Samstag, 6. August 2016

Billy Idol – The Very Best Of Billy Idol




Billy Idol – The Very Best Of Billy Idol


Besetzung (ohne weitere Instrumenten- oder Musikerangabe):

Billy Idol – vocals


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Post Punk, New Wave


Trackliste:

1. Dancing With Myself (4:51)
2. Hot In The City (3:33)
3. White Wedding (4:13)
4. Rebel Yell (4:47)
5. Eyes Without A Face (4:58)
6. Flesh For Fantasy (4:38)
7. Catch My Fall (3:42)
8. To Be A Lover (3:53)
9. Don't Need A Gun (5:24)
10. Sweet Sixteen (4:15)
11. Mony Mony (5:00)
12. Cradle Of Love (4:39)
13. L.A. Woman (4:04)
14. Shock To The System (3:37)
15. Speed (4:17)
16. World Comin' Down (3:34)
17. John Wayne (4:15)
18. New Future Weapon (3:56)

Gesamtspieldauer: 1:17:46




Im Jahr 2008 erschien das bereits fünfte „Best Of…“-Album des Billy Idol, welches sich allerdings längst nicht mehr so erfolgreich verkaufte, wie noch die vier Vorgänger. Dies liegt wohl daran, dass irgendwann der Markt an Kompilationsalben gedeckt ist und man diese Karte nicht bis in alle Ewigkeit von Neuem ausreizen kann. Auch brachte es anscheinend keinen zusätzlichen Schub für Billy Idol, dass man auf „The Very Best Of Billy Idol“ – marketingstrategisch clever – sogar zwei neue Titel mit auf das Album presste, die dann natürlich mit einem „Best Of…“ Album jedoch gar nichts mehr zu tun haben.

„John Wayne“ und „New Future Weapon“ heißen diese beiden neuen Nummern, die an das Ende der Platte gepackt wurden. Eigentlich ein plumper Trick des Managements des Billy Idol, in diesem Fall allerdings sogar noch etwas ärgerlicher, dass diese beiden Lieder nicht auf einem „regulären“ Studioalbum auftauchen, denn beide sind wirklich gelungen und klingen richtiggehend mitreißend. Für den Fan natürlich ärgerlich, der bereits alle Alben des Billy Idol besitzt und dann noch mal ein „Best Of…“-Album kaufen soll, was sechzehn Titel enthält, die sie oder er sowieso schon besitzt. Wären die beiden Nummer nur Ausschussware, könnte man gerne darauf verzichten. Jetzt sind sie allerdings gut… sehr ärgerlich.

Nun, über die restliche Musik muss man nicht allzu viele Worte verlieren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um gut bis sehr gut gemachten Rock der 80er Jahre. Die Hits des Billy Idol sind alle vertreten und ob dabei auch das ein oder andere Lieblingslied dabei ist, liegt natürlich ganz am Geschmack der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Die erste EP des Billy Idol aus dem Jahr 1981 ist mit dem Cover-Titel „Mony Mony“ vertreten. Schließlich befinden sich auf dem Album, ansonsten in chronologischer Reihenfolge, drei Nummern des ersten Albums „Billy Idol“, vier Stücke von „Rebel Yell“. „Whiplash Smile“ ist dreimal vertreten, „Charmed Life“ noch zweimal und schließlich das Alben „Cyberpunk“, sowie der Soundtrack zum Film „Speed“ und das sechste Album „Devil's Playground“ jeweils einmal. Dazu gesellen sich dann noch die bereits erwähnten zwei neuen Stücke. Alle Nummern bilden dabei eine Mischung aus Post Punk und New Wave, eingängig und meistens auch sehr mitreißend.

Fazit: Wie immer man auch zu Kompilationsalben steht, diese hier von Billy Idol gibt zumindest eine gute Übersicht über das Schaffen des Engländers William Michael Albert Broad, alias Billy Idol. Der Schwerpunkt der Scheibe liegt dabei auf den 80er Jahren, gleichzeitig die Dekade, in der Billy Idol seine größten Erfolge verbuchen konnte. Alle bis zum Jahr 2008 erschienen Alben sind auf „The Very Best Of Billy Idol“ mit zumindest einem Titel vertreten. Die Musik des Billy Idol, diese Mischung aus Punk, Rock, Pop und New Wave hat durchaus was. Elf Punkte.

Anspieltipps: John Wayne, New Future Weapon



Freitag, 5. August 2016

Radiohead – Kid A




Radiohead – Kid A


Besetzung:

Colin Greenwood – bass
Jonny Greenwood – guitars, keyboards
Ed O'Brien – guitars, vocals
Phil Selway – drums
Thom Yorke – vocals, guitars, keyboards


Gastmusiker:

Andy Bush – trumpet
Steve Hamilton – alto saxophone
Martin Hathaway – alto saxophone
Andy Hamilton – tenor saxophone
Mark Lockheart – tenor saxophone
Stan Harrison – baritone saxophone
Liam Kerkman – trombone
Mike Kearsey – bass trombone
Henry Binns – rhythm sampling
Orchestra Of St John's – strings


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Experimental Rock, Electronica, Art Rock


Trackliste:

1. Everything In Its Right Place (4:11)
2. Kid A (4:44)
3. The National Anthem (5:51)
4. How To Disappear Completely (5:56)
5. Treefingers (3:42)
6. Optimistic (5:16)
7. In Limbo (3:31)
8. Idioteque (5:09)
9. Morning Bell (4:35)
10. Motion Picture Soundtrack (6:59)

Gesamtspieldauer: 49:58




„Kid A“, das vierte Studioalbum von Radiohead, gilt allgemeinhin als das Meisterwerk der englischen Band. Im Oktober des Jahres 2000 wurde das Album bei EMI veröffentlicht und viele Kritiker schrieben, dass mit dieser Scheibe die Musik neu erfunden worden wäre beziehungsweise, dass „Kid A“ die Geburtsstunde der „neuen“ Musik darstellen würde, was immer damit auch gemeint sein könnte.

Und wie es manchmal eben so ist, da wird eine Platte in den Himmel gelobt, trotzdem ist diese allerdings sicherlich nichts für den „Massenmarkt“ – obwohl das Album in fast jedem Land Platinstatus erreichte aufgrund seiner Verkaufszahlen. Trotzdem kein Widerspruch, denn auf „Kid A“ hört man Gefühle, nein man spürt sie sogar. Hier gibt es die Verzweiflung, die Wut, die Liebe, die Zufriedenheit, die Trauer. Man ergründet den Wahnsinn, die Orientierungslosigkeit, die Spannung, die Schönheit, den Sanftmut. Dies alles auf einem Album, welches sich der Hörerin oder dem Hörer mit Sicherheit nicht beim ersten Mal des Anhörens erschließen wird. „Kid A“ ist eines jener Alben, die im Ohr, im musikalischen Zentrum des Seins heranreifen muss. Und plötzlich passiert es dann, dass man merkt und sich wundert, warum einem dieses oder jenes Lied nicht vorher schon aufgefallen war.

