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Montag, 11. Januar 2021

Triana – Sombra Y Luz




Triana – Sombra Y Luz


Besetzung:


Jesus De La Rosa – vocals, keyboards, guitar
Juan Jose Palacios – drums, percussion
Eduardo Rodriguez R. – guitars


Gastmusiker:

Pepe Roca – electric guitar
Manolo Rosa – bass
Enrique Carmona – vocals
Miguel Angel Iglesias – choir


Label: Fonomusic


Erscheinungsjahr: 1979


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Una Historia (5:07)
2. Quiero Contarte (5:00)
3. Sombra Y Luz (7:31)
4. Hasta Volver (10:36)
5. Tiempo Sin Saber (5:23)
6. Vuelta A La Sombra Y La Luz (2:47)

Gesamtspieldauer: 36:27




Mit ihrem dritten Studioalbum „Sombra Y Luz“ ernteten die drei Musiker der spanischen Progressive Rock Band Triana endlich auch den verdienten kommerziellen Erfolg. „Sombra Y Luz“ verkaufte sich gut und in diesem „Sog“ kam es auch noch mal zu einem Anstieg der Verkaufszahlen der beiden ersten Alben von Triana. „Sombra Y Luz“ erschien im Jahr 1979 auf dem Plattenlabel Fonomusic.

Mit „Sombra Y Luz“ hatten sich Triana noch ein wenig weiter von ihrem ursprünglichen musikalischen Konzept entfernt, der Verbindung von spanischem Flamenco mit dem Progressive Rock, der Anfang der 70er Jahre in Großbritannien entstanden war. Trotzdem erklingt auch auf dieser Platte noch diese so ungewöhnliche Verbindung der spanischen Gitarre mit eher unkonventioneller Rock Musik. Dass dieses Album ein Erfolg wurde verwundert beim Hören nicht weiter, da die Melodien packen und ins Ohr gehen. Triana werden dabei meist erneut nicht experimentell, setzen eher auf Bewährtes, doch dies klingt eben eingängig, melodiös und besitzt diesen gewissen Wiedererkennungswert, der schon so manches Album in der Gunst der Hörerinnen und Hörer wachsen ließ.

Die Höhepunkte auf „Sombra Y Luz“ sind das Titellied selbst und die folgende Nummer „Hasta Volver“. Bei der Nummer „Sombra Y Luz“ ist die Verbindung aus spanischer Folklore und Progressive Rock sehr gelungen. Das Lied besitzt zudem einen repetitiven, hier nun wirklich fast experimentellen Zwischenteil, der das Lied in seiner Gesamtheit nochmals aufwertet. „Hasta Volver“ ist dagegen eine tolle und abwechslungsreiche Progressive Rock Nummer, die zwar deutlich weniger mit den musikalischen Wurzeln von Triana gemein hat, allerdings als Titel des progressiven Rocks der 70er Jahre auch heute noch überzeugt.

Fazit: Auch das dritte Studioalbum von Triana, „Sombra Y Luz“, gefällt. Selbst wenn die spanischen Einflüsse in der Musik der Band nochmals etwas zurückgefahren wurden, so klingt die Platte abwechslungsreich, spannend und auch immer noch anders als jede Platte der britischen Kollegen. Diese waren Ende der 70er Jahre allerdings sowieso schon meist dem Mainstream Pop verfallen, was „Sombra Y Luz“ nochmals aufwertet und zu einem sehr hörenswerten Album werden lässt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Sombra Y Luz, Hasta Volver



Sonntag, 5. Juli 2020

Triana – Hijos Del Agobio




Triana – Hijos Del Agobio


Besetzung:


Jesus De La Rosa – vocals, keyboards, guitar (7)
Juan Jose Palacios – percussion, effects, moog (4)
Eduardo Rodriguez R. – guitar, vocals (1, 4, 8)


Gastmusiker:

Antonio Pérez – guitar
Manolo Rosa – bass, spanish guitar (8)
Enrique Carmona – guitar (8)
Miguel Angel Iglesias – vocals (4)


Label: Fonomusic


Erscheinungsjahr: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Hijos Del Agobio (5:21)
2. Rumor (3:23)
3. Sentimiento De Amor (5:35)
4. Recuerdos De Triana (2:52)
5. ¡Ya Está Bien! (3:11)
6. Necesito (4:09)
7. Sr. Troncoso (3:40)
8. Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío (5:50)

Gesamtspieldauer: 34:03



Zwei Jahre nach dem Debutalbum „El Patio“ erschien im Jahr 1977 das zweite Studioalbum der spanischen Progressive Rock Band Triana, welche auf ihrer ersten Platte so wunderbar die „Mariage“ aus Flamenco und eben jenem Progressive Rock vollzog. Das neue Album heißt „Hijos Del Agobio“, zu Deutsch in etwa „Söhne der Qualen“ und wurde auf dem Plattenlabel Fonomusic veröffentlicht.

Der spanischen Gitarre wird auf „Hijos Del Agobio“ immer noch ein gewisser Spielraum eingeräumt. Nach wenigen Takten weiß man bereits, welchem Land diese Musik entspringt. Auch singt Jesús de la Rosa Luque erneut überaus leidenschaftlich und aus tiefster Seele. Des Weiteren erklingt auch sein hinterlegter Orgelsound wieder fett und breit. Trotzdem hat sich die Musik von Triana in Bezug auf ihr erstes Album zumindest etwas verändert. Die bereits erwähnten „spanischen Einflüsse“ wurden ein wenig zurückgefahren, es wird etwas mehr gerockt auf „Hijos Del Agobio“. Die spanische Gitarre ist deutlich seltener zu hören, das für den Flamenco so typische Klatschen sucht man auf der Scheibe schließlich sogar völlig vergeblich. Dabei kann man sicherlich nicht von eher „gewöhnlichem“ Rock oder gar Hard Rock sprechen, doch an vielen Stellen klingt das Album etwas angepasster an die Musik der englischen Kollegen zu jener Zeit.

Nichtsdestotrotz macht „Hijos Del Agobio“ immer noch viel Spaß und man hört gerne zu. Frickelig und experimentell klingt nichts auf dem Album. Es sind die Melodien, die auch dieses Mal überzeugen und erneut ins Ohr gehen, sodass sich hier ein genaues Hinhören lohnt. Meine beiden Favoriten sind dabei die Lieder „Rumor“ und „¡Ya Está Bien!“. Klasse und abwechslungsreiche Nummern, die ganz im Progressive Rock verhaftet sind und sich schnell im Gedächtnis festsetzen. „Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío“ sei an dieser Stelle auch angeführt, weil bei diesem Lied die Leidenschaft der Musiker so wunderschön zum Tragen kommt und hier der spanische Einfluss besonders gut zu hören ist. Ausfälle gibt es glücklicherweise auf dem Album auch nicht zu beklagen, sodass dem Hörerlebnis nichts mehr im Wege steht, wenn man auf Progressive Rock aus der Hochphase dieses musikalischen Genres steht – mit einer Prise spanischer Musik gewürzt.

Fazit: Auch auf „Hijos Del Agobio“ klingen Triana immer noch irgendwie besonders. Auch wenn der Einfluss der spanischen Musik gegenüber dem Debut zumindest etwas zurückgefahren wurde, klingt das Album immer noch außergewöhnlich und anders, als andere Progressive Rock Platten. Elf Punkte.

