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Dienstag, 13. November 2012

America – Hearts




America – Hearts


Besetzung:

Gerry Beckley – vocals, guitar
Dan Peek – vocals, guitar
Dewey Bunnell – vocals, guitar, drums


Gastmusiker:

Willie Leacox – drums and percussion
David Dickey – bass
George Martin – piano


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Folk Rock, Soft Rock, Pop


Trackliste:

1. Daisy Jane (3:07)
2. Half A Man (3:33)
3. Midnight (2:41)
4. Bell Tree (2:32)
5. Old Virginia (3:28)
6. People In The Valley (2:43)
7. Company (3:23)
8. Woman Tonight (2:19)
9. The Story Of A Teenager (3:19)
10. Sister Golden Hair (3:16)
11. Tomorrow (2:48)
12. Seasons (3:00)

Gesamtspieldauer: 36:17




Auch das fünfte Album von America mit dem Titel „Hearts“ wurde erneut von George Martin produziert, der hier auch auf dem Piano zu hören ist. Was allerdings im Gegensatz zum Vorgänger deutlich weniger auf diesem 1975 erschienenen Album zu hören ist, dass ist die Soundnähe zu den Beatles. America klingen hier wieder sehr viel eigenständiger, allerdings auch deutlich weniger eingängig und interessant als noch auf dem Vorgänger.

Diese packenden Melodien, die einen bereits beim ersten Hören packen, die sind auf „Hearts“ deutlich rarer gesät. Zwar befindet sich auf der Platte keine schlechte Musik und alle Stücke sind durchaus hörbar, ohne, dass man dabei ein Bedürfnis verspürt, ein Lied unbedingt wegdrücken zu müssen. Jedoch fehlt dem Album das Besondere, jenes, was klasse Musik ausmacht, damit sie auch länger hängenbleibt.

Schön und gelungen sind immer wieder die Parts mit mehrstimmigem Gesang, die erneut an die Kollegen von Crosby, Stills und Nash erinnern. Dazu gesellen sich sanfte Harmonien, die in jedem Song zu entdecken sind. Völlig unaufgeregt erscheint so diese Musik auf „Hearts“, die jedoch mit jedem weiteren Hören noch zu wachsen in der Lage ist.

Am besten gelungen sind dabei das wunderschön verträumte „Midnight“, bei dem der mehrstimmige Gesang wunderschön zum Tragen kommt. Dann natürlich „Sister Golden Hair“, der größte Single-Hit der Platte. Eingeleitet wird das Lied mit dem George Harrison Gedächtnis Intro à la „My Sweet Lord“. Und schließlich gibt es da auch noch den letzten Titel: „Seasons“. Mit vielen Streichern versehen entwickelt das Stück eine Fülle, die den Hörer in sehr viel Wärme eintauchen lässt.

Fazit: Nun, wem die bisherigen America-Alben gefallen, der wird auch mit “Hearts” keinerlei Schwierigkeiten haben und kann hier durchaus was für sich entdecken. Es ist vielleicht nicht mehr ganz so spannend wie auf einigen der Vorgänger-Platten, jedoch ganz bestimmt auch nicht schlecht. Durchschnitt eben, acht Punkte.

Anspieltipps: Midnight, Sister Golden Hair, Seasons




Dienstag, 6. November 2012

America – Holiday




America – Holiday


Besetzung:

Gerry Beckley – vocals, guitar, keyboards, bass
Dan Peek – vocals, guitar, keyboards, bass
Dewey Bunnell – vocals, guitar, keyboards, bass


Gastmusiker:

Willie Leacox – drums and percussion
Peter Henderson – tape operator


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Folk Rock, Soft Rock, Pop


Trackliste:

1. Miniature (1:14)
2. Tin Man (3:27)
3. Another Try (3:19)
4. Lonely People (2:28)
5. Glad To See You (3:43)
6. Mad Dog (2:40)
7. Hollywood (2:51)
8. Baby It's Up To You (2:24)
9. You (2:26)
10. Old Man Took (3:11)
11. What Does It Matter (2:20)
12. In The Country (2:56)

Gesamtspieldauer: 32:57




Das vierte Album der amerikanischen Band „America“ trägt den Titel „Holiday“ und erschien im Jahr 1974. Produzent wurde die Platte von George Martin. Jenem George Martin, der auch die Beatles produzierte. Und das hört man auch. Das hört man sogar sehr.

