Montag, 5. März 2018

Steps – Gold Greatest Hits




Steps – Gold Greatest Hits


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Jive Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Pop, Disco


Trackliste:

1. Tragedy (4:31)
2. One For Sorrow (4:21)
3. Stomp (3:21)
4. Better Best Forgotten (3:43)
5. Love's Got A Hold On My Heart (3:21)
6. Deeper Shade Of Blue (3:45)
7. Last Thing On My Mind (3:05)
8. Better The Devil You Know (3:48)
9. Summer Of Love (3:53)
10. 5,6,7,8 (3:22)
11. Chain Reaction (3:57)
12. Baby Don’t Dance (3:51)
13. It's The Way You Make Me Feel (3:18)
14. After The Love Has Gone (4:35)
15. Here And Now (3:27)
16. Say You’ll Be Mine (3:32)
17. Only In My Dreams (4:17)
18. Words Are Not Enough (3:25)
19. When I Said Goodbye (3:33)
20. Heartbeat (4:24)

Gesamtspieldauer: 1:15:37




„Gold Greatest Hits“ ist das erste „Best Of…“-Album der englischen Pop Band Steps. Diese „Band“ hat bis heute fünf Studio-Alben, dafür allerdings schon sieben Kompilationsalben veröffentlicht. Die Scheibe erschien am 15. Oktober 2001 und enthält dabei Aufnahmen von 1997 bis zum Jahr 2001. „Gold Greatest Hits“ erschien auf dem Plattenlabel Jive Records, welches zum Mutterkonzern Sony Music Entertainment gehört. Die Platte kletterte bis auf Platz 1 der britischen Charts. Drei Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt und letztendlich zwei davon auch veröffentlicht. Die Cover-Version von „Chain Reaction“, einem Diana Ross Hit, kletterte ebenfalls in den britischen Charts bis auf Platz 2, die zweite Single „Words Are Not Enough“ immerhin bis auf Platz 5.

Steps sind Lee Latchford-Evans, Claire Richards, Lisa Scott-Lee, Faye Tozer sowie Ian „H“ Watkins. Während die Frauen während der Lieder singen, scheinen die Männer lediglich zu tanzen, was auf einem Album irgendwie doof kommt, da man sie nicht sieht. Nur ganz selten hört man von ihnen auch mal einen Ton. Dieses Kompilationsalbum enthält Lieder der ersten drei Alben der „Band“, nämlich „Step One“ (September 1998), „Steptacular“ (Oktober 1999) sowie „Buzz“ (Oktober 2000). Dafür gibt es auf der Platte allerdings noch vier bisher unveröffentlichte Titel mit den Liedern „Chain Reaction“, „Baby Don‘t Dance“, „Only In My Dreams“ und „Words Are Not Enough“. Damit wurde der Fan natürlich genötigt, dieses Album auch noch zu kaufen, auch wenn sie oder er die offiziellen Platten bereits besaß.

Steps sind eine reine Kommerz-Veranstaltung. Auch das berühmt berüchtigte Komponisten-Trio Stock – Aitken – Waterman waren an diesem Werk beteiligt. Man hört auf „Gold Greatest Hits“ lediglich Synthesizer Musik und ganz viel Drum Machine. Die Texte sind grottenschlecht, die Musik absolut seicht und belanglos. Musik ist zwar immer Geschmackssache, doch Musik kann durchaus auch schlecht sein. Die Musik von Steps ist schlecht, schlechter geht es nicht mehr.

Fazit: Absolut kommerziellen Disco-Pop gibt es auf „Gold Greatest Hits“ von den Steps zu hören. Steht jemand auf Synthesizer-Pop mit Drum-Computer, könnte sie oder er hier vielleicht sogar etwas für sich finden. Ich kann hier absolut nichts mehr entdecken, was auch nur ansatzweise irgendwie interessant wäre. Ach ja – Hat jemand schon mal ein schlechteres Video gesehen? Die Musik geht zumindest nicht schlechter. 0 Punkte.

Anspieltipps: Say You‘ll Be Mine



Sonntag, 4. März 2018

Marillion – B’Sides Themselves




Marillion – B’Sides Themselves


Besetzung:

Fish – vocals
Steve Rothery – guitars
Mark Kelly – keyboards
Pete Trewavas – bass
Mick Pointer – drums on tracks 1, 2, 9
John Marter – drums on tracks 3, 4
Ian Mosley – drums on tracks 5, 6, 7, 8


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Progressive Rock, Rock, Pop


Trackliste:

1. Grendel (17:15)
2. Charting The Single (4:48)
3. Market Square Heroes (3:56)
4. Three Boats Down From The Candy (4:01)
5. Cinderella Search (4:21)
6. Lady Nina (3:43)
7. Freaks (4:04)
8. Tux On (5:12)
9. Margaret (live) (12:17)

Gesamtspieldauer: 59:43




„B’Sides Themselves“ ist ein Kompilationsalbum der britischen Progressive Rock Band Marillion, welches am 4. Januar 1988 lediglich auf CD veröffentlicht wurde. Erst im Juni 1988 erschienen dann Versionen des Albums auf Schallplatte und Kassette. Veröffentlicht wurden die jeweiligen Versionen auf dem Plattenlabel EMI. Alle hier enthaltenen Titel sind B-Seiten früher veröffentlichter Singles. Die beiden Titel „Market Square Heroes“ und „Cinderella Search“ waren in Live-Versionen bereits auf dem Live-Album „Real To Reel“ zu hören gewesen.

Bei Fans ist dieses Album ziemlich umstritten. Das über siebzehnminütige „Grendel“ klingt angeblich wie ein sehr schlechter „Supper’s Ready“-Abklatsch, viele der anderen Lieder viel zu poppig und die letzte Nummer, das live eingespielte und wohl einzige Marillion-Cover-Lied „Margaret“ so überhaupt nicht nach Marillion. Wenn man allerdings die Musik von Marillion mag – und bei mir ist das durchaus der Fall – dann lässt sich einiges Schönes auf „B’Sides Themselves“ finden. An Genesis‘ „Supper’s Ready“ erinnert entfernt der etwas treibendere Part gegen Ende des Liedes, ansonsten vielleicht noch die Laufzeit. Ich finde den Titel durchaus gelungen, sehr abwechslungsreich und eingängig. Mit dieser Laufzeit hat man auch viel Zeit, sich in die Nummer zu vertiefen. „Grendel“ stellt eine schöne und gelungene Bereicherung im Liedkatalog der Band dar.

Ebenfalls sehr gelungen klingen „Three Boats Down From The Candy“, die B-Seite des Liedes „Punch And Judy“ aus dem Jahr 1984, sowie „Tux On“, B-Seite der Single „Sugar Mice“ aus dem Jahr 1987. Auch die Studio-Versionen der Lieder „Market Square Heroes“ und „Cinderella Search“ machen Laune und klingen sehr intensiv nach Marillion mit ihrem Sänger Fish. Bleiben noch die drei Lieder „Charting The Single“, „Lady Nina“ sowie „Freaks“, die wirklich etwas poppiger und langweiliger ausgefallen sind. Die Live-Nummer „Margaret“ schließlich war das Lied auf Marillion-Konzerten, bei welchem am Ende des Konzertes die einzelnen Musiker vorgestellt wurden. Das Lied wurde am 7. April 1983 im Edinburgh Playhouse eingespielt und war die B-Seite des Liedes „Garden Party“.

