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Mittwoch, 8. April 2015

Ayreon – The Theory Of Everything




Ayreon – The Theory Of Everything


Besetzung:

Arjen Anthony Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, mandolin, analog synthesizers, hammond, solina strings


Gastmusiker:

Ed Warby – drums, percussion
Rick Wakeman – synthesizer solo on "Surface Tension", piano
Keith Emerson – synthesizer solo on "Progressive Waves"
Jordan Rudess – synthesizer solo on "Progressive Waves"
Steve Hackett – guitar solo on "The Parting"
Troy Donockley – uilleann pipes, whistles
Ben Mathot – violin
Maaike Peterse – cello
Jeroen Goossens – flutes, bass flute, piccolo, bamboo flute, contrabass flute
Siddharta Barnhoorn – orchestrations
Michael Mills – irish bouzouki
JB – vocals
Sara Squadrani – vocals
Michael Mills – vocals
Cristina Scabbia – vocals
Tommy Karevik – vocals
Marco Hietala – vocals
John Wetton – vocals
Wilmer Waarbroek – backing vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Melodic Rock, Retro Prog, Rock, Pop


Trackliste:

CD1:

Phase I: Singularity

1. Prologue: The Blackboard (1:55)
2. The Theory of Everything Part 1 (3:01)
3. Patterns (1:03)
4. The Prodigy's World (1:31)
5. The Teacher's Discovery (2:58)
6. Love and Envy (2:39)
7. Progressive Waves (3:16)
8. The Gift (2:38)
9. The Eleventh Dimension (1:46)
10. Inertia (0:45)
11. The Theory of Everything Part 2 (1:50)

Phase II: Symmetry

12. The Consultation (3:49)
13. Diagnosis (2:48)
14. The Argument 1 (0:24)
15. The Rival's Dilemma (2:22)
16. Surface Tension (0:57)
17. A Reason to Live (0:45)
18. Potential (3:14)
19. Quantum Chaos (2:09)
20. Dark Medicine (1:23)
21. Alive! (2:29)
22. The Prediction (1:05)


CD2:

Phase III: Entanglement

1. Fluctuations (1:01)
2. Transformation (3:13)
3. Collision (3:26)
4. Side Effects (2:59)
5. Frequency Modulation (1:44)
6. Magnetism (3:54)
7. Quid Pro Quo (3:09)
8. String Theory (1:29)
9. Fortune? (1:36)

Phase IV: Unification

10. Mirror of Dreams (2:30)
11. The Lighthouse (3:16)
12. The Argument 2 (0:49)
13. The Parting (3:27)
14. The Visitation (3:27)
15. The Breakthrough (2:00)
16. The Note (1:11)
17. The Uncertainty Principle (2:09)
18. Dark Energy (0:44)
19. The Theory of Everything Part 3 (1:29)
20. The Blackboard (Reprise) (1:13)

Gesamtspieldauer CD1 (44:59) & CD2 (44:55): 1:29:54 dazu DVD mit etwa 2,5 h Laufzeit




„The Theory Of Everything” ist das achte Studio-Album von Ayreon, alias Arjen Lucassen und es erschien im Jahr 2013. Wieder einmal konnte Arjen Lucassen für sein neuestes Werk einige sehr bekannte Gastmusiker gewinnen. Keith Emerson und Rick Wakeman haben Gastauftritte an den Keyboards, Steve Hackett ist mal an der Gitarre zu hören und John Wetton singt die Rolle des Psychiaters auf „The Theory Of Everything“ ein. Nun, da hätten wir also Yes, Genesis, Emerson, Lake And Palmer sowie King Crimson mit auf dieser Platte verewigt. Und diese vier Musiker sind nur ein Auszug aus der Gesamtzahl aller Gastmusiker, die sich hier verewigen durften.

„The Theory Of Everything” umfasst die vier „Hauptlieder“ „Singularity“, „Symmetry“, „Entanglement“ und „Unification“, die jeweils in etwa zehn Untertitel aufgespalten sind. All diese insgesamt 42 Lieder gibt es dann verteilt auf zwei CD’s zu hören. Dazu gesellt sich noch eine DVD mit jeder Menge Bonusmaterial in Form von Interviews, dem „Making Of…“ sowie diversen Aufnahmeszenen. Ein ganzes Füllhorn an Eindrücken und Musik wird auf diesem Album also über den Käufer ausgeschüttet.

