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Samstag, 28. September 2013

Everon – North




Everon – North


Besetzung:

Oliver Philipps – vocals, piano, keys & orchestrations, guitars
Christian ”Moschus” Moos – drums & percussion
Uli Hoever – guitars
Schymy – bass


Gastmusiker:

Judith Stüber – vocals on “Islanders”
Rupert Gillet – cello on “Test The Time”, “Wasn’t It Good”, “From Where I Stand”


Label: Mascot Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Progressive Rock, Symphonic Rock, Prog Metal


Trackliste:

1. Hands (5:12)
2. Brief Encounter (6:52)
3. From Where I Stand (5:56)
4. Test Of Time (5:02)
5. North (5:04)
6. South Of London (4:05)
7. Wasn't It Good (6:34)
8. Woodworks (3:25)
9. Islanders (4:18)
10. Running (5:01)

Gesamtspieldauer: 51:28




Schon beeindruckend, was die Musiker von Everon aus Krefeld da auf ihrem siebten Studioalbum 2008 präsentieren. Ein klein wenig Progressive Rock und sehr viel symphonischen Rock vom feinsten, harmonisch und immer ausgesprochen melodiös klingend. Oder ist das Prog Metal? Ganz eindeutig ist das im vorliegenden Fall nicht. Zwar wird auf dem Album gerockt und auch in einer Art und Weise, die unglaublich eingängig und packend ist. Aber auch die ruhigeren Momente haben Einzug auf „North“ gehalten, diese werden dann meistens vom Piano dominiert, sodass ein Gesamtwerk entsteht, welches den Hörer zu fesseln weiß. Alles klingt, alles wirkt.

Somit erübrigt es sich auch einzelne Songs herauszuheben. Die Gesamtheit der Titel macht es. Mitunter klingt das schon ein wenig pompös und bombastisch, aber in keinster Weise übertrieben. Streicher haben ihren Einsatz, allerdings immer genau richtig dosiert, sodass sich nie das Gefühl der Überladung einstellt. Zudem wirkt der Sound des Albums voll und ausgereift. Dabei kommt nicht der Eindruck auf, dass hier irgendwie etwas zu sehr in den Vordergrund gerückt wurde, andererseits fehlt auch nichts. Ausgereift eben.

Und um das runde Bild abzuschließen, gesellen sich auch noch schöne und interessante Texte hinzu, die zu verfolgen sich ebenfalls lohnt. Wenn es etwas negativ anzumerken gibt, dann vielleicht, dass sich die Stücke allesamt wirklich sehr ähneln. Deshalb fällt es auch ein wenig schwer, einzelne Nummern irgendwie herauszuheben. Ist das Album mal in den CD-Player eingelegt, dann läuft es eben durch. Jedoch nicht einfach so nebenbei, die Musik von Everon auf „North“ hinterlässt durchaus einen Eindruck – und dieser ist positiv.

Fazit: Wer auf symphonischen und melodiösen Prog Metal steht, der auch immer wieder ruhigere Abschnitte aufweist, der kann hier eigentlich nicht viel falsch machen. Schöne und packende Musik zum darin Eintauchen und sich anschließend treiben lassen. Alles klingt und ist harmonisch und sehr melodiös. Dieses eine Überlied, das fehlt allerdings. Dafür gibt es jede Menge gleichbleibend hohe Qualität für die Ohren. Und das Cover ist ebenfalls klasse gelungen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Brief Encounter, Test Of Time, North, Wasn't It Good, Woodworks





Freitag, 3. Mai 2013

Everon – Fantasma




Everon – Fantasma


Besetzung:

Oliver Philipps – vocals, lead guitar, piano, keyboards
Christian ”Moschus” Moos – drums
Uli Hoever – guitars
Schymy – bass


Gastmusiker:

Raffael Sacher – cello on “The Real Escape”
Tom Löcher – classical guitar on “The Real Escape” & “May You…”
Axel Ruhland – violin on “Right Now Till The End Of Time”


Label: Mascot Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: ProgMetal, Melodic Rock


Trackliste:

1. Men Of Rust (6:24)
2. Perfect Remedy (5:23)
3. Fine With Me (3:37)
4. A Day By The Sea (5:51)
5. Fantasma (14:37)
    a. Right Now... (2:04)
    b. ...Til The End Of Time (5:16)
    c. Fantasma-Theme (0:37)
    d. The Real Escape (4:24)
    e. Whatever It Takes (2:15)
10. Battle Of Words (3:46)
11. May You (4:38)
12. Ghosts-Intro (1:51)
13. Ghosts (5:52)

Gesamtspieldauer: 51:57




Eingängiger ProgMetal ist es, welchen die vier Musiker von Everon hier auf „Fantasma“, dem bereits vierten Studio-Album der Krefelder abliefern. Melodischer ProgMetal, der auch beim ersten Hören sehr schnell ins Ohr geht. Die Musik benötigt keine Anlaufzeit, alles klingt sofort und weiß auch durchgängig zu gefallen, wenn man mit einer Mischung aus sanfteren und etwas „härteren“ Tönen etwas anzufangen weiß – was einem ProgMetal-Freund allerdings keine Schwierigkeiten bereiten dürfte. Insgesamt überwiegen auf „Fantasma“ die harmonischen Töne. Der Großteil der Musik ist ruhig und sanft gehalten und umspielt das Ohr eher, als dass sie dort explodieren würde.

Oftmals klingt das Ganze sogar richtiggehend symphonisch, dichte Keyboardteppiche sorgen für die nötige Fülle. Schönen Pianoabschnitten gilt es auf „Fantasma“ zu lauschen, genauso wie Liedern, die durch den Einsatz von Cello oder Violine zusätzlich mit einem weichen Anstrich überzogen werden, sodass dem Hörgenuss eigentlich nichts im Wege steht, wenn man auch die Melodiösität und viel harmonische Klänge in der Musik sucht. Somit benötigt das Album zudem keine Eingewöhnungszeit, alles klingt und wirkt bereits beim ersten Mal des Hörens.

Besonders gelungen ist Everon auf „Fantasma“ das letzte Lied „Ghosts“. Die Musik geht auch dieses Mal unverzüglich ins Ohr und der Text trägt ebenfalls dazu bei, dieses Lied zu einem guten Titel werden zu lassen. Keine Liebesbeschwörungen aus denen der Schmalz trieft und auch keine Fantasy-Szenarien. Dieses Mal gibt es eine Mischung aus Selbstreflexion und Sozialkritik zu hören – allein diese Abwechslung ist schon mal eine Erwähnung wert. Dazu die Musik, die das gesungene Wort passend unterstreicht und fertig ist der Höhepunkt des Albums, auf den man bis ganz zum Schluss des Albums warten muss.

Fazit: Eingängiger ProgMetal in seiner harmonisch-symphonischen Form wird einem auf „Fantasma“ von Everon geboten. Dabei wird weder die Musik noch das entsprechende musikalische Genre mit neuen Ideen bereichert. Muss dieses Album allerdings auch nicht, denn es unterhält, was sicherlich auch der Ansatz war. Ziel erfüllt bleibt da nur noch festzustellen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Perfect Remedy, The Real Escape, Battle Of Words, Ghosts