Donnerstag, 6. Juli 2017

Pond – The Weather




Pond – The Weather


Besetzung (ohne weitere Instrumentenangabe):

Nicholas Allbrook
Jay Watson
Joe Ryan
Jamie Terry


Gastmusiker:

Christian Ruggiero – horns on “30000 Megatons” and “Zen Automaton”, saxophone on “Colder Than Ice”
Jamie Canny, Sam Newman – horns on “30000 Megatons” and “Zen Automaton”
Mei Saraswåati – additional vocals on “Sweep Me Off My Feet” and “Colder Than Ice”
Kirin J Callinan – additional vocals on “Paint Me Silver” and “Colder Than Ice”, guitar noises on “Edge Of The World Pt. 2”
James Ireland – piano and some production on “A/B”


Label: Marathon Artists


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Pop, Rock, Neo-Psychedelia


Trackliste:

1. 30000 Megatons (4:02)
2. Sweep Me Off My Feet (3:29)
3. Paint Me Silver (3:45)
4. Colder Than Ice (3:10)
5. Edge Of The World Pt. 1 (4:54)
6. A/B (3:28)
7. Zen Automaton (4:01)
8. All I Want For Xmas (Is A Tascam 388) (2:36)
9. Edge Of The World Pt. 2 (6:22)
10. The Weather (3:58)

Gesamtspieldauer: 39:49




„The Weather” heißt das siebte Studioalbum der australischen Rock Band Pond. Veröffentlicht wurde es am 5. Mai 2017 auf dem Plattenlabel Marathon Artists. Die Band Pond wird mit ihrer Musik allgemein in das Genre Psychedelic Rock eingruppiert. Wer hier nun jedoch frickelige Musik, exzessive Synthesizer-Klangwelten oder ausschweifende experimentelle Ausflüge erwartet, die oder der dürfte enttäuscht werden. Zwar gibt es etwas verschroben wirkende Ansätze in der Musik der Australier, meist ist das jedoch eine Mischung zwischen Pop und Rock und selbst in dem Genre Disco wird gewildert.

Inhaltlich ist „The Weather“ ein Konzeptalbum, welches sich mit der Heimatstadt der Bandmitglieder, Perth, beschäftigt sowie mit den „seltsam widersprüchlichen Dingen”, die allgemein Kolonialstädte überall auf der Erde betreffen, so die Aussage von Nicholas Allbrook. Leider schafft es dieses Album dabei nicht, musikalisch durchgängig zu überzeugen. Richtig guten Nummern wie „30000 Megatons“ oder „Edge Of The World Pt. 2“ stehen solch wahrlich seltsame Lieder wie „Paint Me Silver“ und „All I Want For Xmas (Is A Tascam 388)” gegenüber. „Paint Me Silver“ ist dabei ein schon erwähnter Ausflug in das Kapital „Disco der 70er Jahre“, „All I Want For Xmas (Is A Tascam 388)” lebt dagegen lediglich vom Rhythmus, ist ansonsten einfach nur sehr langweilig.

Diese Musik als Psychedelic Rock zu bezeichnen ist einigermaßen gewagt. Natürlich gibt es hier mal einen schrägeren Ton, auch klingt so manches Lied weder radiotauglich, noch zu eingängig. Trotzdem ist es deswegen noch lange kein Psychedelic Rock, sondern sehr viel eher eine etwas unangepasste Mischung aus Pop und Rock, die mal mehr, mal weniger melodiös klingt.

Fazit: „The Weather“ ist wahrlich kein schlechtes Album geworden, allerdings auch keines, welches schnell zum Lieblingsalbum aufsteigt. Die Scheibe enthält relativ unangepasste Pop- und Rock-Musik, die an manchen Stellen besser, in anderen Passagen weniger gut ins Ohr geht. Die Ausflüge in den Bereich der Disco-Musik sind dabei eher gewöhnungsbedürftig, denn erhebend. Insgesamt zumindest zeitweise eine interessante Platte, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Acht Punkte.

Anspieltipps: 30000 Megatons, Edge Of The World Pt. 2



Mittwoch, 5. Juli 2017

Forest Swords – Compassion




Forest Swords – Compassion


Besetzung:

Matthew Barnes – synthesizers


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Ninja Tune


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Experimentelle Musik, Elektronische Musik


Trackliste:

1. War It (5:54)
2. The Highest Flood (5:07)
3. Panic (4:48)
4. Exalter (5:36)
5. Border Margin Barrier (3:08)
6. Arms Out (5:47)
7. Vandalism (4:37)
8. Sjurvival (2:26)
9. Raw Language (4:28)
10. Knife Edge (6:16)

Gesamtspieldauer: 48:12




„Compassion” heißt das zweite Studioalbum des britischen Musikers Forest Swords, dessen Name eigentlich Matthew Barnes ist. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 5. May 2017 auf dem Plattenlabel Ninja Tune und erschien vier Jahre nach seinem Debut mit „Engravings“. Auf „Compassion” hört man sehr experimentelle Musik, die häufig über keinerlei Melodie verfügt, eher Atmosphären und Stimmungen werden hier transportiert.

Sound- und Klanglandschaften entstehen auf „Compassion”, verschwimmen und verschwinden wieder, um kurze Zeit später erneut anders neu zu entstehen. Verzerrte Worte, abgehackte Worte, verstümmelte Worte, die keine Botschaft im eigentlichen Sinne weitergeben möchten, sondern Teil des Gesamten sind, umschwirren Hörerin und Hörer. Mal leiser, seltsam mystisch klingend, dann wieder fordernder. Mal solo und weiblich, schließlich männlich oder gleich vermischt in diversen Chören – Worte, manchmal im eigentlichen Sinne völlig sinnfrei, gibt es hier in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen zu hören und erhören.

Diese Musik strahlt sofort, mit dem ersten Mal des Hörens, eine gewisse Faszination aus, da sie so ganz anders ist. Hier werden Hörerin und Hörer weich gebettet, dann wirkt alles verzaubert. Doch schließlich kommt das Zeichen zum Aufbruch, die Stimmung klingt plötzlich aggressiver, wenn diese Stimmen zu aufdringlich werden. „Compassion” ist wie eine Reise durch verschiedene Welten, verschiedene Gefühlsanwandlungen, verschiedene Atmosphären. Diese sind meist dicht und packend. Und wenn sich Melodien herauskristallisieren, dann klingen sie warm und weich und allzu häufig melancholisch zerbrechlich. Gleichzeitig ist die Musik des Matthew Barnes fast schon hypnotisch, ergreift von einem Besitz. Eindrucksvoll klingt „Compassion” immer.

