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Samstag, 23. Januar 2021

Damien Rice – 9

 





Besetzung:

Damien Rice – clarinet, fender rhodes, guitar, percussion, piano, production, singing bowls, vocals, wurlitzer


Gastmusiker:

Daisy – drawing, painting
Shane Fitzsimons – bass, double bass
Lisa Hannigan – backing vocals
Vyvienne Long – cello
Cora Venus Lunny – viola, violin
Tom Osander – drums, glasses
Joel Shearer – electric guitar




Erscheinungsjahr: 2006


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. 9 Crimes (3:39)
2. The Animals Were Gone (5:41)
3. Elephant (5:57)
4. Rootless Tree (4:22)
5. Dogs (4:10)
6. Coconut Skins (3:45)
7. Me, My Yoke + I (5:57)
8. Grey Room (5:43)
9. Accidental Babies (6:33)
10. Sleep Don’t Weep (21:54)
11. The Rat Within The Grain (3:33)

Gesamtspieldauer: 1:11:19



„9“ nannte der irische Musiker Damien Rice sein zweites Studioalbum, was zuerst in seiner Heimat Irland am 3. November 2006 veröffentlicht wurde. Drei Singles wurden mit den Liedern „9 Crimes“, „Rootless Tree“ sowie „Dogs“ aus der Platte ausgekoppelt. Das Album wurde in Großbritannien mit Gold zertifiziert und erreichte dort Platz vier der UK-Album-Charts.

Ursprünglich wollte Damien Rice lediglich ein einziges Album aufnehmen, sein Debut „O“ aus dem Jahr 2002. Doch auf Drängen seiner Plattenfirma hin veröffentlichte er schließlich vier Jahre später auch noch „9“. Überraschenderweise sagte er später in einem Interview: „Jetzt bereue ich das, denn ich würde die Hälfte der Songs, die auf „9“ zu hören sind, herausnehmen. Ich denke einfach nicht, dass sie als Platte so gut ist, wie sie sein könnte.“

Wahrlich überraschend diese Aussage denn auch auf „9“ gibt es viel Schönes zu entdecken Sanfte Musik voller Gefühl, die sich meist melancholisch bis traurig anhört und dabei mit wunderschönen Melodien ausgestattet wurde. Die Lieder gehen sehr schnell ins Ohr, transportieren sehr viel Atmosphäre und lassen einen träumen und die Hektik des Tages völlig vergessen.

Höhepunkte gibt es einige auf „9“. Besonders herauszuheben sind dabei die ersten beiden Singles des Albums „9 Crimes“ und „Rootless Tree“. Beides sind wunderschöne Lieder, die Musik zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Und wie auch schon auf seinem Debut-Album „O“ mit dem Lied „Eskimo“, so packt Damien Rice auch auf „9“ noch einen Höhepunkt in Form eines als Bonus-Tracks verzeichneten Liedes mit auf das Album. „The Rat Within The Grain“ heißt dieser, verfügt über klasse arrangierten mehrstimmigen Gesang und geht ebenfalls ganz schnell ins Ohr.

Fazit: Auch wenn Damien Rice mit dem Ergebnis später anscheinend nicht mehr ganz zufrieden war, finde ich „9“ sehr gelungen. Das Album lebt von diesen traurigen Atmosphären, die die Lieder transportieren und von wunderschönen Melodien, klasse Arrangements und ganz viel Gefühl. Sehr hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: 9 Crimes, Rootless Tree, The Rat Within The Grain



Freitag, 16. Oktober 2020

Pure Reason Revolution – The Dark Third




Pure Reason Revolution – The Dark Third


Besetzung:

Chloe Alper – bass, vocals
Andrew Courtney – drums, percussion
Jon Courtney – vocals, guitars, programming, keyboards, bass
Jamie Wilcox – guitars, vocals
James Dobson – keyboards, violin, programming, vocals, bass
Gregory Jong – guitars, vocals, keyboards




Erscheinungsjahr: 2006


Stil: Art Rock


Trackliste:

CD1:

1. Aeropause (5:04)
2. Goshen’s Remains (5:45)
3. Apprentice Of The Universe (4:16)
4. The Bright Ambassadors Of Morning (11:56)
5. Nimos & Tambos (3:44)
6. Voices In Winter / In The Realms Of The Divine (6:35)
7. Bullits Dominae (5:22)
8. The Intention Craft (8:53)
9. He Tried To Show Them Magic / Ambassadors Return (5:13)
10. Asleep Under Eiderdown (3:02)

CD2:

1. In Aurelia (3:59)
2. Borgens Vor (4:17)
3. The Exact Colour (4:05)
4. The Twyngyn / Trembling Willows (7:16)
5. Golden Clothes (7:31)

Gesamtspieldauer CD1 (59:54) und CD2 (27:11): 1:27:05



Am 10. April 2006 erschien das Studioalbum-Debut „The Dark Third“ der englischen Band Pure Reason Revolution zum ersten Mal. Es folgten in den Jahren 2009 und 2010 mit den Alben „Amor Vincit Omnia“ sowie „Hammer And Anvil“ noch zwei weitere Veröffentlichungen, bis sich die Band auflöste. Erst in diesem, von der derzeitigen Pandemie beherrschten Jahr, fanden Jon Courtney und Chloë Alper wieder zusammen und legten mit „Eupnea“ ein wahrlich beeindruckendes und oft gelobtes Comeback-Album vor. Dies und der Umstand, dass besagtes Debut „The Dark Third“ inzwischen vergriffen oder nur noch zu Mondpreisen erhältlich war, bewogen wohl die Band und ihre Plattenfirma InsideOut Music „The Dark Third“ – um einen Titel ergänzt – neu aufzulegen.

„Asleep Under Eiderdown“ heißt dieses bisher unveröffentlichte Lied, welches perfekt zu den restlichen neun Titeln auf der ersten CD passt und sich diesen anschließt. Stilistisch fügt sich auch die zweite CD nahtlos in den Gesamteindruck der Musik von Pure Reason Revolution zu Beginn ihrer Karriere ein. Die zweite CD ist die ursprünglich im Jahr 2005 als EP „Cautionary Tales For The Brave“ erschienene erste Veröffentlichung der Briten.  Der Titel des Albums „The Dark Third“ bezieht sich auf das „Dunkle Drittel“ im Leben eines Menschen, jenes Drittel unserer Lebenszeit, welches wir im Schlaf verbringen.

Und die Musik? Diese ist eine Mischung aus manchmal poppigen, meist jedoch rockigen Titeln, eingängig und melodiös. Gerade die wunderschön arrangierten mehrstimmigen Gesangsparts hinterlassen hier Eindruck und stellen – neben den tollen Melodien – ein Markenzeichen der Musik von Pure Reason Revolution auf ihrem Debut dar. Die einzelnen Titel nehmen dabei in ihrem Verlauf häufig überraschende Wendungen und offenbaren immer wieder neue Stimmungen und Atmosphären. So werden harte Gitarrenriffs mit sanften Streichereinlagen, fast schwebende Klänge mit stakkatoartigen Rhythmen, spacigen Sounds mit erdigem Rock kombiniert und alles passt perfekt zusammen und lässt die Musik auf „The Dark Third“ so wunderschön abwechslungsreich und vielschichtig klingen.