Fazit: „B’Sides Themselves“ ist die letzte Platte, die veröffentlicht wurde, als Fish noch Sänger der Band war. Im Oktober des Jahres 1988 verließ er dann Marillion. Ich würde jetzt nicht so weit gehen und behaupten, „B’Sides Themselves“ würde wie ein offizielles Marillion-Album der damaligen Zeit klingen. Aber die Scheibe hat was, enthält eine Höhepunkte und ist eine gelungene Ausweitung im Lied-Katalog von Marillion mit ihrem ersten Sänger. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Grendel, Three Boats Down From The Candy, Tux On



Samstag, 3. März 2018

Jon Secada – Jon Secada




Jon Secada – Jon Secada


Besetzung:

Jon Secada – lead vocals (all tracks), background vocals (1, 2, 4-11)


Gastmusiker:

Ed Calle – flute (5)
Jorge Casas – bass (3, 4, 7, 9, 10, 12), programming & arrangements (6, 9), fretless bass (6)
Rouge Cougu – percussion & shaker (10)
John DeFaria – guitar (2, 3, 6, 7, 9, 12)
Mark Dowdle – vocal intro (9)
Emilio Estefan, Jr. – accordion (5)
Gloria Estefan – background vocals (1, 11)
Anita Faye Green – background vocals (2, 7-10)
Rafael Falcon – additional drum programming (1, 4, 11), additional programming (5)
Charlotte McKinnon – background vocals (7, 8, 9)
Tom McWilliams – additional drum programming (4), programming & arrangements (8)
Miguel A. Morejon – programming & arrangements (1-5, 7, 10-12)
Clay Ostwald – additional programming (3, 4, 8, 12); keyboards, programming & arrangements (6, 9); clavinet (8)
Rafael Padilla – shaker (1, 3, 4, 8, 11, 12), percussion (2, 5, 6, 9), tambourine (4, 12)
Rita Quintero – background vocals (5)
Scott Shapiro – guitar solo (8), programming & arrangements (8)
Rene Luis Toledo – guitar (3, 10), guitar solo (12)


Label: SBK Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Pop, Latin Pop, R&B


Trackliste:

1. Just Another Day (5:27)
2. Dreams That I Carry (4:45)
3. Angel (4:35)
4. Do You Believe In Us (3:59)
5. One Of A Kind (4:03)
6. Time Heals (4:24)
7. Do You Really Want Me (4:04)
8. Misunderstood (4:22)
9. Always Something (4:12)
10. I'm Free (4:00)
11. Otro Día Más Sin Verte (Spanische Version von „Just Another Day”) (5:27)
12. Angel (Spanische Version) (4:36)

Gesamtspieldauer: 1:12:23



„Jon Secada“ heißt das englischsprachige und selbstbetitelte Debut-Album des kubanischen-US-amerikanischen Pop Sängers Jon Secada. Die Scheibe erschien am 5. Mai im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel SBK Records. Das Album enthält den Titel „Just Another Day, der sich weltweit in vielen Charts platzieren konnte. Die Platte verkaufte sich bisher über sechs Millionen Mal und ist mit Abstand die erfolgreichste Scheibe des Jon Secada, der mit seinen weiteren Veröffentlichungen inzwischen auf keinerlei Resonanz mehr stößt. Seit dem Jahr 2011 ist inzwischen allerdings keine neue Platte mehr erschienen.

Wer glaubt auf „Jon Secada“ von Jon Secada hört man vor allen Dingen Latin Pop, die oder der sieht sich eines Besseren belehrt, wenn die Scheibe aufgelegt ist und durchläuft. Sehr viel eher hört man auf dem Album westlichen Pop, der mit ganz viel Drum-Computer und manchmal einigen Bläsern versehen ist. Ins Ohr geht das nicht zwangsläufig und noch sehr viel weniger direkt.

Die Platte enthält zumeist tanzbaren Pop, der allesamt im ziemlich gleichen Stil gehalten ist. Die Musik eignet sich von daher wohl am ehesten für entsprechende Diskotheken, dürfte dort allerdings heute auch keinerlei Anklang mehr finden.

Fazit: Sehr langweiligen Pop, der dafür allerdings tanzbar ist, gib es auf „Jon Secada“ von Jon Secada zu hören. Nichts, was heute noch irgendwie interessant klingt. Die Texte handeln das Thema „Liebe“ ab – wie sollte es auch anders sein. Die Musik geht dafür nicht ins Ohr. Überflüssig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Just Another Day



Freitag, 2. März 2018

Tocotronic – Schall & Wahn




Tocotronic – Schall & Wahn


Besetzung:

Dirk von Lowtzow – Gesang, Gitarre, Chor
Rick McPhail – Gitarre, Keyboards, Chor
Jan Müller – Bass Gitarre, Chor
Arne Zank – Schlagzeug, Chor


Gastmusiker:

Roland Satterwhite – Violine
Daniella Strasfogel – Violine
Ekkehard Windrich – Violine
Boram Lie – Violoncello
Jakobus Siebels – Blechblasinstrumente
Julia Wilton – zusätzliche Gesänge
Michaela Meise – zusätzliche Gesänge


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Eure Liebe Tötet Mich (8:04)
2. Ein Leiser Hauch Von Terror (3:30)
3. Die Folter Endet Nie (3:52)
4. Das Blut An Meinen Händen (4:38)
5. Macht Es Nicht Selbst (4:09)
6. Bitte Oszillieren Sie (2:30)
7. Schall Und Wahn (5:54)
8. Im Zweifel Für Den Zweifel (4:26)
9. Keine Meisterwerke Mehr (3:25)
10. Stürmt Das Schloss (2:48)
11. Gesang Des Tyrannen (4:11)
12. Gift (8:29)

Gesamtspieldauer: 56:03



„Schall & Wahn“ nannte die deutschen Indie-Rock-Band Tocotronic ihr neuntes Studio-Album. Dieses wurde am 22. Januar 2010 auf dem Plattenlabel Vertigo Records veröffentlicht und war die erste Platte von Tocotronic, die es bis auf Platz 1 der deutschen Album-Charts schaffte. Die Lieder „Macht Es Nicht Selbst“, „Im Zweifel Für Den Zweifel“ und „Die Folter Endet Nie“ wurden in dieser Reihenfolge als Singles ausgekoppelt.

