Dienstag, 9. Januar 2018

Kellermensch – Goliath




Kellermensch – Goliath


Besetzung:

Sebastian Wolff – vocals, guitar
Anders Trans – drums
Christian Sinderman – vocals, organ
Jan V. Laursen – guitar
Claudio W. Suez – bass
John V. Laursen – upright bass, guitar


Gastmusiker:

Søren Storm – violins on tracks 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 & 10
Nils Gröndahl – violins on tracks 1, 4, 5 & 9
Inger Juhl Jensen – cello on tracks 1 & 4


Label: Persona Non Grata Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Art Rock, Rock


Trackliste:

1. Bad Sign (3:24)
2. The Pain Of Salvation (4:48)
3. Atheist In A Foxhole (4:34)
4. Mediocre Man (4:50)
5. Remainder (4:03)
6. All That I Can Say (2:34)
7. Carrying My Name (2:39)
8. Lost At Sea (4:32)
9. Moth (2:23)
10. How To Get By (3:11)

Gesamtspieldauer: 37:03



Kellermensch ist eine im Jahr 2006 in Esbjerg, Dänemark gegründete Rock Band, deren Musik sich stilistisch in den Genres Art Rock bis hin zum Progressive Rock bewegt. Nachdem 2009 das erste und selbstbetitelte Album „Kellermensch“ erschien, mussten die Fans bis am 27. Januar 2017 warten, bis die zweite vollständige Scheibe mit dem Titel „Goliath“ veröffentlicht wurde. Dazwischen folgten lediglich noch die Veröffentlichung der EP „Narcissus“ sowie eine Single mit bereits bekanntem Material der ersten Platte.

Auf „Goliath“ hört man zumeist harten und in dieser Variante ungewöhnlich eingängigen Rock. Mitreißend klingt das, kraftvoll, intensiv und dabei immer auch melodiös und eingängig. Viele der Stücke gehen dabei gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr und wirken lange nach. Man bekommt auf „Goliath“ heftige und harte Gitarrenriffs in Kombination mit Streichern in Form von Violinen und einem Cello geboten. Das klingt alles sehr überzeugend und auch die etwas sanfteren Abschnitte der Platte, die es auf „Goliath“ durchaus ebenfalls gibt, schaffen es zu überzeugen. Nun, die sechs Dänen haben es gut gemeint und gemacht, an zwei Stellen der Platte jedoch etwas zu gut gemeint. Natürlich ist Abwechslung immer erwünscht und eine schöne Sache, warum man dazu allerdings gleich „Growling“-Laute mit einbauen musste, das bleibt wohl das Geheimnis der Musiker.

Höhepunkte gibt es einige auf „Goliath“. Da ist gleich der mitreißende Opener „Bad Sign“. Dann die perfekte Synthese aus hartem Gitarren-Rock und Streichern in Form des Liedes „Mediocre Man“. „Remainder“ startet langsam und bedächtig, um dann ebenfalls los zu rocken. Zum Schluss hört man hier leider ein wenig „Gegrowle“ – trotzdem bleibt die Nummer ein tolles Lied. „Lost At Sea“ ist eine der wenigen zumindest etwas langsameren Titel des Albums. Irgendwie verwunschen und sehnsüchtig klingend, mit toller Melodie ausgestattet und sich sofort und auch beständig im Ohr der Hörerin und des Hörers festsetzend. Bliebe an dieser Stelle schließlich noch das letzte Lied der Platte zu erwähnen. „How To Get By“ klingt ebenfalls sehr eingängig und ist gleichzeitig die ruhigste Nummer der Platte, ein würdiger Abschluss des Albums.

Fazit: „Goliath“ von Kellermensch macht Spaß. Guten und meist sogar mitreißenden Rock gibt es hier zu hören, verpackt in tolle Melodien, die ins Ohr gehen. Die Musik benötigt nicht allzu viel Anlaufzeit, um zu überzeugen. Die Harmonien setzen sich schnell fest und verbleiben auch längerfristig im Ohr. So verzeiht man Kellermensch auch die zwei kurzen „Growling-Ausflüge“. Musik kann einem den Tag verschönern. Ein Beispiel dafür wäre „Goliath“ von Kellermensch. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Bad Sign, Mediocre Man, Remainder, Lost At Sea, How To Get By



Montag, 8. Januar 2018

Grobschnitt – Grobschnitt




Grobschnitt – Grobschnitt


Besetzung:

Joachim H. Ehrig (Eroc) – drums, percussion, electronic effects
Axel Harlos (Felix) – drums, percussion
Stefan Danielak – vocals, rhythm guitar
Bernhard Uhlemann (Baer) – bass, flute, percussion
Gerd Otto Kühn (Lupo) – lead guitar
Hermann Quetting (Quecksilber) – organ, piano, spinet, percussion


Label: Metronome – Brain


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Symphony (13:47)
2. Travelling (6:49)
3. Wonderful Music (3:41)
4. Sun Trip (Am Ölberg) (2:33)
5. Sun Trip (On The Way) (4:08)
6. Sun Trip (Battlefield) (5:42)
7. Sun Trip (New Era) (5:19)


Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung von 2015:

8. About My Town (Live At THG Aula, Hagen / 1971) (11:00)
9. Another Symphony (Live At Städtischen Gymnasium, Gütersloh / 1977) (26:05)

Gesamtspieldauer: 1:19:08




Wenn man gut gemachten Progressive Rock aus deutschen Landen hören möchte, den die Engländer etwas abwertend auch mit Krautrock umschreiben, dann liegt man bei der Hagener Band Grobschnitt genau richtig. Dies gilt bereits für ihre erste Scheibe, die selbstbetitelt im Jahr 1972 auf dem Label Metronome veröffentlicht worden ist. Auf „Grobschnitt“ von Grobschnitt hört man melodiösen, abwechslungsreichen und spannenden Progressive Rock, der mitunter auch humoristische Züge aufweist.

Das Album beginnt mit dem Stück „Symphony“, einem, wenn nicht dem Höhepunkt der ganzen Platte. Auf knapp vierzehn Minuten zeigen die sechs Musiker von Grobschnitt hier, wie abwechslungsreich Progressive Rock klingen kann. Auf „Symphony“ gibt es die ruhigen und sanften Passagen, neben den treibenderen Abschnitten. Laute und leise musikalische Stellen, egal welchen Pegel man auf seiner Anlage eingestellt hat. Über allem schwebt dabei die Eingängigkeit der Musik, die immer ins Ohr geht. Durch die vielen Themenwechsel bleibt es immer spannend, gleichzeitig passt alles perfekt zusammen, scheint genau so und keineswegs anders zusammen zu gehören.

