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Mittwoch, 27. September 2017

Johnny Cash – I Walk The Line




Johnny Cash – I Walk The Line


Besetzung:

Johnny Cah – vocals, guitar


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Hallmark Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Country


Trackliste:

1. I Walk The Line (2:43)
2. There You Go (2:18)
3. Hey Porter (2:12)
4. New Mexico (2:07)
5. Mean Eyed Cat (2:28)
6. Rock Island Line (2:09)
7. You Win Again (2:16)
8. Life Goes On (1:59)
9. I Could Never Be Ashamed Of You (2:14)
10: Wreck Of The Old '97 (1:50)

Gesamtspieldauer: 22:16



„I Walk The Line“ ist eines der schier unendlich vielen Kompilationsalben des Johnny Cash. Man kann natürlich im Internet bestens recherchieren und ich fand sage und schreibe 820 (!) „Best Of…“-Alben des Johnny Cash. Sicherlich waren das immer noch nicht alle und da diese immer noch in verschiedensten Ausführungen jedes Jahr neu aufgelegt werden, dürfte die Anzahl bald vierstellig sein . Circa zwanzig dieser Platten haben auch den Namen „I Walk The Line“. Diese Ausgabe hier stammt aus dem Jahr 1973 und wurde auf dem Plattenlabel Hallmark Records veröffentlicht.

Man hört auf „I Walk The Line“ Country Musik pur. Nur Country in Reinstform. Lieder, wie sie diesem Genre entsprechend der 50er und 60er Jahre entsprochen und geklungen haben. Das muss man wirklich mögen, ansonsten ist die Scheibe nur sehr schwer verdaulich. Die Musik darauf hat auch nichts mehr mit den Liedern zu tun, für die Johnny Cash gegen Ende seiner Karriere stand. Ur-amerikanische Musik gibt es auf diesem Kompilationsalbum, alles dazu noch sehr ähnlich klingend und bereits nach zehn Takten fürchterlich nervend.

Die Zeitangaben auf dem Plattencover fehlen. Dies hat wohl System und einen Grund, denn ich habe nachgestoppt und die Spieldauer von „I Walk The Line“ beträgt ganze 22:16 Minuten. Das ist natürlich fast schon Betrug, dieses Album dann auch noch ungekennzeichnet als vollständige LP zu verkaufen. Da auch die Musik für heutige und europäische Ohren nur schwer zu begreifen ist, ist dieser Umstand allerdings fast schon ein Vorteil, denn alle Lieder sind schnell vorbei.

Fazit: „I Walk The Line“ von Johnny Cash ist ein Kompilationsalbum mit Liedern aus der frühen Zeit der Karriere des US-Amerikaners. Leute, die auf sehr unverfälschte Country Musik stehen, die werden hier natürlich ihre Freude haben, auch wenn das gesamte Album nach Country-Oldie klingt. Oder gerade deswegen werden sie ihre Freude haben? Auf jeden Fall wird die kurze Laufzeit des Albums zum Ärgernis und bei Fans von Rock-Musik wirft solche Musik unglaublich viele Fragen auf, da man einfach nicht glauben kann, dass so etwas überhaupt jemand hören möchte. Zwei Punkte.

Anspieltipps: I Walk The Line



Montag, 26. August 2013

Johnny Cash – American V: A Hundred Highways




Johnny Cash – American V: A Hundred Highways


Besetzung:

Johnny Cash – vocals, guitar
Mike Campbell –guitars
Smokey Hormel – guitar
Matt Sweeney – guitar
Benmont Tench – piano, harpsichord, organ
Jonny Polonsky – guitar
Randy Scruggs – guitar
Pat McLaughlin – guitar
Marty Stuart – guitar
Mark Howard – ohne Instrumentenangabe
Pete Wade – guitar
„Uncle“ Josh Graves – ohne Instrumentenangabe
Laura Cash – fiddle
Mac Wiseman – guitar
„Cowboy“ Jack Clement – ohne Instrumentenangabe
Larry Perkins – guitar
Dennis Crouch – bass guitar


Label: American Recordings


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Country, Folk


Trackliste:

1. Help Me (2:52)
2. God's Gonna Cut You Down (2:39)
3. Like The 309 (4:35)
4. If You Could Read My Mind (4:30)
5. Further On Up The Road (3:25)
6. On The Evening Train (4:18)
7. I Came To Believe (3:45)
8. Love's Been Good To Me (3:19)
9. A Legend In My Time (2:37)
10. Rose Of My Heart (3:18)
11. Four Strong Winds (4:35)
12. I'm Free From The Chain Gang Now (3:01)

