jugend kennt, so ist es in der heutigen Zeit durchaus schwer, sich darin hineinzuhören. Vor allen Dingen der Beginn der Platte klingt so unfassbar synthetisch und der Drum-Computer langweilt bereits nach dem zweiten Takt. Die Lieder gehen dabei auch nicht ins Ohr, schöne Melodien sind keine zu entdecken. Ab und an lässt sich eine Nummer auch ohne Seufzen durchhalten, überzeugend klingt das dann allerdings bei Weitem noch nicht. Zu sehr hört man der Musik auch das Alter an, da Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts viele Bands möglichst synthetisch klingen wollten. Synthie Pop eben. Depeche Mode haben das perfekt umgesetzt.

Das 84er Album „Some Great Reward“ brachte für Depeche Mode den ganz großen Durchbruch. Von dieser Scheibe stammen auch die bekanntesten Stücke des Albums: „People Are People“, „Master And Servant“ sowie „Blasphemous Rumours“. Hier wird nun der Sound deutlich interessanter, auch wenn diesen Liedern ebenfalls die Synthetik anhängt, so werden doch die Melodien sehr viel eingängiger. Gerade letztgenannter Titel, „Blasphemous Rumours“, besitzt dann sogar so etwas wie Atmosphäre, klingt melodisch und ist wohl der beste Titel aus der ersten Schaffensphase von Depeche Mode.

Fazit: Zum großen Teil hört sich die Musik von Depeche Mode auf diesem Kompilationsalbum einfach zu synthetisch für einen Freund der Rock Musik an. Das alleine wäre allerdings gar nicht mal so schlimm, wenn die Band hier die Titel zumindest mit tollen Melodien untermalt beziehungsweise ausgestattet hätte. Hat sie aber auch nicht, sodass so richtig nur „Blasphemous Rumours“ auf „The Singles 81>85“ überzeugen kann. Aber Depeche Mode sollten sich ja steigern. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Blasphemous Rumours



Freitag, 3. Februar 2017

Renegades Of Jazz – Moyo Wangu




Renegades Of Jazz – Moyo Wangu


Besetzung:

Unterschiedlich und durch diverse Abkürzungen nicht nachzuvollziehen


Label: Agogo Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Weltmusik, Jazz, Breakbeat


Trackliste:

1. Afro Cookie (4:14)
2. Moto Moto (4:55)
3. Beneath This African Blue (5:06)
4. Harambee (4:21)
5. Moyo Wangu (5:06)
6. Them Who Walk Slow (4:25)
7. Karibu Tena (4:12)
8. Zebra Talk (4:21)
9. Jamboree (3:23)
10. Majirani Yako Kelele (4:59)
11. Jazz Makossa (4:21)
12. Prison Island (3:56)

Gesamtspieldauer: 53:24




Renegades Of Jazz ist das Projekt des David Hanke. Dieser schrieb alle Titel auf dem Album „Moyo Wangu“, lediglich bei den Nummern „Moyo Wangu“ und „Zebra Talk“ bekam er Unterstützung von Hugo Kant beziehungsweise Ingo Möll. „Moyo Wangu“ ist bereits das dritte Album der Renegades Of Jazz und es wurde im September des Jahres 2016 auf dem Label Agogo Records veröffentlicht. Darauf zu hören bekommt man eine Art Fusion von afrikanischen Klängen, Breakbeat, Jazz und einer Prise Funk, welche dazu gedacht ist, die Tanzflächen dieser Welt zu füllen.

Viele Bläser klingen einem dabei in den Ohren und die Musik scheint wahrlich am ehesten für die Tanzfläche geeignet zu sein. Alles vibriert im Rhythmus und man kommt gar nicht umhin, an der ein oder anderen Stelle mitzuwippen, auch wenn es sich bei dieser Musik nicht um die eigene Lieblingsmusik handelt. Nun, diese Verbindung aus rhythmischen, elektronischen Beats, afrikanischer Musik, jazzigen Bläsern und Funk muss man von vorne herein mögen, um damit auch etwas anfangen zu können – das dachte ich zumindest, denn Renegades Of Jazz spielen auf einer absolut anderen musikalischen Baustelle, auf der ich mich bewege.

Doch hört man sich ein wenig in diese Takte, diese Akkorde, diese Beats hinein, findet sich auch der ein oder andere Titel, der plötzlich ganz interessant klingt. Mit jedem Durchlauf der Scheibe wird das ein wenig deutlicher und noch überzeugender. Man merkt den Musikern einfach an, dass sie Spaß an ihrer Musik haben und genau so klingt es dann auch, irgendwie fröhlich.

