Dienstag, 14. April 2015

Elbow – The Take Off And Landing Of Everything




Elbow – The Take Off And Landing Of Everything


Besetzung:

Guy Garvey – vocals, strings and horns arrangements
Richard Jupp – drums
Craig Potter – keyboards
Mark Potter – guitar
Pete Turner – bass


Gastmusiker:

Tim Barber – trumpet on "New York Morning" and "My Sad Captains"
Katharine Curlett – trumpet on "New York Morning" and "My Sad Captains"
Jimi Goodwin – backing vocals on "New York Morning"
Peter McPhail – baritone saxophone, clarinet and sopranino saxophone on "Fly Boy Blue/Lunette", alto saxophone and baritone saxophone on "New York Morning"
Bob Marsh – trumpet on "My Sad Captains"
The Hallé Orchestra – strings on "Charge", "Real Life (Angel)" and "Honey Sun"
Chris Worsley – score on "Charge" and "Real Life (Angel)"


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. This Blue World (7:13)
2. Charge (5:17)
3. Fly Boy Blue / Lunette (6:23)
4. New York Morning (5:19)
5. Real Life (Angel) (6:47)
6. Honey Sun (4:56)
7. My Sad Captains (6:00)
8. Colour Fields (3:42)
9. The Take Off And Landing Of Everything (7:11)
10. The Blanket Of Night (4:24)

Gesamtspieldauer: 57:17




Im Jahr 2014 erschien es, das sechste Studioalbum von Elbow. Der einmal mit dem Vorgängeralbum „Build A Rocket Boys!“ eingeschlagene Weg, wurde noch weiter vertieft und von der Band verinnerlicht: Ruhige und sehr gefühlvolle Musik soll dem Hörer geboten werden. Lieder, die aus den zehn Nummern besonders herausragen, die gibt es auf „The Take Off And Landing Of Everything“ nicht. Die Musik ist ziemlich einheitlich gehalten und eben ruhig, sehr ruhig, stimmungsvoll und atmosphärisch.

Legt man die Scheibe zum ersten Mal ein und kümmert sich nicht großartig weiter darum, beschäftigt sich mit irgendetwas anderem, so wird man vielleicht erst nach zwei Stunden bemerken, dass plötzlich keine Musik mehr zu hören ist. Nein, aufdringlich sind die zehn Stücke auf „The Take Off And Landing Of Everything“ wahrlich nicht. Vielleicht ist der eine oder andere nach dem ersten Hören der Scheibe auch etwas enttäuscht, denn auch besonders eingängig ist diese Scheibe nicht geworden – zumindest nicht nach dem ersten Hören. Die Lieder sind durchaus melodiös, es gibt jede Menge wunderschöner Harmonien zu erhören, trotzdem setzen sich die Nummern nicht sofort im Ohr des Hörers fest.

Jeder Titel wirkt so sehr zart und zerbrechlich und die Titel ähneln sich auch durchaus beim ersten Hören. Doch dann passiert es irgendwann, nicht beim ersten und auch nicht beim zweiten Einlegen der Scheibe. Es scheint geradezu so zu sein, als ob die Melodien und Harmonien sich erst den Weg zum Ohr des Hörers bahnen müssen, immer und immer wieder, bis sie dort auch ankommen. Dann, erst nach einigen Durchläufen jedoch, öffnen sich plötzlich Türen, alles wirkt differenzierter und auch spannender. Dann erst fängt die Scheibe plötzlich an Spaß zu machen, die unverwechselbar nur so von Elbow stammen kann – und damit ziele ich jetzt nicht nur auf den Gesang des Guy Garvey ab. Gefühlvolle Melodien mit ebensolchen Texten, die Guy Garvey zum Teil bei Spaziergängen durch New York City in den Sinn kamen, erobern schließlich doch noch das musikalische Lustzentrum des Hörers.

Fazit: Wenn jemand behaupten würde, „The Take Off And Landing Of Everything“ von Elbow sei ein sehr langweiliges Album geworden, dann kann man das durchaus nachvollziehen, da sich die Titel alle etwas ähneln und durch diese Ruhe nicht unbedingt gleich beim ersten Hören für Abwechslung sorgen. Da liegt jedoch auch gleich der „springende“ Punkt: „beim ersten Hören“. Das sechste Album von Elbow ist eines, welches erarbeitet werden möchte, was immer und immer wieder gehört werden will, um seine sanfte Schönheit vollständig entfalten zu können. Trotzdem wird das niemals Musik für die Massen werden, was auch nicht unbedingt schlecht sein muss. Für mich sicherlich nicht das beste Elbow-Album, jedoch auch keine verschenkte Scheibe. Neun Punkte.

Anspieltipps: Charge, My Sad Captains



Montag, 13. April 2015

The Who – Quadrophenia




The Who – Quadrophenia


Besetzung:

John Entwistle – bass, horns, vocals
Roger Daltrey – lead vocals
Keith Moon – percussion, vocals
Pete Townshend – guitars, keyboards, banjo, cello, vocals, sound effects


Gastmusiker:

Jon Curle – newsreader voice
Chris Stainton – piano on "The Dirty Jobs", "5:15", and "Drowned"


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Rock


Trackliste:

CD1:

1. I Am The Sea (2:08)
2. The Real Me (3:20)
3. Quadrophenia (6:13)
4. Cut My Hair (3:44)
5. The Punk And The Godfather (5:10)
6. I'm One (2:37)
7. The Dirty Jobs (4:29)
8. Helpless Dancer (2:33)
9. Is It In My Head? (3:43)
10. I've Had Enough (6:14)


CD2:

1. 5:15 (4:59)
2. Sea And Sand (5:01)
3. Drowned (5:27)
4. Bell Boy (4:54)
5. Doctor Jimmy (8:36)
6. The Rock (6:37)
7. Love Reign O'er Me (5:48)

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 1:21:41




Es gibt einfach so ein paar Alben, die begleiten einen das ganze Leben lang. Eine solche Scheibe ist „Quadrophenia“ von The Who – zumindest in meinem Fall... Bei „Quadrophenia“ handelt es sich um das sechste Studio-Album der Band, das zweite vollständige Konzeptalbum, nach dem vier Jahre zuvor entstandenen „Tommy“. Und auch die Geschichte „Quadrophenia“ wurde verfilmt, ebenso wie jene von „Tommy“. Sechs Jahre nach der Platte erschien der gleichnamige Film. Im Film hört man allerdings nicht nur die Musik von The Who, sondern auch die anderer Bands. Sting spielt eine der Hauptrollen, seine erste und wer mal die Chance hat sich diesen Streifen anzusehen, die oder der sollte die Chance nutzen. In dem Film wird die Geschichte des Jungen Jimmy und dessen Zerrissenheit im Schatten von Mods und Rockern sehr packend erzählt. Der Inhalt des Albums wurde von Regisseur Frank Roddam bestens umgesetzt.

