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Sonntag, 12. Februar 2017

The Dandy Warhols – ...The Dandy Warhols Come Down




The Dandy Warhols – ...The Dandy Warhols Come Down


Besetzung:

Courtney Taylor-Taylor – guitar, vocals
Peter Holmström – guitar and additional vocals
Zia McCabe – keyboards, percussion and additional vocals
Eric Hedford – drums and backing vocals


Gastmusiker:

Tony Lash – keyboards and percussion


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Be-In (6:59)
2. Boys Better (4:33)
3. Minnesoter (3:03)
4. Orange (5:42)
5. I Love You (4:12)
6. Not If You Were The Last Junkie On Earth (3:11)
7. Every Day Should Be A Holiday (4:02)
8. Good Morning (5:00)
9. Whipping Tree (3:49)
10. Green (3:09)
11. Cool As Kim Deal (3:02)
12. Hard On For Jesus (4:36)
13. Pete International Airport (5:57)
14. The Creep Out (8:57)

Gesamtspieldauer: 1:06:19




„...The Dandy Warhols Come Down“ nannte die US-amerikanische Band The Dandy Warhols ihr zweites Studioalbum. Dieses erschien im Juli des Jahres 1997 auf dem Label Capitol Records und hält von fast schon nach Brit Pop klingenden Nummern, bis hin zu Psychedelic Rock Stücken einiges für die Hörerin und den Hörer parat. Insgesamt drei Singles wurden mit den Liedern „Not If You Were The Last Junkie On Earth“, „Every Day Should Be A Holiday“ und „Boys Better“ daraus ausgekoppelt. „...The Dandy Warhols Come Down“ wird auch in dem 2005 erschienenen Buch von Robert Dimery, „1001 Albums You Must Hear Before You Die“ aufgeführt.

Die Abwechslung wird groß geschrieben auf „...The Dandy Warhols Come Down“. Sehr viele musikalische Stile vereinte die Band auf diesem Album. Musikalische Genres von Pop bis Rock werden hier bedient, wobei die Eingängigkeit der Stücke immer gegeben ist. Dabei weisen die allermeisten Lieder einen kleinen psychedelischen Touch auf, der im weiteren Verlauf des Albums immer manifester wird und seinen Höhepunkt mit dem letzten Titel „The Creep Out“ erreicht. So hört man auf „...The Dandy Warhols Come Down“ zu Beginn durchaus radiotaugliche Musik, die allerdings keinesfalls nach Mainstream klingt. Mit „kommerziell klingend“ kann man die Lieder auf dem Album wahrlich nicht umschreiben. Das Album ist eine der Scheiben, die man definitiv sehr laut hören sollte. Dann kommen die mehrstimmigen Gesangseinlagen, der volle Sound, aufgebaut aus melodiegebenden Instrumenten und einer fetten Hintergrundbasis am besten zum Tragen. Dabei schwebt über der Musik der Dandy Warhols immer dieser, ein klein wenig psychedelische Ansatz, der die Musik der Band irgendwie besonders werden lässt.

Ganz besonders kommt dieser Aspekt zum Tragen, beim letzten, knapp neunminütigen Lied „The Creep Out“. Der Titel ist eine Instrumentalnummer, auch wenn an deren Ende eine verzerrte Stimme einige Worte mit zum abstrakten Sound des Liedes beiträgt. „The Creep Out“ steigert sich langsam, ohne jemals wirklich einen Höhepunkt zu erreichen, ist dabei hypnotisierend wie eindringlich. Die ist nun absolut keine radiotaugliche Musik mehr, sondern ein Lied, welches in seinem eigenen Sound zu schwimmen scheint, sie kaum verändert, sich redundant monoton anhört und gerade dadurch so unfassbar mitreißend klingt. Natürlich ist das etwas experimentell und sicherlich für manch Hörerin und Hörer der Scheibe zu langweilig, in meinen Ohren jedoch der absolute Höhepunkt des Albums.

