Posts mit dem Label KMFDM werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label KMFDM werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 15. August 2020

KMFDM – Hell Yeah




KMFDM – Hell Yeah



Es wurde auch langsam Zeit! Im November 2016 wurde Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt und im August 2017 war es endlich so weit. Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich auf die neue KMFDM Platte gewartet. Darauf, wie Sascha Konietzko auf die politische Lage in seiner zeitweiligen Wahlheimat reagieren wird. Der Hamburger legt mit „Hell Yeah“ nun das 20. Studioalbum der Band vor.

Es ist erneut ein brachiales Industrial-Metal Werk, ohne Raum für Kompromisse zu lassen. Die zum Teil hochpolitischen Texte machen deutlich, dass hier ein Angriff auf all das kommt, für was Amerika in diesen Tagen steht: Fake News, Gelaber, Geschichtsverfälschung, eine Verletzung der Grundwerte und Grundrechte. Unterlegt ist das lautstark, mit harten Gitarrenriffs, viel Elektronik und einem typisch-mitreißenden KMFDM Beat. Hier spielt eine Band, die nicht Schönwetter macht, vielmehr den Alltag in seiner ganzen Brutalität widerspiegelt.

KMFDM sind bekannt dafür, das auszusprechen, oder besser hinauszuschreien, was andere nur denken. Als Präsident George W. Bush ins Kriegshorn gegen Afghanistan und Irak blies und viele Künstler aus Angst vor Repressalien still blieben, antwortete Konietzko unmissverständlich mit „WWIII“, ein hochpolitisches, ein mehr als wichtiges Album in der Bandgeschichte. Damals lebte er noch in Seattle, eine Stadt, die ihn und die Band prägte. KMFDM heute sind vor allem das Duo Sascha Konietzko und Lucia Cifarelli, nicht nur musikalisch sind sie ein Paar. Und diese künstlerische Nähe spürt man. Es ist eine Ergänzung durch und durch.

KMFDM wurden 1984 am Rande einer Kunstausstellung gegründet. Seitdem brettert Sascha Konietzko unaufhaltsam voran: „KMFDM never stops“ heisst es in einem Lied. Die Band ist international eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Acts. Auch wenn man im eigenen Land den Einfluss von KMFDM nicht erkennt und zu schätzen weiß, viele Bands in den härteren Genres sehen die Gruppe als wichtigen Meilenstein im Musikzirkus. In den USA haben sie Kultstatus, das wird man bald wieder auf der kommenden Tour durch die (Nicht)Vereinigten Trumpschen Staaten erleben können. „Hell Yeah, se Tschörmans are coming!“

Dienstag, 15. Januar 2013

KMFDM – KUNST

 



KMFDM   KUNST


KMFDM is back! “KUNST” ist das mittlerweile 18. Studioalbum der Band um Mastermind Sascha Konietzko. Und erneut dreht er auf…9, 10, 11…pfff…wtf. Treibender geht es nicht. Konietzko schafft den fliessenden Übergang zwischen harten Beats und Gitarrenriffs. Das ist harter Technodrive auf Speed und darüber ein Gitarrenbrett der Sonderklasse. “KUNST” beginnt mit dem Titelsong und darin “German engineering, astounding ingenuity, 29 years of conceptual continuity”, mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. Da klingt nichts alt, nichts verstaubt, nichts, wie schon mal gehört. Ok, ich liebe KMFDM, doch auch dieses Album ist einfach nur geil. Kompromisslos, politisch, saustark. Seit fast 30 Jahren brettern KMFDM nun durch die Welt, und “KUNST” bestätigt aufs neue, dass KMFDM in eigenen Bahnen durchs Klanguniversum jagt. Egal, was da links und rechts im Musikzirkus passiert, diese Band geht geradeaus, zieht ihr Ding durch, ist einzigartig.


KMFDM werden für dieses neue Album ausgiebigst touren, man sollte die Chance ergreifen, um sie live zu sehen. Ein kraftvoller, lautstarker und energischer Abend wartet auf einen.

Donnerstag, 2. Februar 2012

KMFDM – Symbols





KMFDM  Symbols



Es gibt nur wenige deutsche Gruppen, die man international als Pioniere ihres Genres und darüberhinaus einstuft. KMFDM muss ohne Zweifel so betitelt werden. Sie haben Elektronik mit Metal und mit Industrial verbunden. Herausgekommen ist ein Sound der ohnegleichen ist. KMFDM wurden Mitte der 80er Jahre geformt und noch immer ist die Band um Sascha Konietzko einzigartig. Eigentlich müsste man viele der Platten beschreiben, doch für mich ist "Symbols" eine der besten. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich über diese CD KMFDM kennen und lieben gelernt habe. Es ist das Album mit dem ich sie in Palo Alto im Club "The Edge" gesehen habe, Vorgruppe Rammstein. Und es ist das Album, auf dem zwei meiner Lieblingssongs sind "Megalomaniac" und "Anarchy"...beide...oh my god!!! KMFDM stehen für sich, eine Band, auf die man sich einlassen muss, doch dann reich belohnt wird. Nichts für schwache Nerven und nichts für Kuschelfanatiker, eben was für eine richtige Dröhnung, die neue Welten eröffnet. 15 Punkte.