Im Grunde genommen gibt es nichts Neues zu hören von Tocotronic, eher gut Bewährtes. Im Falle von Tocotronic und „Schall & Wahn“ bedeutet dies durchaus etwas Positives, denn die Musik der Band weiß einmal mehr durch Abwechslung wie Eingängigkeit in sich zu überzeugen. Die Grundstimmung auf dem Album ist eine eher dunkle, doch dies ist auch nicht wirklich überraschend bei einem Tocotronic Album. Man hört auf „Schall & Wahn“ Independent Rock, der in dieser Art und Weise sehr viel eher von britischen Bands zu hören ist. Stellvertretend sei an dieser Stelle das Lied „Eure Liebe Tötet Mich“ erwähnt. Eine Nummer, die textlich wie musikalisch bereits im Bereich des Psychedelic Rock angesiedelt ist, ein klein wenig verwunschen klingt und sich zwischenzeitlich zum härteren Rock bis hin zum Punk steigert. Klasse und überzeugend gemacht und genau so klingt es dann auch.

Weitere Höhepunkte auf „Schall & Wahn“ sind das sehr sanfte und überaus nachdenkliche „Im Zweifel Für Den Zweifel“. Diese Nummer klingt durch den Einsatz zahlreicher Streicher noch ein wenig intensiver, ist sehr melodiös, geht sofort ins Ohr und gehört mit zu den ruhigeren Stücken der Platte. Auch das längste und letzte Lied der Platte, „Gift“, darf man mit zu den Höhepunkten des Albums zählen. Welche deutschsprachige Band nimmt sich überhaupt die Freiheit heraus, Lieder dieser Länge auf ein Album zu pressen? Tocotronic machen das nach dem Opener „Eure Liebe Tötet Mich“ mit „Gift“ gleich nochmals und gewinnen dadurch. Die Musiker geben einem Lied Zeit, sich entwickeln zu können. Die radiotaugliche Spieldauer scheint da keine Rolle zu spielen. Es geht um das Gefühl, die Atmosphäre, die auf diese Weise über einen gewissen Zeitraum entwickelt werden kann und auch eben diese Zeit dazu benötigt, um wirklich wirken zu können. Das ist nicht sehr kommerziell gedacht, denn Lieder dieser Länge werden allerhöchstens auf Sparten-Sendern ausgestrahlt, bereichert das Album jedoch ungemein. Und es soll tatsächlich auch Menschen geben, die Musik gerade wegen dieser außergewöhnlichen Lieder kaufen, welche weitab vom Mainstream angelegt sind.

Fazit: Die Alben, die ich bisher von Tocotronic kenne, das sind „Kapitulation“ und „Die Unendlichkeit“, überzeugen aufgrund ihrer musikalischen Mannigfaltigkeit und ihrer, für deutsche Musik außergewöhnlichen Ideen. Dazu hört man bei Tocotronic Texte, die sich sehr wohltuend vom platten Liebes-Allerlei-Gesäusel unterscheiden. All diese Zutaten hört man auch auf „Schall & Wahn“. Eine gute Platte, im Stile des Independent Rock, die sowohl die Ränder des Pops wie des Psychedelic Rocks streift. Da lohnt das Hinhören. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Eure Liebe Tötet Mich, Im Zweifel Für Den Zweifel, Gift



Donnerstag, 1. März 2018

Peter Maffay – Tattoos




Peter Maffay – Tattoos


Besetzung:

Peter Maffay – Vocals, Gitarre
Bertram Engel – Drums, Backing Vocals
Ken Taylor – Bass
Peter Keller – Gitarre, Piano, Keyboards, Backing Vocals
Pascal Kravetz – Piano, Orgel, Backing Vocals
Carl Carlton – Gitarre
Jean-Jaques Kravetz – Piano, Orgel


Gastmusiker:

Wroclaw Score Orchestra – Orchestration
Voices Of Joy – Chor
Rupert Kepplinger – Gitarren auf „Wir verschwinden“
Eva Leticia Padilla – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
Test Milan – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
David-Michael Johnson – Backing Vocals auf „So bist Du“
Rune Høck Møller – Backing Vocals auf „So bist Du“
Philip Kazka – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Benny Brown – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Jan-Peter Klöpfel – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Sebastian John – Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Uwe Granitza – Posaune / Bass Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Matthias Clasen – Saxophon auf „7 Brücken“
Peter Hinterthür – Vibraphon auf „Eiszeit“ und „Und es war Sommer“ und Flügelhorn auf „Tiefer“
Katrin Schröder – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Achim Köllner – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Jens Plücker – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Marcel Sobol – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Dave Claessen – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Bernd Künkele – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Pop


Trackliste:

1. Tattoo (1:16)
2. Schatten in die Haut tätowiert (2:38)
3. Sonne in der Nacht (4:12)
4. Und es war Sommer (5:07)
5. Über sieben Brücken mußt du gehn (4:57)
6. Eiszeit (6:01)
7. Freiheit, die ich meine (4:44)
8. Glaub an mich (4:15)
9. Josie (4:11)
10. Du (5:16)
11. So bist du (5:22)
12. Weil es dich gibt (4:27)
13. Ewig (3:58)
14. Wir verschwinden (4:26)
15. Nessaja (4:48)

Gesamtspieldauer: 1:05:46




„Tattoos“ von Peter Maffay ist eine Art „Best Of…“-Album des Peter Maffay, bei dem er im Jahr 2010 seine alten „Hits“ mit einem Orchester neu einspielte. Es ist gleichzeitig sein 34. Studioalbum und wurde am 29. Januar 2010 auf dem Plattenlabel Ariola veröffentlicht.

Ich gebe es zu, ich bin kein Peter Maffay Fan, kann mir aber den ein oder anderen Titel durchaus anhören. Was man allerdings hier auf „Tattoo“ geboten bekommt, ist ziemlich starker Tobak. Die Texte des Peter Maffay waren schon immer peinlich, nun wird allerdings auch noch die Musik selbst überzuckert, indem hier Bläser und Streicher alles noch ein wenig mehr verwaschen und vollends in den Kitsch abgleiten lassen. Grausam. Angeblich bezeichnete Peter Maffay das Album sogar als „Geschenk an seine Fans“, mehr Überheblichkeit geht wohl kaum. Wenn es ein „Geschenk“ an seine Fans gewesen wäre, hätte er die Scheibe kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Hat er jedoch nicht, stattdessen befindet sich in der CD-Hülle noch ein Flyer mit dem Hinweis auf den Fan-Shop, in dem man sich mit Peter-Maffay-Devotionalien eindecken kann. Soviel also zum „Geschenk“, mehr Kommerz geht kaum auf einem Album.

Die Musik selbst disqualifiziert sich durch diese Instrumentierung, bei der auch manchmal noch Chöre einsetzen und alles noch etwas fieser klingen lassen. Da quillt der Schleim. Allerdings, das sei an dieser Stelle unbedingt auch erwähnt, die Platte war die zweiterfolgreichste des Jahres 2010 in Deutschland. Die Fans sahen das also anders, denen gefiel diese Musik zum größten Teil. Es ist schön, dass Geschmäcker so verschieden sind. Für mich klingt „Tattoos“ allerdings unfassbar kommerziell, weichgespült, manchmal nach Deutschem Schlager wie bei „Du“ und oftmals peinlich.

