Donnerstag, 24. August 2023

Alessandro Cortini – Forse 2

 



Alessandro Cortini – Forse 2


Besetzung:

Alessandro Cortini – buchla music easel




Erscheinungsjahr: 2013


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Canta (7:12)
2. Cerca (5:38)
3. Conta (9:08)
4. Grigia (7:28)
5. Lenta (5:48)
6. Luna (5:39)
7. Marcia (6:36)
8. Menta (8:09)
9. Salta (8:18)
10. Strada (3:14)

Gesamtspieldauer: 1:07:11



Lediglich vier Monate nach „Forse 1“ veröffentlichte der italienische Keyboarder Alessandro Cortini mit „Forse 2“ im Jahr 2013 auch den zweiten Teil seiner als Trilogie angelegten „Forse-Reihe.

Auch auf „Forse 2“ bekommt man Synthesizer-Musik serviert, die ebenfalls wieder auf dem „Buchla Music Easel“  eingespielt wurde. Klang die Musik auf „Forse 1“ noch leicht melancholisch bis sentimental, so erklingen die Klanglandschaften auf „Fose 2“ sehr viel rauer und schroffer. Zum Teil klingt das Gehörte sogar schrill bis enervierend, wenn dazu auch noch ein ein dumpfer Rhythmus wie beim Titel „Conta 1“ zu hören ist.

Ganz anders verhält es sich anschließend jedoch wieder beim folgenden Titel „Grigia“. Hier fühlt man sich nun fast an den Soundtrack zu „Interstellar“ von Hans Zimmer erinnert, der ein Jahr später veröffentlicht wurde. Jetzt klingt die Musik deutlich spannender und auch einnehmender. Allerdings ist das bereits beim nächsten Lied „Lenta“ sofort wieder vergessen. Harte, unnachgiebige und aggressive Töne bearbeiten das Ohr, wodurch das Ausklingen des Titels nach knappen sechs Minuten durchaus etwas von einer Erlösung hat.

So changiert die Atmosphäre auf „Forse 2“ insgesamt zwischen Sphäre und Aggressivität hin und her, durchsetzt von einer unablässigen Monotonie, die durchaus auch wieder hypnotisierende Passagen aufweist. Über allem schwebt dabei eine Kälte, wodurch das Herz der Zuhörerin beziehungsweise des Zuhörers durch eben diese Musik kaum erwärmt werden kann.

Fazit: Auf “Forse 2“ muss man sich einlassen können. Kalte, redundante Synthesizer-Klänge, die weder Höhen  noch Tiefen aufweisen und einfach vorbeiziehen. Manches Mal wirkt das aggressiv, dann wieder einfach nur leicht sphärisch. Und was bleibt? Nicht viel, denn manches Mal ist die kurze Pause nach  einem Titel der erholsamste Moment. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Grigia