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Sonntag, 22. Juni 2025

Pattern-Seeking Animals – Spooky Action At A Distance

 



Pattern-Seeking Animals – Spooky Action At A Distance


Besetzung:

Ted Leonard – lead vocals and guitar
Jimmy Keegan – drums, percussion and vocals
Dave Meros – basses
John Boegehold – synthesizers, programming, mellotron, guitars, electric sitar, charango, ronrocco, vihuela, mandocello, autoharp, string arrangements and vocals


Gastmusiker:

Abbie Parker – backing vocals (1, 4, 10)
Alex Bone – tenor sax (4)
Diane Boothby – backing vocals (1, 2, 5, 6, 10)
Gary Cambra – additional guitar (10)
Holly Rix – backing vocals (7, 9)
Ivy Marie – backing vocals
Liz Hanks – cello (1)
Maisie Ireland – cor anglais (4)
Marcela Detroit – backing vocals (6)
Rich Mangicaro – percussion (4, 7, 8, 9)
Sue Winsberg – flute (4, 9)
Vesislava – cello (3)
Eliza James – violin (5, 6)
Rebecca Schlappich Charles – violin (5, 6)
Jennifer Wu – violas (5, 6)
Danica Pinner – cello (5, 6)




Erscheinungsjahr: 2023


Stil: Progressive Rock, Art Rock


Trackliste:

CD1:

1. The Man Made Of Stone (7:03)
2. Window To The World (3:58)
3. What Awaits Me (5:22)
4. He Once Was (12:16)
5. Underneath The Orphan Moon (3:52)
6. Clouds That Never Rain (5:20)
7. Bulletproof (4:18)
8. Somewhere North Of Nowhere (6:48)
9. Summoned From Afar (7:35)
10. Love Is Still The Light (4:43)

CD2:

1. There Goes My Baby (3:52)
2. Orphans Of The Universe (Live at Progstock 2022) (10:41)
3. Elegant Vampires (Live at Progstock 2022) (4:29)
4. Time Has A Way (Live at Progstock 2022) (13:13)


Gesamtspieldauer: CD1 (1:01:19) und CD2 (32:17): 1:33:36



In sehr schöner Regelmäßigkeit hält, die aus aktuellen und ehemaligen Spock’s Beard Mitgliedern bestehende Band Pattern-Seeking Animals, das Banner des amerikanischen Progessive Rocks hoch. Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 2019 vergingen zwischen zwei Veröffentlichungen maximal zwei Jahre. Dieses Mal hat es lediglich ein Jahr gedauert, bis nach „Only Passing Through“ im Jahr 2022 mit „Spooky Action At A Distance“ bereits das vierte Studioalbum der Pattern-Seeking Animals erschien.

Und erneut enttäuschen die vier Musiker keineswegs. Komponist John Boegehold hat erneut ein Album zusammengestellt, welches nur so von schönen Harmonien und eingängigen Melodien strotzt. Dabei sind es wieder einmal – wie könnte es bei einer Band im Umkreis des Progressive Rocks auch anders sein? – die längeren Titel, die besonders überzeugen. Viele Wendungen, atmosphärische- und Rhythmuswechsel, spannende Steigerungen, rockige Passagen neben ganz leisen Tönen und dazu noch wunderschöne Gesangsharmonien. Diese Mischung begeistert einmal mehr und wurde gerade in den Longtracks perfekt umgesetzt.

Beim Progressive Rock scheiden sich die Freunde dieser Musik oftmals in zwei Lager. Jene, denen es gar nicht experimentell genug sein kann, die frickelige Passagen lieben, auch mal atonale Töne als wahre Bereicherung und Auflockerung betrachten. Und dann sind da auf der anderen Seite die Hörer, welche die Harmonie und die wunderschöne Melodie suchen. Gemein ist beiden Gruppen die Freude an der Abwechslung, am unerwarteten Verlauf eines Titels. Die Pattern-Seeking Animals bedienen mit ihrem vierten Album allerdings „nur“ die zweite Fraktion, diese dann aber absolut konsequent. Das Album geht ins Ohr und macht Spaß.

Rockige Klänge, folkige Passagen, hymnische Abschnitte und auch ein wenig Pop paaren sich auf „Spooky Action At A Distance“ – und das in einer sehr gelungenen und überzeugenden Art und Weise. Übersetzt heißt der Albumtitel „Gespenstische Wirkung in der Ferne“ und widerspricht eigentlich dem idealen Hören des Albums. Dieses genießt man nämlich am besten ganz nah auf den Ohren, mit Kopfhörern auf seinem Lieblingsplatz.