Die folgenden Nummern „Travelling“ und „Wonderful Music“ spielen ebenfalls mit Atmosphären und Stimmungen. „Travelling“ ist rockiger geraten, triebt den Beat nach vorne. Die E-Gitarre steht hier ganz klar im Mittelpunkt des Stücks, jault und windet sich von einem Solo zum nächsten. „Wonderful Music“ ist eine Melange aus Flöte und akustischer Gitarre, die ziemlich fröhlich und locker klingt. Wenn dann auch noch der Gesang einsetzt, erinnert das Lied etwas an mittelalterliche Klänge, ohne jedoch völlig in dieses Genre einzutauchen. Es folgt das aus vier Teilen zusammengesetzte „Sun Trip“. Eine kleine psychedelische Achterbahnfahrt, gespickt mit schönen Melodien, anderen, sphärischen Abschnitten und einigem Klamauk in Form von Wortbeiträgen. Am überzeugendsten klingt hierbei der dritte Teil „Battlefield“. Sehr zarte, zumeist sphärische Musik, die sich nochmals deutlich stark vom Rest der Platte unterschiedet.

Der remasterten Wiederveröffentlichung des Albums aus dem Jahr 2015 wurden noch zwei Bonus Tracks hinzugemischt. Zum einen handelt ist dabei um das Stück „About My Town“, 1971 live eingespielt und fast schon jazzig klingend. Die zweite Zugabe heißt „Another Symphony“, wurde im Jahr 1977 im Städtischen Gymnasium von Gütersloh live aufgenommen und enthält auf über 26 Minuten ebenfalls die für Grobschnitt so typische Mischung aus tollem Progressive Rock, gepaart mit Klamauk in Form von fast sinnfreien Worteinlagen oder Chorarrangements. Beide Live-Einspielungen verfügen über eine ausgezeichnete Soundqualität und werten das Album nochmals auf.

Fazit: Wer auf Progressive Rock steht, sollte auch mit diesem ersten Grobschnitt-Album seine Freude haben. Die Musik ist abwechslungsreich, geht ins Ohr und unterhält bestens. Jede Menge wunderschöne Stellen gibt es hier zu erhören und auch die beiden Live-Zugaben können überzeugen und bieten einen Mehrwert. Ein wahrlich gelungenes Debut-Album der Hagener Band, randvoll mit Progressive Rock oder Krautrock, wie immer man das Ganze auch umschreiben möchte. Elf Punkte.

Anspieltipps: Symphony



Sonntag, 7. Januar 2018

PJ Harvey – Stories From The City, Stories From The Sea




PJ Harvey – Stories From The City, Stories From The Sea


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, guitar (1–3, 5–11), bass (1), keyboards (3, 4, 8, 10), piano (12), djembe (12), maracas (6), e-bow (12)


Gastmusiker:

Rob Ellis – drums (2, 3, 6–12), piano (2, 3, 7, 11, 12), tambourine (1, 8, 10), synthesizer (2), keyboards (12), bells (12), harpsichord (1), electric piano (2), vibraphone (4), background vocals (11, 12)
Mick Harvey – organ (12), bass (2–4, 6–12), drums (1, 4), percussion (3), harmonium (1), keyboards (7, 9, 10), accordion (4), background vocals (11, 12)
Thom Yorke – vocals (4, 5, 7), keyboards (4)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Big Exit (3:51)
2. Good Fortune (3:20)
3. (3:42)
4. One Line (3:14)
5. Beautiful Feeling (4:00)
6. The Whores Hustle And The Hustlers Whore (4:00)
7. This Mess We're In (3:57)
8. You Said Something (3:19)
9. Kamikaze (2:24)
10. This Is Love (3:48)
11. Horses In My Dreams (5:37)
12. We Float (6:07)

Gesamtspieldauer: 47:23




„Stories From The City, Stories From The Sea“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Musikerin PJ Harvey. Es erschien am 23. Oktober im Jahr 2000 erneut, wie die Platten zuvor, auf dem Label Island Records, einer Tochter der Universal Music. Eingespielt wurde die Platte im März und April desselben Jahres und enthält zahlreiche Liebeslieder, die allesamt eine Verbindung zu ihrer „Lieblingsstadt“ New York City haben. Nach „To Bring You My Love“ aus dem Jahr 1995 wurde „Stories From The City, Stories From The Sea“ verkaufstechnisch gesehen der zweite große Erfolg der Engländerin. Das Album hielt sich siebzehn Wochen in den englischen Charts und wurde in Großbritannien und Australien mit Platin ausgezeichnet. In der Liste des Rolling Stone Magazin der 500 besten Platten aller Zeiten belegt die Platte Platz 431.

Auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ hört man Alternative Rock, der weder sehr innovativ ist, noch sich irgendwie positiv oder negativ von anderen Alternative Rock Alben anderer Künstler unterscheidet – obwohl die Musik natürlich eindeutig von PJ Harvey stammt und nicht von einer anderen Band. Von daher mutet allerdings die Eingruppierung des Albums unter die besten 500 Platten aller Zeiten zumindest etwas fragwürdig an. Das wiederum soll keineswegs bedeuten, dass es sich bei „Stories From The City, Stories From The Sea“ um ein schlechtes Album handelt, denn das ist es keinesfalls. Auf der Scheibe hört man Alternative Rock, mal eingängiger, mal etwas weniger eingängig, dem immer ein gewisser Hauch der Nachdenklichkeit oder Trauer anzuhaften scheint. Fröhlich klingt anders. Trotzdem lässt sich alles natürlich gut anhören und macht auch Spaß – zumindest, wenn man mit rockigen und gleichzeitig melancholischen Tönen auch etwas anzufangen weiß. Ein wirklich besonderes, besonders innovatives oder außergewöhnliches Album stellt „Stories From The City, Stories From The Sea“ allerdings nicht dar.

Alles hat seine Qualität auf dem Album, auf dem es guten und zumeist eingängigen Alternative Rock zu hören gibt. Kein Titel sticht dabei großartig heraus, weder im positiven, noch im negativen Sinne. Um hier jedoch einige Höhepunkte zu nennen, sei das eingängige und rockige „Good Fortune“ erwähnt. Etwas sanfter klingt dagegen die Nummer „A Place Called Home“, wohingegen „The Whores Hustle And The Hustlers Whore“ wesentlich mehr groovt. Der Höhepunkt des Albums ist für mich allerdings das Lied „This Mess We're In“. Hier hört man Thom Yorke sehr präsent im Duett mit Paul Jean Harvey. Diese Nummer hätte auch sehr gut seinen Platz auf einem Radiohead Album gefunden. „This Mess We're In“ ist auch gar nicht mehr so „alltäglich“, wie vieles andere auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ und nun doch das Besondere dieses Albums.

Fazit: Paul Jean Harvey lässt sich schwerlich auf nur eine musikalische Richtung festlegen, zumindest, wenn man die einzelnen Alben miteinander vergleicht. Auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ hört man dagegen ziemlich einheitlich Alternative Rock, meistens eingängig und gar nicht mal sehr außergewöhnlich. Die Musik klingt gut, geht größtenteils ins Ohr. Ein klein wenig fehlen mir hier jedoch die Ecken und Kanten, vielleicht hat allerdings gerade dieser Umstand dazu beigetragen, dass dieses Album so erfolgreich wurde. Massentauglich ist die Musik auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ in jedem Fall. Acht Punkte.

