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Samstag, 1. Februar 2020

Travis – The Man Who




Travis – The Man Who


Besetzung:

Fran Healy – vocals, guitar, piano
Andy Dunlop – guitar
Dougie Payne – bass guitar
Neil Primrose – drums


Gastmusiker:

Sally Herbert – string arrangement (tracks 2 and 10)
Sarah Wilson – cello (track 7)


Label: Craft Recordings


Erscheinungsjahr: 1999


Stil: Brit Pop


Trackliste:

CD1:

1. Writing To Reach You (3:41)
2. The Fear (4:12)
3. As You Are (4:14)
4. Driftwood (3:33)
5. The Last Laugh Of The Laughter (4:20)
6. Turn (4:24)
7. Why Does It Always Rain On Me? (4:25)
8. Luv (4:55)
9. She’s So Strange (3:15)
10. Slide Show (inklusive des Hidden Tracks "Blue Flashing Light") (10:31)

CD2 (Numbered Limited Edition Collector’s Boxset, CD 2 (B-Sides)):

1. Green Behind The Ears (3:40)
2. Only Molly Knows (3:19)
3. Yeah Yeah Yeah Yeah (3:50)
4. High As A Kite (2:32)
5. Be My Baby (5:16)
6. Where Is The Love? (4:19)
7. Village Man (3:19)
8. Driftwood (Live at The Link Cafe, Glasgow) (4:07)
9. The Urge For Going (6:04)
10. Slide Show (Live at The Link Cafe, Glasgow) (3:14)
11. River (3:56)
12. Days Of Our Lives (5:44)
13. We Are Monkeys (3:06)
14. Baby One More Time (Recorded live on The Mark Radcliffe Show from The Bay Tavern, 06.08.99) (3:32)
15. Coming Around (3:09)
16. Just The Faces Change (2:26)
17. The Connection (3:44)
18. Rock ‘n’ (Salad) Roll (2:00)
19. The Weight (5:12)

Gesamtspieldauer: CD1 (47:33) und CD2 (1:12:37): 2:00:11




„The Man Who“ heißt das zweite Studioalbum der schottischen Rockband Travis. Das Album wurde am 24. Mai 1999 auf dem Plattenlabel Independiente veröffentlicht. Am 21. Juni 2019 wurde „The Man Who“ anlässlich des zwanzigsten Jubiläums des Erscheinens in einer erweiterten Fassung wiederveröffentlicht. Insgesamt vier Singles wurden aus dem Album mit den Liedern „Writing To Reach You“, „Driftwood“, „Why Does It Always Rain On Me?“ und „Turn“ ausgekoppelt. Klang die Musik auf dem Debut-Album „Good Feeling“ zwei Jahre zuvor noch relativ rockig, so hört man auf „The Man Who“ Brit Pop der 90er Jahre.

Genauer gesagt sollte man hier von überaus eingängigem Brit Pop sprechen. Denn genau den hört man auf der Scheibe. Lieder, die ziemlich schnell ins Ohr gehen und dabei eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Alles auf „The Man Who“ klingt melodiös, harmonisch und irgendwie tiefenentspannt, was auch durch den sanften bis weichen Gesang des Fran Healy zusätzlich unterstrichen wird. Dieser schrieb zudem alle Texte und die Musik, bekam dabei lediglich beim Lied „Luv“ Unterstützung durch Adam Seymour.

„The Man Who“ wurde zum drittmeist verkauften Album des Jahres 1999 in Großbritannien. Dabei hatte es zunächst gar nicht nach solch einem Erfolg ausgesehen. Die Platte stieg auf Platz fünf der UK-Album-Charts ein, rutschte allerdings ziemlich schnell wieder auf tiefere Plätze ab. Auch die Kritiken und Rezensionen zu dem Album fielen eher gemischt aus. Als Travis allerdings das Lied „Why Does It Always Rain On Me?“ beim Glastonbury Festival 1999 spielte und es genau bei diesem Titel anfing zu regnen, war dies am nächsten Tag in allen Medien nachzulesen und zu sehen. Die Band war plötzlich im Gespräch, die Single verkaufte sich sehr viel besser und „The Man Who“ stieg erneut in den Charts, dieses Mal bis auf Platz 1 und hielt sich dort ganze elf Wochen. Bei den Brit Awards 2010 wurde die Platte schließlich hinter dem Album „(What‘s The Story) Morning Glory?“ von Oasis zum zweitbesten britischen Album der letzten dreißig Jahre gewählt.

Höhepunkte befinden sich einige auf der Scheibe. Meine Favoriten heißen „Writing To Reach You”, „The Last Laugh Of The Laughter”, „Slide Show” sowie der Hidden Track „Blue Flashing Light”. Alles vier Nummern, die besonders ins Ohr gehen und dort auch längerfristig nachzuhallen verstehen. Auf der zweiten CD zum zwanzigsten Jubiläum der Platte hört man Lieder, die stilistisch ähnlich denen der Originalplatte sind, jedoch qualitativ zumindest ein klein wenig dagegen abfallen. Ein wenig erinnern viele der Lieder auch an die 60er Jahre und der Einfluss der Beatles ist hier kaum überhörbar. Höhepunkt auf dieser zweiten Scheibe ist das kurze aber sehr schöne „Just The Faces Change“.