Fazit: Abwechslungsreichen Art Rock gibt es auf „The Dark Third“ zu hören. Musik, die mit schönen Melodien und beeindruckenden Gesangsarrangements aufwartet. Pure Reason Revolution spielen auf ihrem Debut sehr variantenreich mit den Stimmungen von zart bis hart. Sehr gelungenes Debut und mit dem neuesten Werk „Eupnea“ der Höhepunkt in der Diskographie der Band. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Goshen’s Remains, The Bright Ambassadors Of Morning



Sonntag, 7. April 2019

Breaking Benjamin – Phobia




Breaking Benjamin – Phobia


Besetzung:

Benjamin Burnley – lead and backing vocals, rhythm guitar
Aaron Fink – lead guitar
Mark Klepaski – bass guitar
Chad Szeliga – drums, percussion


Gastmusiker:

Sebastian Davin – piano (on track 7, 12 and 14) and backing vocals (on track 7, 12 and 14)
David Eggar – cello on "The Diary Of Jane" (acoustic)
Scott Treibitz – cello arrangement
Helda Coccen-Mihan – backing vocals
Neil Zineatser – guitar (on track 5, 6, 12)


Label: Hollywood Records


Erscheinungsjahr: 2006


Stil: Alternative Rock, Alternative Metal


Trackliste:

1. Intro (1:13)
2. The Diary Of Jane (3:20)
3. Breath (3:38)
4. You (3:22)
5. Evil Angel (3:41)
6. Until The End (4:12)
7. Dance With The Devil (3:47)
8. Topless (3:03)
9. Here We Are (4:18)
10. Unknown Soldier (3:46)
11. Had Enough (3:50)
12. You Fight Me (3:12)
13. Outro (2:09)

Gesamtspieldauer: 43:37




„Phobia“ heißt das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Breaking Benjamin. Es erschien auf dem Plattenlabel Hollywood Records am 8. August 2006 in den USA und etwas über ein Jahr später, am 21. November 2007 in Europa. Das Album verkaufte sich in der ersten Woche nach der Veröffentlichung in den USA über 131.000 Mal und kletterte bis auf Platz zwei in den US Billboard 200 Charts. Der Albumtitel ist eine Anspielung auf die Flugangst des Bandnamengebers, Sängers und Gitarristen Benjamin Burnleys. Im Lied „Intro“ hört man dementsprechend auch Flughafen- und Flugzeuggeräusche. Im Lied „Outro“ findet dieser Ansatz erneut Anwendung.

„Phobia“ klingt während seiner gesamten Spielzeit unkompliziert, rockig, eingängig, allerdings leider auch ein wenig unspektakulär. Ohne, dass die Musik schlecht wäre, so scheint sie jedoch auf die schnelle Eingängigkeit hin getrimmt worden zu sein. Das spürt man beim Hören. Man hört keine Ecken und Kanten mehr, die Lieder scheinen sich alle zu ähneln, klingen auch ähnlich. Es gibt auf „Phobia“ weder Ausfälle noch Höhepunkte. Alles ist im Fluss, geht ineinander über und nach einer knappen Dreiviertelstunde wundert man sich, dass es schon wieder vorbei ist.

Dabei unterhält die Scheibe durchaus, die Lieder gehen auch ins Ohr, gleich beim ersten Durchlauf. Doch sie bleiben eben auch nicht hängen. Unterhaltung nur für den Moment. Kein Lied, welches man noch Stunden später im Sinn hat oder gar nachsummt. Doch Freundinnen und Freunde des Alternative Rock – und genau in diesem Genre bewegt sich die Musik hauptsächlich, sehr viel mehr als im Alternative Metal – werden mit „Phobia“ durchaus ihren Spaß haben und die Musik genießen können. Die dreizehn Nummern bedienen genau die Erwartungen an dieses Genre, wenn auch leider etwas zu „glattgebügelt“.

Fazit: Unkomplizierten, dafür eingängigen Alternative Rock bekommt man von Breaking Benjamin auf „Phobia“ serviert. Keine schlechten Lieder, jedoch auch keine besonders fordernde oder innovative Musik. Doch das Album unterhält, das kann man ihm wahrlich nicht absprechen. Für Rock Fans bestens geeignet – auch wenn ein wenig weniger geradliniger Mainstream dem Album gut getan hätte. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Diary Of Jane, You



Samstag, 23. Februar 2019

Steve Hackett – Wild Orchids




Steve Hackett – Wild Orchids


Besetzung:

Steve Hackett – guitars, electric sitar, harmonica, psaltery, optigan & voices


Gastmusiker:

Roger King – keyboards and programming and rhythm guitar on "Down Street".
John Hackett – principal flute on "To A Close", "She Moves In Memories", "Cedars Of Lebanon" & riff guitar on "Ego & Id"
Rob Townsend – saxes, principal flute on "Linda", alto flute on "She Moves In Memories", tin whistle and bass clarinet.
Gary O'Toole – drums and harmony voices.
Nick Magnus – keyboards on "Ego & Id".
Christine Townsend – principal violin, viola
Richard Stewart – cello
Dick Driver – double bass
Colin Clague – trumpet
Chris Redgate – oboe, cor anglais


Label: Camino Records / InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2006


Stil: Art Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Transylvanian Express (3:44)
2. Waters Of The Wild (5:34)
3. Set Your Compass (3:37)
4. Down Street (7:33)
5. A Girl Called Linda (4:44)
6. Blue Child (4:24)
7. To A Close (4:48)
8. Ego & Id (4:08)
9. Man In The Long Black Coat (5:07)
10. Cedars Of Lebanon (4:01)
11. Wolfwork (4:49)
12. Why (0:47)
13. She Moves In Memories (5:00)
14. The Fundamentals Of Brainwashing (3:00)
15. Howl (4:30)
16. A Dark Night In Toytown (3:42)
17. Until The Last Butterfly (2:28)

Gesamtspieldauer: 1:12:04




„Wild Orchids“ ist das achtzehnte Studioalbum des englischen Gitarristen und Sängers Steve Hackett. Es wurde am 11. September 2006 auf dem Plattenlabel Camino Records veröffentlicht und erschien später auch auf dem Label InsideOut Music. „Wild Orchids“ ist das letzte Steve Hackett Album mit einem Cover, das von seiner zweiten Frau Kim Poor entworfen wurde. Nach dem Erscheinen der Platte trennte sich das Paar.

