Donnerstag, 9. August 2018

Matthias Reim – Reim




Matthias Reim – Reim


Besetzung:

Matthias Reim – Gesang


Gastmusiker:

Heike Neumeyer – the voice
Thomas Maser – guitars
Keine weiteren Angaben


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Deutscher Schlager, Deutsch Rock


Trackliste:

1. Verdammt ich lieb’ dich (3:41)
2. Was ist nur los (3:29)
3. Ganz egal (wie wir das Ding auch dreh'n) (3:39)
4. Du hast mir den Kopf verdreht (3:32)
5. Gib uns nicht auf (3:43)
6. Ich hab’ geträumt von dir (3:25)
7. Maskenball (3:24)
8. Bastian (Blaulicht in der Nacht) (3:07)
9. Selten so gelacht (niemals so geweint) (3:29)
10. Doch da war mehr (4:28)

Gesamtspieldauer: 35:57




Kurz mit „Reim“ betitelte der deutsche Sänger Matthias Reim sein erstes Solo-Album, das am 15. Juni im Jahr 1990 auf dem Plattenlabel Polydor erschien. Darauf zu hören ist eine Mischung aus Deutschem Schlager, Pop und auch Rock. Das Album ist das erfolgreichste in der Karriere des Matthias Reim geworden und verkaufte sich über 1,7 Millionen Mal. Die Platte kletterte in Deutschland und der Schweiz auf Platz 1 der Charts, in Österreich bis auf Platz 2. In Deutschland hielt sich „Reim“ ein gutes Jahr in den Hitparaden.

Der Erfolg der Platte überrascht nicht wirklich, denn die sich darauf befindlichen Lieder sind allesamt melodiös und eingängig. Traurig sind dagegen wieder mal die Texte die, wie so häufig in der populären Musik, hauptsächlich vom Liebesschmerz oder aber von glücklichen Herzen handeln. Diese musikalische Mischung aus Schlager, Pop und Rock geht jedoch ohne große Umwege ziemlich schnell ins Ohr und hält für viele Hörerinnen und Hörer etwas parat. Ganz bestimmt nicht sehr überraschend, dass sehr viele Menschen auf „Reim“ etwas für sich finden können und konnten.

Das bekannteste Lied der Platte ist selbstverständlich der Mega-Hit des Matthias Reim „Verdammt ich lieb’ dich“. Diesen Titel hat wohl jede und jeder schon einmal zumindest im Radio gehört und auch wenn man ihn nicht mögen sollte, eine gewisse Ohrwurmqualität ist diesem Stück zweifelsohne nicht abzusprechen. Ebenfalls in diese Richtung tendiert die Nummer „Ich hab’ geträumt von dir“, welches als Single-Auskopplung ebenfalls sehr erfolgreich auf den diversen Radiostationen rauf und runter lief und in den Charts weit nach oben kletterte. Die restlichen Stücke erheben, genau wie die bereits erwähnten zwei Lieder, kaum den Anspruch besonders anspruchsvolle Musik zu sein doch, dass sie klingen, kann man ihnen kaum absprechen.

Fazit: Eine ganz nette und überaus eingängige Mischung aus Schlager, Pop und Rock hat Matthias Reim auf seinem ersten Album „Reim“ für eine Hörrinnen und Hörer zusammengestellt. Die Lieder klingen melodiös und bleiben hängen. Die Texte quellen dabei leider über vor Schmalz und Liebesgesäusel. Bei vergleichbarer englischsprachiger Musik ist das allerdings leider häufig ebenfalls so. „Love sells“. Wer poppig-rockigen Schlager mag, der auch ins Ohr geht, kann mit „Reim“ von Matthias Reim ganz bestimmt nichts falsch machen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Verdammt ich lieb’ dich, Ich hab’ geträumt von dir, Bastian (Blaulicht in der Nacht)



Mittwoch, 8. August 2018

Pur – Seiltänzertraum




Pur – Seiltänzertraum


Besetzung:

Hartmut Engler – Stimme
Ingo Reidl – Tasten
Roland Bless – Schlagzeug, Gesang
Joe Crawford – Bässe, Gesang
Rudi Buttas – Gitarren


Label: Intercord Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Pop


Trackliste:

1. Hör gut zu (4:20)
2. Seiltänzertraum (6:08)
3. Indianer (3:58)
4. Neue Brücken (4:24)
5. Hey du (3:57)
6. Heimlich (4:40)
7. Noch ein Leben (5:14)
8. Sie sieht die Sonne (4:23)
9. Nie genug (5:44)
10. Der Mann am Fenster (4:25)
11. Alles wird gut (3:56)
12. In dich (4:10)
13. Kowalski IV (0:40)

Gesamtspieldauer: 56:03




„Seiltänzertraum“ heißt das bereits siebte Studioalbum der schwäbischen Band Pur aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. „Seiltänzertraum“ erschien am 1. August des Jahres 1993 und ist bis heute das zweiterfolgreichste Album der Band. Nur der Nachfolger „Abenteuerland“ verkaufte sich noch ein bisschen besser. Die Platte erschein auf dem Label Intercord Records und wurde bis heute über eineinhalb Millionen Mal verkauft.

Auf „Seiltänzertraum“ hört man Pop, der immer wieder in Richtung des Deutschen Schlagers driftet. Die E-Gitarre darf auch immer wieder mal ein kleines Solo spielen oder mal kurz aufheulen, um dem Ganzen auch einen etwas rockigeren Touch zu verleihen. Trotzdem bleibt das Pop, zumeist sehr unaufgeregt, ganz bestimmt auch melodiös, ohne dabei jedoch irgendwie hängen zu bleiben. Die Platte läuft so durch, perfekt auf Eingängigkeit getrimmt mit Texten, die zwischen den Bereichen „Fremdschämen“ und „Gelungen“ pendeln und die Themen „Liebe“, „Selbstverwirklichung“, „Sozialkritik“ und auch mal „Kirchenkritik“ abarbeiten.

Höhepunkte auf „Seiltänzertraum“ zu benennen fällt einigermaßen schwer, da die Lieder im Grunde genommen alle sehr ähnlich klingen und sehr erfolgreich auf die schnelle Eingängigkeit getrimmt wurden. Die Musik rast so durch und man fragt sich immer wieder, ob das noch das gleiche oder bereits das nächste Lied ist. Andersherum muss man allerdings auch feststellen, dass kein Titel nach unten ausbricht. Ein einmal erarbeiteter Standard wird auch nicht mehr unterboten.

Fazit: Die ideale Platte für alle, die gerne Radio hören, in denen Lieder in einer Dauerschleife angeordnet sind und die Moderatorinnen und Moderatoren am liebsten über ihre eigenen Witze lachen – und das bereits morgens um halb sechs Uhr. „Seiltänzertraum“ ist ein sehr anspruchsloses und im Grunde genommen auch belangloses Pop-Album geworden. Trotzdem enthält die Platte eingängige Musik. Ob diese auch unterhält, liegt ganz am Geschmack der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Menschen die regelmäßig Platten kaufen werden dabei allerdings mit Sicherheit weniger zu „Seiltänzertraum“ greifen und diese Musik eher meiden. Drei Punkte.