Doch zurück zum eigentlichen Thema, der Musik auf „Quadrophenia“. An dieser Stelle muss ich sogleich feststellen, dass ich mir sicher bin: Wer abwechslungsreiche Rockmusik liebt, die oder der wird auch „Quadrophenia“ lieben. Die Platte, früher eine Doppel-LP, jetzt eine Doppel-CD, ist absolut begeisternd. Pete Townshend kann Lieder schreiben, die hängenbleiben, auf „Quadrophenia“ macht er dies am laufenden Band. Stücke wie „I'm One“, „The Dirty Jobs“ oder „Helpless Dancer“ sind einfach zum Niederknien schön. Drei Nummern, die auf der ersten Scheibe des Albums hintereinander durchstarten. Größtenteils sind diese eher ruhig gehalten und wurden mit Melodien ausgestattet, die sich festsetzen. Egal, ob da jetzt Roger Daltrey oder Pete Townshend singt, ob die Nummer eher gitarren-, violinen- oder pianolastig ist, die Musik wird einmal gehört und bleibt dem Konsumenten, sofort beim ersten Hören, unwiderruflich im Ohr.

„Quadrophenia“ ist unglaublich abwechslungsreich. Es gibt etwas härtere Abschnitte – ohne hier von Hard Rock sprechen zu können – und gefühlvollere Passagen und Lieder. Die Stimmungen wechseln immer wieder von fröhlich bis melancholisch traurig. Das geschieht dabei so spielerisch, dass man sich in jeder Sekunde, während jedes Taktes der Musik sehr gut aufgehoben fühlt und jeden atmosphärischen Wechsel ohne Anpassungsschwierigkeiten mitzugehen imstande ist. Musik kann wahrlich begeisternd sein. Nun und dann gibt es da ja noch dieses eine Lied, welches auf „Quadrophenia“ immer mal wieder auftaucht, jedoch erst ganz zum Schluss seinen richtigen und großen Auftritt erhält: „Love Reign O'er Me“. „Love Reign O'er Me“, das Lied welches einen irgendwie wie ein goldener Faden durch die ganze Scheibe begleitet. Am Ende der Platte wird die Nummer nun endlich vollständig ausgespielt, nicht mehr nur angedeutet. Hier ist jetzt die sich entladende Spannung im Lied selbst zu spüren. Regen ist zunächst zu hören, ein sehr traurig und verzweifelt klingendes Piano, Donner in Form der Pauken, Regen in Form einzelner Pianoklänge und dann, dann startet die Nummer unglaublich melodiös. Roger Daltrey singt sein „Love Reign O'er Me“ so verzweifelt, dass man ihm am liebsten alle Liebe dieser Welt durch die Boxen schicken möchte, damit es diesem Menschen auch wieder ein wenig besser geht. Unglaublich schön und berührend. Auch dafür sind wir geboren, solche Musik hören zu dürfen.

Fazit: „Quadrophenia“ ist wahrlich ein überzeugendes Album geworden. Zusammen mit dem Vorgänger „Who’s Next“ das Beste, was The Who überhaupt veröffentlicht haben. Dieses Mal hatte Pete Townshend die Musik im Alleingang geschrieben, was der Qualität der Platte selbstverständlich nicht schadet. Es gibt viel zu entdecken auf „Quadrophenia“. Hier gibt es die ruhigen Momente genau wie die treibenderen Parts. Immer jedoch steht die Eingängigkeit an erster Stelle und diese wirkt absolut niemals platt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die die Rock Musik lieben und mit dieser Platte nichts anfangen können. Ein großes Album. Vierzehn Punkte.

Anspieltipps: Love Reign O'er Me



Sonntag, 12. April 2015

The Moody Blues – A Question Of Balance




The Moody Blues – A Question Of Balance


Besetzung:

Justin Hayward – vocals, guitar, mandolin
John Lodge – vocals, bass
Ray Thomas – vocals, flute, tambourine
Graeme Edge – drums, percussion, whispered vocal on "Don't You Feel Small"
Mike Pinder – vocals, mellotron, moog synthesizer


Label: Threshold Records (Universal Music Group)


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: ArtRock / Pop


Trackliste:

1. Question (5:44)
2. How Is It (We Are Here) (2:45)
3. And The Tide Rushes In (2:56)
4. Don't You Feel Small (2:38)
5. Tortoise And The Hare (3:19)
6. It's Up To You (3:11)
7. Minstrel's Song (4:27)
8. Dawning Is The Day (4:21)
9. Melancholy Man (5:45)
10. The Balance (3:33)


Bonus-Tracks der remasterten Albumfassung:

11. Mike's Number One (3:36)
12. Question (Alternate Version) (6:08)
13. Minstrel's Song (Original Mix) (4:37)
14. It's Up To You (Original Mix) (3:22)
15. Don't You Feel Small (Original Mix) (3:03)
16. Dawning Is The Day (Full Original Mix) (4:38)

Gesamtspieldauer: 1:04:12




„A Question Of Balance“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Soft Rocker von den Moody Blues, welches im Jahr 1970 veröffentlicht wurde. Nun, war die Band mit ihren ersten Alben sicherlich noch ganz innovativ, zum Teil sogar progressiv, so scheint dieser Eindruck mit dem Jahrzehntwechsel deutlich zu verschwinden. Zwar schaffen es die Moody Blues auch noch auf „A Question Of Balance“ schöne Melodien zu kreieren und diese auch umzusetzen, jedoch schon längst nicht mehr in dem Maße, wie noch auf den Alben zuvor.

Dazu gesellt sich auch noch der Umstand, dass die Musik der Band inzwischen immer weichgespülter klingt. Okay, reine Hard Rock Band waren The Moody Blues garantiert noch nie, doch inzwischen klingt das alles noch ein wenig süßlicher und schmachtender. Solche Musik kann mitunter auch durchaus mal ganz nett sein und darf sich auch genau so anhören, hier, auf dieser sechsten Scheibe der Moody Blues, ist diese „liebliche“ Atmosphäre allerdings schon ganz gewaltig und sehr massiv vertreten. Diese allgegenwärtige Weichheit der Musik zieht sich über die gesamte Laufzeit des Albums hinweg, sodass man sich schließlich beim Hören irgendwann geradezu richtig nach einem schrägen Ton sehnt.

Diesen Eindruck unterstützt auch die Feststellung, dass die Perlen der Scheibe eher am Anfang liegen. Zum Schluss wird es fast noch schlimmer. „Question“ und „How Is It (We Are Here)“ sind durchaus noch gelungene Nummern, die sogar Abwechslung in sich selbst tragen. Jedoch bereits mit „And The Tide Rushes In“, also dem dritten Titel, wird es irgendwie nochmal ein wenig süßlicher, noch mal schmachtender. Ich gehe dabei jede Wette ein, kein 16 bis 20 Jähriger würde heutzutage seine neue Flamme mit dem Auto abholen und dann „A Question Of Balance“ in den CD- oder MP3-Player des Autos einlegen. Der will nämlich „cool“ sein und ist sich sicher, dass diese Musik nicht „cool“ und schon gar nicht männlich ist. Später, also in etwas höherem Alter, mag das jedoch vielleicht durchaus vorkommen, denn das Alter macht ja bekanntlich weise und mit dieser sanften Musik, lässt sich die Auserwählte vielleicht für irgendwelche andere Dinge „offen“ stimmen. Auch Männer können raffiniert sein.