Steve Hackett hat inzwischen schon lange seinen musikalischen Stil gefunden. Und dieser bedeutet, dass er jede Menge musikalische Stile bedient. Selbstverständlich gibt es auf „Wild Orchids“ Progressive Rock zu hören. Aber auch Folk, Pop, Rock, moderne Klassik, Weltmusik und viele weitere Genres werden angedeutet oder direkt angespielt. Somit kommt beim Hören niemals Langeweile auf, einheitlich klingt es inzwischen allerdings dann doch dadurch, weil es Steve Hackett Musik ist und diese ist eben nicht mehr auf nur ein musikalisches Genre festzulegen. Vieles auf „Wild Orchids“ geht gut ins Ohr, ist melodiös und eingängig. Mal klingt es dabei rockiger, mal poppiger, mal progressiver und dann wieder orchestraler. Überzeugend hört sich das immer an und macht Spaß. Einlassen können muss man sich allerdings auf diese Musik können und an dieser Stelle wird es für eher „Radiokonsumenten“ sicherlich dann doch deutlich schwieriger.

Höhepunkte gibt es einige auf „Wild Orchids“. Für mich sind es der Opener der Special Edition Ausgabe der Platte, das Instrumentalstück „Transylvanian Express“, welches bereits beim ersten Mal des Hörens mitreißt. Dann das zum Teil fast schon aggressive „Down Street“, welches aus vielen, auch sanfteren Passagen aufgebaut ist. Ich mag das Bob Dylan Cover „Man In The Long Black Coat” sehr und auch eine Nummer, die ebenfalls nur auf der Special Edition vorhanden ist, das Lied „Cedars Of Lebanon“. Bei letzterem handelt es sich um ein Lied mit viel Orchestereinsatz, welches so schön verwunschen klingt. Schließlich möchte ich an dieser Stelle noch das etwas jazzige „Howl“ erwähnen, ein tolles Lied, welches erst mit dem erneuten Hören zündet.

Fazit: Mit „Wild Orchids“ legt Steve Hackett einmal mehr ein sehr abwechslungsreiches Album vor, welches in vielen musikalischen Genres Zuhause ist. Die Musik geht fast durchgängig gut ins Ohr und man weiß niemals, was einen als nächstes auf dieser Scheibe erwartet. Die einzelnen Lieder erfordern die volle Konzentration von der Hörerin und dem Hörer, dann wirken sie richtig und überzeugend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Transylvanian Express, Down Street, Man In The Long Black Coat, Cedars Of Lebanon, Howl



Samstag, 16. Februar 2019

Focus – Focus 9 / New Skin




Focus – Focus 9 / New Skin


Besetzung:

Thijs van Leer – hammond organ, piano, flute, vocals (tracks 7, 11)
Niels van der Steenhoven – guitar
Bobby Jacobs – bass guitar
Pierre van der Linden – drums


Gastmusiker:

Jo de Roeck – vocals on "Just Like Eddy"


Label: Red Bullet


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Instrumentale Musik, Pop, Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Black Beauty (4:14)
2. Focus 7 (5:23)
3. Hurkey Turkey 2 (4:05)
4. Sylvia’s Stepson - Ubatuba (4:50)
5. Niels’ Skin (6:05)
6. Just Like Eddy (5:09)
7. Aya-Yuppie-Hippie-Yee (5:18)
8. Focus 9 (7:57)
9. Curtain Call (4:36)
10. Ode To Venus (4:30)
11. European Rap(sody) (10:23)
12. Pim (3:01)
13. It Takes 2 2 Tango (8:02)
14. Brazil Love (6:14)

Gesamtspieldauer: 1:19:55




„Focus 9“ beziehungsweise „New Skin“ heißt das neunte Studioalbum der niederländischen Rock Band Focus. „Focus 9 / New Skin“ wurde am 25. September des Jahres 2006 veröffentlicht und erschien auf dem Plattenlabel Red Bullet. Einen Rückkehrer gab es im Line-Up der Band. Pierre van der Linden, Schlagzeuger auf dem zweiten und dritten Focus Album 1972 und 1973 war zur Band zurückgekehrt. Eine weitere Umbesetzung betraf die Gitarre. Da hat Niels van der Steenhoven den Gitarristen Jan Dumée ersetzt.

Alles scheint wie immer zu sein auf „Focus 9 / New Skin“. Nur bei einem Lied wird gesungen, ansonsten hört man eher unverständliche menschliche Geräusche, wenn den überhaupt. Doch die meisten Lieder sind rein instrumental gehalten. Die Bandbreite der Musik reicht dabei von Pop über Rock zu jazzigen Ausflügen bis hin zu Progressive Rock. „Focus 9 / New Skin“ ist damit musikalisch gesehen ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, auf dem auch die Melodien immer wieder ins Ohr gehen. Doch es gibt auch die Phasen in der Musik auf dem Album, während der die Lieder sogar etwas experimentell und deutlich weniger eingängig klingen. Auch das kann auf dieser Platte durchaus spannend sein.

Die Höhepunkte auf „Focus 9 / New Skin“ heißen „Ode To Venus“ sowie „European Rap(sody)“. Bei erstgenanntem Titel steht zunächst das Piano im Vordergrund, bis die Gitarre mit einsetzt und diese beiden Instrumente abwechselnd die Nummer dominieren. Das klingt mal etwas schräger, mal etwas eingängiger, jedoch immer sehr entspannt. Thematisch geht das Lied dann in die nächste Nummer, „European Rap(sody)“, über. Zunächst getragen klingend, entwickelt sich hier ein sehr abwechslungsreiches Lied, während dem auch zahlreiche musikalische Klischees verschiedener Länder bedient werden. Trotzdem hat das was.

Fazit: Das neunte Studioalbum der niederländischen Rock-Band Focus mit dem Titel „Focus 9 / New Skin“ ist zumindest ein abwechslungsreiches geworden. Viele verschiedene musikalische Genres werden auf der Platte bedient, die von Pop bis hin zu jazzigen Akkorden reichen. Das klingt mal interessanter, mal weniger spannend. Einige der Lieder besitzen eine ganz nette Melodie, die auch ins Ohr geht. Insgesamt wirkt alles jedoch etwas zusammengestückelt und uneinheitlich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Ode To Venus, European Rap(sody)



Donnerstag, 6. September 2018

The Flower Kings – Paradox Hotel




The Flower Kings – Paradox Hotel


Besetzung:

Tomas Bodin – keyboards, vocals
Hasse Bruniusson – marimba, percussion
Hasse Fröberg – vocals, guitars
Marcus Liliequist – drums, percussion, vocals
Jonas Reingold – bass guitar, vocals
Roine Stolt – vocals, guitars


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

CD1 - Room 111

1. Check In (1:38)
2. Monsters & Men (21:19)
     I. Seasons Of War
     II. Prophets And Preachers
     III. Silent River
3. Jealousy (3:20)
4. Hit Me With A Hit (5:31)
5. Pioneers Of Aviation (7:42)
6. Lucy Had A Dream (5:28)
7. Bavarian Skies (6:38)
8. Selfconsuming Fire (5:54)
9. Mommy Leave The Light On (4:39)
10. End On A High Note (10:43)

CD2 - Room 222

1. Minor Giant Steps (12:13)
2. Touch My Heaven (6:08)
3. The Unorthodox Dancinglesson (5:22)
4. Man Of The World (5:59)
5. Life Will Kill You (7:02)
6. The Way The Waters Are Moving (3:11)
7. What If God Is Alone (6:59)
8. Paradox Hotel (6:29)
9. Blue Planet (9:43)

Gesamtspieldauer: CD1 (1:12:57) und CD2 (1:03:10): 2:16:07




„Paradox Hotel” nannte die schwedische Progressive Rockband The Flower Kings ihr neuntes Studioalbum. Zudem ist es auch ihre bereits vierte Doppel-Album Veröffentlichung. „Paradox Hotel” erschien am 4. April 2006 auf dem Plattenlabel InsideOut Music. Es ist das einzige Studioalbum der Band mit dem Schlagzeuger Marcus Liliequist.

