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Freitag, 19. November 2021

Cheap Trick – Busted

 



Cheap Trick – Busted


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, backing vocals
Tom Petersson – bass guitar, backing vocals
Bun E. Carlos – drums, percussion


Gastmusiker:

Mick Jones – guitar (track 4)
Kim Bullard – keyboards
Chrissie Hynde – vocals (track 7)
Russell Mael – backing vocals (track 9)




Erscheinungsjahr: 1990


Stil: Rock


Trackliste:

1. Back ’n Blue (4:42)
2. I Can’t Understand It (3:30)
3. Wherever Would I Be (4:06)
4. If You Need Me (4:46)
5. Can’t Stop Fallin’ Into Love (3:49)
6. Busted (4:06)
7. Walk Away (3:43)
8. You Drive, I'll Steer (4:34)
9. When You Need Someone (5:18)
10. Had To Make You Mine (3:15)
11. Rock ’n ’ Roll Tonight (4:56)

Gesamtspieldauer: 46:49



„Busted“ heißt das elfte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Cheap Trick. Es wurde am 27. Juni 1990 auf dem Plattenlabel Epic Records veröffentlicht und erreichte Platz 44 der US-Billboard-Albumcharts. Anscheinend nicht erfolgreich genug für die Plattenfirma, denn diese kündigte ein Jahr nach dem Erscheinen des Albums den Vertrag mit der Band auf. Dabei waren sogar einige bekannte Gastmusiker mit auf der Scheibe vertreten. Mick Jones von Foreigner spielt die Gitarre auf „If You Need Me“, Chrissie Hynde von den Pretenders singt bei „Walk Away“ mit und Russell Mael von Sparks hört man beim Gesang von „You Drive, I‘ll Steer“.

Nun, auf „Busted“ hört man relativ unspektakulären Rock, der sich hauptsächlich im Mainstream abspielt. Ab und an gibt es auch etwas Rock’n’Roll zu hören. Der Titel des letzten Liedes nimmt das bereits vorweg. Eingängig klingt das zu jeder Zeit und an jeder Stelle, interessant oder gar spannend allerdings nie. „Busted“ ist solch eine Scheibe, die man auflegt, durchhört und die keinerlei Spuren hinterlässt, da die Höhepunkte und das Besondere einfach fehlen – schlicht nicht vorhanden sind. Langweiliger Mainstream Rock, der dazu noch mit langweiligen Texten ausgestattet wurde, die das Thema „Liebe“ immer und immer wieder behandeln.

Dabei klingt das alles keinesfalls so, dass man schreiend den Raum verlassen müsste, wird das Album aufgelegt. Doch es rauscht leider nur einfach so durch. Am ehesten erwärmen kann mich da noch das Titellied „Busted“, welches wie ein Rock’n’Roll beginnt, dann etwas mehr rockt und schließlich die eingängigste Melodie der Platte aufweist. Auch „Walk Away“, bei dem wie bereits Chrissie Hynde ihren Gastauftritt hat, kann wegen der Melodie im Refrain etwas mehr überzeugen. Das war es dann aber auch leider schon. Der Rest des Albums ist austauschbar, belanglos und eben langweilig. Nur zwei Lieder, die etwas mehr ins Ohr gehen und neun weitere Titel, die einfach mit auf dem Album sind. Eindeutig zu wenig.

Fazit: Bands, die sich im Mainstream des Rocks tummeln sind darauf angewiesen, dass ihre Alben den einen oder anderen Hit aufweisen. Einen Ohrwurm eben, den Cheap Trick auch bereits auf früheren Veröffentlichungen hervorgebracht hatten. Aber leider nicht mehr auf „Busted“, sodass diese Scheibe weder in der Diskographie der Band, noch im Bereich des Mainstreams überhaupt großartige Beachtung verdient hätte. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Busted



Mittwoch, 27. Oktober 2021

Cheap Trick – Lap Of Luxury

 



Cheap Trick – Lap Of Luxury


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, backing vocals
Tom Petersson – bass guitar, backing vocals
Bun E. Carlos – drums, percussion




Erscheinungsjahr: 1988


Stil: Rock


Trackliste:

1. Let Go (4:28)
2. No Mercy (3:57)
3. The Flame (5:40)
4. Space (4:16)
5. Never Had A Lot To Lose (3:23)
6. Don’t Be Cruel (3:11)
7. Wrong Side Of Love (4:02)
8. All We Need Is A Dream (4:22)
9. Ghost Town (4:13)
10. All Wound Up (4:45)

Gesamtspieldauer: 42:21



„Lap Of Luxury“ sollte so etwas wie ein Comeback-Album für Cheap Trick werden, da die vorherigen Veröffentlichungen kommerziell alle gefloppt waren. Mit Bassist Tom Petersson hatte der ursprüngliche Bassist zwar wieder zu Cheap Trick zurückgefunden, die Plattenfirma Epic Records bestand allerdings darauf, dass die Band nun mit externen Komponisten zusammenarbeiten sollte, um Cheap Trick wieder in die Erfolgsspur zurück zu führen. Und genau das passierte auch. Das Album platzierte sich in den US Billboard 200 Charts auf Platz 16, die ausgekoppelte Ballade „The Flame“ wurde sogar ein Nummer-1-Single-Hit.

Neben dem einigermaßen kommerziellen Erfolg des Albums waren Cheap Trick nun endgültig zu einer Mainstream Band mutiert, die noch mehr auf die musikalischen Vorlieben der jungen, männlichen US-amerikanischen Hörergemeinschaft setzte. Kurz gesagt, Cheap Trick klangen austauschbar und wenn man die Scheibe heute hört, wird es noch langweiliger. Auf „Lap Of Luxury“ erklingen zehn Titel ohne Ecken und Kanten, die zum Teil sogar auch noch poppig angehaucht sind. Diese sind zwar eingängig, trotzdem bleiben sie jedoch nicht hängen, da sie sich zumeist langweilig, wenn nicht sogar belanglos anhören. Die Refrains sind mitsingbar und wenn man eine Rock-Party veranstaltet kann man immerhin mit dieser Musik nichts großartig falsch machen, um ein paar „Rocker“ auf der Tanzfläche zu halten.

Spaß machte Cheap Trick diese Musik selbst allerdings auch nicht besonders, wie Gitarrist Rick Nielsen später mal in einem Interview äußerte und machte die Mitkomponisten dafür verantwortlich. Nun, bis auf die Elvis Presley Nummer „Don’t Be Cruel“, logischerweise ein Rock’n‘Roll, spielt der ganze Rest des Albums auf der Mainstream Bühne. Als Höhepunkt der Platte würde ich dann auch den Single-Hit „The Flame“ benennen, da dieser als Ballade eine weitere musikalische Ausnahme darstellt und durchaus melodiös ins Ohr geht. Und dann erwähne ich an dieser Stelle auch noch das Lied „All We Need Is A Dream“. Die Melodie ist bei diesem Stück dann sogar noch etwas besser gelungen und verfängt sich längerfristig im Ohr.

Fazit: Die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts waren für alle Hörerinnen und Hörer, die etwas Wert auf Anspruch in der Musik setzten, eine nicht ganz leichte Zeit. Viele Bands verfielen völlig diesem Mainstream Sog oder mutierten zu Pop-Formationen. Cheap Trick bewegen sich auf „Lap Of Luxury“ im Bereich des Mainstreams mit poppigen Einsprengseln. Glatte Musik, ohne das Besondere. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Flame, All We Need Is A Dream



Freitag, 1. Oktober 2021

Cheap Trick – One On One

 



Cheap Trick – One On One


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, vocals, bass guitar, keyboards
Bun E. Carlos – drums, percussion
Jon Brant – backing vocals, bass guitar on "She’s Tight", "If You Want My Love" and "Saturday At Midnight"




Erscheinungsjahr: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. I Want You (3:02)
2. One On One (3:05)
3. If You Want My Love (3:36)
4. Oo La La La (3:15)
5. Lookin’ Out For Number One (3:44)
6. She‘s Tight (2:59)
7. Time Is Runnin‘ (2:20)
8. Saturday At Midnight (2:58)
9. Love‘s Got A Hold On Me (2:36)
10. I Want Be Man (3:19)
11. Four Letter Word (3:37)

Gesamtspieldauer: 34:34



„One On One“ heißt das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Band Cheap Trick. Das Album wurde am 30. April 1982 auf dem Plattenlabel Epic Records veröffentlicht und war das erste Cheap Trick Album, auf dem man den neuen Bassisten Jon Brant hören kann. Im August hatte der ursprüngliche Bassist Tom Petersson die Band verlassen, um mit seiner Frau Dagmar ein Soloalbum aufzunehmen. Im Jahr 1987 kehrte Tom Petersson allerdings wieder zu Cheap Trick zurück.