Fazit: Wer einmal etwas ganz anderes hören möchte und auch das Experiment nicht scheut, der oder dem sei „Compassion” von Forest Swords sehr empfohlen. Unaufdringlich eindringliche elektronische Musik. Mystisch verzaubert und atmosphärisch immer sehr dicht gehalten, entfalten sich auf diesem Album Klangwelten, die einen meist weich betten und dabei aufhorchen lassen. Nur Weniges ist auf dieser Scheibe vorhersehbar, Vieles allerdings überraschend und spannend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Panic, Vandalism, Knife Edge



Dienstag, 4. Juli 2017

Hawkwind – Into The Woods




Hawkwind – Into The Woods


Besetzung:

Dave Brock – vocals, guitar, keyboards, synthesizer and theremin
Haz Wheaton – bass plus keyboards on track 11
Richard Chadwick – drums, percussion, vocals
Mr Dibs – vocals tracks 4 and 12, keyboards and synthesizer tracks 10 and 12
Magnus – keyboards tracks 4, 9, 11, guitar tracks 5 and 10
Big Bill Barry – fiddle tracks 5 and 10


Label: Cherry Red Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Rock, Space Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Into The Woods (6:16)
2. Cottage In The Woods (3:51)
3. The Woodpecker (0:51)
4. Have You Seen Them (6:58)
5. Ascent (3:41)
6. Space Ship Blues (6:35)
7. The Wind (4:09)
8. Vegan Lunch (5:18)
9. Magic Scenes (6:11)
10. Darkland (2:13)
11. Wood Nymph (5:57)
12. Deep Cavern (2:26)
13. Magic Mushroom (9:27)

Gesamtspieldauer: 1:04:03




„Into The Woods“ ist tatsächlich bereits das 30. Studioalbum der Space Rocker von Hawkwind. Am 5. Mai 2017 erschien die Platte auf dem Label Cherry Red Records. Der bald 76-jährige Dave Brock hat es einmal mehr geschafft, ein Album ganz in der Tradition von Hawkwind zu veröffentlichen, wenn dieses im Falle von „Into The Woods“ sogar auch ein wenig experimenteller ausgefallen ist.

Auf „Into The Woods“ hört man ihn natürlich noch, diesen Space Rock, deren Mitbegründer und Miterfinder Hawkwind sind. „Magic Scenes“, „Have You Seen Them“ und das lange Instrumentallied „Magic Mushroom“ am Ende des Albums stehen dafür. Allerdings hört man dieses Genre nicht nur. Immer wieder gibt es Einschübe mit Geräuschen und Gesprächen, die an Lieder angehängt werden oder auch mal, wie im Falle des kurzen Titels „The Woodpecker“, das ganze Lied darstellen und die Platte auflockern. Ebenso stilistisch ist die Scheibe breiter gefächert. „Space Ship Blues“ klingt nach einem Konglomerat aus Country & Western, Hard Rock und Blues, ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und für mich das schlechteste und am wenigsten überzeugende Stück auf „Into The Woods“. Ganz anders die Nummer „Darkland“. Zwar mit ein paar „spacigen“ Hintergrundgeräuschen angereichert, ist das Lied mit einer wunderschönen und sanften Melodie ausgestattet und bewegt sich eher im Bereich des weichen Rocks und könnte gut für den Abspann eines traurigen Films herhalten.

„Into The Woods“ steigert sich in seinem Verlauf. In der ersten Hälfte ist es vor allen Dingen das Lied „Cottage In The Woods“, welches zu überzeugen weiß. Im zweiten Abschnitt hört man dann einige sehr bemerkenswerte und hörenswerte Stücke. Diese sind ganz unterschiedlicher Art und als Beispiele seien hier die bereits erwähnten Lieder „Magic Scenes“, „Darkland“, „Magic Mushroom“ oder das überaus eingängige und rockende „Wood Nymph“ erwähnt. Da machen Hawkwind wahrlich jede Menge Laune.

Fazit: Wer die Musik von Hawkwind mag, wird gewiss „Into The Woods“ auch zu schätzen wissen. Es ist immer wieder interessant zu sehen beziehungsweise zu hören, dass manche Musiker und Bands in ihrem späteren Werk erneut zur Hochform auflaufen und dann wieder Alben veröffentlichen, die über eine weniger gute und mittlere Schaffensphase hinwegtrösten. So verhält es sich auch bei „Into The Woods“ von Hawkwind. Das Album ist abwechslungsreich, rockt, hält nachdenklichere Passagen für die Hörerin und den Hörer parat und experimentiert auch ein wenig. Gelungen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Cottage In The Woods, Magic Scenes, Darkland



Montag, 3. Juli 2017

Slowdive – Slowdive




Slowdive – Slowdive


Besetzung:

Neil Halstead – vocals, guitars, keys and editing
Rachel Goswell – vocals
Christian Savill – guitars
Nick Chaplin – bass guitar
Simon Scott – drums, guitar and electronics


Label: Dead Oceans


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Dream Pop, Shoegazing


Trackliste:

1. Slomo (6:53)
2. Star Roving (5:38)
3. Don't Know Why (4:37)
4. Sugar For The Pill (4:30)
5. Everyone Knows (4:22)
6. No Longer Making Time (5:48)
7. Go Get It (6:09)
8. Falling Ashes (8:00)

Gesamtspieldauer: 46:01




„Slowdive“ heißt das vierte Studioalbum der gleichnamigen englischen Rock Band Slowdive. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 5. Mai 2017 auf dem Platten-Label Dead Oceans. Es ist die erste Veröffentlichung von Slowdive seit 22 Jahren. Das vorherige Album „Pygmalion“ erschien im Jahr 1995.

Auf „Slowdive“ hört man „Dream Pop“ oder „Shoegazing“. Beides beschreibt die Musik der Band sehr gut, wobei man sich unter Dream Pop natürlich sehr schnell etwas vorstellen kann. Größtenteils weiche und verträumte Musik, meist melancholisch und immer melodiös. „Shoegazing“ gilt dagegen als Vorläufer-Genre des Brit-Pop, obwohl sich dieser noch deutlich anders, sehr viel variabler anhört. „Shoegazing“ ist sehr schwelgerische Musik, in der dichte und melodische Klangteppiche erzeugt werden. Dies geschieht mit elektronisch bearbeiteten Gitarrensounds, wie mit Synthesizer-Lagen, die dicht über dicht gestapelt scheinen. Dazu gibt es jede Menge Hall-Effekte, die sowohl auf die Instrumente, wie auch auf den Gesang angewendet werden.

Damit ist die Musik von Slowdive im Grunde genommen schon bestens beschrieben und der Name der Band scheint diese auch bereits bestens auszudrücken. Alles klingt hier weich und in Watte gepackt, wie im Traum, sanft und auf seine Art und Weise vorsichtig. Scharfe Kanten und Ecken gibt es nicht in diesen Liedern, alles wabert durch den Raum, füllt ihn absolut aus. Jeder Akkord, jeder Takt wirkt dabei kompakt und dicht und fast schon undurchdringlich mit all den Lagen an Synthesizer-Wellen, die hier auf einen einströmen.