Deutlich über zwei Stunden Spieldauer haben Roine Stolt und seine Mitstreiter also dieses Mal für ihre Hörerinnen und Hörer zusammengestellt. Es passiert bei den Schweden phasenweise in einer schier unglaublichen Geschwindigkeit, mit der sie Alben veröffentlichen, sodass man sich bereits beim Kauf einer Platte der Flower Kings manchmal die Frage stellt, ob hier Quantität nicht vor Qualität geht. Dann legt man die Scheibe ein, hört sich durch Stunden und fühlt sein zögerndes Gefühl leider bestätigt. Ins Ohr mag auf „Paradox Hotel“ schon mal gar nichts mehr gehen und beim ersten Mal des Durchhörens bleibt auch kein Titel besonders hängen. Mit jedem weiteren Durchlauf fallen einem dann doch ein paar schöne Stellen beziehungsweise Lieder auf, allerdings auch Titel, die nur als Füllmaterial bezeichnet werden können. Schade.

Auf „Paradox Hotel” hört man jede Menge Mainstream Rock, mit Progressive Rock hat dies oftmals nur noch am Rande zu tun. Nebenbei hören kann man eine Flower Kings Scheibe sowieso nicht, man muss sich immer darauf konzentrieren. Aber über zwei Stunden der eigenen Zeit konzentriert investieren, um diese Scheibe zu hören, das verlangt viel von einem ab. Trotzdem ist „Paradox Hotel” kein ganz schlechtes Album. Wenn man sich ein Album der Flower Kings zulegt weiß man, was man zu erwarten hat, welche Musik aus den Boxen beziehungsweise den Lautsprechern quellen wird. Es ist dieser ganz eigene musikalische Kosmos, indem die Flower Kings inzwischen schweben. Versetzte Stücke, mitunter etwas konstruiert klingend und nur ganz selten wirklich melodiös. Trotzdem werden die Platte eingefleischte Flower Kings Fans lieben und genau in deren Foren wird das Album auch durchaus positiv goutiert. Allerdings ist dies keine Musik für „jeden“ Progressive Rock Fan. Ganz viele Hörerinnen und Hörer wird diese geballte Ladung nicht mehr erreichen – Mainstream-Pop- und Rock-Freunde sowieso nicht.

Fazit: „Paradox Hotel” ist ein typisches Flower Kings Album geworden. Auf dem Doppelalbum gibt es diesen inzwischen so vertrauten Flower Kings Sound zu hören. Lieder, etwas konstruiert klingend, mit sehr melodiösen Parts, andererseits auch frickeligen Abschnitten, die kompliziert klingen und auch genauso klingen sollen. Ein Fest für Flower Kings Fans und ein Album, auf das man sich intensiv konzentrieren muss, um es zu begreifen. Nicht für jeden Progressive Rock Fan geeignet. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Lucy Had A Dream, Selfconsuming Fire



Dienstag, 21. August 2018

Three Days Grace – One-X




Three Days Grace – One-X


Besetzung:

Adam Gontier – lead vocals, rhythm guitar
Barry Stock – lead guitar
Brad Walst – bass guitar, backing vocals
Neil Sanderson – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Paul Decarli – pro tools, additional programming
Marc Vangool – drum tech, guitar tech
Ned Brower – background vocals on “Animal I Have Become“ and “One-X“
Taylor Locke – background vocals on “One-X“
Deborah Lurie – string arrangements on “Over and Over“


Label: Jive Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Metal, Hard Rock


Trackliste:

1. It's All Over (4:09)
2. Pain (3:23)
3. Animal I Have Become (3:51)
4. Never Too Late (3:29)
5. On My Own (3:05)
6. Riot (3:27)
7. Get Out Alive (4:22)
8. Let It Die (3:09)
9. Over And Over (3:11)
10. Time Of Dying (3:08)
11. Gone Forever (3:41)
12. One-X (4:47)

Bonus Track der Special Edition:

13. Running Away (4:00)

Gesamtspieldauer: 47:48



„One-X“ heißt das zweite Studioalbum der kanadischen Rockband Three Days Grace. Das Album wurde am 13. Juni 2006 auf dem Plattenlabel Jive Records veröffentlicht und stellte sowohl bei den Kritikern wie auch bei den Verkaufszahlen einen Erfolg dar. Inzwischen war die Band auf vier Mitglieder angewachsen, denn Gitarrist Barry Stock war nun mit an Bord, der den Job an der Leadgitarre von Sänger Adam Gontier übernahm.

Auf „One-X“ hört man durchaus eingängigen Alternative Metal, der relativ kompromisslos härter aus den Boxen knallt, dabei jedoch nie seine Melodiösität und Eingängigkeit verliert. Die Platte funktioniert gleich beim ersten Mal des Hörens und ist alles andere als Schmuse-Rock. Es wird gerockt auf „One-X“ – und das ununterbrochen. Der Hörerin beziehungsweise dem Hörer werden hierbei keine Verschnaufpausen eingeräumt, nichts verwässert auf „One-X“ den rockigen Anstrich der Musik. Alle Lieder des Albums sind in etwa im selben Stil gehalten. Wenn ein Lied wie zum Beispiel „Never Too Late“ dann doch mal mit eher sanften Klängen der Akustik-Gitarre beginnt, so ist dies lediglich als Einleitung zu verstehen, der Refrain rockt ebenfalls wieder.

Und damit wären wir auch beim Problem, was vielen dieser Bands anhaftet, die vornehmlich Musik für den nordamerikanischen Markt zu machen scheinen. Die Musik ist wahrlich nicht schlecht, jedoch leider fast immer auswechselbar. Die Lieder von Three Days Grace auf „One-X“ gehen beim ersten Mal des Hörens ins Ohr, doch sie verbleiben dort nicht. Es ist glattpolierte Massenware, die alles macht, nur nicht in Erinnerung bleiben. Sie wirkt, jedoch leider nur kurzfristig. Diese Musik besitzt keine Ecken und Kanten mehr, Konformität für den Massenmarkt eben. Steht man von daher auf das Besondere in der Musik, kann man „One-X“ selbstverständlich gut hören, die Begeisterung wird sich allerdings in Grenzen halten. Höhepunkt der Scheibe sind für mich die beiden Titel „Pain“ und „Get Out Alive“, da sie besonders gut ins Ohr gehen. Jedoch etwas Außergewöhnliches stellen auch diese Titel nicht dar.

