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Sonntag, 23. Mai 2021

Accept – Restless And Wild

 



Accept – Restless And Wild


Besetzung:

Udo Dirkschneider – vocals
Wolf Hoffmann – guitars
Herman Frank – guitars
Peter Baltes – bass
Stefan Kaufmann – drums


Label: Brain


Erscheinungsjahr: 1982


Stil: Heavy Metal


Trackliste:

1. Fast As A Shark (3:49)
2. Restless And Wild (4:12)
3. Ahead Of The Pack (3:24)
4. Shake Your Heads (4:17)
5. Neon Nights (6:02)
6. Get Ready (3:41)
7. Demon‘s Night (4:28)
8. Flash Rockin‘ Man (4:28)
9. Don‘t Go Stealing My Soul Away (3:16)
10. Princess Of The Dawn (6:16)

Gesamtspieldauer: 43:58



„Restless And Wild“ heißt das vierte Studioalbum der deutschen Heavy-Metal-Band Accept. Es wurde am 2. Oktober 1982 in Kontinentaleuropa und im darauffolgenden Jahr in den USA und Großbritannien veröffentlicht. „Restless And Wild“ erschien auf dem Plattenlabel Brain und war das erste Accept-Album, das nicht im Delta-Studio aufgenommen wurde, da die Band in Dieter Dierks' Studio in Stommeln umgezogen war. Es ist auch das erste Accept-Album, bei dem Udo Dirkschneider alle Titel singt.

Zu hören gibt es auf „Restless And Wild“ relativ kompromisslosen und konsequenten Heavy Metal. Dieser hämmert relativ unbeirrt durch das Album, besitzt durchaus Qualität, ohne großartige Ausschläge nach unten. Heute klingt das – bei aller Würdigung des Alters – einigermaßen bieder, trotzdem wahrlich nicht schlecht. Heavy Metal Fans werden auch heute noch Spaß an der Scheibe finden.

Zwei Höhepunkte gibt es auf „Restless And Wild“ und das sind die beiden längsten Stücke der Platte „Neon Nights“ sowie „Princess Of The Dawn“. Diese beiden Lieder verfügen über eine eingängige Melodie, changieren die Stimmungen, wandeln sich und gehen eben noch besser ins Ohr, als die restlichen Stücke des Albums. Höhepunkt auf „Restless And Wild“ ist dabei sicherlich der letzte Titel „Princess Of The Dawn“ der zeigt, welches Potential in der Band steckte.

Fazit: Deutscher Heavy Metal aus den 80ern. Ziemlich konsequent, kompromisslos und mit zwei Höhepunkten und keinen Ausfällen. Den Hevy Metal Fans dürfte das auch heute noch gefallen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Neon Nights, Princess Of The Dawn



Mittwoch, 18. September 2013

Accept – Stalingrad




Accept – Stalingrad


Besetzung:

Wolf Hoffmann – guitar
Peter Baltes – bass
Mark Tornillo – vocals
Herman Frank – guitar
Stefan Schwarzmann – drums


Label: Nuclear Blast


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Heavy Metal


Trackliste:

1. Hung, Drawn And Quartered (4:35)
2. Stalingrad (5:59)
3. Hellfire (6:07)
4. Flash To Bang Time (4:08)
5. Shadow Soldiers (5:47)
6. Revolution (4:08)
7. Against The World (3:36)
8. Twist Of Fate (5:31)
9. The Quick And The Dead (4:26)
10. The Galley (7:22)

Gesamtspieldauer: 51:39




2012 erschien das dreizehnte Studioalbum von Accept, das zweite nach der Re-Union. Eingespielt wurde „Stalingard Brothers In Death“ in der gleichen Besetzung wie noch der Vorgänger. Und auch sonst hat sich nicht viel geändert bei Accept. Es gibt erneut knallharten und absolut kompromisslosen Heavy Metal auf die Ohren, der seinen Weg in der Schnelligkeit sucht. Auch Mark Tornillo macht seine Sache wieder gut und erinnert erneut in den härteren Passagen mit seinem Gesang an Brian Johnson von AC/DC.

Was man auf der Platte vergeblich sucht, das sind Balladen, für die so manche Heavy Combo auch immer wieder steht. Nein, auf „Stalingrad“ gibt es kein Abweichen vom einmal eingeschlagenen Weg. Es kracht in jedem Lied, manchmal wird die Musik ein klein wenig mit russischen Weisen unterlegt, aber man kann wahrlich nicht behaupten, dass hier in irgendeiner Art und Weise die Melodie im Vordergrund stehen würde. Es geht um die Schwere. Schwere Gitarren und Heavy Rock.

Genau darin liegt auch ein Manko dieses Albums. Headbanging kann natürlich bestens während des Hörens der Liedern betrieben werden, allerdings findet sich auch nicht besonders viel, was schnell ins Ohr geht, was sich bereits nach wenigen Durchläufen einen gewissen Wiedererkennungswert erarbeitet hat. Am ehesten ist dies noch beim Titeltrack „Stalingrad“ und dem letzten Stück „The Galley“ der Fall, welches sogar mit ganz sanften und fast schon träumerischen Klängen ausklingt. Allerdings ist dies die absolute Ausnahme auf dieser Platte, die anscheinend lediglich mit Härte punkten will.