Fazit: Sehr weiche Musik beinhaltet „A Question Of Balance“. Rocker werden ganz schnell Reißaus nehmen, bei diesen Klängen. Allerdings beinhaltet auch diese Scheine noch ein paar schöne Titel und Stellen, die zwar wirklich sehr sanft und allerliebst klingen, jedoch auch die Melancholiker ansprechen dürften. Sicherlich keine Musik für jeden Tag und jede Situation, aber zum Träumen oder Ausspannen durchaus geeignet. Auch wenn festzuhalten bleibt, dass die ersten Platten der Moody Blues besser waren, so hat auch diese Scheibe noch ihre Höhepunkte. Ganz gewiss gibt es schlechtere Musik, als diesen sanften 60ies Pop. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Question, How Is It (We Are Here)



Samstag, 11. April 2015

Eloy – The Tides Return Forever




Eloy – The Tides Return Forever


Besetzung:

Frank Bornemann – vocals, guitar
Michael Gerlach – keyboards, backing vocals
Klaus-Peter Matziol – bass


Gastmusiker:

Nico Baretta – drums
Jocelyn B. Smith – vocals on "The Tides Return Forever"
Miriam Stockley – vocals on "Company Of Angels"
Peter Beckett – vocals on "Company Of Angels", "Last In Line" and "The Tides Return Forever"
Tom Jackson – vocals on "Company Of Angels", "Last In Line" and "The Tides Return Forever"
Susanne Schätlze – backing vocals on "Last In Line"
Bettina Lux – backing vocals on "Last In Line"
Steve Mann – acoustic guitar solo on "The Tides Return Forever"
Ralf Vornberger – acoustic guitar on "The Tides Return Forever"
Dirk Michaelis – acoustic guitar on "Childhood Memories"


Label: ACI


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. The Day Of Crimson Skies (5:02)
2. Fatal Illusions (9:21)
3. Childhood Memories (6:21)
4. Generation Of Innocence (6:10)
5. The Tides Return Forever (6:39)
6. The Last In Line (4:01)
7. Company Of Angels (9:44)

Gesamtspieldauer: 47:22




Das fünfzehnte Eloy-Studioalbum wurde im Jahr 1994 unter dem Namen „The Tides Return Forever“ veröffentlicht. Nachdem der Vorgänger „Destination“ – mit nur wenigen Ausnahmen – gar nicht mehr so recht überzeugen konnte und wollte, weiß „The Tides Return Forever“ durchaus wieder an der einen oder anderen Stelle mehr zu gefallen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Eloy nun nicht mehr nur noch ein Zweimannprojekt waren, sondern Frank Bornemann sich anschickte, wieder eine richtige Band um sich zu scharen. Nun, der Anfang wurde mit Klaus-Peter Matziol am Bass gemacht, der schon 1976 bis 1984 Teil der Besetzung von Eloy war und bereits auf „Destination“ wieder als Gastmusiker seinen erneuten Einstand feierte.

Natürlich spielen Eloy in den 90er Jahren nicht mehr dieselbe Musik, wie noch in den 70ern. Die einzelnen Titel sind vielleicht auch nicht mehr ganz so komplex, auf jeden Fall kompakter. Progressive Rock ist das allerdings immer noch, zumindest an manchen Stellen und jene Art des Progressive Rock, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch überlebt hatte. Sehr abwechslungsreich gestalten sich immer noch viele Titel von Eloy, vor allen Dingen herauszuheben sind dabei für mich die Nummern „The Day Of Crimson Skies“, der Titeltrack „The Tides Return Forever“ und vor allen Dingen „Company Of Angels“. Schön zu hören, dass die Band es immer noch nicht verlernt hat, tolle Melodien und Harmonien zu kreieren. Macht einfach Laune und wenn man dann dem Gesang des Frank Bornemanns lauscht, so muss man konstatieren, dass dieser eindeutig besser geworden ist in Bezug auf seine englische Aussprache. Trotzdem klingt er diesbezüglich aber noch nicht perfekt genug, um nicht dieses Nostalgie-Lächeln auflegen zu können.

Fazit: Nein, „The Tides Return Forever“ ist natürlich nicht das beste Eloy-Album geworden. Aber es ist eines, was sich gut anhören lässt und wenn man es vergleicht mit jenen, die chronologisch gesehen davor entstanden sind, so muss man Frank Bornemann sogar Respekt zollen. Das war eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Auf „The Tides Return Forever“ hört man Eloy wieder ab und an so, wie man sie zu schätzen gelernt hat. Nicht mehr in der Ausprägung wie 15 bis 20 Jahre zuvor, jedoch noch immer vorhanden, lebendig und zugegen. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Day Of Crimson Skies, Company Of Angels



Freitag, 10. April 2015

Jethro Tull – Crest Of A Knave




Jethro Tull – Crest Of A Knave


Besetzung:

Ian Anderson – vocals, flute, acoustic and electric guitars, percussion, keyboards, synclavier, drum programming
Martin Barre – electric and acoustic guitars
Dave Pegg – bass guitar, acoustic bass


Gastmusiker:

Doane Perry – drums
Gerry Conway – drums
Ric Sanders – violin


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock


Trackliste:

1. Steel Monkey (3:40)
2. Farm On The Freeway (6:31)
3. Jump Start (4:55)
4. She Said She Was A Dancer (3:43)
5. Dogs In The Midwinter (4:37)
6. Budapest (10:05)
7. Mountain Men (6:20)
8. The Waking Edge (4:49)
9. Raising Steam (4:06)

Gesamtspieldauer: 48:50




„Crest Of A Knave“ heißt das sechzehnte Studio-Album von Jethro Tull und stammt aus dem Jahr 1987. Wieder mal gab es einen Wandel in der Musik von Jethro Tull. Dieses Mal war es erneut ein Schritt zurück, nachdem das vorherige Album „Under Wraps“ so gar nicht bei den Fans Anklang gefunden hatte. Ian Anderson wollte wieder etwas zurückrudern in seinem Sound und dem der Band, der doch zu synthetisch geworden war. Aber noch etwas war in den letzten drei Jahren passiert. Ian Anderson hatte schon auf „Under Wraps“ Probleme mit der Stimme gehabt, eine hartnäckige Stimmbandentzündung schränkte ihn schließlich so sehr ein, dass gar nicht mal klar war, ob es überhaupt mit Jethro Tull weitergehen würde. Genau dies ist auch der Grund, warum es dieses Mal so lange wie noch nie gedauert hatte, bis ein neues Album veröffentlicht wurde und warum sich der Gesang des Ian Anderson ab jetzt doch ein wenig anders, nicht mehr so kraftvoll anhörte.

Musikalisch gesehen sind die Lieder auf „Crest Of A Knave“ eine Mischung aus Hard Rock, Jethro Tull früherer Tage und Dire Straits Musik. Als ich den Titel „She Said She Was A Dancer” war ich mir sicher, dass ich hier die Dire Straits hören würde, so sehr klingen Jethro Tull hier von den Instrumenten her nach den Kollegen. Ja selbst Ian Anderson scheint hier den Gesang des Mark Knopfler imitieren zu wollen. Auch die Nummer „The Walking Edge“ erinnert mich sehr stark an die Dire Straits.

