Posts mit dem Label Birth Control werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Birth Control werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. September 2023

Birth Control – Open Up

 



Birth Control – Open Up


Besetzung:

Peter Föller – vocals
Martin Ettrich – guitars
Sascha Kühn – bass
Manni von Bohr – keyboards
Hannes Vesperums – drums


Label: Look At Me


Erscheinungsjahr: 2022


Stil: Rock, Hard Rock, Funk


Trackliste:

1. Gammy Ray 2.0 (4:29)
2. The Last Word (8:09)
3. Wrestling Mama (4:46)
4. Open Sesame (9:41)
5. I Don't Mind (6:33)
6. Wannabe (7:14)
7. Plans Get Lost (6:59)
8. These Are The Days (5:09)

Gesamtspieldauer: 53:03



Da legt man die neue Birth Control Platte mit dem Titel „Open Up“ auf, ist man zunächst schon etwas überrascht, als Einstieg gleich eine neue Version des Klassikers „Gamma Ray“, ursprünglich aus dem Jahr 1973, in einer stark verkürzten Version zu hören. Nach dem Tod von Bernd Noske im Jahr 2014 hatte sich die Band 2016 wieder neu formiert und mit „Here And Now“ auch gleich ein neues Album aufgelegt. Nun, sechs Jahre später erscheint also Album Nummer 18 in der langen Bandgeschichte und es beginnt mit einem Rückgriff auf längst vergangene Zeiten.

Kann man so machen, muss man aber nicht. Überraschend ist das Ganze jedoch zumindest. Festzuhalten bleibt dabei jedoch gleich, dass diese „Gamma Ray 2.0“-Version es nicht mit dem Original aufnehmen kann. Warum also gleich diesen Vergleich heraufbeschwören? Nun, Birth Control klingen auf „Open Up“ wie ein wenig aus der Zeit gefallen. Und das ist durchaus positiv gemeint. Die Musik auf diesem Album erinnert vom Sound her immer wieder an die Zeit der frühen 70er Jahre, in denen Birth Control ihre größten Erfolge feierte.

Doch dies gilt nicht durchgängig für dieses Album, welches bezüglich seines Genres am stärksten im Hard Rock angesiedelt ist. Nicht alles in diesen Hard Rock-Passagen klingt da besonders oder mitreißend. Ab und an hört man auch – zwar technisch gut gemachte – doch wenig mitreißende Musik, von der man glaubt, diese schon oft so oder so ähnlich gehört zu haben.

Am überzeugendsten klingt dabei der fette Orgelsound – und dies durchgängig, über das komplette Album hinweg.  Wahrscheinlich trägt auch dieser Sound am stärksten mit zu den aufkommenden Vergleichen zu den 70er Jahren bei. Da macht „Open Up“ dann immer besonders Spaß und wird zu einer sehr kurzweiligen Angelegenheit.

Fazit: Immer dann, wenn es die Musik auf "Open Up" am stärksten schafft, Erinnerungen an die frühen 70er Jahre und damit an die ersten Alben der Band aufkommen zu lassen, immer dann klingt sie auch am überzeugendsten. Dies gilt allerdings nicht für den Opener "Gamma Ray 2.0", der ist im Original einfach besser. Ansonsten ist "Open Up" ein gutes Hard Rock Album geworden, welches jedoch mit diesen Hard Rock Titeln nicht lange im Gedächtnis bleibt. In der Vergangenheit zu schwelgen ist da deutlich schöner. Neun Punkte.

Anspieltipps: The Last Word








Montag, 17. Dezember 2012

Birth Control – Rebirth




Birth Control – Rebirth


Besetzung:

Peter Föller – Bass, Gesang, Triangel
Bruno Frenzel – Gitarre, Gesang, Saxophon
Zeus B. Held – Orgel, E-Piano, Piano, Mellotron, Posaune, Trompete, Flöte
Bernd Noske – Schlagzeug, Perkussion, Moog-Drum, Gesang
Dirk Steffens – Gitarren, Gesang


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. She's Got Nothing On You (5:08)
2. Mister Hero (6:46)
3. Grandjeanville (1:04)
4. No Shade Is Real (4:42)
5. M.P.C. (1:56)
6. Together Alone Tonight (10:31)
7. Back From Hell (8:09)