Fazit: Auf „...The Dandy Warhols Come Down“ hört man überaus abwechslungsreiche Rock Musik, die ins Ohr geht und dabei oftmals so psychedelisch wirkt. Poppige Lieder, wie die Single-Auskopplung „Not If You Were The Last Junkie On Earth“ stehen hier gleichberechtigt neben fast schon experimentellen Liedern wie „The Creep Out“ und scheinen sich irgendwie zu einem gelungenen Gesamtbild von „...The Dandy Warhols Come Down“ zu ergänzen. Definitiv keine Allerweltsmusik, sondern anspruchsvoller und gelungener Rock, der an vielen Stellen begeistern kann. Elf Punkte.

Anspieltipps: Be-In, Whipping Tree, The Creep Out



Sonntag, 4. Oktober 2015

The Dandy Warhols – Thirteen Tales From Urban Bohemia




The Dandy Warhols – Thirteen Tales From Urban Bohemia


Besetzung:

Courtney Taylor-Taylor – vocals, guitar
Peter Holmström – guitar
Zia McCabe – keyboards
Brent DeBoer – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Phil Baker – double bass
Meg Bobbitt – additional vocals
Vince DiFiore – trumpet
Erik Gavriluk – organ
Joe Kaczmarek – organ
Eric Matthews – trumpet
Anton Newcombe – guitar
Troy Stewart – slide guitar
D.J. Swamp – scratching


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Godless (5:20)
2. Mohammed (5:20)
3. Nietzsche (5:40)
4. Country Leaver (3:22)
5. Solid (3:08)
6. Horse Pills (3:25)
7. Get Off (3:11)
8. Sleep (5:57)
9. Cool Scene (4:07)
10. Bohemian Like You (3:31)
11. Shakin' (3:55)
12. Big Indian (3:34)
13. The Gospel (5:36)

Gesamtspieldauer: 56:11




Musik kann so unfassbar mystisch sein. Irgendwie, wie alles auf der Welt, wenn man sich nur darauf einlassen kann. Da hat man ein Album schon sehr lange, bald eineinhalb Jahrzehnte. Dann fährt mit dem Auto, es regnet, die Blätter der Bäume beginnen sich zu verfärben, es wird langsam dunkel, im Player läuft gerade „Thirteen Tales From Urban Bohemia“ von den Dandy Warhols und plötzlich spielt diese Band „Sleep“. Dieser Titel befindet sich auf dem dritten Album der US-Amerikaner aus Portland, Oregon, welches im August 2000 veröffentlicht wurde.

Okay, dieses Lied, weswegen die Dandy Warhols auch diesen Status erreichten, dieses Lied aus der Werbung, das ist ganz nett. Jedoch wäre es niemals jenes, weswegen ich diese Platte kaufen würde, die ich auch mal wieder zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Es ist niemals dieses Lied, was diese Platte ausmacht, die so viel vielschichtiger ist. Die Dandy Warhols klingen am überzeugendsten, wenn sie sie ruhig, langsam und irgendwie bedacht klingen. Das ist dann wirklich sehr intensiv und eindringlich.

Die Band klingt auch keineswegs amerikanisch, sondern irgendwie „very British“. Dabei ist die Musik sehr abwechslungsreich, überzeugt immer wieder. Alternative Rock und zugegebenermaßen auch manchmal Pop hört man auf „Thirteen Tales From Urban Bohemia“. Dies allerdings immer sehr überzeugend, in allen seinen Ausprägungen. Na und Psychedelic Rock ist das schon mal gar nicht, was man hier zu hören bekommt. So startete die Band zumindest.

Viele der Melodien der Dandy Warhols treffen, werden zu Freunden, zu Bekannten, die man immer wieder gerne aufsucht. Somit macht das Album durchaus immer Spaß, vor allen an den Stellen, an denen es nicht für eine Werbung geeignet war.

Fazit: Wirklich eingängigen und überzeugenden Alternative Rock bieten die Dandy Warhols ihren Zuhörern. Die Slide Guitar kommt bei manchem Lied hinzu. Macht nichts, die Band klingt sehr viel europäischer, als amerikanisch. Es gibt einiges auf „Thirteen Tales From Urban Bohemia“ zu entdecken. Lohnt sich. Elf Punkte.

Anspieltipps: Godless, Mohammed, Sleep