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Dienstag, 29. März 2022

Placebo – Never Let Me Go

 



Placebo – Never Let Me Go


Besetzung:

Brian Molko – lead vocals, guitar, synthesizers, loops, drum machine, bullroarer
Stefan Olsdal – bass, guitar, synths, piano


Gastmusiker:

Matthew Lunn – drums
Pietro Garrone – drums
Cody Jet Molko – backing vocals (track 7)




Erscheinungsjahr: 2022


Stil: Rock


Trackliste:

1. Forever Chemicals (5:09)
2. Beautiful James (4:08)
3. Hugz (3:51)
4. Happy Birthday In The Sky (5:09)
5. The Prodigal (4:46)
6. Surrounded By Spies (5:14)
7. Try Better Next Time (3:07)
8. Sad White Reggae (3:25)
9. Twin Demons (3:58)
10. Chemtrails (4:31)
11. This Is What You Wanted (4:11)
12. Went Missing (5:05)
13. Fix Yourself (5:01)

Gesamtspieldauer: 57:42



„Never Let Me Go“ heißt das achte Studioalbum der britischen Alternative-Rock-Band Placebo und erscheint fast neun Jahre nach dem siebten Studioalbum „Loud Like Love“. „Never Let Me Go“ wurde in den Jahren von2019 bis 2021 eingespielt und am 25. März 2022 auf dem Plattenlabel So Recordings veröffentlicht. Gleichzeitig ist es das erste Album der Band, welches sie als Duo eingespielt haben, nachdem Schlagzeuger Steve Forrest sie 2015 verlassen hatte.

Gleich mit den ersten Takten erkennt man, dass es sich hier um ein Placebo-Album handelt. Natürlich ist der Gesang des Brian Molko unverwechselbar, doch auch der Sound der Musik lässt unweigerlich an Placebo denken. Druck- und kraftvoll klingt die Musik auf „Never Let Me Go“, selbst wenn dem Klang des Synthesizers bei einem Lied mal mehr Platz eingeräumt wird. So bleibt das Gehörte insgesamt doch Rock, den man hier zu hören bekommt und zwar Rock, der einem ganz schnell ins Ohr geht. Genau das ist die Stärke dieses Albums, dass sich hier Lied an Lied reiht, welches überzeugt und ins Ohr geht.

Nach solch einer langen Zeit zwischen den Veröffentlichungen war nicht mehr unbedingt mit solch einem Album von Placebo zu rechnen. Denn „Never Let Me Go“ knüpft an vorherige Großtaten der Band an, sodass auch Fans der früheren Alben sich für das Album begeistern dürften. Ich höre auf der Platte viele Höhepunkte und keinen Ausfall, sodass man das Album in einem Durchhören kann, ohne die Plattennadel weiterbewegen oder zur Fernbedienung greifen zu müssen. Dazu klingt „Never Let Me Go“ einheitlich und konsistent, auch wenn mit „The Prodigal“ eine fast schon beschwingte orchestrale Nummer zu hören ist, die das Gesamterscheinungsbild des Albums jedoch dadurch nochmals auflockert.

Fazit: Mit „Never Let Me Go“ ist Placebo ein sehr überzeugendes Album nach so vielen Jahren der musikalischen Abwesenheit gelungen. Eingängige und melodiöse Titel, die keineswegs anbiedernd klingen. Placebo haben ihre Musik überzeugend in die 20er Jahre dieses Jahrhunderts transformiert. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Prodigal, Surrounded By Spies



Dienstag, 5. Mai 2020

Placebo – Loud Like Love




Placebo – Loud Like Love


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, keyboards
Stefan Olsdal – bass guitar, guitar, piano, keyboards, cimbalom, backing vocals
Steve Forrest – drums, percussion


Gastmusiker:

Bill Lloyd – keyboards, bass guitar
Fiona Brice – string arrangements, backing vocals


Label: Elevator Lady Limited


Erscheinungsjahr: 2013


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Loud Like Love (4:51)
2. Scene Of The Crime (3:27)
3. Too Many Friends (3:34)
4. Hold On To Me (4:54)
5. Rob The Bank (3:38)
6. A Million Little Pieces (4:40)
7. Exit Wounds (5:48)
8. Purify (3:45)
9. Begin The End (6:00)
10. Bosco (6:39)

Gesamtspieldauer: 47:16



„Loud Like Love“ heißt das siebte Studioalbum der englischen Alternative Rock Band Placebo. Es wurde am 16. September 2013 auf dem Plattenlabel Elevator Lady Limited veröffentlicht. Die Platte klingt ruhiger, gedämpfter, sanfter als noch die Vorgängeralben. Das Album kletterte bis auf Platz 3 der deutschen Charts, in Großbritannien reichte es indes sogar nur für Platz 13. Von den Kritikern erhielt die Platte eher durchschnittliche Noten – überschwänglich wurde „Loud Like Love“ keinesfalls gefeiert. Es wurden drei Singles aus dem Album veröffentlicht: „Too Many Friends“, „Loud Like Love“ sowie „A Million Little Pieces“.