Anspieltipps: A Place Called Home, The Whores Hustle And The Hustlers Whore, This Mess We're In



Samstag, 6. Januar 2018

Can – Soundtracks




Can – Soundtracks


Besetzung:

Holger Czukay – bass, double bass
Michael Karoli – guitar, violin
Jaki Liebezeit – drums, percussion, flute
Malcolm Mooney – vocals on „Soul Desert“ and „She Brings The Rain“
Irmin Schmidt – keyboards, synthesizers
Damo Suzuki – vocals on „Deadlock“, „Tango Whiskyman“, „Don't Turn The Light On, Leave Me Alone“ and „Mother Sky“, percussion


Label: Spoon Records


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Krautrock, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Deadlock (aus dem Film “Deadlock”) (3:27)
2. Tango Whiskyman (aus dem Film “Deadlock”) (4:03)
3. Deadlock (Titelmusik) (aus dem Film “Deadlock”) (1:40)
4. Don't Turn The Light On, Leave Me Alone (aus dem Film “Cream – Schwabing Report”) (3:42)
5. Soul Desert (aus dem Film “Mädchen... nur mit Gewalt”) (3:48)
6. Mother Sky (aus dem Film “Deep End”) (14:31)
7. She Brings The Rain (aus dem Film “Ein großer graublauer Vogel”) (4:04)

Gesamtspieldauer: 35:17



„Soundtracks“ heißt das zweite Album der Kölner Band Can, ist aber nicht gleichzeitig deren zweites Studioalbum. „Soundtracks“ ist, wie der Name bereit besagt, ein Soundtrack-Album, bestehend aus sieben Liedern, die Can zu fünf verschiedenen Filmen beitrug. Dementsprechend müsste man „Soundtracks“ wohl als Kompilations-Soundtrack-Album bezeichnen. Die Platte erschien im Jahr 1970 auf dem Plattenlabel Spoon Records und stellte eine kleine Zäsur dar. Sänger Malcolm Mooney ist hier nur noch bei den Titeln Soul Desert“ und „She Brings The Rain“ zu hören. Die restlichen Stücke wurden vom Neu-Bandmitglied Damo Suzuki eingesungen.

Man hört auf „Soundtracks“ Lieder, eingesungen von unterschiedlichen Sängern, entstanden in zum Teil unterschiedlichen Jahren, welche für unterschiedliche Filme eingespielt wurden. Dementsprechend könnte man eine krude Mischung verschiedenster Musik erwarten. Doch obwohl sich die einzelnen Titel durchaus stilistisch unterscheiden, klingt „Soundtracks“ wie ein „ganz normales“ Studioalbum und man würde nichts vom Hintergrund der Entstehung merken, wenn man es nicht auf der Platte selbst nachlesen könnte. „Soundtracks“ klingt wie eine Einheit aus psychedelischen Titeln, die im Krautrock Anfang der 70er Jahre beheimatet sind. Mal etwas experimenteller, mal etwas rockiger und ein klein wenig Pop ist hier ebenfalls zu hören. Nicht ganz so eingängig hören sich die Lieder an, wie jene der Kollegen von Grobschnitt oder Jane, dafür etwas schräger, fordernder und definitiv experimenteller.

Mit all diesen Eigenschaften schaffen es die Lieder auf „Soundtracks“ jedoch durchaus auch, sich im Ohr festzusetzen – wenn auch nicht unbedingt gleich beim ersten Mal des Hörens. Allzu schwierig ist der Zugang zu den Liedern allerdings nicht. Ganz besonders sticht dabei die Nummer „Mother Sky“ aus dem Film „Deep End” hervor. In über vierzehn Minuten Spieldauer perfektionieren die fünf Musiker hier die Monotonie der Musik. Repetitiv und konsequent werden einem die Noten immer und immer wieder präsentiert, das Ganze untermalt mit einer sehr dominanten Rhythmusfraktion. Das Lied hämmert richtiggehend auf einen ein, ohne dabei in den vierzehneinhalb Minuten auch nur einen Hauch an Spannung zu verlieren. Wahrlich begeisternd. Dieses Lied ist intensiv und mitreißend. So mitreißend sogar, dass das britische Musikmagazin „Q“ die Nummer im Jahr 2005 auf Platz 48 der 100 besten „Guitar Tracks“ einreihte.

Fazit: „Soundtracks“ von Can ist ein sehr überzeugendes Album geworden. Zunächst nicht eingängig, nicht besonders melodiös, dafür gleich beim ersten Mal des Hörens sehr intensiv, packend und mitreißend. Die sieben Stücke ergeben ein Gesamtklangerlebnis, welches zusammenwirkt. Für Can-Verhältnisse erfordert „Soundtracks“ auch nicht sehr viel Anstrengung, sich dieser Musik hinzugeben, sie sich zu erschließen. Zwei, drei Durchläufe und die Musik packt – vor allem „Mother Sky“ lohnt dabei gehört zu werden. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Mother Sky



Freitag, 5. Januar 2018

Amon Düül II – Yeti




Amon Düül II – Yeti


Besetzung:

Renate Knaup – vocals, tambourine
John Weinzierl – guitar, 12 string guitar, vocals
Chris Karrer – violin, guitar, 12 string guitar, vocals
Falk Rogner – organ
Dave Anderson – bass
Peter Leopold – drums
Christian „Shrat“ Thierfeld – bongos, vocals


Gastmusiker:

Rainer Bauer (Sandoz In The Rain) – guitar, vocals
Ulrich Leopold (Sandoz In The Rain) – bass
Thomas Keyserling (Sandoz In The Rain) – flute


Label: Revisited Records


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Krautrock, Psychedelic Rock, Avantgarde


Trackliste:

1. Soap Shop Rock (13:47)
    a. Burning Sister (3:45)
    b. Halluzination Guillotine (3:10)
    c. Gulp A Sonata (0:46)
    d. Flesh-Coloured Anti-Aircraft Alarm (6:04)
2. She Came Through The Chimney (3:02)
3. Archangels Thunderbird (3:33)
4. Cerberus (4:21)
5. The Return Of Rübezahl (1:41)
6. Eye-Shaking King (5:40)
7. Pale Gallery (2:18)
8. Yeti (Improvisation) (18:15)
9. Yeti Talks To Yogi (Improvisation) (6:18)
10. Sandoz In The Rain (Improvisation) (8:59)

Gesamtspieldauer: 1:07:57




„Yeti“ heißt das zweite Studioalbum der deutschen Psychedelic-Krautrock-Band Amon Düül II. Ursprünglich als Doppelalbum veröffentlicht, erschien die Platte im April des Jahres 1970 auf dem Plattenlabel Ariola und wurde 2006 auf Revisited Records neu aufgelegt. Darauf zu hören ist psychedelisch angehauchter Krautrock, dem häufig auch nachgesagt wird, überhaupt mit die Geburtsstunde dieses musikalischen Genres darzustellen. Das Cover wurde vom Organisten Falk Rogner gestaltet. Zu sehen ist darauf Wolfgang Krischke, ein früherer Sound-Mitarbeiter bei Amon Düül II, der kurz zuvor, nach der Einnahme von LSD, in einem Waldstück erfroren ist. Der letzte Titel der Platte, „Sandoz In The Rain“ scheint ebenfalls indirekt auf dieses Unglück Bezug zu nehmen, wurde LSD doch in den Laboratorien von Sandoz entwickelt. Die Firma Sandoz klagte übrigens vergeblich gegen die Veröffentlichung des Stücks.

