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Donnerstag, 31. Mai 2018

Yanni – Romantic Moments




Yanni – Romantic Moments


Besetzung:

Yanni – keyboards, piano


Gastmusiker:

Charlie Adams – acoustic, electronic drums & percussion
Mona Lisa Young – vocals on „Song For Antarctica“


Label: BMG International


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Instrumental Pop, New Age


Trackliste:

1. Reflections Of Passion (4:36)
2. Santorini (4:35)
3. After The Sunrise (4:39)
4. True Nature (4:31)
5. Almost A Whisper (3:09)
6. Swept Away (5:09)
7. The Mermaid (3:49)
8. Flight Of Fantasy (5:41)
9. Secret Vows (3:59)
10. Acroyali (5:07)
11. Song For Antarctica (4:23)
12. Marching Season (5:36)
13. Sand Dance (5:09)
14. In The Mirror (3:55)
15. Paths On Water (3:52)

Gesamtspieldauer: 1:08:18



Der griechische Musiker Yiannis Chryssomallis, kurz Yanni, steht für in das Genre New Age hineinreichende Instrumentalmusik. Bisher wurden von ihm seit 1984 siebzehn Studio-Alben veröffentlicht. Live Alben sind es zweiundzwanzig an der Zahl und derer gleich fünfundzwanzig Kompilationsalben. Die Platte „Romantic Moments“ ist das dritte Best-Of-Album des Griechen und wurde im Jahr 1992 auf dem Plattenlabel BMG veröffentlicht.

Auf „Romantic Moments“ hört man, wie könnte es bei diesem Titel auch anders sein, überwiegend sehr sanfte und eingängige Instrumentalmusik, dominiert vom Keyboard des Yanni. Das Piano spielt ebenfalls eine Rolle, allerdings nicht mit dieser Dominanz des Keyboards. Die Titel sind durchaus im New Age Bereich angesiedelt, besitzen allerdings alle mehr als „lediglich“ Atmosphäre, sondern verfügen über eine Melodie. Dazu pulsiert manchmal auch ein elektronisches Schlagzeug, sodass die Musik auch ganz treffend mit Instrumental Pop umschrieben werden kann.

Besonders interessant ist das alles nicht, solche Musik hört man auch in Fahrstühlen oder Kaufhäusern als Hintergrundmusik. Das tut niemandem weh, allerdings fällt es auch sehr schwer, sich für die Klänge zu begeistern. Allzu oft klingt das wahrlich unglaublich langweilig und nur wenige Titel lassen einen zumindest mal kurz aufhorchen. Auf „Romantic Moments“ Höhepunkte zu finden ist deshalb einigermaßen schwer, da es irgendwie keine gibt. „Song For Antarctica“ klingt zumindest ein wenig anders, da bei diesem Titel Mona Lisa Young ein paar gesangliche „Aaahs“ und „Ooohs“ dazusteuert. Der darauffolgende Titel „Marching Season“ klingt dann sehr eingängig und zieht sogar mal das Tempo etwas an. Und so könnte man noch das ein oder andere „ganz netten“ Lied an dieser Stelle mit anführen, aber Höhepunkte? Nein, Höhepunkte gibt es trotzdem nicht – andererseits tut auch absolut nichts auf „Romantic Moments“ weh, klingt höchstens mal etwas peinlich, wenn das synthetische Schlagzeug zu dominant klingt. Das Ganze ist insgesamt allerdings eher etwas langweilig und langatmig geraten.

Fazit: Eine poppige New Age Platte ist das Kompilationsalbum „Romantic Moments“ des Griechen Yanni geworden. Zumeist ist die Atmosphäre auf dem Album eine ruhige. Ab und an wird das Tempo allerdings auch moderat angezogen. Alle Titel verfügen über eine Melodie, sind nie rein sphärisch gehalten. Diese Melodien wissen allerdings kaum zu packen, zünden nicht. Hauptsächlich bleibt das Ganze langweilige Hintergrundmusik. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Reflections Of Passion, Marching Season, In The Mirror



Samstag, 9. Dezember 2017

Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise




Vangelis – 1492 - Conquest Of Paradise


Besetzung:

Vangelis – all instruments


Gastmusiker:

Bruno Manjarres – spanish guitar, voices
Pepe Martinez – spanish guitar, voices
Francis Darizcuren – mandolin, violin
Didier Malherbe – flutes
Guy Protheroe – vocals
English Chamber Coir


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Soundtrack, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Opening (1:22)
2. Conquest Of Paradise (4:48)
3. Monastery Of La Rábida (3:38)
4. City Of Isabel (2:16)
5. Light And Shadow (3:46)
6. Deliverance (3:28)
7. West Across The Ocean Sea (2:53)
8. Eternity (1:59)
9. Hispañola (4:56)
10. Moxica And The Horse (7:06)
11. Twenty Eighth Parallel (5:14)
12. Pinta, Niña, Santa María (Into Eternity) (13:20)

Gesamtspieldauer: 54:52




„1492 - Conquest Of Paradise“ ist das vierundzwanzigste Album des griechischen Komponisten Evangelos Odysseas Papathanassiou, der den meisten wohl eher unter seinem Künstlernamen Vangelis bekannt sein dürfte. Gleichzeitig ist das Album der neunte Soundtrack, den Vangelis zu einem Film beisteuerte und veröffentlichte. Auf „1492 - Conquest Of Paradise“ arbeitete Vangelis erneut mit Regisseur Ridley Scott zusammen, für dessen Film „Blade Runner“ aus dem Jahr 1982 er ebenfalls den Soundtrack komponierte. Der Soundtrack und die im Film verwendete Musik unterschieden sich im Falle von „1492 - Conquest Of Paradise“ jedoch deutlich.

„1492 - Conquest Of Paradise“ klingt sehr intensiv, zum Teil auch fast schon martialisch. Das bekannteste Lied des Soundtracks dürfte das Titellied „Conquest Of Paradise“ sein. Genau wie der Film wenig Zuschauer anlockte, so verkaufte sich auch der Soundtrack zunächst wenig erfolgreich. Das änderte sich allerdings, als der deutsche Boxer Henry Maske das Lied „Conquest Of Paradise“ Ende des Jahres 1994 für den Einmarsch in den Ring bei einem seiner Weltmeisterschaftskämpfe verwendete. Das Lied stand danach elf Wochen lang auf Platz Eins der deutschen Single-Charts. Im Sog dieses Erfolgs verkaufte sich nun auch das ganze Soundtrack-Album deutlich besser.

Die Musik ist oftmals dicht, seltener klingt es auch mal sphärischer. Jedes Lied auf der Platte geht gut ins Ohr, ist melodiös und eingängig gehalten. Man kann die einzelnen Stücke auch ganz herausgelöst aus dem Gesamtzusammenhang hören, da sie sehr wohl einzeln wirken. Im weiteren Verlauf der Platte klingt es dann allerdings manchmal etwas experimenteller, was wohl daran liegt, dass die entsprechenden Bilder zu den filmischen Szenen nicht gesehen werden können. Trotzdem lässt sich alles – im Gegensatz zu manch anderem Soundtrack – auch gut ohne bildliche Untermalung anhören. Die Musik klingt intensiv und wirkt.

Fazit: „1492 - Conquest Of Paradise“ ist ein Soundtrack-Album zum gleichnamigen Film. Die Musik vom griechischen Komponisten Vangelis klingt dicht gepackt und wirkt auch ohne den Film, dessen musikalische Untermalung sowieso stark vom Soundtrack abweicht. Berühmtestes Lied ist jenes, welches der Boxer Henry Maske zu seinem Einlauflied auserkor, das Titellied „Conquest Of Paradise“. Acht Punkte.

Anspieltipps: Conquest Of Paradise, Monastery Of La Rábida



Montag, 1. Juli 2013

Vangelis – Chariots Of Fire




Vangelis – Chariots Of Fire


Besetzung:

Vangelis – all instruments


Label: Polydor Ltd.