Anspieltipps: Nie genug



Dienstag, 7. August 2018

The Flower Kings – Adam & Eve




The Flower Kings – Adam & Eve


Besetzung:

Tomas Bodin – keyboards
Hasse Bruniusson – percussion
Zoltan Csörsz – drums
Hasse Fröberg – vocals, guitars
Daniel Gildenlöw – vocals
Jonas Reingold – bass guitar
Roine Stolt – vocals, guitars, keyboards


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Love Supreme (19:43)
2. Cosmic Circus (3:12)
3. Babylon (2:34)
4. A Vampire’s View (8:48)
5. Days Gone By (1:14)
6. Adam & Eve (7:58)
7. Starlight Man (3:31)
8. Timelines (7:43)
9. Driver’s Seat (18:20)
10. The Blade Of Cain (5:03)

Gesamtspieldauer: 1:18:11



„Adam & Eve“ heißt das achte Studioalbum der schwedischen Progressive Rockband The Flower Kings. Das Album erschien am 3. August 2004 auf dem Plattenlabel InsideOut Music und ist gleichzeitig das einzige Album der Flower Kings auf dem Pain Of Salvation-Sänger Daniel Gildenlöw als hauptamtliches Bandmitglied geführt wird. Zudem ist es die vorerst letzte Platte mit Schlagzeuger Zoltan Csörsz, der erst später wieder, mit der Veröffentlichung von „The Sum Of No Evil“, festes Mitglied der Band wurde.

„Adam & Eve“ hat nicht den allerbesten Ruf bei Fans und Kritikern, es ist eher umstritten. Und ich reihe mich in die Liste derer ein, die mit dieser Scheibe deutlich weniger anzufangen verstehen, als mit manch anderer Platte der Schweden. Die Titel zünden bei mir einfach nicht, es bleibt nichts hängen und ich habe kein einziges Mal das Gefühl, doch mal genauer hinhören zu müssen. Dies liegt sicherlich zum einen daran, dass auf dieser Scheibe einfach Melodien fehlen, die sich in das Gehirn schleichen und dort verbleiben. Sicherlich gibt es die eine oder andere ganz nette Stelle auf „Adam & Eve“, die Betonung liegt dabei allerdings leider auf „Stelle“. Die einzelnen Stücke hallen nicht nach und spätestens mit dem Titelstück haben mich die Blumenkönige dann vollends verloren. Es wird ab diesem Punkt deutlich frickeliger und noch unmelodiöser. Hier grooven die Flower Kings zwar, aber wegen des Grooves höre ich persönlich keinen Progressive Rock, das können andere besser, deutlich besser. Diese Lieder fangen mich leider überhaupt nicht mehr ein und es bleibt auch nichts von diesen Stücken hängen.

In meinem Fall sind es gerade die kürzeren Lieder, die Höhepunkte und hörenswerte Einschübe auf „Adam & Eve“ darstellen. Dies wären die Nummern „Cosmic Circus“, „Babylon“ sowie „Days Gone By”. Alles drei Titel, die mit schönen Melodien ausgestattet sind und von daher auch wirken. Mit Abstrichen klingt „A Vampire’s View“ ganz nett, da der Vampir so nett und auch getragen und pathetisch spricht. Mit dem wiederholten Hören geht auch diese Nummer letztendlich dann sogar doch noch etwas ins Ohr.

Fazit: Ein eher durchschnittliches Album ist „Adam & Eve“, die achte Platte der Flower Kings geworden. Das liegt nicht daran, dass darauf mittelmäßige Musik zu hören wäre, sondern Lieder, die überzeugen – neben Stücken, in die man weit schwieriger hineinfindet und welche deutlich langweiliger und konstruierter klingen. Ein paar Höhepunkten stellt sich einiges an unzugänglicherem Material entgegen. Gerade die Longtracks des Albums sind es, die dieses Mal so gar nicht überzeugen können. Wohl ehesten ein Album für eingefleischte Fans. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Cosmic Circus, Babylon, Days Gone By



Montag, 6. August 2018

Toto – Isolation




Toto – Isolation


Besetzung:

Fergie Frederiksen – lead vocals, backing vocals
Steve Lukather – guitars, backing vocals, lead vocals on “How Does It Feel“
David Paich – keyboards, backing vocals, lead vocals on “Stranger In Town“ and “Holyanna“, co-lead vocals on “Carmen“, orchestral arrangements on “How Does It Feel“ and “Change Of Heart“
Steve Porcaro – keyboards, electronic sounds
Mike Porcaro – bass
Jeff Porcaro – drums, percussion


Gastmusiker:

The London Symphony Orchestra – strings
James Newton Howard – orchestral arrangements on “How Does It Feel“ and “Change Of Heart“
Lenny Castro – percussion
Joe Porcaro – percussion
Mike Cotten – synthesizer on “Stranger In Town“
Chuck Findley – trumpet
Jerry Hey – trumpet, horn arrangements on “Lion“
Tom Scott – saxophone
Tom Kelly – backing vocal on “How Does It Feel“
Richard Page – backing vocal on “How Does It Feel“
Gene Morford – bass vocal on “Stranger in Town“
Bobby Kimball – backing vocals


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop, New Wave, Rock


Trackliste:

1. Carmen (3:25)
2. Lion (4:48)
3. Stranger In Town (4:49)
4. Angel Don't Cry (4:24)
5. How Does It Feel (3:51)
6. Endless (3:43)
7. Isolation (4:06)
8. Mr. Friendly (4:22)
9. Change Of Heart (4:11)
10. Holyanna (4:17)

Gesamtspieldauer: 42:01




„Isolation“ heißt das fünfte Studio-Album der US-amerikanischen Band Toto. Es erschien am 18. Oktober im Jahr 1984 und ist einmal mehr angefüllt mit den für Toto bekannten Sounds aus Rock, Pop und auch weiteren musikalischen Genres wie Disco, Soul oder sogar New Wave. Eine wichtige Änderung hatte es jedoch gegeben. Sänger Bobby Kimball war nicht mehr Teil von Toto, wurde während der Entstehung des Albums gefeuert und durch Fergie Frederiksen ersetzt. Ob aus musikalischen Gründen oder aufgrund seines Drogenkonsums lässt sich nicht zweifelsfrei klären, da darüber unterschiedliche Aussagen kursieren. Nichtsdestotrotz kehrte er später noch zweimal als Toto-Lead-Sänger zurück, zudem ist er auch noch auf „Isolation“ beim Hintergrundgesang zu hören.