„Yeti“ ist für alle Hörerinnen und Hörer, die den Genres Krautrock und Psychedelic Rock etwas abgewinnen können, ein wahres Füllhorn an musikalischer Kreativität, Inspiration, Spannung und Ideenreichtum. Man hört hier mitreißende, rockige Themen wie sphärische Ausbrüche. An der einen Stelle glaubt man Pink Floyd zu Zeiten von „A Saucerful Of Secrets“ herauszuhören, an wieder anderer Stelle klingen Hawkwind durch – doch niemals wirkt das Ganze wie ein Plagiat, wie eine Kopie der englischen Kollegen. Was im Falle von Hawkwind, die ihre erste Platte erst im August 1970 veröffentlichten, auch gar nicht möglich gewesen wäre. Nein, Amon Düül II klingen eigenständig und auch anders als entsprechende Kollegen aus dem Aus- wie aus dem Inland. Verspielt, experimentell, forschend und dabei auch immer noch melodiös und eingängig.

„Yeti“ ist Abwechslung pur. Mitreißend und intensiv. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man gerade die eher in eine Liedstruktur gepackten ersten Titel anhört oder die letzten drei Nummern, die jeweils mit dem Label „Improvisation“ gekennzeichnet wurden. Höhepunkte gibt es auf „Yeti“ jede Menge. „Soap Shop Rock“ wartet mit rockigen Tönen und mit immer wieder ganz und gar ungewöhnlichem Gesang auf. „Cerberus“ und „The Return Of Rübezahl“ sind mitreißende Instrumentalnummern und in den letzten drei Titeln spürt man geradezu die Spielfreude sowie die Neugier und Lust auf Neues der Musiker. Vor allen Dingen der Titeltrack „Yeti“ ist eine spektakuläre musikalische Achterbahnfahrt, die man in kein Schema pressen kann. Hier wird die Musik laufen gelassen, fern aller Konventionen. Selbstverständlich wird dies keine reine Improvisation sein, wie auch von Gitarrist Chris Karrer im Beiheft zum Album bereits angedeutet. In die Nummer gehen wohl aber auch ganz spontane Ideen ein und bewirken zusätzliche Spannung und das ein oder andere Überraschungsmoment.

Auch die restlichen beiden Stücke „Yeti Talks To Yogi“ und „Sandoz In The Rain“ können absolut überzeugen. Man darf an dieser Stelle nur nicht den Fehler begehen und bei Amon Düül II einen Liedaufbau a la Strophe – Refrain – Strophe – Refrain und so weiter erwarten. Amon Düül II gehen hier neue Wege und diese Art der Musik war Anfang der 70er Jahre größtenteils noch ungewohnt, unkonventionell und einfach neu. Das Schöne daran ist allerdings, dass die Musik auch heutzutage noch völlig Patina-frei klingt. Weder angestaubt noch Oldie-like hören sich die einzelnen Nummern an.

Fazit: „Yeti“ von Amon Düül II ist eines der ersten Krautrockalben gewesen und klingt auch heutzutage noch begeisternd und mitreißend. Psychedelic Rock made in Germany. Amon Düül II waren mit dieser Platte eine der ersten deutschen Bands, die in England Erfolge einfuhren. Verwundern muss das keinesfalls, denn die Scheibe ist innovativ bis in den letzten Takt und Akkord hinein. Freundinnen und Freunde des Krautrock und des Psychdelic Rock können hier bedenkenlos zugreifen und das zu Hörende wird ihnen gefallen. Und diese Hörerinnen und Hörer, sie werden sich wundern, denn „Yeti“ von Amon Düül II klingt auch heute noch – und zwar modern. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Soap Shop Rock, Yeti



Donnerstag, 4. Januar 2018

Chris de Burgh – High On Emotion - Live From Dublin




Chris de Burgh – High On Emotion - Live From Dublin


Besetzung:

Chris de Burgh – guitar, piano, vocals


Gastmusiker:

Ian Kojima – guitar, keyboards, saxophone, background vocals
Al Marnie – bass, background vocals
Danny McBride – guitar, background vocals
Glenn Morrow – keyboards, background vocals
Jeff Phillips – drums


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Rock, Live


Trackliste:

1. Last Night (7:12)
2. Sailing Away (5:15)
3. The Revolution (4:03)
4. I'm Not Scared Anymore (4:40)
5. Spanish Train (6:00)
6. Borderline (4:51)
7. The Risen Lord (3:35)
8. The Last Time I Cried (6:16)
9. The Lady In Red (4:07)
10. A Spaceman Came Travelling (3:43)
11. Patricia The Stripper (4:21)
12. Missing You (4:26)
13. Say Goodbye To It All (5:59)
14. Don't Pay The Ferryman (4:11)
15. High On Emotion (5:10)

Gesamtspieldauer: 1:13:56




Neben bisher einundzwanzig Studioalben, neun Kompilationsplatten, sieben Videos beziehungsweise DVDs hat der Ire Chris de Burgh bis zum heutigen Tage auch  noch vier Live-Alben veröffentlicht. Das zweite Album dieser Reihe heißt „High On Emotion - Live From Dublin”, erschien am 11. September 1990 auf dem Plattenlabel A&M Records und wurde in Großbritannien mit zwei Mal Platin ausgezeichnet.

Die Soundqualität des Albums ist sehr gut geraten, auch die Fans des Chris de Burgh hört man gut. Während der Lieder hauptsächlich durch ein rhythmisches Mitklatschen, manchmal auch beim Mitsingen an exponierten Stellen. Die Begeisterungsstürme sind noch deutlich enthusiastischer am Anfang und Ende der Lieder zu hören, wobei sich das Publikum anscheinend zu 95% aus sehr jungen und weiblichen Zuschauern zusammenzusetzt, denn das zweitweise Gekreische klingt ziemlich schrill. Die Annahme mit den weiblichen Fans kann jedoch durchaus auch falsch sein, vielleicht sind das auch alles Jungs vor dem Stimmbruch, die hier die Musik feiern.