Musikalisch gesehen sind die Titel auf „Crest Of A Knave“ durchaus hörenswert. Melodiös und harmonisch vorgetragen beweist Ian Anderson einmal mehr, dass er über dieses „Gen“ verfügen muss, welches es ihm ermöglicht eingängige Nummern zu schreiben, die dann auch längerfristig hängenbleiben. Auch gibt es auf „Crest Of A Knave“ wieder ein richtiges Schlagzeug und keine Drum-Machine mehr zu hören – zwar noch nicht durchgängig, jedoch war auch hier erneut ein Schritt in die richtige Richtung vollzogen worden. „Handgemachte“ Musik klingt bei solch einer Band wie Jethro Tull einfach besser, als programmierte Takte.

Fazit: „Crest Of A Knave“ ist ein durchaus hörenswertes Album von Jethro Tull geworden. Sicherlich keine essentielle Scheibe, um die Musik dieser Band verstehen zu können oder als exemplarisch für alle Werke von Jethro Tull zu stehen. Trotzdem macht die Scheibe Spaß. Eindeutig ist die Musik hier wieder – zumindest in den allermeisten Titeln – wieder als Jethro Tull Musik zu erkennen. Die einzelnen Nummern wirken wieder „handgemacht“ und nicht nur noch programmiert. Übrigens erhielten Jethro Tull für „Crest Of A Knave“ sogar eine Grammy-Auszeichnung in der Kategorie „Best Hard Rock/Metal-Performance“. Aber keine Sorge an all die Freunde der etwas leiseren Töne, „Hard Rock“ ist „Crest Of A Knave“ wahrlich nur zeitweise. Neun Punkte.

Anspieltipps: Farm On The Freeway, Budapest



Donnerstag, 9. April 2015

Peter Gabriel – Passion




Peter Gabriel – Passion


Besetzung:

Peter Gabriel – synthesizers, shakers, skins, surdo, flute samples, flute, voices, bass, percussion, flute whistle, prophet 5, piano, akai S900, audioframe, fairlight samples, vocals, emulator, doholla, roland D-50, contrabass


Gastmusiker:

Manny Elias – octabans, surdo, skins
Hossam Ramzy – finger cymbals, tabla, dufs, tambourines, triangle, mazhar, surdo
David Bottrill – drone mix, lead tambourine, tambourine 2, distorted slide
David Rhodes – guitar, ebow guitar, steinberger guitar
L. Shankar – double violin, vocals
Vatche Housepian – Armenian doudouk
Antranik Askarian – Armenian doudouk
Massamba Diop – talking drum
Mustafa Abdel Aziz – arghul drone, percussion loop
Baaba Maal – vocals
Fatala – additional percussion, percussion loop, african percussion
Mahmoud Tabrizi Zadeh – kementché
Doudou N'Diaye Rose – percussion loop
Youssou N'Dour – voice
David Sancious – backing vocals, hammond organ, backing vocals, akai S900, synthesizer arrangement
Nathan East – bass
Bill Cobham – drums, percussion
Kudsi Erguner – ney flute
Robin Canter – oboe, cor anglais
Location Recording – moroccan percussion & vocals
Manu Katché – additional percussion
Djalma Correa – brazilian percussion
Jon Hassell – trumpet
Nusrat Fateh Ali Khan – qawwali voice
Julian Wilkins – choirboy
Richard Evans – choir recording, tin whistle
Musicians Du Nil – arghul
Bill Cobham – drum kit, drums, tambourine
Said Mohammad Aly – percussion loop
Nathan East – bass


Label: Real World Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Soundtrack, New Age Music, World Music, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. The Feeling Begins (4:00)
2. Gethsemane (1:24)
3. Of These, Hope (3:56)
4. Lazarus Raised (1:25)
5. Of These, Hope - Reprise (2:44)
6. In Doubt (1:32)
7. A Different Drum (4:40)
8. Zaar (4:52)
9. Troubled (2:54)
10. Open (3:29)
11. Before Night Falls (2:20)
12. With This Love (3:38)
13. Sandstorm (3:02)
14. Stigmata (2:28)
15. Passion (7:38)
16. With This Love - Choir (3:21)
17. Wall Of Breath (2:28)
18. The Promise Of Shadows (2:11)
19. Disturbed (3:37)
20. It Is Accomplished (2:55)
21. Bread And Wine (2:21)

Gesamtspieldauer: 1:07:05




Der Film „Die letzte Versuchung Christi” von Martin Scorsese sorgte damals, im Jahr 1988, weltweit für Aufregung, da einige Christen diesen Streifen als große Provokation ansahen. Ein Jahr später erschien dann der Soundtrack zum Film, den Peter Gabriel komponiert hatte. Im Grunde genommen handelt es sich allerdings bei dem Album „Passion“ um eine „überarbeitete“ Version der Filmmusik, denn den ursprünglichen Soundtrack überarbeitete Peter Gabriel nochmals und veröffentlichte schließlich dieses Album in Form einer Doppel-LP, welches im Jahr 1990 sogar einen Grammy als bestes New-Age-Album gewann.

„Passion“ ist ein Album voller World-Music, welches nichts mit den Alben zu tun hat, die Peter Gabriel sonst als Studio-Alben veröffentlichte. Nimmt man nur die beteiligten Musiker und deren Herkunftsländer, so lässt sich daraus eine imposante Weltkarte erstellen, die so gut wie jeden Flecken unserer Erde abdeckt. Genau so muss man diese Scheibe auch sehen, als musikalische Reise um die Erde, während der ziemlich viele musikalische Richtungen, die nichts beziehungsweise kaum etwas mit gängigen Rock- oder Pop-Anleihen zu tun haben, abgebildet werden. Der zweite Charakter, der diesem Album innewohnt ist jener, wofür die Scheibe auch ausgezeichnet wurde: New Age Music. So ist diese Platte eine gute, wenn man mal Abschalten möchte. Schnappt Euch die Kopfhörer, macht es Euch auf dem Sofa bequem und taucht ein in die Melodien und Rhythmen anderer Kulturen.