Fazit: Trockene und knallharte „Männermusik“ gibt es auf „Stalingrad Brothers In Death“ zu hören. Dabei ist dieser Heavy Metal durchaus gut gemacht und zündet auch, wenn man mit dieser Art der Musik etwas anzufangen weiß. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Vorgehensweise ohne Ausnahme durchgezogen wird, von Abwechslung keine Spur. Das wiederum bedeutet, dass man als Hörer automatisch in diesen gut fünfzig Minuten Laufzeit eine gewisse Aggressivität aufbaut, die unbedingt wieder aus dem Körper entweichen muss. Von daher den dringenden Tipp, sich beim Headbanging nicht zu nah an einer Mauer aufzuhalten. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Stalingrad, The Galley



Freitag, 2. Dezember 2011

Accept – Blood Of The Nations





Accept – Blood Of The Nations


Besetzung:

Wolf Hoffmann – guitar
Mark Tornillo – vocals
Stefan Schwarzmann – drums
Herman Frank – guitar
Peter Baltes bass


Label: Nuclear Blast


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Heavy Metal


Trackliste:

1. Beat The Bastards (5:25)
2. Teutonic Terror (5:14)
3. The Abyss (6:54)
4. Blood Of The Nations (5:38)
5. Shades Of Death (7:33)
6. Locked And Loaded (4:29)
7. Time Machine (Bonus track) (5:25)
8. Kill The Pain (5:47)
9. Rollin' Thunder (4:54)
10. Pandemic (5:36)
11. New World Comin' (4:51)
12. No Shelter (6:04)
13. Bucketful Of Hate (5:10)




Nun, wenn „Accept“ drauf steht, dann ist auch Heavy Metal drin. Daran hat auch die Neuformation 2009 nichts geändert, die bisher in der im August 2010 erschienenen Platte „Blood Of The Nations“, dem zwölften Studioalbum der Band, gipfelte. Und Accept wartet hier mit einem neuen Sänger auf, Mark Tornillo heißt dieser und er macht seine Sache sehr gut. Ich finde er passt perfekt zur Musik Accepts. An manchen Stellen erinnert mich Mark Tornillo sogar fatal an Brian Johnson. Zumindest in den lauteren Abschnitten…

Und was ist zu den Songs zu sagen? Die kommen durch die Bank weg (okay, eine Ausnahme gibt es) pickelhart aus den Boxen und lassen die Wände wackeln. Klasse Head-Banging-Vorlagen inklusive. Und was natürlich auch nicht fehlen darf – und das ist die Ausnahme – ist die obligatorische Ballade eines Heavy Metal Albums, die sich hier im achten Titel wiederfindet, „Kill The Pain“. Der Bonus Track, „Time Machine“ kommt direkt davor, an Platz 7, also genau in der Mitte des Albums. Habe ich an dieser Stelle so auch noch nicht gesehen. Das Lied selbst ist eine klasse Nummer, die langsam anfängt und sich dann steigert. Gut gemacht, denn es geht schnell ins Ohr.

Mein Favorit auf dem Album ist „The Abyss“. Hier haben die fünf Musiker meiner Meinung nach die perfekte Symbiose aus Härte und klasse Melodie gefunden. Was mich bei einigen Songs ein wenig nervt ist dieser „Chor-Refrain-Singsang“. Bei „The Abyss“ nur in Ansätzen zu hören, beim nächsten Lied, dem Titeltrack, „Blood Of The Nations“, allerdings schon deutlich ausgiebiger. Dieser Chor, der hier „For the blood of the nations“ intoniert, macht den ganzen Track irgendwie kitschig.

Und dann folgt mit „Shades Of The Death“ gleich wieder ein Highlight des Albums. Starker Anfang, der klasse weitergeführt wird. Super Melodie. Besonders herauszuheben sind hier auch die Drums, die die Stimmung des Liedes perfekt untermalen. Auch hier gibt es zwar wieder so einen komischen Chor, aber er fällt bei diesem Lied deutlich weniger ins Gewicht.

Und, dass sie auch ultraschnell spielen können, das beweisen Accept im nächsten Song, „Locked And Loaded“. Zu schnell für’s Head-Banging…. Auch hier gibt es wieder diesen Chor, ein Stilmittel, dessen sich die fünf Deutschen eindeutig zu oft auf diesem Album bedienen.

Fazit: Wer auf Heavy Metal steht, der kann hier nichts falsch machen. Das Album beinhaltet alles, was einem Heavy Metal Fan Spaß macht. Ich kann hier auch tolle Lieder entdecken, es gibt allerdings auch einige Tracks, die bei mir einfach nicht zünden wollen. Wenn Heavy Metal meine Musikrichtung wäre, dann würde ich dem Album wohl zwölf Punkte geben. Ist es aber nicht und der absolute Übersong oder die absoluten Übersongs fehlen mir. Deshalb gibt es von mir für „Blood Of The Nations“ wahrlich verdiente acht Punkte.

Anspieltipps: The Abyss, Shades Of Death, Pandemic