Die Lieder „If You Want My Love“ sowie „She‘s Tight“ wurden aus dem Album als Singles ausgekoppelt und waren, wie das Album selbst, nur mäßig erfolgreich. In den USA erreichte „One On One“ Platz 39, in Großbritannien Platz 95.

Verwundert braucht man darüber nicht großartig sein. Ich möchte hier gar nicht auf die unsäglichen Texte eingehen, die platt und banal das Thema der Liebe rauf und runter behandeln. Langweilig, sehr langweilig. Doch das trifft leider genauso auf die Musik zu. Die einzelnen Titel, allesamt im Mid-Tempo gehalten, rocken leicht an einem vorbei. Man merkt sich nichts, es gibt keine Stücke, die einen aufhorchen lassen. Mainstream Rock, radio- und massentauglich. Langweilig eben, da auch noch die besonderen Melodien fehlen, die sich festsetzen.

Somit ist „One On One“ auch ein Album geworden, auf dem es so gut wie keine Höhepunkte gibt. Abwechslung bekommt man ein wenig durch das Lied „Saturday At Midnight“, was eine Mischung aus Rock (und jetzt doch mal Abwechslung) sowie New Wave darstellt. Ganz interessant klingt „If You Want My Love“. Aber auch hier der Text…

Fazit: „One On One“ ist am ehesten ein Album für Cheap Trick Fans und in diesem Bereich die Komplettisten, die alles von ihrer Lieblingsband besitzen möchten. Ansonsten ist diese Platte, bald vierzig Jahre nach ihrem Entstehen, kaum mehr hörenswert. Doch wer Mainstream mag, wird womöglich doch noch etwas fündig. Ich leider nicht. Sechs Punkte.

Anspieltipps: If You Want My Love, Saturday At Midnight



Dienstag, 7. September 2021

Cheap Trick – Dream Police

 



Cheap Trick – Dream Police


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, backing vocals
Tom Petersson – bass guitar, backing vocals, lead vocals on "I Know What I Want"
Bun E. Carlos – drums, percussion


Gastmusiker:

Jai Winding – organ, piano, keyboards, synthesizer
Steve Lukather – guitar on "Voices"




Erscheinungsjahr: 1979


Stil: Rock


Trackliste:

1. Dream Police (3:54)
2. Way Of The World (3:38)
3. The House Is Rockin' (With Domestic Problems) (5:12)
4. Gonna Raise Hell (9:20)
5. I‘ll Be With You Tonight (3:51)
6. Voices (4:22)
7. Writing On The Wall (3:27)
8. I Know What I Want (4:30)
9. Need Your Love (7:40)

Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2006:

10. The House Is Rockin' (With Domestic Problems) (live) (6:16)
11. Way Of The World) (live) (4:00)
12. Dream Police (No Strings Version) (3:53)
13. I Know What I Want (live) (4:44)

Gesamtspieldauer: 1:04:52



„Dream Police“ heißt das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Cheap Trick. Es wurde am 21. September 1979 veröffentlicht. Es ist das kommerziell erfolgreichste Studioalbum von Cheap Trick und schaffte es bis auf Platz 6 der US-Billboard 200 Charts. In Deutschland erreichte die Platte immerhin Platz 56 der Charts.