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Soundtrack, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Titles (3:33)
2. Five Circles (5:20)
3. Abraham's Theme (3:20)
4. Eric's Theme (4:18)
5. 100 Metres (2:04)
6. Jerusalem (2:47)
7. Chariots Of Fire (20:41)

Gesamtlaufzeit: 41:58




Für den Soundtrack zu „Chariots Of Fire“ hat Vangelis 1981 einen Oskar für die beste Filmmusik erhalten. Und das kann man für den Titel „Titels“ auch sehr gut nachempfinden. Das ist die Stunde des Siegers. Hier vereinigt die Musik all das, was an Emotionen in dem Moment aus einem herausbricht, wenn man als erstes die Ziellinie überquert, das entscheidende Tor geschossen hat, im Bewusstsein ist, den weitesten Sprung gelandet zu haben. Wahrlich ein tolles Lied, welches auch immer wieder in den verschiedensten Dokumentationen seinen Einsatz findet.

Nun und der Rest? Der ist meist sehr sphärischer Natur, gut gemacht natürlich und Atmosphäre transportierend. Was aber unterscheidet diese Songs, die weniger auf eine ultraeingängige Melodie, sondern mehr auf die Stimmung an sich ihren Fokus legen, von der Musik anderer Vertreter dieses Genres? Nicht allzu viel. Auch hier wirkt alles auf den Hörer und ist in sich stimmig. Atmosphärische Stimmungsmusik, zweifellos. Ein wenig melodiöser vielleicht als jene, die zum Beispiel Klaus Schulze oder Tangerine Dream zumeist produzieren. Aber in diese Klangwelten einzutauchen, das gelingt dem Konsumenten auch hier ohne weiteres. Im letzten Titel „Chariots Of Fire“ wird das Thema aus „Titels“ nochmals aufgenommen und ausgeweitet, es klingt ein wenig nach klassischer Musik. Schön gemacht, wahrlich fast schon eine Suite, die auf jeden Fall wirkt und beim Hörer auch nachhallt. Gut gemachte Instrumentalmusik, die Assoziationen aufkommen lässt - aber das musikalische Thema, das hatten wir ja bereits.

Fazit: „Titels“ möchte ich wahrlich nicht mehr missen. Und auch das Lied „Chariots Of Fire“ hat seine Stärken, sodass dieses Album für all diejenigen eine gute Abschaffung darstellt, die Instrumentalmusik lieben, die dann auch noch zusätzlich klassisch angehaucht ist. Nichts anderes stellt nämlich vor allem die Nummer „Chariots Of Fire“ mit seinen Pianopassagen dar. Schöne Musik zum Träumen, aber auch bestens geeignet, wenn man mal seine Dias vertonen will oder eine Powerpoint-Präsentation aufzufrischen versucht. Neun Punkte.

Anspieltipps: Titles, Chariots Of Fire






Samstag, 13. April 2013

Aphrodite’s Child – 666




Aphrodite’s Child – 666


Besetzung:

Vangelis Papathanassiou – organ, piano, flute, percussion, vibes & various others, vocal backing
Demis Roussos – bass, vocal backings, lead vocal on “The Four Horsemen”, “Babylon” & “Hic Et Nunc”
Lucas Sideras – drums, vocal backings, lead vocal on “The Beast” & “Break”
Silver Koulouris – guitars & percussion


Gastmusiker:

Harris Halkitis – bass, tenor saxophone, conga drums, backing vocal
Michel Ripoche – trombone, tenor saxophone on “Babylon” & “Hic Et Nunc”
John Forst – narration
Yannis Tsarouchis – greek text
Irene Papas – vocal on “∞”


Label: Polygram International


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Progressive Rock


Trackliste:


CD1:

1. The System (0:24)
2. Babylon (2:48)
3. Loud, Loud, Loud (2:43)
4. The Four Horsemen (5:53)
5. The Lamb (4:35)
6. The Seventh Seal (1:31)
7. Aegian Sea (5:23)
8. Seven Bowls (1:29)
9. The Wakening Beast (1:12)
10. Lament (2:45)
11. The Marching Beast (2:01)
12. The Battle Of The Locusts (0:56)
13. Do It (1:44)
14. Tribulation (0:32)
15. The Beast (2:26)
16. Ofis (0:15)

Gesamtspieldauer CD1: 36:35


CD2:

1. Seven Trumpets (0:35)
2. Altamont (4:34)
3. The Wedding Of The Lamb (3:39)
4. The Capture Of The Beast (2:17)
5. ∞ (5:15)
6. Hic And Nunc (2:56)
7. All The Seats Were Occupied (19:21)
8. Break (2:59)