Leider hat dies auch zur Folge, dass die Lieder sich alle sehr ähneln. Die Musik klingt zwar an jeder Stelle sehr melodisch, jedoch auch fast schon langweilig. Beim Hören von „Slowdive“ wird man einer Art Berieselung ausgesetzt, die ganz nett klingt, allerdings schon beim ersten Mal des Hörens auch sehr uninteressant wirkt. Und so muss man wirklich bis zum letzten Lied der Scheibe warten, bis sich zumindest etwas Abwechslung einstellt. „Falling Ashes“ besteht im Grunde genommen nur aus der Aneinanderreihung von vier Noten, die auf dem Klavier gespielt werden. Um diese herum entstehen wieder diese bereits beschriebenen Klang-Teppiche. Das Lied ist acht Minuten lang und eigentlich furchtbar monoton. Doch genau darin liegt die Schönheit dieses Titels, der fast schon hypnotisch eindringlich aus den Boxen quillt. Genau diese vier Noten machen hier den Unterschied, sind ergreifend und besitzen einen Wiedererkennungswert. Trotz aller Monotonie, die hier wunderschön ist, der Höhepunkt des Albums.

Fazit: Für „Dream Pop“ und „Shoegazing“ muss man wirklich ein Ohr haben, damit diese Art der Musik nicht schnell langweilig wird. Im Bereich des „Shoegazing“ treiben es Slowdive auf „Slowdive“ fast schon auf die Spitze. Alles wirkt unfassbar in Watte gepackt, sodass die Lieder, allesamt melodiös gehalten, kaum mehr unterscheidbar sind. Und plötzlich startet am Ende der Scheibe das Lied mit dem höchsten Monotonie-Faktor und wird zum Höhepunkt des ganzen Albums. Musik ist komisch. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Falling Ashes



Sonntag, 2. Juli 2017

Big Big Train – Grimspound




Big Big Train – Grimspound


Besetzung:

Nick D'Virgilio – drums, percussion, co-lead ("A Mead Hall In Winter") and backing vocals
Dave Gregory – guitars
Rachel Hall – violin, voila, cello, co-lead ("As The Crow Flies") and backing vocals
David Longdon – lead and backing vocals, flute, piano, guitars, mandolin, banjo, lute, celesta, synthesizers, percussion
Danny Manners – keyboards, double bass
Andy Poole – acoustic guitar, keyboards, backing vocals
Rikard Sjöblom – keyboards, guitars, backing vocals
Greg Spawton – bass guitar, bass pedals


Gastmusiker:

Judy Dyble – vocals ("The Ivy Gate")
Philip Trzebiatowski – cello ("On The Racing Line")


Label: English Electric Recordings


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. Brave Captain (12:37)
2. On The Racing Line (5:11)
3. Experimental Gentlemen (10:01)
4. Meadowland (3:36)
5. Grimspound (6:55)
6. The Ivy Gate (7:26)
7. A Mead Hall In Winter (15:19)
8. As The Crow Flies (6:43)

Gesamtspieldauer: 1:07:52




„Grimspound” heißt das zehnte Studioalbum der englischen Progressive Rock Band Big Big Train. Es erschien am 28. April 2017 auf dem bandeigenen Label English Electric Recordings und wurde in derselben Besetzung eingespielt, wie schon der Vorgänger „Folklore“. Ursprünglich war die Veröffentlichung einer EP geplant gewesen, da noch einiges „Material“ bei der Entstehung von „Folklore“ übrig geblieben war. Doch als sich die Band wieder im Studio einfand, scheint deren Kreativität einen weiteren Schub bekommen zu haben und plötzlich zeichnete sich genug Liedmaterial für ein komplett neues Album ab, aus dem schließlich die Scheibe „Grimspound“ entstand. Die frühere Fairport Convention Sängerin Judy Dyble hat dabei einen Gastauftritt und erstmalig konnte sich ein Album von Big Big Train auch in den englischen Charts platzieren und erreichte dort immerhin Platz 45.

Auf „Grimspound“ hört man zwar keinen frickeligen Progressive Rock, keine allzu kühnen Wendungen und Experimente in den Liedern, aber man hört hier sehr eingängigen und melodiösen Rock, der sich im Bereich des RetroProg, Art Rock und mitunter auch Folk bewegt. Die Musik ist größtenteils weich und sanft, was durch die Streichereinlagen der Rachel Hall nochmals bestens transportiert wird. Doch kann man auf „Grimspound“ auch Rock hören, der nach vorne prescht und in dem sich Ex-Spocks Beard Schlagzeuger Nick D'Virgilio austoben kann. Die Musik von Big Big Train deckt ein breites Spektrum an Atmosphären und Stimmungen auf dieser Platte ab, wobei jeder Titel gut ins Ohr geht – ohne Ausnahme.

Gleich die erste Nummer, „Brave Captain“, steht ein klein wenig stellvertretend für das gesamte Album. Sehr symphonischen Prog gibt es hier zu hören, der sich immer wieder wandelt und allen Instrumenten jede Menge Spielraum einräumt. Jedes Instrument darf sich hier entfalten und dabei vor allen Dingen schön klingen. Gleich ein Höhepunkt zu Beginn der Platte. Ebenfalls sehr abwechslungsreich, aus schnelleren und langsameren Passagen bestehend, ist das folgende Instrumentalstück „On The Racing Line“. Auch dieses besticht durch seine Eingängigkeit, beginnt relativ flott und mündet in einen von Streichern dominierten Teil, um schließlich in einen rockigen Abschnitt zu führen. Die Musik macht auch im weiteren Verlauf des Albums Spaß. Erwähnenswert sind hier vor allen Dingen noch das folkige „The Ivy Gate“, bei dem die bereits erwähnte Judy Dyble einen Gesangspart übernimmt. Ebenso sehr lohnenswert klingt „A Mead Hall In Winter“, das mit über fünfzehn Minuten Spieldauer längste Lied des Albums. Das Stück ist eine kleine Reise durch den Kosmos der Big Big Train Musik. Manches Mal fast schon am Rand des Kitsches sich entlanghangelnd, immer auf der Suche nach der schönen und eingängigen Melodie.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch noch der tolle Sound des Albums. Leisere wie lautere Passagen sind perfekt arrangiert und abgemischt. Die Musik bietet damit sowohl beim Nebenbeihören, wie auch laut aufgedreht alles, was das Ohr erwartet. Obwohl man sich etwas verschenken würde, würde man diese Musik einfach nur so nebenbei hören und den Lautstärkeregler nicht ordentlich aufdrehen.