Fazit: Eine Platte für Fans des Peter Maffay. Wenn man vorher schon mit dieser Art der Musik seine Probleme hatte, vergeht es einem mit diesen Interpretationen vollends und endgültig. Pop-Musik, die manchmal wohl nach Rock klingen soll, dabei jedoch in den Schlager abdriftet. Lieder, angefüllt mit Streichern, Bläsern, Chören und sonstigem Hintergrundgesäusel. Sehr schlechte Texte und ganz viel Belanglosigkeit. Die Geschmäcker sind verschieden. Das ist einerseits schön, lässt einen dann aber doch manchmal auch wieder fassungslos zurück. Einen Punkt.

Anspieltipps: So bist Du



Mittwoch, 28. Februar 2018

The Flower Kings – Stardust We Are




The Flower Kings – Stardust We Are


Besetzung:

Hans Bruniusson – percussion
Jaime Salazar – drums
Tomas Bodin – synthesizer, piano, accordion, hammond organ, pipe, mellotron, fender rhodes, optigan, effects
Roine Stolt – acoustic guitar, electric guitar, keyboards, vocals, voices
Hans Fröberg – vocals, background vocals, voices
Michael Stolt – bass


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Progressive Rock, RetroProg


Trackliste:

CD1:

1. In The Eyes Of The World (10:38)
2. A Room With A View (1:26)
3. Just This Once (7:54)
4. Church Of Your Heart (9:10)
5. Poor Mr. Rain's Ordinary Guitar (2:44)
6. The Man Who Walked With Kings (4:59)
7. Circus Brimstone (12:03)
8. Crying Clown (0:58)
9. Compassion (8:40)

CD2:

1. Pipes Of Peace (1:19)
2. The End Of Innocence (8:29)
3. The Merrygoround (8:17)
4. Don Of The Universe (7:02)
5. A Day At The Mall (0:45)
6. Different People (6:19)
7. Kingdom Of Lies (5:47)
8. If 28 (2:15)
9. Ghost Of The Red Cloud (4:37)
10. Hotel Nirvana (1:49)
11. Stardust We Are (25:03)

Gesamtspieldauer CD1 (58:36) und CD2 (1:11:49): 2:10:25




„Stardust We Are“ heißt das dritte Studio-Album der schwedischen RetroProg-Band The Flower Kings. Das Album erschien im April des Jahres 1997 auf dem Plattenlabel InsideOut Music und zwar in Form eines Doppel-Albums. Auf Stardust We Are“ hört man auf über zwei Stunden jenen Progressive Rock, der so typisch ist für die Flower Kings – dieser unterscheidet sich stilistisch durchaus deutlich von anderen Bands dieses musikalischen Genres.

Es scheint fast so, als gehe es den Flower Kings weniger um die eingängige Melodie oder um Melodiösität in ihren Nummern, doch dies kann nur eine Feststellung nach dem ersten Mal des Hörens sein. Sehr viel Wert legen die Schweden auf jeden Fall auf die Abwechslung bezüglich der Atmosphären und Stimmungen, die ihre Songs transportieren. Diese sind mal sanft, mal fordernd, mal vertrackter und wieder ein anderes Mal sehr melodiös. Selten wird eine bestimmte Stimmung über die komplette Länge eines Liedes hinweg beibehalten, alles scheint im Wandel und im Fluss zu sein. Selbiges gilt auch für die Rhythmen und Tempi, die sich laufend verändern und variiert werden. All dies geht durchaus zu Lasten der ersten, offenkundigen Eingängigkeit der Musik. Dieser berühmte Wiedererkennungswert der Musik, geht mit zu viel Abwechslung zunächst leider etwas verloren. Dabei klingen die Flower Kings auf „Stardust We Are“ durchaus überzeugend, wenn man sich dem Progressive Rock verschrieben hat. Und genau dieser Umstand bewirkt, dass man das Album trotz der fehlenden initialen Eingängigkeit weiter auflegt und sich immer tiefer hineinhört. Dann passiert es schließlich doch. Die Lieder scheinen sich zu entschlüsseln, werden mit jedem Mal des Hörens melodiöser, harmonischer und eingängiger. Dabei verliert das Albums jedoch keineswegs an Spannung und mit jedem weiteren Durchlauf lässt sich schließlich sogar noch etwas Neues entdecken.

Hat man die Lieder für sich erschlossen, klingen sie mitreißend. Das gilt auch gleich für den Opener „In The Eyes Of The World“, den viele Hörerinnen und Hörer als das beste Lied der Flower Kings benennen. Gerade bei dieser Nummer dauerte es bei mir besonders lang, inzwischen kann ich die Lobeshymnen durchaus nachvollziehen, auch wenn es immer noch nicht mein Lieblingslied der Flower Kings darstellt. Noch überzeugender klingen für mich auf CD1 die Lieder „The Man Who Walked With Kings“ sowie „Compassion“. Auf der zweiten CD wären die Höhepunkte „The End Of Innocence“, „If 28“, „Ghost Of The Red Cloud“ und „Stardust We Are“. Bewegt sich dabei das fünfundzwanzigminütige Titellied „Stardust We Are“ durchaus im Bereich des Progressive Rock, so klingt solch eine Nummer wie „Ghost Of The Red Cloud“ schon sehr viel eher nach Alternative Rock. Egal, ins Ohr gehen diese Lieder alle.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches und an einigen Stellen auch mitreißendes Album ist die dritte Veröffentlichung der Flower Kings mit dem Titel „Stardust We Are“ geworden. Progressive Rock und Alternative Rock gibt es hier zu hören. Nicht immer ist dieser auf Anhieb eingängig, doch zu jeder Zeit klingt das sehr spannend. Die Musik erschließt sich einem beim Hören, beim regelmäßigen Hören. Wer auf RetroProg oder überhaupt Progressive Rock steht, die oder der kann mit „Stardust We Are“ nichts falsch machen. Nur etwas Zeit sollte sie oder er der Scheibe dann doch einräumen. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Man Who Walked With Kings, Compassion, The End Of Innocence, If 28, Ghost Of The Red Cloud, Stardust We Are



Dienstag, 27. Februar 2018

Various Artists – New Woman - The Autumn Collection




Various Artists – New Woman - The Autumn Collection


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Pop, R’n’B, Disco, Soul, Dance


Trackliste:

CD1:

1. Atomic Kitten – The Tide Is High (3:26)
2. Liberty X – Got To Have Your Love (3:51)
3. Madhouse – Like A Prayer (3:45)
4. Jennifer Lopez – Ain't It Funny (4:03)
5. Anastacia – One Day In Your Life (3:28)
6. Aretha Franklin – Respect (2:21)
7. Temptations – My Girl (2:41)
8. Beverley Knight – Shoulda, Woulda, Coulda (3:32)
9. Alicia Keys – Fallin’ (3:16)
10. Angie Stone – Wish I Don't Miss You (3:59)
11. Blue – Fly By (Stargate Mix) (3:40)
12. ABS – What You Got (3:54)
13. Oakenfold – Starry Eyed Surprise (3:09)
14. Blondie – Sunday Girl (3:12)
15. Moony – Dove (4:01)
16. Kylie Minougue – Love At First Sight (3:58)
17. Tim Deluxe – It Just Won't Do (3:19)
18. Lasgo – Something (3:41)
19. Kelly Llorenna – Tell It To My Heart (3:39)