Fazit: Was mich persönlich bei diesem Album wahrlich überrascht, dass ist nicht die Musik, sondern einige Kritiken dazu, die ich im Internet lesen konnte. Da wird echt behauptet – sehr eindringlich und auch sehr häufig – dass dies die beste Peter Gabriel Scheibe überhaupt wäre. So etwas lässt mich schon etwas sprachlos zurück, da ich hier ja auch sehr subjektiv meine Meinung wiedergebe, es mich trotzdem überrascht, solch Meinungen so geballt zu hören. „Passion“ ist kein typisches Peter Gabriel Album. Es ist ein Album voller Welt Musik mit New Age-Anleihen. Das Ganze hört sich nicht schlecht an, ist jedoch mit Sicherheit nicht die beste Peter Gabriel Platte. Klingt auf Kopfhörern sehr interessant und auch eindringlich, nicht mehr und auch nicht weniger. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Feeling Begins, A Different Drum, It Is Accomplished



Mittwoch, 8. April 2015

Ayreon – The Theory Of Everything




Ayreon – The Theory Of Everything


Besetzung:

Arjen Anthony Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, mandolin, analog synthesizers, hammond, solina strings


Gastmusiker:

Ed Warby – drums, percussion
Rick Wakeman – synthesizer solo on "Surface Tension", piano
Keith Emerson – synthesizer solo on "Progressive Waves"
Jordan Rudess – synthesizer solo on "Progressive Waves"
Steve Hackett – guitar solo on "The Parting"
Troy Donockley – uilleann pipes, whistles
Ben Mathot – violin
Maaike Peterse – cello
Jeroen Goossens – flutes, bass flute, piccolo, bamboo flute, contrabass flute
Siddharta Barnhoorn – orchestrations
Michael Mills – irish bouzouki
JB – vocals
Sara Squadrani – vocals
Michael Mills – vocals
Cristina Scabbia – vocals
Tommy Karevik – vocals
Marco Hietala – vocals
John Wetton – vocals
Wilmer Waarbroek – backing vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Melodic Rock, Retro Prog, Rock, Pop


Trackliste:

CD1:

Phase I: Singularity

1. Prologue: The Blackboard (1:55)
2. The Theory of Everything Part 1 (3:01)
3. Patterns (1:03)
4. The Prodigy's World (1:31)
5. The Teacher's Discovery (2:58)
6. Love and Envy (2:39)
7. Progressive Waves (3:16)
8. The Gift (2:38)
9. The Eleventh Dimension (1:46)
10. Inertia (0:45)
11. The Theory of Everything Part 2 (1:50)

Phase II: Symmetry

12. The Consultation (3:49)
13. Diagnosis (2:48)
14. The Argument 1 (0:24)
15. The Rival's Dilemma (2:22)
16. Surface Tension (0:57)
17. A Reason to Live (0:45)
18. Potential (3:14)
19. Quantum Chaos (2:09)
20. Dark Medicine (1:23)
21. Alive! (2:29)
22. The Prediction (1:05)


CD2:

Phase III: Entanglement

1. Fluctuations (1:01)
2. Transformation (3:13)
3. Collision (3:26)
4. Side Effects (2:59)
5. Frequency Modulation (1:44)
6. Magnetism (3:54)
7. Quid Pro Quo (3:09)
8. String Theory (1:29)
9. Fortune? (1:36)

Phase IV: Unification

10. Mirror of Dreams (2:30)
11. The Lighthouse (3:16)
12. The Argument 2 (0:49)
13. The Parting (3:27)
14. The Visitation (3:27)
15. The Breakthrough (2:00)
16. The Note (1:11)
17. The Uncertainty Principle (2:09)
18. Dark Energy (0:44)
19. The Theory of Everything Part 3 (1:29)
20. The Blackboard (Reprise) (1:13)

Gesamtspieldauer CD1 (44:59) & CD2 (44:55): 1:29:54 dazu DVD mit etwa 2,5 h Laufzeit




„The Theory Of Everything” ist das achte Studio-Album von Ayreon, alias Arjen Lucassen und es erschien im Jahr 2013. Wieder einmal konnte Arjen Lucassen für sein neuestes Werk einige sehr bekannte Gastmusiker gewinnen. Keith Emerson und Rick Wakeman haben Gastauftritte an den Keyboards, Steve Hackett ist mal an der Gitarre zu hören und John Wetton singt die Rolle des Psychiaters auf „The Theory Of Everything“ ein. Nun, da hätten wir also Yes, Genesis, Emerson, Lake And Palmer sowie King Crimson mit auf dieser Platte verewigt. Und diese vier Musiker sind nur ein Auszug aus der Gesamtzahl aller Gastmusiker, die sich hier verewigen durften.

„The Theory Of Everything” umfasst die vier „Hauptlieder“ „Singularity“, „Symmetry“, „Entanglement“ und „Unification“, die jeweils in etwa zehn Untertitel aufgespalten sind. All diese insgesamt 42 Lieder gibt es dann verteilt auf zwei CD’s zu hören. Dazu gesellt sich noch eine DVD mit jeder Menge Bonusmaterial in Form von Interviews, dem „Making Of…“ sowie diversen Aufnahmeszenen. Ein ganzes Füllhorn an Eindrücken und Musik wird auf diesem Album also über den Käufer ausgeschüttet.

Die Musik ist dabei typisch für Arjen Lucassen, der sich inzwischen eine Art Alleinstellungsmerkmal kreiert hat. Wer sonst noch macht solche Musik und vor allen Dingen, wer macht solche Musik auf einer Platte in solch einem Umfang? Das ist oftmals melodischer Mainstreamrock, der viele Elemente des Progressive Rock enthält. Jedoch in solch einer Fülle, dass man immer wieder die Übersicht zu verlieren scheint. Je zwei Titel verbergen sich auf jeder CD. Diese werden in die bereits erwähnten zehn bis elf Untertitel unterteilt, von denen manche nur wenige Sekunden lang sind, andere eine Spieldauer von knapp vier Minuten aufweisen. Das wiederum macht das Ganze nicht gerade einfach. Denn wenn man zum Beispiel andere Musikstücke anderer Bands zum Vergleich heranzieht (Pink Floyd, Yes, Genesis oder ähnliches, alles übrigens musikalische Vorbilder von Arjen Lucassen), die auch jeweils eine Laufzeit von zwanzig Minuten haben, dann stellt man dort oftmals fest, dass diese über ein Hauptthema verfügen, welches variiert wird, mal ganz verschwindet, dann jedoch wieder, oftmals in abgeänderter Form, wieder aufgegriffen wird. Das ist bei Ayreon nicht der Fall, hier bestehen diese Titel aus vielen kleinen Untertiteln, die zwar textlich und inhaltlich miteinander verbunden sind, musikalisch jedoch nicht. Natürlich beinhalten die einzelnen Nummern denselben Musikstil, jedoch wird ein einmal gespieltes Thema nicht noch einmal aufgegriffen. Die insgesamt 42 Titel auf „The Theory Of Everything” sind unterschiedlich. Klar beinhaltet das jede Menge Abwechslung, allerdings benötigt man so auch unglaublich lange, um sich dieses Werk „erarbeitet“ zu haben.

Die Musik selbst ist – wie immer bei Arjen Lucassen – absolut hörenswert. Da macht es Spaß die Lieder zu genießen, gerade auch weil man bereits vorher genau weiß, auf was man sich bei Ayreon einzustellen hat. Etwas Neues hat der Niederländer hier also nicht gezaubert, das ist gute Wertarbeit von einem Musiker, der, wie er in einem der Interviews auf der beigelegten DVD selbst erklärt, am liebsten alles selber macht. Die Musik hat er auch selbst komponiert, bei den Texten erhielt er Unterstützung von seiner Lebensgefährtin Lori Linstruth. In den Titeln wechseln sich harte mit weichen Nummern, orchestrale Songs mit deutlich weniger instrumentierten Songs ab. Selbiges gilt für Melodiösität und Eingängigkeit. Einige Titel können hier auch deutlich besser zünden als andere. Bei 42 Titeln jedoch nicht weiter überraschend.