„Isolation“ war nicht mehr ganz so erfolgreich wie der Vorgänger „Toto IV“, erreichte in den USA allerdings noch Gold-Status. Mit der Single-Auskopplung „Stranger In Town“ erreichte die Band überdies die höchste Platzierung eines Toto-Liedes in den Mainstream-Charts der USA. Die Lieder der Platte spielten auf späteren Konzerten der Band jedoch keine Rolle mehr. Dies liegt wohl daran, dass ein richtiger Hit dem Album fehlt und kein Lied über den Status des maximal Mittelmäßigen hinauskommt. Toto klingen wie viele andere US-amerikanische Bands der 80er Jahre, wie Boston, Chicago oder Journey. Findet man diese Bands langweilig, erhält man mit „Isolation“ von Toto exakt dasselbe.

Auf dem Album hört man Mainstream-08/15-Musik, die einmal mehr mit katastrophal schlechten Texten versehen wurde, welche schmalzig und schleimig von Herzschmerz oder aber erfüllter Liebe erzählen. Die Platte läuft von vorne bis hinten durch, ohne dabei auch nur den Hauch von Interessantem zu verströmen. Nichts überzeugt, nichts macht Lust auf mehr und auch gar nichts bleibt von diesen Liedern hängen. Kommerzielle Massenware, die größtenteils einfach schrecklich langweilt und belanglos ist.

Fazit: Es ist so eine Sache mit solch Bands wie Chicago, Boston, Journey oder eben Toto. Man mag sie oder man mag sie eben nicht. In meinen Ohren klingen allerdings Toto besonders und absolut langweilig und völlig uninteressant. Musik, die niemanden aufregt, andererseits jedoch über keinerlei Nachhaltigkeit verfügt. Die Aufreger sind einmal mehr die dahingeklatschten Texte, über die man einfach nur noch den Kopf schütteln kann. Wenn einem gar nichts mehr einfällt, dann singt man eben über die Liebe. Toto fiel gar nichts mehr ein. Vier Punkte.

Anspieltipps: Change Of Heart



Sonntag, 5. August 2018

Eros Ramazzotti – Cuori Agitati




Eros Ramazzotti – Cuori Agitati


Besetzung:

Eros Ramazzotti – Gesang


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop


Trackliste:

1. Cuori Agitati (3:47)
2. Respiro Nel Blu (3:40)
3. Buongiorno Bambina (4:15)
4. Ora (3:48)
5. Volare Navigare Camminare (3:50)
6. Una Storia Importante (4:11)
7. Quando L'Amore (4:02)
8. Dritto Per Quell'Unica Via(3:57)
9. Libertà Libertà (3:52)
10. Terra Promessa (3:44)

Gesamtspieldauer: 39:09




„Cuori Agitati“, was auf Deutsch so viel wie „Erschütterte Herzen“ bedeutet, nannte der italienische Sänger Eros Ramazzotti sein erstes Studio-Album. Dieses erschien am 31. Januar im Jahr 1985 auf dem Plattenlabel Bertelsmann Music Group, kurz BMG. Darauf hört man ziemlich simplen und belanglosen Schmuse-Pop, bei dem die Musik nicht nur wegen des eingesetzten Schlagzeug-Computers langweilt.

„Cuori Agitati“ ist angefüllt mit langweiligem Pop, der im Grunde genommen eher an den Deutschen Schlager mit italienischer Sprache erinnert. Ins Ohr geht da nichts, alles klingt nach sanftem Gesäusel. Dabei ist die Musik absolut austauschbar. Keines der Lieder setzt sich fest, die Platte läuft durch und nichts darauf blieb auch nur ansatzweise hängen. Das wiederum liegt daran, dass die Lieder absolut langweilig und eben belanglos klingen.

Das große Manko an „Cuori Agitati“ ist zudem, dass sich alles, auch wenn man dem Italienischen nicht mächtig ist, nach Schmalz anhört. Liebesgeflüster an jeder Stelle, ohne dabei etwas anderes als „Amore“ verstehen zu müssen. Die Verbindung von transportierter Stimmung und entsprechender Musik macht einfach keinen Spaß.

Fazit: Wahrscheinlich ist diese Scheibe etwas für Schlager-Fans. Der Text spielt bei Eros Ramazzotti sowieso keine Rolle, denn es dreht sich alles um das Thema der Liebe. Leider klingt allerdings auch die Musik unfassbar belanglos, sodass man seine Zeit mit viel besserer Musik füllen kann. Drei Punkte.

Anspieltipps: Terra Promessa



Samstag, 4. August 2018

The Yardbirds – Little Games




The Yardbirds – Little Games


Besetzung:

Keith Relf – vocals, harmonica, percussion
Jimmy Page – guitars
Chris Dreja – bass guitar on all songs except where indicated, backing vocals
Jim McCarty – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Clem Cattini – drums on “Ten Little Indians” and “Goodnight Sweet Josephine”
Bobby Gregg – drums on “Little Games”
Nicky Hopkins – keyboards on “Goodnight Sweet Josephine”
John Paul Jones – bass guitar on “Goodnight Sweet Josephine” and “No Excess Baggage”, bass and cello arrangement on “Little Games”, bass and orchestral arrangement on “Ten Little Indians”
Chris Karan – tabla on “White Summer”
Joe Macho – bass on “Ha Ha Said the Clown”
Rick Nielsen – organ on “Ha Ha Said the Clown”
Ian Stewart – piano on “Drinking Muddy Water”
Dougie Wright – drums on “Little Games”
Unidentified – oboe on “White Summer”


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Little Games (2:28)
2. Smile On Me (3:16)
3. White Summer (3:56)
4. Tinker, Tailor, Soldier, Sailor (2:49)
5. Glimpses (4:24)
6. Drinking Muddy Water (2:53)
7. No Excess Baggage (2:32)
8. Stealing Stealing (2:24)
9. Only The Black Rose (2:52)
10. Little Soldier Boy (2:39)

Gesamtspieldauer: 30:17




„Little Games“ heißt das fünfte Studioalbum der englischen Psychedelic Rock Band The Yardbirds. Die Platte erschien im Jahr 1967 und sollte bis zum Jahr 2003 auch die letzte Studio-Veröffentlichung der Band bleiben. Nach „Little Games“ war erst mal Schluss mit den Yardbirds und Keith Relf sollte bald die Progressive Rock Formation Renaissance gründen, Jimmy Page die Band Led Zeppelin. Wenn man bedenkt, was für bahnbrechende Musik diese Musiker noch veröffentlichen würden, so fällt die Betrachtung von „Little Games“ umso ernüchternder aus.

Auf dem Album hört man hauptsächlich 60ies Pop, etwas rockig angehaucht. Die Lieder gehen dabei weder ins Ohr noch wissen sie sonst irgendwie zu überzeugen. Sehr viel mehr klingt die Scheibe langweilig und fast schon belanglos. Warum die Yardbirds unter dem Label „Psychedelic Rock“ eingruppiert werden, erschließt sich einem beim Anhören von „Little Games“ auch in kaum einem Takt oder Akkord. Die sanften, diesbezüglichen Annäherungen sind rar gesät und klingen dabei alles andere als innovativ. Die Platte rauscht durch, ohne Spuren zu hinterlassen – auch noch nicht nach mehreren Durchläufen.