Ich hatte damals, Ende der 80er Jahre, einen Freund, der außer AC/DC nur noch Cheap Trick hörte. Etwas überraschend ist dies schon, denn während AC/DC durchaus „spezielle und unverwechselbare“ Musik zur damaligen Zeit erschafften, so hört man von Cheap Trick eher Mainstream Rock. Nun, aber gerade auf „Dream Police“ stimmt das mit dem Mainstream auch nicht so ganz. Die beiden längeren Nummern „Gonna Raise Hell“ und vor allen Dingen „Need Your Love“ zeigen sogar andere Einflüsse. Hier von Progressive Rock zu sprechen wäre sicherlich übertrieben, aber in diesen Liedern wird gerockt und ein Thema beziehungsweise ein Solo ausgelebt. Da ist dann nichts mehr auf „radiotauglich“ getrimmt. Es klingt so, als ob es um die Musik geht – und darum geht es der Band in diesem Moment auch wohl.

Klar sind die bereits genannten Lieder auch die Höhepunkte des Albums. „Gonna Raise Hell“ und „Need Your Love“ sind Höhepunkte im Schaffen von Cheap Trick überhaupt, auch wenn die Band mit anderen Titeln besonders in den Single-Charts erfolgreich war. Von den restlichen Liedern, musikalisch angesiedelt zwischen Rock’n’Roll und natürlich Mainstream Rock, fällt ebenfalls keiner ab, sodass die Platte durchaus Spaß macht. Auch die Zugaben der remasterten Wiederveröffentlichung tragen dazu bei.

Fazit: „Dream Police“ klingt gut und geht ins Ohr. Mainstream Rock eben. Aber auf diesem Album gibt es durchaus noch mehr zu hören. Cheap Trick wagen auch Lieder, die nicht mehr nur radiotauglich sind. In Verbindung zu den anderen Titeln macht das durchaus Spaß. Die Zugaben sind ebenfalls gut gewählt, sodass „Dream Police“ insgesamt hörenswert ist. Neun Punkte.

Anspieltipps: Dream Police, Gonna Raise Hell, Need Your Love



Montag, 9. August 2021

Cheap Trick – At Budokan

 



Cheap Trick – At Budokan


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, backing vocals
Tom Petersson – bass, backing vocals
Bun E. Carlos – drums




Erscheinungsjahr: 1978


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Hello There (2:26)
2. Come On, Come On (3:18)
3. Lookout (3:01)
4. Big Eyes (3:55)
5. Need Your Love (8:57)
6. Ain't That A Shame (5:17)
7. I Want You To Want Me (3:45)
8. Surrender (4:24)
9. Goodnight Now (3:11)
10. Clock Strikes Ten (4:03)

Gesamtspieldauer: 42:22



„At Budokan“ ist das erste Live-Album der US-amerikanischen Band Cheap Trick und wurde im Oktober 1978 in Japan und anschließend im Februar 1979 in den USA auf dem Plattenlabel Epic Records veröffentlicht. In der Liste der „500 Greatest Albums Of All Time“ des Rolling Stone Magazins steht es auf Platz 426. Aufgenommen wurde das Album am 28. und 30. April 1978 im Nippon Budokan in Tokio. Im Jahr 1994 erschien schließlich auch noch das Album „Budokan II“, welches sich aus noch nicht veröffentlichtem Material dieser Japan-Tour sowie zusätzlichen Liedern aus den Japan-Tourneen von 1979 und 1994 zusammensetzt. „At Budokan“ ist das Album von Cheap Trick, welches sich weltweit am besten verkaufte.

Mit den Liedern „Lookout“ und „Need Your Love“ enthält „At Budokan“ zwei bis dahin unveröffentlichte Tracks. Ursprünglich war eine Veröffentlichung außerhalb Japans gar nicht geplant, erst durch den großen Erfolg dort und zahlreiche Importe in die USA wurde es weltweit veröffentlicht. Auf „At Budokan“ hört man ziemlich geradlinigen Rock bis Hard Rock, der auch ganz viel seiner Energie aus dem mächtigen und ohrenbetörenden Geschrei der wohl meist weiblichen japanischen Fans schöpft, die zwischen – und manchmal auch während – der einzelnen Titel zu hören sind.