Fazit: „Grimspound“ von Big Big Train ist ein schönes Album geworden, welches mit den Stilen RetroProg, Folk und Art Rock zu spielen versteht. Die darauf zu hörende Musik ist eine sehr eingängige, immer melodiöse. Steht man nicht auf zu viel „Frickelei“ und allzu große Überraschungen, dann kann das Album den Freundinnen und Freunden des melodiösen und symphonischen Progressive Rocks durchaus ans Herz wachsen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Brave Captain, On The Racing Line, The Ivy Gate



Samstag, 1. Juli 2017

The Black Angels – Death Song




The Black Angels – Death Song


Besetzung:

Stephanie Bailey – drums, percussion, philicorda
Christian Bland – guitar, mellotron, bass, vocals, vox continental
Jake Garcia – guitar, bass, vocals
Kyle Hunt – bass, guitar, organ, moog, rheem mk VII
Alex Maas – lead vocals, bass, harmonium


Label: Partisan Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Currency (5:16)
2. I'd Kill For Her (3:37)
3. Half Believing (4:20)
4. Comanche Moon (4:51)
5. Hunt Me Down (3:53)
6. Grab As Much (As You Can) (3:51)
7. Estimate (5:09)
8. I Dreamt (4:22)
9. Medicine (3:31)
10. Death March (3:24)
11. Life Song (6:30)

Gesamtspieldauer: 48:49




The Black Angels sind eine US-amerikanische Psychedelic Rock Band aus Austin, Texas, die sich nach dem Velvet Underground Lied „The Black Angel's Death Song“ benannte. Fünf Studioalben haben sie bisher veröffentlicht. „Death Song” heißt das bisher letzte dieser Reihe und erschien im April des Jahres 2017 auf dem Label Partisan Records – und damit wäre nun der Velvet Underground Titel vollständig umgesetzt.

Bandname sowie Titel des Albums sind hier inhaltlich wie auch musikalisch Programm. „Death Song“ ist ein sehr schwermütiges, dunkles Album geworden. Von Melancholie kann man bei der hier transportierten Atmosphäre schon gar nicht mehr sprechen, sehr viel mehr muss man hier von großer Traurigkeit ausgehen. Dabei sind die Lieder durchaus sehr eingängig gehalten, bleiben bereits nach wenigen Durchläufen hängen. Allerdings sind die einzelnen Stücke mitunter dabei sogar etwas monoton und redundant, was den dunklen Eindruck, die ausweglose Stimmung der Platte jedoch noch zusätzlich befeuert. Aber diese Musik geht definitiv schnell ins Ohr.

Psychedelisch klingt „Death Song“ wahrlich. Die Band spielt mit der Stimmung und scheut sich auch nicht Reminiszenzen aufkommen zu lassen. So ertönen im Lied „I Dreamt“ am Synthesizer erzeugte Vogel-ähnliche Schreie, die es sonst so nur auf Pink Floyds „Echoes“ zu hören gibt. Die Stimme von Sänger Alex Maas wird bei jedem Titel immer wieder verändert, variiert, sei es durch Hall- oder Echo-Effekte, was zusätzlich zu der mitunter fast schon maroden Gesamtatmosphäre beiträgt. Das Tempo der Musik von den Black Angels auf „Death Song” bewegt sich häufig im Mid-Tempo. Ausschläge nach oben und unten gibt es und diese fördern ein wenig die Abwechslung in der Musik auf „Death Song“. Und schließlich endet die Scheibe mit dem Titel „Life Song“. Ein Hoffnungsschimmer? Ein klares „Ja“ dazu. Immer noch getragen klingend, mit Sätzen wie „How can I explain, With no hope, With no chance, As I'm traveling upside down, Into a world of the unknown” und „How can I explain, That I'm dying today, I'm dying, I'm dying, I'm dying to say, I owe you, I'll see you on the other side” bestückt, wird die Musik trotzdem positiver, setzt ein Fünkchen Hoffnung an das Ende der Platte, welches Durchatmen lässt.

Fazit: Psychedelic Rock der eher dunklen Art gibt es von den Black Angels auf ihrem Album „Death Song“ zu hören. Allzu experimentell ist die Musik der Black Angels dabei nicht, dafür jedoch in jedem Takt, in jedem Akkord melodiös. Dazu erfordert der Genuss der Scheibe eine allgemein positive Grundlebenseinstellung, um beim Hören des Albums nicht gleich in Depressionen zu verfallen. Zumeist sind die Lieder eher ruhig und sanft gehalten und im Mid-Tempo angesiedelt. Sehr viel Moll-Musik gibt es auf der Scheibe zu hören. Intensiv ist das auf jeden Fall. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Currency, Estimate, Medicine, Life Song



Freitag, 30. Juni 2017

Styx – The Mission




Styx – The Mission


Besetzung:

Tommy Shaw – acoustic & electric guitars, mandolin, vocals
James Young – electric guitar, vocals
Chuck Panozzo – bass guitar on "Hundred Million Miles From Home"
Todd Sucherman – drums, percussion, waterphone
Lawrence Gowan – piano, b3 organ, synthesizers, vocals
Ricky Phillips – bass guitar


Gastmusiker:

Will Evankovich – additional synthesizers, guitars, sound effects


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Overture (1:23)
2. Gone Gone Gone (2:08)
3. Hundred Million Miles From Home (3:39)
4. Trouble At The Big Show (2:30)
5. Locomotive (5:03)
6. Radio Silence (4:17)
7. The Greater Good (4:10)
8. Time May Bend (2:30)
9. Ten Thousand Ways (1:22)
10. Red Storm (6:04)
11. All Systems Stable (0:17)
12. Khedive (2:04)
13. The Outpost (3:51)
14. Mission To Mars (2:43)

Gesamtspieldauer: 42:06




Und auch Styx haben es nochmals gemacht und im Jahr 2017 ein neues Album veröffentlicht. „The Mission” heißt dieses, es ist ihr inzwischen sechzehntes Studioalbum, erschien bei Universal Music und ist ein Konzeptalbum. Darauf wird die Geschickte einer Marsexpedition im Jahr 2033 erzählt. Es dauerte bis zu dieser Veröffentlichung ganze vierzehn Jahre, damals war im Jahr 2003 mit „Cyclorama” das letzte Album mit eigenem Material erschienen. Die letzte Studioplatte aus dem Jahr 2005, „Big Bang Theory“, bestand lediglich aus Cover-Versionen.

Die Bandbesetzung ist nach diesen vielen Jahren der Pause dieselbe geblieben und Chuck Panozzo spielt erneut genau einen Titel am Bass mit ein. So etwas nennt man dann wohl Beständigkeit. Die Geschichte zu „The Mission“ haben sich Tommy Shaw und Will Evankovich ausgedacht, von denen auch ein Großteil der Kompositionen stammen. Will Evankovich wird allerdings im beiliegenden Booklet nicht als Styx-Mitglied aufgeführt. Musikalisch gesehen scheint die Band sich um Jahrzehnte nach hinten orientiert zu haben. Auf „The Mission“ hört man ihn wieder, den so typischen Styx-Sound, etwas verschachtelt mitunter, angefüllt mit mehrstimmigen Hintergrundgesang, für den die Band schon in ihren ganz frühen Jahren stand. Manchmal klingt es fast so, als ob Ex-Keyboarder, Sänger, Ideengeber und Komponist Dennis DeYoung noch an „The Mission“ beteiligt wäre, doch der hatte seinen letzten Auftritt mit der Band im Jahr 1999 gehabt.

