Montag, 4. Juli 2016

The Beach Boys – Pet Sounds




The Beach Boys – Pet Sounds


Besetzung:

Al Jardine – lead, harmony and backing vocals, tambourine
Bruce Johnston – harmony and backing vocals
Mike Love – lead, harmony and backing vocals
Brian Wilson – lead, harmony and backing vocals, organ, piano, dog whistles, sound effects
Carl Wilson – lead, harmony and backing vocals, guitar, twelve-string guitar
Dennis Wilson – harmony and backing vocals, drums


Gastmusiker:

Tony Asher – plucked piano strings on "You Still Believe In Me
Terry Melcher – tambourine on "That's Not Me" and "Here Today"
Arnold Belnick – violin
Chuck Berghofer – string bass
Hal Blaine – bongos, drums, timpani
Norman Botnick – viola
Glen Campbell – guitar, twelve-string electric guitar
Frank Capp – bells, glockenspiel, latin percussion, percussion, timpani, vibraphone
Al Casey – guitar
Roy Caton – trumpet
Jerry Cole – electric guitar, guitar, mandolin
Gary Coleman – bongos, timpani
Mike Deasy – guitar
Al De Lory – harpsichord, organ, piano, tack piano
Joseph DiFiore – viola
Justin DiTullio – cello
Steve Douglas – clarinet, flute, percussion, tenor saxophone, saxophone
Jesse Erlich – cello
Carl Fortina – accordion
Ritchie Frost – drums, empty Coca-Cola cans, percussion
James Getzoff – violin
Jim Gordon – drums, percussion
Bill Green – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Leonard Hartman – bass clarinet, clarinet, english horn
Jim Horn – baritone saxophone, flute, tenor saxophone, saxophone
Paul Horn – tenor saxophone
Harry Hyams – viola
Jules Jacob – flute
Plas Johnson – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Carol Kaye – electric bass
Barney Kessel – guitar, mandolin
Bobby Klein – tenor saxophone
Larry Knechtel – organ
William Kurasch – violin
Leonard Malarsky – violin
Frank Marocco – accordion
Gail Martin – trombone
Nick Martinis – drums
Mike Melvoin – harpsichord
Jay Migliori – baritone saxophone, bass clarinet, clarinet, flute, saxophone
Tommy Morgan – harmonica
Jack Nimitz – baritone saxophone
Bill Pittman – guitar
Ray Pohlman – danelectro bass, electric bass, mandolin, guitar
Don Randi – piano
Alan Robinson – french horn
Jerome Reisler – violin
Lyle Ritz – string bass, ukulele
Joseph Saxon – cello
Ralph Schaeffer – violin
Sid Sharp – violin
Billy Strange – electric guitar, guitar, twelve-string electric guitar
Ron Swallow – tambourine
Ernie Tack – bass trombone
Paul Tanner – electro-theremin
Tommy Tedesco – acoustic guitar
Darrel Terwilliger – viola
"Tony" – sleigh bell
Jerry Williams – percussion
Julius Wechter – timpani, latin percussion, percussion, vibraphone
Tibor Zelig – violin


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1966


Stil: Sixties Pop


Trackliste:

1. Wouldn't It Be Nice (2:25)
2. You Still Believe In Me (2:34)
3. That's Not Me (2:30)
4. Don't Talk (Put Your Head On My Shoulder) (2:54)
5. I'm Waiting For The Day (3:06)
6. Let's Go Away For Awhile (2:21)
7. Sloop John B (3:00)
8. God Only Knows (2:53)
9. I Know There's An Answer (3:11)
10. Here Today (2:55)
11. I Just Wasn't Made For These Times (3:15)
12. Pet Sounds (2:23)
13. Caroline, No (2:53)

Gesamtspieldauer: 36:25




„Pet Sounds“ von den Beach Boys ist deren elftes Studio-Album und wohl eines der bekanntesten Alben der Band. Interessant dabei ist, dass dieses Album das elfte seit 1962 ist. In den drei Jahren zuvor veröffentlichten die Beach Boys drei Platten pro Jahr! Nun, von Unproduktivität kann man in diesem Falle wohl wirklich nicht sprechen. Geht dieser rasante Ausstoß an Alben dann allerdings auch auf Kosten der Qualität der Musik? Liest man viele Rezensionen nach, dann stimmt das in diesem Fall wohl eher nicht. Im Mai 1966 wurde „Pet Sounds“ auf dem Label Capitol Records veröffentlicht und die Scheibe wird vor allen Dingen von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. In der Liste des Rolling Stone Magazines der 500 besten Platte aller Zeiten rangiert das Album gar auf Platz 2, gleich hinter „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles. Liest man im Internet nach, so wird die Musik der Beach Boys auf „Pet Sounds“ mit Psychedelic Rock, Art Rock oder Progressive Pop umschrieben.

Es tut mir furchtbar leid, aber „Pet Sounds“ klingt nach 60ies Pop – mehr kann ich da irgendwie nicht entdecken. Auch die Texte des Albums werden in den höchsten Tönen gelobt, dabei handelt es sich hauptsächlich um Liebesgesäusel, welches man von zig anderen Platten und zig anderen Liebesliedern her kennt. Was hier psychedelisch oder progressive sein soll, das erschließt sich einem ganz bestimmt nicht sofort. Nun könnte man natürlich sagen, dass bis zu diesem Jahr 1966, noch niemals eine Band psychedelischer oder progressiver klang. Nun, die Beatles-Scheiben „Rubber Soul“, welches 1965 veröffentlicht wurde und „Revolver“, zwei Monate nach „Pet Sounds“, klingen ganz bestimmt nicht weniger progressiv. Der Erfolg von „Pet Sounds“ hielt sich zunächst auch in Grenzen, da die Platte in der Aufmerksamkeit von der Beatles-Scheibe „Revolver“ ausgestochen wurde.

Dabei ist die Musik auf „Pet Sounds“ ganz bestimmt nicht schlecht. Aber es ist eben 60ies Pop. Zwei der auf der Scheibe enthaltene Lieder sind wohl auch allen Musikinteressierten bekannt. Da ist zum einen „Wouldn't It Be Nice“ und das neu arrangierte, traditionelle Lied „Sloop John B“. Beides Titel, die auch durchaus schnell ins Ohr gehen. Der ganze Rest erzeugt dagegen nicht mehr allzu viel Aufsehen. Zumindest heute nicht mehr, aber vielleicht machte es damals die Mischung aus gesungenen Liedern und mit „Let's Go Away For Awhile“ sowie „Pet Sounds“ zwei Instrumentalstücken aus, dass diese Scheibe als etwas Besonderes angesehen wurde und wird. Oder ist es die kurze Klangkollage am Ende der Scheibe, bei der man zu Zuggebimmel Hundebellen hört? Paul McCartney fand „Pet Sounds“ auch klasse und angeblich wurden die Beatles durch diese Scheibe auch zu „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ inspiriert. Parallelen sind da für mich als Laie wirklich nicht zu entdecken. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.