Fazit: Also alles beim Alten bei Ayreon und Arjen Lucassen. Manchmal wäre es mir allerdings lieber – und ich wundere mich jetzt gerade selber über mich, dass ich das schreibe – wenn Herr Lucassen manchmal etwas schneller auf den Punkt kommen würde. Einige Titel weglassen und aus den richtig guten Nummern eine tolle CD zaubern. Stimmt manchmal wirklich: Weniger ist manches Mal sogar mehr. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Magnetism und 41 weitere Titel



Dienstag, 7. April 2015

Sex Pistols – Never Mind The Bollocks Here’s The Sex Pistols




Sex Pistols – Never Mind The Bollocks Here’s The Sex Pistols


Besetzung:

Johnny Rotten – lead vocals
Steve Jones – guitar, bass guitar, backing vocals
Sid Vicious – bass guitar on "Bodies"
Glen Matlock – bass guitar on "Anarchy in the UK"
Paul Cook – drums




Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Punk


Trackliste:

1. Holidays In The Sun (3:23)
2. Bodies (3:03)
3. No Feelings (2:50)
4. Liar (2:42)
5. God Save The Queen (3:19)
6. Problems (4:11)
7. Seventeen (2:02)
8. Anarchy In The UK (3:32)
9. Submission (4:13)
10. Pretty Vacant (3:17)
11. New York (3:05)
12. EMI (3:11)

Gesamtspieldauer: 38:53



Okay, eines gleich vorweg, Punk ist sicherlich nicht die Musik, die bei mir an erster Stelle steht, auch wenn ich diesem Musikgenre nicht richtig abgeneigt bin. Nun und „Never Mind The Bollocks Here’s The Sex Pistols” sollte man schon irgendwie mal gehört haben, wenn man sich für die Rock-Musik der letzten Jahrzehnte interessiert. Dieses 1977 veröffentlichte Album ist ganz sicher ein Meilenstein in der Geschichte der Rockmusik, denn daraufhin wurde die Pop- und Rockmusik wieder sehr viel einfacher, unkomplizierter und auch nachspielbarer. Einfachheit ist jetzt nicht unbedingt das, wonach sich ein Freund der progressiven Rockmusik sehnt, trotzdem hat das Ganze was.

Viele Leute denken, dass die Sex Pistols einige Platten in diesem Stil veröffentlichten und so eine ganze Ära prägten. Es ist allerdings eine Tatsache, dass diese Scheibe hier ihr einziges offizielles Album ist, danach war sofort wieder Schluss. Trotzdem bereiteten sie einer ganzen Menge von Musikern den Weg bis hin zur Neuen Deutschen Welle, obwohl diese stilistisch mit dem Punk der Sex Pistols nur wenig zu tun hat. Jedoch gilt auch hier oft der Grundsatz: Weniger und einfacher ist mehr.

Die Platte, sowie der Status der Sex Pistols, rührt natürlich auch daher, dass alles mit dieser Band zur damaligen Zeit sehr skandalumwoben war. Da gab es zuerst die Single „Anarchy In The UK“, die allerdings aufgrund des Textes sofort wieder von EMI, ihrer ersten Plattenfirma, zurückgezogen wurde. Auch beim Label A&M Records hatten die Sex Pistols nur ein kurzes Intermezzo, die vorliegende Platte wurde schließlich auf Virgin Records veröffentlicht. Welch ein Paradoxon, denn genau dieses Label veröffentlichte hauptsächlich Progressive Rock, also genau das musikalische Gegenstück des Punk.

Und natürlich waren da die Texte, die für Aufsehen sorgten. „Holidays In The Sun”, in denen auch das Konzentrationslager Bergen-Belsen Erwähnung findet und welches mit marschierenden Schritten eröffnet wird. Dann die Nummer „EMI“, die eine Art Abrechnung mit der ersten Plattenfirma EMI darstellt. Das bereits erwähnte „Anarchy In The UK“ und „God Save The Queen“, welches die britischen Royalisten auf den Plan rief.

Nun und was ist mit der Musik? Diese ist Punk in Reinkultur, möglichst einfach, schnell und laut sollte es klingen. Macht es auch. Musikalisch anspruchsvoll ist das keineswegs und sollte es ja gerade auch nicht sein. Obwohl man das auch nicht so ohne weiteres so stehenlassen sollte, eine musikalische Idee steckt nämlich sehr wohl hinter dieser Musik, die wohl mit „zurück zu den Wurzeln“ sehr gut zu umschreiben ist. Da macht es dann auch nichts, dass man hier beim Stück „Bodies“ Sid Vicious am Bass hört, obwohl dieser kaum des Bassspielens mächtig war. Macht nichts, klingt doch und fällt nicht weiter auf.

Fazit: Wer heute zum ersten Mal die Scheibe „Never Mind The Bollocks Here’s The Sex Pistols“ auflegt, der oder dem wird auffallen, dass sie oder er gerade Punk hört. Das war es. Etwas Weltbewegendes ist diese Musik nicht. Zumindest nicht mehr. Damals, in den 70ern war sie durchaus noch was Besonderes, aber die Zeit relativiert eben sehr viel. Macht aber nichts, denn die Lieder knallen auch heute noch sehr gut und wenn man auf die etwas härtere Gangart steht, dann lohnt es sich durchaus auch die Sex Pistols zu hören. Mag sein, dass man hier musikgeschichtlich ganz viele Punkte verteilen müsste, musikalisch sind es jedoch nur acht Punkte.

Anspieltipps: Anarchy In The UK



Montag, 6. April 2015

Porcupine Tree – The Incident




Porcupine Tree – The Incident


Besetzung:

Steven Wilson – vocals, guitars, keyboards
Richard Barbieri – synthesizers, keyboards
Colin Edwin – bass guitar, double bass
Gavin Harrison – drums, percussion


Label: Roadrunner Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Progressive Rock, Progressive Metal, Independent, Alternative


Trackliste:

CD1:

1. Occam's Razor (1:56)
2. The Blind House (5:47)
3. Great Expectations (1:26)
4. Kneel And Disconnect (2:03)
5. Drawing The Line (4:43)
6. The Incident (5:20)
7. Your Unpleasant Family (1:48)
8. The Yellow Windows Of The Evening Train (2:00)
9. Time Flies (11:40)
10. Degree Zero Of Liberty (1:45)
11. Octane Twisted (5:03)
12. The Seance (2:39)
13. Circle Of Manias (2:19)
14. I Drive The Hearse (6:43)


CD2:

15. Flicker (3:42)
16. Bonnie The Cat (5:45)
17. Black Dahlia (3:40)
18. Remember Me Lover (7:34)

Gesamspieldauer CD1 (55:15) & CD2 (20:41): 1:15:57




Ihr zehntes und vielleicht auch letztes Studio-Album, nannten die Musiker von Porcupine Tree „The Incident“. Veröffentlicht wurde es im September des Jahres 2009 und da Steven Wilson inzwischen bereits vier Solo-Alben veröffentlicht hat, deutet Vieles darauf hin, dass von Porcupine nicht mehr ganz so viel zu hören sein wird.