CD2:

1. Robbie Williams – Have You Met Miss Jones (2:35)
2. Nat King Cole – Let There Be Love (2:45)
3. Sade – Your Love Is King (3:38)
4. Norah Jones – Don't Know Why (3:06)
5. Eva Cassidy – Imagine (4:35)
6. Ronan Keating – If Tomorrow Never Comes (3:35)
7. Uncle Cracker – Follow Me (3:35)
8. Badly Drawn Boy – Silent Sigh (3:58)
9. Coldplay – In My Place (3:46)
10. Chad Kroeger – Hero (3:19)
11. Nickelback – How You Remind Me (3:44)
12. Joe Cocker – You Can Leave Your Hat On (4:13)
13. Ann Peebles – I Can't Stand The Rain (2:30)
14. Dorothy Moore – Misty Blue (3:35)
15. Al Green – Simply Beautiful (4:13)
16. Elvis Costello – Alison (3:19)
17. Alison Moyet – Should I Feel That It's Over (4:02)
18. Judie Tzuke – Stand With Me Till Dawn (3:54)
19. Minnie Ripperton – Loving You (3:22)
20. Röyksopp – So Easy (3:45)

Gesamtspieldauer CD1 (1:07:05) und CD2 (1:11:39): 2:18:44




„New Woman“ ist ein englischsprachiges Frauenmagazin, welches zeitweise auch Kompilationsalben veröffentlichte, auf denen vor allem Sängerinnen „zu Wort kamen“. Entweder singen hier Frauen oder aber das Lied handelt zumindest ein wenig von einer Frau. Im Grunde genommen konnte somit also fast jeder Titel auf solch einem Kompilationsalbum erscheinen. „New Woman - The Autumn Collection“ erschien logischerweise im Herbst und zwar im Jahr 2002. Laut des Booklets sollte die Musik, trotz des herbstlichen Schmuddelwetters, Hörerinnen und Hörer die Stimmung aufhellen.

Nun, Kompilationsalben sind immer so eine Sache. Alle darauf enthaltene Musik spricht einen kaum an – vor allen Dingen dann nicht, wenn es sich um eine Zusammenstellung verschiedener Künstlerinnen und Künstler handelt. Die Spannbreite auf dieser Zusammenstellung reicht von Folk bis Pop, von R’n’B bis Disco. Ganz selten rockt es auch mal, aber wirklich sehr selten und wenn dann auf CD2. Einige Lieder sind bekannt, der Großteil dagegen eher unbekannt. Dabei tummelt sich jede Menge Belanglosigkeit auf diesen zwei Scheiben, die an keiner Stelle richtig begeistern können.

Fazit: Zum „Nebenbei-Hören“ ist „New Woman - The Autumn Collection“ wohl geeignet. Das war es dann allerdings auch bereits. Zumeist befindet sich auf diesem Doppelalbum unbekannte und eher langweilige Musik. Immer handelt es sich dabei kommerzielle und radiotaugliche Lieder, die möglichst schnell wirken sollen, denn viel Zeit bleibt ihnen nicht bei meist um die drei Minuten Spieldauer. Sind bekanntere Sängerinnen, Sänger oder Bands vertreten, singen sie eher unbekannte Lieder. Von daher ist dieses Kompilationsalbum eher Zeitverschwendung denn gute Unterhaltung. Vier Punkte.

Anspieltipps: Atomic Kitten (The Tide Is High), Aretha Franklin (Respect), Coldplay (In My Place)



Montag, 26. Februar 2018

PJ Harvey – The Hope Six Demolition Project




PJ Harvey – The Hope Six Demolition Project


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, guitar (2, 5, 6, 8–10), tenor saxophone (2 & 9), alto saxophone (7 & 8), violin (6), bass harmonica & autoharp (9), hand claps (10), piano & shaker (15)


Gastmusiker:

John Parish – backing vocals, guitar (1, 3, 6, 7, 10, 14, 15), percussion (2–13), keyboards (2), variophon (3–5, 7, 9, 11), accordion (6), mellotron vibes (6, 11), baritone guitar & synth bass (8), autoharp (9), hand claps (10), piano & synthesizer (12), bass (12, 15), drums (15)
Flood – backing vocals (1, 2, 4–6, 8–10, 12–14), synth bass (3), sonic maverick (9)
Mick Harvey – backing vocals (2, 5, 7, 10), percussion (2, 7, 8, 10), taurus pedals (2, 7, 9), slide guitar (3), keyboards (3, 7, 10, 11), bass (9), guitar & hand claps (10)
Jean-Marc Butty – backing vocals (2, 5, 7), percussion (7, 8, 11)
Linton Kwesi Johnson – vocals (2)
Terry Edwards – backing vocals (1, 4–6, 8, 9, 11, 13, 14), percussion (1, 4, 8, 13), baritone saxophone (1, 4), keyboards (5), guitar, flute & bass harmonica (6), saxophones (8, 9, 11), melodica (9), guitar (12)
Mike Smith – backing vocals (1, 2, 4, 7, 10, 11, 14), baritone saxophone (1, 4, 7, 10), piano (1), keyboards (2, 4, 7), saxophones (2), percussion (7), hand claps (10)
James Johnston – backing vocals (1, 3–6, 11–14), keyboards (1, 5), violin (4, 6), guitar (6, 8), organ (11, 13)
Alain Johannes – backing vocals (1–4, 7, 10, 11, 14), guitar (1, 2, 7, 10), saxophone (2), keyboards (4), percussion (4, 7), hand claps (10)
Kenrick Rowe – backing vocals (1, 4, 9, 10, 12, 14), percussion (1–4, 9, 10, 12), hand claps (10)
Enrico Gabrielli – backing vocals (1, 4, 14), percussion (1), bass clarinet (1–4), swanee whistle (4), basset clarinet (12)
Alessandro Stefana – backing vocals (1, 4, 12, 14), guitars (1–4, 12, 14)
Adam 'Cecil' Bartlett – backing vocals (1, 4, 6, 10), bass (1, 4, 10)
Ramy Essam – vocals & acoustic guitar (15)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Alternative Rock, Indie Rock, Neo-Psychedelia, Folk Rock


Trackliste:

1. The Community Of Hope (2:23)
2. The Ministry Of Defence (4:11)
3. A Line In The Sand (3:33)
4. Chain Of Keys (3:09)
5. River Anacostia (4:56)
6. Near The Memorials To Vietnam And Lincoln (2:59)
7. The Orange Monkey (2:47)
8. Medicinals (2:19)
9. The Ministry Of Social Affairs (4:10)
10. The Wheel (5:38)
11. Dollar, Dollar (5:34)

