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Mittwoch, 1. Februar 2017

Eric Burdon & The Animals – Good Times




Eric Burdon & The Animals – Good Times


Besetzung:

Ohne weitere Angaben


Label: Polystar


Erscheinungsdatum: 1990 (Aufnahmen von 1964 bis 1968)


Stil: Rock, Pop, Psychedelic Rock


Trackliste:

1. House Of The Rising Sun (4:29)
2. Good Times (2:55)
3. Hey Gyp (3:50)
4. When I Was Young (3:00)
5. I'm An Animal (5:34)
6. Ring Of Fire (4:43)
7. See See Rider (4:03)
8. San Franciscan Nights (3:22)
9. To Love Somebody (7:20)
10. Don't Let Me Be Misunderstood (2:20)
11. Winds Of Change (3:54)
12. Sky Pilot (7:31)
13. Don't Bring Me Down (3:18)
14. We Gotta Get Out Of This Place (3:15)
15. Paint It Black (6:09)
16. River Deep Mountain High (7:23)
17. It's My Life (3:07)
18. Closer To The Truth (4:24)

Gesamtspieldauer: 1:27:42




Eric Burdon hat ein Solowerk veröffentlicht, was dementsprechend unter seinem Namen, „Eric Burdon“, erschien. Dann gab es auch noch drei Veröffentlichungen unter dem Namen „The Eric Burdon Band“. Eine unter „Eric Burdon & Jimmy Witherspoon“, drei weitere unter der Überschrift „Eric Burdon & War“. Und schließlich veröffentlichte Eric Burdon in den Jahren 1964 bis 1968 insgesamt sechs Studioalben mit „Eric Burdon & The Animals“. Dort divergierte der Bandname auch etwas und in den USA wurden aus diesen sechs Studio-Platten gleich ganze zehn Scheiben, aber das spielt hier keine sonderliche Rolle. „Good Times“ ist eines der ebenfalls zahlreichen „Best Of-Alben“, die mit der Musik des Eric Burdon erschienen sind – in diesem Fall eben aus seinen Veröffentlichungen mit den Animals.

Diese Zusammenstellung, die bei der Veröffentlichung eine Doppel-LP war und aufgrund der technischen Begrenzung der Gesamtspieldauer in der CD-Form den Titel „To Love Somebody“ nicht enthält, zeigt eine schöne Übersicht über das Schaffen des Eric Burdon zu Beginn seiner Karriere. Auf „Good Times“ hört man jede Menge verschiedene musikalische Stile. Da erklingt an manchen Stellen dieser typische 60ies Pop, dem man heutzutage sein Alter ganz eindeutig anhört. Dann finden sich auf diesem Kompilations-Album einige Rock-Stücke, die zum Teil bis in das Genre des Psychedelic Rock hineinreichen und auch heutzutage noch jung, frisch und spannend klingen.

Viele der Nummern sind Cover-Versionen anderer Künstler und Bands. So hört man hier unter anderem Interpretationen der Titel von Donovan (Hey Gyp), Johnny Cash (Ring Of Fire), den Bee Gees (To Love Somebody) oder den Rolling Stones (Paint It Black). Ganz speziell bei solchen Kompilationsalben liegt es natürlich immer am Geschmack der Hörerin oder des Hörers, ob hier auch die eigenen Favoriten der Band mit enthalten sind. Einen ganz guten Überblick erhält man auf jeden Fall. Die Höhepunkte der Scheibe sind für meinen Musikgeschmack die Eigenkompositionen „When I Was Young“, sowie das wunderschöne „San Franciscan Nights“. Natürlich darf hier auch das allseits bekannte „House Of The Rising Sun“ nicht fehlen, genauso wenig wie „Don't Let Me Be Misunderstood“, welches Bennie Benjamin, Gloria Caldwell und Sol Marcus 1964 ursprünglich für die Jazz Sängerin und Pianistin Nina Simone geschrieben hatten. Allerdings wurde der Titel erst durch die Version von Eric Burdon und den Animals zu einem Hit.