Der Ehrlichkeitshalber muss man sagen, dass nicht allzu viel auf „Kid A“ eingängig ist oder klingt. Vielleicht später mal, jedoch sicherlich nicht zu Beginn, beim ersten Reinhören – und schließlich dann doch auch nicht nach dem hundertsten Male des Hörens. Melodiösität in der Musik scheint irgendwie maßlos überschätzt zu werden, möchte man fast meinen, wenn dieses Album langsam ausgeklungen ist. Denn hier wirken auch die weniger melodiösen Stücke, die schließlich ebenfalls zu guten Freunden werden können. Am ehesten bekommt man dieses Gefühl der Eingängigkeit noch bei „How To Disappear Completely“ und „Morning Bell“ geboten. Ansonsten klingt hier viel „abgefahren“ oder experimentell. Doch auch diese restlichen Lieder setzen sich irgendwann fest, das eine mehr, das andere weniger. Wie immer eben, reine Geschmackssache.

Fazit: Mit „Kid A“ haben Radiohead definitiv etwas Neues geschaffen. So hatte man Musik bisher noch nicht gehört. Klar ist das nichts für jedermann, wenn auch die Verkaufszahlen etwas anderes suggerieren. In meinem Bekanntenkreis schauen mich 95% der Leute seltsam an, legen den Kopf leicht schräg und fangen an zu denken, wenn „Kid A“ läuft und ich ihnen davon erzähle. Nein, ich möchte auch gar nicht wissen, was sie da denken, aber sie denken und fragen niemals wieder nach, ob ich das nochmals auflegen könnte. Nicht weiter schlimm, so ist das nun mal mit Musik. Ich kann „Kid A“ nur jedem empfehlen und sage gleich dabei, mit einmal Reinhören ist es da leider nicht getan. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The National Anthem, How To Disappear Completely



Donnerstag, 4. August 2016

Barclay James Harvest – The Best Of Barclay James Harvest




Barclay James Harvest – The Best Of Barclay James Harvest


Besetzung:

John Lees – guitar, vocals
Stuart “Woolly” Wolstenholme – keyboards, vocals
Les Holroyd – bass, vocals
Mel Pritchard – drums, percussion


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Ursula (The Swansea Song) (2:49)
2. Brother Thrush (3:04)
3. Poor Wages (2:27)
4. Child Of Man (3:15)
5. The Joker (3:25)
6. Rock And Roll Woman (3:10)
7. Good Love Child (4:58)
8. Mocking Bird (6:35)
9. Galadriel (3:12)
10. Medicine Man (3:45)
11. The Iron Maiden (2:35)
12. Moonwater (6:53)

Gesamtspieldauer: 46:08




„The Best Of Barclay James Harvest“ erschien im Jahr 1977 und ist im Grunde genommen kein reines „Best Of…“-Album. Wie bereits bei dem 1972 erschienenen Kompilationsalbum „Early Morning Onwards“, so handelt es sich auch bei „The Best Of Barclay James Harvest“ um eine Scheibe, auf der sich Klassiker der Band aus den ersten Alben, sowie bis zu diesem Zeitpunkt rares Material befindet.

Vom ersten Album, „Barclay James Harvest“, stammen die Titel „Good Love Child“ und „The Iron Maiden“. Die zweite Platte „Once Again“ ist mit „Mocking Bird“ und „Galadriel“ vertreten. Von Album Nummer 3, „Barclay James Harvest And Other Short Stories“, stammen „Ursula (The Swansea Song)“ und „Medicine Man“. Schließlich findet sich auch noch „Moonwater“ von der Platte Nummer 4, „Baby James Harvest“ auf dieser Zusammenstellung. Bleiben noch drei Titel, nämlich „Brother Thrush“, „Poor Wages“ und „Child Of Man“. Diese waren ursprünglich Singles oder Singles B-Seiten aus den 60er Jahren, noch vor der ersten Albumveröffentlichung der Band. Diese drei Nummern wurden auf LP dann erstmals auf dem bereits erwähnten „Early Morning Onwards“ veröffentlicht und stellen gleichzeitig Bonus Tracks der remasterten CD-Wiederveröffentlichungen von „Barclay James Harvest“ und „Baby James Harvest“ dar. Bleibt schließlich noch die ehemalige Single „Rock And Roll Woman“ und deren B-Seite „The Joker“ aus dem Jahr 1973, die hier zum ersten Mal auf LP gepresst wurden. Diese beiden Titel stellen inzwischen allerdings ebenfalls Bonus-Material der remasterten CD-Wiederveröffentlichung von „Baby James Harvest“ dar.

Was damals, bei Erscheinen dieses „The Best Of Barclay James Harvest“-Albums, eine Rarität war, wird heute in Form von Bonus-Material den ursprünglichen Album-Wiederveröffentlichungen beigemischt. Das wiederum bedeutet, dass diese Platte allenfalls etwas für den Fan darstellt, der Sammler ist und jede Veröffentlichung „seiner“ Band besitzen möchte. Für alle anderen ist „The Best Of Barclay James Harvest“ absolut uninteressant, wenn sie denn die ersten vier Alben in der wiederveröffentlichten Version besitzen. Die ursprünglich noch nicht oder nur auf „Early Morning Onwards“ veröffentlichten Stücke, klingen nach sanftem 60ies Pop, ganz im Stil von Barclay James Harvest in den Anfangsjahren. Als B-Ware, die zu Recht ursprünglich auf keinem regulären Album Platz fand, kann man diese Titel keineswegs ausmachen, sodass Freunde der frühen Musik der Band auch diese Stücke mögen werden.

Fazit: „The Best Of Barclay James Harvest“ ist nur etwas für Fans der Band, die ihre Sammlung mit Veröffentlichungen von Barclay James Harvest komplettieren möchte. Die Platte wurde niemals auf CD veröffentlicht und stellt somit eher ein Sammlerstück dar. Zu hören gibt es darauf unaufgeregte und sehr melodische Pop-Musik, aus den späten 60ern und frühen 70ern. Wer auf das melodiöse in der Musik steht, dem seinen von daher die ersten vier, remasterten Alben von Barclay James Harvest empfohlen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Ursula und Brother Thrush und…



Mittwoch, 3. August 2016

Pink Turns Blue – The AERDT – Untold Stories




Pink Turns Blue – The AERDT – Untold Stories


Besetzung:

Mic Jogwer – vocals, guitars, piano
Ruebi Walter – bass, keys
Paul Richter – drums


Label: Orden Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Rock, Post Punk. Dark Wave


Trackliste:

1. Something Deep Inside (4:02)
2. Dirt (3:59)
3. Give Me Your Beauty (4:19)
4. The Clown (3:32)
5. Here's To You My Love (3:28)
6. Tomorrow Never Comes (5:28)
7. NYC Breakdown (3:37)
8. Roads (3:33)
9. I Believed (4:19)
10. Devil (3:50)

Gesamtspieldauer: 40:12




Die Kölner Band Pink Turns Blue gibt es jetzt bereits seit 1985, nur zwischen den Jahren 1995 bis 2003 gab es mal eine Auszeit für die Band. In der Zeit ihres Bestehens veröffentlichten Pink Turns Blue insgesamt zehn Studioalben, wobei „The AERDT – Untold Stories“ die bisher letzte Veröffentlichung dieser Reihe darstellt und sich wohl auf die 1991 erschienene Platte „Aerdt“ bezieht. Das Album kam im April 2016 auf dem Label Orden Records auf den Markt.