Gesamtspieldauer: 41:42



„The Hope Six Demolition Project“ heißt das elfte Studioalbum der Musikerin und Engländerin Polly Jean Harvey. Die Platte erschien am 15. April 2016 erneut auf dem Label Island Records. PJ Harvey schrieb die Lieder für „The Hope Six Demolition Project“ gleichzeitig zum Buch „The Hollow Of The Hand“, worin sie ihre Eindrücke aus den Reisen in den Kosovo, nach Afghanistan sowie nach Washington D.C. in den Jahren von 2011 bis 2014 verarbeitete. Unterstützt wurde sie bei der Verwirklichung des Buches durch den Photographen und Filmemacher Seamus Murphy. Bei den 59sten Grammy Awards wurde „The Hope Six Demolition Project“ für das beste „Alternative Music Album“ nominiert, ihre bereits vierte Nominierung in dieser Kategorie, die sie bisher jedoch nicht gewinnen konnte. Mit den Titeln „The Community Of Hope“, „The Orange Monkey“ und „The Wheel“ wurden drei Singles aus dem Album ausgekoppelt.

Auf „The Hope Six Demolition Project“ hört man Alternative Rock, der sich deutlich von dem, anderer Künstlerinnen und Künstler unterscheidet. Immer wieder haftet der Musik der PJ Harvey ein etwas experimentelleres Flair an. Das macht sich bemerkbar in seltsamen, zunächst atonal klingenden Akkorden, die erst beim nächsten Mal des Hörens vertraut werden, sich einem erst dann erschließen. Dann geht die Musik der Engländerin auch immer besser ins Ohr und es entstehen fast schon kleine Ohrwürmer. Genau das ist allerdings auch das Besondere an der Musik der PJ Harvey, die Zeit zum Reifen erfordert, die sich weiter nur sehr schwer in Schubladen stecken lässt und schließlich immer wieder neue Wege beschreitet, Unerwartetes gebiert und dabei letztendlich trotzdem harmonisch und sehr melodiös klingt. Textlich gesehen eckte PJ Harvey mit diesem Album gerade bei US-amerikanischen Politikern ein wenig an, da sie Dinge anprangerte und Missstände aufzeigte, nach Politiker-Meinung allerdings keine Lösungsvorschläge präsentieren würde. Die Frage, die sich hier stellt ist natürlich, ob letzteres überhaupt die Aufgabe einer Musikerin beziehungsweise eines Musikers sein kann.

Vor allem in der Mitte von „The Hope Six Demolition Project“ zeigt PJ Harvey ihre Stärken im Songwriting. „Near The Memorials To Vietnam And Lincoln“, „The Orange Monkey“ sowie „Medicinals“ sind drei relativ kurze Nummern – alle unter drei Minuten Spielzeit – die keineswegs alltäglich klingen. Hier hört sich die Musik der Polly Jean Harvey durchaus etwas schräg und verschroben an, trotzdem gehen die Lieder ins Ohr und wirken dort auch nach. Allgemein klingt die Musik auf „The Hope Six Demolition Project“ durchaus gemäßigt und nicht zu experimentell und bleibt damit, trotz aller Ansätze, doch noch für die breite Masse der Hörerinnen und Hörer gut hörbar.

Fazit: „The Hope Six Demolition Project“ ist ein schönes, wenn auch kein überragendes Album geworden. Man hört darauf Musik im Stile der Polly Jean Harvey, nie ganz im Mainstream schwimmend, jedoch immer mit einer etwas besonderen Note versehen. Wenn man Spaß hat an abwechslungsreicher und nicht ganz massenkonformer Musik, dann kann man mit diesem Album einiges für sich entdecken. Neun Punkte.

Anspieltipps: Near The Memorials To Vietnam And Lincoln, The Orange Monkey, Medicinals



Sonntag, 25. Februar 2018

Amplifier – The Octopus




Amplifier – The Octopus


Besetzung:

Sel Balamir – guitar, vocals
Matt Brobin – drums
Neil Mahony – bass


Gastmusiker:

Charlie Barnes – piano
Mike Vennart – backing vocals
Claire Lemmon – backing vocals
Rose Kemp – vocals in „The Sick Rose“ & „Golden Ratio“
Denise Johnson – backing vocals
Kemal L. Freaktide – voice of Satan
Tom Knott – trumpets


Label: Ampcorp Industries


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Art Rock, Progressive Rock, Progressive Metal, Alternative Rock, Space Rock


Trackliste:

CD 1:

1. The Runner (3:38)
2. Minion’s Song (5:51)
3. Interglacial Spell (6:25)
4. The Wave (6:58)
5. The Octopus (9:19)
6. Planet Of Insects (5:49)
7. White Horses At Sea // Utopian Daydream (8:55)
8. Trading Dark Matter On The Stock Exchange (11:33)

CD 2:

1. The Sick Rose (8:58)
2. Interstellar (10:17)
3. The Emperor (6:38)
4. Golden Ratio (5:13)
5. Fall Of The Empire (8:29)
6. Bloodtest (5:15)
7. Oscar Night // Embryo (7:44)
8. Forever And More (9:19)

Gesamtspieldauer CD1 (58:32) und CD2 (1:01:58): 2:00:30



„The Octopus“ heißt das dritte Album der englischen Band Amplifier. Es wurde am 11. Januar 2011 in Form eines Doppelalbums auf dem bandeigenen Label Ampcorp Industries veröffentlicht. Da die Band zunächst bei keiner Plattenfirma mehr unter Vertrag stand, musste sie alles selbst organisieren und managen, wodurch sich die Veröffentlichung des Albums über Jahre hinzog. Doch auch die Aufnahmen zu „The Octopus“ entstanden nicht in einem Schritt, sondern in mehreren Etappen, nämlich im November 2008, Mai 2009 und Mai 2010. Das Ergebnis ist eine wahre Lawine an zum Teil absolut mitreißender Musik, die das Herz des Art Rock bis hin zum Progressive Rock Fan höherschlagen lässt.

„The Octopus“ ist wahrlich ein musikalisches Brett, auf dem die Hörerin beziehungsweise der Hörer auf über zwei Stunden kraftvollen, zumeist harten, mitunter geradlinigen, dann allerdings auch wieder sehr verschnörkelten Rock zu hören bekommt. Das macht sehr viel Laune, da die Musik dabei auch jederzeit sehr melodiös klingt und ins Ohr geht. Auf „The Octopus“ hört man Musik zum Eintauchen. Hier werden musikalische Klangwelten erbaut, in die man hineingezogen wird. Diese „Welten“ entwickeln sich auch mal etwas verstörender, um einen schließlich später wieder in Form von wunderbarer Harmonie zu erlösen. Egal ob mal eher sphärisch oder sehr viel geerdeter, die Musik klingt und wirkt in jedem Moment. Dabei ist „The Octopus“ keine Platte, die gleich beim ersten Mal des Hörens vollständig und durchgängig packt. Dies ist bei einer Laufzweit von über zwei Stunden auch kaum möglich. Doch Amplifier haben mit diesem Album eine Platte geschaffen, die definitiv wächst und reift. Die Melodien zünden immer mehr, Vieles entdeckt man erst beim dritten, vierten … oder zehnten Mal des Hörens. Sehr spannend. Gibt man dieser Musik die Zeit, so packt einen das schließlich auch über die Gesamtlaufzeit des Doppelalbums.