Selbst das Ausmachen und Benennen von Höhepunkten fällt auf der Scheibe schwer. Um dem doch zumindest etwas Rechnung zu tragen, seien hier der Opener und gleichzeitig das Titellied „Little Games“ erwähnt. Dann die ganz nette Instrumentalnummer „White Summer“. Das rockige und etwas indisch angehauchte Lied „Glimpses“ sowie das nach Sehnsucht klingende „Only The Black Rose“. Diese Titel mögen auf diesem Album Höhepunkte sein, würden auf anderen Scheiben jedoch unter „ferner liefen“ firmieren.

Fazit: Vor allen Dingen 60ies Pop bekommt man auf „Little Games“ von den Yardbirds geboten. Zu allermeist ist die Musik der Band eher langweilig denn begeisternd. Jimmy Page und Keith Relf sind an der Scheibe beteiligt, schaffen es jedoch nicht, ihre in der Zukunft vorhandenen wunderschönen Ideen schon auf diesem Album umzusetzen. Psychedelisch klingt hier nicht viel, doch das Albumcover ist schön farbenfroh gehalten. Das war es dann aber auch schon. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Little Games, White Summer, Glimpses, Only The Black Rose



Freitag, 3. August 2018

Joshua Kadison – Painted Desert Serenade




Joshua Kadison – Painted Desert Serenade


Besetzung:

Joshua Kadison – piano, lead vocals


Gastmusiker:

Mark Cresswell – guitar
Tim Pierce – guitar
Tim Renwick – guitar
Dave "Clem" Clempson – acoustic, electric & twelve-string guitars, mandolin
Paul Jones – harmonica
Phil Parlapiano – accordion
Rod Argent – keyboards & hammond organ, backing vocals
Jeffrey "CJ" Vanston – hammond organ
John Giblin – bass guitar
Chris Laurence – bass guitar
John Pierce – bass guitar
Denny Fongheiser – drums
Ian Thomas – drums
Neal Wilkinson – drums
Martin Ditcham – percussion
Frank Ricotti – congas & percussion
Peter Van Hooke – piano, drums, percussion
Mark Berrow – violin
Ben Cruft – violin
Roger Garland – violin
Wilfred Gibson – violin
Roy Gillard – violin
Tim Good – violin
Rita Manning – violin
Peter Oxer – violin
Bill Penham – violin
Barry Wilde – violin
David Woodcock – violin
Gavyn Wright – violin
Stephen Tees – viola
Robert Smissen – viola
George Robertson – viola
Andrew Parker – viola
Susie Hansen – viola
Paul Kegg – cello
Ben Kennard – cello
Helen Liebmann – cello
Roger Smith – cello
Frank Morgan, Richard Morgan: oboe
Rosemary Butler – backing vocals
Gene Miller – backing vocals
Tessa Niles – backing vocals
Sherwood Ball – choir & chorus vocals
Adele Bertei – choir & chorus vocals
Carmen Carter – choir & chorus vocals
Lance Ellington – choir & chorus vocals
Kathy Hazzard – choir & chorus vocals
David Lasley – choir & chorus vocals
Valerie Mayo – choir & chorus vocals
Arnold McCuller – choir & chorus vocals
Joseph Powell – choir & chorus vocals
Ian Shaw – choir & chorus vocals
Helen Terry – choir & chorus vocals
Ruby Turner – choir & chorus vocals
Carmen Twillie – choir & chorus vocals
Fred White – choir & chorus vocals


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Soft Rock


Trackliste:

1. Jessie (5:19)
2. Painted Desert Serenade (2:56)
3. Beau’s All Night Radio Love Line (4:26)
4. Invisible Man (4:58)
5. Mama’s Arms (3:00)
6. Beautiful In My Eyes (4:09)
7. Picture Postcards from LA (4:34)
8. When A Woman Cries (3:31)
9. Georgia Rain (4:03)

Gesamtspieldauer: 36:59




„Painted Desert Serenade“ heißt das Debut-Album des US-amerikanischen Sängers und Pianisten Joshua Kadison. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 18. Mai 1993 auf dem Plattenlabel SBK Records, einer Tochter der Capitol Records, die ihrerseits Teil der Universal Music Group ist, welche schließlich zum größten französischen Medienkonzern Vivendi gehört. Zwei Singles wurden aus „Painted Desert Serenade“ ausgekoppelt. „Jessie“ und „Beautiful In My Eyes“ heißen diese, wobei der Titel „Jessie“ wohl auch das bekannteste Lied des Joshua Kadison darstellt. Die letzte Veröffentlichung eines Studio-Albums des US-amerikanischen Musikers erfolgte im Jahr 2006.

Ein wenig erinnert die Musik von Joshua Kadison an jede des Billy Joel, ohne allerdings dessen Eingängigkeit und Melodiösität zu erreichen. Zum einen liegt diese musikalische Nähe an der Instrumentierung der Lieder mit sehr viel Piano, zum anderen sicher auch an der Stimme des Joshua Kadison, die durchaus leicht an jene des Billy Joel erinnert. Die Lieder auf „Painted Desert Serenade“ klingen poppig, immer sanft und manchmal auch etwas getragener. Fröhlichkeit kommt hier beim Hören der einzelnen Stücke eher nicht auf, vielmehr transportiert Joshua Kadison mit seinen Titeln das Gefühl der Nachdenklichkeit bis hin zur Melancholie.

Die Lieder klingen in ihren in Moll gehaltenen Strukturen ganz nett, ohne dabei jedoch allzu sehr zu überzeugen. Auch klingt das alles sehr ähnlich, ein gewisser Wiedererkennungswert der einzelnen Titel fehlt hier leider völlig. Trotz dieser Sanftheit und auch vorhandenen Intensität schafft man es kaum, tiefer in diese Musik einzutauchen, dazu sind die einzelnen Melodien einfach nicht einprägsam oder aber spannend genug. Höhepunkte des Albums sind der bekannteste Titel „Jessie“ sowie das wahrlich getragene und bereits etwas zu süßliche Nummer „Mama’s Arms“. Viel Unterschied besteht der Ehrlichkeit halber jedoch auch nicht zu den restlichen sieben Titeln, sie ähneln sich sehr.

