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Samstag, 24. Juni 2017

Johnny Warman – From The Jungle To The New Horizons




Johnny Warman – From The Jungle To The New Horizons


Besetzung:

Johnny Warman – guitar, synthesizer, drums


Gastmusiker:

Tony Levin – chapman stick, bass
Jerry Marotta – drums, synthesizer
Vic Coppersmith – drums, percussion, vocals
Chris Payne – synthesizer
Andy Clark – synthesizer, piano, electric viola
Kiki Dee – vocals


Label: The Rocket Record Company


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. From The Jungles To The New Horizons (7:49)
2. King Robot (3:36)
3. Looking Back (3:58)
4. China's Moving (West) (6:04)
5. I Love My Planet (4:30)
6. (United) The State Of America (5:22)
7. Flying Out Of Windows (4:17)
8. Dream, Dream, Dream (3:53)
9. Y.C. (1:21)

Gesamtspieldauer: 40:50




„From The Jungle To The New Horizons“ heißt das dritte und damit bereits letzte Solo-Werk des Johnny Warman. Im Jahr 1982 wurde das Album auf dem Label The Rocket Record Company veröffentlicht und enthält eine Mischung aus Rock und Pop, immer noch mit einem oftmals dominierenden Keyboard beziehungsweise Synthesizer ausgestattet, jedoch längst nicht mehr so im Synthie-Pop verwurzelt, wie noch der Vorgänger „Walking Into Mirrors“, welcher ein Jahr zuvor veröffentlicht worden war.

Auf „From The Jungle To The New Horizons“ hört man überaus eingängigen und melodiösen Rock bis Pop, dem durchaus auch diese gewisse Nachhaltigkeit innewohnt. „China's Moving (West)“, „I Love My Planet“, „(United) The State Of America“, „Flying Out Of Windows“ oder „Dream, Dream, Dream“ sind alles Lieder, die einen Ohrwurmcharakter aufweisen, die sich bereits mit dem ersten Mal des Hörens im Ohr festzusetzen verstehen und dort auch längerfristig verweilen. Im Grunde genommen hätte ich allerdings auch die restlichen Stücke an dieser Stelle mit erwähnen können, denn „From The Jungle To The New Horizons“ überzeugt vom ersten Takt an, bis hin zum letzten Akkord. Lediglich der Titel „Looking Back“, der wohl irgendwie besonders funky klingen soll, fällt da sogar deutlich ab. Allerdings ist dies wirklich der einzige Ausfall auf „From The Jungle To The New Horizons“. Abgerundet wird die Musik dabei noch durch intelligente und auch nachdenkliche und kritische Texte, die sich ebenfalls lohnen mitverfolgt zu werden.

Viel Erfolg war Johnny Warman mit dem Album seltsamerweise allerdings nicht beschieden. Ohne anbiedernd zu klingen, enthält „From The Jungle To The New Horizons“ Musik die begeistert und einfach Spaß macht. Durchsetzen konnte sich die Musik des Johnny Warman jedoch trotzdem nicht, sein Plattenvertrag lief ebenfalls aus bei The Rocket Record Company und der gebürtige Londoner verlegte sich von nun an auf das Songwriting für andere Künstler. Mit dem neuen Jahrtausend scheint er sich dann sogar völlig aus dem Musikgeschäft zurückgezogen zu haben.

Fazit: Wer auf melodischen Pop bis Rock steht, die oder der sollte unbedingt mal in „From The Jungle To The New Horizons“ hineinhören. Leider scheint die Platte im Moment nur sehr schwer zu bekommen zu sein, es werden dafür im Moment Mondpreise verlangt. Sollte es eine Neuauflage geben, kann man hier als Freundin oder Freund melodiösen Rocks ohne Sorge zugreifen. Sehr schade, dass die kurze Solo-Karriere des Johny Warman bereits mit diesem Album im Jahr 1982 endete. Elf Punkte.

