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Mittwoch, 19. Juni 2019

Antimatter – The Judas Table




Antimatter – The Judas Table


Besetzung:

Mick Moss – vocals, acoustic and electric guitars, ebows, keyboards, electric piano, programming, additional lead guitar on “Stillborn empires”


Gastmusiker:

Ste Hughes – bass
Liam Edwards – drums, tabla
Rachel Brewster – violins
Jenny O’Connor – additional vocals
Kevin Dunn – additional lead guitar on “Black Eyed Man” & “Integrity”
Glenn Bridge – additional lead guitar on “Killer” & “Can Of Worms”
Dave Hall – additional lead guitar on “Comrades”
Kirayel – additional vocals on “Little Piggy”


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2015


Stil: Art Rock, Independent Rock


Trackliste:

1. Black Eyed Man (6:24)
2. Killer (5:13)
3. Comrades (4:57)
4. Stillborn Empires (7:20)
5. Little Piggy (6:44)
6. Hole (5:03)
7. Can Of Worms (5:37)
8. Integrity (6:06)
9. The Judas Table (6:37)
10. Goodbye (2:44)

Gesamtspieldauer: 56:50




„The Judas Table“ heißt das sechste Album der britischen Band Antimatter, die im Grunde genommen seit dem Ausstieg von Duncan Patterson lediglich aus Multiinstrumentalist Mick Moss besteht, der zum Einspielen seiner Musik weitere Musiker engagiert. „The Judas Table“ wurde am 9. Oktober 2015 auf dem Plattenlabel Prophecy Productions veröffentlicht und ist ganz im Stile der früheren Veröffentlichungen von Antimatter gehalten. Melodisch, angefüllt mit eher trauriger bis dunkler Musik.

Die Musik von Antimatter klingt immer dunkel, düster und traurig, so auch auf „The Judas Table“. Dabei gehen die einzelnen Tracks durchaus gut ins Ohr. Melodisch und harmonisch klingt das alles, dabei in sehr tiefes Moll getaucht. Spricht man da eher von Melancholie, Sentimentalität oder gleich von tiefer Traurigkeit? Das liegt wohl ganz am sich aufbauenden Gefühl der Hörerin beziehungsweise des Hörers, die Grundstimmung wird allerdings immer dieselbe bleiben. Die Stimme des Mick Moss wirkt zerbrechlich und leidend, häufig begleitet von akustischer Gitarre oder Streichern. Doch es gibt auch die Stellen mit dicken und schier undurchdringlichen Klangteppichen, welche vom Synthesizer generiert werden. Eine Änderung der Atmosphäre wird dadurch allerdings nicht bewirkt, diese bleibt traurig – unumstößlich.

Die Höhepunkte des Albums sind die ersten beiden Titel, dazu noch die Nummer „Little Piggy“, das Titellied „The Judas Table“ sowie das letzte Lied „Goodbye“. Und schon ist die Hälfte des Albums aufgezählt, dabei klingen die restlichen fünf Nummer keineswegs schlechter oder gar enttäuschend. „The Judas Table“ ist eine Ansammlung von zehn sehr gelungenen Liedern, die allesamt eine bestimmte Atmosphäre transportieren, dabei ins Ohr gehen und zu denen sich herrlich Entspannen lässt. Da es keine Ausfälle auf der Scheibe gibt, sind die Höhepunkte somit auch frei wählbar und stimmungsabhängig.

Fazit: Auch „The Judas Table“ ist ein überzeugendes Album der englischen Band Antimatter geworden. Wer sich gerne mal dem eigenen Blues hingibt oder in süßer Melancholie zu schwelgen versteht, der oder dem weiß diese Platte einiges zu geben. Eingängige Pop- bis Rock Musik, mit viel Gefühl, reich an Melodien und Harmonien, die allesamt etwas Traurigkeit verströmen. Für die ruhigen Momente des Lebens. Elf Punkte.

Anspieltipps: Little Piggy, The Judas Table, Goodbye



Samstag, 1. Juni 2019

Antimatter – Saviour




Antimatter – Saviour


Besetzung:

Duncan Patterson – bass guitar, acoustic guitar, electric guitar, keyboards, programming
Mick Moss – bass guitar, acoustic guitar, electric guitar, keyboards, vocals


Gastmusiker:

Michelle Richfield – guest vocals on tracks 1, 2, 3, 4, 6, 8
Hayley Windsor – guest vocals on tracks 5, 6, 7, 9
Brian Moss – sampling
Les Smith – sampling
Mags – lead guitar on "Going Nowhere"


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2001


Stil: Art Rock, Trip Hop, Independent Rock


Trackliste: 

1. Saviour (3:07)
2. Holocaust (4:25)
3. Over Your Shoulder (4:40)
4. Psalms (3:41)
5. God Is Coming (5:28)
6. Angelic (4:34)
7. Flowers (5:11)
8. The Last Laugh (5:04)
9. Going Nowhere (7:58)
10. Over Your Shoulder (Acoustic) (3:40)

Gesamtspieldauer: 47:54



„Saviour” nannten die beiden Engländer Duncan Patterson, vormals Bassist von Anathema und Mick Moss das Debut-Album ihrer Band Antimatter. Dieses erschien am 4. September 2001 auf dem Plattenlabel Prophecy Productions und enthält eine sehr intensive musikalische Mixtur aus Art Rock, Trip Hop und Independent Rock.