Nun, diese zumindest bisher letzte Scheibe der Band ist dafür eine sehr vielschichtige geworden und wenn es denn sein muss, auch ein sehr überzeugender Abschluss der Discographie von Porcupine Tree. Sehr mannigfaltig sind die Eindrücke, die dieses Album hinterlässt. Da gibt es erneut Metal-Anleihen, neben Rock bis Pop-Passagen, psychedelische Abschnitte und auch etwas experimentellere Ansätze. Da wird also gerockt, in süßen Melodien geschwelgt oder eine manchmal nicht ganz zu fassende Atmosphäre ergründet. All das wirkt in seiner Gesamtheit äußerst spannend und abwechslungsreich.

Steven Wilson haut auf „The Incident“ mitunter Passagen und Lieder raus, die alles von den heimischen Boxen abverlangen. Da wird gerockt, dass das Headbanging nicht mehr ohne ernsthafte Konsequenzen durchgeführt werden kann und zwangsläufig in der Notaufnahme einer Klinik enden muss. Andererseits gibt es auch wieder Melodien zu erhören, die zum Steinerweichen schön sind. Musik, in die sich völlig eintauchen lässt, die einen umgarnt und betört. Nichts auf „The Incident“ ist vorhersehbar. Alles scheint im Fluss zu sein, zusammenzugehören und sich doch zu widersprechen. Dieser Metal in Verbindung mit Stücken höchster Melodiösität, lassen auch das Herz des verwöhntesten Musikkonsumenten durchaus aufgehen.

Inhaltlich befassen sich die 14 Lieder auf CD1 mit dem Anfang und dem Ende von Dingen, nach denen Vieles nicht mehr so sein wird, wie noch davor. Besondere Ereignisse des Lebens werden hier beleuchtet. Die vier Titel der zweiten CD entstanden unabhängig davon und haben thematisch auch nichts mit den Liedern der ersten CD gemein, sodass sie extra auf diese zweite CD gepresst wurden, um diesen Umstand nochmals besonders hervorzuheben. Musikalisch und qualitativ brauchen sich diese vier Lieder allerdings überhaupt nicht hinter den Nummern auf CD1 zu verstecken.

Fazit: Ganz klar ist das Porcupine Tree Musik, die man auf „The Incident“ hört. Deshalb ist das vielleicht auch nichts ganz Neues, was uns die Band Porcupine Tree hier präsentiert. Wem allerdings den Sound und die Musik dieser Band um Steven Wilson gefällt, die oder der kommt hier voll auf ihre beziehungsweise seine Kosten. Äußert abwechslungsreich werden auf „The Incident“ verschiedene Musikstile miteinander verwoben und dargeboten. Für mich ist das zwar nicht das beste Porcupine Tree Album, jedoch ist es ein sehr überzeugendes und gutes geworden. Elf Punkte.

Anspieltipps: Drawing The Line, The Yellow Windows Of The Evening Train, Time Flies



Sonntag, 5. April 2015

Jean Michel Jarre – Magnetic Fields




Jean Michel Jarre – Magnetic Fields


Besetzung:

Jean Michel Jarre – mdb poly sequencer, rsf kobol, oberheim ob-x, arp 2600, fairlight cmi, ems synthi aks, ems synthi vcs3, korg kr 55, elka 707, eminent 310u, moog taurus pedal synthesizer, ems vocoder 1000, korg vc-10, electro-harmonix echoflanger


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: elektronische Musik


Trackliste:

1. Magnetic Fields, Pt. 1 (17:58)
2. Magnetic Fields, Pt. 2 (3:58)
3. Magnetic Fields, Pt. 3 (4:10)
4. Magnetic Fields, Pt. 4 (6:25)
5. Magnetic Fields, Pt. 5 (3:30)

Gesamtspieldauer: 36:04




Nein, „Magnetic Fields“ ist weder so gut wie „Oxygene“ noch so gut wie „Equinoxe“ geworden. Drei Jahre nach „Equinoxe“ erschien dieses vierte Album des Franzosen, allerdings beinhaltet es deutlich weniger dieser Melodien, die die beiden Vorgängeralbum durchaus zu etwas Besonderem werden ließen.

Der Opener, „Magnetic Fields Part 1“ ist auch gleich das längste Stück des Albums. Die Nummer ist selbst aus mehreren Teilen zusammengesetzt und lässt sich durchaus gut anhören, wenn man denn mit dieser synthetischen Musik etwas anzufangen weiß. Treibendere Parts gehen hier in langsamere und weichere über. Dazu kommen nun auch noch stark verfremdete Sounds, völlig ohne Melodie. Kleine Klangkollagen also, die in die umgebende Musik eingebettet sind. Da macht das Ganze zugegebenermaßen spannend und man ist immer gespannt, welche Melodie oder welcher Sound wohl als nächstes zu erhören sein wird. Richtig eingängig sind diese Passagen allerdings nur noch bedingt oder immer wieder mal.

Nun, das kann man von „Magnetic Fields Part 2“ allerdings überhaupt nicht sagen, denn dieses Stück ist ein Ohrwurm, ob er einem gefällt oder nicht. Diese Musik geht sofort ins Ohr und verfügt auch über diesen gewissen Wiedererkennungswert. Der dritte Teil beginnt dann mit Industriegeräuschen, um schließlich in leicht fernöstlich angehauchte Klänge überzugehen. Teil 4 der „magnetischen Felder“ groovt dann wieder deutlich mehr. Besitzt auch eine durchaus eingängige Melodie, klingt allerdings irgendwie noch etwas synthetischer als der Rest der Platte. Nun, dann gibt es da zum Abschluss noch „Magnetic Fields Part 5“. Eine Rumba, die genau so klingt, als ob sie gerade vom Alleinunterhalter auf dem 90. Geburtstag von Oma Martha auf einem billigen Keyboard gespielt werden würde. Das ist dann schon recht schwer verdauliche Kost und kann irgendwie nur als kleiner Scherz des Herrn Jarre verstanden werden.

Fazit: Nein, schlecht ist auch sein viertes Album, „Magnetic Fields“, von Jean Michel Jarre nicht geworden. Allerdings muss ich zugeben, dass ich beim ersten Hören, als ich mir die Platte damals angeschafft hatte, durchaus etwas enttäuscht war, da die beiden Vorgänger wirklich sehr überzeugend klangen. Diese beiden Scheiben hatte sich bereits mein lieber Bruder Arndt zugelegt. Da wir jedoch nicht alles doppelt haben wollten, liehen wir uns also immer wieder mal verschiedene Alben zum Anhören aus. Mit dabei, bei diesem Austausch, war auch die Musik von Jean Michel Jarre. Oftmals hörte ich dann in meinem Zimmer also „Oxygene“ und „Equinoxe“. Er irgendwie jedoch nur ein oder zweimal „Magnetic Fields“. Jetzt weiß ich endgültig warum… Die vielen tollen Melodien der vorherigen Platten, die sind hier auf einige geschrumpft. Neun Punkte.