Gesamtspieldauer: 42:52




„American V: A Hundred Highways“ erschien knapp drei Jahre nach dem Tod Johnny Cashs und wurde wohl größtenteils in der Zeit zwischen dem Tod seiner Frau June Carter Cash im Juni 2003 und seinem eigenen Ableben im September 2003 aufgenommen. Die Stimme des Musikers klingt hier überaus gebrechlich und zerbrechlich. Sein angeschlagener Gesundheitszustand ist auf dieser Platte in jedem Lied zu spüren beziehungsweise zu hören.

Umso intensiver wirkt das Album, welches wenig Country-, dafür jede Menge Folk-Musik für den Hörer parat hält. Die Songs sind unglaublich intensiv und leben vor allem von der traurigen Stimmung, die praktisch jedem der zwölf Titel anhaftet. Zwei der Lieder stammen dabei von Johnny Cash selbst, die restlichen Nummern sind Cover-Versionen anderer Künstler.

Thematisch dreht es sich bei den meisten Liedern um die Liebe und den Tod, den der zu dieser Zeit bereits im Rollstuhl sitzende Johnny Cash anscheinend herannahen fühlte. So eröffnet sich dem Hörer ein sehr dichtes und überaus trauriges Album, welches zusätzlich von der Zeit und der Situation lebt, in welches es eingespielt wurde. Die Lieder schaffen es immer wieder den Hörer mit ihrer Atmosphäre zu packen und zu fesseln, auch wenn man solche Höhepunkte wie „Hurt“ oder „Mercy Seat“ von den vorherigen Alben vergeblich sucht.

Fazit: Ein sehr trauriges Album ist „American V: A Hundred Highways“ geworden. Über allem schwebt eine schwere Melancholie, die von Johnny Cash auf den Hörer übertragen wird. Die Lieder sind alle sehr ruhig gehalten, meist nur ganz zart instrumentiert und wirken gerade auch durch die brüchig gewordene Stimme Johnny Cashs wie etwas ganz Besonderes. Zehn Punkte.

Anspieltipps: God's Gonna Cut You Down, If You Could Read My Mind, Further On Up The Road, Love's Been Good To Me





Montag, 12. August 2013

Johnny Cash – American IV: The Man Comes Around




Johnny Cash – American IV: The Man Comes Around


Besetzung:

Johnny Cash – vocals, guitar
Don Henley – drums, keyboards, vocals
Fiona Apple – vocals
Nick Cave – vocals
Mike Campbell – guitar
John Frusciante – guitar
Randy Scruggs – guitar
Thom Bresh – guitar
Jeff Hanna – guitar
Kerry Marx – guitar
Marty Stuart – guitar
Smokey Hormel – guitar
Jack Clement – dobro
Joey Waronker – drums
David Ferguson – ukulele
Laura Cash – violin
Terry Harrington – clarinette
Benmont Tench – organ, piano, keyboards
Roger Manning – piano
Billy Preston – piano, keyboards


Label: American Recordings


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Alternative Country


Trackliste:

1. The Man Comes Around (4:27)
2. Hurt (3:39)
3. Give My Love To Rose (3:29)
4. Bridge Over Troubled Water (3:55)
5. I Hung My Head (3:54)
6. First Time I Ever Saw Your Face (3:52)
7. Personal Jesus (3:20)
8. In My Life (2:58)
9. Sam Hall (2:40)
10. Danny Boy (3:20)
11. Desperado (3:14)
12. I'm So Lonesome I Could Cry (3:03)
13. Tear Stained Letter (3:41)
14. Streets Of Laredo (3:33)
15. We'll Meet Again (2:59)

Gesamtspieldauer: 52:04




„The Man Comes Around“ ist der vierte Teil der „American Recordings“-Serie und das letzte Studioalbum, welches noch zu Lebzeiten des US-amerikanischen Künstlers aufgenommen wurde. Hier, auf dieser Veröffentlichung, ist bereits sehr deutlich die fortschreitende Erkrankung Johnny Cashs herauszuhören, was an der manchmal sehr zerbrechlich wirkenden Stimme überaus deutlich wird. Dieses Album enthält mit dem Titel „Hurt“ von den Nine Inch Nails eine der besten Cover-Versionen, mit denen jemals ein Lied gekrönt wurde. Auch das dazugehörende Video ist überaus ergreifend und zeigt den deutlich angeschlagenen Künstler und seine Frau June Carter Cash, die wenige Monate später, vier Monate vor Johnny Cash selbst, starb.