Anspieltipps: Rumor, ¡Ya Está Bien!, Del Crepúsculo Lento Nacerá El Rocío



Donnerstag, 7. Mai 2020

Triana – El Patio




Triana – El Patio


Besetzung:

Jesús de la Rosa Luque – vocals, keyboards
J. J. Palacios "Tele" – drums, percussion
Eduardo Rodríguez – guitar


Gastmusiker:

Manolo Rosa – bass
Antonio García de Diego – electric guitar


Label: Fonomusic


Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Abre La Puerta (9:51)
2. Luminosa Mañana (4:01)
3. Recuerdos De Una Noche (4:41)
4. Sé De Un Lugar (7:09)
5. Diálogo (4:31)
6. En El Lago (6:36)
7. Todo Es De Color (2:04)

Gesamtspieldauer: 38:56




Spanischer Progressive Rock? Warum nicht, doch dann wäre es doch auch schön, wenn dabei die Ingredienzien der spanischen Musik mit enthalten wären. Und genau das bieten Triana ihren Hörerinnen und Hörern. Triana, ein spanisches Trio aus Sevilla, Andalusien, welches sich im Jahr 1974 gründete, verbinden Progressive Rock mit einer gehörigen Portion Flamenco. Das erste Studioalbum von Triana trägt den Namen „El Patio“ (auf Deutsch: „Der Innenhof“, wie man auf dem Cover auch nachvollziehen kann) wurde am 14. April 1975 auf dem Plattenlabel Movieplay veröffentlicht und ist auch auf CD beim Label Fonomusic wiederveröffentlicht worden.

Wer sehr eingängigen, nicht zu frickeligen Progressive Rock zu schätzen weiß, die oder der wird mit dieser Scheibe seine helle Freude haben. Die Musik auf „El Patio“ geht ins Ohr, ist abwechslungsreich, unternimmt zahlreiche Wendungen. Dabei erklingt immer wieder die Flamenco-Gitarre und man hört rhythmisches Klatschen und weiß sofort, in welchem Kulturkreis man sich bewegt. Sehr gelungen ist dabei zudem das Zusammenspiel zwischen der Gitarre des Eduardo Rodríguez und dem feinen, ein anderes Mal fetten Orgelsound des Jesús de la Rosa Luque. Ziemlich einmalig in der Musiklandschaft.

Überhaupt Jesús de la Rosa Luque. Dieser unterstützt und unterstreicht die Musik von Triana durch seinen hingebungsvollen und eindringlichen Gesang, bei dem der Sänger jede musikalische Wendung empathisch miterlebt und auslebt. Ich bin des Spanischen nicht mächtig, doch wenn Jesús de la Rosa Luque beim Singen mitleidet, so hängt man förmlich an seinen Lippen und spürt die Emotionen, auch wenn er nicht zu sehen ist. Sehr schön.

„Triana“ ist in sich geschlossen, klingt ohne Ausnahme gut und überzeugend. Von daher könnte man viele Höhepunkte aufführen. Müsste ich mich auf eine Top 3 festlegen, wären dies die Lieder „Abre La Puerta“, „Luminosa Mañana“ sowie „En El Lago“. Allesamt eingängige, sehr melodiöse Titel, mit denen man bestens in die Musik der Andalusier eintauchen kann. Bester Progressive Rock auf Spanisch. Das Album war zunächst übrigens nur mäßig erfolgreich und wurde erst mit dem Bekanntheitsgrad der Band auch kommerziell für Tirana ein Erfolg. In allen Rankings zu den wichtigsten Platten der spanischen Pop- und Rockkultur ist „Triana“ vertreten. So führt es dort zum Beispiel das Rolling Stone Magazine auf Platz 23.

Fazit: Wer eingängigen, melodiösen und pathetischen Progressive Rock mag, wird auch „El Patio“ von Triana mögen. Das Debut-Album der Spanier beinhaltet alles, was Progressive Rock Fans lieben. Der Inhalt von Musik und Texten wird durch den Gesang bestens transportiert, da fällt es gar nicht mehr ins Gewicht, dass man nichts versteht, wenn man kein Spanisch spricht. Und dann diese Flamenco-Gitarre, die die Musik von Triana zu etwas Besonderem werden lässt. Lohnt sich. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Abre La Puerta, Luminosa Mañana, En El Lago