Auf „The Mission“ erklingt eingängiger Rock über Mainstream bis hin zu kleinen Ausflügen in den Bereich des Art Rock. Poppig klingt die Band hier deutlich weniger, als noch auf manch anderer Veröffentlichung. Die Lieder gehen allesamt ziemlich schnell ins Ohr, sind melodiös und zeigen bereits nach wenigen Durchläufen einen gewissen Wiedererkennungswert. Die Scheibe lässt sich gut in einem durchhören, auf die Skip-Taste der Fernbedienung kann man hier gut verzichten. Allen Freundinnen und Freunden der früheren Styx dürfte diese Scheibe durchaus ein Lächeln auf das Gesicht zaubern, denn die Musik klingt einfach innovativer als Vieles, für was Styx in ihrer Karriere auch standen und erinnert immer wieder an die 70er Jahre. Trotzdem bleibt „The Mission“ immer noch ein Rock-Album und kein Progressive Rock-Album.

Fazit: „The Mission” ist eine sehr nach hinten gerichtete Platte geworden. Wer also Neues von Styx erwartet hat, die oder der wird hier enttäuscht werden. Die Band klingt auf diesem Album sehr viel mehr wie in früheren Jahren, als auf späteren Veröffentlichungen. Die Lieder sind melodiös und eingängig. Füllmaterial befindet sich ebenfalls nicht auf der Scheibe, sodass sich die Styx-Fans von früher sicherlich über diese Scheibe freuen werden. Gut gemachter Rock. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Radio Silence, Ten Thousand Ways, Red Storm, Khedive



Donnerstag, 29. Juni 2017

Anathema – The Optimist




Anathema – The Optimist


Besetzung:

Daniel Cavanagh – guitars, vocals, keyboards, bass
Vincent Cavanagh – vocals, guitars, keyboards, programming, bass
Jamie Cavanagh – bass
John Douglas – drums, keyboards, programming
Lee Douglas – vocals
Daniel Cardoso – drums


Gastmusiker:

Greg Lawson – violin
Alistair Savage – violin
Emily Ward – violin
Kobus Frick – violin
Liza Webb – violin
Paul Medd – violin
Tom Dunn – viola
Sophie Rathbone – viola
Robert Anderson – cello
Michael Owers – trombone
Duncan Lyall – double bass
Gregor Reid – SFX editor


Label: K Scope


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Independent, Art Rock


Trackliste:

1. 32.63N 117.14W (1:16)
2. Leaving It Behind (4:28)
3. Endless Ways (5:49)
4. The Optimist (5:37)
5. San Francisco (4:59)
6. Springfield (5:49)
7. Ghosts (4:17)
8. Can't Let Go (5:00)
9. Close Your Eyes (3:38)
10. Wildfires (5:39)
11. Back To The Start (Das Lied endet um 7:35. Nach drei Minuten der Stille startet um 10:35 nochmals ein kurzer "Hidden Track") (11:42)

Gesamtspieldauer: 58:20




Anathema ist Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts als Death Doom Band gestartet, öffnete sich dann über Alternative- und Independent-Rock-Elemente einem sehr viel größeren Publikum und setzt inzwischen einen Trend zur Pop-Rock-Formation um. Dieser Trend wurde mit dem achten Studioalbum „We're Here Because We're Here“ aus dem Jahr 2010 eingeleitet und findet auch in der elften Studioveröffentlichung der Briten, „The Optimist“, aus dem Jahr 2017 seine Fortsetzung.

Auf „The Optimist“ hört man wahrlich keine schlechte Musik und die ein oder andere Nummer geht auch gut ins Ohr – wenn auch noch nicht gleich mit dem ersten Mal des Hörens. Allerdings allzu berauschend oder übermäßig kreativ und ausgefallen klingt Vieles auf „The Optimist“ auch nicht mehr unbedingt. Nimmt man hier als Beispiel den Titel „Can't Let Go“, so hört man allzu fröhlichem „Pop-Rock“ und die Musik von Anathema bewegt sich in weit weniger interessanten Welten, klingt dabei fast schon langweilig und eher allzu beliebig. „Leaving It Behind“ sowie die Instrumentalnummer „San Francisco“ können dagegen sehr viel schneller überzeugen und zum Teil auch mitreißen.

Dies gilt ebenso für die zunächst sehr getragene Nummer „Wildfires“. Hier hören sich Anathema so an, wie in ihrer besten Phase, als sie dem ganz harten Rock gerade eben den Rücken gekehrt hatten. Und nun klingen sie auch nach Art Rock und keineswegs mehr langweilig oder beliebig. Schön steigert sich die Nummer, wird immer intensiver und bleibt dabei doch redundant und auf seine Weise monoton. Bis schließlich alles ab einem gewissen Punkt zu explodieren scheint, kraftvoll und fordernd durchstartet, um letztendlich sehr sanft auszuklingen. Die letzte Nummer „Back To The Start“ startet ebenfalls sanft, mit etwas Meeresrauschen und ruhigen Gitarrenklängen, die vielleicht der Wind in die eigene Richtung bläst. Schließlich wird die Musik voller und getragener. Alles klingt sanft, ein wenig verträumt und steigert sich in vollem Streichergewand, um letztendlich ebenfalls wieder ruhig auszuklingen. Warum dann allerdings nach einer Pause von drei Minuten Stille noch ein sogenannter „Hidden Track“ angeführt wird, der aus Vogelgezwitscher und Hintergrundgeräuschen besteht, das muss man wohl nicht unbedingt verstehen können. Im Grunde genommen war die Zeit für solcherlei Spielereinen, um die Laufzeit der Musik zu verlängern, in den 90er Jahren bereits abgelaufen.

Fazit: „The Optimist“ von Anathema ertönt nur an wenigen Stellen „optimistisch“. Zumeist ist die Stimmung des Albums eine eher dunkle und getragene. Viele Lieder klingen dabei nach gut gemachtem Alternative Rock, weniges nach Art Rock. Doch diese besonderen Stellen gibt es auch auf „The Optimist“ – allerdings leider nicht allzu oft. Richtig begeistern kann das Album zumindest mich nicht mehr, da waren die Veröffentlichungen Ende des alten und Anfang des neuen Jahrtausends doch noch kreativer und packender. Aber wie immer – reine Geschmackssache. Neun Punkte.

Anspieltipps: Leaving It Behind, San Francisco, Wildfires



Mittwoch, 28. Juni 2017

Mike Oldfield – Return To Ommadawn




Mike Oldfield – Return To Ommadawn


Besetzung:

Tom Waits – acoustic steel guitar, flamenco guitar, bass guitar, acoustic bass guitar, electric guitars, mandolins, banjo, ukulele, celtic harp, organs, mellotron, solina, clavioline, piano, bodhran, African table drums, glockenspiel, penny whistles, vocal effects derived from original Ommadawn


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Progressive Rock, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Return To Ommadawn Part 1 (21:11)
2. Return To Ommadawn Part 2 (20:57)

Gesamtspieldauer: 42:08




„Return To Ommadawn” ist tatsächlich bereits das sechsundzwanzigste Studio-Album des Engländers Mike Oldfield. Dabei ist nicht nur die Musik eine Reminiszenz an seine frühen Alben, auch die Anordnung auf der CD oder der LP deutet bereits auf einen gewissen „Retro-Charakter“ von „Return To Ommadawn” hin. Seit der Scheibe „Incantations” aus dem Jahr 1978 gab es keine LP-seitenfüllende Lieder mehr (nimmt man mal „Amarok“ aus, wobei es sich hier allerdings nur um ein einziges Lied handelte), die einfach mit dem Part 1 und Part 2 benannt wurden. Auf „Return To Ommadawn” war Mike Oldfield nun zur alten Vorgehensweise zurückgekehrt.