Die Musik ist dabei typisch für Arjen Lucassen, der sich inzwischen eine Art Alleinstellungsmerkmal kreiert hat. Wer sonst noch macht solche Musik und vor allen Dingen, wer macht solche Musik auf einer Platte in solch einem Umfang? Das ist oftmals melodischer Mainstreamrock, der viele Elemente des Progressive Rock enthält. Jedoch in solch einer Fülle, dass man immer wieder die Übersicht zu verlieren scheint. Je zwei Titel verbergen sich auf jeder CD. Diese werden in die bereits erwähnten zehn bis elf Untertitel unterteilt, von denen manche nur wenige Sekunden lang sind, andere eine Spieldauer von knapp vier Minuten aufweisen. Das wiederum macht das Ganze nicht gerade einfach. Denn wenn man zum Beispiel andere Musikstücke anderer Bands zum Vergleich heranzieht (Pink Floyd, Yes, Genesis oder ähnliches, alles übrigens musikalische Vorbilder von Arjen Lucassen), die auch jeweils eine Laufzeit von zwanzig Minuten haben, dann stellt man dort oftmals fest, dass diese über ein Hauptthema verfügen, welches variiert wird, mal ganz verschwindet, dann jedoch wieder, oftmals in abgeänderter Form, wieder aufgegriffen wird. Das ist bei Ayreon nicht der Fall, hier bestehen diese Titel aus vielen kleinen Untertiteln, die zwar textlich und inhaltlich miteinander verbunden sind, musikalisch jedoch nicht. Natürlich beinhalten die einzelnen Nummern denselben Musikstil, jedoch wird ein einmal gespieltes Thema nicht noch einmal aufgegriffen. Die insgesamt 42 Titel auf „The Theory Of Everything” sind unterschiedlich. Klar beinhaltet das jede Menge Abwechslung, allerdings benötigt man so auch unglaublich lange, um sich dieses Werk „erarbeitet“ zu haben.

Die Musik selbst ist – wie immer bei Arjen Lucassen – absolut hörenswert. Da macht es Spaß die Lieder zu genießen, gerade auch weil man bereits vorher genau weiß, auf was man sich bei Ayreon einzustellen hat. Etwas Neues hat der Niederländer hier also nicht gezaubert, das ist gute Wertarbeit von einem Musiker, der, wie er in einem der Interviews auf der beigelegten DVD selbst erklärt, am liebsten alles selber macht. Die Musik hat er auch selbst komponiert, bei den Texten erhielt er Unterstützung von seiner Lebensgefährtin Lori Linstruth. In den Titeln wechseln sich harte mit weichen Nummern, orchestrale Songs mit deutlich weniger instrumentierten Songs ab. Selbiges gilt für Melodiösität und Eingängigkeit. Einige Titel können hier auch deutlich besser zünden als andere. Bei 42 Titeln jedoch nicht weiter überraschend.

Fazit: Also alles beim Alten bei Ayreon und Arjen Lucassen. Manchmal wäre es mir allerdings lieber – und ich wundere mich jetzt gerade selber über mich, dass ich das schreibe – wenn Herr Lucassen manchmal etwas schneller auf den Punkt kommen würde. Einige Titel weglassen und aus den richtig guten Nummern eine tolle CD zaubern. Stimmt manchmal wirklich: Weniger ist manches Mal sogar mehr. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Magnetism und 41 weitere Titel



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ayreon – Universal Migrator Part I & II




Ayreon – Universal Migrator Part I & II


Besetzung: (Universal Migrator I / The Dream Sequencer)

Arjen Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, analog synthesizers, mellotron, hammond, and additional keyboards, vocals track 8


Gastmusiker:

Lana Lane – backing vocals on tracks 4 and 5, vocals on tracks 1, 3 and 6
Johan Edlund – vocals track 2
Floor Jansen – vocals track 2
Edward Reekers – vocals track 4
Mouse – vocals track 5
Jacqueline Govaert – vocals track 7
Damian Wilson – vocals track 9
Neal Morse – vocals track 10
Mark McCrite – backing vocals on track 10
Rob Snijders – drums
Erik Norlander – analog synthesizers, piano, vocoder, hammond, and additional keyboards
Clive Nolan – synth solo on track 3
Peter Siedlach – strings


Besetzung: (Universal Migrator II / Flight Of The Migrator)

Arjen Lucassen – electric and acoustic guitars, bass guitar, analog synthesizers, mellotron, hammond, additional keyboards; guitar solos on tracks 1, 4, 5, 7, 8, 9


Gastmusiker:

Lana Lane – vocals voice on track 1; backing vocals on tracks 4, 5, 6, and 9
Russell Allen – vocals track 2
Damian Wilson – vocals backing vocals on track 2
Ralf Scheepers – vocals track 3
Andi Deris – vocals track 4
Bruce Dickinson – vocals track 5
Fabio Lione – vocals track 6
Timo Kotipelto– vocals track 7
Robert Soeterboek – vocals track 8
Ian Parry – vocals track 9
Ed Warby – drums
Erik Norlander – analog synthesizers, vocoder, Taurus pedal, hammond, additional keyboards; synth solos on tracks 1, 3 (hammond), 4, 5, 7
Michael Romeo – guitar solo on track 2
Oscar Holleman – second guitar solo on track 4
Gary Wehrkamp – guitar and synth solo on track 6
Rene Merkelbach – last synth solo on track 4
Clive Nolan – second synth solo on track 5
Keiko Kumagai – synth solo on track 9 (plus hammond)
Peter Siedlach – strings