Placebo sind mit „Loud Like Love“ zwar keineswegs im Pop angekommen, doch der Rock wurde ruhiger, zurückgefahren und dabei auch noch melodischer. Die musikalische Spannbreite der Titel ist auf dem Album allerdings durchaus weiter gefächert. Es gibt sie immer noch, die eher härteren Rock-Titel. Doch eben auch die sehr viel sanfteren und nachdenklicheren Töne in der Musik der Engländer. In Bezug auf die Eingängigkeit ist „Loud Like Love“ ganz bestimmt sogar ein Placebo-Album, welches diesbezüglich einen Spitzenplatz einnimmt. Viele der Lieder gehen schnell ins Ohr und man benötigt auch keineswegs zahlreiche Durchläufe der Scheibe, um diese für sich zu erarbeiten.

„Loud Like Love“ ist überaus reich an Höhepunkten. Die Lieder „Scene Of The Crime“, „Too Many Friends“ und „Hold On To Me“, an zweiter, dritter und vierter Stelle auf der Platte angeordnet, stellen gleich drei Höhepunkte auf dem Album dar. Rockig und eingängig. Die schönste Nummer haben sich Placebo allerdings bis ganz zum Schluss aufgehoben. „Bosco“ ist für Placebo-Verhältnisse im Grunde genommen ein sehr untypisches Lied. Sanft und weich klingt dieser Titel, getragen vom Pianospiel, in welches im weiteren Verlauf Streicher einsteigen. Eine wunderschöne Melodie entwickelt sich hier, die fast schon zu Herzen geht. Sicherlich eines, wenn nicht das eingängigste, sanfteste und melodiöseste Lied von Placebo überhaupt. Einfach schön.

Fazit: Bein den Kritikern nicht sehr hoch im Kurs stehend und die Verkaufszahlen blieben ebenfalls hinter denen früherer Alben zurück. Schade eigentlich, denn „Loud Like Love“ hat sehr viel zu bieten. Abwechslungsreiche Musik, die mit wunderschönen Melodien aufwartet. Sicherlich das Album in der bisherigen Placebo-Diskographie, welches am wenigsten rockt – dafür auf eine andere Art sehr gelungen klingt. Lohnt sich. Elf Punkte.

Anspieltipps: Scene Of The Crime, Too Many Friends, Hold On To Me, Bosco



Sonntag, 5. April 2020

Placebo – Battle For The Sun




Placebo – Battle For The Sun


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, Springtime guitar, keyboards, piano
Stefan Olsdal – bass guitar, guitar, keyboards, piano, organ, backing vocals
Steve Forrest – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Bill Lloyd – keyboards
Fiona Brice – string arrangements
Peter Cardinalli – brass arrangements
Alex Cooksey – keyboards, piano, backing vocals
Hazel Fernandes – backing vocals
Valerie Etienne – backing vocals


Label: Pias


Erscheinungsjahr: 2009


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Kitty Litter (3:47)
2. Ashtray Heart (3:32)
3. Battle For The Sun (5:33)
4. For What It‘s Worth (2:47)
5. Devil In The Details (4:28)
6. Bright Lights (3:23)
7. Speak In Tongues (4:06)
8. The Never-Ending Why (3:23)
9. Julien (4:43)
10. Happy You‘re Gone (3:50)
11. Breathe Underwater (3:44)
12. Come Undone (4:36)
13. Kings Of Medicine (4:15)

Gesamtspieldauer: 52:15



„Battle For The Sun“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Alternative Rock Band Placebo. Es wurde im Jahr 2008 in Mississauga, Ontario, Kanada aufgenommen und am 8. Juni 2009 auf dem Plattenlabel PIAS veröffentlicht. Nachdem Schlagzeuger Steve Hewitt die Band ein Jahr vor der Aufnahme verlassen hatte, ist es das erste Album auf dem der neue Schlagzeuger Steve Forrest zu hören ist. Das Album kletterte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis auf Platz 1 der Charts, in Großbritannien erreichte es Rang 8. Vier Singles wurden aus dem Album mit den Liedern „For What It‘s Worth“, „The Never-Ending Why“, „Ashtray Heart“ und „Bright Lights“ ausgekoppelt.

