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Donnerstag, 25. August 2016

John Lennon – Working Class Hero: The Definitive Lennon




John Lennon – Working Class Hero: The Definitive Lennon


Besetzung:

Keine Angaben


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2005 (Musik aus den Jahren 1969 – 1980)


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

CD 1:

1. (Just Like) Starting Over (3:56)
2. Imagine (3:02)
3. Watching The Wheels (3:30)
4. Jealous Guy (4:14)
5. Instant Karma! (3:20)
6. Stand By Me (3:26)
7. Working Class Hero (3:48)
8. Power To The People (3:22)
9. Oh My Love (2:44)
10. Oh Yoko! (4:18)
11. Nobody Loves You (When You're Down And Out) (5:07)
12. Nobody Told Me (3:34)
13. Bless You (4:37)
14. Come Together (4:22)
15. New York City (4:31)
16. I'm Stepping Out (4:06)
17. You Are Here (4:07)
18. Borrowed Time (4:29)
19. Happy Xmas (War Is Over) (3:37)


CD 2:

1. Woman (3:33)
2. Mind Games (4:12)
3. Out The Blue (3:22)
4. Whatever Gets You Thru The Night (3:27)
5. Love (3:23)
6. Mother (5:34)
7. Beautiful Boy (Darling Boy) (4:01)
8. Woman Is The Nigger Of The World (5:16)
9. God (4:09)
10. Scared (4:36)
11. #9 Dream (4:46)
12. I'm Losing You (3:55)
13. Isolation (2:51)
14. Cold Turkey (5:01)
15. Intuition (3:08)
16. Gimme Some Truth (3:15)
17. Give Peace A Chance (4:50)
18. Real Love (4:12)
19. Grow Old With Me (3:20)

Gesamtspieldauer: CD1 (74:25) und CD2 (77:11): 2:31:36




„Working Class Hero: The Definitive Lennon“ ist das bereits vierte „Best Of“-Album des John Lennon und erschien im Oktober des Jahres 2005, passend zum 65. Geburtstag des Ex-Beatle auf dem Plattenlabel Parlophone. Die Scheibe ist dabei das bereits fünfzehnte Album, was nach seinem Tod im Jahr 1980 veröffentlicht wurde. Auf dem Doppel-Album sind 20 Single-A-Seiten, die zwischen den Jahren 1969 und 1988 veröffentlicht wurden, enthalten. Zudem gibt es hier eine rockige Version des Liedes „I’m Losing You“, vom letzten Album zu Lebzeiten, „Double Fantasy“, zu hören. Die ursprüngliche Beatles-Nummer „Come Together“ wird einem in einer Live-Version präsentiert. Zwei Lieder entstammen zwei weiteren Kompilationsalben und die restlichen vierzehn Nummern entstammen schließlich wieder den regulären Studio-Alben.

Die achtundzwanzig Titel bieten durchaus einen anschaulichen beziehungsweise hörenswerten Überblick über die Musik des John Lennon aus den Jahren 1969 bis 1980 (bis auf „Come Together“). Seine „Klassiker“ sind dabei ebenfalls enthalten, schade dabei ist lediglich, dass die Nummer „I’m Losing You“ in einer anderen Version, als auf der Studio-Platte vorhanden ist. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Beeindruckend zeigt dieses Solo-Kompilations-Album, wie schon die einzelnen Beatles-Platten, welch Gefühl John Lennon für die einprägsame Melodie hatte. Auf „Working Class Hero: The Definitive Lennon“ befinden sich einige Ohrwürmer, die den Tod dieses Ausnahmemusikers sicherlich noch viele, viele Jahrzehnte überdauern werden.

Als kleine historische Dokumente sind auch die Texte des John Lennon anzusehen, die aus heutiger Sicht zum Teil etwas komisch anmuten, zu ihrer Entstehungszeit allerdings für sehr viel Aufregung, Zuspruch und Widerstand sorgten. Aber natürlich gibt es auch jene Texte, die auch heute noch hochaktuell sind, man denke nur an das wunderschöne „Imagine“. Über allem stehen jedoch die Melodien, die solch Lieder wie eben jenes „Imagine“ oder aber „Watching The Wheels“, „Jealous Guy“, „Working Class Hero“, „Happy Xmas (War Is Over)“, „Woman“, „I’m Losing You“ und und und zu zeitlosen und immer wieder überzeugenden Klassikern werden ließen.

