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Freitag, 7. November 2014

Tracy Chapman – Crossroads




Tracy Chapman – Crossroads


Besetzung:

Tracy Chapman – acoustic guitar, harmonica, electric guitar, vocals, background vocals, 12 string guitar


Gastmusiker:

Charlie Bisharat – violin, viola, electric violin, pizzicato violin
Peggie Blu – background vocals
Marc Cohn – piano
Paulinho Da Costa – tambourine
Carolyn Dennis – background vocals
Denny Fongheiser – drums
Bobbye Hall – percussion, conga
Jack Holder – banjo, piano
Larry Klein – bass
Danny "Kootch" Kortchmar – electric guitar
Russ Kunkel – drums
Jim Lacefield – cello
Tim Landers – bass
Steve Lindley – electric piano
Bob Marlette – keyboard
Frank Marocco – accordion
Sheila Minard – background vocals
Scarlet Rivera – violin
Roz Seay – background vocals
G.E. Smith – acoustic guitar, mandolin, electric guitar
William D. "Smitty" Smith – organ
John X. Volaitis – piano
Elesecia Wright – background vocals
Snooky Young – trumpet
Neil Young – acoustic guitar, Piano


Label: Elektra


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Crossroads (4:11)
2. Bridges (5:27)
3. Freedom Now (4:05)
4. Material World (3:05)
5. Be Careful Of My Heart (4:41)
6. Subcity (5:11)
7. Born To Fight (2:49)
8. A Hundred Years (4:23)
9. This Time (3:44)
10. All That You Have Is Your Soul (5:18)

Gesamtspieldauer: 43:01




Ein Jahr nach ihrem überzeugenden, selbstbetitelten und überaus erfolgreichen Debut legte Tracy Chapman im Jahr 1989 ihren Nachfolger „Crossroads“ vor. Und wieder bekommt man hier sehr melodischen und eingängigen Folk Rock geboten, der ohne große Umwege direkt ins Ohr geht. Völlig unkompliziert das Ganze, ohne großartige Schnörkel oder gar Experimente. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich wieder die Stimme der Tracy Chapman, die das beherrschende Stilmittel ihrer Musik darstellt.

Und da sind wir bereits bei dem Punkt angekommen, der das Pendel durchaus auch in die andere Richtung ausschlagen lassen kann – diese Stimme. Wahrlich eindrucksvoll dieser Gesang und mit einem ganz hohen Wiedererkennungswert, allerdings verspüre ich nach einer gewissen Zeit regelmäßig den Drang, dieser Sängerin zuzurufen: „Mensch, hör‘ doch endlich auf zu weinen. Kopf hoch, es wird schon wieder!“ Diese weinerliche und leidende Stimme kann ich nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr ertragen. Es gibt so viele tolle Dinge im Leben, warum muss Tracy Chapman denn immer so traurig sein? Nun Spaß beiseite, aber die Stimme der Tracy Chapman ist so etwas von omnipräsent, dass man sich absolut damit arrangieren muss, wenn man die Musik auch genießen möchte – und zwar dauerhaft. Zudem sollte man nicht allzu traurig beim Konsumieren sein, ansonsten besteht Lebensgefahr in Form eines Suizids.

Nun, eingängigen, sehr weichen und sanften Folk gibt es auf „Crossroads“ zu hören. Der Nachteil dieses Albums gegenüber dem Vorgänger ist dabei, dass die herausragenden Songs leider fehlen. Alles hat seine Qualität, ist im selben Tempo gehalten, melodiös und harmonisch bis in den letzten Akkord, jedoch bleibt kein Titel nach dem Hören längerfristig hängen. Natürlich kennt man die einzelnen Nummern nach einer gewissen Zeit, es fällt jedoch sehr viel schwerer als auf dem Debut der Amerikanerin, die hervorstechenden Titel beziehungsweise Höhepunkte zu benennen.

Fazit: Gut, wer auf ruhigen Folk steht, die oder der wird dieses Album sicherlich lieben. Ich erlebe die Musik der Tracy Chapman allerdings ein wenig langweilig, da alles sehr einheitlich geraten ist. Klar gibt es auch mal so einen Song wie „Born To Fight“, der etwas rockiger und swingender klingt, jedoch ist das die Ausnahme. Dazu noch der beeindruckende Gesang der Tracy Chapman, der nach einer gewissen Zeit leicht zu nerven beginnt. Das Album ist okay, gut aber irgendwie auch nicht mehr. Und wer Spaß am Malen hat, der sollte unbedingt mal die oben verlinkte Homepage von Tracy Chapman aufsuchen, denn die ist sehr gelungen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Be Careful Of My Heart, This Time