Das, was es auf „The AERDT – Untold Stories“ zu hören ist, weiß durchaus zu überzeugen. Alle Titel stammen aus der Feder von Gitarrist und Sänger Michael „Mic“ Jogwer und bewegen sich im Dunstkreis von Rock, Post Punk und Dark Wave. Produziert wurde die Scheibe von der Band selbst und dies durchaus geglückt. Auf „The AERDT – Untold Stories“ hört man eine ganze Menge eingängigen bis melodiösen Rock, dessen Stimmung allerdings immer auf der eher gefühlsschweren Seite der musikalischen Atmosphärenskala liegt. Die einzelnen Lieder klingen düster bis traurig, niemals fröhlich und hell. Jedoch gehen die Titel ins Ohr – und zwar allesamt.

Besonders zu erwähnen sind hier das etwas wavige „Dirt“. Schließlich das tolle, fast meditativ angehauchte „Tomorrow Never Comes“, welches auch die Gratwanderung zwischen Pop und Rock allerbestens verkraftet. Tolle Nummer, die sich ganz schnell ins Musikgedächtnis des Gehirns eingräbt. Und schließlich ist da noch der Höhepunkt der Platte, „I Believed“. Mit einem langsamen Pianolauf beginnend, setzt sogleich Mic Jogwer mit seiner immer sehr nuschelnden Stimme ein. Das klingt alles andere als heiter, aber warm. Schließlich steigert sich die Nummer, wird deutlich rockiger, verliert allerdings nichts an ihrer Magie, die manche Lieder zu besonderen Liedern werden lässt.

Fazit: Durchaus gelungen diese Mischung aus Rock und Dark Wave, die die drei Musiker von Pink Turns Blue auf ihrem zehnten Studioalbum „The AERDT – Untold Stories“ darbieten. Die Stimmung ist grau und dunkel, doch die Lieder gehen ins Ohr. Musik die spannend ist und häufig nach November-Wetter klingt, jedoch kann Melancholie auch wahrlich süß sein. Unter den zehn Liedern findet sich auch nichts, was nicht hörbar wäre. Von daher eine gute Wahl für all diejenigen, denen die Dauerschleifen der Radiosender auf den Senkel gehen und die auch mal gut gemachte Musik aus Deutschland hören möchten. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Dirt, Tomorrow Never Come, I Believed



Dienstag, 2. August 2016

D.A.D. – DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK




D.A.D. – DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK


Besetzung:

Jesper Binzer – vocals, guitar
Stig Pedersen – bass, vocals
Jacob Binzer – guitar, background vocals
Laust Sonne – drums, background vocals


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Cargo Records


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. A New Age Moving In (4:19)
2. I Want What She's Got (4:05)
3. The End (3:48)
4. Fast On Wheels (4:07)
5. The Place Of The Heart (3:41)
6. The Last Time In Neverland (3:53)
7. Breaking Them Heart By Heart (4:26)
8. We All Fall Down (4:59)
9. The Wild Thing In The Woods (4:51)
10. Can't Explain What It Means (3:17)
11. Drag Me To The Curb (3:39)
12. Your Lips Are Sealed (5:33)

Gesamtspieldauer: 50:44




„DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK“ heißt das elfte Studioalbum der dänischen Rockband D.A.D. (oder D-A-D oder D•A•D oder D:A:D), welches im November 2011 auf dem Label Cargo Records veröffentlicht wurde. D.A.D. bedeutet eigentlich „Disneyland After Dark“, doch diesen Namen dürfen die Dänen aus rechtlichen und nicht weiter überraschenden Gründen nicht verwenden. Liegt es daran oder doch daran, dass die Band sich je nach Schaffensphase immer wieder anders schreibt, dass die Dänen nicht gerade einen übermäßigen Bekanntheitsgrad außerhalb Dänemarks erreicht haben? D.A.D. gibt es immerhin schon seit Mitte der 80er Jahre. Ich weiß es nicht, fest steht allerdings, dass die Musik sich sehr lohnt für alle, die auf gut gemachten Hard Rock stehen.

Zu hören gibt es auf „DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK“ harten und eingängigen Rock, der ziemlich konsequent durchgezogen wird. Lediglich die letzte Nummer des Albums, „Your Lips Are Sealed“, weist da deutlich sanftere und nachdenklichere Töne auf. Ansonsten steht auf der Scheibe Hard Rock auf dem Programm. Und dieser klingt niemals platt oder langweilig. Ganz im Gegenteil sogar, die einzelnen Lieder sind in sich selbst abwechslungsreich arrangiert und gehen durchaus auch ins Ohr. Schon der Opener „A New Age Moving In“ zündet sofort und zeigt gleich an, wohin die Reise auf „DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK“ geht.

Unter den zwölf Titeln des Albums befindet sich kein Ausreißer nach unten. Alles klingt und geht ins Ohr. Besonders gelungen, neben dem Eröffnungslied, sind dabei die Nummern „Breaking Them Heart By Heart“, „We All Fall Down“ sowie „The Wild Thing In The Woods“. Alles Stücke, die sich sofort festzusetzen verstehen. Dazu gesellt sich auch immer der unverwechselbare Gesang des Jesper Binzer und fertig ist der eingängige Rock-Titel, der Spaß macht und mit einem hohen Wiedererkennungswert ausgestattet ist.

Fazit: Überraschend und schade, dass D.A.D. nicht einem breiteren Publikum bekannt sind, denn die dänische Band lohnt sich auf jeden Fall für alle Musikliebhaber, die auf gut gemachten Rock stehen. Die einzelnen Lieder sind abwechslungsreich, oftmals hart, jedoch vergessen die vier Musiker dabei nicht die Melodie, die nachzuhallen versteht. Ein gutes Rock-Album ist „DIC·NII·LAN·DAFT·ERD·ARK“ geworden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: A New Age Moving In, Breaking Them Heart By Heart, We All Fall Down, The Wild Thing In The Woods



Montag, 1. August 2016

Dream Theater – The Astonishing




Dream Theater – The Astonishing


Besetzung:

James LaBrie – lead vocals
John Petrucci – guitar, production, story and concept
Jordan Rudess – keyboards
John Myung – bass
Mike Mangini – drums, percussion


Gastmusiker:

Eric Rigler – bagpipes on "The X Aspect"
City of Prague Philharmonic Orchestra


Label: Roadrunner Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Progressive Metal


Trackliste:

CD1:

1. Descent Of The Nomacs (1:10)
2. Dystopian Overture (4:50)
3. The Gift Of Music (4:00)
4. The Answer (1:52)
5. A Better Life (4:39)
6. Lord Nafaryus (3:28)
7. A Savior In The Square (4:13)
8. When Your Time Has Come (4:19)
9. Act Of Faythe (5:00)
10. Three Days (3:44)
11. The Hovering Sojourn (0:27)
12. Brother, Can You Hear Me? (5:11)
13. A Life Left Behind (5:49)
14. Ravenskill (6:01)
15. Chosen (4:32)
16. A Tempting Offer (4:19)
17. Digital Discord (0:47)
18. The X Aspect (4:13)
19. A New Beginning (7:40)
20. The Road to Revolution (3:35)