Fazit: Eine sanfte und getragene, sehr Piano-dominierte Scheibe hat Joshua Kadison mit seinem Debut-Album „Painted Desert Serenade“ vorgelegt. Allzu interessant ist das alles jedoch leider nicht, obwohl die Musik wahrlich nicht „schmerzt“. Die ganz großen, einprägsamen Melodien oder auch Ideen, die hat Joshua Kadison leider nicht gefunden, sodass die Platte mehr oder weniger durchläuft, ohne dabei irgendwelche Aufmerksamkeit zu erregen. Es gibt Schlimmeres, musikalisch gesehen, jedoch auch viel, viel bessere Musik. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Jessie



Donnerstag, 2. August 2018

Regina Spektor – Begin To Hope




Regina Spektor – Begin To Hope


Besetzung:

Regina Spektor – piano, vocals, guitar, percussion


Gastmusiker:

Nick Valensi – guitar on “Better”
David Kahne – bass on “Better”
Zhao Gang – erhu on “Field Below”
Ralph U. Williams – saxophone on “Lady”
Shawn Pelton – drums on “Fidelity”, “Better”, “On The Radio”, “Hotel Song”, “Après Moi” & “That Time”


Label: Sire Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Independent Pop


Trackliste:

1. Fidelity (3:47)
2. Better (3:22)
3. Samson (3:11)
4. On The Radio (3:22)
5. Field Below (5:18)
6. Hotel Song (3:29)
7. Après Moi (5:08)
8. 20 Years Of Snow (3:31)
9. That Time (2:39)
10. Edit (4:53)
11. Lady (4:45)
12. Summer In The City (3:50)

Gesamtspieldauer: 47:20



„Begin To Hope“ heißt das vierte Studioalbum der amerikanischen Singer-Songwriterin Regina Spektor. Es wurde am 13. Juni 2006 auf dem Plattenlabel Sire Records veröffentlicht. Das Album debütierte in den USA auf Platz 70 der Billboard 200 und kletterte nicht zuletzt aufgrund der Popularität der Single „Fidelity“ bis auf Platz 20 der Charts. Das Rolling Stone Magazine erwähnt „Begin To Hope“ als das 21. beste Album des Jahres 2006.

Zu hören gibt es auf „Begin To Hope“ einmal mehr eine zumeist sanfte Mischung aus Piano-dominierten Titeln, zu denen Regina Spektor ihren abwechslungsreichen Gesang hinzusteuert. Nur selten klingt es dabei etwas rockiger, wie beim Titel „Better“. Der Großteil der Stücke ist ruhig und sanft gehalten, von einer gewissen Melancholie bis Nachdenklichkeit getragen. Kleinere musikalische Experimente, wie sie noch auf dem Vorgängeralbum „Soviet Kitsch“ zu hören waren, fehlen dieses Mal völlig. Alle Stücke klingen eingängig und gehen ins Ohr. Auch wenn kein einzelner Titel sehr weit oder besonders heraussticht, so ist es das Gesamthörerlebnis, welches hier überzeugt und am Abend einen Tag entspannt ausklingen lässt.

Die Höhepunkte auf „Begin To Hope“ heißen „Fidelity“, „On The Radio“ und „Après Moi“. Erstgenannter Titel ist gleichzeitig mit eines der bekanntesten Stücke der gebürtigen Russin, verfügt über eine Melodie mit Wiedererkennungswert und geht ins Ohr. Das gilt ebenfalls für die Nummer „On The Radio“. „Après Moi“ singt Regina Spektor zum Teil in Russisch ein und dieses Lied hinterlässt den längsten und nachhallendsten Eindruck. Das Highlight auf dem Album, welches insgesamt sehr ausgewogen klingt und keinerlei Ausfälle aufweist.

Fazit: Eine schönes und entspanntes Pop-Album ist „Begin To Hope“ von Regina Spektor geworden. Zumeist sanfte Klänge sind darauf zu hören, welche schnell ins Ohr gehen. Alle Lieder sind sehr melodisch gehalten und gehen ins Ohr. Dazu gibt es ein paar Höhepunkte und keinen Titel, der überhaupt nicht wirkt. Eine Platte zum Entspannen und Herunterkommen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Fidelity, On The Radio, Après Moi



Mittwoch, 1. August 2018

Richard Marx – Paid Vacation




Richard Marx – Paid Vacation


Besetzung:

Richard Marx – lead vocals, backing vocals (1, 3-6, 8-11), arrangements (1-5, 8, 10, 11, 12), horn arrangement (1), keyboards (2, 8), acoustic guitars (4), "ooh" vocals (5), additional keyboards (6), finger snaps (9), piano (10, 13)


Gastmusiker:

Tony Baird – drums (4)
Max Carl – backing vocals (5, 11)
Bill Champlin – organ (1, 11, 12), backing vocals (5, 11), bgv arrangement (11)
Luis Conte – percussion (3)
Nathan East – bass (7)
Mike Egizi – keyboards (13)
Bruce Gaitsch – arrangements (1, 2), guitars (1, 2, 3, 6, 8-12), acoustic guitar (7), mandolin (7)
Ross Garfield – finger snaps (9)
Vince Gill – backing vocals (10)
Myron Grombacher – drums (13)
Steve Grove – saxophone (1, 5)
David Innis – organ (4)
Randy Jackson – bass (2, 3, 5, 6, 9, 10, 11, 13), finger snaps (9)
Felix Krish – bass (4)
Russ Kunkel – drums (3)
John „Juke“ Logan – harmonica (11)
Cheryl Lynn – backing vocals (4)
Marilyn Martin – backing vocals (4, 8)
Richard Marx – lead vocals, backing vocals (1, 3-6, 8-11), arrangements (1-5, 8, 10, 11, 12), horn arrangement (1), keyboards (2, 8), acoustic guitars (4), „Ooh“ vocals (5), additional keyboards (6), finger snaps (9), piano (10, 13)
Ruth Marx – "Ooh" vocals (5)
Jonathan Moffett – drums (1, 2, 6, 8-11), finger snaps (9)
Bill Payne – keyboards (3), organ (10), piano solo (10)
Greg Phillinganes – fender rhodes (5), keyboards (6)
Jeff Porcaro – drums (12)
Lionel Richie – backing vocals (1)
Timothy B. Schmit – backing vocals (8)
Leland Sklar – arrangements (1), bass (1, 8, 12)
Terry Thomas – guitars (4), backing vocals (4), arrangements (4)
Lee Thornburg – trombone (1), trumpet (1)
Chris Trujillo – percussion (3, 5)
Luther Vandross – backing vocals (1)
Paul Warren – guitars (5, 13), guitar solo (12)
Jerry Goodman – strings on „Now And Forever“
Pavel Farkas – strings on „Now And Forever“
Israel Baker – strings on „Now And Forever“
Farhad Behroozi – strings on „Now And Forever“
Sid Page – strings on „Now And Forever“
Charlie Bisharat – strings on „Now And Forever“
Gailt Curz – strings on „Now And Forever“
James Getzoff – strings on „Now And Forever“
Henry Corbett – strings on „Now And Forever“


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Pop, Rock, AOR


Trackliste:

1. The Way She Loves Me (4:16)
2. One More Try (4:25)
3. Silent Scream (3:52)
4. Nothing To Hide (4:25)
5. Whole World To Save (5:33)
6. Soul Motion (5:22)
7. Now And Forever (3:34)
8. Goodbye Hollywood (4:55)
9. Heaven's Waiting (3:48)
10. Nothing Left Behind Us (5:22)
11. What You Want (3:49)
12. One Man (5:12)
13. Miami 2017 (Seen The Lights Go Out On Broadway) (4:34)
14. Baby Blues (0:54)

Gesamtspieldauer: 1:00:08




„Paid Vacation“ heißt das vierte Studio-Album des US-amerikanischen Musikers Richard Marx. Das Album wurde am 31. Januar 1994 auf dem Plattenlabel Capitol Records veröffentlicht. „Paid Vacation“ kletterte in den US Billboard 200 Charts bis auf Platz 37, in Deutschland sogar bis auf Position 18. Man hört auf der Scheibe eine Mischung aus Pop und Rock, die hauptsächlich im Genre des AOR angesiedelt ist. So eine Art Stadion-Rock, unkompliziert und eingängig.