„Battle For The Sun“ klingt wieder härter, jedoch nicht rauer, als viele der Vorgänger. „Battle For The Sun“ ist eines der rockigsten Alben von Placebo geworden. Bei jedem Lied möchte man mit dem Fuß Mitwippen, Musik, ideal zum Autofahren und laut hören. Neben dem rockigen Einschlag vergessen Placebo auch nicht die Wichtigkeit der Melodie, viele Lieder auf „Battle For The Sun“ gehen gut ins Ohr. Natürlich ist es dementsprechend auch so, dass kleinere Experimente, allerdings auch Ecken und Kanten in der Musik von Placebo deutlich zurückgefahren wurden. Kaum eine Platte von Placebo klingt mehr nach Mainstream als „Battle For The Sun“. Nicht weiter verwunderlich also, dass diese Scheibe die ersten Plätze der Charts stürmte. Doch bei allem Ankommen im Massenmarkt klingt die Musik von Placebo weder seicht noch anbiedernd. Spaß macht das Zuhören durchaus.

Besonders ist dies bei den drei Titeln „Devil In The Details“, „Speak In Tongues“ und „The Never-Ending Why“ der Fall, den Höhepunkten des Albums. Klasse Melodien, guter Groove und dieser Wiederkennungswert, welcher gute Lieder oft von durchschnittlichen Stücken abhebt. Doch auch die an dieser Stelle nicht erwähnten Titel lohnen gehört zu werden, Ausfälle gibt es auf der Scheibe nicht, die vom ersten bis zum letzten Akkord gehört gehört.

Fazit: Auch mit „Battle For The Sun“ haben Placebo ein sehr gelungenes Album vorgelegt. Ein Album, welches zwar ohne großartige Schnörkel, Ecken und Kanten auskommt, dafür sehr schnell ins Ohr geht. Natürlich ist das Mainstream Musik, doch wenn diese immer so klingt, lohnt es sich ebenfalls sehr, diese zu hören. Neun Punkte.

Anspieltipps: Devil In The Details, Speak In Tongues, The Never-Ending Why



Donnerstag, 5. März 2020

Placebo – Sleeping With Ghosts




Placebo – Sleeping With Ghosts


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, keyboard, saxophone on "Something Rotten", drums on "English Summer Rain"
Steve Hewitt – drums, percussion
Stefan Olsdal – bass guitar, guitar, keyboards, piano, backing vocals


Gastmusiker:

Simon Breed – harmonica on "Protect Me From What I Want"


Label: Hut Records


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Bulletproof Cupid (2:22)
2. English Summer Rain (4:01)
3. This Picture (3:34)
4. Sleeping With Ghosts (4:38)
5. The Bitter End (3:10)
6. Something Rotten (5:28)
7. Plasticine (3:26)
8. Special Needs (5:16)
9. I‘ll Be Yours (3:32)
10. Second Sight (2:49)
11. Protect Me From What I Want (3:15)
12. Centrefolds (5:00)

Gesamtspieldauer: 46:38




„Sleeping With Ghosts“ betitelte die englische Alternative Rock Band Placebo ihr viertes Studioalbum. „Sleeping With Ghosts“ wurde am 1. April 2003 auf dem Plattenlabel Hut Records veröffentlicht. Das Album erreichte Platz 11 der britischen Album-Charts und kletterte in Deutschland sogar bis auf den zweiten Rang. Im Zeitraum von März 2003 bis zum Februar 2004 wurden die Lieder „The Bitter End“, „This Picture“, „Special Needs“ und „English Summer Rain“ als Singles ausgekoppelt.

„Sleeping With Ghosts“ ist ein sehr typisches Placebo Album geworden und sofort als dieses erkenn- beziehungsweise erhörbar. Und das liegt nicht nur am eindringlichen Gesang des Brian Molko. Es ist der Sound der Band sowie die hier transportierte Stimmung, die die Platte zu einem eindeutigen Placebo Werk werden lassen. Dieser Rock verbunden mit fast schon verzweifelt klingenden Passagen zeigt den Ursprung der Lieder ganz klar auf. Viele der Lieder handeln inhaltlich vom Thema „Beziehung“, die manchmal lange halten und innig sein können, andererseits auch traurig enden können. Eben „Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt“, was die Musik sehr schön widerspiegelt.