„High On Emotion - Live From Dublin” klingt ein wenig rockiger, als die entsprechende Musik auf den Studioalben. Leider werden gerade solch schöne Titel wie „Spanish Train“ oder „A Spaceman Came Travelling“ auf dem Album in Versionen vorgeführt, die die Magie der Stücke völlig zerstört. Da spielt Chris de Burgh mal den Geschichtenerzähler und verzichtet fast völlig auf die Musik oder er lässt gleich die Kreischenden singen. Und dann gibt es natürlich auch noch diese Schmalzlieder wie „Missing You“, die dagegen fast 1:1 zur Studioversion umgesetzt werden. Somit bleibt oftmals nichts als Frust nach dem Hören der Lieder. Die schönen Stücke wurden schlecht eingespielt und die zuckersüßen und langweiligen Liebes-Pop-Songs werden dagegen in derselben, poppigen Version wie auf dem Studioalbum wiedergegeben. Schade. Zwei Stücke der Doppel-LP-Veröffentlichung fehlen übrigens auf der CD-Ausgabe. Dies wären die Titel „Lonely Sky“ und „The Ballroom Of Romance“. Der Grund hierfür ist die fehlende Kapazität einer CD, die nach knapp 80 Minuten Spielzeit eben ausgereizt ist.

Fazit: „High On Emotion - Live From Dublin” ist ein Album für die Teilnehmerinnen am damaligen Konzert oder für den Chris de Burgh Fan schlechthin geworden. Für alle anderen Musikhörerinnen und Musikhörer ist das Ganze eher langweilig. Die Liedauswahl fokussiert sich mehr auf die Pop-Liedchen der 80er Jahre und wenn doch mal ein Lied der 70er Jahre gespielt wird, dann in einer Version, die man nicht unbedingt braucht. Ziemlich überflüssig. Vier Punkte.

Anspieltipps: The Revolution, The Last Time I Cried



Mittwoch, 3. Januar 2018

Klaus Schulze – Shadowlands




Klaus Schulze – Shadowlands


Besetzung:

Klaus Schulze – electronics, keyboards


Gastmusiker:

Lisa Gerrard – vocals
Crysta Bell – vocals
Julia Messenger – vocals
Thomas Kagermann – violin, flute, voice


Label: Synthetic Symphony / SPV


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Shadowlights (41:19)
2. In Between (17:07)
3. Licht und Schatten (17:26)

Gesamtspieldauer: 1:15:53




„Shadowlands“ heißt das 41. Album des Berliner Klangkünstlers Klaus Schulze, der mit allen seinen Kollaborationen und Beteiligungen wahrscheinlich bereits auf deutlich über hundert Veröffentlichungen kommt. „Shadowlands“ erschien am 22. Februar im Jahr 2013 auf dem Plattenlabel Synthetic Symphony und wurde ursprünglich als Doppelalbum veröffentlicht, ist inzwischen allerdings lediglich noch als einfaches Album zu haben. „Shadowlands“ ist auch Klaus Schulzes erstes Solo-Album nach der 2007er Veröffentlichung „Kontinuum“.

Wer diese entrückten, elektronischen Reisen des Klaus Schulze liebt, die oder der wird auch „Shadowlands“ lieben. Über einen relativ monotonen Rhythmus entwickeln sich auf dieser Platte Klangteppiche, die auf den einzelnen Liedern des Albums mit menschlichen Stimmen oder Violinen-Klängen angereichert beziehungsweise bereichert werden. Mitunter klingt das ein wenig orientalisch, speziell wenn die weiblichen Stimmen zu hören sind, sphärisch und manchmal auch verträumt bleibt es dagegen durchgängig.

Auf „Shadowlands“ Höhepunkte zu benennen erscheint reichlich schwierig, denn alle drei Nummern wirken. Nun, sie wirken ehrlich gesagt nicht wirklich nach. Wie sollte das aber auch funktionieren bei Liedern dieser Länge, die kaum über eine Melodie verfügen und vielmehr lediglich mit Atmosphären spielen? Diese Atmosphären sind es allerdings, die dicht und intensiv gepackt bewirken, dass diese Musik beim Hören wirkt und einen ganz in diese traumhaften Stimmungen eintauchen lässt – selbstverständlich jedoch nur diejenigen Hörerinnen und Hörer, die Musik ohne Kontraste und Wechsel auszuhalten verstehen. Monotone und hypnotische klangliche Gebilde werden auf „Shadowlands“ erzeugt, die einen sanft umschweben und betten, einen herunterholen vom Stress der restlichen Zeit des Tages. Zumindest, wenn man dies dieser Musik eben auch erlaubt zu tun.

Fazit: Seit 1972 veröffentlicht Klaus Schulze Alben und seitdem hat sich nicht so viel getan in seiner Musik. Zumindest nicht, wenn man seine Werke Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre mit seinem 41. Album „Shadowlands“ vergleicht. Immer noch werden Synthesizer-Klangteppiche übereinander gelegt, ein Rhythmus brandet auf und schließlich gesellen sich dazu häufig märchenhaft klingende und leicht verfremdete menschliche Stimmen. Wer an den ersten Platten des Klaus Schulze Spaß hatte, wird diesen auch mit „Shadowlands“ haben. Neun Punkte.

Anspieltipps: Shadowlights, In Between, Licht und Schatten



Dienstag, 2. Januar 2018

Various Artists – Varta Musikpreis ‘90




Various Artists – Varta Musikpreis ‘90


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: CPR-RCM


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Rock, Funk, Soul


Trackliste:

1. Monroe – You Are A Star (4:40)
2. Borchert – Feels So Good (3:57)
3. Juice – When Love Is Nice (3:09)
4. The Flood – Farmer’s Daughter (2:39)
5. Avenue – Goodbye (4:47)
6. Max. 80 – Trend (Bababababababap) (3:48)
7. Madison Avenue – Colours (5:07)
8. Magic – Waiting For Someone Like You (4:42)
9. Kristallpalast – Nobody Is Perfect (4:22)
10. Delay – Waiting (4:38)
11. Real Deal – She’s Talking Dirty (3:54)

Gesamtspieldauer: 45:48




In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts veranstaltete die Firma Varta einen Wettbewerb für Nachwuchsbands aus Deutschland. Aus jedem Bundesland durfte sich eine Band bewerben und dem Album lag dann ein Stimmzettel bei, mit dem man über den Sieger dieses Contests abstimmen konnte. Stefan Raab hat sich seinen Bundesvision Song Contest also abgekuckt. Die Wiedervereinigung gab es allerdings noch nicht, sodass lediglich elf Bundesländer auf diesem Kompilationsalbum vertreten sind.

Keine der Bands schaffte den Durchbruch, von keiner hörte man mehr etwas. Jedenfalls ist mir keine der Bands bekannt und ich bin zumindest einigermaßen musikinteressiert. Dass man von keiner dieser Formationen aus den elf Bundesländern mehr etwas hörte, darf nicht weiter verwundern. Die Musik ist gut abgemischt und die Aufnahmen passen. Jedoch ist das allerhöchstens nachgemachte oder kopierte Musik. Keine neue Idee, kein neuer Ansatz, den man sich auch mal von jungen Bands wünscht.

Zudem langweilen die Lieder sehr. Nichts ist auf „Varta Musikpreis ‘90“, was ins Ohr gehen würde. Zugegebenermaßen bin ich persönlich kein Fan von Funk und Soul, wodurch diese Lieder bereits bei mir durch das Raster des Interessanten fallen. Jedoch auch die wenigen Pop- und Rock-Titel können wenig bis gar nicht überzeugen. Die Musik langweilt und ist einfach uninteressant. Ach ja, Bundessieger wurde übrigens die Band „Avenue“. Grausam.

