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Donnerstag, 17. März 2022

Nine Inch Nails – The Fragile

 



Nine Inch Nails – The Fragile


Besetzung:

Trent Reznor – vocals, programming
Charlie Clouser – keyboards, synthesizers, programming and additional sound design
Danny Lohner – drum programming, synthesizers, guitars (tracks 1, 7, 8, 12, 15 and 19)
Jerome Dillon – drums (track 5)


Gastmusiker:

Adrian Belew – guitars (tracks 7, 12 and 15)
Roy C. Bennett – guitars
Clinton Bradley – programming
Paul Bradley – programming
Paul DeCarli – programming
Steve Duda – programming and percussion (track 9), chorus (tracks 9 and 18), violin (track 23), additional sound design
Ken Friedman – additional sound design
Mike Garson – piano (tracks 7, 13 and 23)
Toni Halliday – additional vocals
Page Hamilton – guitar (track 10)
Dan Hill – additional vocals
Keith Hillebrandt – programming (track 13), chorus (tracks 9 and 18), additional sound design
Cherry Holly – trumpet (track 9)
Martin Kierszenbaum – additional programming
John Lewis – piano
Denise Milfort – vocals (track 11)
Kim Prevost – vocals (track 14)
Porter Ricks – keyboards, programming and synthesizer
Bill Rieflin – drums (track 11)
Tony Thompson – drums
Willie – cello (track 11)




Erscheinungsjahr: 1999


Stil: Industrial Rock


Trackliste:

Left Disc

1. Somewhat Damaged (4:31)
2. The Day The World Went Away (4:33)
3. The Frail (1:54)
4. The Wretched (5:25)
5. We‘re In This Together (7:16)
6. The Fragile (4:35)
7. Just Like You Imagined (3:49)
8. Even Deeper (5:47)
9. Pilgrimage (3:31)
10. No, You Don't (3:35)
11. La Mer (4:37)
12. The Great Below (5:17)

Right Disc

1. The Way Out Is Through (4:17)
2. Into The Void (4:49)
3. Where Is Everybody? (5:40)
4. The Mark Has Been Made (5:15)
5. Please (3:30)
6. Starfuckers, Inc. (5:00)
7. Complication (2:30)
8. I‘m Looking Forward To Joining You, Finally (4:13)
9. The Big Come Down (4:12)
10. Underneath It All (2:46)
11. Ripe (With Decay) (6:34)

Gesamtspieldauer CD1 (54:57) und CD2 (48:50): 1:43:47



„The Fragile“ heißt das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Industrial-Rock-Band Nine Inch Nails, welches am 21. September 1999 als Doppelalbum auf dem Plattenlabel Interscope Records veröffentlicht wurde. Das Album kletterte in den USA bis auf Platz eins der US Billboard 200 Charts und erreichte in Deutschland immerhin Platz 17.

Inhaltlich knüpft „The Fragile“ sehr an das Vorgängeralbum von 1994 „The Downward Spiral“ an. Unter anderem geht es auch auf diesem neuen Album textlich um Depressionen und Drogenmissbrauch. Doch musikalisch klingt das dritte Album der Nine Inch Nails anders. Die Musik von Trent Razor, der wieder alle Titel schrieb und lediglich bei vier Nummern Unterstützung bekam, ist etwas eingängiger und zugänglicher geworden. Zwar hört man auch auf „The Fragile“ Industrial Rock, der durchaus auch mal brachial klingen kann, doch nun gibt es auch die sanfteren Momente, seien sie von eingängiger oder von sphärischer Natur. Die Musik lockert das auf jeden Fall insgesamt auf und einige der Titel gehen dabei sogar gut ins Ohr.

Dies gilt vor allen Dingen für die erste Scheibe, hier auch „Left Disc“ genannt. Die beiden Stücke „We‘re In This Together“ sowie „Just Like You Imagined“ überzeugen dabei am meisten und klingen auch für einen eher an Alternative Rock interessierten Musikhörer interessant. Ansonsten gibt es keine richtigen Ausfälle auf dieser langen Platte, die mit eindreiviertel Stunden Laufzeit einiges für die Hörerin und den Hörer bereithält. Klar hilft es dabei, wenn man den schroffen und schrillen Tönen auch etwas aufgeschlossener gegenübersteht, doch diese scheinen durchaus etwas gezähmt aus den Boxen zu mäandern, sodass „The Fragile“ insgesamt gut unterhält.

Fazit: Etwas mehr Alternative Rock und etwas weniger Industrial Rock gibt es auf „The Fragile“ zu hören. Das kommt dem Massengeschmack natürlich etwas entgegen, denn die Lieder des Albums gehen zum Teil sogar ins Ohr. Zudem bringt die weite Spannbreite der Musik, von sphärisch über rockig bis schrill einiges an Abwechslung mit sich, sodass „The Fragile“ niemals langweilig klingt. Hörenswert. Neun Punkte.