Neben drei Eigenkompositionen, von denen der Titeltrack „The Man Comes Around“ einen weiteren Höhepunkt des Albums darstellt, gibt es noch zwölf Cover-Versionen von Titeln anderer Künstler, die Johnny Cash in seiner unnachahmlichen Art und Weise wieder zu seinen Liedern werden lässt. Über allen Titeln hängt eine sehr traurig geartete Stimmung, die den Hörer einzufangen weiß. Nicht überraschend ist dabei, dass die Lieder häufig vom Tod und dem Gewesenen handeln und dies nicht nur beim wohl mit bekanntesten Lied seiner späteren Schaffensphase „Hurt“.

Die Musik ist über das gesamte Album sehr bewegend, die Atmosphäre äußerst dicht, obwohl auch auf dieser Platte hauptsächlich der einprägsame Gesang Johnny Cashs sowie die akustische Gitarre im Vordergrund stehen. Die einzelnen Titel sind dabei sehr ruhig gehalten, was zusätzlich die sentimentale, melancholische bis traurige Stimmung der einzelnen Lieder noch unterstreicht. Ausnahmen sind dabei die Titel „Personal Jesus“ von Depeche Mode sowie die Eigenkomposition „Tear Stained Letter“, bei denen das Mitwippen der Füße nicht sonderlich schwer fällt.

Fazit: „American IV: The Man Comes Around“ ist ein sehr bewegendes Album geworden, was mit Country Musik nur am Rande etwas gemein hat. Eher erinnert das Ganze an ruhige Folk Musik. Die Musik packt den Hörer, macht nachdenklich und eher traurig als fröhlich. Wenn jemand also den Blues hat, dann kann er diese seine Stimmung damit noch bestens unterfüttern. Sehr hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Man Comes Around, Hurt, I Hung My Head, Streets Of Laredo





Mittwoch, 7. August 2013

Johnny Cash – American III: Solitary Man




Johnny Cash – American III: Solitary Man


Besetzung:

Johnny Cash – vocals, guitar
Norman Blake – guitar
Mike Campbell – guitar
June Carter Cash – vocals on „Field Of Diamonds“
Laura Cash – fiddle
Sheryl Crow – vocals on „Field Of Diamonds“, accordion on „Wayfaring Stranger“, and „Mary Of The Wild Moor“
Merle Haggard – vocals on „I’m Leavin‘ Now“, guitar
Will Oldham – vocals on „I See A Darkness“
Larry Perkins – guitar
Tom Petty – vocals on „I Won’t Back Down“ and „Solitary Man“, organ on „I Won’t Back Down“
Randy Scruggs – guitar
Marty Stuart – guitar
Benmont Tench – piano, organ, harmonium


Label: American Recordings


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Country


Trackliste:

1. I Won't Back Down (2:09)
2. Solitary Man (2:26)
3. That Lucky Old Sun (Just Rolls Around Heaven All Day) (2:36)
4. One (3:53)
5. Nobody (3:14)
6. I See A Darkness (3:43)
7. The Mercy Seat (4:35)
8. Would You Lay With Me (In A Field Of Stone) (2:41)
9. Field Of Diamonds (3:16)
10. Before My Time (2:55)
11. Country Trash (1:48)
12. Mary Of The Wild Moor (2:32)
13. I'm Leavin' Now (3:07)
14. Wayfaring Stranger (3:20)

Gesamtspieldauer: 42:16




Bewegend und sehr eindrucksvoll ist das, was Johnny Cash da im Rahmen seiner American Recordings“-Reihe unter dem Titel „Solitary Man“ im Jahr 2000 auf CD presste. Bei lediglich vier Titeln war Johnny Cash dabei direkt kompositorisch beteiligt, aber auch wenn die restlichen Lieder nicht von ihm geschrieben wurden, so machte er diese auf dem Album doch zu seinen ganz persönlichen Stücken, so beeindruckend und fesselnd werden die einzelnen Nummern von ihm interpretiert und umgesetzt.