Fazit: Nichts Neues, nur Kopien von anderen, bekannteren Bands hört man auf dem „Varta Musikpreis ‘90“. Doch dazu sind die Lieder weder melodiös, innovativ, mitreißend oder sonst etwas Positives. Für die einzelnen Formationen sicherlich eine tolle Sache, auf diesem Kompilationsalbum vertreten zu sein, ansonsten aber absolut uninteressant. Leider. Null Punkte.

Anspieltipps: You Are A Star, Farmer’s Daughter, She’s Talking Dirty


(Kein Video verfügbar)


Montag, 1. Januar 2018

Roger Waters – In The Flesh




Roger Waters – In The Flesh


Besetzung:

Roger Waters – bass guitar, acoustic & electric guitar, lead and backing vocals


Gastmusiker:

Doyle Bramhall II – guitars, lead and backing vocals
Andy Fairweather Low – guitars, bass guitar, backing vocals
Snowy White – electric & acoustic guitars
Andy Wallace – keyboards, Hammond organ, backing vocals
Jon Carin – keyboards, lap steel, programming, acoustic guitar, lead and backing vocals
Katie Kissoon – backing vocals, percussion
Susannah Melvoin – backing vocals, percussion
P. P. Arnold – backing vocals, percussion
Graham Broad – drums, percussion
Norbert Stachel – saxophones


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock, Progressive Rock, Live


Trackliste:

CD1:

1. In The Flesh (4:41)
2. The Happiest Days Of Our Lives (1:36)
3. Another Brick In The Wall, Part II (5:52)
4. Mother (5:41)
5. Get Your Filthy Hands Off My Desert (0:52)
6. Southampton Dock (2:16)
7. Pigs On The Wing, Part 1 (1:18)
8. Dogs (16:24)
9. Welcome To The Machine (6:54)
10. Wish You Were Here (4:57)
11. Shine On You Crazy Diamond, Pts. I–VIII (14:43)
12. Set The Controls For The Heart Of The Sun (7:10)


CD2:

1. Speak To Me / Breathe (3:23)
2. Time (6:24)
3. Money (6:11)
4. 5:06 AM (Every Stranger's Eyes) (5:20)
5. Perfect Sense (Parts 1 and 2) (7:26)
6. The Bravery Of Being Out Of Range (5:04)
7. It's A Miracle (8:12)
8. Amused To Death (9:25)
9. Brain Damage (4:06)
10. Eclipse (2:19)
11. Comfortably Numb (8:08)
12. Each Small Candle (9:05)

Gesamtspieldauer CD1 (1:12:30) und CD2 (1:15:08): 2:27:38



„In The Flesh“ ist das zweite Solo-Live-Album, welches Roger Waters veröffentlichte. Die Platte erschien am 5. Dezember im Jahr 2000 unter anderem in Form einer Doppel-CD auf dem Plattenlabel Sony Music. Auch eine DVD wurde mit identischen Liedern veröffentlicht. Die Veröffentlichungen beinhalten Musik aus seiner drei Jahre andauernden „In The Flesh“-Tour. Im Gegensatz zur DVD-Veröffentlichung, auf der das Konzert vom 27. Juni 2000 im Rose Garden Arena in Portland, Oregon zu sehen ist, beinhaltet die CD insgesamt vier Konzerte aus den USA in Phoenix, Las Vegas, Irvine sowie Portland. Zu hören sind auf „In The Flesh“ Lieder aus seiner Pink Floyd Zeit sowie zum ersten Mal auch live eingespielte Titel seines Solo-Albums „Amused To Death“.

Man erhält mit diesem Album wahrlich einen schönen Überblick über das Schaffen des Roger Waters. Die Pink Floyd Alben „The Final Cut“, „The Wall“, „Animals“, „Wish You Were Here“, „The Dark Side Of The Moon“ sowie „A Saucerful Of Secrets“ sind genauso vertreten wie sein Solo-Album „The Pros And Cons Of Hitch Hiking“ mit einem und „Amused To Death“ mit vier Titeln. Dazu gibt es zum Abschluss ein ebenfalls sehr hörenswertes und sonst auf keinem Studioalbum enthaltenes Lied mit dem Namen „Each Small Candle“. Diese Nummer war ursprünglich einmal für ein weiteres Studioalbum vorgesehen, aber da es bis zum Jahr 2017 dauerte, bis „Is This The Life We Really Want?“ veröffentlicht wurde, hatte sich dieser Titel wohl bereits überholt.

Nun, wer die Musik von Pink Floyd und / oder Roger Waters liebt, der oder dem dürfte auch diese Platte sehr zusagen. Die Lieder wurden alle sehr nahe am Original eingespielt und nur beim fehlenden Gesang des David Gilmour bei einigen Titeln fällt auf, dass Pink Floyd hier eben nicht mehr ganz komplett zu hören sind. Besonders schön an „In The Flesh“ ist, dass man hier auch Live-Versionen der wunderschönen Alben „Animals“ und „Amused To Death“ hört, die es sonst nirgends zu hören gibt. Ein weiterer „Mehrwert“ der Scheibe ist schließlich noch das Lied „Each Small Candle“, ganz im Stile des Roger Waters gehalten und sofort Assoziationen zu Pink Floyd Titeln aufkommen lassend. Auf „In The Flesh“ geht es um die Musik und zwar nur um die Musik. Ansagen oder sonstige Gimmicks gibt es hier kaum, das Publikum ist nur am Anfang und Ende und manchmal in dem ein oder anderen sehr ruhigen Part zu hören. Von daher kommt so ein richtiges „Live-Erlebnis“ der Musik auf diesem Album nicht auf, dafür jedoch umso mehr ein intensives Musik-Erlebnis.

Fazit: Eine sehr gelungene Platte ist das Doppel-Live-Album „In The Flesh“ von Roger Waters geworden. Intensive Pink Floyd- und Roger Waters-Musik auf fast zweieinhalb Stunden verteilt gibt es auf der Scheibe zu hören. Die Titelauswahl lässt auch kaum Gründe zur Kritik aufkommen und man erhält viele schöne musikalische Momente geliefert. Dazu gibt es noch einen neuen Titel, der dann doch nicht mehr auf einem Studioalbum veröffentlicht wurde. Für alle, die diese Art der Musik lieben, eine wunderschöne Bereicherung. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Dogs, Welcome To The Machine, Amused To Death, Each Small Candle



Sonntag, 31. Dezember 2017

The Pineapple Thief – Variations On A Dream




The Pineapple Thief – Variations On A Dream


Besetzung:

Bruce Soord – guitars, vocals, keyboards
Adrian Soord – mellotron, rhodes, hammond, piano, synthesizer
Mark Harris – electric & acoustic basses
Nick Lang – drums & cymbals


Gastmusiker:

Jon Sykes – bass (7)
Liz Bramley – backing vocals (3)
W. Torrens – guitar noises (3)


Label: Cyclops Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Progressive Rock, Alternative Rock


Trackliste:

CD1 (Variations On A Dream):

1. We Subside (4:59)
2. This Will Remain Unspoken (3:26)
3. Vapour Trails (9:03)
4. Run Me Through (4:29)
5. The Bitter Pill (4:41)
6. Resident Alien (4:17)
7. Sooner or Later (4:13)
8. Part Zero (7:28)
9. Keep Dreaming (4:25)
10. Remember Us (16:09)


CD2 (8 Days):

1. Sunday November 3rd (5:45)
2. Monday November 4th (6:23)
3. Tuesday November 5th (4:39)
4. Wednesday November 6th (5:28)
5. Thursday November 7th (7:19)
6. Friday November 8th (7:16)
7. Saturday November 9th – 14:11 (4:09)
8. Saturday November 9th – 21:16 (4:53)
9. Sunday November 10th (5:55)
10. Sunday November 10th – 14:20 (5:05)

Gesamtspieldauer CD1 (1:03:15) und CD2 (56:56): 2:00:11



Wenn es um sanften, harmonischen und eingängigen Progressive Rock geht, dann kommt man zwangsläufig irgendwann auf die Band The Pineapple Thief. Nun, aber ist das Progressive Rock? Oder New Art Pop? Oder New Art Rock? NeoProg oder doch RetroProg? Psychedelic oder doch Alternative Prog? Irgendwo in diesem Bereich bewegt sich die Musik des Bruce Soord. Ich bin kein Musikwissenschaftler, kann das für mich nicht endgültig lösen, muss ich aber auch gar nicht. Es ist mir egal, denn das, was ich von dieser Band zu hören bekomme, überzeugt mich. Überzeugt mich sogar sehr. Und definitiv ist es kein Allerwelts-Pop, soweit lehne ich mich dann doch aus dem Fenster.

Ganz gleich, ob man frühere oder spätere Alben von Pineapple Thief hört, die Musik klingt immer melodiös und harmonisch, umschmeichelt sozusagen das Ohr. Wer also vertrackten Progressive Rock erwartet, die oder der wird mit The Pineapple Thief nicht glücklich werden. Auch nicht mit dem dritten Studioalbum der Band um Bruce Soord, welches „Variations On A Dream“ heißt und im Jahr 2003 auf dem Plattenlabel Cyclops Records veröffentlicht wurde. Das Album wurde in zwei Variationen ausgeliefert. In der mit einer CD und in einer erweiterten Ausführung, die zusätzlich noch die CD „8 Days“ enthält. Zwei Jahre später, bei der Veröffentlichung des vierten Albums „10 Stories Down“, sollte es auch diesbezüglich mit „8 Days Later“ eine Fortsetzung geben. Das Überraschende an „8 Days“ ist, dass die zehn Titel innerhalb von acht Tagen entwickelt, eingespielt und gemixt wurden, da noch genau acht Tage Studiozeit zur Verfügung standen, als „Variations On A Dream“ bereits fertig eingespielt war. Dass dies alles in solch kurzer Zeit entstand, ist kaum zu glauben und bedeutet keineswegs einen qualitativen Abfall in der Musik, denn auch diese Scheibe wirkt.

Sanft, melancholisch, nachdenklich und traurig hört sich alles auf „Variations On A Dream“ an. Jedes Lied geht dabei ins Ohr, klingt und wirkt nach. Zugegebenermaßen wird so viel Harmonie nicht auf ein ungeteiltes Echo stoßen, doch wenn man gerade auf diese Ausprägung des Rocks steht, so wird man dieses Album sehr zu schätzen wissen. Stücke wie „We Subside“, „Resident Alien“, „Part Zero“ oder „Remember Us“ stehen hierfür beispielhaft. Alles klingt wunderbar melodiös und eingängig, geht ins Ohr, weckt dort das Bedürfnis, nochmals gehört zu werden. Bezüglich des letzten Titels „Remember Us“ ist anzumerken, dass hier auch Freunde der progressiveren Töne ein Lied für sich entdecken können – und nein, das liegt nicht an der langen Laufzeit des Stücks.

Das Zusatzalbum „8 Days“ schließt sich musikalisch gesehen fast nahtlos an das „offizielle“ Album an. Es ist inhaltlich ein wenig experimenteller aufgebaut, da hier auch Umgebungsgeräusche mit in die Musik eingebaut wurden. An der überaus großen Harmonie und Eingängigkeit der Musik ändert dies allerdings nicht. Auch auf „8 Days“ gibt es diese schönen – so muss man sie wohl nennen – Lieder zu hören, die das Ohr umschmeicheln. Großartige Komplexität ist dabei allerdings nicht vorhanden, was im Falle von The Pineapple Thief das Hörerlebnis allerdings nicht schmälert, denn man weiß, auf was man sich einlässt, wenn man diese Musik hört.

Fazit: Eine, nein zwei Scheiben voller Melodiösität und Eingängigkeit bekommt man mit „Variations On A Dream“ und „8 Days“ geboten. The Pineapple Thief klingen weder vertrackt noch kompliziert, dafür sehr harmonisch. Trotzdem bleibt die Musik der Engländer dabei sehr abwechslungsreich und spannend. Lieder für all jene Hörerinnen und Hörer, die es lieben ganz in Klängen versinken zu können, sich dabei auf eine Reise zu begeben, die einen in andere Welten führt. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: We Subside, Resident Alien, Part Zero, Remember Us



Samstag, 30. Dezember 2017

10cc – Castle Master Collection




10cc – Castle Master Collection


Besetzung:

Eric Stewart
Kevin Godley
Graham Gouldman
Lol Creme


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Castle Communications


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Art Pop, Art Rock


Trackliste:

1. The Wallstreet Shuffle (3:51)
2. The Worst Band In The World (2:43)
3. Silly Love (3:57)
4. Donna (2:54)
5. The Hospital Song (2:41)
6. Hotel (4:50)
7. Baron Samedi (3:43)
8. The Dean And I (3:02)
9. Speed Kills (3:46)
10. Old Wild Man (3:19)
11. Clockwork Creep (2:43)
12. Somewhere In Hollywood (6:37)
13. Johnny, Don't Do It (3:35)
14. Oh Effendi (2:49)
15. Rubber Bullets (5:15)

Gesamtspieldauer: 56:17




10cc haben während ihrer Karriere in der Zeit von 1973 bis 1995 elf Studioalben aufgenommen. Seitdem wurde kein derartiges Album mehr herausgegeben, obwohl die Band unter der Führung von Graham Gouldman und zig Band-Umbesetzungen bis in die heutige Zeit aktiv ist. Kein Studioalbum mehr, dafür gibt eine ganze Menge von Kompilationsalben, die regelmäßig auf den Plattenmarkt geschmissen werden. Auf 66 derartiger Zusammenstellungen bin ich bereits nach kurzer Internetrecherche gestoßen, wahrscheinlich sind es noch deutlich mehr. 10cc unter der Überschrift „Castle Master Collection“ ist eine davon und erschien im Jahr 1992 auf Castle Communications in Deutschland.

