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Dienstag, 21. April 2015

The Smiths – The Queen Is Dead




The Smiths – The Queen Is Dead


Besetzung:

Morrissey – vocals
Johnny Marr – guitars, harmonium, synthesized string instruments and flute arrangements
Andy Rourke – bass
Mike Joyce – drums


Label: Rough Trade


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Alternative Rock, Indie Pop, Indie Rock


Trackliste:

1. The Queen Is Dead (6:24)
2. Frankly, Mr. Shankly (2:19)
3. I Know It's Over (5:49)
4. Never Had No One Ever (3:37)
5. Cemetary Gates (2:41)
6. Bigmouth Strikes Again (3:08)
7. The Boy With The Thorn In His Side (3:23)
8. Vicar In A Tutu (2:22)
9. There Is A Light That Never Goes Out (4:05)
10. Some Girls Are Bigger Than Others (3:18)

Gesamtspieldauer: 37:10




The Smiths gelten bei vielen als die Kultband der 80er Jahre. Manche Leute gehen sogar so weit und behaupten, der Einfluss der vier Musiker aus Manchester auf die populäre Musik sei noch größer, als die der Beatles oder Rolling Stones. Und wenn dann noch vom dritten Album der Engländer mit dem Titel „The Queen Is Dead“ die Rede ist, ihr vorletztes Album, welches 1986 veröffentlicht wurde, dann folgen manchmal sogar frenetische Beifallsbekundungen. Okay, ich hatte mir auch The Smiths Platten gekauft und konnte dieser Mischung aus Pop, Rock und auch Punk durchaus etwas abgewinnen, aber die beste Band der Welt? Wie soll das überhaupt gehen, das sind doch sowieso schon Die Ärzte…

Die Smiths machen Indie Pop und Rock, mal schlägt das Pendel mehr in die poppige, dann wieder in die rockige Richtung aus. Das klingt alles auch ziemlich schnell ganz nett und auch melodiöser und eingängiger, als noch auf dem Vorgängeralbum, jedoch genial? Nein, genial ist es nicht. Die Texte sind allerdings wieder mal äußerst lesenswert, da lohnt sich das genaue Zuhören, denn der Humor des Morrissey, der hat schon was. Auf „The Queen Is Dead“ reihen sich langsamere Stücke an etwas rockigere und flottere. Das kann im Falle der etwas zurückhaltenderen Stücke durchaus auch mal etwas langweilig klingen, wie beim zähen „I Know It's Over“ oder sehr viel spannender und eingängiger, wie beim folgenden Titel „Never Had No One Ever“. Hier jedoch gleich schon von einem Ohrwurm zu sprechen, wäre wahrlich vermessen.

Trotzdem, die Platte hat durchaus was. Die Favoriten darauf sind für mich, das bereits erwähnte „Never Had No One Ever” und das wahrlich schöne „There Is A Light That Never Goes Out“. Beides sind sehr eingängige Stücke, die auch durchaus länger haften bleiben.

Fazit: „The Queen Is Dead“ ist sicherlich eine interessante Scheibe geworden, die auch immer wieder zu überzeugen weiß. Dazwischen, zwischen den Höhepunkten, befindet sich jedoch mitunter auch deutlich weniger überzeugende Musik, die zwar ebenfalls nicht zum Wegrennen animiert, jedoch noch ganz viel Spielraum nach oben lässt, zu den guten Nummern der Smiths. Richtig überzeugen können mich die Smiths nicht, ab und an lege ich die Scheibe dann doch aber wieder auch ganz gerne auf. Neun Punkte.

