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Sonntag, 18. Januar 2015

Beatsteaks – Boombox




Beatsteaks – Boombox


Besetzung:

Arnim Teutoburg-Weiß – Gesang, Gitarre
Bernd Kurtzke – Gitarre, Gesang
Peter Baumann – Bass, Gitarre, Gesang
Torsten Scholz – Bass, Gesang
Thomas Götz – Schlagzeug, Gesang


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Fix It (2:56)
2. Milk & Honey (3:04)
3. Cheap Comments (3:17)
4. Let's See (2:55)
5. Bullets From Another Dimension (2:40)
6. Under A Clear Blue Sky (3:22)
7. Access Adrenalin (3:15)
8. Behaviour (1:13)
9. Automatic (4:54)
10. Alright (2:20)
11. House On Fire (3:51)

Gesamtspieldauer: 33:52




Das sechste Album der Berliner Band Beatsteaks erschien im Jahr 2011 unter dem Namen „Boombox“. Und wie das nun mal so ist, wenn eine Band einen Stilwechsel vollzieht – und diesen haben die fünf Berliner durchaus vollzogen – dann gibt es viele alte Fans, die sich entsetzt von dieser neuen und anderen Musik abwenden. Dann finden sich Hörer und Fans, die diesen Schritt mitgehen und begeistert sind. Wieder andere Hörer werden schließlich erst durch diesen Stilwechsel auf die Band aufmerksam und stoßen zur Fangemeinde hinzu. Die beiden letztgenannten Gruppen überwogen bei den Beatsteaks und ihrem Album „Boombox“ offensichtlich deutlich, denn dieses kletterte bereits nach kurzer Zeit auf Platz 1 der Album-Charts in Deutschland.

An Stellen, an denen man vorher Punk in der Musik der Beatsteaks hörte, klingt es jetzt mitunter manchmal fast schon poppig. Die Lieder sind sehr viel eingängiger geworden, gehen bereits beim ersten Hören durchaus ins Ohr und schaffen es auch, dort länger zu verbleiben. Irgendwo habe ich mal über dieses Album gelesen, dass es experimentierfreudiger wäre, als die vorherigen Platten. Das kann man so nicht bestätigen, wie ich finde. Was man aber festhalten kann ist, dass die Band ein klein wenig konventioneller geworden ist, durchaus auch radiotauglicher, was nichts Negatives bedeuten soll. Die Titel treffen nun eben einfach schneller, wirken mehr nach. Klar, dass damit Fans der ersten Stunde der Band so ihre Schwierigkeiten haben. „Boombox“ spaltet eben ein wenig.

Nicht unerwähnt darf hier allerdings auch wieder die kurze Laufzeit der Platte bleiben. Ist irgendwie in der heutigen Zeit ein Unding, Alben mit gerade mal einer halben Stunde Laufzeit auf den Markt zu bringen. Es ist auch nicht so, dass einem die CD deswegen preislich hinterhergeschmissen wird. Mich nervt so etwas sehr.

Fazit: Die Beatsteaks haben sich weiterentwickelt. Für mich durchaus in eine interessantere Richtung. Die "harten" Töne sind auch nicht ganz verschwunden. Aber sie sind rarer geworden, was durch das Einbringen etwas gemäßigterer und manchmal auch poppiger Akzente durchaus für etwas mehr Abwechslung sorgt. Die Beatsteaks werden nie meine Lieblingsmusik produzieren, schlecht finde ich das aber auch nicht (mehr). Zehn Punkte.

Anspieltipps: Under A Clear Blue Sky, Automatic, House On Fire



Samstag, 3. Januar 2015

Beatsteaks – Limbo Messiah




Beatsteaks – Limbo Messiah


Besetzung:

Arnim Teutoburg-Weiß – lead vocals
Bernd Kurtzke – guitar, background vocals
Peter Baumann – bass, guitar, background vocals
Torsten Scholz – bass
Thomas Götz – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Punk, Alternative


Trackliste:

1. As I Please (2:35)
2. Jane Became Insane (2:45)
3. Sharp, Cool & Collected (2:12)
4. Meantime (2:30)
5. Demons Galore (2:51)
6. Cut Off The Top (3:13)
7. Bad Brain (2:38)
8. She Was Great (2:46)
9. Soljanka (3:54)
10. Hail To The Freaks (3:13)
11. E-G-O (2:43)

Gesamtspieldauer: 31:24




„Limbo Messiah“ nannten die fünf Berliner Musiker von den Beatsteaks ihr fünftes Album, welches 2007 veröffentlicht wurde. So eine Mischung aus Punk und Alternative Rock präsentieren die Beatsteaks hier ihren Hörern. Dabei geht es durchaus auch mal handfester zur Sache, was dem geneigten Rock-Freund jedoch sicherlich nicht die Schweißperlen des Entsetzens auf die Stirne treiben wird. Genau für diese Hörer ist die Platte wohl auch prädestiniert, denn so ein Song wie „She Was Great“, der hier eine ganz andere, fast schon swingend funkige Stimmung aufweist, bildet da die Ausnahme – und wirkt in diesem Kontext auch ein wenig wie ein Fremdkörper. Jemand anderes mag dazu vielleicht auch Auflockerung sagen.