Was diese Zusammenstellung allerdings zeigen oder darstellen soll, wird nicht so ganz klar. Von den fünfzehn auf der Kompilation enthaltenen Lieder stammen sechs vom ersten, selbstbetitelten Album „10cc“. Die restlichen neun Nummern sind dem zweiten Studioalbum „Sheet Music“ entnommen, von dem lediglich der Titel „The Sacro-Iliac“ auf der „Castle Master Collection“ fehlt. Von daher kann man natürlich behaupten, hier soll ein Überblick über die ersten beiden Alben der Band ermöglicht werden. Da hier allerdings, zumindest im Falle von „Sheet Music“, praktisch jedes Lied enthalten ist und nur eine Nummer fast schon willkürlich weggelassen wurde, erübrigt sich dieser Denkansatz bereits. Was wiederum zu dem Schluss führt, dass die Originalalben eine definitiv bessere Investition darstellen.

Die auf der Zusammenstellung zu hörende Musik ist eine Mischung aus Art Pop und Art Rock. Nicht immer will das Gehörte gleich ins Ohr gehen, spannend klingt es allerdings immer, wenn man denn auch mit dem ein oder anderen schrägen Ton leben kann. Die Musik ist beileibe keine 08/15-Ware und hat es durchaus verdient, gehört zu werden. Die einzelnen Lieder klingen dabei auch heute noch frisch und modern, man hört ihnen das Alter nicht an. Eindeutig ein Qualitätsmerkmal guter Musik, die einfach zeitlos bleibt – auch noch nach einigen Jahrzehnten des Entstehens.

Fazit: „Castle Master Collection“ ist eines der vielen Kompilationsalben der englischen Band 10cc, auf der man überzeugenden Art Rock und Art Pop hören kann. Trotzdem kann man dieser Veröffentlichung keine hohe Bewertung einräumen, weil sie einfach sinnlos ist und willkürlich Lieder aus den ersten beiden Platten der Band zusammengefasst wurden. Ist man an der Musik von 10cc interessiert, lohnt sich definitiv der Kauf der Originalalben, denn damit kann man deutlich besser in die musikalische Welt der Engländer eintauchen und letztendlich selbst entscheiden, welches die eigenen Favoriten der beiden ersten Alben von 10cc sind. Also keine Bewertung der Musik, sehr viel eher dieser sinnlosen Veröffentlichung. Vier Punkte.

Anspieltipps: Old Wild Man, Clockwork Creep



Freitag, 29. Dezember 2017

Elton John – The Very Best Of Elton John




Elton John – The Very Best Of Elton John


Besetzung:

Elton John – vocals, piano


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polygram


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop


Trackliste:

CD1:

1. Your Song (4:02)
2. Rocket Man (I Think It's Going To Be A Long, Long Time) (4:42)
3. Honky Cat (5:15)
4. Crocodile Rock (3:57)
5. Daniel (3:55)
6. Goodbye Yellow Brick Road (3:17)
7. Saturday Night's Alright For Fighting (4:56)
8. Candle In The Wind (3:51)
9. Don't Let The Sun Go Down On Me (5:38)
10. Lucy In The Sky With Diamonds (6:16)
11. Philadelphia Freedom (5:42)
12. Someone Saved My Life Tonight (6:47)
13. Pinball Wizard (5:15)
14. The Bitch Is Back (3:45)


CD2:

1. Don't Go Breaking My Heart (4:32)
2. Bennie And The Jets (5:20)
3. Sorry Seems To Be The Hardest Word (3:50)
4. Song For Guy (6:41)
5. Part-Time Love (3:16)
6. Blue Eyes (3:28)
7. I Guess That's Why They Call It The Blues (4:45)
8. I'm Still Standing (3:03)
9. Kiss The Bride (3:55)
10. Sad Songs (Say So Much) (4:11)
11. Passengers (3:24)
12. Nikita (5:44)
13. I Don't Wanna Go On With You Like That (4:00)
14. Sacrifice (5:08)
15. Easier To Walk Away (4:24)
16. You Gotta Love Someone (5:00)

Gesamtspieldauer: CD1 (1:07:24) und CD2 (1:10:48): 2:18:12



„The Very Best Of Elton John“ ist ein „Greatest Hits“-Zusammenstellung des englischen Musikers Elton John. Diese Veröffentlichung ist bereits das neunte Kompilationsalbum des Elton John und erschien am 1. Oktober 1990 auf dem Plattenlabel Phonogram. Veröffentlicht wurde das Album in Europa und Ländern wie Japan oder Australien, nicht jedoch in den USA, in denen einen Monat später, die aus vier CDs bestehende Box „To Be Continued...“ erschien.

„The Very Best Of Elton John“ enthält Aufnahmen aus der Zeit vom zweiten Album „Elton John“ aus dem Jahr 1970 bis hin zum 1989er und 22. Studioalbum „Sleeping With The Past“. Enthalten sind insgesamt 28 Hit-Singles sowie mit „Easier To Walk Away“ und „You Gotta Love Someone“ zwei ganz neue Titel, die als Singles ausgekoppelt wurden und sich in den Jahren 1990 und 1991 ebenfalls in vielen Charts platzieren konnten. Auch das Album selbst kletterte im Vereinigten Königreich, in Frankreich und Italien bis auf Platz 1 der Charts und belegte in Deutschland immerhin den zweiten Platz.

Man hört auf dieser Zusammenstellung den Piano-dominierten Pop des Engländers, der überaus eingängig klingt. Längst nicht alle der enthaltenen Lieder haben das Potential ein Ohrwurm zu sein oder zu werden, doch auch diese gibt es auf dieser Kompilation. Als Beispiele wären hier die Titel „Your Song“, „Candle In The Wind“, „I Guess That's Why They Call It The Blues“ oder „I'm Still Standing“ zu nennen. Allerdings gibt es auch eine ganze Menge Nummern unter den dreißig Liedern, die eher in die Kategorie „zäh“ bis „gewöhnungsbedürftig“ fallen. Zu süßlich, zu anbiedernd, zu flach und seicht klingen manche Titel – zumindest für Ohren, die eher der Rock Musik zugetan sind. Dann hört sich Elton John deutlich zu weich und auch manchmal zu schmalzig an.

Fazit: Wenn man die Musik und damit den Pop des Elton John mag, dann lohnt sich „The Very Best Of Elton John“ ganz sicher. Die Hits der ersten zwei Jahrzehnte seiner Karriere sind alle enthalten, auch wenn davon heutzutage nicht unbedingt alle mehr bekannt sein dürften. Man bekommt eine schöne Übersicht über die Musik des englischen Musikers geboten und durch die große Anzahl, der hier vorhandenen Titel, wird sicherlich jede und jeder etwas für sich finden, was ins Ohr geht. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Your Song, Candle In The Wind, I Guess That's Why They Call It The Blues, I'm Still Standing