CD2:

1. 2285 Entr'acte (2:20)
2. Moment Of Betrayal (6:11)
3. Heaven's Cove (4:19)
4. Begin Again (3:54)
5. The Path That Divides (5:09)
6. Machine Chatter (1:03)
7. The Walking Shadow (2:58)
8. My Last Farewell (3:44)
9. Losing Faythe (4:13)
10. Whispers On The Wind (1:37)
11. Hymn Of A Thousand Voices (3:38)
12. Our New World (4:12)
13. Power Down (1:25)
14. Astonishing (5:51)

Gesamtspieldauer: CD1 (1:19:59) und CD2 (50:39): 2:10:38




Es ist schon fast unfassbar, was manche Musiker und Bands so alles veröffentlichen. Staunend hält man das dreizehnte Studioalbum der US-amerikanischen Progressive Metal Band Dream Theater in Händen. Ein Doppelalbum ist es geworden, welches im Januar 2016 auf dem Label Roadrunner Records veröffentlicht wurde. Über zwei Stunden Musik gibt es auf „The Astonishing“ zu hören. Und diese Musik hat es in sich, denn sie ist bombastisch, ausufernd, hymnisch, fordernd und melodiös und noch vieles mehr.

Die 34 Lieder auf „The Astonishing“ gehen fast alle ins Ohr, sieht man mal von den kurzen, um die eine Minute dauernden Einschüben ab, die mehr kleine Klangkollagen darstellen und eher als Auflockerungen und wohl Erholungspausen zu sehen sind, denn als Lieder, die hängenbleiben sollen. Nun, es gibt viele Chöre auf „The Astonishing“, viel Orchestermusik und eben auch jede Menge Progressive Metal. All diese Zutaten werden so vermischt, dass sich das Endergebnis ein klein wenig nach dieser sogenannten „Rock-Oper“ anhört und man nur noch einen Hauch weit davon entfernt ist, wie ein Musical zu klingen. Aber diese Schwelle überschreiten Dream Theater hier glücklicherweise dann doch nicht vollends. Trotzdem würde man sich an manchen Stellen wünschen, dass hier dann doch der Rock mehr im Vordergrund stehen würde und auf Weichmacher in Form von vielen Streichern zumindest ab und zu verzichtet worden wäre.

Man legt die CD1 ein, hört sie durch, danach verfährt man ebenso mit CD2. Das Problem dabei ist allerdings die Länge dieses Werks, welches ja inhaltlich eine zusammenhängende Geschichte darstellt. Nur weiß man an deren Ende musikalisch gesehen nicht mehr, was am Anfang stand. Und dabei ist die Musik oft sogar sehr hörenswert auf „The Astonishing“, wird allerdings durch „zu viel des Guten“ einfach ein wenig verwässert – und das ist sehr schade. Die Story des Albums dabei zu verfolgen, bei der es in einer weit entfernten Welt um das Böse gegen das Gute geht, wobei das Böse auch die Musik verbieten will, hilft da auch nur bedingt weiter. Wobei man sich ab einem bestimmten Alter sicherlich mental auch deutlich außerhalb sehr einfach gestrickter Fantasy-Geschichten bewegt. Trotzdem lässt sich das alles prima anhören, immer für den Moment. Jedoch bleibt man zum Schluss als Hörer etwas ratlos zurück und überlegt sich, was man denn nun mit diesem Album anfangen soll, wie man das Ganze einzuordnen hat.

Fazit: Die Musik auf „The Astonishing“ klingt und geht ins Ohr, keine Frage. Das Album hört sich auch wie ein Dream Theater Album an, auch – und hier kommt eine große Einschränkung – wenn es die fünf Musiker dieses Mal vielleicht ein wenig zu gut gemeint haben, mit all dem Bombast, der da auf die Hörerin und den Hörer einstürmt. Schließlich ist die Scheibe auch noch unfassbar lang, was zum einen zwar die Kreativität von Dream Theater unterstreicht, allerdings auch sehr viel Durchhaltevermögen von den Konsumenten abverlangt. So ist „The Astonishing“ ein Album geworden, welches mit einzelnen Titeln durchaus überzeugt, einen insgesamt allerdings etwas erschlägt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Lord Nafaryus, A Life Left Behind, The X Aspect, Heaven's Cove



Sonntag, 31. Juli 2016

The Cult – Hidden City




The Cult – Hidden City


Besetzung:

Ian Astbury – vocals, tambourine, etc. & additional guitars
Billy Duffy – guitars
John Tempesta – drums


Gastmusiker:

Chris Chaney – bass
Bob Rock – bass on "Dance The Night", "Birds Of Paradise" and "Deeply Ordered Chaos", and additional guitars
Jamie Muhoberac – piano and keyboards
Dan Chase – additional drums on "Sound And Fury"


Label: Cooking Vinyl


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Dark Energy (4:28)
2. No Love Lost (3:13)
3. Dance The Night (4:15)
4. In Blood (4:48)
5. Birds Of Paradise (6:26)
6. Hinterland (5:06)
7. G O A T (3:18)
8. Deeply Ordered Chaos (4:32)
9. Avalanche Of Light (4:31)
10. Lilies (4:16)
11. Heathens (3:39)
12. Sound And Fury (3:54)

Gesamtspieldauer: 52:33




„Hidden City“ heißt das inzwischen bereits zehnte Studioalbum der im Jahr 1983 gegründeten britischen Rock Band The Cult. Nun, The Cult sind sicherlich nicht mehr The Cult wie zu Beginn ihrer Karriere – wie sollten sie das aber auch sein, 33 Jahre später. Zwei Mal hatte sich die Band aufgelöst, doch die beiden Gründungsmitglieder Ian Astbury und Billy Duffy fanden schließlich doch immer wieder zusammen. Was sich neben dieser Konstante jedoch veränderte im Laufe der Jahre, das ist die Art der Musik von The Cult, denn diese ist „gemäßigter“ geworden, nicht mehr ganz so hart, wie sie auch mal geklungen hat.

Das soll allerdings keineswegs negativ gemeint sein, eine Band verändert sich eben. Die Lieder auf „Hidden City“ klingen eher düster als fröhlich, wirken dabei jedoch sehr intensiv. Das liegt nicht nur an der Musik alleine, auch die Texte tragen dazu bei, dass die Atmosphäre des Albums eher eine dunkle ist. Dabei wirken die einzelnen Nummern allerdings, gehen ins Ohr und erschließen sich einem – wenn nicht beim ersten Mal des Hörens – spätestens beim zweiten oder dritten Durchlauf. Und auch wenn die Musik nicht mehr ganz, beziehungsweise überall die Härte früherer Scheiben aufweist, so hat „Hidden City“ ganz gewiss absolut nichts mit Pop zu tun, man bekommt hier gut gemachten Alternative Rock geboten.