„One“ von U2 ist natürlich ein geniales Lied, welches im Original auch zu den besten Titeln gehört, welche U2 jemals geschrieben haben. Und man muss zugeben, dass es eine Weile dauert, bis auch diese Version hier von Johnny Cash restlos überzeugen kann. Aber nach einigen Durchläufen steht dieser Titel gleichberechtigt neben der Originalausgabe der irischen Band. Eine sehr „warme“ Interpretation des Originals. Von Anfang an packt einen die Version von „Solitary Man“, die sehr viel besser gelungen ist, als jene im Original von Neil Diamond. Und noch ein klein wenig mehr trifft dies auf „The Mercy Seat“ zu, welches ursprünglich von Nick Cave stammt. In diesem Lied geht es um einen zum Tode Verurteilten, der auf seine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl wartet. Und diese Situation, dieses Gefühl wird von Johnny Cash so etwas von berührend und mitreißend transportiert, dass es einem beim Hören des Stücks kalt den Rücken hinunterläuft.

Es ist die Stimme des Johnny Cash in Verbindung mit der meist nur zarten Instrumentierung mittels der akustischen Gitarre, die diesen Zauber in der Musik hervorruft. Diese Zusammenstellung erzeugt eine Atmosphäre, der man sich nur schwerlich entziehen kann, die den Hörer trifft und packt und nicht mehr loslässt.

Klar können einen die Stücke nicht durchgängig in dieser Art und Weise treffen. Wenn es mal mehr in die Richtung Country abdriftet, wird das für das europäische Ohr oder das nicht so Country-affine Musikverständnis ein wenig schwieriger, was vor allem gegen Ende der Platte der Fall ist. Nichtsdestotrotz steht über allem dieser tolle Gesang des Johnny Cash, der auch in diesen Songs vollends zu überzeugen weiß.

Fazit: Ein beeindruckendes Album ist Johnny Cash hier gelungen, auf dem der US-Amerikaner ganz neue Facetten der einzelnen Lieder herauszustellen weiß. Warme Musik, die den Hörer trifft und sehr lange begleiten kann. Die Musik ist an jeder Stelle des Albums ruhig und völlig unaufgeregt, mit der Ausnahme des Stücks „The Mercy Seat“, welches am Ende die Situation des Delinquenten eindrucksvoll und ergreifend und packend umsetzt. Ansonsten gibt es auf „American III: Solitary Man“ jede Menge Musik zum Träumen und sich darin verlieren. Sehr lohnenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Solitary Man, One, I See A Darkness, The Mercy Seat





Samstag, 29. Juni 2013

Johnny Cash – Unchained




Johnny Cash – Unchained


Besetzung:

Johnny Cash – vocals, acoustic guitar
Tom Petty – vocals, electric and acoustic guitars, bass, chamberlin
Mike Campbell – electric and acoustic guitars, bass, mandolin, dobro
Benmont Tench – piano, b3, vox continmental, harmonium, chamberlin
Howie Epstein – bass, acoustic guitar
Steve Ferrone – drums and percussion
Curt Bisquera – drums and percussion
Marty Stuart – acoustic and electric guitars, bass
Flea – bass
Lindsay Buckingham – acoustic guitar
Mick Fleetwood – percussion
Juliet Prater – percussion


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Country, Folk, Pop, Rock


Trackliste:

1. Rowboat (3:44)
2. Sea Of Heartbreak (2:43)
3. Rusty Cage (2:50)
4. The One Rose (That's Left In My Heart) (2:26)
5. Country Boy (2:31)
6. Memories Are Made Of This (2:20)
7. Spiritual (5:07)
8. The Kneeling Drunkard's Plea (2:33)
9. Southern Accents (4:41)
10. Mean Eyed Cat (2:34)
11. Meet Me In Heaven (3:21)
12. I Never Picked Cotton (2:39)
13. Unchained (2:52)
14. I've Been Everywhere (3:20)

Gesamtspieldauer: 43:40




„Unchained“ lautet der zweite Teil der „American Recordings“-Serie des Johnny Cash. Diese Veröffentlichung wirkt sehr viel kraftvoller, als noch der erste Teil „American Recordings“, was nicht zuletzt auch an der sehr viel aufwendigeren Instrumentierung der Titel liegt. Dabei holte sich Johnny Cash Unterstützung bei diversen Musikern, unter anderem von Tom Petty, Flea von den Red Hot Chili Peppers sowie Lindsay Buckingham und Mick Fleetwood von Fleetwood Mac.