Fazit: „Pet Sounds“ von den Beach Boys ist sicherlich kein schlechtes Album. In der heutigen Zeit allerdings eine sehr langweilige Platte. Die Musik klingt genau so, wie sie alt ist, nach mindestens fünfzig Jahren. Psychedelische oder progressive Ansätze lassen sich darauf für mich nicht entdecken – oder wenn dann wirklich nur ganz rudimentär. Die Musik klingt nach Pop. Pop, der in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Manchmal unterhaltsam, manchmal belanglos. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Wouldn't It Be Nice, Sloop John B, Here Today



Sonntag, 3. Juli 2016

Emtidi – Saat




Emtidi – Saat


Besetzung:

Maik Hirschfeldt – 12- & 6-saitige Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Synthesizer, Leslie-Gitarre, F-Alt Flöte, Vibraphone, Mauktrommeln, Cimbeln, Gesang
Dolly Holmes – Gesang, Orgel, E-Piano, Mellotron, Elektro-Spinett, Klavier


Label: ZYX Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Krautrock, Folk


Trackliste:

1. Walking In The Park (6:25)
2. Träume (3:22)
3. Touch The Sun (11:50)
4. Love Time Rain (2:48)
5. Saat (3:57)
6. Die Reise (9:56)

Gesamtspieldauer: 38:20




Allzu viel Erhellendes lässt sich über Emtidi nicht mehr finden. Diese „Band“ hatte lediglich einen sehr kurzen Auftritt gehabt, ohne sonderlich viele Spuren zu hinterlassen. „Saat“ aus dem Jahr 1972 ist die zweite und letzte Veröffentlichung dieses Duos, bestehend aus dem Deutschen Maik Hirschfeldt und der Engländerin Dolly Holmes. Gab es auf dem ersten, selbstbetitelten Album aus dem Jahr 1970 noch hauptsächlich Folk Musik zu hören, so wird die Musik von Emtidi auf „Saat“ nun abwechslungsreicher und auch spannender. Aber was ist das denn nun? Ist das immer noch Folk oder ist das Krautrock oder gar Progressive Rock? Nun, es ist irgendwie alles zusammen, eine Mischung aus diesen musikalischen Genres, die die beiden Musiker hier miteinander verwoben haben.

„Saat“ von Emtidi klingt nur selten treibend und nach vorne preschend, jedoch gibt es auch diese Momente. Doch das ist nicht die Regel, denn ansonsten hören sich die Lieder eher ruhig und zurückhaltend an. Gesungen wird mal auf Englisch, mal auf Deutsch. Den Gesang teilen sich die beiden zumindest größtenteils nach der jeweiligen Muttersprache auf. Alles auf dieser Scheibe klingt sehr melodiös und geht auch schnell ins Ohr. Auf seine Weise klingt alles auf „Saat“ auch ein wenig unscheinbar und unschuldig. Vor allen Dingen „unschuldig“ erscheint mir in diesem Zusammenhang sehr passend. Auf „Saat“ probieren sich zwei Musiker gerade aus, ohne auf irgendwelche Konventionen zu achten und das Ergebnis wirkt durchaus.

So gibt es hier lange und sphärische Instrumentalpassagen zu hören, wenige, etwas vertracktere Abschnitte und ganz viel, einfach irgendwie schön klingende Musik, die sich dann auch wirklich folkig angehaucht anhört. Die beiden Musiker versuchen mit jedem Titel eine Geschichte zu erzählen, denen man allerdings nicht immer ganz so ohne Weiteres folgen kann. Traumwelten eben, die passend zu der Musik erschaffen werden. Manchmal erinnert Dolly Holmes auch ein klein wenig Annie Haslam – allerdings wirklich nur ein klein wenig.

Ich schreibe auf diesen Seiten selten etwas über die Qualität der Aufnahmen. Hier ist dies allerdings definitiv angebracht, was jedoch nicht an Emtidi selbst liegt. Das Plattenlabel ZYX Music hatte bei der CD Wiederveröffentlichung keine bessere Idee, als die originale Schallplatte aufzulegen und dieses Abspielen aufzunehmen. Das Ergebnis ist, dass man das Rauschen und Knistern der Schallplatte hier auf CD hört. Das mag für den ein oder anderen Nostalgiker von Interesse sein, hat jedoch nichts mehr mit seriösem Gebaren zu tun. Hier werden Käufer eindeutig über den Tisch gezogen.

Fazit: Die Musik von Emtidi auf „Saat“ ist schön. Es gibt kein besseres Adjektiv, um diese Lieder zu umschreiben. Freilich gilt das nur für all jene Hörerinnen und Hörer, die mit der sehr sanften Ausführung des Genres Krautrock bis hin zu Progressive Rock etwas anzufangen wissen. Für alle anderen könnte das seltsam bis langweilig klingen. Nun, mir gefällt es, jedoch sollten all jene, die sich überlegen, die CD zu kaufen, vorher einen Blick auf das Plattenlabel werfen. Finger weg von der ZYX Music -Ausgabe. Elf Punkte.

Anspieltipps: Touch The Sun, Love Time Rain, Die Reise



Samstag, 2. Juli 2016

Linkin Park – Hybrid Theory




Linkin Park – Hybrid Theory


Besetzung:

Chester Bennington – lead vocals
Mike Shinoda – lead vocals, rapping, rhythm guitar, keyboard, piano
Brad Delson – lead guitar, bass guitar, backing vocals
Joe Hahn – turntables, samples, programming, backing vocals
Rob Bourdon – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:


Ian Hornbeck – additional bass (on tracks 1, 9 and 10)
Scott Koziol – additional bass (on One Step Closer)
Mark Wakefield – additional writing (on tracks 6, 9 and 10)
The Dust Brothers – sequencing, samples (on track 3)


Label: Warner Bros. Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Nu Metal, Rap Metal


Trackliste:

1. Papercut (3:05)
2. One Step Closer (2:35)
3. With You (3:23)
4. Points Of Authority (3:20)
5. Crawling (3:29)
6. Runaway (3:03)
7. By Myself (3:09)
8. In The End (3:36)
9. A Place For My Head (3:04)
10. Forgotten (3:14)
11. Cure For The Itch (2:37)
12. Pushing Me Away (3:11)

Gesamtspieldauer: 37:51




„Hybrid Theory“ ist nicht nur das erste Studioalbum der US-amerikanischen Nu Metal Band Linkin Park, sondern auch deren mit Abstand erfolgreichste Platte. Im Oktober des Jahres 2000 wurde die Scheibe auf dem Label Warner Brothers veröffentlicht und wurde bis heute etwa 28 Millionen Mal verkauft – mit Sicherheit wohl hauptsächlich an ein sehr junges Publikum.