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Progressive Rock, Progressive Metal


Trackliste:

CD1 (Universal Migrator I / The Dream Sequencer):

1. The Dream Sequencer (5:09)
2. My House On Mars (7:49)
3. 2084 (7:42)
4. One Small Step (8:46)
5. The Shooting Company Of Captain Frans B Cocq (7:58)
6. Dragon On The Sea (7:09)
7. Temple Of The Cat (4:11)
8. Carried By The Wind (3:59)
9. And The Druids Turned To Stone (6:36)
10. The First Man On Earth (7:20)
11. The Dream Sequencer Reprise (3:38)


CD2 (Universal Migrator II / Flight Of The Migrator):

1. Chaos (5:11)
2. Dawn Of A Million Souls (7:45)
3. Journey On The Waves Of Time (5:48)
4. To The Quasar (8:43)
5. Into The Black Hole (10:25)
6. Through The Wormhole (6:05)
7. Out Of The White Hole (7:10)
8. To The Solar System (6:12)
9. The New Migrator (8:17)

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 2:15:52




Im Juni 2000 veröffentlichte Arjen Lucassen, alias Ayreon, zwei Alben unter den Titeln „Universal Migrator I und II, versehen mit den Untertiteln „The Dream Sequencer“ und „Flight Of The Migrator“. Im Jahr 2004 gab es dann beide Alben in Form einer Doppel-CD, da der Niederländer nun die Plattenfirma gewechselt hatte. Und so bekommt man nun über zweieinviertel Stunden Musik auf die Ohren, in der eine Fantasy Story erzählt wird. Der erste Teil, „The Dream Sequencer“, fußt inhaltlich auf dem ersten Ayreon-Album „The Final Experiment“ aus dem Jahr 1995. In der Geschichte schreiben wir nun das Jahr 2084. Der letzte große Weltkrieg hat letztendlich alles Leben auf der Erde zerstört, einige Menschen schafften es jedoch, sich auf den Mars zu retten. Dort ist es allerdings ebenfalls nicht ganz so einfach und die Leute sterben, sodass auf „The Dream Sequencer“ die Geschichte des letzten Menschen in der Marskolonie erzählt wird. Dieser hat nie auf der Erde gelebt, kann allerdings mit Hilfe einer Maschine, dem „Dream Sequencer“, in verschiedene frühere Leben reisen, die hier dann erzählt werden. Na, wenn das mal nicht echte „Fantasy“ ist.

Nun und in Teil 2 der Story wird es jetzt noch ein wenig abgefahrener, denn nun reist unser Protagonist mit seiner Maschine noch weiter zurück. Und zwar bis vor den Urknall, als lediglich Chaos in der Welt herrschte. Er beobachtet die Erschaffung der ersten „Seele“ mit dem Namen „Universal Migrator“. Reist mit diesem durch alle möglichen galaktischen Strukturen wie schwarze Löcher, Wurmlöcher, Supernovae, Quasare, Pulsare und noch vieles mehr, bis er schließlich unser Sonnensystem erreicht. Das ist jetzt leider zu viel für die Maschine, diese geht durch Überlastung kaputt, wobei auch unser Held, der letzte Mensch auf dem Mars, stirbt. Allerdings erhält er dabei vom Universal Migrator noch die Nachricht, dass er nun in die Ewigkeit eingeht und selbst zum neuen Universal Migrator wird. Also doch noch ein Happy End.

Genauso aufwendig wie die Story ist auch die Musik. So eine Mischung aus New Progressive Rock und Metal mit einem Schuss Space Rock. Und es ist unfassbar viel, was es da zu hören gibt. Dabei lässt sich die erste Platte sehr gut von der zweiten unterscheiden. Auf Album Nummer 1 ist alles viel eingängiger und melodiöser und vor allem auch softer gehalten. „Flight Of The Migrator“ ist dagegen sehr viel rockiger, hier wird vermehrt auch Metal eingesetzt. Was jedoch nicht unbedingt heißen soll, dass dies nicht auch eingängig wäre. Trotzdem sind Melodiösität und Harmonie deutlich mehr auf „The Dream Sequencer“ vertreten. Und hier hört man auch bestens heraus, dass Arjen Lucassen anscheinend ein ganz großer Pink Floyd Fan ist. Immer wieder gibt es einen Keyboardlauf, der an Rick Wright erinnert oder ein Gitarrensolo, welches so eindeutig auch von David Gilmour hätte stammen können. Auch manche Arrangements erinnern sehr stark an die Briten.