Die Höhepunkte auf „Sleeping With Ghosts“ sind der Titeltrack „Sleeping With Ghosts“, das etwas getragene und intensive „I‘ll Be Yours“, das rockigere „Protect Me From What I Want“ sowie das letzte Lied der Platte, „Centrefolds“, welches atmosphärisch dicht, melancholisch und sentimental aus den Boxen strömt. Allen diesen Liedern ist besonders gemein, dass sie über wunderschöne Melodien verfügen, die ins Ohr gehen und dort auch verbleiben. Für mich sehr überraschend ist dabei, dass keines dieser hier von mir genannten Lieder eine Singleauskopplung darstellt. Dazu wurden von der Band und deren Management andere Lieder ausgewählt. Geschmackssache eben.

Fazit: „Sleeping With Ghosts“ ist zum einen ein sehr typisches Placebo Album geworden, zum anderen eine Platte, die mit sehr schönen Ideen und eingängigen Melodien aufwartet. Der Rock tritt im Vergleich zum Vorgängeralbum „Black Market Music“ ein wenig in den Hintergrund, doch „Sleeping With Ghosts“ ist deswegen keineswegs weichgespült. Eher noch abwechslungsreicher. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sleeping With Ghosts, I‘ll Be Yours, Protect Me From What I Want, Centrefolds



Mittwoch, 5. Februar 2020

Placebo – Black Market Music




Placebo – Black Market Music


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, keyboards, 6-string bass
Stefan Olsdal – bass, guitar, 6-string bass, keyboards, backing vocals
Steve Hewitt – drums, percussion


Gastmusiker:

Rob Ellis – string arrangements
Bill Lloyd – bass on "Peeping Tom"
Severe Loren – backing vocals on "Taste in Men" and "Special K"
Dimitri Tikovoï – string programming
Justin Warfield – rapping vocals on "Spite & Malice"


Label: Hut Records


Erscheinungsjahr: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Taste In Men (4:15)
2. Days Before You Came (2:33)
3. Special K (3:52)
4. Spite & Malice (3:37)
5. Passive Aggressive (5:24)
6. Black-Eyed (3:48)
7. Blue American (3:31)
8. Slave To The Wage (4:06)
9. Commercial For Levi (2:20)
10. Haemoglobin (3:46)
11. Narcoleptic (4:22)
12. Peeping Tom -Silence- Hidden Track "Black Market Blood", startet ab 10:14 (14:10)

Gesamtspieldauer: 55:48



„Black Market Music“ heißt das dritte Studioalbum der englischen Alternative-Rock-Band Placebo. Das Album erschien am 9. Oktober 2000 auf dem Plattenlabel Hut Records. Insgesamt vier Singles wurden mit den Liedern „Taste In Men“, „Slave To The Wage“, „Special K“ sowie „Black-Eyed“ aus dem Album ausgekoppelt. Neun Monate dauerte die Produktionszeit, für kein Album davor oder danach, Stand heute, hat sich Placebo mehr Zeit gelassen. „Black Market Music“ erreichte Platz 6 in der britischen Album-Charts.

Die Platte klingt einheitlicher und rockiger, als noch die beiden Alben zuvor. Dieses „Wehklagen“ von Sänger Brian Molko tritt etwas zugunsten von mehr geradlinigerem Rock zurück. Dies bewirkt auch, dass die Melodien etwas einfacher gestaltet klingen, nicht mehr diese besondere Eingängigkeit besitzen – zumindest nicht beim ersten Mal des Hörens. Und ein Lied wie „Spite & Malice“, für das extra HipHopper Justin Warfield engagiert wurde, muss ich nicht von Placebo hören.

Doch natürlich besitzt „Black Market Music“ auch seine Höhepunkte – neben dem Umstand, dass dieses Album sehr im Ohr wächst, wenn man ihm denn die Zeit dazu einräumt. Meine Favoriten des Albums sind die beiden Lieder „Special K“ sowie „Slave To The Wage“. Beides tolle Rock-Nummern, die auch ohne großartige Anlaufzeit schnell ins Ohr gehen. Gerade „Slave To The Wage“ besitzt dabei einen hohen Wiedererkennungswert und ist ein kleiner Ohrwurm.

Fazit: Nicht der Höhepunkt im Schaffen von Placebo, doch wahrlich kein schlechtes Album der Band – auch wenn Brian Molko diese Scheibe bisher am wenigsten mag. Man hört auf „Black Market Music“ Musik, die mit der Zeit immer besser klingt. Dazu gibt ein paar Höhepunkte, die keinen Anlauf benötigen, um zu wirken. Neun Punkte.