Fazit: Möchte man sich eine musikalische Übersicht über die Band Eric Burdon & The Animals verschaffen und gleichzeitig eintauchen, in die nicht immer radiotaugliche und manchmal bereits etwas experimentelle Musik der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, dann eignet sich „Good Times – The Best Of Eric Burdon & The Animals“ bestens dazu. Viele der Nummern lohnen sich auch heute noch und klingen wesentlich weniger antiquiert als so manche Scheibe aus dem Jahr 2016. Zehn Punkte.

Anspieltipps: House Of The Rising Sun, When I Was Young, San Franciscan Nights, Don't Let Me Be Misunderstood, Paint It Black



Montag, 19. Januar 2015

Eric Burdon – Sun Secrets




Eric Burdon – Sun Secrets


Besetzung:

Eric Burdon – vocals
Aalon Butler – guitars
Randy Rice – bass guitar
Alvin Taylor – drums


Label: L.A. International Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. It’s My Life (4:43)
2. Ring Of Fire (6:11)
3. Medley: When I Was Young / War Child (8:30)
4. The Real Me (3:34)
5. Medley: Don’t Let Me Be Misunderstood / Nina’s School (8:25)
6. Letter From The County Farm (13:05)
7. Sun Secrets (3:02)

Gesamtspieldauer: 47:30




„Sun Secrets” ist kein offizielles Studio-Album des Eric Burdon. Vielmehr handelt es sich dabei um 1974 eingespielte Neuaufnahmen von Liedern, mit denen sich Eric Burdon einige Jahre zuvor in den Charts platzieren konnte. Unterstützung bekam er bei diesen Aufnahmen von Aalon Butler an der Gitarre, Randy Rice am Bass und schließlich Alvin Taylor am Schlagzeug.

Nun, da Eric Burdon zu dieser Zeit schon so einiges musikalisch erlebt und hinter sich genbracht hatte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Stücke auf „Sun Secrets” auch ein ziemlich breites Spektrum musikalischer Stile abdecken. Dieses geht von Pop über Blues bis hin zum etwas härteren Rock. Country-Musik ist allerdings nicht dabei, wie man vielleicht bei dem Titel „Ring Of Fire” denken könnte, denn dieses war einer der großen Hits des Johnny Cash. Nein, in der Version des Eric Burdon klingt „Ring Of Fire” sehr rockig und stellt eine wirklich gute Interpretation dieses Songs dar.

Zusätzlich noch herauszuheben sind „Don’t Let Me Be Misunderstood” und natürlich das geniale „When I Was Young”, welches auch über einen tollen und mitlesenswerten Text verfügt. Diese beiden letztgenannten Lieder gibt es hier als Medley zu hören, in Verbindung mit den Liedern „War Child” und „Nina’s School”. Gerade bei diesen Medleys kann Eric Burdon, der beim Rolling Stone Magazin, in dessen Liste der 100 besten Sänger aller Zeiten auf Platz 57 geführt wird, überzeugen. Die Titel sind rockig und gehen gleich und ohne Umwege ins Ohr und bleiben dort auch längerfristig hängen. Nun, der Rest auf „Sun Secrets“ kann mal mehr, mal weniger überzeugen. Die Nummer „Letter From The County Farm” ist zum Beispiel ein Blues und mit seinen über dreizehn Minuten ehrlich gesagt etwas zu lang. Manchmal klingt das Ganze ziemlich nach einer Jam-Session und auch wenn man experimentierfreudig ist, so macht sich mit der Zeit bei dieser Nummer doch ein wenig Langeweile breit.

Fazit: Einige Lieder auf „Sun Secrets“ können wahrlich überzeugen, bei anderen fällt das wiederum schwerer. Trotzdem macht „Sun Secrets“ Spaß. Rock-Freunde und auch Blues-Fans werden hier etwas für sich finden können. Und mit „Don’t Let Me Be Misunderstood“ und „When I Was Young“ befinden sich zwei Klassiker auf der Platte, wofür allein sich der Kauf bereits lohnt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Don’t Let Me Be Misunderstood, When I Was Young