Richtig wohltuend für heutige Ohren ist es da, dass mit dem Lied „Need Your Love“ auch eine Nummer enthalten ist, die nicht kurz und bündig ihre „Rock-Energie“ hinauskatapultiert, sondern sich entwickelt, eine lange Instrumentalpassage enthält und die Musik auch dort mit den Fans interagiert. Ansonsten klingt die Musik auf „At Budokan“ zwar kraftvoll, allerdings ist sie durchgängig – bis auf kurze Ausnahmen – immer im selben Stil gehalten. Das Album wurde zwar in Japan aufgenommen, klingt allerdings sehr viel eher nach AOR für männliche, amerikanische Jugendliche. Somit bleiben als Höhepunkte das bereits erwähnte „Need Your Love“ sowie der Smash-Hit von Cheap Trick schlechthin, das Lied „I Want You To Want Me“, welches in dieser Version sogar bis auf Platz 7 der Billboard Hot 100 Charts kletterte.

Fazit: Relativ geradlinigen Hard Rock bekommt man auf „At Budokan“ zu hören. Mag man es AOR oder Mainstream der 70er Jahre nennen, die Musik unterscheidet sich durch das Geschrei der japanischen Fans doch etwas von entsprechenden Studio-Aufnahmen. Die Lieder rocken und gehen ins Ohr. Lediglich die Abwechslung fehlt etwas – leider auch bei einer Spielzeit von lediglich knapp einer Dreiviertelstunde. Neun Punkte.

Anspieltipps: Need Your Love, I Want You To Want Me



Donnerstag, 19. November 2015

Cheap Trick – Budokan II




Cheap Trick – Budokan II


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, backing vocals
Tom Petersson – bass, backing vocals
Bun E. Carlos – drums


Gastmusiker:

Dave Wilmer – guitars
Buddy Miller – basses


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1993 (Aufnahmen von 1978 und 1979)


Stil: Rock


Trackliste:

1. Elo Kiddies (4:17)
2. High Roller (4:23)
3. Southern Girls (3:55)
4. Speak Now Or Forever Hold Your Peace (5:56)
5. California Man (3:56)
6. Downed (4:29)
7. Stiff Competition (3:56)
8. How Are You (5:33)
9. Top Of The World (5:50)
10. Oh Caroline (3:01)
11. Auf Wiedersehen (4:22)

Gesamtspieldauer: 54:21




Da hat sich wohl, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, das Management beziehungsweise die Plattenfirma daran erinnert, dass Cheap Trick doch im Jahr 1979 mit dem Live Album „Cheap Trick At Budokan“ den größten Verkaufserfolg in der Bandgeschichte erzielten. Damals wurden Verkaufszahlen erreicht, die alleine in den USA dreimal Platin-Auszeichnungen nach sich zogen. So wurde kurzerhand, allerdings erst im Jahr 1993, das Live Album „Budokan II“ veröffentlicht, dieses jedoch mit Aufnahmen aus dem Jahr 1978, also noch vor „Cheap Trick At Budokan“, sowie drei Liedern aus eben jenem Jahr 1979.

Natürlich war die Scheibe längst nicht mehr so erfolgreich. Und das muss noch nicht mehr an der Musik selbst liegen, obwohl diese über den Status „durchschnittlicher Rock“ auch nicht hinauskommt. Wenn man „Budokan II“ hört, weiß man wie sich die Beatles Mitte der 60er Jahre gefühlt haben mussten, die nach eigener Aussage aufgrund des Geschreis der weiblichen Fans kaum mehr ihre eigene Musik hörten und irgendwann auch aufgrund dieser Tatsache ihre Live-Auftritte einstellten. Dieses Gekreische hört man auf „Budokan II“ vom ersten bis zum letzten Takt als Hintergrundgeräusch und macht diese ganze Scheibe zwar nicht absolut unhörbar, wirkt allerdings unfassbar lächerlich und einfach nur noch nervig. Wer übrigens mal das Glück hatte, auch in heutiger Zeit, ein Fußballspiel in Japan oder Süd Korea live zu erleben, wird wissen, dass sich dort in den Stadien sehr viele junge, weibliche Zuschauer tummeln und die Stimmung ist dieselbe wie hier auf „Budokan II“, ein einziges fürchterliches Gekreische.