Anspieltipps: Special K, Slave To The Wage



Dienstag, 16. Mai 2017

Placebo – Placebo (10th Anniversary Collectors Edition)




Placebo – Placebo (10th Anniversary Collectors Edition)


Besetzung:

Brian Molko – acoustic guitar, bass guitar, guitar, keytar, vocals
Stefan Olsdal – acoustic guitar, bass guitar, electric piano, guitar, moog synthesizer, piano
Robert Schultzberg – drums, percussion, didgeridoo on "I Know"


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1996 (2006)


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Come Home (5:09)
2. Teenage Angst (2:42)
3. Bionic (5:01)
4. 36 Degrees (3:04)
5. Hang On To Your IQ (5:13)
6. Nancy Boy (3:30)
7. I Know (4:44)
8. Bruise Pristine (3:38)
9. Lady Of The Flowers (4:48)
10. Swallow (4:54)


Bonus Tracks der Collectors Edition von 2006:

11. Paycheck (demo) (3:00)
12. Flesh Mechanic (demo) (4:29)
13. Drowning By Numbers (2:58)
14. Slackerbitch (3:25)
15. H K Farewell (7:33)

Gesamtspieldauer: 1:04:16


10th Anniversary Collector's Edition DVD:

1. Come Home (Alexandra Palace - 11.04.06) (5:00)
2. Teenage Angst (The Big Breakfast - 29.08.96) (2:39)
3. Nancy Boy (Top Of The Pops - 31.01.97) (3:09)
4. Lady Of The Flowers (Glastonbury Festival - 27.06.98) (5:41)
5. Teenage Angst (The White Room - 23.08.96) (2:29)
6. Bruise Pristine (Top Of The Pops - 23.05.97) (2:33)
7. 36 Degrees (Wembley Arena - 05.11.04) (5:02)
8. 36 Degrees (Video) (3:15)
9. Teenage Angst (Video) (2:40)
10. Nancy Boy (Video) (3:20)
11. Bruise Pristine (Video) (2:59)




Zum zehnjährigen Jubiläum des ersten und selbstbetitelten Albums der englischen Band Placebo, wurde dieses in einer etwas umfangreicheren Fassung neu veröffentlicht. Diese „10th Anniversary Collectors Edition“ erschien im Jahr 2006 auf dem Musiklabel Virgin Records und enthält im Unterschied zur Originalausgabe noch fünf Bonus Tracks, wovon zwei in Form von Demos vorliegen, zwei Titel sind B-Seiten. Die ursprünglich an das ehemalige letzte Lied des Albums in Form eines Hidden Tracks angehängte Nummer „Honk Kong Farewell“, ist nun als eigenständiges Lied mit dem Titel „H K Farewell“ beigefügt worden. Zusätzlich gibt es noch einen zweiten Datenträger in Form einer DVD, die die zugehörigen Musikvideos, Fernsehauftritte und Liveauftritte beinhaltet.

Auf dem Debut-Album von Placebo hört man relativ rauen und ungeschliffenen Alternative Rock, der schon alleine dadurch einen Wiederkennungswert besitzt, da Brian Molko in seiner unverwechselbaren Art und Weise singt. „Placebo“ von Placebo kletterte in den britischen Album Charts bis auf Platz 5, ansonsten blieb dem Album der Verkaufserfolg in anderen Ländern jedoch mehr oder weniger verwehrt. Das liegt sicherlich daran, dass die Musik der Band hier nicht sonderlich eingängig klingt, man nach dem ersten Mal des Hörens diese Scheibe sicherlich noch nicht für sich erschlossen hat, da dies aufgrund seiner geringeren Eingängigkeit deutlich mehrerer Durchläufe bedarf.

„Placebo“ ist allerdings trotzdem eine interessante und spannende Scheibe geworden, da dieser Alternative Rock durchaus außergewöhnlich ist. Zwar gibt es auf der Platte nicht diesen einen Ohrwurm oder mehrere Titel, die sich festsetzen, mit der Zeit bilden sich jedoch auch hier Favoriten heraus – wenn dies auch etwas länger dauert. In meinem Fall wären das die Nummern „Bionic“, „Swallow“ sowie „H K Farewell“. „Bionic“ ist ein schönes und rockiges Lied, welches dann doch zügig ins Ohr geht. „Swallow“ und „H K Farewell“ sind allerdings doch eher ungewöhnliche Stücke für dieses Album, welche die Musik darauf nicht ganz wiedergeben. Beide Lieder sind eher experimentell und leben von der nehr sphärischen Atmosphäre, die sie dabei transportieren.