Zu hören gibt es auf „Hybrid Theory“ vor allen Dingen gerappten Metal, der alle Jünger des Head Banging in Verzückung versetzen wird. Hart ist die Musik allemal, hart und kompromisslos. Da wird gerappt, gescratcht oder geschrien, zwar lassen sich auch Melodien entdecken, die durchaus auch mal ins Ohr gehen können, jedoch ist es eher die Härte der Lieder, die hier im Vordergrund steht. Kein Lied erreicht die Länge von vier Minuten, so wirkt das Ganze ein klein wenig wie ein Stakkato der schweren Gitarren und des gesprochenen Wortes – obwohl natürlich auch gesungen wird. Dazu ist die Laufzeit der Platte mit nicht einmal achtunddreißig Minuten auch nicht allzu üppig ausgefallen.

Es ist die Gesamtheit der Scheibe, die „Hybrid Theory“ ausmacht. Ein Lied, welches besonders herausragt, gibt es nicht. Die einzelnen Titel besitzen alle denselben Stil, klingen somit irgendwie auch ähnlich, da nicht großartig an der Grundstimmung des gesamten Albums herumexperimentiert wird. Man muss sich darauf einlassen können und definitiv auf etwas Chaos stehen.

Fazit: „Hybrid Theory“ ist Musik für junge Männer. „Hybrid Theory“ ist definitiv „männliche“ Musik. Die Härte steht im Vordergrund, weniger die Melodie. Wer rocken will und dem HipHop nicht abgeneigt gegenüber steht, wird hier sein Nirwana entdecken. Interessant klingt das durchaus und wenn man sich Linkin Park hier von der rockigen Seite aus nähert, stellt die Platte durchaus auch eine gewisse Abwechslung an sich dar. Aber immer hören kann man das auch nicht – muss wohl an meinem Alter liegen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Papercut, Pushing Me Away



Freitag, 1. Juli 2016

Red Fun – Red Fun




Red Fun – Red Fun


Besetzung:

Tomas Person − lead vocals, backing vocals, rhythm guitar & acoustic guitar
Kee Marcello – lead guitar, rhythm guitar, backing vocals, percussion
Tobbe Moen − bass guitar & backing vocals
Freddy von Gerber – drum, percussion, rhythm guitar, acoustic guitar & backing vocals


Gastmusiker:

Tommy Lucell – hammond organ & piano
Mats Hedström – keyboards, rhythm guitar & backing vocals
Janne Johansen – percussion & backing vocals
Dubben – slide guitar
Lotta Lundberg – backing vocals
Lena Wikström – backing vocals


Label: BMG Ariola


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. My Baby's Coming Back (4:11)
2. Dr. Love (4:26)
3. Could Have Been Love (4:47)
4. Rock This Town (3:45)
5. Midnight Stranger (4:06)
6. My Babe (4:12)
7. Bad Reputation (3:55)
8. Don't Close Your Eyes (4:48)
9. Party (3:28)
10. Red Hot 'N' Ready (4:34)

Gesamtspieldauer: 42:13




Im Jahr 1992 löste sich die Band Europe auf, da es nach ihrem Erfolg mit „The Final Countdown“ deutlich schlechter lief und die Bandmitglieder wandelten schließlich auf Solo-Pfaden oder gründeten neue Bands. Im Falle des Lead Gitarristen von Europe, Kee Marcello, war dies die Band Red Fun, die dann im Jahr 1993 ihr erstes und selbstbetiteltes Album herausbrachte. Die übrigen Bandmitglieder waren Schweden, die vorher in der Hard Rock- / Metal-Szene engagiert waren.

Auf „Red Fun“ von Red Fun gibt es Mainstream Rock zu hören, der alles andere als innovativ klingt. Erfolgreich wurden Red Fun nie besonders, was einem nach dem Hören dieser Scheibe auch nicht mehr weiter überrascht. Hier gibt es katastrophal schlechte Texte zu hören, die nur so vor Schmalz und Süße triefen. Die Liebe steht also meist im inhaltlichen Fokus. Leider kann, neben den Texten, allerdings auch die Musik nicht überzeugen. Bei solchen Titeln wie zum Beispiel „Could Have Been Love“ rollen sich einem einfach die Zehennägel auf und man ist sehr überrascht, was erwachsene Männer so alles von sich geben.

Auf „Red Fun“ bekommen Hörerin und Hörer zehn Titel geboten, die allesamt, wenn nicht richtig schlecht, dann doch zumindest unfassbar langweilig geworden sind. Interessant ist hier nichts mehr, absolute 08/15-Musik, die es einfach nicht schafft, einen zu packen oder zu fesseln. Ist die erste Hälfte der Scheibe schon schwierig, so ist man doch einigermaßen überrascht, dass die zweite Albumhälfte noch schlechter gelungen ist. Und dabei kann man noch nicht einmal behauten, dass die vier Jungs es nicht drauf hätten oder zum Beispiel schlecht spielen würden. Allerdings ist das Ergebnis, was hier dargeboten wird, allenfalls dazu geeignet, irgendwo sehr leise im Hintergrund zu laufen.

Fazit: Es gibt wirklich Alben, die, warum auch immer, langweilen. Und zwar bis zur absoluten Schmerzgrenze. Eines davon ist „Red Fun“ von Red Fun. Angefüllt ist die Platte mit Mainstream Rock bis AOR, Adult Oriented Rock. Alles komponiert und produziert für die schnelle Eingängigkeit, versehen mit absolut lieblosen Texten. So kann es eben passieren, dass Musik, die im Grunde genommen schon etwas zum „Beuteschema“ passt, so absolut an den Ohren versagt. Vier Punkte.

Anspieltipps: Rock This Town, Midnight Stranger



Donnerstag, 30. Juni 2016

Oasis – Be Here Now




Oasis – Be Here Now


Besetzung:

Liam Gallagher – vocals
Noel Gallagher – lead guitar, vocals
Paul "Bonehead" Arthurs – rhythm guitar, acoustic guitar
Paul McGuigan – bass guitar
Alan White – drums, percussion


Gastmusiker:

Mark Coyle – backwards parts on "D'You Know What I Mean?"
Johnny Depp – slide guitar on "Fade In-Out"
Mark Feltham – harmonica on "All Around The World"
Mike Rowe – keyboards


Label: Creation Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Rock, BritPop


Trackliste:

1. D'You Know What I Mean? (7:42)
2. My Big Mouth (5:02)
3. Magic Pie (7:19)
4. Stand By Me (5:56)
5. I Hope, I Think, I Know (4:22)
6. The Girl In The Dirty Shirt (5:49)
7. Fade In-Out (6:52)
8. Don't Go Away (4:48)
9. Be Here Now (5:13)
10. All Around The World (9:20)
11. It's Gettin' Better (Man!!) (7:00)
12. All Around The World (Reprise) (2:08)

Gesamtspieldauer: 1:11:36




„Be Here Now“ nannte die englische BritPop-Band Oasis ihre dritte Platte, welche 1997 auf dem Label Creation Records veröffentlicht wurde. Nach dem Vorgänger-Album „(What's The Story) Morning Glory?“, welches allein in Großbritannien vierzehn Mal Platin einheimste und sich weltweit über zweiundzwanzig Millionen Mal verkaufte, war die Erwartung an dieses Nachfolgealbum natürlich bei Kritikern wie den Fans enorm. Nun, festzuhalten bleibt auf jeden Fall, „Be Here Now“ ist kein zweites „(What's The Story) Morning Glory?“ geworden. Die Musik von Oasis klang nun deutlich rockiger, der ursprünglich fest verankerte BritPop trat doch ein ganzes Stück in den Hintergrund.