Fazit: Nun, die Musik groovt wahrlich. Leute, die gerne auf harten Beats abtanzen, werden die Scheibe sicherlich lieben, wenn sie auch noch ein offenes Ohr für afrikanische Klänge haben. Mit Rock Musik hat das natürlich nur am Rande zu tun, doch mich begeistert es immer, wenn man hört, mit wie viel Leidenschaft Menschen ihr Projekt verfolgen, ihre Musik darbieten. Das meine ich auf „Moyo Wangu“ von Renegades Of Jazz heraushören zu können. Nicht meine Musik, trotzdem sieben Punkte.

Anspieltipps: Afro Cookie, Beneath This African Blue, Moyo Wangu, Zebra Talk, Jazz Makossa



Donnerstag, 2. Februar 2017

Barclay James Harvest – Live Tapes




Barclay James Harvest – Live Tapes


Besetzung:

John Lees – guitar, vocals
Stuart “Woolly” Wolstenholme – keyboards, vocals
Les Holroyd – bass, vocals
Mel Pritchard – drums, percussion


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Pop, Soft Rock


Trackliste:

1. Child Of The Universe (6:47)
2. Rock 'n Roll Star (5:25)
3. Poor Man's Moody Blues (7:30)
4. Mockingbird (7:29)
5. Hard Hearted Woman (4:47)
6. One Night (6:35)
7. Taking Me Higher (4:41)
8. Suicide (6:46)
9. Crazy City (4:42)
10. Jonathan (6:03)
11. For No One (6:28)
12. Polk Street Rag (5:41)
13. Hymn (6:00)

Gesamtspieldauer: 1:18:55




Wer die Musik von Barclay James Harvest von deren Anfängen bis kurz vor Ende der 70er Jahre mag, die oder der wird auch „Live Tapes“ sehr mögen, denn die Lieder darauf können auch in ihren Live-Versionen absolut überzeugen. 1978 ist das Doppelalbum bei Polydor erschienen und machte aus Barclay James Harvest eine der angesagtesten Bands in Deutschland, da hier dieser Soft Rock wohl den allermeisten Zuspruch fand und sich das Album auch in den Charts platzieren konnte.

Nun, wenn man auf melodischen Rock steht, der nie zu hart wirkt und immer die eingängige Melodie an vorderster Stelle präsentiert, dann ist „Live Tapes“ das Album für die- oder denjenigen Musikhörer. Alles klingt hier melodiös, geht ins Ohr. Manch einem mag das dann vielleicht sogar ein klein wenig zu soft klingen, denn Soft Rock bis Pop – und genau den gibt es hier zu hören – ist nun mal nicht jedermanns Sache. „Live Tapes“ bietet dabei jedoch auch eine schöne Übersicht über das Schaffen von Barclay James Harvest in der ersten Bandphase, bevor sie noch mal deutlich kommerzieller wurden und klangen.

Höhepunkte des Doppelalbums sind die erste LP-Seite mit den Titeln „Child Of The Universe“, „Rock 'n Roll Star“ sowie „Poor Man's Moody Blues“. Und nicht vergessen zu erwähnen darf man an dieser Stelle auch das letzte Lied des Albums, „Hymn“, was hier noch ein wenig kraftvoller und eingängiger als in der Studioversion wirkt. Da sämtliche Lieder auf „Live Tapes“ allerdings einem ganz bestimmten Schema entsprechen, dem der Eingängigkeit, hätte ich an dieser Stelle sicherlich auch fast jeden anderen der insgesamt dreizehn Nummern als Höhepunkt betiteln können. Wer das Album kennt, wird hier ihre oder seine ganz eigenen Highlights finden – oder es verteufeln.

Fazit: Man bekommt mit „Live Tapes“ einen sehr guten Überblick über die Musik von Barclay James Harvest, von ihren Anfängen bis zum Album „Gone To Earth“. Dazu werden den Hörerinnen und Hörern auf dem Album dreizehn Lieder präsentiert, die sich darum streiten, welches am stärksten und nachhaltigsten ins Ohr geht. Das ist weicher Soft Rock, den man mag oder eben nicht. Melodisch klingt es auch jeden Fall, experimentell, hart oder schräg an keiner Stelle. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Child Of The Universe, Poor Man's Moody Blues, Hymn



Mittwoch, 1. Februar 2017

Eric Burdon & The Animals – Good Times




Eric Burdon & The Animals – Good Times


Besetzung:

Ohne weitere Angaben


Label: Polystar


Erscheinungsdatum: 1990 (Aufnahmen von 1964 bis 1968)


Stil: Rock, Pop, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. House Of The Rising Sun (4:29)
2. Good Times (2:55)
3. Hey Gyp (3:50)
4. When I Was Young (3:00)
5. I'm An Animal (5:34)
6. Ring Of Fire (4:43)
7. See See Rider (4:03)
8. San Franciscan Nights (3:22)
9. To Love Somebody (7:20)
10. Don't Let Me Be Misunderstood (2:20)
11. Winds Of Change (3:54)
12. Sky Pilot (7:31)
13. Don't Bring Me Down (3:18)
14. We Gotta Get Out Of This Place (3:15)
15. Paint It Black (6:09)
16. River Deep Mountain High (7:23)
17. It's My Life (3:07)
18. Closer To The Truth (4:24)

Gesamtspieldauer: 1:27:42




Eric Burdon hat ein Solowerk veröffentlicht, was dementsprechend unter seinem Namen, „Eric Burdon“, erschien. Dann gab es auch noch drei Veröffentlichungen unter dem Namen „The Eric Burdon Band“. Eine unter „Eric Burdon & Jimmy Witherspoon“, drei weitere unter der Überschrift „Eric Burdon & War“. Und schließlich veröffentlichte Eric Burdon in den Jahren 1964 bis 1968 insgesamt sechs Studioalben mit „Eric Burdon & The Animals“. Dort divergierte der Bandname auch etwas und in den USA wurden aus diesen sechs Studio-Platten gleich ganze zehn Scheiben, aber das spielt hier keine sonderliche Rolle. „Good Times“ ist eines der ebenfalls zahlreichen „Best Of-Alben“, die mit der Musik des Eric Burdon erschienen sind – in diesem Fall eben aus seinen Veröffentlichungen mit den Animals.

Diese Zusammenstellung, die bei der Veröffentlichung eine Doppel-LP war und aufgrund der technischen Begrenzung der Gesamtspieldauer in der CD-Form den Titel „To Love Somebody“ nicht enthält, zeigt eine schöne Übersicht über das Schaffen des Eric Burdon zu Beginn seiner Karriere. Auf „Good Times“ hört man jede Menge verschiedene musikalische Stile. Da erklingt an manchen Stellen dieser typische 60ies Pop, dem man heutzutage sein Alter ganz eindeutig anhört. Dann finden sich auf diesem Kompilations-Album einige Rock-Stücke, die zum Teil bis in das Genre des Psychedelic Rock hineinreichen und auch heutzutage noch jung, frisch und spannend klingen.

Viele der Nummern sind Cover-Versionen anderer Künstler und Bands. So hört man hier unter anderem Interpretationen der Titel von Donovan (Hey Gyp), Johnny Cash (Ring Of Fire), den Bee Gees (To Love Somebody) oder den Rolling Stones (Paint It Black). Ganz speziell bei solchen Kompilationsalben liegt es natürlich immer am Geschmack der Hörerin oder des Hörers, ob hier auch die eigenen Favoriten der Band mit enthalten sind. Einen ganz guten Überblick erhält man auf jeden Fall. Die Höhepunkte der Scheibe sind für meinen Musikgeschmack die Eigenkompositionen „When I Was Young“, sowie das wunderschöne „San Franciscan Nights“. Natürlich darf hier auch das allseits bekannte „House Of The Rising Sun“ nicht fehlen, genauso wenig wie „Don't Let Me Be Misunderstood“, welches Bennie Benjamin, Gloria Caldwell und Sol Marcus 1964 ursprünglich für die Jazz Sängerin und Pianistin Nina Simone geschrieben hatten. Allerdings wurde der Titel erst durch die Version von Eric Burdon und den Animals zu einem Hit.

Fazit: Möchte man sich eine musikalische Übersicht über die Band Eric Burdon & The Animals verschaffen und gleichzeitig eintauchen, in die nicht immer radiotaugliche und manchmal bereits etwas experimentelle Musik der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, dann eignet sich „Good Times – The Best Of Eric Burdon & The Animals“ bestens dazu. Viele der Nummern lohnen sich auch heute noch und klingen wesentlich weniger antiquiert als so manche Scheibe aus dem Jahr 2016. Zehn Punkte.

Anspieltipps: House Of The Rising Sun, When I Was Young, San Franciscan Nights, Don't Let Me Be Misunderstood, Paint It Black