Die zweite CD enthält das etwas poppige und eingängige There Goes My Baby“ sowie drei Live-Aufnahmen, je eine von den ersten drei Veröffentlichungen. Die Qualität der Aufnahmen ist sehr gut und man hört kaum, dass es sich dabei um Live-Einspielungen handelt. Vor allen Dingen die drei Live-Mitschnitte sind sehr hörenswert und eine schöne Zugabe.

Fazit: Auch das vierte Album der Pattern-Seeking Animals weiß zu überzeugen. Wer die ersten drei Platten der Band mochte, wird von „Spooky Action At A Distance“ sicherlich nicht enttäuscht werden. Eine Weiterentwicklung der Musik der Band gibt es nicht, der mit dem ersten Album eingeschlagene musikalische Weg wird konsequent fortgesetzt. Viele dürfte das freuen. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Man Made Of Stone, He Once Was, Summoned From Afar



Sonntag, 3. April 2022

Pattern-Seeking Animals – Only Passing Through

 



Pattern-Seeking Animals – Only Passing Through

Besetzung:

Ted Leonard – vocals and guitars
Jimmy Keegan – drums, percussion and vocals
Dave Meros – basses
John Boegehold – synthesizers, programming, mellotron, assorted mandolins and guitars, electric sitar, charango and ronrocco, vihuela, autoharp and vocals


Gastmusiker:

Beraud – backing vocals (4)
Chris Flynn – backing vocals (4)
Ivy Marie – backing vocals (4)
Izora – backing vocals (4)
Jenice Rosen – bassoon (6)
John Fumo – trumpet and flugelhorn (3)
Lindsay Willinger – backing vocals (10)
Molly Pasutti – backing vocals (4, 8, 10)
Patrick McNamara – synthesizer (7)
Rini – violin (3,4)
Robin Tapp – backing vocals (4)
Stanley T Sichel – rhythm guitar (10)
Vesislava – cello (6)




Erscheinungsjahr: 2022


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Everdark Mountain (2:50)
2. I Can’t Stay Here Anymore (6:05)
3. Time Has A Way (13:15)
4. Rock Paper Scissors (5:01)
5. Much Ado (4:49)
6. Only Passing Through (4:19)
7. Said The Stranger (7:07)
8. Here With You With Me (8:22)

Bonus Tracks:

9. I’m Not Alright (4:17)
10. Just Another Day At The Beach (3:32)

Gesamtspieldauer: 59:42



Am 1. April 2022 erschien bereits das dritte Studioalbum der im Jahr 2018 gegründeten Band Pattern-Seeking Animals, die sich aus aktuellen oder ehemaligen Musikern von Spock’s Beard zusammensetzt. „Only Passing Through“ heißt das neueste Werk der US-Amerikaner und erschien, wie bereits die beiden Vorgängerplatten, auf dem Plattenlabel InsideOut Music.

Dass die vier Musiker irgendetwas mit Spock’s Beard zu tun haben müssen, das hört man immer wieder beim Durchhören der insgesamt zehn Titel – und das liegt nicht nur am Gesang des Ted Leonard. Insgesamt weist die Musik viele Parallelen zu Spock’s Beard auf, mehr noch, als auf den beiden vorherigen Alben. Das Spiel mit den Atmosphären, das Wechseln der Stimmungen und bestimmte Melodiebögen lassen hier zwangsläufig Vergleiche aufkommen. Und dann ist da selbstverständlich auch die Eingängigkeit der einzelnen Lieder. Dieses Gespür für eine Melodie, welche schnell ins Ohr geht, das hatten die US-Amerikaner schon immer.

Besonders überzeugend klingen die Titel der Pattern-Seeking Animals immer dann, wenn sie sich im Umfeld des Progressive Rocks bewegen. Schön hört man dies bei der – oh wie überraschend – längsten Nummer des Albums „Time Has A Way“. Rhythmus- und Tempowechsel, musikalische Themen, die sich entwickeln, um schließlich in andere überzugehen sowie der Einsatz von Bläsern und Streichern lassen dieses Lied wunderschön abwechslungsreich erklingen.

Ebenfalls überaus gelungen und spannend klingt „Said The Stranger“. Das Lied besitzt einen Groove und treibt die Musik vor sich her ohne dabei in Hektik zu verfallen. „Here With You With Me“ gefällt mir alleine schon wegen der Gesangsarrangements. Ebenfalls sehr hörenswert. Den einen oder anderen Ansatz der Musik, sich eher im Mainstream Rock zu bewegen hört man allerdings ebenso auf „Only Passing Through“. Zwar gehen diese Titel genauso gut ins Ohr, sind jedoch nicht unbedingt die Musik, die man von den Pattern-Seeking Animals hören möchte, da es diese schon genügend von anderen, langweiligeren Bands gibt. Trotzdem überzeugt das Album insgesamt und mit jedem weiteren Durchlauf sogar noch ein wenig mehr, da sich viele Melodien mit jedem erneuten Mal des Hörens noch besser erschließen.