Aus diesem Werk einzelne Lieder herauszuheben ist einigermaßen schwierig, da „The Octopus“ gerade in seinem Gesamtkonzept am Überzeugendsten wirkt. Man möchte nach dem einen Lied auch unbedingt noch den nächsten Titel hören und den übernächsten und so weiter. Um hier doch ein paar Lieder zu nennen, seien an dieser Stelle gleich die ersten vier Nummern auf CD1 angeführt. „The Runner“, „Minion‘s Song“, „Interglacial Spell“ sowie „The Wave“ spiegeln die Musik und auch die Atmosphäre der Platte perfekt wieder. Hier gibt es all die Feinheiten in der Musik von Amplifier zu hören, die diese ausmachen. Verschiedene Stimmungen, Rhythmen, Tempi und alles verpackt in sehr eingängige Melodien. Mich begeistern weiter auch sehr die Titel „White Horses At Sea // Utopian Daydream“, „Interstellar“ sowie „The Emperor“. Ich hätte an dieser Stelle allerdings wohl auch jeden anderen Titel anführen können, denn die Musik überzeugt in ihrer Gesamtheit – und eine schlechte Nummer gibt es nicht auf „The Octopus“.

Fazit: Mitreißenden Art Rock und Progressive Rock gibt es auf „The Octopus“, dem dritten Album der Band Amplifier aus Manchester zu hören. Die Musiker reizen alles, was ihnen zur Verfügung steht aus und variieren dies. Egal ob Rhythmik, Tempo, Melodiösität oder Atmosphäre, alles ist auf diesem Doppelalbum im Fluss. Genau das macht „The Octopus“ so spannend und hörenswert. Dabei benötigt das Album zunächst allerdings ein paar Durchlaufe, um nach dem ersten positiven Eindruck mit lediglich einigen gefühlten Höhepunkten noch sehr viel tiefer gehen zu können. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Runner, Minion‘s Song, The Emperor



Samstag, 24. Februar 2018

Crippled Black Phoenix – Bronze




Crippled Black Phoenix – Bronze


Besetzung:

Justin Greaves – guitar, backing vocals, bass (studio), drums (studio)
Daniel Änghede – vocals, guitar
Mark Furnevall – synthesizer, keyboard, organ, backing vocals
Daisy Chapman – piano, keyboard, vocals
Jonas Stälhammar – guitar, backing vocals
Ben Wilsker – drums (live)
Tom Greenway – bass (live)
Belinda Kordic – vocals


Gastmusiker:

Chrissie Caulfield – violin
Arthur Young – piano ("A Future Shock")
Robert Holm – brass
Arvid Jonsson – vocals ("Turn To Stone")


Label: Season Of Mist


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Art Rock, Post Rock, Progressive Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Dead Imperial Bastard (4:59)
2. Deviant Burials (6:45)
3. No Fun (4:53)
4. Rotten Memories (3:10)
5. Champions Of Disturbance (9:02)
6. Goodbye Then (5:22)
7. Turn To Stone (7:04)
8. Scared And Alone (8:58)
9. Winning A Losing Battle (9:14)
10. We Are The Darkeners (10:22)
11. A Future Shock (Bonus Track) (5:51)
12. Denisovans  (Bonus Track) (3:12)

Gesamtspieldauer: 1:18:59




„Bronze“ heißt das bereits sechste Studioalbum der englischen Art Rock Band Crippled Black Phoenix, die manches Mal auch progressivere Tendenzen in ihrer Musk aufweist. „Bronze“ erschien am 4. November des Jahres 2016 auf dem Plattenlabel Season Of Mist. Das Album ist einmal mehr angefüllt mit düsteren bis dunklen Tönen und Atmosphären, rockig arrangiert und dabei keinesfalls als Stimmungsaufheller geeignet.

Die Musik von Crippled Black Phoenix klingt auf „Bronze“ sogar noch mal etwas rockiger, als auf den vorherigen Platten. Sehr gut reiht sich in das Gesamtklangerlebnis auch die einzige Cover-Version des Albums, das Lied „Turn To Stone“ von Joe Walsh ein. Die Nummer ist in der Interpretation von Crippled Black Phoenix nach am Original angelehnt, klingt hier jedoch noch etwas voluminöser und kräftiger. Ganz allgemein ist es diese dunkle Melancholie bis Traurigkeit, gepaart mit schweren Rock-Akkorden und wunderbar eingängigen Melodien, die die Musik von Crippled Black Phoenix auch auf „Bronze“ sehr überzeugend werden und klingen lässt.

Jede Menge Höhepunkte gibt es auf dieser Scheibe, die keinerlei Ausfälle aufweist. Besonders gelungen sind dabei die längeren Titel, die überaus abwechslungsreich aufgebaut sind und nachhallen. „Champions Of Disturbance“, „Turn To Stone“, „Scared And Alone“ oder „Winning A Losing Battle“ sind alles klasse Titel, die einen mitreißen und die Musik der Engländer um Justin Greaves auf das Allerbeste repräsentieren. Hart und melodisch, aus verschiedenen Teilen und Passagen aufgebaut und gleich beim ersten Mal des Hörens absolut überzeugend. Die letzte Nummer, „We Are The Darkeners“ ist dabei übrigens kein richtiger Longtrack, da die letzten knapp drei Minuten der Spielzeit lediglich aus Stille bestehen. Es folgen noch zwei kürzere Lieder, die der Digi-Pack-Ausgabe des Albums hinzugefügt wurden und sich nahtlos der Qualität der „offiziellen“ Stücke angleichen.

Fazit: Einprägsamen, dunklen und zum Teil auch harten Rock zelebrieren Crippled Black Phoenix auch auf ihrem sechsten Studioalbum mit dem Namen „Bronze“. Nie ist diese Musk langweilig, sehr viel eher hört sich das alles sehr abwechslungsreich und sehr oft auch mitreißend an. Wer die anderen Scheiben der Band mag und zu schätzen weiß, die oder der wird auch mit „Bronze“ viel Unterhaltung erhalten. Elf Punkte.