Fazit: Auch wenn ich immer die Original-Alben bevorzuge, so gibt diese Zusammenstellung der Lieder des John Lennon doch einen sehr guten Einblick in das Schaffen des Liverpoolers in seiner Solo-Karriere. Nicht alles kann dabei restlos überzeugen, vieles allerdings sogar sehr gut. Zudem gibt es die Scheibe immer wieder mal für relativ kleines Geld, sodass sich der Erwerb durchaus lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Imagine, Jealous Guy, Working Class Hero, Happy Xmas (War Is Over)



Samstag, 6. Dezember 2014

John Lennon – Shaved Fish




John Lennon – Shaved Fish


Besetzung:

Jede Menge, nicht einzeln aufgeführte Musiker


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Rock


Trackliste:

1. Give Peace A Chance (0:57)
2. Cold Turkey (5:01)
3. Instant Karma (3:21)
4. Power To The People (3:21)
5. Mother (5:03)
6. Woman Is The Nigger Of The World (4:37)
7. Imagine (3:02)
8. Whatever Gets You Thru The Night (3:03)
9. Mind Games (4:12)
10. Nine Dream (4:47)
11. Happy Xmas (War Is Over) (4:15)

Gesamtspieldauer: 41:55




„Shaved Fish“ nannte John Lennon sein erstes „Best Of-Album“ und gleichzeitig die einzige Kompilation, die noch zu seinen Lebzeiten erschien. Heutzutage gibt es fast schon unzählige davon. Die Platte beinhaltet alle, bis dahin von ihm als Solo-Künstler in den USA veröffentlichten Singles. Zusätzlich stellt „Shaved Fish“ auch die letzte Veröffentlichung John Lennons auf dem Apple Label dar.

Musikalisch ist die ursprüngliche Platte in zwei Hälften geteilt. Auf der ehemaligen ersten Seite der Schallplatte findet man, mit Ausnahme von „Instant Karma“, eher etwas sperrige Stücke und dazu noch das rudimentäre „Give Peace A Chance“, was nach knapp einer Minute ausgeblendet wird. Irgendwie seltsam und nicht so völlig nachvollziehbar. Die zweite Seite hält dagegen diese Ohrumschmeichler für den Hörer parat, für die John Lennon eben auch immer stand. Das geniale „Imagine“ ist hier genauso vertreten, wie das weihnachtliche „Happy Xmas (War Is Over)“, welches schließlich als letztes Lied der Platte in eine Live-Version von „Give Peace A Chance“ übergeht. So etwas nennt man dann wohl einen Ringschluss.

Zwei Sachen sind neben den nicht immer ganz überzeugenden Songs, damit meine ich die ehemalige erste Plattenseite, noch negativ anzuführen. John Lennon war ein sehr politischer Mensch. Das muss man vertragen können. Die hier gesendeten Botschaften erinnern in dieser geballten Form schon sehr an einen erhobenen Zeigefinger. Kann man irgendwie nicht immer haben. Und weiter fällt leider die Soundqualität sehr negativ auf. Solch einen dumpfen Sound muss es heutzutage nicht mehr geben. Obwohl ich die LP schon sehr lange besitze, habe ich auch in die CD mal hineingehört, ohne großartige Unterschiede feststellen zu können.

Fazit: John Lennon war ein ganz besonderer Musiker, dessen Werk man sich nicht so einfach entziehen kann. Dies merkt und hört man auch auf „Shaved Fish“. Durchgängig musikalisch überzeugen kann diese Zusammenstellung allerdings nicht. Dazu gesellt sich noch ein sehr dumpfer und schwer zu durchdringender Sound, der das Hörerlebnis leider deutlich schmälert. Acht Punkte.

Anspieltipps: Instant Karma, Imagine, Happy Xmas (War Is Over)



Sonntag, 5. Oktober 2014

John Lennon – Double Fantasy




John Lennon – Double Fantasy


Besetzung:

John Lennon – lead, harmony and background vocals, rhythm and acoustic guitars, piano and keyboards
Yoko Ono – lead and background vocals


Gastmusiker:

Earl Slick – lead guitar
Hugh McCracken – lead guitar
Tony Levin – bass
George Small – keyboards
Andy Newmark – drums
Arthur Jenkins – percussion
Ed Walsh – oberheim synthesizer
Robert Greenidge – steel drum on "Beautiful Boy"
Matthew Cunningham – hammer dulcimer on "Watching The Wheels"
Randy Stein – english concertina
Howard Johnson –horns
Grant Hungerford – horns
John Parran – horns
Seldon Powell – horns
George "Young" Opalisky – horns
Roger Rosenberg – horns
David Tofani – horns
Ronald Tooley – horns
Tony Davillo – horn arrangements
Michelle Simpson – background vocals
Cassandra Wooten – background vocals
Cheryl Mason Jacks – background vocals
Eric Troyer – background vocals
Benny Cummings Singers – background vocals
The Kings Temple Choir – background vocals