Und natürlich deutet auch der Name „Return To Ommadawn” auf sein Frühwerk, sein drittes Album „Ommadawn“ hin. Und – das ist das Schöne an diesem Album – es ist Mike Oldfield gelungen die ehemalige Musik, seine früheren Werke wieder aufleben zu lassen, ohne diese zu kopieren. Auch wenn „Return To Ommadawn” mit den alten Instrumenten von damals eingespielt wurde, so ist es keine Kopie der ersten Platten. Aber dieses Album hätte stilistisch absolut auch in der damaligen Zeit entstanden sein können. Es reiht sich perfekt ein in die Linie „Tubular Bells“ 1973, „Hergest Ridge“ 1974, „Ommadawn“ 1975 und „Incantations“ aus dem Jahr 1978.

Die Musik des Mike Oldfield klingt auf „Return To Ommadawn” sehr melancholisch und sentimental. Die Stimmung, welche hier transportiert wird ist keine helle, sondern sehr viel eher eine dunkle bis traurige. Und diese Stimmung, diese Atmosphäre geht sehr gut ins Ohr, ist trotz aller Melancholie überaus eingängig und melodiös und es macht einfach Spaß hier zuzuhören. Vor allen Dingen der erste Teil des Albums ist Mike Oldfield wunderschön gelungen. Warme Melodien umschweben das Ohr, jederzeit in der Lage zu beeindrucken. Selbstverständlich verstärkt sich dieses Gefühl noch mit jedem weiteren Durchlauf des Albums. Dabei klingt Teil 1 von „Return To Ommadawn” noch ein wenig gelungener, noch melodiöser und eingängiger als der zweite Teil. Dies jedoch auch nur marginal.

Als Album, auf welchem man wieder den alten Stil des Mike Oldfield hören würde, so wurde die Platte vor der Veröffentlichung beworben. Und man kann dieser Aussage nur zustimmen. Genau so klingt Mike Oldfield hier. Viel interessanter als so vieles andere, was in den 80er, 90er und 2000er Jahren von ihm veröffentlicht wurde. Er kann es definitiv noch. Dabei hat Mike Oldfield auf jegliche Gastmusiker verzichtet und das gesamte Album im Alleingang eingespielt. Sicherlich ebenfalls nicht alltäglich und gewiss besonders.

Fazit: Eine äußerst gelungene Scheibe ist „Return To Ommadawn” von Mike Oldfield geworden. Angefüllt mit Musik, die es so zum letzten Mal vor 40 Jahren zu hören gab. Aber es ist kein Aufguss, es ist neue Musik, die etwas Früheres noch ergänzt. Die beiden Stücke gehen ins Ohr und werden jeden Mike Oldfield Fan nicht nur unterhalten, sondern auch begeistern. Macht Spaß. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Das gesamte Album



Dienstag, 27. Juni 2017

Various Artists – MTV’s Rock ‘n Roll To Go




Various Artists – MTV’s Rock ‘n Roll To Go


Label: Elektra


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Rock, Pop, New Wave, Disco


Trackliste:

1. Pat Benatar – Hell Is For Children (4:46)
2. The Cars – Drive (3:57)
3. The Fixx – Are We Ourselves? (2:28)
4. Hall & Oates – Say It Isn’t So (3:59)
5. Billy Idol – Rebel Yell (3:43)
6. Kiss – Lick It Up (3:54)
7. Cyndi Lauper – She Bop (3:41)
8. Madonna – Lucky Star (3:51)
9. Steve Perry – Oh Sherrie (3:48)
10. Ratt – Round And Round (4:23)
11. The Police – King Of Pain (4:55)
12. Thompson Twins – Hold Me Now (4:45)
13. Tina Turner – What’s Love Got To Do With It (5:42)
14. Wang Chung – Dance Hall Days (4:00)

Gesamtspieldauer: 57:52




Manchmal ist es ganz nett, eine Zusammenstellung von Titeln zu hören, die vor langer Zeit alle einmal Hits waren und in den Radiostationen zur Zeit ihrer Aktualität rauf und runter liefen. Selbstverständlich kann es dabei nicht passieren, dass einem alles zusagt, was man dabei zu hören bekommt. Zu unterschiedlich sind die musikalischen Genres und Stilrichtungen, die hierbei bedient werden. Im Falle von „MTV’s Rock ‘n Roll To Go“, welches im Jahr 1985 veröffentlicht wurde, sind das „Rock“, „Pop“, „New Wave“, „Disco“ und diverse Unterarten dieser Genres. Veröffentlicht wurde die Platte auf dem Label Elektra.

Allzu anspruchsvoll ist die hier zu hörende Musik freilich nicht. Es handelt sich ausnahmslos und Chart-Musik, die schnell ins Ohr gehen soll. Die Lieder stammen dabei zum überwiegenden Teil aus den Jahren 1983 und 1984. Nur der Opener „Hell Is For Children“ von Pat Benatar bildet da eine Ausnahme. Dieses Lied entstand bereits im Jahr 1980. „MTV’s Rock ‘n Roll To Go“ bietet eine ganz nette Übersicht, was Anfang bis Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts alles so in den Charts lief und „in“ war. Zugegebenermaßen ist nicht jedes der vierzehn Lieder ein Chartstürmer gewesen oder unbedingt übermäßig bekannt, irgendwelche Lückenbüßer befinden sich allerdings auch nicht auf der Scheibe.

Fazit: Um in die Musik Anfang bis Mitte der 80er Jahre einzusteigen, dazu ist dieses Kompilationsalbum mit dem Titel „MTV’s Rock ‘n Roll To Go“ bestens geeignet. Damit stößt diese Zusammenstellung allerdings auch schon an ihre Grenzen, denn die musikalischen Stile sind darauf so weit gefächert, dass einem unmöglich alles gefallen oder ansprechen kann. Von daher kann man diese Platte sehr gut als Hintergrundmusik einer 80er Jahre Party laufen lassen, wobei hier definitiv für jeden etwas dabei ist. Immerhin. Fünf Punkte.

Anspieltipps: The Cars – Drive, Cyndi Lauper – She Bop, Tina Turner – What’s Love Got To Do With It



Montag, 26. Juni 2017

Ph.D. – Ph.D.




Ph.D. – Ph.D.