Anspieltipps: Champions Of Disturbance, Turn To Stone, Scared And Alone, Winning A Losing Battle



Freitag, 23. Februar 2018

Patricia Kaas – Je Te Dis Vous




Patricia Kaas – Je Te Dis Vous


Besetzung:

Patricia Kaas – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Jess Bailey – piano, organ, synth, programmations
Mark Smith – bass
Jeremy Stacey – drum kit
Paul Stacey – electric and acoustic guitar
Martin Ditcham – percussion
Martin Green – saxophone
Steve Sidwell – trumpet
Mall Coleman – trombone
Bobby Valentino – violin
Gavyn Wright – alto violin
Roger Smith – cello
Paul Kegg – cello
Carole Rowley – background vocals
Mick Feat – background vocals
Guida de Palma – background vocals


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Pop


Trackliste:

1. Y'avait Tant D'Étoiles (1:54)
2. Hôtel Normandy (5:34)
3. Je Retiens Mon Souffle (4:37)
4. Ceux Qui N'Ont Rien (5:16)
5. Il Me Dit Que Je Suis Belle (5:21)
6. Space In My Heart (4:52)
7. La Liberté (4:05)
8. Fatiguée D'Attendre (4:32)
9. Jojo (3:21)
10. Je Te Dis Vous (3:43)
11. Reste Sur Moi (4:35)
12. Ganz Und Gar (4:47)
13. Out Of The Rain (4:34)
14. It's A Man's World (5:46)
15. Entrer Dans La Lumière (4:05)

Gesamtspieldauer: 1:07:10




„Je Te Dis Vous“ heißt das dritte Studioalbum der französischen Sängerin Patricia Kaas. Es erschien am 6. April 1993 auf dem Plattenlabel Columbia Records und wurde in Pete Townshends Eel Pie Studios in London von Robin Millar produziert, der bereits für Sade und die Fine Young Cannibals gearbeitet hatte. „Je Te Dis Vous“ stellt den bisher größten Erfolg der Französin dar und konnte sich sogar kurz in den deutschen Charts platzieren. Hauptsächlich verkaufte sich die Scheibe aber freilich in Frankreich.

Alles was aus Frankreich an Musik zu uns kommt, insbesondere wenn es sich dabei um eine Sängerin handelt, firmiert unter der Überschrift „Chanson“. Beim Anhören der Scheibe wird allerdings schnell klar, dass es sich bei der Musik von Patricia Kaas auf „Je Te Dis Vous“ keineswegs um Chansons handelt. Was man hier zu hören bekommt ist, Pop, den die Französin von anderen Künstlern covert oder der speziell für sie geschrieben wurde. Auf „Je Te Dis Vous“ befindet sich sogar ein Marius Müller-Westernhagen Cover mit dem Lied „Ganz Und Gar“. Es ist das erste Lied, welches die Französin in deutscher Sprache einsang. Ebenfalls bekannt ist die James Brown Nummer „It's A Man's World“, die hier in einer interessanten und gelungenen Interpretation zu hören ist.

Drei Lieder in Englisch, eines auf Deutsch, der Rest in französischer Sprache. Paricia Kaas wollte international klingen. Da sich diese Platte auch in den Ländern außerhalb Frankreichs verkaufte, ist das Vorhaben aufgegangen. Die Musik allerdings ist allerhöchstens mittelmäßiger Pop und zu allermeist klingt das Ganze furchtbar seicht, langweilig und belanglos. Höhepunkte auf dieser eher höhepunktarmen Platte sind die Titel „Jojo“, das Titellied „Je Te Dis Vous“, „Ganz Und Gar“ sowie „It's A Man's World“. Allerdings darf man sich auch von diesen Stücken nicht zu viel versprechen.

Fazit: Ein poppiges und sehr langweiliges Album ist „Je Te Dis Vous“ der französischen Sängerin Patricia Kaas geworden. Das Interessanteste auf der Platte ist fast schon, dass sie auch die englischsprachigen und deutschen Lieder fast ohne Akzent einsingt. Ansonsten läuft die Scheibe durch, nichts bleibt hängen. Pop können andere definitiv besser. Langweilig eben. Drei Punkte.

Anspieltipps: Jojo, Je Te Dis Vous, Ganz Und Gar, It's A Man's World



Donnerstag, 22. Februar 2018

Gift – Blue Apple




Gift – Blue Apple


Besetzung:

Dieter Atterer – lead guitar, lead vocals
Rainer Baur – lead guitar
Dieter Frei – organ, e-piano, synthesizer-moog, mellotron, vocals
Hermann „Mandy“ Lange – drums, percussion
Uwe Patzke – bass-guitar, vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Blue Apple (4:15)
2. Rock Scene (3:47)
3. Don't Waste Your Time (4:02)
4. Psalm (3:55)
5. Everything's Alright (4:30)
6. Got To Find A Way (6:39)
7. Reflections [Part 1] (3:14)
8. Reflections [Part 2] (3:47)
9. Left The Past Behind (6:01)

Gesamtspieldauer: 40:16




Die Augsburger Band Gift war lediglich in der ersten Hälfte der 70er Jahre aktiv. Ein sehr kurzer Comeback-Versuch der Bandmitglieder Rainer Baur und Uwe Patzke im Jahr 2013 scheiterte schnell. Doch wurden in den Jahren 1972 und 1974 zwei Studioalben eingespielt. „Blue Apple“ ist die zweite und letzte Scheibe der Band und wurde von Warner Musik auf CD wiederveröffentlicht.

Auf „Blue Apple“ hört man Krautrock, nicht allzu komplex oder tiefgründig, jedoch rockend und handwerklich gut gemacht. Die Musik der inzwischen zum Quintett angewachsenen Band nähert sich mit ihrem Rock immer wieder dem Genre des Hard Rock an und klingt dann am Überzeugendsten, wenn sie mit einem fetten Orgelsound untermalt wird. Ansonsten geht die Scheibe nicht groß ins Ohr, rockt allerdings wirklich gut. Trotzdem war die Musik von Gift Anfang bis Mitte der 70er Jahre sicherlich nichts Besonderes oder Außergewöhnliches und ist es heute ebenfalls nicht.

Wer jedoch auf ziemlich geradlinigen und konsequenten Rock steht, die oder der dürfte auf „Blue Apple“ etwas für sich entdecken können. Die Lieder sind zumeist kompakt und kurz gehalten, musikalische Themen werden nicht großartig ausgewalzt. Lediglich „Got To Find A Way“ sowie der letzte Titel „Left The Past Behind“ erreichen die 6-Minuten-Marke. Erstgenannter Titel ist aus verschiedenen Teilen aufgebaut, unterscheidet sich damit abwechslungsreich vom Rest der Platte und „Left The Past Behind“ enthält ein sehr gelungenes Orgel-Solo.

Fazit: Etwas für Rock-Freunde ist „Blue Apple“ von Gift ganz gewiss. Die Scheibe rockt und klingt immer dann sehr überzeugend, wenn die Orgel im Sound der 70er Jahre zu hören ist. Ansonsten hört man auf „Blue Apple“ Rock Musik, ganz nett gemacht, wenig spektakulär. Die Band konnte sich zur damaligen Zeit nicht durchsetzen, dazu fehlt der Musik auch einfach das gewisse Etwas. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Got To Find A Way, Left The Past Behind