Fazit: Der Spaß ist da beim Hören von „One-X“, der zweiten Platte der kanadischen Band „Get Out Alive“. Allerdings beschränkt sich dieser „Spaß“ auf den Moment des Hörens, die Musik hallt nicht besonders nach. Dabei wirken die Lieder bereits beim ersten Mal des Hörens und ihnen kann intensiv gelauscht werden, genauso können sie jedoch im Hintergrund laufen, ohne großartig herauszustechen aus dem Mainstream des Rock. Dafür gibt es keinen einzigen schlechten Titel auf „One-X“, massenkonform eben, aber auch das bringt Vorteile mit sich. Acht Punkte.

Anspieltipps: Pain, Get Out Alive, Over And Over



Dienstag, 14. August 2018

Olli Schulz und der Hund Marie – Warten auf den Bumerang




Olli Schulz und der Hund Marie – Warten auf den Bumerang


Besetzung:

Olli Schulz – Gitarre, Stimme, Chor
Max Schröder – Gitarre, Schlagzeug, Stimme, Klavier, Tambo


Gastmusiker:

Dennis – Bass, Gitarre, Tasten
Moses – Chor, Vinyl, Sounds
Mark Tevassol – Chor
Pola Roy – Chor
Arnis Teutoburg-Weiss – Chor
Ben – Klavier, Schlagzeug
Andre – Schlagzeug
Miriam Voß – Streicher
Bettina Hahn – Streicher
Marili Werle – Streicher
Ruth May – Streicher
Hammari Spiegel – Streicher
Sherin Sorour – Streicher
Tatjana Merzyn – Streicher
Kristina Moser – Streicher
Nikolaus Barnat – Streicher
Daniel Sorour – Streicher
Benjamin Sprick – Streicher
Katharina Kühl – Streicher
Judith Holofernes – Stimme
B.deutung – Cello
Martin von Villiez – Tuba


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. In jede Richtung (2:58)
2. Wenn die Music nicht so laut wär' (3:17)
3. Keiner hier bewegt sich (Wir fallen) (2:48)
4. Unsichtbarer Vogel (3:29)
5. Schritt für Schritt (2:23)
6. Medizin (3:35)
7. Rückspiegel (4:26)
8. Wenn das Leben dich beißt (5:40)
9. Was macht man bloß mit diesem Jungen? (2:37)
10. Armer Vater (3:24)
11. Kleine Meise, großes Herz (2:09)

Gesamtspieldauer: 36:53




In den Jahren 2003 bis 2006 veröffentlichte Olli Schulz drei Alben unter der Überschrift „Olli Schulz und der Hund Marie“. „Der Hund Marie“ steht dabei für den Gitarristen Max Schröder, der auch mit der Band Tomte Erfolge verzeichnete. Das letzte Album, welches in dieser Konstellation erschien, heißt „Warten auf den Bumerang“ und wurde im Jahr 2006 auf dem Plattenlabel Universal Music veröffentlicht. Seitdem hat es mit einer Zusammenarbeit der beiden Musiker nicht mehr geklappt und die Beiden veröffentlichen seitdem getrennt voneinander Platten, eine weitere Zusammenarbeit ist dabei allerdings angeblich jedoch nicht ausgeschlossen.

Auf „Warten auf den Bumerang“ hört man einprägsamen und melodiösen Pop bis Rock, der überwiegend ruhig gehalten ist und eher in den Stimmungen der Melancholie und Traurigkeit verhaftet ist, denn die Spaßfraktion bedient. Man benötigt für diese Scheibe auch keine Anlaufzeit, einmal auf- beziehungsweise eingelegt und die Musik wirkt. Dieser eine herausragende Titel ist auf „Warten auf den Bumerang“ zwar nicht enthalten, trotzdem unterhält die Platte sehr gut, denn einen Ausfall gibt es auf diesem Album ebenfalls nicht zu beklagen.

Nichts zum Überspringen oder Auslassen vorhanden, dafür jede Menge Musik die klingt und wirkt. Am eingängigsten und packensten klingen die beiden Lieder „Wenn das Leben dich beißt“ sowie „Armer Vater“. Erster Titel hat einen tollen Groove, der durch einige Streicher mit vermittelt wird und „Armer Vater“ klingt so wunderschön traurig. Dazu verfügen beide Lieder über sehr schöne Texte, die mitzuhören sich lohnen. Überhaupt die Texte, für die sich Olli Schulz verantwortlich zeigt, wohingegen die Musik eine Gemeinschaftsproduktion von Olli Schulz und Max Schröder ist. Diese lohnen sich bei Olli Schulz fast immer. Mal nachdenklich, dann wieder lustig oder gar etwas bissig. Und praktisch keine Liebeslieder – schön.

Fazit: Ein schönes und abwechslungsreiches Album ist „Warten auf den Bumerang“ von Olli Schulz und der Hund Marie geworden. Deutsch-Pop bis Deutsch-Rock der eingängigen und intelligenteren Sorte. Die Texte wirken, die Musik zu allermeist ebenfalls, auch wenn auf diesem Album kein absoluter Ohrwurm enthalten ist. Doch „Warten auf den Bumerang“ lohnt trotzdem. Neun Punkte.

Anspieltipps: Keiner hier bewegt sich, Wenn das Leben dich beißt, Armer Vater



Donnerstag, 2. August 2018

Regina Spektor – Begin To Hope




Regina Spektor – Begin To Hope


Besetzung:

Regina Spektor – piano, vocals, guitar, percussion


Gastmusiker:

Nick Valensi – guitar on “Better”
David Kahne – bass on “Better”
Zhao Gang – erhu on “Field Below”
Ralph U. Williams – saxophone on “Lady”
Shawn Pelton – drums on “Fidelity”, “Better”, “On The Radio”, “Hotel Song”, “Après Moi” & “That Time”


Label: Sire Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Independent Pop


Trackliste:

1. Fidelity (3:47)
2. Better (3:22)
3. Samson (3:11)
4. On The Radio (3:22)
5. Field Below (5:18)
6. Hotel Song (3:29)
7. Après Moi (5:08)
8. 20 Years Of Snow (3:31)
9. That Time (2:39)
10. Edit (4:53)
11. Lady (4:45)
12. Summer In The City (3:50)

Gesamtspieldauer: 47:20



„Begin To Hope“ heißt das vierte Studioalbum der amerikanischen Singer-Songwriterin Regina Spektor. Es wurde am 13. Juni 2006 auf dem Plattenlabel Sire Records veröffentlicht. Das Album debütierte in den USA auf Platz 70 der Billboard 200 und kletterte nicht zuletzt aufgrund der Popularität der Single „Fidelity“ bis auf Platz 20 der Charts. Das Rolling Stone Magazine erwähnt „Begin To Hope“ als das 21. beste Album des Jahres 2006.