Ganz orchestral startet das Album mit dem Titel „Miniature“. Das Stück klingt nach klassischer Musik und ist eine ganz neue Facette in der Musik von America. Das Stück hat nur einen Nachteil - es ist deutlich zu kurz geraten. „Tin Man“ wartet anschließend mit einer Art „Calypso-Sound“ auf und will so überhaupt nicht zum vorherigen Stück passen. Es folgt „Another Try“, bei dem nun der Einfluss des George Martin überdeutlich wird. Während dieses Titels wandeln America auf den Spuren der Beatles. Und das ist durchaus gelungen.

Ebenfalls überaus geglückt ist der nächste Song „Lonely People“. Jetzt erinnert die Musik allerdings sehr viel mehr an die Kollegen von Crosby, Stills und Nash, was nicht zuletzt durch den mehrstimmigen Gesang hervorgerufen wird. Klasse hier auch die Mundharmonika- und Klaviereinlage etwa in der Mitte des Stücks. Und richtig gut geht es mit „Glad To See You“ weiter. Ein schönes, stilles, völlig unaufgeregtes Lied, sehr melodiös, bei dem die Streicher ihren Auftritt haben. Mit der Nummer „Mad Dog“ bewegt sich die Musik dann wieder im Dunstkreis der Beatles. Ein kleiner und fröhlicher Titel, der durchaus so auch ein paar Jahre zuvor in Liverpool hätte entstanden sein können.

Die ursprünglich zweite Seite der Platte kann die Qualität der ersten Seite leider nicht ganz halten. „Hollywood“ wartet zwar mit verschiedenen akustischen Einspielungen auf und unterscheidet sich musikalisch auch sehr vom Rest des Albums, ist jedoch ein bisschen langweilig geraten. "Baby It's Up To You" plätschert so dahin, "You" beinhaltet immerhin einen schönen Fanfarenklang und „Old Man Took“ kann trotz einiger Streicher in Form von Celli und Violinen einfach nicht zünden. Dazu packt einen die Melodie dann doch deutlich zu wenig.

Klasse wird es wieder mit „What Does It Matter“. Ob das daran liegt, dass man hier auch wieder die Beatles mit heraushört? Keine Ahnung, das Lied verfügt auf jeden Fall über eine sehr eingängige Melodie und das Klavier sorgt für eine fröhliche Stimmung. Beschlossen wird das Album mit „In The Country“, dem rockigsten Stück der Platte. Auch gelungen, wenn auch nicht der Höhepunkt auf „Holiday“.

Fazit: „Holiday“ klingt immer wieder mal nach den Beatles. Mit George Martin als Produzenten sollte einen diese Tatsache allerdings auch nicht übermäßig überraschen. Alle, auch die etwas anders klingenden Titel sind äußerst melodisch gehalten und es wurde immer viel Wert auf die Harmonie der Lieder gelegt. Was herauskam, das ist eine Mischung aus den Beatles und Crosby, Stills und Nash in der Interpretation von America. Wer also diese beiden Bands mag, der wird auch „Holiday“ von America mögen. Rockern mag das Ganze allerdings vielleicht zu langweilig und ruhig daherkommen – aber wer weiß das schon… Zehn Punkte.

Anspieltipps: Miniature, Another Try, Lonely People, Glad To See You, Mad Dog, You, What Does It Matter




Mittwoch, 26. September 2012

America – Hat Trick




America – Hat Trick


Besetzung:

Gerry Beckley – vocals, guitar
Dan Peek – vocals, guitar
Dewey Bunnell – vocals, guitar


Gastmusiker:

David Dickey – bass
Hal Blaine – drums, percussion except on "Muskrat Love"
Robert Margoliffe – synthesizer
Chester McCracken – congas
Henry Diltz – banjo on "Submarine Ladies"
Billy Hinsche – background vocals on "Hat Trick"
Bruce Johnston – background vocals on "Hat Trick"
Lee Keifer – harmonica on "Submarine Ladies"
Jim Ed Norman – arrangements, piano on "She's Gonna Let You Down"
Tom Scott – saxophone on "Rainbow"
Joe Walsh – guitar on "Green Monkey"
Carl Wilson – background vocals on "Hat Trick"
Lorene Yarnell – taps on "Hat Trick"


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Folk Rock, Soft Rock


Trackliste:

1. Muskrat Love (3:05)
2. Wind Wave (2:55)
3. She's Gonna Let You Down (3:39)
4. Rainbow Song (3:53)
5. Submarine Ladies (3:11)
6. It's Life (3:58)
7. Hat Trick (8:27)
8. Molten Love (3:08)
9. Green Monkey (3:36)
10. Willow Tree Lullaby (2:32)
11. Goodbye (3:11)

Gesamtspieldauer: 41:35




Bei den Kritikern und Fans kam das dritte Album von America mit dem Namen “Hat Trick” aus dem Jahr 1973 nicht besonders gut an. Schlecht ist dieses Album allerdings nicht, denn es beinhaltet wieder alle Ingredienzien, die ein America-Album ausmachen: Jede Menge Harmonien, meist langsame Stücke, mehrstimmiger Gesang, verträumte Stimmung.

All diese Zutaten findet man auch auf „Hat Trick“. Die schönen Melodien sind wieder da, die ausgefeilten Gesangsarrangements und dieses Mal gibt es mit dem Titeltrack sogar ein richtig langes und sehr abwechslungsreiches Stück, das von allen drei Musikern verfasst wurde und nicht nur ein musikalisches Thema bereit hält, sondern dieses auch immer wieder variiert.

Zwar fällt die Qualität der Lieder gegen Ende der Platte etwas ab und der Beginn gebiert sich auch ein wenig langweiliger, dafür wartet aber vor allem die Mitte des Albums mit einigen Ohrenschmeichlern auf. Alles allerdings in diesem Rahmen, der America ausmacht: Folk Rock, der immer wieder melodisch ist und an Croby, Stills & Nash erinnert.

Fazit: Wer die America-Musik mag, der wird auch dieses Album mögen. Vielleicht ist es nicht mehr ganz so ausgeglichen in der Qualität wie die Vorgängeralben, nette und gute Lieder lassen sich allerdings auch hier noch entdecken beziehungsweise hören. Wenn man auf diese Art von, na nennen wir es mal „Soft-Folk“ steht, hat man auf „Hat Trick“ viel zu entdecken. Acht Punkte.

Anspieltipps: She's Gonna Let You Down, Submarine Ladies, It's Life, Hat Trick




Dienstag, 18. September 2012

America – Homecoming





America – Homecoming


Besetzung:

Gerry Beckley – vocals, guitar, bass, piano
Dan Peek – vocals, guitar, piano
Dewey Bunnell – vocals, guitar, piano, drums, percussion


Gastmusiker:

Joe Osborne – bass
Hal Blaine – drums, percussion
Gary Mallaber – drums, percussion
Henry Diltz – banjo


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Folk Rock, Soft Rock


Trackliste:

1. Ventura Highway (3:32)
2. To Each His Own (3:13)
3. Don't Cross The River (2:30)
4. Moon Song (3:41)
5. Only In Your Heart (3:16)
6. Till The Sun Comes Up Again (2:12)
7. Cornwall Blank (4:19)
8. Head And Heart (3:49)
9. California Revisited (3:03)
10. Saturn Nights (3:31)

Gesamtspieldauer: 33:21




Auf ihrem zweiten Album, welches 1972 unter dem Namen „Homecoming“ erschien, ist die amerikanische Band America noch ein wenig poppiger geworden. Oftmals geht die Musik ganz gerade in Richtung des Genres Soft Rock. Ähnlichkeiten zu den britischen Kollegen derselben Richtung, „Barclay James Harvest“, sind manches Mal unüberhörbar.

Somit gebiert sich das Album „Homecoming“ überaus harmonisch und melodiös. Alles ist fließend und klingt und dies gilt für die Musik, genau wie für die Texte und auch die mehrstimmigen Gesangseinlagen. Kann Musik aber auch zu eingängig sein? So eingängig und harmonisch, dass es fast schon in das Schnulzige abdriftet? Und ob das geht. America streifen hier auch mit einigen wenigen Titeln haarscharf an dieser Trennlinie entlang, bekommen dann allerdings doch wieder den Bogen und es bleibt ein letztlich angenehmes Gefühl zurück.