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. (Just Like) Starting Over (3:56)
2. Kiss Kiss Kiss (2:41)
3. Cleanup Time (2:58)
4. Give Me Something (1:35)
5. I'm Losing You (3:57)
6. I'm Moving On (2:20)
7. Beautiful Boy (Darling Boy) (4:02)
8. Watching The Wheels (3:35)
9. Yes, I'm Your Angel (3:08)
10. Woman (3:32)
11. Beautiful Boys (2:55)
12. Dear Yoko (2:34)
13. Every Man Has A Woman Who Loves Him (4:02)
14. Hard Times Are Over (3:20)

Gesamtspieldauer: 45:05




Drei Wochen nach der Veröffentlichung dieses Albums, wurde John Lennon von Mark David Chapman, am 8. Dezember 1980, vor dem Dakota Building in New York erschossen. Somit stellt diese Platte sicherlich etwas Besonderes dar, da es die letzten musikalischen Schritte dieses wahrlich beindruckenden Musikers widerspiegelt. Das Folgealbum „Milk And Honey“, welches 1984 veröffentlicht wurde, enthält hauptsächlich Nummern, die es zuerst nicht auf „Double Fantasy“ geschafft hatten und ebenfalls während dieser Zeit entstanden.

Sieben Stücke auf „Double Fantasy“ stammen von John Lennon, sieben Nummern von Yoko Ono. John Lennons Musik ist dabei nicht nur wegen seiner Stimme eindeutig zu erkennen. Der Stil der Lieder, die in Fragmenten zum Teil in seiner fünfjährigen Auszeit vom Musikgeschäft entstanden, kann eindeutig diesem Beatle zugeordnet werden. Jedes der sieben Stücke geht sofort ins Ohr und verlässt das Musikzentrum auch niemals wieder. Absolut nachhaltig. Melodiös, eingängig und spannend klingen diese Nummern, die zu langjährigen Begleitern werden können. Inhaltlich befassen sich die Texte hauptsächlich mit seiner Liebe zu Yoko Ono, umgekehrt geht diese genauso auf John Lennon ein.

Die sieben Beiträge der Yoko Ono sind dabei jedoch ein ganz eigenes Kapitel. Keine Ahnung, ob sie die Beatles zerstörte und womöglich der Trennungsgrund für diese wohl erfolgreichste Band aller Zeiten war. Dies ist der Grund, warum viele Musikfreunde nicht so besonders auf diese Frau zu sprechen sind. Ich habe da einen ganz anderen Ansatz. Festzuhalten bleibt nämlich, dass Yoko Ono weder eine Komponistin, noch eine Musikerin, noch eine Sängerin ist. Dieser absolut flache Gesang, bei dem auch mal ganz einfach nur bis zum Orgasmus gestöhnt wird, ein anders Mal wohl auch ein Erbrechen zu hören ist, ist so etwas von dermaßen schlecht und flach, das man kaum Worte zu finden scheint, diesen zu umschreiben. Ich zumindest nicht. Die meisten Titel sind Synthie-Pop-Aufnahmen in ihrer grausamsten Ausprägung. Langweilig und bis in den letzten Takt erschreckend belanglos. So etwas würde weltweit wohl keine einhundert Käufer finden. Die ganze Platte lebt somit von den wahrlich gelungenen Beiträgen des John Lennon.

Fazit: Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn man hier nur John Lennon hören würde, da gerade das Abwechseln in den Songs nervt. Einem schönen Lied von John Lennon folgt das Grausen durch Yoko Ono. Klar ist auch, dass die beiden nicht wollten, dass zum Beispiel eine Seite von John Lennon eingespielt wurde, die andere von Yoko Ono. Die zweite wäre maximal einmal gehört worden. Heutzutage kann man sich, wenn man die Platte oder CD besitzt, die Abfolge natürlich selbst zusammenstellen. Das ist auch dringend anzuraten, ansonsten ist diese Scheibe sehr schwere Kost, die doch ansonsten mit vielen gelungenen Kompositionen des John Lennon aufzuwarten weiß. Somit bleibt letztendlich als Gesamtfazit eine Mischung aus guten und schlechten Titeln – und als Gesamtergebnis nur ein befriedigendes Hörerlebnis. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Alle John Lennon Titel