Fazit: Auch das dritte Album der Pattern-Seeking Animals ist ein überzeugendes geworden. Wer hier freilich abgefahrenen oder frickeligen Progressive Rock erwartet, die oder der wird sicherlich von „Only Passing Through“ enttäuscht werden. Auf dem Album hört man eine Mischung aus Progressive Rock und Mainstream Rock, die immer wieder melodiös überzeugt und Spaß macht gehört zu werden. Wer die ersten beiden Alben der Band mochte und auch Spock’s Beard Musik gegenüber aufgeschlossen ist, die oder der wird auch an diesem Album viel Spaß haben. Elf Punkte.

Anspieltipps: Time Has A Way, Said The Stranger



Montag, 15. Juni 2020

Pattern-Seeking Animals – Pattern-Seeking Animals




Pattern-Seeking Animals – Pattern-Seeking Animals


Besetzung:

John Boegehold – synthesizers, programming, acoustic & electric guitars, mandolin, vocals
Ted Leonard – vocals, lead & rhythm guitars
Jimmy Keegan – drums & vocals
Dave Meros – basses


Gastmusiker:

Breana Marin – backing vocals ("Fall Away")
Vesislava – cello ("Fall Away")
Andrew Capra – backing vocals ("We Write The Ghost Stories")
Chris Willows – backing vocals ("Stars Along The Way")
Hunter Groth – backing vocals ("Stars Along The Way")
Clockwork Sessions – strings ("The Same Mistakes Again")
Jonas Petersen – violin & viola ("We Write The Ghost Stories")
Michelle Packman – cello ("We Write The Ghost Stories")


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. No Burden Left To Carry (9:39)
2. The Same Mistakes Again (5:09)
3. Orphans Of The Universe (10:29)
4. No One Ever Died And Made Me King (3:55)
5. Fall Away (4:47)
6. These Are My Things (4:54)
7. We Write The Ghost Stories (3:24)
8. No Land‘s Man (5:39)
9. Stars Along The Way (10:20)

Gesamtspieldauer: 58:20



Die Pattern-Seeking Animals sind eine US-amerikanische Rock Band, welche sich aus aktuellen oder ehemaligen Musikern von Spock’s Beard zusammensetzt. John Boegehold, selbst nie offizieller Musiker von Spock’s Beard, jedoch nach der Demission von Neal Morse Songschreiber für die Band, ist dieses Mal fester Bestandteil der Pattern-Seeking Animals und darf hier sein Gespür für die eingängige Melodie noch besser ausleben. Das selbstbetitelte Debut-Album der Band erschien am 5. Juli 2019 auf dem Plattenlabel InsideOut Music.

Und da wären wir auch schon beim Unterschied zwischen Spock’s Beard und den Pattern-Seeking Animals. Letztere klingen auf ihrem Debutalbum nochmals deutlich eingängiger als Spock’s Beard jemals klangen. Ob das noch Progressive Rock ist? Nun die einzelnen Titel funktionieren zumindest nicht nach dem Schema „Strophe – Refrain – Strophe – Refrain – Solo – Strophe – Refrain“. Auf „Pattern-Seeking Animals“ wird mit den Atmosphären gespielt, Stimmungen werden erzeugt und anschließend wieder aufgelöst, um in andere einzutauchen. Somit spielt ich die Musik der Band auf ihrem Debut irgendwo im Bereich des eingängigen NeoProgs und des Melodic Rocks ab, wobei es auch ab und an mal ein Gitarren- oder Keyboardsolo zu hören gibt. Wenn man auf eingängige Rock Musik steht, dann wird man auf dieser Scheibe sicherlich fündig.

Auf der Platte klingt alles, geht alles ins Ohr. Die Produktion ist perfekt, die Lieder quellen voll und satt aus den Boxen, sehr gut differenziert und abgemischt. Und die Höhepunkte – wie sollte es auch anders sein – sind wieder mal die längeren Stücke des Albums, da sie eben diese Wandlungen in den Titeln selbst, dieses Spiel mit den Atmosphären und die Entwicklung hin zu eingängigen Melodien bestens bedienen. „No Burden Left To Carry“, „Orphans Of The Universe“ sowie „Stars Along The Way“ beinhalten jede Menge Abwechslung und transportieren diesen melodischen NeoProg am intensivsten.

