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Donnerstag, 8. Oktober 2015

INXS – Shabooh Shoobah




INXS – Shabooh Shoobah


Besetzung:

Garry Gary Beers – bass guitar
Andrew Farriss – guitar, keyboards
Jon Farriss – percussion, drums
Tim Farriss – guitar
Michael Hutchence – vocals
Kirk Pengilly – guitar, saxophone, vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock, New Wave


Trackliste:

1. The One Thing (3:26)
2. To Look At You (3:57)
3. Spy Of Love (3:50)
4. Soul Mistake (2:57)
5. Here Comes (3:04)
6. Black And White (3:40)
7. Golden Playpen (3:05)
8. Jan's Song (3:18)
9. Old World New World (3:39)
10. Don't Change (4:26)

Gesamtspieldauer: 35:26




„Shabooh Shoobah“ nannte die australische Rockband INXS ihr drittes Album, welches im Oktober des Jahres 1982 veröffentlicht wurde. Und einen kleinen Stilwechsel gab es dabei durchaus zu verzeichnen. War auf dem Vorgängeralbum „Underneath The Colours“ jede Menge New Wave zu hören, der es dabei kaum schaffte ins Ohr zu gehen, geschweige denn richtig zu überzeugen, so hört sich „Shabooh Shoobah“ nun deutlich rockiger an und auch die einzelnen Lieder schaffen es hier sehr viel besser, zumindest eine gewisse Zeit lang, nachzuwirken.

Eine Mischung aus Rock und New Wave ist also auf diesem Album zu hören, auf dem die Stimme des Michael Hutchence nun auch schon fast so klingt, wie man sie von späteren Veröffentlichungen der Band her kennt. Zudem, ganz wichtig, überzeugen auf „Shabooh Shoobah“ auch die Melodien sehr viel öfters. Allerdings darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass die Musik auf diesem Album immer dann gut klingt, wenn INXS beginnen zu rocken. New Wave scheint irgendwie nicht so ganz das Metier der sechs Australier darzustellen, irgendwie scheint es nur eine Art „Ausprobieren“ gewesen zu sein, denn im Rock sind INXS sehr viel besser aufgehoben.

So ist „Shabooh Shoobah“ sicherlich kein Meilenstein in der Musikgeschichte und auch keines der essentiellen Alben von INXS, jedoch macht die Musik hier durchaus auch immer wieder Spaß. Das klingt alles fröhlich, leicht und ein wenig schwerelos. Alles zwar noch nicht so beeindruckend, wie es später in den 90ern mal klingen wird, doch zumindest ganz nett – und das ist in keinster Weise irgendwie böse gemeint.

Fazit: Die Platte „Shabooh Shoobah“ von INXS klingt durchaus nach den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. New Wave poppt immer wieder auf, wird hier allerdings oftmals sehr elegant mit rockigeren Tönen vermischt. Somit besitzt die dritte Scheibe von INXS ganz gewiss einen gewissen Unterhaltungswert, niemand muss beim Auflegen des Albums panisch den Raum verlassen. Richtig große Abdrücke hinterlässt die Scheibe jedoch auch nicht. Doch wer den Genres New Wave und Rock etwas abzugewinnen weiß und gerne mal hören möchte, wie eine entsprechende Fusion beider Musikrichtungen klingt, die oder der wird mit „Shabooh Shoobah“ sehr gut bedient. Acht Punkte.

Anspieltipps: Don’t Change



Sonntag, 27. September 2015

INXS – Underneath The Colours




INXS – Underneath The Colours


Besetzung:

Garry Gary Beers – bass guitar
Andrew Farriss – guitar, keyboards
Jon Farriss – percussion, drums
Tim Farriss – guitar
Michael Hutchence – vocals
Kirk Pengilly – guitar, saxophone, vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave


Trackliste:

1. Stay Young (3:24)
2. Horizons (5:12)
3. Big Go Go (3:11)
4. Underneath The Colours (3:59)
5. Fair Weather Ahead (4:14)
6. Night Of Rebellion (3:44)
7. Follow (3:53)
8. Barbarian (2:59)
9. What Would You Do (3:08)
10. Just To Learn Again (4:46)

Gesamtspieldauer: 38:34




Wenn man INXS eher von den späteren Jahren her kennt – und damit sind jene gemeint, kurz vor dem Tod des Michael Hutchence – dann dürfte man beim erstmaligen Hören dieser Scheibe einigermaßen überrascht sein zu erfahren, dass dies ebenfalls INXS sind, die sich da gerade vor dem Ohr des Musikhörers präsentieren. „Underneath The Colours“ ist das zweite Studioalbum der Australier. Es erschien im Jahr 1981 und enthält New Wave Musik, von Rock, wie in den bereits erwähnten späteren Jahren, kann hier wirklich nur am Rande gesprochen werden.

Auf dem Cover sind stilisierte Menschen abgebildet und diese tanzen. Und genau ein solches Bild trifft auch den Inhalt dieses Albums, welches oftmals funkig klingt, ganz offenbar tanzbar sein möchte, dem der Geruch des Synthetischen anhaftet und leider dabei so überhaupt nicht überzeugen kann. In einem Interview sagte Gitarrist und Saxophonist Kirk Pengilly mal sinngemäß über diese Scheibe, dass sie damit etwas überfordert gewesen waren. Sie seien noch auf Tour mit ihrer ersten Platte gewesen und sollten gleich eine neue Scheibe nachliefern. Darauf waren sie nicht vorbereitet gewesen und dadurch hätte die Qualität auf „Underneath The Colours“ ein klein wenig gelitten. Das kann man eigentlich genau so stehenlassen.