Das Album enthält mit der Nummer „Now And Forever“ den neunten und bisher letzten Titel, der sich von Richard Marx in den US-amerikanischen Single-Charts platzieren konnte, obwohl nach diesem Album bisher noch sieben weitere folgten – die Zeit der Musik des Richard Marx scheint definitiv vorbei zu sein. Doch auch bereits auf „Paid Vacation“ weiß Richard Marx nicht zu überzeugen. Dieser Adult Oriented Rock, den es hier zu hören gibt, dieser tut niemanden weh, doch leider ist er auch furchtbar langweilig. Mitreißend klingt hier nichts, die Scheibe läuft lediglich einfach so durch, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Nur die Texte fallen auf, diese sind schlecht.

Höhepunkte in meinen Ohren sind die Titel „Silent Scream“, „Nothing Left Behind Us“ sowie „Miami 2017“. Ob dies allerdings wirklich die „Highlights“ auf „Paid Vacation“ darstellen, das werden andere Hörerinnen und Hörer vielleicht anders sehen. Dies allerdings wäre nicht weiter verwunderlich, denn groß unterscheiden sich die einzelnen Lieder auch nicht voneinander. Der einmal eigeschlagene Weg, massentauglichen poppigen Rock im Mid-Tempo mit seichten Texten zu präsentieren, wird vom ersten bis zum letzten Takt des Albums konsequent verfolgt und umgesetzt.

Fazit: Wer auf Mainstream Rock steht, die oder der wird mit der Platte „Paid Vacation“ von Richard Marx wohl seinen Spaß haben. Nichts anderes hört man hier, AOR, der musikalisch keine Risiken eingeht und sich inhaltlich um die Liebe dreht. Das klingt niemals fürchterlich, doch zumeist irgendwie überflüssig oder belanglos. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Silent Scream, Nothing Left Behind Us, Miami 2017



Dienstag, 31. Juli 2018

Klaus Schulze – Cyborg




Klaus Schulze – Cyborg


Besetzung:

Klaus Schulze – organ, synthesizer, vocals, percussion


Label: Mig Music (ursprünglich Brain)


Erscheinungsdatum: 1973 (Wiederveröffentlichung in Form dieser Doppel-CD: 2006)


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

CD1:

1. Synphära (22:45)
2. Conphära (25:44)
3. Chromengel (23:45)

CD2:

4. Neuronengesang (24:43)

Bonus Track:

5. But Beautiful (50:45)

Gesamtspieldauer CD1 (1:12:14) und CD2 (1:15:28): 2:27:42




„Cyborg“ heißt das zweite Studio-Solo-Album des Berliner Elektronik-Klang-Künstlers Klaus Schulze. Ursprünglich wurde die Platte in Form eines Doppelalbums im Oktober 1973 veröffentlicht. Eine Wiederveröffentlichung gab es im Jahr 2006 mit dem 50-minütigen Bonus-Titel „But Beautiful“. In dieser Zusammenstellung gab es 2016 schließlich noch eine Wiederveröffentlichung der Wiederveröffentlichung. War es zunächst das Label Brain, auf welchem das Album erschien, so war es 2006 Revisited Records und im Jahr 2016 das Plattenlabel MIG-Music, auf dem „Cyborg“ erneut veröffentlicht wurde.

Im beiliegenden Booklet beschreibt Klaus Schulze, dass er aufgrund von Geldmangel neben der Orgel, dem VCS3-Synthesizer und der Revox-Maschine, wie schon auf dem Debut „Irrlicht“, auf Orchester Tapes zurückgriff, die er von Musikstudenten des Colloquium Musica in Berlin erhielt und die er verfremdete. Auf „Synphära“ und „Conphära“ hört man Klangteppiche aus Orgel und Synthesizer, die wabernd in sich übergehen, verschmelzen und wieder entwirren. Großartige Abwechslung kommt dabei nicht auf, intensiv klingt dies jedoch allemal.

Noch etwas „intensiver“ wird es dann mit dem Stück „Chromengel“, in dem Cello-Sounds sehr düster und traurig eine geheimnisvolle bis bedrohliche Stimmung erzeugen. Dazu gesellen sich zwitschernde bis schwirrende Synthesizer-Geräusche, die Bilder von umherfliegenden Fledermäusen in dunklen und mystischen Wäldern aufkommen lassen. „Neuronengesang“ klingt dann sehr viel aggressiver, trotzdem sphärischer und schräger. Auch bei diesem Stück gibt es selbstverständlich keinerlei Melodien zu hören, nur Stimmungen und Atmosphären werden transportiert. Das mag vielen Musikhörern sehr monoton erscheinen, besitzt jedoch durchaus seinen Reiz, wenn man sich diesen Klängen ganz hinzugeben versteht.

Der Bonus-Track „But Beautiful“ ist knappe 51 Minuten lang und ist eine Live-Einspielung, die aus einem Konzert aus dem Jahr 1977 stammt, welches Klaus Schulze in der Brüsseler St.-Michael-Kathedrale gab. Die Aufnahme entstand also ein paar Jahre nach „Cyborg“ und klingt zum Teil auch etwas melodischer und abwechslungsreicher, als die ursprünglichen Titel. Da auch hier allerdings die „Sphäre“ im Vordergrund steht, ergänzt das Stück trotzdem sehr gut das ursprüngliche Album.

Fazit: Sphärische Musik mit einem kleinen Hang zur Monotonie gibt es auf „Cyborg“ zu hören. Die Musik punktet dabei durch intensive Stimmungen, die sich in das Ohr graben und einen vereinnahmen. Die Lieder sind kompromisslos und lang, sodass man entweder in diese einzutauchen versteht und sich darin räkelt oder aber vor Langweile ertrinkt. Für Freundinnen und Freunde elektronischer Klänge bestens geeignet, für Hitparaden-Hörer wohl ein Graus. Neun Punkte.