Anspieltipps: China's Moving (West), (United) The State Of America, Dream Dream Dream



Sonntag, 14. September 2014

Johnny Warman – Walking Into Mirrors




Johnny Warman – Walking Into Mirrors


Besetzung:

Johnny Warman – vocals and guitar


Gastmusiker:

Jerry Marotta – drums
Dave Lawson – keyboard and sequencers
Larry Fast – synthesizer effects and keyboards
John Giblin – bass guitar
Tony Levin – chapman stick and fretless bass
Peter Gabriel – accompanying vocals, chants, screaming on “Screaming Jets”


Label: Angel Air


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Synthie Pop, Pop


Trackliste:

1. Walking Into Mirrors (3:39)
2. Radio Active (3:41)
3. Searchlights (2:58)
4. Martian Summer (4:46)
5. Screaming Jets (5:24)
6. Three Minutes (4:04)
7. Will You Dance With Me? (3:18)
8. (Sos) Sending Out Signals (3:21)
9. Dancing Dolls (3:49)
10. Fantasic Light (6:19)


Bonus Tracks: 

11. American Machines (3:28)
12. Automatic Kids (3:23)
13. King Robot (2:59)
14. Future Fun (Live) (2:29)
15. Here Come The Reds (2:35)
16. Golden Lions (4:05)

Gesamtspieldauer: 1:00:18




Wer mal typischen Synthie Pop der 80er Jahre hören möchte, der wird mit „Walking Into Mirrors“ von Johnny Warman sehr gut bedient. Das ist eindeutig Musik dieses Jahrzehnts und zwar der frühen 80er Jahre, zu einem Zeitpunkt, an dem man noch nicht wusste, wo die Reise genau hingehen wird. Progressive Rock war „out“, Punk war „in“. Nun und dann gab es jede Menge Bands, die meist mit einem kleinen Casio-Gerät plötzlich weltweit Aufmerksamkeit erregten. New Wave und auch die Neue Deutsche Welle waren geboren.

Johnny Warman hat nicht nur einen kleinen Synthesizer zum Umsetzen seiner Musik benutzt, sondern eine ganze Band. Trotzdem ist es Synthie-Pop in sehr ausgeprägter Form geworden, auch wenn Peter Gabriel hier auf einem Lied mitwirkt. Und da sind wir jetzt auch schon bei dem Höhepunkt der gesamten Platte, „Screaming Jets“. Diese Nummer ist eindeutig das Highlight auf „Walking Into Mirrors“. Natürlich für Peter Gabriel Fans sowieso, allerdings auch für diese Platte. Eingängig, auch rockig, dieses Mal nur in den Randbereichen Synthie Pop, ein wahrlich überzeugendes Lied. Den Song hatte Johnny Warman innerhalb von 25 Minuten geschrieben, nachdem er sich den Film „Apocalypse Now“ angesehen hatte. 250 britische Pfund zahlte Johnny Warman Peter Gabriel für seinen Gastauftritt, die besten 250 Pfund, die er jemals investiert hat, wie er später meinte.

Nun, dieser Titel ist sicherlich der Höhepunkt des Albums. Allzu viel mehr hörenswertes befindet sich leider allerdings nicht auf der Platte. Der ganze Rest klingt so etwas von künstlich, auch wenn es da mal so eingängige Titel wie „(Sos) Sending Out Signals“ oder, zumindest zum Teil, Reggae Nummern wie „Dancing Dolls“ gibt .Und noch einen Titel möchte ich ausnehmen, das ist das letzte Lied der Platte „Fantasic Light“. Das klingt trotz seiner Synthesizer-dominierten Art sehr eingängig und immer wieder hörbar. Das war es dann aber endgültig. Kommen wir zu den Zugaben. Die Nummern reihen sich sehr gut stilistisch in den Rest der Platte ein. Das war es dann aber auch schon. Sicherlich ganz nett, wenn man denn Johnny Warman Fan ist, wegen der Vollständigkeit. Aber wer ist schon Johnny Warman Fan?

Fazit: Das Lied mit Peter Gabriel ist überzeugend. Sehr sogar. Der Rest deutlich weniger und entspricht zum Teil sogar sehr oberflächlicher Musik der 80er Jahre. Johnny Warman konnte allerdings wirklich gute Musik machen, zumindest hat er das mit dem nächsten Album gezeigt – jedoch nicht mit diesem. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Screaming Jets, Fantastic Light