Anspieltipps: Never Had No One Ever, There Is A Light That Never Goes Out



Samstag, 27. Dezember 2014

The Smiths – Meat Is Murder




The Smiths – Meat Is Murder


Besetzung:

Morrissey – vocals
Johnny Marr – guitars, piano
Andy Rourke – bass guitar
Mike Joyce – drums


Label: Rough Trade


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. The Headmaster Ritual (4:52)
2. Rusholme Ruffians (4:20)
3. I Want The One I Can't Have (3:14)
4. What She Said (2:42)
5. That Joke Isn't Funny Anymore (4:59)
6. How Soon Is Now? (6:46)
7. Nowhere Fast (2:37)
8. Well I Wonder (4:00)
9. Barbarism Begins At Home (6:57)
10. Meat Is Murder (6:06)

Gesamtspieldauer: 46:33




Wer beim Hören von „Meat Is Murder“, dem zweiten Studioalbum der Smiths, wunderschöne Melodien und eine dichte und ausufernde Instrumentierung erwarten würde, der dürfte beim Hören der Platte einigermaßen enttäuscht werden. Richtig eingängig ist das alles nicht, was die Smiths hier ihren Hörern darbieten. Aber natürlich sind wieder alle Zutaten vorhanden, die ein Smiths-Album auch ausmachen. Allen voran der etwas weinerliche Gesang des Morrissey, dazu das sehr lockere und leichte Gitarrenspiel des Johnny Marr. Das macht schon Spaß, ein wenig mehr Melodie hätte es allerdings durchaus sein können, denn so wirkt das Ganze mitunter ein wenig eintönig und auch langweilig.

Gar nicht langweilig ist jedoch der Text des Titelstücks, „Meat Is Murder“. Der ist überaus eindeutig und auch die Musik hebt sich wohltuend vom größten Teil der Platte ab. Diese Hymne aller Vegetarier fand natürlich nicht nur Zustimmung, da Morrissey seine Botschaft in diesem Lied auch relativ humorlos hinaussingt:


Heifer whines could be human cries
Closer comes the screaming knife
This beautiful creature must die
This beautiful creature must die
A death for no reason
And death for no reason is MURDER

And the flesh you so fancifully fry
Is not succulent, tasty or kind
It's death for no reason
And death for no reason is MURDER

And the calf that you carve with a smile
Is MURDER
And the turkey you festively slice
Is MURDER
Do you know how animals die ?

Kitchen aromas aren't very homely
It's not "comforting", cheery or kind
It's sizzling blood and the unholy stench
Of MURDER

It's not "natural", "normal" or kind
The flesh you so fancifully fry
The meat in your mouth
As you savour the flavour
Of MURDER

NO, NO, NO, IT'S MURDER
NO, NO, NO, IT'S MURDER
Oh...and who hears when animals cry ?
(Meat Is Murder lyrics © Universal Music Publishing Group, Warner/Chappell Music, Inc.)


Dazu gesellt sich noch eine redundante und etwas schräge Musik, die durchaus zu überzeugen weiß. Auch hört man immer wieder Tiergeräusche und eine Art Kreissäge, mit der wohl gerade Tiere zerlegt werden. Schon eindrucksvoll. Und noch ein Titel ist hier zu erwähnen: „How Soon Is Now?“ Diese Nummer gehört mit zu den bekanntesten Stücken der Smiths, da sie auch in einer Fernsehserie Verwendung fand. Dieses Lied hebt sich ebenfalls ein wenig vom Rest der Platte ab. Das liegt zum einen an dem Vorhandensein einer eingängigen Melodie und einem Synthesizer-Sound, der das ganze Lied eindrucksvoll unterlegt. Für manche mag das sicherlich nervend klingen, auf mich wirkt es sehr interessant und anders, spannend eben.

Fazit: „Meat Is Murder“ ist das einzige Album der Smiths, mit denen sie Platz 1 der Album-Charts in Großbritannien erreichen konnten. Erfolgreich war die Scheibe zweifelsohne und man bekommt hier auch sicherlich keine schlechte Musik geboten. Manches Mal ist es mir allerdings einfach zu langweilig, da zu monoton. Praktisch jeder Song hat denselben Aufbau, das Tempo wird nur unwesentlich variiert und Morrissey singt irgendwie auch immer absolut gleich. Andererseits gibt es auch sehr spannende Momente auf „Meat Is Murder“, sodass sich das Anhören sicherlich lohnt. Nicht zu oft, doch immer mal wieder. Neun Punkte.

Anspieltipps: How Soon Is Now?, Meet Is Murder