Festzumachen und vor allen Dingen zu hören ist dies gleich beim ersten Stück „D'You Know What I Mean?“. Eine richtige Rock-Nummer, mit verzerrten Gitarren und entsprechenden Soli sowie Rückkopplungen. Doch auch dieses Lied ist eingängig, wenn es vielleicht auch nicht mehr den „Ohrwurmcharakter“ so manches Liedes auf dem Vorgängeralbum aufweist. Vielleicht zeigt ja auch der versenkte Rolls Royce auf dem Cover bereits an, dass die Band etwas abschütteln wollte und jetzt eben an einem anderen Punkt angekommen ist, wie man es dem Albumtitel entnehmen kann.

So wird auf „Be Here Now“ munter weitergerockt. Mal klingt das Ganze etwas eingängiger, mal eher rockiger, mitunter schafft es Noel Gallagher auch, der alle Titel des Albums im Alleingang schrieb, beides miteinander zu verbinden. Allerdings gelingt ihm das deutlich weniger, als auf manch anderer Oasis-Scheibe. So lässt sich auch etwas erklären, dass der zunächst bei der Veröffentlichung der Scheibe einsetzende Hype, der sich in den rasant in die Höhe schießenden Verkaufszahlen wiederspiegelte, bereits kurze Zeit später abebbte und in Kritiken mündete, die in den rockigeren Tönen der Band eben keine Weiterentwicklung mehr sahen, sondern sehr viel eher Stillstand. Auch Noel Gallagher ging später mit dieser Scheibe schwer ins Gericht. Er bezeichnete das Album später als „Shit“ und begründete dies mit seinem eigenen Drogenkonsum und dem Umstand, dass die Band zu der Zeit bereits stark zerstritten war.

Trotz all dieser Kritik ist „Be Here Now“ ganz sicher kein schlechtes Album geworden, allerdings eben ein anderes als „D'You Know What I Mean?“. Die Platte rockt einfach mehr und ist nicht darauf ausgelegt, Hitsingles zu produzieren, was man bereits an der Lauflänge der einzelnen Titel ablesen kann. Und auch wenn die Scheibe vielleicht nicht gleich so zündet, so wird sie es doch mit der Zeit immer mehr tun, man muss ihr nur die nötige Zeit einräumen. Und einige Höhepunkte finden sich durchaus. Da ist der bereits erwähnte Opener „D'You Know What I Mean?“, das schon noch an den Vorgänger und etwas BritPop erinnernde „Magic Pie“, das eingängige „Don't Go Away“ sowie die fast zehnminütige und abwechslungsreiche Nummer „All Around The World“, die ganz zum Schluss sogar noch mal einen Auftritt in Form einer kurzen Wiederholung hat. Durchaus also jede Menge Höhepunkte, die auch diese Scheibe zu einer überzeugenden werden lassen.

Fazit: Ganz klar, „Be Here Now“ ist kein „(What's The Story) Morning Glory?-Reloaded“. Muss auch nicht und geht wohl auch nicht. Auf „Be Here Now“ wird deutlich mehr gerockt, als noch auf dem Vorgänger. Die einen sofort anspringenden Ohrwürmer fehlen zwar, jedoch entwickeln diese sich mit der Zeit aus manchmal zunächst eher unauffälligen Liedern heraus. Auch „Be Here Now“ macht Spaß und unterhält. All das, was Musik unbedingt machen sollte. Oder nicht? Neun Punkte.

Anspieltipps: D'You Know What I Mean?, Magic Pie, Don't Go Away, All Around The World



Mittwoch, 29. Juni 2016

Jethro Tull – M.U. – The Best Of Jethro Tull




Jethro Tull – M.U. – The Best Of Jethro Tull


Besetzung:

Ian Anderson – flute, acoustic guitar, soprano saxophone, mandolin and voice
Martin Barre – electric guitar and acoustic guitar
John Evan – piano, hammond organ, synthesizer and piano accordion
Glenn Cornick – bass guitar
Jeffrey Hammond – bass guitar
Clive Bunker – drums and percussion
Barriemore Barlow – drums and percussion


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progessive Rock


Trackliste:

1. Teacher (4:07)
2. Aqualung (Alternative Mix) (6:34)
3. Thick As A Brick Edit #1 (Die ersten die Minuten von "Thick As A Brick, Part One") (3:01)
4. Bungle In The Jungle (3:34)
5. Locomotive Breath (Alternative Mix) (4:23) 
6. Fat Man (2:50)
7. Living In The Past (3:18)
8. A Passion Play Edit #8" („Overseer Overture", etwa nach 11 Minuten bei "A Passion Play, Part Two") (3:28)
9. Skating Away (On The Thin Ice Of The New Day) (4:02)
10. Rainbow Blues (3:37)
11. Nothing is Easy (4:23)

Gesamtspieldauer: 43:40




„M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist das zweite „Best Of…“-Album der englischen Prrogressive Rock Band Jethro Tull um Sänger, Flötist und Songschreiber Ian Anderson. Die Abkürzung „M.U.“ steht dabei für „Musician's Union", da auf dem Album mehrere Bandbesetzungen zu hören sind, die Ian Anderson hier den Hörerinnen und Hörern „vereinigt“ zu Gehör bringt. „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist das zweite „Best Of…“-Album in der Diskographie der Band und steht damit ganz weit vorne in einer inzwischen fünfzehn „Best Of…“-Alben umfassenden Reihe.

Nun, „Best Of…“-Alben sind immer so eine Sache. Diese können sich lohnen, wenn sie günstig zu erwerben sind und man sich zu einem Überblick über das Schaffen einer Band verhelfen möchte. Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass man lediglich die „Hits“ einer Band, Sängerin oder eines Sängers sein Eigen nennen möchte. Ansonsten, wenn man die regulären Alben besitzt, gibt es im Grunde genommen keinen Grund, sich solch eine Platte zuzulegen. Dies auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das „Best Of…“ irgendeines Musikmanagers keineswegs dem eigenen Geschmack entsprechen muss und man somit seine Lieblingslieder sowieso nicht wiedergegeben findet. Dies ist leider auch bei „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ der Fall. Viele der wirklich guten Nummern von Jethro Tull fehlen hier. Andere, bedeutungslosere Titel sind dafür vertreten.