Ein „richtiger“, kompromissloser Rocker ist mit G O A T auch auf der Scheibe vertreten. Und auch der Opener „Dark Energy“ rockt wie in früheren Zeiten der Band. Dies ist allerdings noch nicht mal die Höhepunkte auf „Hidden City“, zumindest nicht in meinen Ohren. Das sind für mich das etwas getragen wirkende und gleichzeitig sehr eingängige „In Blood“, auf dem Ian Astbury so „schön“ verzweifelt singt. Ebenfalls sehr überzeugend klingt das nun wieder deutlich rockigere „Hinterland“. Die Nummer groovt, sodass man gar nicht umhinkommt, nicht mit den Füßen mitzuwippen. Auch sehr überzeugend: „Lilies“, welches so wunderschön im Ohr nachhallt. Es gibt auf „Hidden City“ kein Lied, welches nicht auf irgendeine Art und Weise wirkt, nicht wert wäre, gehört zu werden, wenn man denn auf Alternative Rock steht. Abgeschlossen wird die Scheibe schließlich mit der jetzt gar nicht mehr rockigen Nummer „Sound And Fury“. Ein sehr nachdenkliches, vom Piano getragenes Lied am Ende einer irgendwie nachdenklichen Platte. Passt von daher.

Fazit: Auch wenn The Cult nicht mehr unablässig und durchgängig rocken, so ist ihr zehntes Album „Hidden City“ trotzdem ein überzeugendes geworden. Die Musik darauf wirkt und geht ins Ohr. Sicherlich wird hier der Alternative Rock nicht neu erfunden und ein absolutes „Überlied“ findet sich auch nicht auf der Scheibe, dennoch macht es Spaß hier zuzuhören. Man legt die CD ein, drückt auf Start und kann die Fernbedienung getrost beiseitelegen, denn von dem, was man nun zu hören bekommt, muss nichts übersprungen werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: In Blood, Lilies, Sound And Fury



Samstag, 30. Juli 2016

The Sisters Of Mercy – Vision Thing




The Sisters Of Mercy – Vision Thing


Besetzung:

Andrew Eldritch – vocals, guitar, keyboards
Tim Bricheno – guitar
Andreas Bruhn – guitar
Tony James – bass guitar
Doktor Avalanche – drums


Gastmusiker:

John Perry – guitar, slide guitar on "Detonation Boulevard"
Maggie Reilly – backing vocals on "Vision Thing", "More", "Detonation Boulevard", "Something Fast" und "Doctor Jeep"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock, Hard Rock, Gothic Rock


Trackliste:

1. Vision Thing (4:36)
2. Ribbons (5:25)
3. Detonation Boulevard (3:52)
4. Something Fast (4:37)
5. When You Don't See Me (4:54)
6. Doctor Jeep (4:41)
7. More (8:23)
8. I Was Wrong (6:03)

Gesamtspieldauer: 42:35




„Vision Thing“ nannten die Sisters Of Mercy ihr drittes und gleichzeitig auch letztes reguläres Studioalbum. Die Scheibe wurde ursprünglich auf Merciful Records, einem von Sänger und Ideengeber der Band, Andrew Eldritch, gegründeten Platten-Label im November 1990 veröffentlicht. Nach dieser Scheibe wurden nur noch Raritäten oder Best Of-Platten veröffentlicht. Sehr schade eigentlich, denn auch „Vision Thing“ hat auch einiges für die Hörerinnen und Hörer zu bieten.

Die Fans waren sicherlich jedoch nicht schlecht überrascht, als sie diese Platte zum ersten Mal zu hören bekamen. Der Gothic Rock-Anteil in der Musik der Sisters Of Mercy war ganz klar in den Hintergrund gerückt worden. Jetzt gab es bei den Sisters Of Mercy eher Rock zu hören, der durchaus auch ziemlich geradlinig sein kann, in die Bereiche des Hard Rocks eindringt und mit Gothic Rock oftmals nur noch wenig gemein hat. Auch die Instrumentierung hatte sich deutlich verändert. Nun stand nicht mehr der Synthesizer im Vordergrund, sondern die Gitarre. Zumeist die elektrische Ausgabe des Instruments, jedoch gibt es auf „Vision Thing“ auch Stücke mit akustischer Gitarre zu hören.

Auch wenn der Gothic Rock auf „Vision Thing“ etwas in den Hintergrund gerutscht ist, über der Platte schwebt trotzdem noch ein etwas düsterer bis dunkler Horizont. Und nicht zuletzt auch durch den Gesang des Andrew Eldritch bleibt die Atmosphäre der Musik der Sisters Of Mercy dann doch noch irgendwo, zumindest in den Außenbereichen des Gothic Rocks verwurzelt. Jedoch auch mit einem deutlich rockigeren Ansatz kann die Musik der Sisters Of Mercy gut überzeugen. Andrew Eldritch ist zwar erneut an allen Kompositionen beteiligt, bekam allerdings dieses Mal auch Unterstützung vom neuen Gitarristen Andreas Bruhn sowie vom Co-Produzenten Jim Steinman. Nachdem die letzte Platte praktisch ein Solo-Werk war und sehr überzeugte, so schafft es „Vision Thing“ ebenfalls als „Gemeinschaftsprojekt“ gut zu punkten.

Ein Höhepunkt auf der Scheibe, die über keine nennenswerten Ausfälle verfügt, sind das etwas getragene und mit akustischer Gitarre eingespielte „Something Fast“, welches über eine sehr eingängige Melodie verfügt, die sich sofort festsetzt. Dazu gesellen sich einige „Nebengeräusche“, die die Nummer sogar ein wenig in die psychedelische Ecke schieben. Klasse hier auch der mehrstimmige Gesang, bei dem Maggie Reilly zu hören ist, die die meisten wohl von ihrer Zusammenarbeit mit Mike Oldfield her kennen. Schließlich gibt es da dann auch noch den Titel „More“, das längste Lied der Platte. Zwar ist dies kein zweites „This Corrosion“ des Vorgängers „Floodland“, jedoch weiß auch diese Nummer durch ihre Eingängigkeit und den deutlichen Rock-Anteil zu überzeugen.

Fazit: „The Sisters Of Mercy spielen Rock“. So müsste die Überschrift über das Album lauten. Diese Rock Musik ist durchaus härter, bleibt dabei immer eingängig und auch noch etwas mit den Wurzeln der Band, dem Gothic Rock, verbandelt. Fröhlich klingt hier vielleicht die letzte Nummer „I Was Wrong“ – zumindest ein wenig, ansonsten herrscht düstere Stimmung auf „Vision Thing“. Aber diese ist schön düster. Elf Punkte.