Fazit: Wer Brit Pop mag, wird auch „The Man Who“ von Travis lieben. Travis klingen deutlich weniger rau als Oasis, sind weicher, sanfter als die englischen Kollegen. Viele schöne und eingängige Melodien gibt es auf dem Album zu hören, welches niemals unentspannt klingt. Musik zum Entspannen und Träumen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Writing To Reach You, The Last Laugh Of The Laughter, Slide Show, Blue Flashing Light, Just The Faces Change



Sonntag, 11. Mai 2014

Travis – The Boy With No Name




Travis – The Boy With No Name


Besetzung:

Fran Healy – lead vocals, guitar, harmonica, piano
Andy Dunlop – guitar
Dougie Payne – bass guitar, backing vocals
Neil Primrose – drums


Gastmusiker:

Julia Stone – backing vocals (“Battleships”)
KT Tunstall – backing vocals (“Under The Moonlight”)
Manon Morris – harp (“Colder”)
Sarah Clarke – clarinet (“New Amsterdam”)
Joby Talbot – string arrangement (“Selfish Jean”)
Chris Worsey – cello (“Selfish Jean”)
Ian Burdge – cello (“Selfish Jean”, “Closer”, “Battleships” and “My Eyes”)
Zoe Martlew – cello (“Selfish Jean”)
Lucy Wilkins – violin (“Selfish Jean”)
Louisa Fuller – violin (“Selfish Jean”)
Helena Wood – violin (“Selfish Jean”)
Rick Koster – violin (“Selfish Jean”)
Richard George – violin (“Selfish Jean”)
Louisa Aldridge – violin (“Selfish Jean”)
Jonathan Hill – violin (“Selfish Jean”)
Darragh Morgan – violin (“Selfish Jean”)
Jeff Moore – violin (“Selfish Jean”)
Natalia Bonner – violin (“Selfish Jean”)
Adrian Smith – viola (“Selfish Jean”)
Reiad Chibah – viola (“Selfish Jean”)
John Metcalfe – viola (“Selfish Jean”, “Closer” and “My Eyes”)
Rachel Robson – viola (“Selfish Jean”)
Sally Herbert – string arrangement and violin (“Closer”, “Battleships” and “My Eyes”)
Everton Nelson – violin (“Closer” and “My Eyes”)
Calina De La Mare – violin (“Battleships”)
Oli Langford – viola (“Battleships”)


Label: Independiente Music Ventures


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Indie Pop


Trackliste:

1. 3 Times And You Lose (4:15)
2. Selfish Jean (4:01)
3. Closer (4:01)
4. Big Chair (4:08)
5. Battleships (4:12)
6. Eyes Wide Open (2:59)
7. My Eyes (4:09)
8. One Night (4:00)
9. Under The Moonlight (4:01)
10. Out In Space (3:36)
11. Colder (4:07)
12. New Amsterdam (2:37)
13. Sailing Away [Hidden Track] (3:31)

Gesamtspieldauer: 49:35




Ursprünglich wurde Travis mal als Brit-Pop-Band gehandelt, dann entwickelte sich die Band ein wenig mehr in die Indie-Pop Richtung. Trotzdem lassen sich die musikalischen Wurzeln der Band auch hier, auf dem fünften Album der Band mit dem Titel „The Boy With No Name” nicht ganz verleugnen.

Sehr eingängigen Indie-Pop bekommt der Hörer auf dem 2007 veröffentlichten Album geboten. Alles ist melodiös, alles klingt harmonisch und die Musik geht gleich beim ersten Anhören, ohne jegliche Umwege, sofort ins Ohr. Dieser Weg wird schon zu Beginn durch den Eingangstitel „3 Times And You Lose“ vorbereitet. Eine tolle, zunächst recht verträumte Nummer, bis der Titel dann ein wenig Fahrt aufnimmt und durch eine wunderschön klingende akustische Gitarre getragen wird. „3 Times And You Lose“ enthält all das, was man sich von einem sehr guten Pop-Song wünscht: Schöne, einnehmende Melodie, alles perfekt arrangiert und durchaus auch spannend umgesetzt.

Weitere Höhepunkte sind das etwas treibendere „Big Chair“. Hier kommt dem Bass eine tragende Rolle zu, der den Song nach vorne schiebt. Und natürlich besitzt auch diese Nummer wieder eine sehr harmonische Melodie. Ebenfalls überaus gelungen ist Titel Nummer 9, „One Night”, selbige Zutaten, gleiches Ergebnis. Das ist Musik zum Entspannen und Genießen. Und dann ist da noch ein Lied, welches auf dem Cover jedoch gar nicht vermerkt ist, da es sich hierbei um einen sogenannten „Hidden Track“ handelt. Diese versteckten Songs nerven eigentlich immer, weil man sich fragt, was das soll. Hier ist das Ganze sogar noch ein wenig ärgerlicher, da „Sailing Away“ wahrlich überaus gelungen ist. Ein fröhliches Lied, welches Gute Laune produziert. Man muss gar nicht extra erwähnen, dass auch hier die Melodie und so weiter…

Fazit: Ein schönes und ruhiges Album ist „The Boy With No Name” geworden. Dem ein oder anderen ist das alles vielleicht ein wenig zu weichgespült, aber sowohl zum Nebenbeihören, als auch zum Genießen mit Kopfhörern auf einem bequemen Sofa bestens geeignet. Ein unaufgeregtes Entspannungsalbum. Zehn Punkte.

Anspieltipps: 3 Times And You Lose, One Night, Sailing Away