Anspieltipps: Chromengel



Montag, 30. Juli 2018

A Perfect Circle – Eat The Elephant




A Perfect Circle – Eat The Elephant


Besetzung:

Maynard James Keenan – vocals
Billy Howerdel – guitar, bass, keyboards
Matt McJunkins – bass on “By And Down The River” and “Feathers”
Jeff Friedl – drums


Gastmusiker:

Dave Sardy – drums, string arrangements
Matt Chamberlain – drums
Isaac Carpenter – drums
UZ – vinyl scratches on “Get The Lead Out”


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Art Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Eat The Elephant (5:13)
2. Disillusioned (5:54)
3. The Contrarian (3:58)
4. The Doomed (4:41)
5. So Long, And Thanks For All The Fish (4:26)
6. TalkTalk (4:08)
7. By And Down The River (5:04)
8. Delicious (3:49)
9. DLB (2:06)
10. Hourglass (5:14)
11. Feathers (5:48)
12. Get The Lead Out (6:40)

Gesamtspieldauer: 57:08




A Perfect Circle ist eine US-amerikanische Rock Band, die 1999 von Gitarrist Billy Howerdel und Tool-Sänger Maynard James Keenan gegründet wurde. Vier Alben hat die Band bisher veröffentlicht, wobei die ersten drei Scheiben in den Jahren zwischen 2000 und 2004 erschienen. „Eat The Elephant“ heißt nun das vierte Studioalbum von A Perfect Circle und wurde am 20. April 2018 auf dem Plattenlabel BMG veröffentlicht. Vier Singles wurden mit den Nummern „The Doomed“ im Oktober 2017, „Desillusioned“ im Januar 2018, „TalkTalk“ im Februar 2018 sowie „So Long, And Thanks For All The Fish“ im April 2018 bereits vor der eigentlichen Album-Veröffentlichung ausgekoppelt. Das Album kletterte in den US Billboard 200 Charts bis auf Platz 3, in Deutschland sogar bis auf Platz 2 der Charts.

Die früheren Alben der Band klangen härter und noch rockiger, was einige Kritiker und Fans an „Eat The Elephant“ bemängeln. Und tatsächlich hört man auf dem Album mehr Klavier- und auch elektronische Klänge, die Gitarre kommt dabei jedoch auch nicht zu kurz – aber das ist auch eben immer Ansichtssache. Man hört auf der Scheibe auf jeden Fall sehr abwechslungsreichen und vielschichtigen Rock, der an jeder Stelle des Albums auch ins Ohr geht. Es wird ordentlich gerockt, doch es gibt auch die ruhigeren Momente auf der Scheibe, zudem klingen einige Stellen recht unkonventionell und es wird mit Sounds und Atmosphären experimentiert. Das macht „Eat The Elephant“ von A Perfect Circle durchaus zu etwas Besonderem in der Musiklandschaft. Die Stimmung ist eine eher gedrückte und dunkle bis mystische, welche durch das Cover-Design bereits angedeutet wird.

Die Höhepunkte des Albums finden sich im Titellied und Opener „Eat The Elephant” sowie in den Nummern „The Contrarian” und „So Long, And Thanks For All The Fish”. Alles Lieder, die ins Ohr gehen, das Potential besitzen, dort auch länger zu verbleiben und zum Mitwippen animieren. Mit „Get The Lead Out“ wird das Album schließlich mit einem sehr intensiven und dunklen Titel beschlossen, der eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt und vom Piano und elektronischen Sounds geprägt ist.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Album ist den Musiker von A Perfect Circle mit „Eat The Elephant“ gelungen. Seit dem Jahr 2008 arbeiteten Billy Howerdel und Maynard James Keenan an der Scheibe und das Ergebnis kann sich durchaus sehen beziehungsweise hören lassen. Abwechslungsreicher Art Rock, der manchmal einen Hang zum progressiven hin besitzt – mitunter, an manchen Stellen, auch leicht zum Pop. Die Lieder klingen und gehen ins Ohr. Macht Spaß. Elf Punkte.

Anspieltipps: Eat The Elephant, The Contrarian, So Long, And Thanks For All The Fish, Get The Lead Out



Sonntag, 29. Juli 2018

Robert Wyatt – Rock Bottom




Robert Wyatt – Rock Bottom


Besetzung:

Robert Wyatt – vocals, keyboards, percussion, slide guitar


Gastmusiker:

Mike Oldfield – guitar (6)
Gary Windo – bass clarinet, tenor saxophone (5)
Ivor Cutler – voice (3 and 6), baritone concertina, harmonium (6)
Alfreda Benge – voice (5)
Mongezi Feza – trumpets (3)
Fred Frith – viola (6)
Hugh Hopper – bass guitar (2, 4 and 5)
Richard Sinclair – bass guitar (1, 3 and 6)
Laurie Allan – drums (2 and 6)


Label: Domino Recording Co.


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Progressive Rock, Jazz Rock


Trackliste:

1. Sea Song (6:31)
2. A Last Straw (5:46)
3. Little Red Riding Hood Hit The Road (7:40)
4. Alifib (6:55)
5. Alife (6:31)
6. Little Red Robin Hood Hit The Road (6:08)

Gesamtspieldauer: 39:34




„Rock Bottom“ heißt das zweite Solo-Album des früheren Soft Machine Drummers Robert Wyatt. Die Platte entstand ein Jahr nachdem Robert Wyatt am 1. Juni 1973, während einer Party in London, betrunken aus dem Badezimmerfenster im dritten Stock fiel und seitdem von der Taille abwärts gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen war. Da er das Schlagzeug n nicht mehr bedienen konnte, wechselte der Engländer zu den Tasten-Instrumenten und zur Gitarre. „Rock Bottom“ erschien am 26. Juli 1974 zunächst auf dem Plattenlabel Virgin Records und wurde im Jahr 2008 auf dem Label Domino Recording Co. wiederveröffentlicht. Mike Oldfield ist auf „Rock Bottom“ während des letzten Liedes an der Gitarre zu hören und Nick Mason, Schlagzeuger von Pink Floyd, produzierte die Platte.

Die Musik auf „Rock Bottom“ klingt sehr dicht und manchmal auch etwas verstörend. Die Texte hören sich sehr persönlich an und man entschlüsselt sie nicht ohne Weiteres. Robert Wyatt hat jedoch immer geleugnet, dass die Musik in direktem Zusammenhang mit seinem Unfall steht. Glauben wir ihm das einfach mal, da ein Großteil der Lieder wohl bereits ein Jahr zuvor in Venedig geschrieben worden ist. Beim Hören solcher Stücke wie „Sea Song“, „Alifib“ oder „Alife“ kommen allerdings zwangsläufig diese Gedanken auf, denn gerade diese drei Stücke klingen so wunderbar bewegend und fast schon mystisch, dabei jedoch immer melodisch und eingängig sowie atmosphärisch sehr dicht gepackt. An diesen Stellen klingt Robert Wyatt sanft, oftmals zart bis an die Grenze zur Zerbrechlichkeit hin. Musik, die man sonst nicht so zu hören bekommt. Ganz besonders eben. Das Gegenstück zu diesen Liedern sind die beiden Titel „Little Red Riding Hood Hit The Road“ und „Little Red Robin Hood Hit The Road“. Auch diese Nummern klingen auf ihre Art etwas verschroben, sind allerdings deutlich lauter, fordernder, ganz leicht aggressiver. Das ist dann keine Musik mehr zum Zurücklehnen, der Rhythmus zieht deutlich an, man möchte Mitwippen und auch diese beiden Stücke gehen ins Ohr – benötigen dazu allerdings den ein oder anderen Durchlauf mehr. Das Stück „A Last Straw“ ist stilistisch schließlich zwischen diesen beiden „Polen“ angesiedelt und weiß letztendlich ebenso zu überzeugen.