Besetzung:

Jim Diamond – vocals
Tony Hymas – keyboards


Gastmusiker:

Simon Phillips – drums
Mark Craney – drums on 4 and 7
Phil Palmer – guitar on 7


Label: WEA International


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Pop, Rock, Soul


Trackliste:

1. Little Suzi's On The Up (2:56)
2. War Years (3:19)
3. Oh Maria (2:48)
4. Oo Sha Sha (3:29)
5. I Won't Let You Down (4:21)
6. There's No Answer To It (3:15)
7. Poor City (3:33)
8. Up Down (4:07)
9. Hollywood Signs (3:23)
10. Radio To On (3:32)

Gesamtspieldauer: 34:43




Möchte man mal der Pop-Musik Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts lauschen, so stellt die Band Ph.D. eine gute Möglichkeit dar, sich über die Musik der damaligen Zeit ein Bild zu machen beziehungsweise Gehör zu verschaffen. „Ph.D.“ heißt das Debut-Album der gleichnamigen Band, welches in Jahr 1981 erschien und auf dem Label WEA veröffentlicht worden war. Ph.D., das sind der Sänger Jim Diamond sowie Keyboardspieler Tony Hymas. Alle weiteren Instrumente wurden durch Gastmusiker eingespielt. Das Keyboard steht im Vordergrund, lediglich auf einem Lied hört man eine Gitarre, 80ies Pop eben.

Auf dem Album wird man hauptsächlich mit Pop-Musik berieselt, mal mehr mal weniger eingängig. Dazu gibt es kurze Ausflüge in den Soul sowie manche Töne, die auch mal an Rock erinnern. Trotzdem bleibt die Musik vor allen Dingen synthetisch und klingt auch genau so. Die Platte Album hatte mit der Nummer „I Won't Let You Down” auch einen Hit, der in den britischen Charts bis auf Platz 3 kletterte. Das Video zu “Little Suzi's On The Up” war das fünfte Video überhaupt, welches am ersten Sendetag des neu gegründeten Senders MTV am 1. August 1981 ausgestrahlt wurde und war jedoch sehr viel weniger erfolgreich als Single-Auskopplung.

Die Musik auf „Ph.D.” von Ph.D. klingt heute reichlich unspektakulär. Die Stimme des Jim Diamond erinnert an manchen Stellen leicht an die des Roger Chapman. Die Platte plätschert ein wenig durch, lediglich das bereits erwähnte „I Won't Let You Down” stellt da eine Ausnahme dar, da es über eine sehr eingängige Melodie verfügt und einen kleinen Ohrwurm darstellt. Ansonsten sind die Lieder auf der Scheibe eher langweilig, ohne dabei wirklich schlecht zu sein. Seine Verkaufszahlen erreichte das Album wohl auch im Gefolge seines Single-Hits, denn der Rest ist im Grunde genommen kaum der Rede wert.

Fazit: 80ies Pop gibt es von Ph.D. auf ihrem Debutalbum zu hören. Schlecht klingt das sicherlich nicht, leider allerdings dafür ein wenig langweilig. Das Lied „I Won't Let You Down” hinterlässt Eindruck, was man von den meisten restlichen Stücken leider nicht mehr behaupten kann. Ohne, dass die Musik auf der Scheibe wirklich schlecht ist, wird man sie kaum öfters auflegen wollen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: War Years, I Won't Let You Down, Poor City, Radio To On




Sonntag, 25. Juni 2017

Stephan Sulke – 7 (Kekse)




Stephan Sulke – 7 (Kekse)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Intercord Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Liedermacher, Schlager, Chanson


Trackliste:

1. Der Typ Von Nebenan (3:55)
2. Kekse (3:20)
3. Der Andre (2:39)
4. Graf Bobby (1:55)
5. Eine Frau (2:55)
6. In Der Schule Lernt Man Eh Bloß Quark (3:12)
7. Lulu (1:54)
8. Ist Er Schon Gefällt (2:38)
9. Nur Mal Mit Ihr Schlafen (2:15)
10. Mein Freund (3:05)

Gesamtspieldauer: 27:48




„7” ist, wie der Name bereits vortrefflich verrät, das siebte Studioalbum des Schweizers Stephan Sulke. Als weiteren Titel besitzt dieses Album, welches im Jahr 1982 auf dem Label Intercord veröffentlicht wurde, den Namen „Kekse“, benannt nach dem zweiten Lied des Albums. Auf „7“ oder „Kekse“ hört man eine Mischung aus Liedermachermusik, Schlager und auch Chanson. Manches mal erinnert die Musik an die der Hildegard Knef. Mit Pop oder gar Rock hat das natürlich gar nichts zu tun.

Zum Teil kann man sich in diese Musik noch hineinhören, die allerdings schon irgendwie sehr speziell ist. Je mehr Chanson oder auch Big Band Sound jedoch zu hören ist, umso schwieriger wird das Ganze. Solch Lieder wie „Kekse“ oder „Lulu“ sind wahrlich schwere Kost und ich weiß überhaupt nicht, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um hieran Gefallen zu finden. Ganz schlimm. Gespielt „lustige“ Texte treffen da auf Musik, die es nicht schafft ins Ohr zu gehen, dabei als Einheit unfassbar seicht klingt.

Auf der ersten Plattenseite sind die Titel „Der Typ Von Nebenan“, „Der Andre“ und „Eine Frau“ zumindest nach vielen Durchläufen der Scheibe noch hörbar. Irgendetwas erscheint sich einem da zu erschließen, viel jedoch nicht. Die zweite Plattenseite ist dann nur noch schlimm. Dieses chansonmäßige Gesäusel ist sehr schwierig. Das letzte Lied „Mein Freund“ könnte dabei 1:1 von Hildegard Knef eingesungen worden zu sein. Stephan Sulke scheint hier auch deren Stimme anzunehmen.

Fazit: Musikhörerinnen und Musikhörer, die gerne französische Chansons, Big Band Sound und Hildegard Knef hören, könnten hier Spaß haben und die Platte „Kekse“ von Stephan Sulke mögen. Für alle anderen wird es definitiv schwierig bis fast unmöglich, mit solch Liedern etwas anfangen zu können. Die Texte wollen komisch sein, sind es jedoch nicht, können auch selten irgendwie anregen. Die Musik selbst ist fad und langweilig – größtenteils zumindest. Weiterer Kritikpunkt des Albums ist sicherlich die extrem kurze Laufzeit der Platte, wenn diese wohl aber auch Erleichterung hervorrufen kann. Drei Punkte.