Zu hören gibt es auf „Begin To Hope“ einmal mehr eine zumeist sanfte Mischung aus Piano-dominierten Titeln, zu denen Regina Spektor ihren abwechslungsreichen Gesang hinzusteuert. Nur selten klingt es dabei etwas rockiger, wie beim Titel „Better“. Der Großteil der Stücke ist ruhig und sanft gehalten, von einer gewissen Melancholie bis Nachdenklichkeit getragen. Kleinere musikalische Experimente, wie sie noch auf dem Vorgängeralbum „Soviet Kitsch“ zu hören waren, fehlen dieses Mal völlig. Alle Stücke klingen eingängig und gehen ins Ohr. Auch wenn kein einzelner Titel sehr weit oder besonders heraussticht, so ist es das Gesamthörerlebnis, welches hier überzeugt und am Abend einen Tag entspannt ausklingen lässt.

Die Höhepunkte auf „Begin To Hope“ heißen „Fidelity“, „On The Radio“ und „Après Moi“. Erstgenannter Titel ist gleichzeitig mit eines der bekanntesten Stücke der gebürtigen Russin, verfügt über eine Melodie mit Wiedererkennungswert und geht ins Ohr. Das gilt ebenfalls für die Nummer „On The Radio“. „Après Moi“ singt Regina Spektor zum Teil in Russisch ein und dieses Lied hinterlässt den längsten und nachhallendsten Eindruck. Das Highlight auf dem Album, welches insgesamt sehr ausgewogen klingt und keinerlei Ausfälle aufweist.

Fazit: Eine schönes und entspanntes Pop-Album ist „Begin To Hope“ von Regina Spektor geworden. Zumeist sanfte Klänge sind darauf zu hören, welche schnell ins Ohr gehen. Alle Lieder sind sehr melodisch gehalten und gehen ins Ohr. Dazu gibt es ein paar Höhepunkte und keinen Titel, der überhaupt nicht wirkt. Eine Platte zum Entspannen und Herunterkommen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Fidelity, On The Radio, Après Moi



Sonntag, 20. Mai 2018

Motorpsycho – Black Hole / Blank Canvas




Motorpsycho – Black Hole / Blank Canvas


Besetzung:

Bent Sæther – all instruments
Hans Magnus Ryan – all instruments


Gastmusiker:

Jacco van Rooij – drums on „You Lose“


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

CD1:

1. No Evil (6:06)
2. In Our Tree (3:39)
3. Coalmine Pony (3:17)
4. Kill Devil Hills (7:18)
5. Critical Mass (5:21)
6. The 29th Bulletin (5:48)
7. Devil Dog (4:24)
8. Triggerman (6:14)

CD2:

1. Hyena (4:01)
2. Sancho Says (3:33)
3. Sail On (4:17)
4. The Ace (3:46)
5. L.T.E.C. (Déjà-Vulture Blues) (6:19)
6. You Lose (5:32)
7. Before The Flood (8:58)
8. Fury On Earth (2:49)
9. With Trixeene Through The Mirror, I Dream With Open Eyes (3:31)

Bonus CD:

1. Hyena (Single Edition) (4:04)
2. Bonny Lee (4:01)

Gesamtspieldauer: CD1 (42:11) und CD2 (42:50) und CD3 (8:06): 1:33:08




Außergewöhnlich lange vier Jahre hat es gedauert, bis nach der Platte „It's A Love Cult“ das elfte Studioalbum der norwegischen Rockband Moorpsycho erschien. Die Ursache für solch eine lange Zeit bis zum nächsten Album lag zum einen wohl darin begründet, dass Motorpsycho in ihrem Nebenproject Tussler aktiv waren, bei dem sie dem „Country“ frönen. Zum anderen verließ der langjährige Schlagzeuger Håkon Gebhardt die Band im Jahr 2005, um sich noch mehr bei HGH, einer norwegischen Alternative Country Band einbringen zu können. Bent Sæther und Hans Magnus Ryan beschlossen jedoch, dann eben als Duo weiter zu machen und am 17. März 2006 erschien endlich das neue Album mit dem Titel „Black Hole / Blank Canvas“. Nach vier Jahren ohne Studio-Veröffentlichung gab es dann anscheinend so viel Material, dass „Black Hole / Blank Canvas“ auf dem Plattenlabel Stickman Records gleich als Doppelalbum erschien.

„Black Hole / Blank Canvas“ ist völlig anders als die eher poppigen Alben von Motorpsycho, die kurz nach der Jahrtausendwende entstanden sind. „Black Hole / Blank Canvas“ ist ein reines Rock-Album geworden. Streicher und Bläser, die es noch auf den vorherigen Platten in großer Zahl zu hören gab, fehlen dieses Mal. Man hört ein Album voller Alternative Rock, zumeist absolut geradlinig und kompromisslos, auf dem man die etwas ruhigeren Abschnitte wahrlich suchen muss. Alle Instrumente wurden von den beiden Musikern im Alleingang eingespielt, nur bei der Nummer „You Lose“ hört man Jacco van Rooij am Schlagzeug. „Black Hole / Blank Canvas“ klingt frisch, rockig, durchaus auch packend und energiegeladen. Nichts auf diesem Album hört sich kompliziert an, wie es durchaus häufiger auf anderen Motorpsycho-Veröffentlichungen vorkommt. Ein klein wenig wirkt das alles so, als ob Bent Sæther und Hans Magnus Ryan sich hier erst mal selbst ausprobieren wollten und allen „Schnickschnack“ vorerst beiseiteschoben.

Laune macht viel auf „Black Hole / Blank Canvas“, wenn man dem zumeist etwas härteren Alternative Rock auch etwas abgewinnen kann. Allerdings fällt es mir schwer, in der Musk von Motorpsycho auf ihrem elften Album etwas Besonders zu sehen oder zu finden. Man hört hier gut gemachten Rock, manchmal eingängiger, manchmal weniger. Meist treibender, seltener ruhig und nachdenklich. Das klingt alles gut auf „Black Hole / Blank Canvas“. Aber klingt das auch irgendwie besonders? Nein. Trotzdem hält dieses Album für Freundinnen und Freunde des Rocks überzeugende Musik parat. Besonders gelungene sogar bei den drei hintereinander angeordneten Stücken „Critical Mass“, „The 29th Bulletin“ und „Devil Dog“, die sich allesamt auf der ersten Scheibe befinden. Spannender, eingängiger und packender Alternative Rock. Von der zweiten CD sei hier das längste Lied der Platte „Before The Flood“ erwähnt. Eine zunächst deutlich langsamere und relaxte Nummer, die zwischenzeitlich auch immer wieder mal etwas das Tempo anzieht. Trotz der Länge ist „Before The Flood“ jedoch auch kein Progressive Rock, dafür allerdings gut gemachter und abwechslungsreicher Alternative Rock.

Manchen Ausgaben des Albums, welches übrigens sehr schön in Form eines kleinen Buchers aufgelegt wurde, ist noch eine kurze Bonus-CD beigefügt. Diese enthält neben der Single-Ausgabe des Stücks „Hyena“ noch die Nummer „Bonny Lee“. Ein toller Rock-Titel, der nun bereits das Terrain des Alternative Rock verlassen hat und sich im Bereich des Heavy Metal austobt. Cooles Lied.