Anspieltipps: Something Fast, More, I Was Wrong



Freitag, 29. Juli 2016

Live – The Distance To Here




Live – The Distance To Here


Besetzung:

Pat Dalheimer – bass guitar
Chad Gracey – drums
Ed Kowalczyk – lead vocals, acoustic guitar
Chad Taylor – lead guitar, backing vocals


Gastmusiker:

Jerry Harrison – keyboards
Adam Kowalczyk – additional guitar
Michael "Railo" Railton – keyboards
Christopher Thorn – additional guitar, slide guitar on "Face And Ghost" and "Dance with You"


Label: Radioactive Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. The Dolphin's Cry (4:24)
2. The Distance (3:51)
3. Sparkle (4:33)
4. Run To The Water (4:28)
5. Sun (3:33)
6. Voodoo Lady (4:19)
7. Where Fishes Go (4:22)
8. Face And Ghost (The Children's Song) (4:30)
9. Feel The Quiet River Rage (4:36)
10. Meltdown (3:55)
11. They Stood Up For Love (4:35)
12. We Walk In The Dream (4:22)
13. Dance With You (4:37)

Gesamtspieldauer: 56:10




„The Distance To Here“ heißt das vierte Album der US-amerikanischen Alternative Rock Band Live und wurde im Oktober 1999 auf dem Label Radioactive veröffentlicht. Die Scheibe sollte nach den beiden Vorgängeralben „Throwing Copper“ und „Secret Samadhi“ die dritterfolgreichste von Live werden und wurde als bisher letzte Veröffentlichung der Band in den USA mit Platin ausgezeichnet.

Zu hören gibt es auf „The Distance To Here“ einmal mehr gut gemachten Alternative Rock, der ganz im typischen Live-Sound daherkommt. Der Höhepunkt der Platte befindet sich dabei gleich am Anfang. „The Dolphin's Cry“ ist eine unglaublich kraftvolle Nummer, eher im härteren Rock angesiedelt und dabei mit einer Melodie ausgestattet, die unweigerlich hängen bleiben muss, aufgrund ihrer Eingängigkeit. Sehr überzeugend hier auch wieder der Gesang des Ed Kowalczyk, der es so wunderbar versteht, verschiedenen Stimmungen mit seiner Stimme Ausdruck zu verleihen. Ebenfalls sehr gelungen sind der rockige Titel „Run To The Water“ sowie das eher im Mid-Tempo angesiedelte „Meltdown“. Beides ebenfalls Lieder, die ins Ohr gehen.

„The Distance To Here“ ist insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Platte geworden, die stilistische Spannbreite reicht darauf von der sanften Nummer bis hin zum ordentlichen Rocker. Auch kommt bei dieser Scheibe zum Tragen, dass man sie unbedingt öfters hören sollte, da viele der darauf enthaltenen Stücke mit jedem weiteren Male des Anhörens noch deutlich im Ohr zu wachsen verstehen. Trotzdem ist „The Distance To Here“ kein zweites „Throwing Copper“ geworden. Dazu fehlen dem Album gar nicht mal die Ecken und Kanten, dazu fehlen der Platte die absolut überzeugenden Einfälle und damit auch entsprechende Stücke. Dazu sind viele Titel auf dem Album einfach einen Tick zu gewöhnlich. Allerdings ist die Musik auf der Platte keinesfalls schlecht und mit Sicherheit überdurchschnittlich, nur bei Live kommt es zweifelsohne immer zum Vergleich mit dem Album „Throwing Copper“ – und dieser Vergleich ist schwer zu gewinnen.

Fazit: „The Distance To Here“ ist ein Album geworden, auf dem man in und mit jedem Takt die Band Live heraushört. Wer auf gut gemachten Alternative Rock steht, wird die Scheibe sicherlich lieben. Zwar fehlen – bis auf den Opener „The Dolphin's Cry“ – die absoluten Höhepunkte, jedoch fällt hier auch kein Lied großartig gegenüber den anderen ab. Ein Album, welches man jederzeit und überall hören kann. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Dolphin's Cry, Run To The Water



Donnerstag, 28. Juli 2016

Oasis – Heathen Chemistry




Oasis – Heathen Chemistry


Besetzung:

Liam Gallagher – lead vocals, tambourine, acoustic guitar on "Songbird"
Noel Gallagher – guitars, keyboards, vocals
Gem Archer – guitars, keyboards, piano on track 4
Andy Bell – bass
Alan White – drums


Gastmusiker:

Paul Stacey – mellotron on track 1, piano on tracks 2, 3 and 11, hammond organ on track 6
Mike Rowe – piano on tracks 4 and 10, pump organ on track 9, hammond organ on tracks 8, 9 and 10
Johnny Marr – guitar solo on track 8, slide guitar on track 10, guitars on track 11, backing vocals on track 11
London Session Orchestra – strings on track 4


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. The Hindu Times (3:46)
2. Force Of Nature (4:51)
3. Hung In A Bad Place (3:28)
4. Stop Crying Your Heart Out (5:03)
5. Songbird (2:07)
6. Little By Little (4:52)
7. A Quick Peep (1:17)
8. (Probably) All In The Mind (4:02)
9. She Is Love (3:09)
10. Born On A Different Cloud (6:08)
11. Better Man (4:17) (Inklusive Hidden Track "The Cage") (38:02)

Gesamtspieldauer: 1:16:51




„Heathen Chemistry“ wurde das fünfte Studio-Album der englischen Alternative Rock Band Oasis genannt, die inzwischen nur noch wenig mit der ursprünglichen BritPop-Band zu tun hatte. „Heathen Chemistry“ wurde im Jahr 2002 auf dem Label Epic Records veröffentlicht und ist angefüllt mit Rock Musik, die allerdings zweifelsfrei Oasis zugeordnet werden kann. Es ist das Gitarrenspiel des Noel Gallagher, der Gesang des Liam Gallagher und der Sound insgesamt, welche hier keinen Zweifel daran aufkommen lassen, um welche Band es sich da gerade handelt, die man hier zu hören bekommt. Die Scheibe kletterte in England bis auf Platz 1 der Charts und in Deutschland erreichte sie immerhin Platz 4. Die Single-Veröffentlichungen daraus hießen „The Hindu Times“, „Stop Crying Your Heart Out“, „Little By Little / She Is Love“ sowie „Songbird“, wobei letztgenanntes Lied das erste von Liam Gallagher ist, welches als Single veröffentlicht wurde.

Nun, die fünf Musiker von Oasis rocken auf „Heathen Chemistry“, dabei beweisen sie allerdings einmal mehr ihr Gespür für die eingängige Melodie, für diejenige Tonfolge, die dann auch hängenbleibt. Dies gilt insbesondere für die etwas langsameren Titel, die es auf „Heathen Chemistry“ durchaus auch gibt. Diese befinden sich in der Mitte des Albums und sind gleichzeitig zwei Single-Auskopplungen, nämlich „Stop Crying Your Heart Out“ sowie „Songbird“. Und da wir gerade bei den Höhepunkten auf dem fünften Studio-Album von Oasis sind, sollte hier der einzige (neben dem „Hidden Track „The Cage“), kurze und rockige Instrumentaltitel „A Quick Peep“ auf keinen Fall fehlen. Und schließlich gehört hier auch noch die letzte offizielle Nummer „Better Man“ erwähnt, die ebenfalls eher zu den rockigeren Liedern gezählt werden muss. Im Anschluss daran folgt übrigens eine ganz lange Pause und als „Hidden Track“ hört man schließlich noch das knapp fünfminütige und etwas getragen klingende „The Cage“. Warum man hier allerdings eine knappe halbe Stunde (!) Stille dazwischen packen muss, das wird wohl auf ewig das Geheimnis der Gebrüder Gallagher bleiben.