Gesamtspieldauer CD1: 41:35

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 1:18:11




Aphrodite’s Child war eine griechische Band, die von 1968 bis 1972 existierte und mit ihrem dritten und letzten Album, welches thematisch die Offenbarung des Johannes behandelt, eine Platte mit progressiver Rockmusik veröffentlichte. Zum Line-Up der Band zählten unter anderem Vangelis Papathanassiou der später, lediglich betitelt mit seinem Vornamen, sehr erfolgreiche Filmmusik sowie Musik, die zum New Age gerechnet werden kann, veröffentlichte. Am Bass sowie bei einigen Titeln als Sänger ist hier Demis Roussos zu hören, der ebenfalls nur wenige Jahre nach Aphrodite’s Child, mit deutschen Schlagern wie „Goodbye, My Love, Goodbye“ einige Hits verzeichnen sollte.

Die Musik auf „666“ ist wahrlich progressiv und was sie auf diesem Doppelalbum so einmalig macht, ist die Spannbreite der Sounds, die hier wiedergegeben werden und trotzdem alle in sich geschlossen zusammenpassen. Da gibt es ganz sphärische Abschnitte, gefolgt von rockigen Parts, die sich gegenseitig umspielen und ergänzen. Dabei ist nicht alles immer sehr melodisch gehalten. Experimentelle Sounds, die einiger Eingewöhnungszeit bedürften, findet man auf „666“ genauso, wie die wunderschöne Melodie, die sich sofort im Ohr festsetzt. So stellt „666“ eine Art musikalischen Film dar, den man am besten hintereinander und im Ganzen genießen sollte, so entwickeln die einzelnen Abschnitte am besten ihre Ausdruckskraft und ihre Faszination.

Das bekannteste Stück des Albums ist wohl „The Four Horsemen“, bei dem man Demis Roussos am Gesang hören kann. Eine sehr eingängige Nummer, die einen unglaublich treibenden Refrain beinhaltet. Auch „Altamont“ weiß zu überzeugen, wenn hier auch der Gesang mit seinem „bahmabab“ und „goanabab“ zunächst recht gewöhnungsbedürftig erscheint. Richtiggehend orientalisch klingt es dann bei „The Wedding Of The Lamb“. Aber auch dieses Stück reiht sich perfekt in das Gesamtbild dieses Albums ein. Zwar gibt es nichts wirklich rein Experimentelles auf „666“ (okay, nehmen wir mal „∞“ von dieser Regel aus, denn beim Hören dieses „Songs“ wird jeder die Blicke anderer auf sich ziehen. Versprochen!), einige Songs, meist die sehr kurz gehaltenen, sind allerdings Klang- und Soundkollagen, die hauptsächlich eine irgendwie geartete, vor allem gedrückte Stimmung wiedergeben. Auf vielen der Titel wird auch nicht gesungen, sondern es werden Stimmungen produziert, die die Offenbarung des Johannes untermalen sollten. So lebt das Album hauptsächlich von der Atmosphäre, die es zu verströmen in der Lage ist und eben von seiner Vielfältigkeit. Diese wird dann im längsten Stück der Platte „All The Seats Were Occupied“ auch noch mal ausgiebig ausgelebt. Immer wieder werden Schnipsel der bereits gehörten Stücke mit integriert und es entwickelt sich ein Stück, auf welches das Siegel „Progressive Rock“ nicht besser passen könnte. Ein Erlebnis.

Fazit: Für mich ist „666“ deshalb so gelungen, da es so vielschichtig, so abwechslungsreich ist. Mit Sicherheit gibt es eingängigere und melodiösere progressive Musik, jedoch schafft es Vangelis hier, der die Musik hauptsächlich geschrieben hat, innerhalb weniger Augenblicke die Stimmung völlig zu verkehren, den Hörer vom Himmel hin in die Apokalypse zu stürzen. Spannend ist das allemal, allerdings wohl wirklich nur etwas für diejenigen Menschen, die mit progressiver Rockmusik auch etwas anzufangen wissen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Four Horsemen, All The Seats Were Occupied, Break