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Montag, 13. Januar 2020

Mott – Shouting And Pointing




Mott – Shouting And Pointing


Besetzung:

Nigel Benjamin – lead vocals, rhythm and acoustic guitars
Ray Major – lead and slide guitars, backing vocals
Morgan Fisher – piano, backing vocals, organ, synthesizer
Pete Overend Watts – bass, backing vocals
Dale "Buffin" Griffin – drums, backing vocals, percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsjahr: 1976


Stil: Rock, Glam Rock


Trackliste:

1. Shouting And Pointing (4:33)
2. Collision Course (3:26)
3. Storm (5:29)
4. Career (No Such Thing As Rock ‘N’ Roll) (5:26)
5. Hold On, You’re Crazy (4:30)
6. See You Again (4:20)
7. Too Short Arms (I Don’t Care) (3:59)
8. Broadside Outcasts (3:18)
9. Good Times (3:55)

Bonus Track:

10. Too Short Arms (I Don’t Care) (Electric Lady Mix) (4:15)

Gesamtspieldauer: 43:16




„Shouting And Pointing“ heißt das zweite und letzte Album der englischen Band Mott, die davor Mott The Hoople hieß. Das Album wurde ursprünglich am 7. Juni 1976 auf dem Plattenlabel CBS Records in Europa veröffentlicht. In Nordamerika erschien es bei Columbia Records. Weder in England noch in den USA konnte sich die Platte in den Charts platzieren, was schließlich zur Auflösung der Band führte. Vier der fünf Musiker veröffentlichten dann unter dem Namen British Lions noch zwei Alben, die allerdings auch nicht mehr sonderlich erfolgreich liefen.

Die Musik ist nicht ganz so peinlich wie das Cover – immerhin. Im Grunde genommen hatte sich auch dieses Mal nicht viel and der Musik der Band geändert. Erneut und überwiegend etwas härteren Rock mit einem gewissen Glam-Faktor bekommt man auf „Shouting And Pointing“ serviert. Das Problem der neun Titel ist dabei, dass sie absolut austauschbar und unspektakulär klingen. Damit wäre bereits so ziemlich alles über diese Scheibe gesagt, die wie Blei in den Regalen lag und auch von den Kritikern nicht sehr freundlich besprochen wurde. Dabei ist die Musik noch nicht mal schlecht – aber eben langweilig.

Neben einigen biederen Rock’n’Roll-Stücken, die allesamt sehr überholt und belanglos klingen, bleibt von „Shouting And Pointing“ im Grunde genommen das eher langsamere „Career (No Such Thing As Rock ‘N’ Roll)“ hängen, da es ins Ohr geht und damit den Höhepunkt des Albums markiert. Mehr Höhepunkte kann ich auf der Scheibe wahrlich nicht entdecken.

Fazit: Wieder mal ein letztes Album, welches den Abgesang einer Band darstellt. Nach „Shouting And Pointing“ war verständlicherweise Schluss mit lustig – und mit Mott. Erfolglos und langweilig, da lohnte der Aufwand nicht mehr. Wer allerdings Rock’n’Roll mag, der auch mal etwas das Tempo anzieht, die oder der kann hier mal ein Ohr riskieren. Weh tut das Gehörte nicht, jedoch beim Betrachten des Album-Covers, da schüttelt man heute den Kopf. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Career (No Such Thing As Rock ‘N’ Roll)



Samstag, 30. November 2019

Mott – Drive On




Mott – Drive On


Besetzung:

Nigel Benjamin – lead vocals, rhythm and acoustic guitars
Ray Major – lead and slide guitars, backing vocals
Morgan Fisher – piano, backing vocals, organ, synthesizer
Pete Overend Watts – bass, rhythm guitar, backing vocals, lead vocals on "Love Now"
Dale "Buffin" Griffin – drums, backing vocals, percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Rock, Glam Rock


Trackliste:

1. By Tonight (3:46)
2. Monte Carlo (4:42)
3. She Does It (3:29)
4. I'll Tell You Something (4:26)
5. Stiff Upper Lip (4:39)
6. Love Now (2:50)
7. Apologies (0:50)
8. The Great White Wail (5:11)
9. Here We Are (5:30)
10. It Takes One To Know One (4:32)
11. I Can Show You How It Is (2:52)

Gesamtspieldauer: 42:53



„Drive On“ heißt das im September 1975 veröffentlichte Album der englischen Band Mott, die man noch ein Jahr zuvor unter dem Namen Mott The Hoople kannte. Nach dem letzten Mott The Hoople Studioalbum „The Hoople“ hatte Gitarrist Ariel Bender die Band wieder verlassen, obwohl dieser erst auf „The Hoople“ den vorherigen Gitarristen Mick Ralphs ersetzt hatte. Für das nach „The Hoople“ eingespielte Live-Album mit dem schlichten Titel „Live“ konnte man Mick Ronson gewinnen, der damals in der David Bowie Begleitband spielte. Als nun allerdings auch Sänger, Gitarrist und Songschreiber Ian Hunter die Band verließ, um mit eben jenem Mick Ronson sein erstes Solo-Album aufzunehmen, entschieden die restlichen verbliebenen Bandmitglieder, dass die Zeit nun reif für einen neuen Bandnamen wäre und so wurde aus Mott The Hoople kurzum Mott. „Drive On“ erschien ursprünglich auf dem Plattenlabel CBS Records und wurde im Jahr 2006 wiederveröffentlicht. Nigel Benjamin hieß nun der Sänger und Gitarrist und wurde durch Ray Major an der Gitarre unterstützt. Zwei Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt. Dies waren die Lieder „Monte Carlo” / „Shout It All Out” und „By Tonight” / „I Can Show You How It Is”.

„Drive On“ war kein großer Erfolg mehr, aber die Platte erreichte immerhin noch Platz 35 der britischen Charts. In den USA kletterte das Album lediglich noch auf Platz 160. Der Grund dafür ist einfach erklärt. Auf „Drive On“ befindet sich keine besonders gute oder besonders eindrucksvolle Musik mehr. Das Album plätschert so dahin, ganz „nett“ alles, mal mit härterem Rock, mal mit etwas Glam Rock verziert. Großartige Spuren hinterlässt diese Scheibe nicht mehr und auch wenn es keine wirklich schlechte Platte ist, so gibt es darauf wenig zu hören, was man immer wieder genießen möchte. Mainstream Rock der eher langweiligen Sorte, das ist das, was von „Drive On“ haften bleibt.

Meine Favoriten auf „Drive On“ heißen „The Great White Wail” und „Here We Are“. Dies sind auch gleichzeitig die beiden längsten Titel des Albums. Es ist dabei nicht ein gewisser Ohrwurmcharakter, der die beiden Nummern auszeichnet, denn es sind keine Ohrwürmer. Es ist die durchaus vorhandene Abwechslung, die diesen beiden Titeln innewohnt. Keine „Standard“-Rock-Lieder, sondern differenziert umgesetzte Stücke, die die Platte insgesamt auflockern und damit zu den interessanteren Stücken gehören.

Fazit: Nachdem sich Mott The Hoople neu ausrichten mussten, da einige Musiker die Band verlassen hatten, wurde ein neuer Name gewählt. Mott hieß die Formation nun, die musikalische Ausrichtung hatte sich dabei jedoch kaum geändert. Auch auf „Drive On“ gibt es Rock zu hören, der mal etwas härter klingt, dann wieder in das Genre des Glam Rock eintaucht. Alles ganz nett, aber nicht mehr begeisternd. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The Great White Wail, Here We Are