Nun, auch die restlichen Stücke und bisher noch nicht erwähnten Nummern können durchaus gefallen. Solch richtige Ohrwürmer befinden sich allerdings nicht mehr darunter, weswegen wohl die Scheibe insgesamt eher mit durchwachsenem Applaus aufgenommen wurde – bei Fans, wie bei Kritikern. Gut anhören lässt sich das allerdings allemal.

Fazit: Auch auf „Heathen Chemistry“, dem fünften Studio-Album von Oasis, hört man die Band perfekt heraus. So klangen eben nur Oasis zu ihrer aktiven Zeit, was nicht nur an der Stimme des Liam Gallagher liegt, sondern durchaus an dem Gesamterlebnis, welches einem beim Hören der Scheibe geboten wird. Es gibt auf „Heathen Chemistry“ nicht furchtbar viele Ohrwürmer zu hören, jedoch immer eingängige Musik, bei der kein Titel großartig gegenüber einem anderen abfällt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Stop Crying Your Heart Out, Songbird



Mittwoch, 27. Juli 2016

I Heart Hiroshima – The Rip




I Heart Hiroshima – The Rip


Besetzung (keine genauen Angaben):

Susie Patten – vocals, drums
Matthew Somers – vocals, guitar
Cameron Hawes – guitar, keyboards


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Valve Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Indie Rock


Trackliste:

1. Count Me In (2:12)
2. Got Out (2:52)
3. Shakeytown (3:32)
4. South (3:30)
5. Old Tree (4:33)
6. The Corner (2:33)
7. Four Sails (3:30)
8. River (2:52)
9. Ocean (4:34)
10. Well (3:58)
11. Here It Comes (3:31)
12. Who I Was (2:57)
13. Listen (3:04)
14. Sisters (3:04)

Gesamtspieldauer: 46:48




„I Heart Hiroshima“ waren ein Trio aus Australien, welches im Jahr 2009 ihre erste und wohl auch letzte internationale Platte veröffentlichte. Zuvor gab es 2007 bereits eine Veröffentlichung, die allerdings nur in Australien käuflich zu erwerben war. Da sich danach musikalisch nichts mehr tat, die Musiker alle Solo-Projekten nachgehen und auch auf der Homepage der Band der letzte Eintrag am 24. Dezember 2012 getätigt wurde, wird „The Rip“ wohl auch die letzte Scheibe der Australier bleiben.

Zu hören gibt es darauf frischen und jungen Indie Rock, der vom Wechselgesang der Susie Patten und des Matthew Somers lebt. Die Musik von „I Heart Hiroshima“ ist stark Gitarren-lastig und klingt frisch und frech. Vor allen Dingen zu Beginn der Scheibe gibt es einige sehr hörenswerte Nummern, die sich absolut lohnen gehört zu werden. „Got Out“, „Shakeytown“ und „Old Tree“ sind richtig tolle und lebendige Lieder, die sehr schnell ins Ohr gehen. Das klingt alles so wunderbar unkompliziert und unangepasst, macht einfach Spaß und lässt die Sonne noch ein wenig schöner scheinen.

Die restlichen Nummern bergen ebenfalls eine gewisse unbekümmerte Frische in sich, auch wenn sie vielleicht nicht mehr ganz diesen Wiedererkennungswert besitzen, wie die bereits erwähnten drei Stücke. Auf ihre Art machen sie allerdings ebenfalls Spaß in ihrem simplen und doch nie langweiligen Aufbau und entsprechender Melodieführung und Instrumentierung. Die drei Musiker schaffen es gut, alles auf den Punkt zu bringen, die Musik – ohne jeglichen Schnickschnack – in das Zentrum zu rücken.

Fazit: Musik muss nicht kompliziert sein, um zu gefallen. Das fängt bei „I Heart Hiroshima“ bei der CD-Verpackung an, die stark nach recyceltem Papier aussieht und setzt sich dann in der Musik fort. Die Lieder der Australier klingen frisch und unbekümmert, gerade recht gemacht für sonnige Sommertage. Der weiblich / männliche Wechselgesang macht dabei auch jede Menge Laune. Durchaus lohnenswert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Got Out, Shakeytown und Old Tree



Dienstag, 26. Juli 2016

The Gutter Twins – Saturnalia




The Gutter Twins – Saturnalia


Besetzung:

Greg Dulli – vocals (all songs), guitar (1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 11, 12), bass (1, 11), organ (1), congas (1), piano (2, 3, 9), drums (3, 9, 10, 11), organ (3), mellotron (4, 5, 6, 11, 12), rhodes (7, 9, 10, 12)
Mark Lanegan – vocals (all songs except 9)


Gastmusiker:

Joseph Arthur – vocals (5)
Norm Block – drums (1, 11)
David Catching – guitar (12)
Scott Ford – bass (1, 2, 5, 9, 10), vocals (1, 2)
Petra Haden – violin (9)
Jeff Klein – guitar (2, 9, 11), organ (5), programming (11)
Mario Lalli – bass (6), guitar (10)
Eddie Nappi – bass (7, 12), drums (7)
Rick G. Nelson – violin/viola/cello (5, 6)
Quintron – organ (8)
Andy Preen – drums/percussion (8)
Dave Rosser – guitar (2, 5, 6, 9), vocals/bass/lap steel/organ (8), mandolin (11)
Mathias Schneeberger – guitar (1, 3, 5, 6, 7, 10, 11), organ (1), harmonium (1, 2), bass (3, 4), drums (4), mellotron (11)
Natasha Shneider – synthesizer/sequencer (11)
Cully Symington – drums (5, 9)
Martina Topley-Bird – vocals (4)
Jen Turner – vocals (5)
Troy Van Leeuwen – guitar (3, 4, 7)
Simone Vitucci – cello (1, 9)
Greg Wieczorek – drums (2, 6, 8), vocals (5), percussion (8)
Brian Young – drums (12)


Label: Sub Pop Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. The Stations (4:34)
2. God's Children (4:57)
3. All Misery/Flowers (4:22)
4. The Body (3:02)
5. Idle Hands (4:37)
6. Circle The Fringes (5:24)
7. Who Will Lead Us? (3:48)
8. Seven Stories Underground (3:21)
9. I Was In Love With You (4:25)
10. Bête Noire (3:50)
11. Each To Each (4:48)
12. Front Street (5:22)

Gesamtspieldauer: 52:37




Greg Dulli hat neben den Afghan Whigs, die inzwischen allerdings nicht mehr aktiv sind und den Twilight Singers noch ein drittes Projekt mit dem Namen The Gutter Twins. Dieses besteht aus Greg Dulli selbst und Mark Lanegan, dem ehemaligen Sänger der Screaming Trees, die auf diesen Seiten ebenfalls schon Erwähnung fanden. Vielleicht hätte ich allerdings auch schreiben müssen, dass The Gutter Twins aus dem Duo Greg Dulli und Mark Lanegan bestanden, denn die einzige Studioplatte, die das Duo veröffentlichte, stammt aus dem Jahr 2008 und wurde auf dem Label Sub Pop Records veröffentlicht. Im selben Jahr gab es noch eine EP mit acht Stücken zum Download, die aus Material bestand, welches auch im Rahmen des hier besprochenen Albums „Saturnalia“ entstand.