Fazit: „Universal Migrator I & II ist kein Album, bei welchem man sich immer wieder mal ein Lied anhört. Nein das sollte man schon in seiner Gesamtheit hören, zumindest Platte 1 oder eben Platte 2. Beides hintereinander ist wahrlich unglaublich viel. Und wenn man sich dann auch noch auf die Geschichte konzentrieren möchte, kann das durchaus anstrengend werden. Die Musik macht allerdings Spaß, wobei der erste Teil „The Dream Sequencer“ besser gelungen ist, als das ursprünglich zweite Album. Trotzdem, Arjen Lucassen mag es nicht einfach, er mag es lang, er mag Geschichten erzählen und das ist ihm hier alles auch wieder gelungen. Spaß macht das schon irgendwie. Zehn Punkte.

Anspieltipps: 2084, Temple Of The Cat



Samstag, 12. Oktober 2013

Ayreon – Into The Electric Castle – A Space Opera




Ayreon – Into The Electric Castle – A Space Opera


Besetzung:

Arjen Lucassen – electric and acoustic guitars, mandolin, bass, mini-moog, mellotron, keys, vocals


Gastmusiker:

Ed Warby – drums
Robby Valentine – pianos, synthesizer, mellotron
Clive Nolan – synthesizer
Rene Merkelbach – synthesizer, harpsichord
Ton Scherpenzeel – synthesizer
Roland Bakker – hammond organ
Thijs Van Leer – flute
Ernö Olah – violins
Taco Kooistra – cello
Jack Pisters – sitar
Fish – vocals
Sharon Den Adel – vocals
Damian Wilson – vocals
Edwin Balogh     – vocals
Anneke Van Giersbergen – vocals
Jay Van Feggelen – vocals
Edward Reekers – vocals
Peter Daltrey – vocals
Robert Westerholt – vocals
George Oosthoek – vocals


Label: InsideOut


Erscheinungsdatum: 1998, wiederveröffentlicht 2004


Stil: ProgMetal


Trackliste:


CD1:

1. Welcome To The New Dimension (3:06)
2. Isis And Osiris (11:11)
     A. Let The Journey Begin
     B. The Hall Of Isis And Osiris
     C. Strange Constellations
     D. Reprise
3. Amazing Flight (10:15)
     A. Amazing Flight In Space
     B. Stardance
     C. Flying Colours
4. Time Beyond Time (6:05)
5. The Decision Tree (We're Alive) (6:24)
6. Tunnel Of Light (4:05)
7. Across The Rainbow Bridge (6:22)


Disk: 2

1. The Garden Of Emotions (9:41)
     A. In The Garden Of Emotions
     B. Voices In The Sky
     C. The Aggression Factor
2. Valley Of The Queens (2:25)
3. The Castle Hall (5:50)
4. Tower Of Hope (4:54)
5. Cosmic Fusion (7:27)
     A. I Soar On The Breeze
     B. Death's Grunt
     C. The Passing Of An Eagle
6. The Mirror Maze (6:34)
     A. Inside The Mirror Maze
     B. Through The Mirror
7. Evil Devolution (6:31)
8. The Two Gates (6:28)
9. "Forever" Of The Stars (2:03)
10. Another Time, Another Space (5:22)

Gesamtspieldauer beider CD’s: 1:44:43




Der Niederländer Arjen Anthony Lucassen hat es also wieder gemacht. Nach seiner ersten Rock-Oper aus dem Jahr 1995 schob er 1998 mit seiner dritten Veröffentlichung unter der Überschrift „Ayreon“ gleich die zweite Rock-Oper hinterher. ProgMetal gibt es auch hier wieder zu hören, abwechslungsreich, verschachtelt, zum Teil progressiv, meist sehr rhythmisch, manches Mal allerdings auch sphärisch, jedoch immer und durchweg sehr melodiös. Aber nur ProgMetal? Nein, das ist längst nicht alles. Im Vorwort zu dem Album schreibt Arjen Lucassen, dass sich sein zweites Album „Actual Fantasy“ nur recht schleppend verkaufte, sodass er wieder zurück zum Thema der Rock-Oper kommen wollte, da sein Projekt „Ayreon“ sonst zum Sterben verurteilt wäre. Er wollte nun ein Album schreiben, welches der „absolute Killer“ werden sollte, wie er es selbst ausdrückt. Dabei verwendete er auf „Into The Electric Castle“ auch nicht nur „reale“ Violinen, Celli, Flöten sowie eine Sitar und verzichtete völlig auf Drum-Samples, nein, er wollte sich auch keine musikalischen Grenzen setzen und alle seine Lieblingsmusik-Stilrichtungen mit einbringen. Diese zählt er auch auf: Prog, Metal, Folk, Electronica, Psychedelic, Pop, Gothic und sogar ein wenig Blues und Jazz. Stellt sich jetzt nur die Frage: Gibt es denn überhaupt noch viel mehr? Aber um es gleich vorweg zu nehmen, die Platte ist keine krude Ansammlung verschiedenster Musikstile geworden, sie ist deutlich besser als das Erstlingswerk des Niederländers, da in sich geschlossener. Es gibt eine ganze Menge schöner Musik zu entdecken, wenn einem auch manches Mal das Gefühl beschleicht, dass weniger manchmal eben doch mehr ist.