Fazit: Motorpsycho klingen auf „Black Hole / Blank Canvas“ wie eine spielfreudige Alternative Rock Band und genau das sind sie wohl auch zu diesem Zeitpunkt ihrer Karriere. Beindruckend, dass die beiden verbleibenden Musiker alle Titel auf der Platte selbst eingespielt haben. Dabei handelt es sich um Rock der zumeist härteren Sorte. Die ruhigeren Abschnitte gibt es ebenfalls auf der Scheibe, doch sie sind deutlich in der Unterzahl. Für Rock-Freundinnen und -Freunde bestens geeignet. Für all jene Hörerinnen und Hörer, die Motorpsycho für ihre progressiven Ansätze und ihre psychedelischen Ausflüge lieben, dann sicher nicht das Album der ersten Wahl. Neun Punkte.

Anspieltipps: Critical Mass, The 29th Bulletin, Devil Dog, Before The Flood, Bonny Lee



Sonntag, 15. April 2018

Various Artists – The Very Best Of Love Legends




Various Artists – The Very Best Of Love Legends


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Pop, Rock, Soul


Trackliste:

CD1:

1. John Lennon – Woman (3:33)
2. Spandau Ballet – True (5:36)
3. Robbie Williams – Angels (3:59)
4. Wet Wet Wet – Love Is All Around (3:55)
5. Whitesnake – This Is Love (4:43)
6. Roxette – It Must Have Been Love (4:18)
7. Phyllis Nelson – Move Closer (4:02)
8. Tina Turner – Let’s Stay Together (3:36)
9. The Temptations – Let’s Stay Together (2:41)
10. Natalie Cole – This Will Be (Everlasting Love) (2:50)
11. Carly Simon – Nobody Does It Better (3:29)
12. The Beach Boys – God Only Knows (2:49)
13. KT Tunstall – Other Side Of The World (3:33)
14. Simon Webbe – No Worries (3:29)
15. Madness – It Must Be Love (3:18)
16. Hot Chocolate – It Started With A Kiss (3:49)
17. The Hollies – The Air That I Breathe (4:11)
18. Judie Tzuke – Stay With Me Till Dawn (3:54)
19. Joe Cocker – Sorry Seems To Be The Hardest Word (3:59)
20. George Michael – Jesus To A Child (6:52)

CD2:

1. Diana Ross – When You Tell Me That You Love Me (4:13)
2. The Righteous Brothers – Unchained Melody (3:36)
3. LeAnn Rimes – How Do I Live (4:09)
4. Phil Collins – One More Night (4:52)
5. Daniel Bedingfield – If You’re Not The One (3:40)
6. Katie Melua – Nine Million Bicycles (3:15)
7. Brian Kennedy – You Raise Me Up (4:08)
8. Eva Cassidy – Songbird (3:43)
9. Dan Hill – Sometimes When We Touch (4:09)
10. Odyssey – If You’re Lookin’ For A Way Out (4:28)
11. Al Green – Tired Of Being Alone (2:49)
12. Jimmy Helms – Gonna Make You An Offer You Can’t Refuse (3:39)
13. Bryan Ferry – Smoke Gets In Your Eyes (2:54)
14. Julie London – Cry Me A River (2:49)
15. Dean Martin – Sway (2:42)
16. Paul & Paula – Hey Paula (2:29)
17. The Everly Brothers – (‘Til) I Kissed You (2:24)
18. Honeybus – I Can’t Let Maggie Go (2:56)
19. Jackie De Shannon – What The World Needs Now Is Love (3:05)
20. Peabo Byrson & Roberta Flack – Tonight, I Celebrate My Love (3:31)

Gesamtspieldauer CD1 (1:18:43) und CD2 (1:09:38): 2:28:21



Noch ein Kompilationsalbum zu den tausend anderen, die es bereits zum Thema „Liebeslied“ gibt. Die Überschrift „Love“ – und noch mal das hier transportierte Gefühl – verkauft sich eben gut und romantisch möchten es doch alle irgendwie haben. „The Very Best Of Love Legends“ erschien im Jahr 2006 auf dem Plattenlabel Virgin Records in Form einer Doppel-CD und ist mit vierzig Titeln randvoll mit jeder Menge Schmusemusik gefüllt.

Welche Lieder einem dabei am ehesten zusagen, liegt natürlich ganz am eigenen Musikgeschmack. Sind es eher die poppigeren Stücke, die rockigeren Lieder oder aber die souligen Songs? All diese gibt es auf „The Very Best Of Love Legends“ zu hören. Nicht jeder Titel ist dabei bekannt und am Ende der CD2 wird sogar ein kleiner Zeitsprung vollführt und man hört Lieder aus den 60ern. Mit knapp zweieinhalb Stunden Spieldauer gibt es auf dieser Zusammenstellung viel zu hören und die Platte lohnt, irgendwo im Hintergrund mitzulaufen, um den Raum zu füllen. Sich darauf zu konzentrieren, lohnt bei den vielen unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern kaum, denn bei dieser Anzahl von Musik enthält „The Very Best Of Love Legends“ zwangsläufig auch Titel, die man deutlich weniger mag.

Fazit: Eine weitere Zusammenstellung von Liebesliedern unter tausend anderen, die es bereits zu diesem Thema gibt. „The Very Best Of Love Legends“ hebt sich dabei in keiner Weise irgendwie positiv oder negativ von anderen solchen Zusammenstellungen ab. Manches darauf wird man mögen, anderes nicht. Pop, Rock und Soul sind die musikalischen Zutaten dieses Doppelalbums, auf dem auch viele eher unbekannte Sängerinnen und Sänger zu hören sind. Allerhöchstens Durchschnitt. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Angels (Robbie Williams), Other Side Of The World (KT Tunstall), It Must Be Love (Madness), Nine Million Bicycles (Katie Melua), Smoke Gets In Your Eyes (Bryan Ferry)



Dienstag, 31. Oktober 2017

Rainbow – Deutschland Tournee 1976 - Nürnberg Messezentrum Halle 28. 9. 1976




Rainbow – Deutschland Tournee 1976 - Nürnberg Messezentrum Halle 28. 9. 1976


Besetzung:

Ritchie Blackmore – guitar
Ronnie James Dio – lead vocals
Cozy Powell – drums, percussion
Jimmy Bain – bass
Tony Carey – keyboards


Label: AFM Records


Erscheinungsdatum: 2006 (aufgenommen 1976)


Stil: Hard Rock


Trackliste:

CD1:

1. Introduction (1:13)
2. Kill The King (4:46)
3. Mistreated (12:51)
4. Sixteenth Century Greensleeves (8:09)
5. Catch The Rainbow (13:20)
6. Man On The Silver Mountain (13:40)


CD2:

1. Stargazer (14:50)
2. Still I'm Sad (17:03)
3. Do You Close Your Eyes (6:42)

Gesamtspieldauer CD1 (54:01) und CD2 (38:37): 1:32:39



„Deutschland Tournee 1976” ist zugegebenermaßen ein etwas seltsam anmutender Titel für ein Live-Album der englischen Band Rainbow. Ergänzt wird diese Überschrift noch durch Ort und das Datum des damaligen Konzertes „Nürnberg Messezentrum Halle 28. 9. 1976”. Insgesamt gibt es diese Veröffentlichung auch noch mit den Konzerten in Köln (25. September 1976) und Düsseldorf (27. September 1976) in identischer, sowie mit ebenfalls fast gleicher Titelauswahl vom 20. Oktober 1977 in München. In Japan wurden die ersten drei genannten Konzerte als sechs CD umfassende Box herausgegeben, in der restlichen Welt erschienen die Alben in Form von Doppelalben. „Deutschland Tournee 1976 - Nürnberg Messezentrum Halle 28. 9. 1976“ wurde im Jahr 2006 auf dem Plattenlabel Humming Bird veröffentlicht.