Die DVD ist eine nette Zugabe. Darauf bekommt man die Videos zu fünf Fernsehauftritten aus der Zeit zu sehen, zwei Liveauftritte wurde hinzugefügt, sowie die vier Videos, die zu diesem Album gedreht wurden. Sicherlich nichts, was man sich regelmäßig ansieht, jedoch eine schöne Abrundung dieser Jubiläumsausgabe des ersten Placebo-Albums.

Fazit: Placebo klingen zwar bereits wie Placebo auf ihrem ersten Album, trotzdem hat die Band noch nicht ganz das Level bezüglich der Ideen und des Songwritings erreicht, was sie ihren Hörerinnen und Hörern auf späteren Veröffentlichungen präsentieren werden. „Placebo“ von Placebo allerdings sicherlich kein schlechtes Album geworden und in dieser Aufmachung, in Kombination mit dem Videomaterial eine schöne Zusammenstellung. Placebo rocken hier noch rau und unverfälscht, da macht es gar nichts, dass die Lieder zum Teil eben nicht so schnell ins Ohr gehen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Bionic, Swallow, H K Farewell



Dienstag, 28. Februar 2017

Placebo – Once More With Feeling: Singles 1996-2004




Placebo – Once More With Feeling: Singles 1996-2004


Besetzung:

Brian Molko – lead vocals, guitars, bass guitar, keyboards, piano, percussion, harmonica, saxophone
Stefan Olsdal – bass guitar, guitars, keyboards, piano, backing vocals
Robert Schultzberg – drums, percussion
Steve Hewitt – drums, percussion


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Hut Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. 36 Degrees (3:07)
2. Teenage Angst (2:40)
3. Nancy Boy (3:19)
4. Bruise Pristine (3:36)
5. Pure Morning (3:59)
6. You Don't Care About Us (4:01)
7. Every You Every Me (3:34)
8. Without You I'm Nothing (4:14)
9. Taste in Men (3:59)
10. Slave To The Wage (3:46)
11. Special K (3:50)
12. Black-Eyed (3:44)
13. The Bitter End (3:11)
14. This Picture (3:35)
15. Special Needs (3:29)
16. English Summer Rain (3:10)
17. Protège-Moi (3:14)
18. I Do (2:27)
19. Twenty Years (4:19)

Gesamtspieldauer: 1:07:22




„Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ ist ein Kompilationsalbum der englischen Alternative Rock Band Placebo. Veröffentlicht wurde das Album am 30. November 2004 auf dem Label Hut Records. Auf „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ sind alle Singles der Band in diesem Zeitraum enthalten. Die einzige Ausnahme stellt dabei ihre Debut-Single „Come Home“ dar. Dazu finden sich auf der Scheibe noch drei neue, bisher noch nicht veröffentlichte Titel. Diese Titel erklingen am Ende des Albums und heißen „Protège-Moi“, „I Do“ und „Twenty Years“.

Placebo stehen für kraftvollen und eingängigen Alternative Rock, bei dem auch immer sehr viel Wert auf die Melodie gelegt wird. In zu große Härte driftet die Musik der Engländer niemals ab. Das klingt alles sehr melodisch und geht zu jeder Zeit ins Ohr. „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ bietet dabei einen sehr schönen Überblick über das Schaffen und die Musik von Placebo in diesen ersten Jahren des Bandbestehens. Jedes Lied von Placebo ist durchdrungen vom Gesang des Brian Molko, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, allerdings in seiner Zerrissenheit und anscheinenden Unsicherheit perfekt zum Sound von Placebo passt.

Auf solch ein „Best Of…“-Album gleich noch drei neue Lieder hinzuzufügen, lässt natürlich einen etwas faden Beigeschmack zurück. Dies bedeutet natürlich nichts anderes als einen Kaufanreiz für den Fan, der doch eigentlich schon alles von „seiner“ Band besitzt. Ganz fair ist das nicht, denn man hätte die Lieder natürlich auch mit auf die nächste Scheibe packen können. Nun, sei es drum, Placebo und deren Management haben sich anders entschieden und leider kann man an dieser Stelle noch nicht einmal behaupten, dass sich die drei Titel sowieso nicht lohnen. „Protège-Moi“ ist schon eine sehr überzeugende Nummer, wohingegen das kurze „I Do“ eher nach Durchschnitt klingt. Allerdings ist die letzte Nummer des Albums, „Twenty Years“, dann durchaus ein Höhepunkt, nicht nur dieser Zusammenstellung, sondern auch im Schaffen von Placebo. Tolle Melodie, schöne Steigerung und eine allgegenwärtige Melancholie, die über dem Titel schwebt, obwohl dies sicherlich kein langsames Lied ist. Sehr gelungen.