Auf die Musik muss ich hier nicht mehr besonders eingehen. Rock Musik eben, von der eher durchschnittlichen Sorte. Etwas härter gespielt, sicherlich manchmal den Hard Rock tangierend, jedoch nicht unbedingt durchgängig. Ist jedoch alles völlig egal…

Fazit: Man fragt sich wirklich was das soll, solch eine Platte zu veröffentlichen. Zum einen ist es so etwas von offensichtlich, dass dies nur ein Marketing-Gag sein kann, vierzehn Jahre nach „Budokan 1“ noch „Budokan II“ zu veröffentlichen, mit zum größten Teil älteren Liedern. Diese Lieder langweilen nicht direkt, stellen jedoch absolut nichts Besonders oder unbedingt zu Hörendes dar. Dazu gesellt sich noch dieses penetrante Hintergrundgekreische. Oh weia, was man nicht so alles zu hören bekommt. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Downed



Donnerstag, 5. November 2015

Cheap Trick – Collections




Cheap Trick – Collections


Besetzung:

Robin Zander – lead vocals, rhythm guitar
Rick Nielsen – lead guitar, vocals
Tom Petersson – bass guitar, vocals
Bun E. Carlos – drums


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Rock


Trackliste:

1. Dream Police (3:53)
2. I Want You To Want Me (3:46)
3. Don't Be Cruel (3:10)
4. Downed (4:12)
5. Stop This Game (3:59)
6. Southern Girls (3:35)
7. Way Of The World (3:39)
8. On Top Of The World (4:04)
9. Oh, Candy (3:07)
10. Voice (4:21)

Gesamtspieldauer: 37:50




Auch von der US-amerikanischen Band Cheap Trick aus dem Bundesstaat Illinois, gibt es natürlich auch ein Best Of… Album. Eines? Nein, inzwischen sind es derer 13! Collections heißt eines davon, stammt aus dem Jahr 2005 und beinhaltet – mit Ausnahme der 1988 entstandenen Elvis Cover-Version von „Don't Be Cruel“, Titel aus den Anfangsjahren der Band.

Cheap Trick machen Rock, manchmal auch sogenannten Power Pop. Das muss nicht immer unbedingt sehr anspruchsvolle Musik sein, ins Ohr geht es allerdings meistens schon. Ich habe mir dieses Album gekauft, da ich den Titel „Stop This Game“ haben wollte. Eine coole Nummer, die rockt und sehr ins Ohr geht. Da ich allerdings auch schon Sachen von Cheap Trick gehört hatte, die mir deutlich weniger zusagten, dachte ich mir, dass in diesem Fall ein Kompilationsalbum zum kleinen Preis eine gute Alternative wäre, um die Band doch mal etwas besser kennenzulernen.

Nun, es verstecken sich einige ganz nette Nummern auf dieser Zusammenstellung, darunter auch das wohl bekannteste Lied der US-Amerikaner „I Want You To Want Me“. Das Lied liegt hier in einer Live-Version vor und ich kenne es auch nur so. Das Gekreische der Fans macht den Titel noch ein wenig mehr zur Partynummer, die wirklich sofort ins Ohr geht – egal ob man das will oder nicht. Alle anderen Titel auf „Collections“ sind natürlich Studio-Aufnahmen. Von diesen ist noch der Opener, also das erste Lied der Platte, „Dream Police“ sehr hörenswert. Auch so ein Stück, welches sich schnell festsetzt und so einen – zumindest kleinen – Ohrwurmcharakter aufweist. Dann ist natürlich noch das bereits erwähnte „Stop This Game“ unbedingt hörenswert. Klasse Titel, der für mich der Beste ist, den Cheap Trick jemals geschrieben haben. Die restlichen Lieder sind ebenfalls alle „hörbar“, auch wenn das dann wahrlich nicht mehr unbedingt etwas Besonderes darstellt. Das ist dann häufig doch schon sehr angepasste Radio-Musik, solche die weder nervt noch begeistert. Es läuft eben einfach durch.

Fazit: Einen guten Überblick, über die Schaffensphase der ersten Jahre von Cheap Trick, erhält man durchaus mit dieser Zusammenstellung. Die Musik pendelt dabei häufig zwischen Pop und Rock, ist eingängig, nicht zu anspruchsvoll und kommt schnell auf den Punkt. Cheap Trick hauen einen nicht unbedingt aus den Socken, aber schlechte Musik klingt definitiv auch anders. Acht Punkte.

Anspieltipps: Dream Police, I Want You To Want Me, Stop This Game