Als Protagonisten konnte er für dieses Werk einige namhafte Musiker gewinnen. Fish, der Ex-Marillion-Sänger, übernimmt in dieser „Oper“ die Rolle des „Highlander“. Sharon Janny Den Adel von Within Temptation singt die Rolle der Indianerin, Anneke Van Giersbergen, zu dieser Zeit noch Sängerin bei The Gathering, versucht sich hier als Ägypterin. Arjen Lucassen selbst verkörpert die Rolle des Hippies. Bombastisch wirkt nicht nur die Musik auf „Into The Electric Castle“, fast ebenso „bombastisch“ ist auch die Story, die hinter der Idee des Albums steckt. Verschiedene Charaktere, eine Indianerin, ein Highlander, ein Ritter, ein Römer, eine Ägypterin, ein Barbar, ein Mensch aus der Zukunft und schließlich ein Hippie versuchen in das „Electric Castle“ zu gelangen, um in ihre jeweilige Zeit zurückkehren zu können. Und wie könnte es anders sein, dieses Unterfangen ist natürlich mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Nun, Phantasie kann man Arjen Lucassen wahrlich nicht absprechen, auf so etwas muss man erst mal kommen. Zusammengehalten wird die ganze Story durch einen Erzähler, der allerdings immer wieder den Schwung aus der Musik herausnimmt, was ein wenig störend wirkt.

Die Musik auf „Into The Electric Castle – A Space Opera“ ist wahrlich sehr bombastisch. Ruhigere und zurückhaltendere Momente sind deutlich in der Minderzahl vorhanden. Arjen Lucassen zieht hier alle Register, damit das ganze Werk auch möglichst voll klingt – und das schafft er auch in Perfektion. Nun, wer gerne in Musik schwelgt, der hat hier die Möglichkeit. Die oben aufgeführten Stilrichtungen finden sich wirklich alle an verschiedenen Stellen des Albums, obwohl ich den Blues und den Jazz doch ein wenig länger suchen musste. Aber das Album klingt und wirkt und es ist wahrlich schwierig einen einzelnen oder zwei oder drei Stücke herauszugreifen, man muss es tatsächlich in einem Zug durchhören, es wirkt in seiner Gesamtheit, anders verliert es seinen Reiz. Dazu benötigt man natürlich eine ganze Menge Zeit, denn eindreiviertel Stunden auf dem Sofa herumzuliegen, dazu haben heutzutage nicht mehr allzu viele Menschen die Zeit. Zudem muss man sich diese Musik auch öfters reinziehen, beim ersten Hören verpufft eine ganze Menge. Die Idee mit dem Joggen und dem MP3-Player ist da gar nicht schlecht, ich hoffe nur, ich halte diese knapp 105 Minuten durch. Hoffentlich wird es nicht zu bergig! Ach übrigens, apropos „Joggen“. Die Idee zu dem Konzept des Albums kam Arjen Lucassen während einer seiner vielen Jogging-Ausflüge durch die Wälder. Somit scheint nicht nur das Hören, sondern auch das Konzipieren von Musik in freier Natur, unter sportlicher Betätigung, sehr von Nutzen zu sein.

Angenehm – und das sollte jetzt zum Schluss auch noch explizit Erwähnung finden – ist auf jeden Fall, dass dieses Mal die Songstruktur zumindest größtenteils eingehalten wurde. Zwar gibt es auch wieder Verschachtelungen und nennen wir sie mal „Nebenmelodien“, aber es wird alles wieder zum Ursprung zurückgeführt, sodass man die einzelnen Titel auch voneinander unterscheiden kann, was bei „The Final Experiment“ nicht so ohne weiteres möglich war. Die Songqualität lässt allerdings auf der zweiten Scheibe etwas nach, da ist die Musik dann nicht mehr so mitreißend, wie sie es zum Teil auf CD1 ist.

Und noch etwas soll hier nicht unerwähnt bleiben. Auf beiden CD’s der Wiederveröffentlichung von 2004 hat Arjen Lucassen noch zwei kleine Filmchen „versteckt“. Auf CD1, mit insgesamt 17:36 Minuten Länge, werden die beteiligten Sänger etwas genauer vorgestellt und es wird erklärt, wie Arjen Lucassen diese überzeugte, ein Teil dieses Albums zu werden. Interessant dabei auch zu hören, wie die Stimmen der Sängerinnen und Sänger im Studio mal ganz rein klingen, also ohne musikalische Begleitung. Auf CD2 ist die gezeigte Sequenz jetzt ein wenig kürzer geraten und beträgt 7:37 Minuten. Hier führt Arjen Lucassen den Zuschauer nun durch das, wie er es nennt, „Ayreon-Museum“. Dabei erklärt er die Entstehungsgeschichte des Covers, welches wie die Musikinstrumente „real“ sein sollte. So gab er das Bild nach seinen Vorstellungen in Auftrag. Wichtig war ihm bei der Entstehung des Albums, dass möglichst viel an „Into The Electric Castle“ „echt“ ist. Neben den Instrumenten wie Violine oder Sitar, die nicht dem Synthesizer entsprungen sind, eben auch das Artwork zum Album. Das erklärt er alles ganz sympathisch und somit stellen diese beiden Filmchen eine ganz nette Dreingabe dar, wie ich finde.