Fazit: Für alle diejenigen, die auf melodischen Rock stehen, der trotzdem keine 08/15 Musik darstellt und auch immer mal wieder progressive Ansätze aufweist, ist dieses Debut der Pattern-Seeking Animals eine feine Sache. Ich kann durchaus gut in diese Musik eintauchen, die keineswegs platt klingt, ebenso keinesfalls kompliziert. Halt nur unverschämt eingängig. Elf Punkte.

Anspieltipps: No Burden Left To Carry, Orphans Of The Universe, Stars Along The Way



Freitag, 15. Mai 2020

Pattern-Seeking Animals – Prehensile Tales




Pattern-Seeking Animals – Prehensile Tales


Besetzung:

John Boegehold – synthesizers, keyboards
Ted Leonard – vocals & guitar
Dave Meros – bass
Jimmy Keegan – drums & vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2020


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Raining Hard In Heaven (8:31)
2. Here In My Autumn (7:56)
3. Elegant Vampires (4:29)
4. Why Don‘t We Run (5:08)
5. Lifeboat (17:20)
6. Soon But Not Today (12:02)

Gesamtspieldauer: 55:28



Es scheint den Musikern Spaß gemacht zu haben. Gerade mal zehn Monate nach dem selbstbetitelten Debut erscheint auf dem Plattenlabel InsideOut Music mit „Prehensile Tales“ bereits das zweite Album der Pattern-Seeking Animals. Jener Band, die sich aus drei aktuellen oder ehemaligen Musikern der Band Spock’s Beard zusammensetzt. Dazu gesellt sich noch John Boegehold, der nach dem Weggang vom ehemaligen Songschreiber von Spock’s Beard – Neal Morse – die Pattern-Seeking Animals mit vielen Kompositionen versorgte, ohne selbst offizieller Teil von Spock’s Beard zu werden.

Die Musik der US-Amerikaner pendelt auf „Prehensile Tales“ zwischen melodischem Rock und NeoProg hin und her. Vor allen Dingen die beiden kürzeren Titel auf dem Album, die Nummern „Elegant Vampires“ sowie „Why Don‘t We Run“ haben einen poppig-rockigen Anstrich und gehen schnell ins Ohr. So gut und schnell, dass man bereits nach dem zweiten Mal des Hörens glaubt, diese Stücke schon sehr viel länger zu kennen. Die richtig guten Lieder – wie sollte es auch anders sein bei einer Band, die sich in einem musikalischen Bereich bewegt, der auch Freundinnen und Freunde des Progressive Rocks ansprechen soll – sind drei der vier längeren Stücke der Platte. Hier können John Boegehold, Ted Leonard, Dave Meros und Jimmy Keegan ihr Gespür und Gefühl für Harmonien und Eingängigkeit wunderbar ausleben.

Steht man eben auf diese Eingängigkeit, auf Melodiösität und einer gewissen Dramaturgie in der Musik, die sich entwickelt und wandelt, dann hält „Prehensile Tales“ jede Menge guter Lieder für die Hörerinnen und Hörer parat. Die Titel „Here In My Autumn“, „Lifeboat“ sowie „Soon But Not Today“ sind von daher sicherlich gerade für „Proggies“ interessant, denen besonders die Melodie einer Nummer wichtig ist. Vertrackte, frickelige oder gar experimentelle Passagen beinhaltet die Musik der Pattern-Seeking Animals nämlich nicht. Trotzdem sind die drei zuletzt genannten Nummern tolle musikalische Ausflüge, die die Reisenden mal dieser, mal jener Stimmung aussetzen. Viele unterschiedliche Eindrücke gibt es dabei einzusammeln. Mal eher verträumte, dann doch wieder eher rockige, schließlich schwelgerische, hymnische. Über allem steht dabei jedoch immer diese bereits erwähnte Eingängigkeit, in die man so wunderschön eintauchen kann.

Fazit: Die Pattern-Seeking Animals klingen melodischer als Spock’s Beard. Die musikalischen Vorbilder der Musiker, die in den frühen 70er Jahren in Großbritannien zu finden sind, werden auf „Prehensile Tales“ immer wieder zitiert – ohne dabei allerdings den Anschein des Plagiats aufkommen zu lassen. Auf dem Album erfinden die Pattern-Seeking Animals die Musik nicht neu, doch sie klingen einfach wunderschön und unterhalten. All jenen, denen der melodische Ansatz in der Musik von Bedeutung und Wichtigkeit ist, wird dieses Album viel Spaß bringen. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Here In My Autumn, Lifeboat, Soon But Not Today