Rainbow sind bei diesen Konzerten auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensphase und das hört man auch. Die Studioalben „Ritchie Blackmore's Rainbow“ sowie „Rising“ waren bereits veröffentlicht, zur Platte „Long Live Rock 'n' Roll“ lagen die ersten Ideen vor, wie man an der hier enthaltenen Version von „Kill The King“ gut nachhören kann. Die vier Musiker haben auf diesem Konzert eindeutig Spaß an dem, was sie da gerade zelebrieren und halten sich auch kaum an die Vorgaben des ursprünglichen Liedes. Alle Lieder werden stark variiert, sodass sie zwar noch denselben Titel wie die Album-Versionen der entsprechenden Lieder tragen, doch zum Teil fast schon zu eigenständigen Nummern werden. Man hört mitreißende Instrumentalsoli und auch einen Ronnie James Dio in Höchstform.

Dieses Live-Album stellt definitiv eine Bereicherung für jeden Rainbow Fan dar, aber auch Freunde der Rockmusik, die die ursprünglichen Titel noch nicht kennen, dürften an diesen Aufnahmen ihren Spaß haben. Vor allen Dingen das Yardbirds-Cover „Still I'm Sad“, im Original mit einer Laufzeit von 2:57 und in ebenfalls sehr kurzer Version auch auf dem ersten Rainbow Studioalbum vorhanden, wird auf diesem Konzert in einer siebzehnminütigen Version wiedergegeben, die das Herz der Rockfreundin beziehungsweise des Rockfreundes einfach höherschlagen lassen muss. Wahrlich beeindruckend, abwechslungsreich und mitreißend.

Fazit: Für alle Hörerinnen und Hörer, die die Musik von Rainbow, aber auch die von Deep Purple lieben, eine lohnende Anschaffung. Die auf der Doppel-CD enthaltenen Lieder sind in völlig anderen Versionen vorhanden, als die Originalaufnahmen auf den Studioalben. Das Lied „Kill The King“ in einer Version, aus der sich der Titel noch endgültig herausbilden muss, denn das dazugehörige Studioalbum wurde erst im drauffolgenden Jahr veröffentlicht. Auf „Deutschland Tournee 1976 - Nürnberg Messezentrum Halle 28. 9. 1976“ rockt es, Hard Rock der allerfeinsten Sorte gibt es hier zu hören. Macht einfach Spaß. Für Rock Fans bestens geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Still I'm Sad



Donnerstag, 26. Oktober 2017

Patrick Watson – Close To Paradise




Patrick Watson – Close To Paradise


Besetzung:

Patrick Watson – piano, vocals, drum programming


Gastmusiker:

Simon Angell – electric and acoustic guitars, lap steel, banjo
Mischka Stein – electric and upright bass, glockenspiel
Ronnie Kuster – drums, percussion, marimba, backup vocals, saw, piano on “Daydreamer”
Elisabeth Powell – backing vocals on “Bright Shining Lights” and “Close To Paradise”
Jonathan Cayn – organ on “Bright Shining Lights”
Katie Moore – back up vocals on “Storm”
Melanie Auclair – cello on “One Of These Days”
Brigitte Henry – backing vocals on “Man Under The Sea”
Nicholas Trothier – trombone
Jasmin Frenetle – trombone
Geneviève Bouffard – trombone
Phillipe Legoult – tuba
Louis Pierre Bergeron – french horn
Jargolaine Lambert – violin
Anne-Marie Leblanc – cello
Marilov Robitaille – violin
John Corban – violin


Label: Secret City Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Close To Paradise (5:02)
2. Daydreamer (4:34)
3. Slip Into Your Skin (3:37)
4. Giver (3:27)
5. Weight Of The World (4:40)
6. The Storm (3:12)
7. Mr. Tom (2:48)
8. Luscious Life (3:09)
9. Drifters (4:27)
10. Man Under The Sea (3:29)
11. The Great Escape (3:07)
12. Sleeping Beauty (5:33)
13. Bright Shiny Lights (2:34)

Gesamtspieldauer: 49:43




„Close To Paradise” heißt das zweite Studioalbum des kanadischen Sängers und Songschreibers Patrick Watson. Veröffentlicht wurde das Album am 26. September des Jahres 2006 und es erschein auf dem Plattenlabel Secret City Records. Auf „Close To Paradise” hört man interessanten und abwechslungsreichen ArtPop, den es auf diese Art und Weise sonst nicht so häufig zu hören gibt.

Die einzelnen Lieder auf der Platte sind nicht zu lang geraten, trotzdem überaus abwechslungsreich. Alles auf diesem Album geht gut ins Ohr, wirkt dabei zum Teil richtiggehend schräg, manchmal etwas verschroben. Die Stücke sind allesamt sehr melodiös und eingängig, jedoch möchte einem das beim ersten Mal des Hörens noch gar nicht so wirklich auffallen. Mit jedem weiteren Durchlauf eröffnet sich einem jedoch der musikalische Kosmos des Patrick Watson etwas mehr und schließlich hört man auf der Scheibe sogar einige Ohrwürmer, die einen einfach nicht mehr loslassen möchten.

Klingt solch ein Lied wie „Weight Of The World“ zunächst wie eine Mischung aus Zirkusmusik, Geisterbahn und Hafenkneipe und man bleibt beim Abspielen zuerst eher überrascht zurück, so wird das Lied mit jedem weiteren Hören immer begeisternder. Diese Musik klingt wahrlich ungewöhnlich. Sehr gelungen auch immer die von Patrick Watson am Piano eingespielten Passagen, die sein Gefühl für die schöne Melodie nochmals unterstreichen. Ein weiterer zentraler Punkt in der Musik des Kanadiers ist sein Gesang, der mitunter schwindelerregende Höhen annehmen kann und dabei ebenfalls immer noch überzeugend klingt. Doch, dieses Album macht Spaß.

Fazit: ArtPop der ganz anders klingt, nicht zu vergleichen ist mit dem Gedudel, welches man im Radio vorgesetzt bekommt, genau diesen bekommt man hier serviert. Patrick Watson erschafft auf seinem zweiten Album mit dem Titel „Close To Paradise“ Musik, die berührt, die einen packt. Diese ist sicherlich nicht ganz einfach, jedoch, wenn man sich ein wenig Zeit nimmt, um in diese musikalische Welt einzutauchen, dann wird man, wenn man auf das Besondere in der Musik steht, belohnt werden. Elf Punkte.

Anspieltipps: Weight Of The World, The Storm, Mr. Tom