Anspieltipps: We‘re In This Together, Just Like You Imagined



Donnerstag, 23. Dezember 2021

Nine Inch Nails – The Downward Spiral

 



Nine Inch Nails – The Downward Spiral


Besetzung:

Trent Reznor – vocals, all instruments, drums on "Piggy"


Gastmusiker:

Mark "Flood" Ellis – hi-hat on "Closer", arp 2600 synthesizer on "The Becoming"
Chris Vrenna – drums on "Hurt", programming, sampling, additional drums on "Burn"
Adrian Belew – texture generating guitar on "Mr. Self Destruct", ring mod guitar on "The Becoming"
Danny Lohner – additional guitar on "Big Man With A Gun"
Andy Kubiszewski – drums on "The Downward Spiral"
Stephen Perkins – drum loops on "I Do Not Want This"




Erscheinungsjahr: 1994


Stil: Industrial Rock


Trackliste:

1. Mr. Self Destruct (4:30)
2. Piggy (4:24)
3. Heresy (3:54)
4. March Of The Pigs (2:58)
5. Closer (6:13)
6. Ruiner (4:58)
7. The Becoming (5:31)
8. I Do Not Want This (5:41)
9. Big Man With A Gun (1:36)
10. A Warm Place (3:23)
11. Eraser (4:53)
12. Reptile (6:51)
13. The Downward Spiral (3:56)
14. Hurt (6:14)

Gesamtspieldauer: 1:05:09



Nine Inch Nails das ist Trent Reznor, der sein „Projekt“, seine Band immer wieder um Gastmusiker erweitert und somit jede Menge Einflüsse in ein neues Album einfließen lässt. „The Downward Spiral“ ist das zweite vollständige Album der Nine Inch Nails und erschien am 8. März 1994 auf dem Plattenlabel Interscope Records. Ich habe mich diesem Album genähert, da ich unbedingt die Originalversion des Liedes „Hurt“ kennenlernen wollte, welches von Johnny Cash so unfassbar intensiv gecovert wurde.

Nun, die Nine Inch Nails stehen für Industrial Rock. Und was da nicht alles mit einfließt. Techno und Dance, elektronische Musik sowie Rock, bis hin zum Metal. Viele verschiedene musikalische Genres werden hier „verarbeitet“ beziehungsweise werden sie mit umgesetzt. Dabei klingen die Lieder auf „The Downward Spiral“ häufig sperrig bis dissonant. Gut, bis sehr dissonant. Das gilt für die Musik, wie für den Gesang. Oftmals steigert Trent Raznor diesen Gesang sehr langsam. Zunächst beginnt er fast schon flüsternd, schwillt an, bis alles in einem riesigen Geschrei mündet. Die Musik verhält sich dabei entsprechend. Nein, die Lieder auf „The Downward Spiral“ gehen nicht ins Ohr, sie sind eindeutig für den Moment des Hörens gemacht und nur für diesen und nicht für die Zeit danach. Im Grunde genommen gar kein schlechter Ansatz.

Dazu hält das Album immer wieder Überraschungen parat, nach dem Ablauf Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Solo-Refrain funktioniert die Musik der Nine Inch Nails auf „The Downward Spiral“ sowieso nicht. Das ist auch bei anderen Bands so, die dann oftmals sehr spannend klingen. Doch genau das fehlt diesem Album. „The Downward Spiral“ packt nicht. „The Downward Spiral“ ist lediglich „Arbeit“, ein Album, welches man sich immer wieder erarbeiten muss. Doch auch nach dem zigsten Mal des Hörens fühlt man sich in dieser „Abwärtsspirale“ gefangen, diese Scheibe immer wieder neu erarbeiten zu müssen. Und irgendwann legt man sie dann nicht mehr auf.

Doch die Texte lohnen gehört beziehungsweise mitgelesen zu werden. Diesbezüglich klingen die Lieder durchaus intensiv. Die Musik schafft es jedoch aufgrund der vorherrschenden sperrigen Attitude dagegen nur phasenweise zu überzeugen. Und das Lied „Hurt“? Das klingt in der Cover-Version wesentlich besser als im Original. Sowas kommt selten vor und sagt einiges über dieses Album aus – oder über Johnny Cash.

Fazit: Industrial Rock ist anstrengend. Und genau den bekommt man auf „The Downward Spiral“ geboten. Meistens ist das Gehörte sehr sperrig und es wird eindeutig zu viel geschrien. Letzteres mag als Stilmittel mal ganz interessant sein, aber dauernd eingesetzt? Ins Ohr geht auch sonst kaum etwas, spannend klingt es nur teilweise, nimmt man die Texte aus, sodass diese Scheibe eher enttäuscht, denn begeistert. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Hurt