Anspieltipps: Magnetic Fields Part 1 & 2



Samstag, 4. April 2015

Philip Glass – Solo Piano




Philip Glass – Solo Piano


Besetzung:

Philip Glass – piano


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: stille Pianomusik


Trackliste:

1. Metamorphosis One (5:40)
2. Metamorphosis Two (7:21)
3. Metamorphosis Three (5:32)
4. Metamorphosis Four (7:01)
5. Metamorphosis Five (5:10)
6. Mad Rush (13:47)
7. Wichita Sutra Vortex (6:52)

Gesamtspieldauer: 51:26




Heute, gerade rechtzeitig noch zum Karsamstag, mal was ganz anderes. Etwas sehr Ruhiges, Nachdenkliches. Ganz sanfte und stille Musik, nämlich das Album „Solo Piano“ von Philip Glass. „Solo Piano“ bedeutet natürlich, man hört lediglich Philip Glass an seinem Piano, ganz pur und ganz rein. Zumeist wirkt die Atmosphäre der Scheibe sehr melancholisch bis traurig und sentimental. Wenn es hier wirklich zu einer Metamorphose kommt, wie die ersten fünf Titel es aussagen, dann geht diese Metamorphose hin zu etwas Neuem, wobei man das Alte keineswegs gerne zurücklässt, noch an ihm hängt, vielleicht auch noch gar nicht für all das Neue bereit zu sein scheint.

„Metamorphosis One“ ist absolut traurig gehalten, kaum ein Lichtschein durchdringt hier die Finsternis. Aber es ist trotzdem eine süße Melancholie, die dieser Tristesse irgendwie innewohnt. Verpackt in wunderschöne – ich kann es gar nicht oft genug betonen – ruhige Melodiebögen, lädt diese Nummer zum Träumen ein. Erst mit „Metamorphosis Two“ lichtet sich in klein wenig das Grau der Stimmung. Jetzt hört man kurzzeitig auch mal perlende Pianoläufe, die die Eindrücke positiver stimmen. Die zugrundeliegende Thematik bleibt jedoch ganz klar erhalten. Diese zieht sich auch durch die weiteren Abschnitte „Metamorphosis Three“ bis „Metamorphosis Four“. Jedoch scheint das Licht immer ein klein wenig heller zu strahlen, um dann allerdings im letzten Part fast vollständig zu erlöschen. Trauriger kann Musik wohl kaum klingen.

Mit „Mad Rush“ und „Wichita Sutra Vortex“ gibt es noch zwei weitere Nummern auf dem Album. Auch diese sind stark in Melancholie getaucht worden. Fröhliche Stimmung sieht ganz klar anders aus und hört sich vor allen Dingen ganz anders an. Jedoch auch hier hat man die Möglichkeit in wundervolle Melodien einzutauchen, die Augen zu schließen und gedanklich auf irgendwelche Reisen zu gehen. An Orte, die man schon immer mal besuchen wollte und die sich nun vor dem geistigen Auge ausbreiten werden.

Fazit: Mich knallt Musik echt oft weg. Ich liebe es darin einzutauchen und alles um mich herum zu vergessen. Das sind so die kleinen Urlaube, die vieles einfacher werden lassen. Erholung für Geist und Sinne eben. Das klappt, wie bei den meisten Menschen, bei mir auch nur mit ausgewählter Musik. Bei „Solo Piano“ von Philip Glass funktioniert das in meinem Falle allerdings bestens. Sicherlich keine Musik, die man immer hören muss und kann, dazu ist sie wirklich zumeist sehr melancholisch bis traurig. Jedoch ab und an, lassen einen diese Pianoklänge auch wieder sanft landen. Sowas braucht man immer mal. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Metamorphosis One und der Rest



Freitag, 3. April 2015

Ryan Sheridan – The Day You Live Forever




Ryan Sheridan – The Day You Live Forever


Besetzung:

Ryan Sheridan – guitars, bass, piano, vocals


Gastmusiker:

Artur Graczyk – percussion, drums, bass synth, cajon
Joe Chester – keyboards, bass, guitars, programming
Maire Breathnach – violin, viola
Nicky Brennan – electric guitars


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Folk Rock, Rock, Pop


Trackliste:

1. Stand Up Tall (4:02)
2. Jigsaw (3:20)
3. Take It All Back (4:13)
4. All And More (3:46)
5. The Dreamer (2:34)
6. Endless Road (3:36)
7. High Roller (3:17)
8. Machine (4:57)
9. The Game (2:58)
10. The Day You Live Forever (5:21)
11. Upside Down (3:22)
12. Without You (4:20)

Gesamtspieldauer: 45:52




Liest man im Internet irgendetwas über das Debut-Album des irischen Musikers Ryan Sheridan, so kann man sich zu 99 Prozent sicher sein, dass diese Statements voll des Lobes, oftmals sogar sehr überschwänglich gehalten sind. Nun, „The Day You Live Forever“ ist auch ein schönes und gutes Album geworden, auf dem man sehr melodiöse und manchmal durchaus auch mitreißende Gitarrenmusik hört.

Und letzteres ist auch ganz klar die Stärke des Ryan Sheridan. Die Musik ist immer dann sehr überzeugend, wenn sie richtig groovt, wie zum Beispiel auf dem wohl bekanntesten Lied des Iren, „Jigsaw“. Hier möchte man einfach Mitwippen und die Füße lassen sich kaum still auf dem Boden halten. Solche, etwas flotteren Songs, gibt es auch noch mit dem Opener „Stand Up Tall“ und „The Dreamer“ ist ebenfalls eine durchaus „fetzende“ Nummer, die ihre Überzeugungskraft aus dem Zusammenspiel von akustischer Gitarre und dem Gesang des Ryan Sheridan zieht.

Das wären jetzt die etwas schnelleren Titel gewesen, die es auch noch mal gegen Ende der Scheibe gibt. Da bleiben allerdings noch eine ganze Menge eher ruhiger Stücke übrig. Auch diese sind, auf das Melodiöse bezogen, wirklich durchaus gelungen, stellen dann jedoch nichts mehr richtig Besonderes dar, was einen uneingeschränkt aufhorchen lassen würde. Ganz nett zwar, sich allerdings ähnelnd und oftmals wie die perfekte Hintergrundmusik klingend, wenn man vielleicht gerade eine junge Dame von der eigenen Romantik zu überzeugen versucht. Solch eine Nummer wie „Machine“ steht wohl beispielhaft für diese Aussage und ist wohl weniger was für „echte“ Männer…

Fazit: Das Erstlingswerk „The Day You Live Forever“ von Ryan Sheridan ist durchaus gelungen und auch hörenswert, wenn man auf meist sanfte Gitarrenmusik steht. Ein Überalbum, wie es einem viele Fans weismachen wollen, ist es jedoch definitiv nicht. Mal eine schöne Abwechslung, wenn die letzten Musikportionen zu hart waren, klasse zum Autofahren und die Liebste in den Armen zu halten. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Jigsaw, The Dreamer, Upside Down