Fazit: „Into The Electric Castle“ enthält viele schöne Melodien, treibende Parts und schwebende Abschnitte. Dieses Stück Musik kann man nicht nebenbei hören, darauf muss man sich konzentrieren können, sonst bringt das gar nichts. Nicht alles wirkt dabei, manches wirkt auch mal ein wenig oberflächlich – trotz des ganzen Bombasts, den es hier auf die Ohren gibt. Und wer mal hören möchte, wie Styx, Jethro Tull, Rush, Emerson Lake & Palmer, Elliott Smith, Within Temptation, Marillion, die Buggles, Heather Nova und Dire Straits zusammen Musik produzieren, der kann sich mit „Into The Electric Castle“ ein Bild davon machen - beziehungsweise sich entsprechendes Gehör verschaffen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Ich probiere es mal mit: Isis And Osiris, Time Beyond Time und Valley Of The Queens





Donnerstag, 25. Juli 2013

Ayreon – Actual Fantasy - Revisited




Ayreon – Actual Fantasy - Revisited


Besetzung (1996):

Robert Soeterboek – vocals
Edward Reekers – vocals
Okkie Huysdens – vocals
Cleem Determeyer – synthesizer solo on 3 & 4, orchestral, string & violin arrangements on 1, 3, 7 & 8
Rene Merkelbach – hammond, synthesizer solo on 2
Floortje Schilt – violin
David Bauchwitz – little boy on 1
Kiki Holleman – baby on 8
Arjen Lucassen – all other instruments


Besetzung (zusätzlich bei der Wiederveröffentlichung 2004):

Ed Warby – drums
Peter Vink – bass guitar
Ewa Albering – flute
Arjen Lucassen – guitars, keyboards and additional noises


Label: InsideOut


Erscheinungsdatum: 1996, wiederveröffentlicht mit Bonus DVD 2004


Stil: ProgMetal


Trackliste:

CD:

1. Actual Fantasy (1:45)
2. Abbey Of Synn (9:21)
3. The Stranger From Within (7:34)
4. Computer Eyes (7:17)
5. Beyond The Last Horizon (7:16)
6. Far Side Of The World (6:31)
7. Back On Planet Earth (7:05)
8. Forevermore (7:35)
9. The Dawn Of Man (7:39)

Gesamtspieldauer: 1:02:02


DVD:

1. Actual Fantasy (5.1 Mix Actual Revisited Mix 2004) (1:02:11)
2. Actual Fantasy (1996 Version, Original Version) (1:01:48)
3. The Stranger From Within (In 5.1 and 2.0) Videoclip (4:01)
4. Featurette: Recording Documentary (11:11)

Gesamtspieldauer der DVD: 2:19:11




Der Niederländer und Multiinstrumentalist Arjen Lucassen gibt sich ganz schön viel Mühe, wenn er ein Album veröffentlicht beziehungsweise in diesem Fall wiederveröffentlicht. Ganz nach der Devise: Der Kunde soll auch was für sein Geld bekommen. Nicht anders ist diese Neuauflage des Albums „Actual Fantasy“, ursprünglich veröffentlicht 1996, in der Wiederveröffentlichung im Jahr 2004 zu sehen. Ausgestattet mit einer zusätzlichen DVD, auf der es das Album in einem animierten 5.1 Mix sowie, ebenfalls animiert, in der ursprünglichen Version zu sehen beziehungsweise zu hören gibt. Also rein damit in den DVD-Player oder das Computerlaufwerk und los geht die Reise, während der man als Zuschauer durch Flammen, über Horizonte, durch Wolken, animierte Röhren, durch das Weltall und noch vieles mehr fliegt und treibt. Dabei hat man immer die Möglichkeit die Texte der einzelnen Songs mitzulesen, die ebenfalls animiert eingeblendet werden. Und um das Ganze noch abzurunden, hat Arjen Lucassen auf die DVD noch den Videoclip zu „The Stranger From Within“ sowie eine kurze Dokumentation zur Neuaufnahme des Albums gepackt. Alles zusammen hat einen Umfang von deutlich über zwei Stunden Spiel- beziehungsweise Hördauer und heißt jetzt in Verbindung mit CD1 „Actual Fantasy Revisted“.