„Unchained“ ist dabei das wohl amerikanischste Werk der Reihe geworden, ein kleiner Trip zurück zu den frühen Jahren des Künstlers, denn hier ist die Country Musik allgegenwärtig, obwohl auch Folk-, Pop- und Rock-Einflüsse unverkennbar sind – wenn auch nur ab und an. Drei Titel komponierte Johnny Cash dabei selbst, die restlichen elf Stücke sind Cover-Versionen diverser anderer Künstler. Über jedem Lied schwebt irgendwie ein musikalisch-amerikanischer Spirit, den man für sich entdeckt, ergründet und verinnerlicht haben muss, um mit den Titeln etwas anfangen zu können.

Fazit: „That’s not my cup of tea“ würden englischsprachige Menschen wohl mit einem Musikgeschmack sagen, deren Interessen deutlich links und rechts von Country Klängen liegen. Die Musik auf „Unchained“ ist überaus konsequent in die Richtung des Country driftend, sodass ich für mich nur ab und an etwas auf dem Album finde, was mich ganz einzunehmen weiß. Die Stimme Johnny Cashs ist allerdings natürlich wieder sonor, tief und auch immer wieder durchaus ergreifend, sodass jeder Hörer, der etwas mit amerikanischer Volksmusik anfangen an, genau mit dieser Konstellation auch für sich überaus fündig werden wird. Ich leider nur sehr selten. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Rusty Cage, Spiritual, Southern Accents, Unchained






Dienstag, 14. Mai 2013

Johnny Cash – American Recordings




Johnny Cash – American Recordings


Besetzung:

Johnny Cash – vocals, guitar


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Alternative Country, Folk


Trackliste:

1. Delia's Gone (2:18)
2. Let The Train Blow The Whistle (2:16)
3. The Beast In Me (2:46)
4. Drive On (2:24)
5. Why Me Lord (2:21)
6. Thirteen (2:30)
7. Oh, Bury Me Not (Introduction: A Cowboy's Prayer) (3:53)
8. Bird On A Wire (4:02)
9. Tennessee Stud (2:55)
10. Down There By The Train (5:35)
11. Redemption (3:04)
12. Like A Soldier (2:50)
13. The Man Who Couldn't Cry (5:01)

Gesamtspieldauer: 41:52




„American Recordings“ ist der erste Teil der „American Recordings“-Serie, die bis zum Jahr 2010 mit dem sechsten Teil fortgesetzt wurde. Dieser erste Part der Reihe unterscheidet sich noch von den anderen Veröffentlichungen, da hier wirklich nur Johnny Cash selbst an der akustischen Gitarre zu hören ist – ohne jegliche Begleitmusiker. Vier Titel stammen dabei aus der Feder Johnny Cashs, die restlichen neun Lieder sind Cover-Versionen diverser anderer Künstler.

Die Musik auf „American Recordings“ ist überaus ruhig gehalten, was bei einer Instrumentierung mit lediglich Gesang und Gitarre nicht weiter verwunderlich ist. Im Zentrum steht dabei die tiefe und sonore Stimme des US-Amerikaners. Die Musik des „Man In Black“ wird hier zwar allgemein unter dem Genre Country beziehungsweise Alternative Country eingereiht, klingt auf dem Album allerdings sehr viel eher nach Folk, wobei die Grenzen zwischen diesen Musikstilen sowieso oft verschwimmen.

Sanfte Musik zum Träumen gibt es auf dem Album zu hören. Alles wirkt sehr entspannt aber durchaus intensiv. Allerdings ist die Songauswahl Johnny Cashs hier nicht ganz so gelungen, wie auf späteren Veröffentlichungen dieser Serie. Der Stil der Titel wird über die ganze Laufzeit des Albums hinweg durchgezogen, was die Platte zum einen konsequent und in sich geschlossen erscheinen lässt, allerdings auch die Gefahr der Monotonie ein klein wenig heraufbeschwört.

Fazit: „American Recordings“ gilt als das Comeback Johnny Cashs, nachdem es in den 80er Jahren ruhiger um den Künstler geworden war, was sich auch in den Verkaufszahlen diverser Veröffentlichungen äußerte. Das Album wurde mit Preisen überhäuft und erscheint in diversen Ranglisten. Bei mir persönlich wollen allerdings einige Titel nicht so recht zünden, auch wenn ich die Gesamtatmosphäre der Platte in ihrer Melancholie überaus gelungen finde. Jedoch können die späteren Veröffentlichungen Johnny Cashs gerade durch die viel intensiveren Titel deutlich mehr überzeugen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Thirteen, Redemption