Mittwoch, 11. Juni 2014

Tracy Chapman – Tracy Chapman




Tracy Chapman – Tracy Chapman


Besetzung:

Tracy Chapman – acoustic guitar, percussion, rhythm guitar, vocals


Gastmusiker:

Ed Black – steel guitar
Paulinho Da Costa – percussion
Denny Fongheiser – percussion, drums
Jack Holder – organ, dulcimer, dobro, piano, electric guitar, hammond organ, sitar
Steve Kaplan – harmonica, keyboard
Larry Klein – bass guitar
David LaFlamme – electric violin
Bob Marlette – keyboard


Label: Elektra


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Talkin' Bout A Revolution (2:41)
2. Fast Car (4:56)
3. Across The Lines (3:24)
4. Behind The Wall (1:49)
5. Baby Can I Hold You (3:13)
6. Mountains O' Things (4:39)
7. She's Got Her Ticket (3:54)
8. Why? (2:06)
9. For My Lover (3:12)
10. If Not Now... (3:01)
11. For You (3:09)

Gesamtspieldauer: 36:11




Tracy Chapman hat wahrlich eine schöne Stimme. Und mit ihrem, mit dem eigenen Namen betitelten Debut-Album, legte sie einen unglaublich erfolgreichen Start ihrer Musiker-Karriere hin. „Tracy Chapman“ von Tracy Chapman erreichte in Deutschland, England, den USA und zahlreichen anderen Ländern den Spitzenplatz in den Charts und ist auch heute noch unter den Top Ten der erfolgreichsten Platten vertreten, die jemals in Deutschland veröffentlicht wurden. Dieser weltweite Durchbruch wurde auch begünstigt durch ihre Präsentation des Titels „Fast Car“ auf dem Tribute Konzert zum 70. Geburtstag von Nelson Mandela im Juni 1988.

Und da wären wir auch gleich bei den Höhepunkten dieser Platte, die neben dem bereits erwähnten „Fast Car“ noch im Titel „Talkin' Bout A Revolution“ liegen. Beides Nummern, die die Zeit überdauern, auch heute noch, nach so vielen Jahren, frisch und ergreifend klingen. Sie sind mit Melodien und Texten ausgestattet, die die Zeit zu überdauern verstehen. Überhaupt die Texte. Diese sind zumeist etwas sozialkritisch und nachdenklich und haben so sehr wenig mit dem üblichen 08/15-Liebesschmalz gemein, der einem meistens in der Pop-Musik geboten wird. Hier lohnt sich das Mitlesen und Zuhören wahrlich.

Nun zu den restlichen Titeln des Albums. Auch hier lohnen sich die Texte und auch bei diesen weiß die sehr eindringliche Stimme der Sängerin zu überzeugen. Die Musik selbst leider nicht mehr ganz so. Alles läuft ein klein wenig durch, dass es manchmal fast so klingt, als hätte Tracy Chapman ihr Gespür für die tolle Melodie bereits nach den ersten beiden Nummern verloren gehabt. Wahrlich ist das nun keine schlechte Musik, so richtig überzeugend klingt es allerdings auch nicht mehr. Und auch so ein Titel wie „Behind The Wall”, den Tracy Chapman ohne jegliche weitere Instrumentierung einsingt, klingt zwar interessant und stellt eine schöne Auflockerung dar, richtig überzeugen kann das jedoch nicht mehr.

Fazit: Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass die Stimmung des Albums vom ersten bis zum letzten Takt konsequent durchgezogen wird, dass diese Platte im weiteren Verlauf irgendwie etwas langweilig zu werden scheint. Zwar war und ist dieses Album sehr erfolgreich, jedoch stellt es kein richtig großes Album dar, denn hierauf gibt es weder etwas grundlegendes Neues, noch allzu viel Abwechslung zu hören. Mitunter ist diese Vorgehensweise der Einheitlichkeit sogar zu begrüßen, hier wird allerdings eine unumstößlich getragene und manchmal sehr weinerliche Atmosphäre transportiert, die ohne jegliche Auflockerung dargeboten wird. Dazu gesellt sich der Umstand, dass die Lieder im weiteren Verlauf einfach nicht mehr ganz so ins Ohr gehen wollen. Trotzdem mit Sicherheit kein schlechtes Album, mit wahrlich schönen Höhepunkten. Für alle verträumten und sentimentalen Hörer bestens geeignet. Acht Punkte.

Anspieltipps: Talkin' Bout A Revolution, Fast Car, For My Lover