Nun aber zur Musik, die sich in der Neubearbeitung auf der ersten CD befindet. Ob diese Überarbeitung nun besser ist als das Original liegt natürlich ganz im und am Ohr des Hörers. Sehr groß ist der Unterschied allerdings nicht. Groß ist allerdings der Unterschied zum ersten Album des Arjen Anthony Lucassen, alias Ayreon. Denn „Actual Fantasy“ ist deutlich besser gelungen als sein erstes Werk unter diesem Namen. Die Musik ist nicht mehr so aufgebauscht, so überaus bombastisch arrangiert wie auf dem Vorgänger. ProgMetal gibt es hier zu hören, bei dem die Songs eine Struktur haben und nicht mehr bis ins Unendliche verschachtelt und fast schon verschlüsselt wurden.

Es gibt schöne Melodien zu erhören, neben härteren Passagen, die zusammengenommen ein durchaus stimmiges und passendes Gesamtwerk ergeben. Die einzelnen Titel besitzen eine Songstruktur, der man folgen kann – bis zum Ende. Gelungene Instrumentalpassagen stehen gleichberechtigt neben den Gesangsparts und ein Thema wird während eines Liedes auch beibehalten, ein Umstand, der auf dem Erstlingswerk fehlte und einen dort fast zur Verzweiflung brachte.

Fazit: Die vielen Ideen, die Arjen Lucassen auf seinen Alben unter der Überschrift „Ayreon“ generiert, die setzt er auf „Actual Fantasy“ richtig gut um. Dazu gesellt sich auf der „Revisited“-Ausgabe der Platte eine ganze Menge netter Dreingaben, sodass „Actual Fantasy“ ein packendes ProgMetal-Album geworden ist, dessen Anschaffung sich für Freunde dieses Genres auch in der etwas teureren, aber auch um einige Features erweiterten Ausgabe lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Computer Eyes, Beyond The Last Horizon, The Dawn Of Man





Samstag, 9. März 2013

Ayreon – The Final Experiment




Ayreon – The Final Experiment


Besetzung:

Stimmen:

Arjen Anthony Lucassen – vocals as Ayreon on "Nature’s Dance", "Listen To The Waves", "Magic Ride", and "Ayreon’s Fate"
Barry Hay – vocals as Ayreon on "Sail Away To Avalon"
Edward Reekers – vocals as Merlin on "Prologue", "The Awareness" and "Ayreon’s Fate"; vocals as Ayreon on "The Awareness" and "Ayreon’s Fate"
Ian Parry – vocals as Nobleman on "Ye Courtyard Minstrel Boy"; vocals as Ayreon on "Computer Reign" and vocals as Merlin on "Ayreon’s Fate"
Jan-Chris de Koeijer – vocals as Ayreon on "The Banishment"
Jay van Feggelen – vocals as Ayreon on "Waracle" and vocals as Merlin on "Ayreon's Fate"
Lenny Wolf – vocals as Ayreon on "Eyes Of Time"
Leon Goewie – vocals as Merlin on "Merlin's Will" and "Ayreon's Fate"; vocals as Ayreon on "Ayreon's Fate"
Robert Soeterboek – vocals as Villagers on "The Banishment" and as Merlin on "Ayreon's Fate"
Ruud Houweling – vocals as Ayreon on "The Charm Of The Seer"
Debby Schreuder – vocals as Merlin, Women and Villagers on "Ayreon's Fate"; chorus vocals on several tracks
Mirjam van Doorn – vocals as Merlin, Women and Villagers on "Ayreon's Fate"; chorus vocals on several tracks
Lucy Hillen – vocals as Ayreon on "The Charm Of The Seer"; chorus vocals on several tracks


Instrumente:

Arjen Anthony Lucassen – guitar, bass, keyboards, synthesizer
Cleem Determeijer – keyboards
Ernst van Ee – drums
Jan Bijlsma – bass
Jolanda Verduijn – bass
Peter Vink – bass
Rene Merkelbach – keyboards


Instrumentierung auf der Bonus CD, der Veröffentlichung von 2005:

Arjen Anthony Lucassen – acoustic, electric, and bass guitars, drums, percussion and timpani
Davy Mickers – drums
Peter Vink – acoustic bass guitar
Marieke van der Heyden – cello
Ewa Albering – flute
Lori Linstruth – electric guitar solos
Jeroen Goossens – assorted wind instruments
Dewi Kerstens – cello
Robby Valentine – piano
Astrid van der Veen – vocals
Ruud Houweling – vocals
Rodney Blaze – vocals
Esther Ladiges – vocals
John JayCee Cuijpers – vocals
Peter Daltrey – vocals
Marcela Bovio – vocals
Irene Jansen – vocals


Label: InsideOut


Erscheinungsdatum: 1995, wiederveröffentlicht mit Bonus CD 2005


Stil: ArtRock, ProgMetal


Trackliste:

CD1:

1. Prologue (3:17)
    A. The Time Telepathy Experiment
    B. Overture
    C. Ayreon's Quest


Act I - The Dawning

2. The Awareness (06:36)
    A. The Premonition
    B. Dreamtime (Words Become A Song)
    C. The Awakening
3. Eyes Of Time (5:06)
    A. Eyes Of Time
    B. Brainwaves
4. The Banishment (11:08)
    A. A New Dawn
    B. The Gathering
    C. The Accusation
    D. The Banishment
    E. Oblivion


Act II - King Arthur's Court

5. Ye Courtyard Minstrel Boy (2:46)
6. Sail Away To Avalon (4:02)
7. Nature's Dance (2:27)


Act III - Visual Echoes

8. Computer-Reign (Game Over) (3:24)
9. Waracle (6:44)
10. Listen To The Waves (4:59)
11. Magic Ride (3:36)


Act IV - Merlin's Will And Ayreon's Fate

12. Merlin's Will (3:21)
13. The Charm Of The Seer (4:11)
14. Swan Song (2:44)
15. Ayreon's Fate (6:55)
    A. Ayreon's Fate
    B. Merlin's Prophecy
    C. Epilogue

Gesamtspielzeit CD1: 1:11:17


CD2:

1. Dreamtime (4:19)
2. Eyes Of Time (3:25)
3. The Accusation (3:49)
4. Ye Courtyard Minstrel Boy (2:50)
5. Sail Away To Avalon (3:27)
6. Nature's Dance (2:03)
7. Waracle (5:17)
8. Merlin's Will (3:29)
9. The Charm Of The Seer (9:01)

Gesamtspielzeit CD2: 37:41

Gesamtspielzeit CD1 und CD2: 1:48:59




Fast schon unglaublich, was der Niederlänger Arjen Anthony Lucassen hier präsentiert. „The Final Experiment“ wurde mit dem Untertitel: „A Rock Opera by Arjen Anthony Lucassen“ versehen. Ist das jetzt ein zu hoher Anspruch? Entspricht das denn wirklich dem Gehörten? Keine Ahnung, mich lässt das Ganze relativ unschlüssig und verunsichert zurück und leider nicht sehr überzeugt. Klar Arjen Lucassen hat sich hier viel Mühe gegeben. Sehr viel Mühe sogar. Alles ist bis ins letzte Detail ausgelotet, ausgetüftelt und arrangiert. Jeder Ton, jede Stimmung, jede Gesangspassage. Etwas überrascht mich allerdings dabei sehr: Neun der insgesamt 26 Titel, die auf der ursprünglichen CD zu hören waren, sind auf der Bonus-CD der Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2005 akustisch und deutlich einfacher eingespielt worden – und da gefallen mir die Titel sehr viel besser.

CD1, das ursprüngliche Werk, wirkt irgendwie überarrangiert, zu verschachtelt, zu ausgetüftelt, mit der Absicht eines unglaublich hohen Anspruchs versehen, bei dem die Musik auf ganz seltsame Weise auf der Strecke bleibt. Diese Rock-Oper, wenn sie denn eine ist, wirkt gekünstelt, schwer nachvollziehbar. Vielleicht müsste man das Ganze mal auf einer Bühne sehen. So allerdings kommt man nur schwerlich in diese „schwere“ Musik hinein, die zwar immer wieder schöne Abschnitte aufweist, dann allerdings umgehend wieder ein neues Thema aufgreift. Es ist schwer diesem Werk von vorne bis hinten zu folgen, immer wieder wird man aus einer Stimmung herausgerissen, um sich umgehend in ganz anderer Umgebung wiederzufinden. Und warum der Protagonist dieses Werks in vielen verschiedenen Stimmen auftritt, will mir auch nicht so recht logisch erscheinen. Schon gar nicht, wenn er dann bei „Oblivion“ auch noch zu growlen anfängt.

Die Geschichte, die hinter der Handlung steckt ist genauso abstrus, wie die Musik mitunter wirkt. Ein buntes Potpourri aus Science Fiction und mittelalterlicher Sage. Alles eben irgendwie schwer nachzuvollziehen. Dass Arjen Lucassen tolle Musik schreiben kann, das beweist er zwar auch auf „The Final Experiment“, denn wie schon erwähnt finden sich auch hier immer wieder sehr schöne Stellen, das Gesamtergebnis passt allerdings für mich irgendwie nicht zusammen.

Fazit: Sicherlich mit viel Mühe komponiert und mit einem sehr hohen Anspruch versehen, kann ich diesem Werk leider trotzdem nicht allzu viel abgewinnen. Ich kann in diese Musik einfach nicht eintauchen, irgendetwas treibt mich immer wieder nach oben, um nach Luft zu schnappen. Arjen Lucassen macht klasse Musik, wie man auf CD2 hören kann oder wenn man an sein Projekt „Guilt Machine“ denkt. Hier bei „The Final Experiment“ wollte er aber wohl einfach zu viel. Sorry, mich packt das einfach nicht so richtig. Acht Punkte.

Anspieltipps: Listen To The Waves; muss man wohl echt durchhören, um sich ein Bild machen zu können.