Es sind die Stimmungen und Atmosphären, die diese Platte zu einer machen, die auch längerfristig nachhallt. Die Musik auf „Saviour” klingt düster bis dunkel, hält für die Hörerin und den Hörer weniger Eingängiges und Melodiöses parat. Allerdings gibt es diese Stellen selbstverständlich ebenfalls auf dem Album, wie bei den Liedern „Angelic“ und „Flowers“ zu hören ist. Mehr jedoch sind es sehr intensive Klangwelten, die das Ohr umgarnen und dabei eine mystisch traurige Atmosphäre hervorzaubern, die den eigenen Blues noch verstärken ohne sich dabei zerstörerisch zu generieren. Auch das Wechselspiel im Gesang, bestehend aus zwei Gast-Sängerinnen und Mick Moss, unterstreicht die Stimmung der Scheibe und trägt zudem zur Abwechslung auf „Saviour” bei.

Für den besonders schwebenden und stimmungsvollen Moment auf dem Album steht der Titel „Going Nowhere“. Im Gegensatz zum unaufhaltsam hektischen Geticke einer Uhr hört man zeitgleich harmonische, sphärische und absolut unaufgeregte Klangwelten, die das Voranschreiten der Uhr herrlich konterkarieren und einen Widerspruch so in Szene setzen, dass dieser zu einer stimmungsvollen und logischen Einheit zu verschmelzen scheint. Keine Gegensätze mehr, sondern sich ergänzende gegensächliche Strömungen sind auf „Going Nowhere“ zu hören, die wunderbar sanft instrumentiert schließlich ein überzeugendes Ganzes bilden.

Fazit: Das Debüt-Album von Antimatter zeigt durchaus den Weg vor, den die Band in Zukunft gehen sollte. Sanfte, oftmals sehr melodische und immer wieder höchst fragil klingende Musik, die sehr atmosphärisch aus den Boxen fließt und Räume ausfüllt. Die Stimmung auf „Saviour” ist eine eher dunkle und traurige, wie geschaffen dafür, sich in süßer Melancholie zu wiegen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Angelic, Flowers, Going Nowhere



Donnerstag, 23. Mai 2019

Antimatter – Lights Out




Antimatter – Lights Out


Besetzung:

Duncan Patterson – all instruments & vocals
Mick Moss – all instruments & vocals


Gastmusiker:

Hayley Windsor – guest vocals on tracks 1, 2, 3
Michelle Richfield – guest vocals on tracks 4, 5, 7


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Dark Rock, Art Rock


Trackliste: 

1. Lights Out (4:07)
2. Everything You Know Is Wrong (4:05)
3. The Art Of A Soft Landing (4:31)
4. Expire (8:01)
5. In Stone (7:51)
6. Reality Clash (7:47)
7. Dream (5:56)
8. Terminal (7:46)

Bonus Track der Wiederveröffentlichung:

9. Everything You Know Is Wrong [Acoustic] (2:55)

Gesamtspieldauer: 53:03




„Lights Out“ heißt das zweite Album der britischen Band Antimatter, das am 24. Juni 2003 auf dem deutschen Plattenlabel Prophecy Productions veröffentlicht wurde. Duncan Patterson und Mick Moss sind die beiden Musiker, die alle Lieder des Albums schrieben, selbst einspielten und sich lediglich beim Gesang weibliche Unterstützung holten.

„Lights Out“ ist ein trauriges bis melancholisches und sehr intensives Album geworden. Zumeist sind die Lieder eher sanft instrumentiert, Stimmung und Tempo werden nur selten erhöht. Die Lieder sind allesamt sehr eingängig und melodiös gehalten, gehen ins Ohr, wenn sie auch keine Ohrwürmer im eigentlichen Sinne darstellen. Die Musik von Antimatter wirkt durch die Atmosphäre, die hier verbreitet wird. Dichter Sound und trotzdem klingt alles gleichzeitig sehr sanft. Musik, die man sich allerdings durchaus ein klein wenig erschließen muss. Beim ersten Durchlauf funktioniert das Album erst teilweise, dann jedoch umso besser und intensiver.

Höhepunkte auf „Lights Out“ sind der Opener und Titeltrack. Was etwas „aufgeregt“ mit Sirenengeheul beginnt, entwickelt sind nach einigen Augenblicken zu einem zarten musikalischen Geflecht, welches berührt. Art Rock bis Post Rock ist da nun zu hören, der einen sanft einzuhüllen versucht. Das letzte offizielle Lied des Albums heißt passenderweise „Terminal“, ist eine Instrumentalnummer und steht dem Titeltrack an Weichheit, musikalischer Wärme und Atmosphäre in nichts nach. Da auch die restlichen Lieder des Albums in genau derselben Art und Weise unterhalten können, enthält „Lights Out“ nicht nur zwei, sondern neun Höhepunkte.