Die Beatsteaks sind eine tolle Live-Band und da mag diese Musik noch sehr viel mehr zünden. Die Rhythmen ziehen einen förmlich mit, der Groove steckt in jedem Takt. Zum Ausflippen also bestens geeignet. Die Melodie spielt dabei zunächst erst Mal nicht die ganz große Rolle und wird einem erst gewahr, wenn man die Scheibe einige Male durchgehört hat. Alles wird deutlich vertrauter und wirkt dann auch – unabhängig von der zum Teil vorhandenen Härte beziehungsweise Schnelligkeit – sogar sehr melodiös. Ein großes Manko hat die Platte allerdings. Wieder mal, muss man ja fast schon sagen. Im letzten Jahrtausend war es durchaus Usus, Alben zu veröffentlichen, die eine Laufzeit zwischen dreißig und vierzig Minuten besaßen. Das lag an den technischen Voraussetzungen. Viel mehr passte auf eine Schallplatte eben nicht drauf. Nun sind wir allerdings im 21. Jahrhundert angekommen – und das schon eine ganz schön lange Zeit. Im Jahre 2007 eine Platte zu veröffentlichen, die gerade eine Laufzeit von etwas über dreißig Minuten aufweist, finde ich gelinde gesagt „gewagt“. Dies könnte man allerdings auch noch anders umschreiben…

Fazit: Punk- und Rock-Freunde werden dieses Album lieben. Auf „Limbo Messiah” befindet sich alles, was das Herz dieser Musikhörer höher schlagen lässt. Die Musik der Beatsteaks wirkt noch ein wenig besser, wenn sie live gespielt wird. Aber auch mit Kopfhörern beim Joggen bewirkt sie, dass man noch mal alles aus seinem Körper herausholt – und sei der Berg noch so steil, die Beatsteaks treiben einen an. Trotzdem keine gute, sondern nur eine durchschnittliche Bewertung, da die Laufzeit wirklich viel zu kurz ausgefallen ist. Acht Punkte.

Anspieltipps: Jane Became Insane, Cut Off The Top, E-G-O



Mittwoch, 5. Juni 2013

Beatsteaks – Smack Smash




Beatsteaks – Smack Smash


Besetzung:

Torsten Scholz – bass
Thomas Götz – drums, backing vocals
Bernd Kurtzke – guitar left, backing vocals
Peter Baumann – guitar right, backing vocals
Armin Teutoburger-Weiß – vocals, guitar center


Label: Epitaph Europe


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Punk Rock


Trackliste:

1. Big Attack (2:24)
2. Vision (2:49)
3. Ain't Complaining (2:48)
4. Hello Joe (3:29)
5. Hand In Hand (2:41)
6. Monster (2:02)
7. Everything (3:09)
8. I Don't Care As Long As You Sing (3:35)
9. Atomic Love (2:33)
10. Loyal To None (1:28)
11. What's Coming Over You (3:15)
12. My Revalation (1:45)

Gesamtspieldauer: 31:58




Okay; jetzt gehe ich das hier mal ganz pragmatisch an. Eine deutsche Band macht Punk! An sich garantiert nichts Schlechtes, denn auch dem Punk kann ich manchmal was abgewinnen. Dass dieses Album von gerade Mal einer halben Stunde Spieldauer dann jedoch für knapp 20 Tacken zum Verkauf angeboten wird, das geht mir dann schon ein wenig mehr auf den Zeiger - muss ich zugeben.

Aber auch noch nicht schlimm, denn die Musik könnte ja diese Investition wert sein. Jetzt komme ich aber auch noch aus einer ganz anderen Richtung, wer diese Seiten ein wenig verfolgt, der merkt, dass mich eher die progressiveren, anspruchsvolleren Sounds ansprechen. Was die Beatsteaks hier auf dieser halben Stunde abliefern, hat damit allerdings natürlich überhaupt nichts zu tun. Respekt dafür, dass man in dieser kurzen Spielzeit allerdings zwölf Songs unterbringen kann.

Okay, das was Arndt, Simon und ich hier schreiben ist nie objektiv, ist immer subjektiv. Ich bin auch der festen Meinung, dass man Musik gar nicht objektiv beurteilen kann. Mit der Ausnahme vielleicht, dass eine Band mal etwas völlig Neues erschafft, einen neuen Sound kreiert, etwas bietet, was das Ohr des Musikhörers bisher so noch nicht gehört hat (schwierig im 21. Jahrhundert - zugegeben). Aber wenn dem so wäre, dann sollte man seine Subjektivität ganz stark überdenken, beziehungsweise sie wäre in diesem Fall definitiv nicht mehr angebracht.

Das, was ich hier auf „Smack Smash“ höre, das habe ich bereits bei den Sex Pistols wahrgenommen. In einer abgewandelten Form zwar, aber die Botschaft war durchaus dieselbe. Ich finde hier nichts Interessantes oder etwas, was mich packen würde. Eher ist das für mich langweilig, laut und einfallslos. Wenn ich dann natürlich die Rezensionen in diversen Foren lese, dann bin ich im völlig falschen Bus, dann übersehe ich hier sehr viel. Mag sehr gut sein, dass ich das nur falsch sehe und einfach nicht das Tolle an dieser Musik erkennen kann. Trotzdem aber irgendwie nicht meine Mucke, mich langweilt das was ich da zu hören bekomme - nein noch schlimmer, mich nervt es sogar.

Fazit: Für Punk-Freaks wohl genau das Richtige, was die fünf Berliner da auf eine Scheibe zaubern – auch wenn ich sie viel zu kurz finde. Für mich ist das viel Geschrei, ohne Melodie, mit Texten, die mir fast schon wehtun. Aber noch mal, das ist meine ganz persönliche Meinung. Die fünf Musiker mögen sehr nette Typen sein und gute Musik für viele Menschen hier im Land machen – jedoch definitiv nicht für mich. Allerdings „Hello Joe“ finde sogar ich ganz gut. Ehrlich! Vielleicht aber auch deshalb, weil es so untypisch ist für dieses Album.  Sechs Punkte.

Anspieltipps: Hello Joe