Mehr Songs der Kategorie „Moon Song“ hätten dem Album jedoch auf jeden Fall gut getan. Bei diesem Titel wird Spannung erzeugt, die nicht immer und bei jedem anderen Lied der Platte so ohne weiteres überspringt. So fängt „Moon Song“ wieder sehr verträumt und America-typisch an, mündet dann allerdings in einen klasse arrangierten und gespielten Teil, der von mehreren akustischen Gitarren dominiert wird. Richtig gut.

Fazit: Ruhige, harmonische und melodiöse Musik für kalter Herbst- und Wintertage bieten America hier auf ihrem zweiten Album. Alles melodiös bis ins letzte Detail, dafür jedoch nicht immer spannend. Wem Barclay James Harvest gefällt und mit den Crosby, Stills & Nash etwas anfangen kann, der dürfte mit „Homecoming“ auch keine Schwierigkeiten bekommen. Sogar im Gegenteil, die- oder denjenigen wird diese Platte bereichern. Von mir gibt es dafür neun Punkte.

Anspieltipps: To Each His Own, Moon Song, Only In Your Heart, Till The Sun Comes Up Again, Cornwall Blank



Montag, 10. September 2012

America – America





America
– America



Besetzung:

Gerry Beckley – vocals, guitar, bass, keyboard, harmonica
Dan Peek – vocals, guitar, bass, keyboard, harmonica
Dewey Bunnell – vocals, guitar


Gastmusiker:

David Lindley – guitar
Dave Atwood – drums
Kim Haworth – drums
Ray Cooper – percussion


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Riverside (3:05)
2. Sandman (5:08)
3. Three Roses (3:57)
4. Children (3:08)
5. A Horse With No Name (4:18)
6. Here (5:35)
7. I Need You (3:08)
8. Rainy Day (2:55)
9. Never Found The Time (3:51)
10. Clarice (4:01)
11. Donkey Jaw (5:20)
12. Pigeon Song (2:18)

Gesamtspieldauer: 46:44




Das Erstlingswerk der amerikanischen Band America erschien 1971 und hatte passenderweise gleich denselben Titel: America. Und es ist wirklich beeindruckend, was man auf dieser ersten Platte zu hören bekommt. Gitarren und mehrstimmiger Gesang stehen im Vordergrund der Musik von America. Auf Perkussion wird meist ganz verzichtet und wenn man dann doch mal eine Trommel oder dergleichen wahrnimmt, dann wirklich nur ganz hauchzart.

Meist sind es die akustischen Gitarren, die hier in Harmonien schwelgen. Die Melodie steht bei jedem America-Song im Vordergrund. Dazu kommen bestens arrangierte Vocals, einstimmig oder mehrstimmig, die nicht selten nach Crosby, Stills & Nash und von mir aus auch noch an Neil Young dazu klingen.

Folk Musik haben America hier produziert, Folk Musik, die immer schnell ins Ohr geht. Dabei verströmt die Musik von America so eine süßliche Atmosphäre, die mitunter auch mal in Langweile umschlagen kann. Richtig gut wird die Band dann, wenn sie auch rockt. Das macht sie in Passagen der Titel „Sandman“ oder auch „Here“. Da wird es spannend und mitreißend. Letzteres wird es auch bei „A Horse With No Name“, einem der bekanntesten Stücke der Amerikaner. Ein tolles und eindringliches Lied, zudem auch noch sehr eingängig.

Ein klein wenig schräg klingt „Donkey Jaw“. Und genau das ist auch die Stärke dieses Titels, der sich damit ein wenig vom Rest der Platte abzusetzen vermag. Der Rest der Scheibe plätschert ein wenig vor sich hin. Da gibt es zwar noch so einen Song wie „I Need You“, der zumindest mal zur Abwechslung mit dem Piano eingeleitet wird, um dann allerdings auch wieder in genau diese allzu harmonische Stimmung abzudriften.

Fazit: Einerseits ist die Band konsequent und verfolgt ihren Stil fast durchgängig. Andererseits kann hier beim Hörer eben genau aus diesem Grund auch Langeweile aufkommen. Wer allerdings auf ganz viel Harmonie und Melodik steht und auch mit Folk Musik etwas anzufangen weiß, der wird hier jede Menge Spaß mit dem Album bekommen. Für mich haben die Lieder die Platte immer dann ihre Stärken, wenn sie etwas anders klingen als der Rest der Scheibe. Aber das Debut von America hat was. Dafür gibt es dann zehn Punkte.

Anspieltipps: Sandman, A Horse With No Name, Here, Donkey Jaw