Für die Aufnahmen nahmen sich die beiden Musiker jede Menge Zeit, denn diese starteten bereits im Jahr 2003 und zogen sich bis kurz vor dem Veröffentlichungstermin, dem 4. März 2008 hin. Umso überraschender ist die Tatsache, dass nach solch einer langen Dauer der Aufnahmen zum einen ein solch überzeugendes Album entstand, zum anderen, dass die einzelnen Titel dabei auch noch stilistisch perfekt zusammenpassen.

Auf „Saturnalia“ gibt es beeindruckenden Alternative Rock zu hören, der kaum in eine Schublade zu passen scheint. Mal klingt die Musik der Gutter Twins rockig, dann wieder etwas experimenteller, an anderer Stelle fast schon hypnotisch und redundant. Was die beiden Musiker dabei jedoch nie aus den Augen verlieren, das ist ihr Gefühl für die Melodie, die Hörerin und Hörer einzufangen weiß. Auch mit den atmosphärischen Stimmungen wird immer wieder perfekt gespielt. Mal klingt die Musik der Gutter Twins fröhlich und befreit, dann doch eher bedrückt oder melancholisch. Zwar überwiegt die etwas dunklere Stimmung auf „Saturnalia“, was auch den perfekten Ausdruck in Form des Covers findet, jedoch lassen sich auf dem Album auch die helleren „Momente“ hören.

Begeisternd an dieser Scheibe ist auch die Tatsache, dass man hier zwölf Titel zu hören bekommt, die wahrlich unterschiedlich klingen, trotzdem eine Einheit zu bilden scheinen – trotz der bereits erwähnten langen Einspieldauer. Da hört man einen fast schon etwas monoton klingenden und trotzdem begeisternden Titel wie „All Misery/Flowers“, neben einem Rocker, der zugleich orientalisch angehaucht ist wie „Idle Hands“. Da lauscht man dem sich langsam steigernden und wunderschön eingängig klingenden „Circle The Fringes“ oder der nicht weniger eingängigen, fast schon getragenen Nummer „Front Street“. Und ganz ehrlich, ich hätte hier fast jeden der zwölf Titel erwähnen können, die allesamt etwas in sich bergen. Etwas, was Musik manchmal zu dem macht, was einem den Tag verschönert. 

Fazit: Leider ist „Saturnalia“ von den Gutter Twins die einzige Platte, die diese veröffentlichten. Darauf zu hören gibt es sehr abwechslungsreichen, garantiert nicht alltäglichen Alternative Rock, der sein Spektrum über die ganze Breite dieses musikalischen Genres spannt. Da klingt es mal eingängig, mal etwas experimenteller, mal rockig, mal sehr viel sanfter. Über allem steht dabei allerdings die Melodie, die einen packt und mitunter sogar mitreißt. Sehr zu empfehlen. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: All Misery/Flowers, Idle Hands, Circle The Fringes, Front Street



Montag, 25. Juli 2016

Puddle Of Mudd – Come Clean




Puddle Of Mudd – Come Clean


Besetzung:

Wesley Reid Scantlin – lead vocals, guitar
Paul James Phillips – guitar, vocals
Doug Ardito – bass
Greg David Upchurch – drums, vocals


Gastmusiker:

Josh Freese – drums, drum arrangements
Steve Twigger – string arrangements


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Grunge


Trackliste:

1. Control (3:49)
2. Drift & Die (4:25)
3. Out Of My Head (3:43)
4. Nobody Told Me (5:22)
5. Blurry (5:04)
6. She Hates Me (3:37)
7. Bring Me Down (4:03)
8. Never Change (3:59)
9. Basement (4:22)
10. Said (4:08)
11. Piss It All Away (5:39)


Bonus Track:

12. Control (Acoustic) (4:07)

Gesamtspieldauer: 52:19




„Come Clean“ heißt das zweite Studio-Album der US-amerikanischen Rock-Band Puddle Of Mudd, welches im August 2001 auf dem Musiklabel Geffen Records veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung von „Come Clean“ stellte gleichzeitig den Durchbruch von Puddle Of Mudd dar. Die Platte verkaufte sich bis heute mehr als fünf Millionen Mal. Vier Singles wurden mit „Control“, „Blurry“, „Drift & Die“ sowie „She Hates Me“ aus dem Album ausgekoppelt, von denen „Blurry“ und „She Hates Me“ in den USA mit Gold ausgezeichnet wurden.

Zu hören gibt es auf „Come Clean“ Grunge, wie er in den 90er Jahren in den USA und schließlich auch weltweit angesagt war. Die Band stammt dabei noch nicht einmal aus Seattle, sondern aus Kansas City, Missouri. Übermäßig innovativ klingen Puddle Of Mudd auf „Come Clean“ ganz bestimmt nicht, eher wirkt die Musik etwas rückwärts orientiert und entspricht sehr dem Zeitgeist und dem Musikgeschmack der 90er Jahre. Schlecht ist das, was die vier Musiker ihren Hörerinnen beziehungsweise Hörern präsentieren, allerdings definitiv nicht. Wenn auch relativ unspektakulär, so gehen viele der Nummern doch relativ zügig ins Ohr, auch wenn sich so ein richtiger Ohrwurm nicht ausfindig machen lässt. Trotzdem wirkt die Musik von Puddle Of Mudd hier.

Relativ „hart“ klingen die Lieder der Band an fast jeder Stelle des Albums. Also mit einer gehörigen Portion Rock sollte man ganz bestimmt etwas anzufangen wissen, wenn man in die Musik von Puddle Of Mudd eintauchen möchte. Höhepunkte sind dabei die beiden Single-Auskopplungen „Drift & Die“ und „Blurry“. Beides Lieder, welche sich ziemlich schnell festzusetzen verstehen und neben einer gewissen Härte, eben auch eine große Portion Melodiösität aufweisen. Dann wäre da noch die Nummer „Never Change“, für die im Grunde genommen dasselbe gilt: kraftvoller Rock und melodiös. An dieser Stelle sollte man auch noch das ursprünglich letzte Lied des Albums erwähnen, „Piss It All Away“. Dies aufgrund der Tatsache, dass sich diese Nummer dann doch etwas von den anderen „Rockern“ abhebt. Hier ist die Stimmung nun eine gedämpftere und das Lied groovt.

In der Neuauflage des Albums gibt es als Zugabe den Titel „Control“ in einer akustischen Version und des Weiteren auch das passende Video zum Original-Lied.

Fazit: Nichts Außergewöhnliches, jedoch garantiert kein schlechtes Album ist „Come Clean“ von Puddle Of Mudd geworden. Hier gibt es Grunge zu hören, der nie seine Melodiösität verliert. Ein paar Titel heben sich sogar noch etwas heraus, sodass Freundinnen und Freunde des Grunge mit diesem Album garantiert ihren Spaß haben dürften. Neun Punkte.

Anspieltipps: Drift & Die, Blurry, Never Change, Piss It All Away