Aus dieser Platte Höhepunkte herauszuheben erscheint einigermaßen schwierig, da man somit den anderen, dann nicht genannten Titeln, nicht gerecht werden würde. Was man jedoch unbedingt an dieser Stelle betonen muss ist, dass man sich für diese Scheibe Zeit nehmen sollte. „Rock Bottom“ wächst und wächst. Alles auf diesem Album wirkt und Freundinnen und Freunde der außergewöhnlichen Musik werden auf dieser Platte jede Menge Musik für sich entdecken.

Fazit: Definitiv etwas ganz Besonderes ist das zweite Solo-Album des Robert Wyatt geworden. Darauf enthalten ist Musik, die alles andere als alltäglich klingt. Verschrobene Melodien und auch die Instrumente scheinen hier völlig anders zu klingen. Dazu gesellt sich der oft ergreifende Gesang des Robert Wyatt und fertig ist eine Platte, die einen nicht unbeeindruckt zurücklässt. „Rock Bottom“ ist ein sehr spannendes Album geworden, welches all jene Hörerinnen und Hörer begeistern wird, die sich gerne auf musikalische Experimente einlassen und das Besondere in der Musik lieben. Besonders, das ist „Rock Bottom“ ganz klar geworden. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Sea Song, Alifib, Alife



Samstag, 28. Juli 2018

Lacrimosa – Live In Mexico City




Lacrimosa – Live In Mexico City


Besetzung:

Tilo Wolff – vocals, guitar, keyboards
Anne Nurmi –vocals, keyboards
JP Genkel – guitar
Henrik Flyman – guitar
Yenz Leonhardt – bass, backing vocals
Julien Schmidt – drums


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Gothic Rock, Dark Wave


Trackliste:

CD1:

1. Lacrimosa Theme (2:44)
2. Ich Bin Der Brennende Komet (7:08)
3. Welcome To The Show (0:45)
4. Schakal (6:28)
5. Alleine Zu Zweit (4:20)
6. Alles Lüge (6:17)
7. Not Every Pain Hurts (5:25)
8. Verloren (7:41)
9. Ohne Dich Ist Alles Nichts (6:43)
10. Weil Du Hilfe Brauchst (6:27)
11. Apart (4:08)
12. If The World Stood Still A Day (4:10)

CD2:

1. Feuerzeug I & II (5:47)
2. Der Morgen Danach (4:41)
3. Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs (6:12)
4. Liebesspiel / Fassade III (6:29)
5. Rote Sinfonie (6:18)
6. Revolution (6:47)
7. Durch Nacht Und Flut (4:21)
8. Stolzes Herz (8:11)
9. Feuer (4:39)
10. Lichtgestalt (5:42)
11. Copycat (5:24)

Gesamtspieldauer CD1 (1:02:22) und CD2 (1:04:38): 2:07:00

DVD:

1. Lacrimosa Theme / Airport Arrival
2. Irgendein Arsch Ist Immmer Unterwegs
3. Schakal
4. Alles Lüge

Gesamtspieldauer DVD: 20:22




Jede Menge Gothic Rock bis Dark Wave gibt es auf dem im Jahr 2014 auf dem Plattenlabel Sony Music erschienen dritten Live-Album der Schweizer Band Lacrimosa zu hören. Dieses trägt den Titel „Live In Mexico City“, wurde als Doppel-Album veröffentlicht und der ersten Ausgabe des Albums wurde sogar noch eine zwanzig-minütige DVD mit Live-Aufnahmen hinzugefügt.

„Live In Mexico City“ verschafft den Hörerinnen und Hörern einen sehr guten Überblick über die Musik der Gothic Band Lacrimosa. Ab dem vierten Album „Inferno“ aus dem Jahr 1995, sind Lieder auf diesem Live-Album enthalten. Diese Live-Atmosphäre wird mit dem Doppel-Album auch sehr gut transportiert. Zum Teil sogar zu gut, denn die Mexikaner scheinen ein sehr schreifreudiges Völkchen zu sein. Jedes Lied wird mit frenetischem Gebrüll begrüßt und ebenso überschwänglich auch wieder verabschiedet. Für die Musiker auf der Bühne mag das ganz sicher eine schöne und euphorisierende Situation gewesen sein, auf „Live In Mexico City“ und damit im heimischen Wohnzimmer klingt es allerdings mitunter fast schon befremdlich und übertrieben.

Doch man gewöhnt sich irgendwie daran, die Laufzeit des Albums relativiert alles. Die Soundqualität von „Live In Mexico City“ ist noch in Ordnung, wenn sie auch nicht perfekt ist und an der einen oder anderen Stelle etwas verwässert und nebulös klingt. So kann es an mancher Stelle leicht breiig klingen, ist aber aufgrund des Live-Charakters noch zu verschmerzen. Sound-Junkies könnten dies allerdings als größeren Kritikpunkt anführen. Die Lieder selbst überzeugen und gehen zum Teil auch mitreißend ins Ohr. Noch etwas mehr auf der zweiten CD, auf der mit den Liedern „Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs“, „Liebesspiel / Fassade III“, „Rote Sinfonie“ und „Revolution“ gleich vier Höhepunkte hintereinander angeordnet sind. Da macht das Zuhören gleich noch mehr Laune. Seine eigenen Höhepunkte findet man sicherlich an den Stellen am ehesten, an denen man die Musik bereits kennt. Doch dieser melodiöse Gothic Rock wirkt.

Der Erstausgabe des Albums ist noch eine kurze, 22-minütige DVD beigefügt, die einen kleinen Einblick in das Konzert gewährt sowie die Ankunft der Band in Mexiko dokumentiert. Beim Anblick dieser Bilder wundert man sich dann auch nicht mehr über den Beifall der Zuschauer während des Konzertes. Mexikaner scheinen Musik deutlich mehr zu feiern als wir Mitteleuropäer.

Fazit: Möchte man sich eine Übersicht über das Schaffen der Schweizer Band Lacrimosa verschaffen, so eignet sich das Album „Live In Mexico City“ bestens hierfür. Der Sound dieser Live-Aufnahmen ist nicht immer einwandfrei, dafür wird das Live-Erlebnis des Konzertes sehr schön transportiert. Und wenn man dann auch noch Spaß an Gothic Rock beziehungsweise Dark Wave hat, dann steht dem Hörerlebnis im Grunde genommen nichts mehr im Wege. Neun Punkte.

Anspieltipps: Irgendein Arsch Ist Immer Unterwegs, Liebesspiel / Fassade III, Rote Sinfonie, Revolution