Anspieltipps: Der Typ Von Nebenan, Der Andre, Eine Frau



(Kein Video verfügbar)

Samstag, 24. Juni 2017

Johnny Warman – From The Jungle To The New Horizons




Johnny Warman – From The Jungle To The New Horizons


Besetzung:

Johnny Warman – guitar, synthesizer, drums


Gastmusiker:

Tony Levin – chapman stick, bass
Jerry Marotta – drums, synthesizer
Vic Coppersmith – drums, percussion, vocals
Chris Payne – synthesizer
Andy Clark – synthesizer, piano, electric viola
Kiki Dee – vocals


Label: The Rocket Record Company


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. From The Jungles To The New Horizons (7:49)
2. King Robot (3:36)
3. Looking Back (3:58)
4. China's Moving (West) (6:04)
5. I Love My Planet (4:30)
6. (United) The State Of America (5:22)
7. Flying Out Of Windows (4:17)
8. Dream, Dream, Dream (3:53)
9. Y.C. (1:21)

Gesamtspieldauer: 40:50




„From The Jungle To The New Horizons“ heißt das dritte und damit bereits letzte Solo-Werk des Johnny Warman. Im Jahr 1982 wurde das Album auf dem Label The Rocket Record Company veröffentlicht und enthält eine Mischung aus Rock und Pop, immer noch mit einem oftmals dominierenden Keyboard beziehungsweise Synthesizer ausgestattet, jedoch längst nicht mehr so im Synthie-Pop verwurzelt, wie noch der Vorgänger „Walking Into Mirrors“, welcher ein Jahr zuvor veröffentlicht worden war.

Auf „From The Jungle To The New Horizons“ hört man überaus eingängigen und melodiösen Rock bis Pop, dem durchaus auch diese gewisse Nachhaltigkeit innewohnt. „China's Moving (West)“, „I Love My Planet“, „(United) The State Of America“, „Flying Out Of Windows“ oder „Dream, Dream, Dream“ sind alles Lieder, die einen Ohrwurmcharakter aufweisen, die sich bereits mit dem ersten Mal des Hörens im Ohr festzusetzen verstehen und dort auch längerfristig verweilen. Im Grunde genommen hätte ich allerdings auch die restlichen Stücke an dieser Stelle mit erwähnen können, denn „From The Jungle To The New Horizons“ überzeugt vom ersten Takt an, bis hin zum letzten Akkord. Lediglich der Titel „Looking Back“, der wohl irgendwie besonders funky klingen soll, fällt da sogar deutlich ab. Allerdings ist dies wirklich der einzige Ausfall auf „From The Jungle To The New Horizons“. Abgerundet wird die Musik dabei noch durch intelligente und auch nachdenkliche und kritische Texte, die sich ebenfalls lohnen mitverfolgt zu werden.

Viel Erfolg war Johnny Warman mit dem Album seltsamerweise allerdings nicht beschieden. Ohne anbiedernd zu klingen, enthält „From The Jungle To The New Horizons“ Musik die begeistert und einfach Spaß macht. Durchsetzen konnte sich die Musik des Johnny Warman jedoch trotzdem nicht, sein Plattenvertrag lief ebenfalls aus bei The Rocket Record Company und der gebürtige Londoner verlegte sich von nun an auf das Songwriting für andere Künstler. Mit dem neuen Jahrtausend scheint er sich dann sogar völlig aus dem Musikgeschäft zurückgezogen zu haben.

Fazit: Wer auf melodischen Pop bis Rock steht, die oder der sollte unbedingt mal in „From The Jungle To The New Horizons“ hineinhören. Leider scheint die Platte im Moment nur sehr schwer zu bekommen zu sein, es werden dafür im Moment Mondpreise verlangt. Sollte es eine Neuauflage geben, kann man hier als Freundin oder Freund melodiösen Rocks ohne Sorge zugreifen. Sehr schade, dass die kurze Solo-Karriere des Johny Warman bereits mit diesem Album im Jahr 1982 endete. Elf Punkte.

Anspieltipps: China's Moving (West), (United) The State Of America, Dream Dream Dream



Freitag, 23. Juni 2017

Vitale – Play It Loud




Vitale – Play It Loud


Besetzung:

Karsten Hembold – drums
Guido Vitale – vocals, keyboards
Dscharlie Bassmann – bass
Kalle Dürr – guitar


Gastmusiker:

Ingi Brough – drums
Pete Brough – guitar
Charlie Terstappen – drums
Francis M’Bappé – bass
Ralf Lennarts – bass
Mr. Lammers – keyboards
Christoph Böttinger – keyboards
Conny Plank – keyboards
Kampiz – guitar
Martin Auer – trumpet solo on „You Make Me“
Reco Mandelkow – bariton sax on „Crazy On The Run“
The Free Time Horns – brass
Gino DeMajo – background vocals
Fabiana DeGeronimo – background vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Crazy On The Run (5:15)
2. What You Gonna Do (3:55)
3. Black Eyes (4:33)
4. Let Me Love You (4:00)
5. You Make Me (Part Of Your Soul) (3:55)
6. China Love (5:14)
7. Wait Baby (Don’t Run Away) (5:25)
8. Everytime (I Hear Your Name) (5:27)
9. I Can Hear You (5:09)

Gesamtspieldauer: 42:53




Guido Vitale arbeitete in Conny Planks Studio und durfte dort, als er selbst eine Band gegründet hatte, sogar ein Album einspielen. Conny Plank ist auf diesem Album, kurz vor seinem Tod, sogar noch als Gastmusiker an den Keyboards zu hören. Er starb noch im Dezember desselben Jahres. „Play It Loud“ erschien im Jahr 1987, war ein großer Misserfolg und sollte auch die einzige Veröffentlichung des Guido Vitale bleiben.

Auf „Play It Loud“ hört man eine krude Mischung diverser musikalischer Stile, wobei der synthetische Pop schon ein wenig im Vordergrund steht. Die Lieder können allesamt nicht zünden, treiben einen zwar nicht aus dem Zimmer, sind allerdings unfassbar langweilig und zum Teil dann doch auch einfach nur platt und schlecht. Definitiv keine Musik für die oder den Musikästheten. Irgendwie klingt das Ganze so, als ob man es „mal probieren“ wollte. Das hat Guido Vitale und es hat nicht hingehauen.

Höhepunkte herauszustellen fällt bei dieser Platte wahrlich schwer. Lediglich vielleicht das poppige „Everytime (I Hear Your Name)“ kann man hier erwähnen. Und da wir gerade beim Thema „Hören“ sind, so kann ich an dieser Stelle auch gleich noch das folgende und letzte Lied des Albums erwähnen, „I Can Hear You“. Ebenfalls ein zunächst poppiges Lied, welches sich zu einem Rock-Stück wandelt, Ballade kann man es vielleicht am Ende auch noch nennen. Nette Melodie und ein Refrain, der ins Ohr geht.

Fazit: „Play It Loud“ von Vitale war halt ein Versuch. Nicht immer kann es hinhauen mit der großen Karriere im Musikgeschäft. Das Besondere fehlt auf diesem Album und der Stilmix bewirkt, dass man sich nie so richtig auf diese Scheibe einlassen kann. Viel des Liedmaterials ist auch nicht dazu geeignet, in Begeisterungsstürme anzustimmen. Aber es gibt Schlimmeres. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Everytime (I Hear Your Name), I Can Hear You



(Kein Video verfügbar)