Die Platte läuft im Grunde genommen einfach so durch. Da hat man als Hörerin oder Hörer nicht diesen magischen Moment, der einen aufhorchen lässt. Man entdeckt nicht die Melodie, die einen umgarnt, das Ohr umschmeichelt. Kurz gesagt, die Platte ist stinklangweilig. Zwar befindet sich darauf keine Musik, die einen Reißaus nehmen lässt, jedoch jede Menge Belanglosigkeiten. Überraschend ist dabei, wie aus dieser Band INXS jene Band INXS werden konnte, die solch Alben wie „Welcome To Wherever You Are“ schrieb. Und noch etwas wird sehr deutlich. Michael Hutchence muss unglaublich viel an seiner Stimme gearbeitet haben, denn hier klingt diese noch so gar nicht überzeugend, an manchen Stellen richtiggehend seicht.

Leider passt das Siegel der Belanglosigkeit zu praktisch jedem Titel auf „Underneath The Colours“. Einzige Ausnahme ist dabei die Nummer „Just To Learn Again“, gleichzeitig das letzte Lied des Albums. Hier klingen INXS, das Saxophon erzeugt hier Spannung und die Melodie schafft es sogar sich festzusetzen. Leider muss man allerdings bis ganz zum Schluss der Platte warten, um in diesen Genuss zu kommen.

Fazit: New Wave gibt es auf „Underneath The Colours“ zu hören. Leider ist das hier allerdings New Wave der eher langweiligen Sorte. Keine Melodien, die einen packen, kein Titel, der einen einwickelt. Alles wirkt ein wenig belanglos, austauschbar und überflüssig. Es gibt definitiv jede Menge andere Platten, die einem das Leben sehr viel mehr versüßen – auch von INXS. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Just To Learn Again



Montag, 4. Juli 2011

INXS – Welcome To Wherever You Are




INXS – Welcome To Wherever You Are


Besetzung:

Michael Hutchence – vocals
Tim Farriss – guitar
Kirk Pengilly – guitar, saxophone
Andrew Farriss – guitar, keyboard, harmonica
Garry Gary Beers – bass
Jon Farriss – drums


Label: Mercury


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Rock


Trackliste:

1. Questions (2:08)
2. Heaven Sent (3:16)
3. Communication (5:19)
4. Taste It (3:22)
5. Not Enough Time (4:11)
6. All Around (3:18)
7. Baby Don’ (4:46)
8. Beautiful Girl (3:28)
9. Wishing Well (3:25)
10. Back On Line (3:13)
11. Strange Desire (4:09)
12. Men And Women (4:34)




Mit ihrem 1992 erschienen Album „Welcome To Wherever You Are“ haben INXS ein kleines Rockmusik-Meisterwerk vorgelegt. 12 Lieder befinden sich auf der CD und es sind jede Menge Perlen darunter.

Es beginnt mit „Questions“ und arabischen Tönen. Ein schöner und für INXS ziemlich ungewöhnlicher Song, der gerade durch seine außergewöhnliche Instrumentierung überzeugen kann. Dann geht es gleich rockig weiter. „Heaven Sent“ ist eine typische INXS-Rocknummer, perfekt arrangiert und zum Mitwippen anregend. Nicht viel anders verhält es sich bei „Communication“, mit etwas mehr als fünf Minuten auch der längste Track auf dem Album.

Schließlich folgt „Taste It“, ein absoluter Kracher. Der Song fängt gleich toll an. Die komplette Rhythmusfraktion legt los und wird von einer fast „schreienden“ Mundharmonika begleitet. Und vom Rhythmus lebt das ganze Lied. Genial hier auch der Saxophoneinsatz, der besser nicht hätte sein könnte. Absolut toll gemacht. Wer Leute zum Tanzen bringen will, der legt in der Diskothek „Taste It“ auf - es wird allen schmecken.

Weitere Höhepunkte auf der CD sind das orchestrale , fast hymnenhafte „Baby Don’t Cry“ oder das so wunderschön beschwingte „Beautiful Girl“. „Back On Line“ und „Strange Desire“, der drittletzte und vorletzte Song sind dann die schwächsten Stücke auf dieser sonst so überzeugenden Veröffentlichung. Diesen beiden Stücken fehlt irgendwie das gewisse Etwas, was alle anderen Stücke auf der Silberscheibe aufweisen, und bleiben so ein wenig langweilig zurück.

Abgeschlossen wird dieses gute Album dann mit dem genialen „Men And Women“, auf dem auch wieder ein ganzes Orchester zum Einsatz kommt und das eine völlig eigene, getragene Stimmung kreiert und einen würdigen Abschluss für dieses Album darstellt.

Fazit: Ein klasse Rockalbum haben INXS hier 1992 vorgelegt, das einige ganz starke Stücke und überhaupt keine ganz schlechten Songs enthält. Hier findet der Hörer getragene, manchmal sogar bombastische Musik, genau wie sehr gute Rocksongs. Und all das passt wie aus einem Guss zusammen und ist niemals ein Stilbruch. Wer gut gemachte Rockmusik mag, die auch mal die eigenen Grenzen verlässt, der kann mit diesem Album absolut nichts falsch machen. Und dafür gibt es von mir zwölf Punkte.

Anspieltipps: Questions, Taste It, Baby Don’t Cry, Beautiful Girl, Men And Women