Fazit: „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ vermittelt den Hörerinnen und Hörern des Albums einen guten Überblick über die Musik von Placebo in den ersten Jahren ihrer Karriere. Gut gemachten Alternative Rock hört man hier, meist im Mid-Tempo gehalten, der dabei auch mal an Fahrt gewinnt, allerdings auch an anderer Stelle leiser und sanfter daherkommt. Um in den musikalischen Kosmos von Placebo einzusteigen, ist „Once More With Feeling: Singles 1996–2004“ bestens geeignet. Neun Punkte.

Anspieltipps: Every You Every Me, The Bitter End, This Picture, Protège-Moi, Twenty Years



Samstag, 18. Oktober 2014

Placebo – Without You I’m Nothing




Placebo – Without You I’m Nothing


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, bass (tracks 4 and 12)
Stefan Olsdal – bass, guitar, piano (tracks 7 and 9)
Steve Hewitt – drums, percussion


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Pure Morning (4:15)
2. Brick Shithouse (3:18)
3. You Don't Care About Us (3:58)
4. Ask For Answers (5:20)
5. Without You I'm Nothing (4:09)
6. Allergic (To Thoughts Of Mother Earth) (3:49)
7. The Crawl (2:59)
8. Every You Every Me (3:34)
9. My Sweet Prince (5:45)
10. Summer's Gone (3:06)
11. Scared Of Girls (3:01)
12. Burger Queen (6:26) [+ Hidden Track "Evil Dildo" (7:08)]

Gesamtspieldauer: 56:48




„Without You I’m Nothing” heißt das zweite Album der Alternative Rock Band Placebo aus London und es erschien im Oktober 1998. Zu hören gibt es darauf zumeist sehr kraftvollen Rock, der groovt und durchaus auch mitzureißen versteht. Eindeutig zuzuordnen sind die Titel natürlich immer Placebo, allein schon aufgrund der sehr markanten Stimme des Brian Molko. Diese wirkt manchmal gerade so, als würde er gleich fürchterlich zu weinen anfangen, was allerdings nichts über die Qualität des Gesangs aussagt. Ein Markenzeichen und dieser bestimmte Wiedererkennungswert sind hier auf jeden Fall gegeben.

Eines der bekanntesten Lieder von Placebo befindet sich ebenfalls auf dem Album: „Every You Every Me”. Rockig und mit diesem gewissen Ohrwurmcharakter ausgestattet, gehört die Nummer sicherlich zu den Höhepunkten von „Without You I’m Nothing”. Einmal gehört, nicht mehr vergessen. Ganz anders verhält es sich mit dem Titel direkt davor: „The Crawl”. Hier klingen Placebo verträumt und auch ein wenig verwunschen. Eine sehr dunkle Stimmung schwebt über dieser Nummer, wobei die Atmosphäre des Albums insgesamt sehr viel heller gestaltet ist. Ebenfalls sehr gelungen, aber nun auch wieder sehr viel rockiger, ist gleich der Opener „Pure Morning”, genau wie die zweite ruhige Nummer der Platte „My Sweet Prince”. Ansonsten gibt es noch jede Menge gut gemachter Alternative Rock Musik zu hören, die manchmal schneller ins Ohr geht, ein anderes Mal ein wenig mehr Zeit dafür benötigt.

Fazit: Interessant ist dieses zweite Album von Placebo auf jeden Fall. Vielleicht nicht ganz so überzeugend, wie noch spätere Veröffentlichungen, da die Höhepunkte dort noch häufiger anzutreffen sind. Songs, die textlich wie musikalisch das qualitative Spektrum der Platte nach unten hin durchstoßen, die gibt es auf „Without You I’m Nothing” nicht. Alles wirkt, macht Spaß beim Zuhören. Kein „Überalbum“ aber beileibe auch keine belanglose Scheibe. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Crawl, Every You Every Me



Sonntag, 21. September 2014

Placebo – Meds




Placebo – Meds


Besetzung:

Brian Molko – vocals, guitar, keyboard
Stefan Olsdal – bass, guitar, keyboard, backing vocals
Steve Hewitt – drums


Gastmusiker:

Alison Mosshart – vocals on track 1
Michael Stipe – vocals
Natalia Bonner – violin on tracks 4, 9 and 13
Ian Burge – cello on tracks 4, 9 and 13
Sarah Button – violin on tracks 4, 9 and 13
Krista Caspersz – violin on tracks 4, 9 and 13
Reiad Ceibah – viola on tracks 4, 9 and 13
Fiona Griffiths – viola on tracks 4, 9 and 13
Gita Langley – violin on tracks 4, 9 and 13
Vicky Matthews – cello on tracks 4, 9 and 13
Jessie Murphy – violin on tracks 4, 9 and 13
Emma Owens – viola on tracks 4, 9 and 13
Tom Piggot-Smith – violin on tracks 4, 9 and 13
Helen Rathbone – cello on tracks 4, 9 and 13
Katherine Shave – viola on tracks 4, 9 and 13
Ellie Stanford – violin on tracks 4, 9 and 13
Deborah White – violin on tracks 4, 9 and 13
Lucy Wilkins – violin on tracks 4, 9 and 13
Dave Williams – violin on tracks 4, 9 and 13
Sarah Willson – cello on tracks 4, 9 and 13
Fiona Brice – string arrangement on tracks 4, 9 and 13


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Meds (2:55)
2. Infra-Red (3:16)
3. Drag (3:21)
4. Space Monkey (3:51)
5. Follow The Cops Back Home (4:40)
6. Post Blue (3:12)
7. Because I Want You (3:22)
8. Blind (4:01)
9. Pierrot The Clown (4:22)
10. Broken Promise (4:13)
11. One Of A Kind (3:21)
12. In The Cold Light Of Morning (3:53)
13. Song To Say Goodbye (3:36)

Gesamtspieldauer: 48:03




„Meds“ ist das fünfte Album der Alternative Rockband Placebo aus London, welches im Jahr 2006 erschien. „Meds“ ist ein dichtes und sehr intensives Album geworden, das ursprünglich ganz anders geplant war. Es war zunächst deutlich Keyboard-lastiger und elektronischer geplant, als es dann wirklich wurde. Das Ergebnis ist sogar so eine Art „back to he roots“, da hier nun wieder sehr viel mehr Gitarre, Bass und Schlagzeug den Sound prägen – auch wenn der Elektronik natürlich noch immer ein großer Platz eingeräumt wurde. Und dies alles war die Idee des französischen Produzenten Dimitri Tikovoi, der den Musikern am ersten Tag im Studio vorschlug, doch genau das Gegenteil zu machen, nicht mehr ganz so stark auf den geplanten Einsatz der Elektronik zu setzen, sondern auf die etwas ursprünglicheren Instrumente – und die Musiker von Placebo ließen sich überzeugen.

Nun das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Ein dichtes, volles und stilistisch sehr kompaktes Album ist entstanden, bei dem eine düstere Atmosphäre über jedem einzelnen Akkord zu schweben scheint. Das macht die Musik von Placebo hier auf „Meds“ zu etwas sehr Eindringlichem und weiß den Hörer damit auch schnell einzufangen. Dabei geht die Musik hier noch nicht einmal so schnell ins Ohr, ein paar Durchläufe der CD bedarf es da schon mitunter. Dann ist jedoch alles angekommen und wird zu einem Begleiter, den man nicht mehr missen möchte.

Diese „mehreren Durchläufe“ sind allerdings nicht erforderlich für den Anfang und das Ende des Albums. Sowohl das Titellied „Meds“, als auch die letzte Nummer der Platte „Song To Say Goodbye“ gehen sofort ins Ohr, wobei gerade auch letzterer Titel mit einer deutlich fröhlicheren Atmosphäre aufzuwarten weiß – zumindest musikalisch, nicht jedoch inhaltlich – als der Rest des Albums.

Fazit: Es gibt viel zu entdecken auf „Meds“. Für Rockfreunde genauso geeignet für Liebhaber von Novemberstimmungen. Klar, hier findet man keine großartigen Stimmungslieder der guten Laune, jedoch Musik zum sehr tief darin Eintauchen. Einen weiteren Pluspunkt stellt der Umstand dar, dass es auf „Meds“ auch keine Ausfälle gibt. Alles wirkt und hat seinen Reiz. Ein sehr schönes und intensives Album. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Meds, Pierrot The Clown, Broken Promise, Song To Say Goodbye