Nun, die Musik von Jethro Tull ist trotzdem eine sehr überzeugende Musik. Sie ist meist über jeden Zweifel erhaben, gerade in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Zumindest gilt dies, wenn man mit Progressive Rock etwas anzufangen weiß. Schwierig wird es allerdings, wenn auf einem Kompilationsalbum zum Teil auch Auszüge aus Liedern dargeboten werden, da die eigentlichen Stücke selbst ganze Plattenseiten einnehmen. Nun und genau dies wurde hier allerdings bei den Titeln „Thick As A Brick“ sowie „A Passion Play“ getan. Ein sehr, sehr fragwürdiges Gebaren, welches einen als Fan und Kenner des gesamten Stückes nur noch kopfschüttelnd und absolut überrascht zurücklässt. Trotzdem sollte wohl ein zusätzlicher Kaufanreiz auch für die Leute, die bereits alles von Jethro Tull besitzen, geschaffen werden, indem ein bisher unveröffentlichter Titel mit hinzugepackt wurde. Dieser heißt „Rainbow Blues“ und war bisher noch auf keinem regulären Album veröffentlicht worden. Die Nummer rockt, ist kein Blues, wie der Name irrtümlich suggeriert, klingt eindeutig nach Jethro Tull und durchaus gelungen, ist jedoch niemals den Kauf einer ganzen Platte wert.

Fazit: „M.U. – The Best Of Jethro Tull“ ist ein „Best Of…“-Album, welches nicht so richtig überzeugen kann. Hier von Frevel zu reden, wenn nur noch Auszüge aus wirklich gelungenen Liedern wiedergegeben werden, ist… in diesem Fall durchaus berechtigt. Auch der ganz nette und bisher nicht veröffentlichte Titel „Rainbow Blues“ macht den Kauf der Scheibe nicht lohnender. Somit bleibt diese Scheibe eine von Jethro Tull, die man sich getrost schenken kann. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Rainbow Blues



Dienstag, 28. Juni 2016

Jimmy Eat World – Bleed American




Jimmy Eat World – Bleed American


Besetzung:

Jim Adkins – lead vocals, guitar, percussion, bass guitar on "Your House"; piano on "Hear You Me" and "My Sundown", organ on "Cautioners" and "My Sundown", bells on "My Sundown"
Rick Burch – bass guitar, vocals on "If You Don't, Don't"
Zach Lind – drums, percussion on "Your House" and "My Sundown"
Tom Linton – guitar, vocals on "Bleed American", organ on "Hear You Me"


Gastmusiker:

Davey vonbohlen – additional vocals on "A Praise Chorus"
Mark Trombino – synth emulator programming on "The Middle"; percussion on "Your House", programming on "Get It Faster" and "My Sundown", "magic box" on "Cautioners"
Travis Keller – timely handclaps on "The Authority Song"
Doug Messenger – timely handclaps on "The Authority Song"
Rachel Haden – additional vocals on "Hear You Me", "If You Don't, Don't", "Cautioners", and "My Sundown".
Ariel Rechtshaid – additional vocals on "If You Don't, Don't"


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Bleed American (3:01)
2. A Praise Chorus (4:03)
3. The Middle (2:45)
4. Your House (4:46)
5. Sweetness (3:40)
6. Hear You Me (4:44)
7. If You Don't, Don't (4:33)
8. Get It Faster (4:21)
9. Cautioners (5:21)
10. The Authority Song (3:37)
11. My Sundown (5:47)

Gesamtspieldauer: 46:43




„Bleed American“ heißt das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Alternative Rock-Band Jimmy Eat World. Dieses wurde am 24. Juli 2001 auf dem Label Island Records veröffentlicht, nachdem die vorherige Plattenfirma Capitol Records den Glauben an die Band verloren hatte, sodass diese ein neues Label suchen musste. „Bleed American“? Das stimmt inzwischen auch nicht mehr, da das Album aus Pietätsgründen nach 9/11 im selben Jahr in das selbstbetitelte Album „Jimmy Eat World“ umbenannt wurde. Da allerdings auch das erste, 1994 veröffentlichte Album diesen Namen trägt, wird „Bleed American“ mitunter auch mit „Jimmy Eat World II“ bezeichnet.

Auf „Bleed American“ gibt es eingängigen Alternative Rock zu hören. Nicht umsonst war die Platte so erfolgreich und wird in einigen Listen der besten Platten des Jahres 2001 geführt. Jedoch ist dieser „eingängige“ Alternative Rock, gar nicht mal so aufdringlich wie man vermuten könnte, da er gar nicht mal gleich beim ersten Mal des Hörens zu zünden versteht. Allerdings, wenn man sich die Zeit für diese Scheibe nimmt, dann wissen immer mehr Lieder zu überzeugen und das ganze Album wird mit jedem weiteren Durchlauf zu einem sehr vertrauten Erlebnis, welches dann auch zu überzeugen weiß. Sind die Texte nicht so überzeugend, wenn sie immer wieder von der Liebe und den daraus resultierenden Folgen säuseln, so werden es mit der Zeit jedoch die Melodien.

Einer der Höhepunkte der Scheibe ist das zuckersüße und trotzdem einfach schöne „Hear You Me“. Magst Du als Mann eine Frau von Deiner Empathie und Deiner Phantasie überzeugen, lege dieses Lied auf. Es wirkt. Ebenfalls sehr gelungen ist das etwas poppige „Cautioners“, da es sich ebenfalls gut in das Ohr hineinschmeichelt. Außerdem ist es ein wenig untypisch für dieses Album, welches durchaus mit Rock aufzuwarten versteht. Dann ist da schließlich noch die letzte Nummer der Scheibe, „My Sundown“. Langsam steigert sich diese Nummer und weiß ebenfalls sehr schnell dadurch zu überzeugen, dass sie über eine Melodie verfügt, die sich schnell im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers festsetzt. Allerdings hätte ich hier wohl auch andere Titel anführen können, denn Ausfälle gibt es nicht zu beklagen und das Gefallen liegt immer im und am Ohr der Konsumenten.

Fazit: Ein Mainstream Alternative Rock Album ist „Bleed Amercan“ von Jimmy Eat World geworden. Eine Scheibe, die neben rockigen Abschnitten durchaus auch mal im Pop fischt, um noch mehr Hörerinnen und Hörer anzusprechen. Alles auf „Bleed American“ ist ziemlich melodiös und eingängig geraten. Die einzelnen Lieder sind dabei irgendwie einfach gestrickt – bleiben allerdings hängen. Somit macht die Scheibe durchaus Spaß, ohne wohl jemals ein Lieblingsalbum werden zu können. Obwohl? Auch das gibt es sicher… Neun Punkte.