Fazit: Wer sanfte und traurige Musik mag, die oder der wird an „Lights Out“ von Antimatter sehr viel Freude haben. Musik die zart klingt und die berührt, einen anfasst. An dunklen Novembertagen kann der Genuss der Platte mit Sicherheit gefährlich werden – falls man eine Neigung zu depressiven Gefühlsausbrüchen hat. Liebt man allerdings die Süße der Melancholie in der Musik, so kann man sich in dieser beim Hören von „Lights Out“ suhlen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Lights Out, Terminal



Sonntag, 12. Mai 2019

Antimatter – Planetary Confinement




Antimatter – Planetary Confinement


Besetzung:

Lieder: “Planetary Confinement”, “Line Of Fire”, “Mr. White”, “Relapse” & “Eternity Part 24”

Duncan Patterson – piano, acoustic guitars, bass guitar, keyboards
Amélie Festa – vocals
Mehdi Messouci – additional keyboards on “Relapse”
Barry Whyte – lead guitar
Alex Mazarguil – djembe
Michael Cronin – drums


Lieder: “The Weight Of The World”, “Epitaph”, “A Portrait Of The Young Man As An Artist” & “Legions”

Mick Moss – acoustic guitars, vocals
Rachel Brewster – violins
Stephen Hughes – bass guitar
Chris Phillips – drums
Sue Marshall – additional vocals on “Legions”


Label: Prophecy Productions


Erscheinungsjahr: 2005


Stil: Dark Rock


Trackliste: 

1. Planetary Confinement (1:33)
2. The Weight Of The World (4:45)
3. Line Of Fire (6:28)
4. Epitaph (4:11)
5. Mr. White (4:07)
6. A Portrait Of The Young Man As An Artist (4:54)
7. Relapse (5:03)
8. Legions (7:24)
9. Eternity Part 24 (8:45)

Gesamtspieldauer: 47:15



Antimatter ist eine britische Dark Rock Band, die im Jahr 1997 gegründet wurde und ursprünglich das Projekt von Duncan Patterson, ehemaliger Bassist und Komponist von Anathema, sowie dem Gitarristen Mick Moss war. Die beiden Musiker veröffentlichten zusammen insgesamt drei Alben mit den Titeln „Saviour“, „Lights Out“ und „Planetary Confinement“. Kurz nach der Fertigstellung von „Planetary Confinement“ verließ Duncan Patterson Antimatter, um eine weitere Band namens Íon zu gründen. Mick Moss hat seitdem unter der Überschrift „Antimatter“ vier weitere Alben veröffentlicht. „Planetary Confinement“ erschien am 28. Juli 2005 auf dem Plattenlabel Prophecy Productions.

Das musikalische Genre, in welchem sich die Musik von Antimatter bewegt heißt Dark Rock und beschreibt die Musik der Band sehr passend. Die Lieder klingen allesamt tieftraurig und sind hauptsächlich in Moll gehalten. Zumeist werden die Stücke lediglich sehr sanft und zurückhaltend instrumentiert, die akustischen Instrumente stehen im Vordergrund. Eine elektrische Gitarre hört man überhaupt nicht, der Einsatz des Keyboards erfolgt überaus dosiert. Weiche und warme und eben eher traurige Melodien umspielen das Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Musik, die immer sehr eingängig und melodiös wirkt und klingt. Musik zum Träumen und Entspannen und zugleich auch Musik, die einen trüben Tag noch etwas trüber erscheinen lässt.

Alle neun Lieder auf „Planetary Confinement“ gehen ins Ohr. Da ist es dann auch völlig egal, ob sie von Duncan Patterson oder Mick Moss geschrieben wurden. Am ehesten sind diese noch durch den Gesang zu unterscheiden. Die Stücke von Duncan Patterson werden von Amélie Festa eingesungen, Mick Moss übernimmt dies bei seinen Nummern selbst. Alles klingt melodiös und gleichzeitig traurig. Die schönsten Lieder auf dem Album heißen „Epitaph“, „A Portrait Of The Young Man As An Artist“, „Relapse“ und „Legions“. Oder sind es doch die anderen fünf Stücke der Platte? Schwer zu sagen, da sich die Nummern weder stilistisch noch in ihrer Eingängigkeit unterscheiden.

Fazit: Wenn man es liebt in schöner Melancholie zu schwelgen, sich seiner Traurigkeit ganz hingeben möchte oder sich gern in Sentimentalität verliert, sich entspannen möchte oder sehr sanfte Musik zu schätzen weiß, immer dann ist „Planetary Confinement“ eine wunderbare Platte, um seine Sehnsüchte zu befriedigen. Wunderschöne sanfte und melodiöse Musik präsentieren die beiden Musiker Duncan Patterson und Mick Moss ihren Zuhörerinnen und Zuhörern. Wer auf Weichheit und viel Gefühl in der Musik steht, die oder der wird diese Scheibe lieben. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Epitaph, A Portrait Of The Young Man As An Artist, Relapse, Legions