Anspieltipps: Hear You Me, Cautioners, My Sundown



Montag, 27. Juni 2016

Sammy Hagar – Red Voodoo




Sammy Hagar – Red Voodoo


Besetzung:

Sammy Hagar – lead vocals and guitar


Gastmusiker:

Victor Johnson – guitar
Jesse Harms – keyboards
Mona Gnader – bass guitar
David Lauser – drums
Roy Rogers – bad ass slide guitar on “Don't Fight It (Feel It)"
Tower Of Power – horns on "Don't Fight It (Feel It)"


Label: MCA Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Rock


Trackliste:

1. Mas Tequila (4:11)
2. Shag (3:34)
3. Sympathy For The Human (4:48)
4. Red Voodoo (3:49)
5. Lay Your Hand On Me (4:09)
6. High And Dry Again (5:35)
7. The Revival (3:38)
8. Don't Fight It (Feel It) (3:11)
9. The Love (4:06)
10. Right On Right (5:22)
11. Returning Of The Wish (5:53)

Gesamtspieldauer: 48:20




Sage und Schreibe 26 Alben hat Sammy Hagar inzwischen in seiner Karriere veröffentlicht. Das waren freilich nicht alles Solo-Platten, denn am bekanntesten dürfte der US-Amerikaner wohl aufgrund seiner Mitgliedschaft bei Van Halen sein, bei denen er erstmal 1985 als Nachfolger von David Lee Roth beteiligt war und mit denen er insgesamt vier Platten aufnahm. Reine Solo-Alben veröffentlichte Sammy Hagar derer 13. Schließlich weitere zwei mit der Band Montrose am Beginn seiner Karriere. Ein Album gab es unter dem Titel Hagar Schon Aaronson Shrieve, zwei Platten mit Chickenfoot und insgesamt vier unter der Bezeichnung Sammy Hagar & The Waboritas, wobei „Red Voodoo“ die erste dieses Quartetts darstellt. „Red Voodoo“ wurde im Jahr 1999 auf dem Label MCA Records veröffentlicht und stellt dabei irgendwie eine Platte dar, die angefüllt mit nordamerikanischen Mainstream-„Party-Rock“ ist.

Wollte man das Album kurz umschreiben, so würde das sehr treffend gelingen mit: „Eingängiger und unkomplizierter Rock, bei dem wohl ein Gesetz darin besteht, den Refrain im Chor singen zu müssen. Dazu gesellen sich größtenteils fürchterliche Texte und fertig ist die absolut unaufgeregte und zum größten Teil eher langweilige Platte!“ Nun, damit ist das Album ganz gut umrissen. Der Rock des Sammy Hagar geht dabei meistens in die Richtung Hard Rock und nur wenige Stellen des Albums sind zumindest etwas zurückhaltender und sanfter ausgekleidet.

Genau in diesen „anderen Passagen“ des Albums befindet sich jedoch auch das beste Stück auf „Red Voodoo“, nämlich die Nummer „Lay Your Hand On Me“. Ein Titel, zusammengesetzt aus einem weichen und akustischen Teil, sowie aus einem deutlich rockigeren, kurzen Mittelpart, welches ziemlich schnell ins Ohr geht. Ansonsten sind die Lieder meist durchstampfende Schenkelklopfer, von denen „Right On Right“ noch am ehesten überzeugen kann. Aber der Rest? Der Rest läuft einfach so durch, wird durch diese im Chor gesungenen Refrains zu einer Art Party Rock, bei dem irgendwie jeder genötigt zu werden scheint, einfach mal mit zu grölen. Sicher ab und zu ein ganz nettes Stilmittel. Aber immer, in wirklich jedem Lied? Nein, das muss einfach auch nicht sein.

Fazit: Möchte man eine Party machen, auf der zur etwas härterer Rockmusik getanzt wird, dann bietet sich „Red Voodoo“ von Sammy Hagar And The Waboritas an. Man muss sich allerdings fragen, wer so etwas veranstaltet, noch dazu mit so vielen Sammy Hagar Titeln. Nun, „Red Voodoo“ ist Mainstream Rock der amerikanischen Sorte, welcher sicherlich viele Freunde in Nordamerika besitzt. Für mich klingt das alles sehr viel eher langweilig. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Lay Your Hand On Me



Sonntag, 26. Juni 2016

Coldplay – Parachutes




Coldplay – Parachutes


Besetzung:

Chris Martin – lead vocals, acoustic guitar, keyboards
Jonny Buckland – electric guitar, piano, backing vocals
Guy Berryman – bass, acoustic bass
Will Champion – drums, percussion, backing vocals


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop, Rock, BritPop


Trackliste:

1. Don't Panic (2:17)
2. Shiver (4:59)
3. Spies (5:18)
4. Sparks (3:47)
5. Yellow (4:29)
6. Trouble (4:30)
7. Parachutes (0:46)
8. High Speed (4:14)
9. We Never Change (4:09)
10. Everything's Not Lost (5:39) inklusive Hidden Track “Life Is For Living” (1:37): 7:15

Gesamtspieldauer: 41:48




„Parachutes“ heißt das erste Album der englischen BritPop-Band Coldplay. Im Juli 2000 wurde die Scheibe auf Parlophone veröffentlicht, nachdem sich die Band knappe vier Jahre zuvor gegründet hatte. Für viele Fans ist dieses Debut-Album der vier Musiker gleich ihr unerreichtes Meisterwerk. Zu hören ist darauf eher sanfter Pop, als harter Rock. Alle Titel auf „Parachutes“ klingen überaus eingängig, gehen dabei auch ziemlich schnell ins Ohr – ein Umstand, der mit jedem weiteren Durchlauf der Scheibe noch verstärkt wird.

Die akustische Gitarre und das Piano stehen im Vordergrund der Musik auf „Parachutes“. Über allem schwebt allerdings der sanfte und zarte Gesang des Chris Martin, der sich bis in sehr große Höhen zu steigern weiß. Diese, manchmal falsett-artige Stimme bewirkt auch, dass nicht jede beziehungsweise jeder etwas mit der Musik von Coldplay anzufangen weiß, denn diese ist das dominierende Stilmittel der Band. Alles auf „Parachutes“ ist dabei melodiös geraten. Irgendwelche qualitativen Ausfälle nach Unten oder aber Füllmaterial gibt es auf der Scheibe nicht zu beklagen. Die Musik klingt an jeder Stelle des Albums weich, richtige „Rock-Freunde“ könnten sich daran vielleicht stoßen.

Höhepunkte gibt es einige auf dem Album. Da wäre gleich der groovende Opener „Don't Panic“. Dann das wohl schönste Lied der Platte „Spies“. Eine sanfte Nummer mit absolutem Ohrwurmcharakter. Überraschenderweise wurde aufgrund dieses Stücks das ganze Album in China verboten, da die dortige Regierung hierin ein Lied mit einer anti-kommunistischen Botschaft zu hören glaubte. Schließlich wäre da noch „Yellow“ zu nennen, ein Stück, welches gleichzeitig die erfolgreichste Single-Auskopplung des Albums darstellt. Ebenfalls ein Titel, der gleich beim ersten Hören ins Ohr geht und dort auch länger verbleibt. Und dann ist da noch die letzte Nummer des Albums zu nennen, „Everything's Not Lost“. Hier spielt Chris Martin jetzt die Spannweite seiner Stimmlage besonders eindringlich aus. Nun, im Grunde genommen hätte ich allerdings auch die sechs anderen Titel hier erwähnen können, irgendwie klingt auf „Parachutes“ alles gut.

Fazit: Ein schönes Album ist es geworden, diese Debut-Platte der englischen Band Coldplay. Wenn man nichts gegen den sehr hohen Gesang des Chris Martin einzuwenden hat, dann gibt es an „Parachutes“ kaum etwas auszusetzen. Die Musik ist melodiös und geht ins Ohr. Jedes Lied hat seine Qualität. Die Musik neu erfunden haben die vier Briten damit zwar nicht, jedoch unterhalten sie gut. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Don't Panic, Spies, Yellow, Everything's Not Lost



Samstag, 25. Juni 2016

The Sisters Of Mercy – First And Last And Always




The Sisters Of Mercy – First And Last And Always


Besetzung:

Andrew Eldritch – vocals
Craig Adams – bass guitar
Wayne Hussey – guitar, vocals
Gary Marx – guitar
Doktor Avalanche – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. Black Planet (4:41)
2. Walk Away (3:24)
3. No Time to Cry (3:59)
4. A Rock And A Hard Place (3:35)
5. Marian (Version) (5:43)
6. First And Last And Always (4:15)
7. Possession (4:42)
8. Nine While Nine (4:10)
9. Amphetamine Logic (4:51)
10. Some Kind Of Stranger (7:20)

Gesamtspieldauer: 46:43




Im März des Jahres 1985 wurde „First And Last And Always“ veröffentlicht, das erste Studioalbum der englischen Gothic Rock Band The Sisters Of Mercy, die sich bereits 1977 in Leeds gegründet hatte. Bei Fans der Band steht die Platte sehr hoch im Kurs, gilt als stilprägend für ein ganzes Genre und hat angeblich auch jede Menge andere Bands und Künstler beeindruckt und inspiriert.

Zu hören ist auf „First And Last And Always“ sehr düstere und sehr elektronisch klingende Musik, die durchaus in die Richtung Gothic Rock zu driften scheint, jedoch auch noch jede Menge Anteile an New Wave enthält. Eingängig klingt das durchaus und die Gothic-Atmosphäre wird hauptsächlich durch den Gesang des Andrew Eldritch geliefert, der sich auch für alle Kompositionen verantwortlich zeigt. Die Musik klingt stark nach den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und transportiert die musikalische Stimmung dieses Jahrzehnts durchaus sehr treffend. Was allerdings so gar nicht zu funktionieren schien, zumindest zur damaligen Zeit in diesem Tonstudio, das war die richtige Aufnahme oder Abmischung der verschiedenen Titel. Leider gilt diese Feststellung für alle Veröffentlichungen der Platte, egal, ob es sich dabei um die ursprüngliche LP-Ausgabe des Albums handelt oder um eine der „remasterten“ Wiederveröffentlichungen von „First And Last And Always“. Die Musik klingt immer irgendwie verwaschen und mitunter ziemlich dumpf. Kaum zu glauben, dass dies beabsichtigt ist.

Die Höhepunkte auf „First And Last And Always“ befinden sich in der Mitte der Platte. „Marian (Version)“ ist eine tolle und sehr eindringliche Nummer, die zum Teil auch in Deutsch eingesungen wurde. Hier singt Andrew Eldritch gerade so, als ob er eben erst der Gruft entstiegen wäre. Ebenfalls sehr überzeugend klingt das Titellied „First And Last And Always“. Ein Lied, welches schnell ins Ohr geht und bei dem die Gitarre auch einen etwas größeren Auftritt hat. Schließlich sollte man an dieser Stelle auch noch das letzte und längste Stück des Albums, „Some Kind Of Stranger“, erwähnen. Dieses beginnt zunächst relativ mystisch und rockt dann schließlich sogar ein wenig, bis man sich stilistisch irgendwann im New Wave wiederfindet. Auch diese Nummer klingt wieder eher durch den Gesang nach Gothic Rock, weniger durch die Musik selbst, die allerdings ebenfalls schnell ins Ohr geht.

Fazit: Nun, ein Meisterwerk stellt diese Platte sicherlich noch nicht da. Wer allerdings Spaß an New Wave hat, gepaart mit etwas Gothic hat, die oder der wird hier auch auf ihre beziehungsweise seine Kosten kommen. Vieles auf „First And Last And Always“ geht ins Ohr und die Stimme des Andrew Eldritch geht einem sowieso nicht mehr aus dem Kopf. Acht Punkte.

Anspieltipps: Marian (Version), First And Last And Always, Some Kind Of Stranger



Freitag, 24. Juni 2016

The Young Gods – Knock On Wood




The Young Gods – Knock On Wood


Besetzung:

Franz Treichler – guitar, percussion, vocals
Al Comet – guitar, percussion
Bernard Trontin – drums, percussion


Gastmusiker:

Vincent Hänni – Guitar


Label: PIAS Recordings


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Rock


Trackliste:

CD:

1. Our House (5:38)
2. I'm The Drug (2:55)
3. Everythere (4:43)
4. Gasoline Man (5:07)
5. Speak Low (4:59)
6. Charlotte (2:07)
7. Ghost Rider (12:02)
8. Longue Route (4:22)
9. She Rains (5:28)
10. Freedom (4:03)
11. Skinflowers (4:19)

Gesamtspieldauer: 55:47


DVD:

I. Live At Moods, Zürich, December 18th, 2006

1. I'm The Drug
2. Gasoline Man
3. Speak Low
4. Ghost Rider
5. Longue Route
6. She Rains
7. Everything In Its Right Place
8. If Six Was Nine


II. Take Away Shows, Paris, April 17th, 2007

1. Charlotte
2. I'm The Drug
3. Gasoline Man

Gesamtspieldauer: (47:33) & (13:22): 1:00:55




The Young Gods, das ist eine Post-Industrial-Band aus Fribourg, in der Schweiz. Mitte der 80er Jahre wurden die Young Gods gegründet und haben seither insgesamt sieben Studioalben veröffentlicht. Bestand die Musik der Band zunächst lediglich aus Schlagzeug, Sampler und Gesang, so spielte die Gitarre auf späteren Veröffentlichungen eine immer größere Rolle. Bei dem vorliegenden Album, „Knock On Wood“, handelt es nicht um ein offizielles Studioalbum, sondern um ein Kompilationsalbum, welches akustisch eingespielt wurde, also auf das Sampling verzichtet.

Manchmal ergeht es einem so, man legt Musik auf und es scheint einem bereits nach wenigen Sekunden den Boden unter den Füßen wegzuziehen, so beeindruckend ist das, was man da gerade zu hören bekommt. Genau so erging es mir, als ich „Knock On Wood“ von The Young Gods das erste Mal auflegte und die ersten Akkorde mein Ohr erreichten. Diese unfassbar lebhafte und mitreißende Musik, bei der die akustische Gitarre im Vordergrund steht, schafft es einen vom ersten Takt an in den Bann zu ziehen.

Die Lieder der Young Gods auf „Knock On Wood“ sind dabei eigentlich alles andere als abwechslungs- oder variantenreich. Ganz im Gegenteil, die Musik könnte von Hörerinnen und Hörern sogar mit „eintönig“ umschrieben werden, was sie auf eine gewisse Art und Weise auch ganz bestimmt ist. Doch trotzdem ist ganz gewiss der falsche Ausdruck, ein nicht zutreffender Begriff. Sehr viel eher ist die Musik der Yong Gods auf „Knock On Wood“ meditativ und fast schon mit hypnotisch zu umschreiben. Wenn immer und immer wieder ein Akkord wiederholt wird, dabei das gesamte Lied nur wenig variiert, dann öffnen sich beim lauten Hören ganz automatisch neue Türen – jedoch ganz ohne bewusstseinserweiternde Zusatzmedikation. Das Ganze klingt so dermaßen begeisternd, was The Young Gods hier vortragen, dass es einen nach jedem Mal des Hörens sehr beeindruckt zurücklässt. Diese Musik ist so dermaßen angefüllt mit Energie, wirkt so kraftvoll und mitreißend, dass man sich diese als auralen Smoothie morgens geben sollte, um den Tag optimal zu starten.

Besonders gelungen dabei sind der Einstieg in das Album mit den Titeln „Our House“, „I'm The Drug“ und „Everythere“ sowie das episch lange „Ghost Rider“, bei dem man diesen meditativen Ansatz der Musik am stärksten fühlt. Dieses Lied ist eine Cover-Version des gleichnamigen Liedes des New Yorker No-Wave-Duos Suicide, welches auf exzellente Art und Weise interpretiert wird. Es ist das Minimalistische in der Musik der Young Gods, was diese, ihre Musik so maximal wirken lässt. Viele ähnliche Beispiele gibt es hierfür in der modernen Pop-Musik sicherlich nicht.

Schließlich bekommt man mit dem Album noch eine DVD mitgeliefert. Diese unterteilt sich in zwei Einheiten. Zum einen sieht man hier ein akustisches Konzert der Band, welches sie am 18. Dezember 2006 in Zürich gab. Die Musik wirkt hier genau so wie auf der Platte selbst. Als weitere Zugabe bekommt man drei Titel in sogenannten „Take Away Shows“ präsentiert. Diese wurden am 17. April 2007 in Paris aufgenommen und bedeuten nichts anders, als dass die Musiker durch die Straßen oder Museen von Paris laufen und dabei ihre Musik spielen. Sieht man so auch nicht alle Tage, vom musikalischen Gesichtspunkt allerdings gewagt allerdings mal was ganz anderes.

Fazit: Auf „Knock On Wood“ von The Young Gods hört man hauptsächlich akustische Gitarrenmusik, die absolut mitreißend wirkt, in ihrem Minimalismus. Redundant werden hier Akkorde bis zum Exzess immer und immer wieder wiederholt. Dabei klingt alles zwar fordernd, jedoch auch wunderbar eingängig. Ich selbst hätte keinen Vergleich parat, wo man Musik dieser Art mit der gleichen Intensität hören könnte. Beeindruckend ist das allemal. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Our House, I'm The Drug, Everythere, Ghost Rider



Donnerstag, 23. Juni 2016

Jefferson Airplane – Collections




Jefferson Airplane – Collections


Besetzung:

Marty Balin – vocals, rhythm guitar, percussion
Signe Toly Anderson – vocals, percussion
Jorma Kaukonen – lead guitar, sitar, vocals
Paul Kantner – rhythm guitar, vocals
Jack Casady – bass, fuzz bass, rhythm guitar
Skip Spence – drums
Spencer Dryden – drums, percussion, piano, organ, steel balls, vocals
Grace Slick – vocals, piano, organ, recorder


Gastmusiker:

Jerry Garcia – guitar
Gary Blackman – vocals
Bill Thompson – vocals


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2003 (Musik aus den Jahren 1965 bis 1969


Stil: Folk Rock, Pop


Trackliste:

1. It's No Secret (2:40)
2. Come Up the Years (2:34)
3. My Best Friend (3:04)
4. Somebody To Love (3:00)
5. Comin' Back To Me (5:23)
6. Embryonic Journey (1:55)
7. White Rabbit (2:34)
8. The Ballad Of You & Me & Pooneil (4:34)
9. Watch Her Ride (3:13)
10. Crown Of Creation (2:54)
11. Greasy Heart (3:27)
12. Volunteers (2:04)

Gesamtspieldauer: 37:28




„Collections“ heißt eines der unzähligen Kompilationsalben der US-amerikanischen Band Jefferson Airplane, die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts für eine Ausprägung des Folk Rock stand. Auch wurden dieser Band auch immer Ausflüge in das Genre des Psychedelic Rock nachgesagt. Davon ist zumindest hier, auf dieser Zusammenstellung einiger Lieder von Jefferson Airplane, nichts zu hören. Lediglich die Nummer „White Rabbit“ geht ein klein wenig in diese Richtung, allerdings auch lediglich marginal.

Ansonsten klingen die einzelnen Titel sehr stark nach 60ies Pop, haben nicht nur ein klein wenig Patina angesetzt, sondern sind bereits unter einer sehr dicken Schicht begraben. Solch Lieder wie „My Best Friend“ oder das wohl berühmteste und bekannteste Lied von Jefferson Airplane „Somebody To Love“ sind von daher am besten mit der Überschrift „Oldies“ zu umschreiben und hören sich inzwischen alles andere als interessant an.

Packen kann einen die Musik von Jefferson Airplay leider nicht mehr. Dieses Album „Collections“ ist ein „Best Of…“-Album. Von daher scheidet die Möglichkeit des Kaufs der regulären Alben dieser Band definitiv aus. Die Nummern wissen einfach nicht mehr zu überzeugen, jedoch ist die Musik weder nervig noch richtig schlecht, nur leider inzwischen eben ein wenig langweilig und überholt. Ganz nett sind dabei noch das kurze Instrumentalstück „Embryonic Journey“ und das bereits erwähnte „White Rabbit“, ein weiterer ehemaliger Hit der Band. Ebenfalls gelungen ist das etwas rockigere „Greasy Heart“, welches durchaus ins Ohr geht. Nun und der Rest? Irgendwie naja…

Fazit: Die Zusammenstellung „Collections“ von Jefferson Airplay vermittelt gut den Sound der Pop-Musik der 60er Jahre. Besonders interessant klingt dabei heute nichts mehr, die Musik hört sich genau so alt an, wie sie es letztlich auch ist. Für Oldie-Freunde sicherlich geeignet oder aber für Menschen, die den Sound der 60er so richtig aufnehmen wollen. Ansonsten ist das alles überholt. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Embryonic Journey, White Rabbit, Greasy Heart