Gesamtspieldauer: (38:15)




„Rebirth“ von Birth Control ist wahrlich ein Rock-Album geworden. Deep Purple und Uriah Heep Anleihen sind auf diesem vierten Studioalbum der Band absolut unüberhörbar. Geradliniger und meist sehr schnörkelloser Rock, dafür steht „Rebirth“. Für mich klangen da sowohl der Vorgänger, wie der Nachfolger deutlich progressiver. Anscheinend ist der Titel des Albums hier Programm und man wollte sich nach „Hoodoo Man“ wieder auf seine Ursprünge zurückbesinnen. Und der neue Keyboarder Zeus B. Held hatte hier noch nicht so viel Einfluss, denn mit seinem Spiel wurde die Musik auf den nächsten Veröffentlichungen deutlich vertrackter, wieder progressiver und durchaus auch interessanter.

Nun, während der Opener „She's Got Nothing On You“ einfach so durchrockt, wird es dann bei „Mister Hero“ schon wieder sehr viel spannender, denn hier gibt es jetzt auch mal die versetzten Rhythmen, die Tempowechsel und die überraschenderen Ideen. Klasse hier vor allem auch der Auftritt der Bläser-Fraktion. Da klingt die Band richtiggehend mitreißend.

Die zwei kurzen Songs der Platte, „Grandjeanville“ und „M.P.C.“, sind zwei sehr melodiöse Nummern. Einmal gitarrenlastig, das andere Mal vom Piano dominiert. Genau das Richtige für diejenigen Musikhörer, denen die Melodiösität eines Stückes wichtig ist. „No Shade Is Real“ rockt erneut durch und enthält ein schönes Orgelsolo. Das längste Stück auf „Rebirth“, „Together Alone Tonight“ ist zunächst etwas getragener, erinnert mich ein wenig an den Sound von Wishbone Ash, ist im ersten Teil bluesig angehaucht und durchaus melodiös zu nennen. Der Mittelteil ist wieder straighter Rock, um dann erneut etwas melodiöser zu werden. Alles ganz nett gemacht, jedoch nicht progressiv. Das wird es dann aber noch mal phasenweise mit „Back From Hell“. Auch dieser Song startet sehr rockig, wird im weiteren Verlauf mittels eines Instrumentalteils deutlich spannender, wobei dieser sogar ein längeres Drum-Solo aufweist.

Fazit: Rock bis Hard-Rock hört man immer wieder auf „Rebirth“. Diese beiden Musikrichtungen gibt es auch von vielen anderen Bands präsentiert – oftmals sogar eindringlicher als von Birth Control. Nach diesem Album hatte die Band nun eine, auf etwas härteren Rock festgelegte Fan-Gemeinde, die dann durch die nun wieder progressiveren Klänge des Nachfolger-Albums etwas vor den Kopf gestoßen wurden. Für mich sind Birth Control immer dann gut, wenn sie etwas Neues ausprobieren und ein wenig experimentieren. Somit ist „Rebirth“ wahrlich kein schlechtes Album, etwas richtig Besonderes ist das aber auch nicht geworden. Acht Punkte.

Anspieltipps: Mister Hero, Grandjeanville, M.P.C., Back From Hell




Sonntag, 18. November 2012

Birth Control – Operation




Birth Control – Operation


Besetzung:

Bruno Frenzel – guitars, vocals
Bernd Koschmidder – bass-guitar
Reinhard Sobotta – organ, keyboards
Bernd Noske – drums, percussion, vocals


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Rock, Krautrock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Stop Little Lady (7:20)
2. Just Before The Sun Will Rise (7:39)
3. The Work Is Done (6:00)
4. Flesh And Blood (3:29)
5. Pandemonium (6:36)
6. Let Us Do It Now (11:13)


Bonus Tracks:

7. Hope (Single Version) (4:21)
8. Rollin' (Single Version) (3:56)
9. The Work Is Done (Single Version) (4:02)
10. What's Your Name (Single Version) (3:37)
11. Believe In The Pill (Single Version) (3:43)

Gesamtspieldauer: 1:01:56




„Operation“ nannte die Berliner Krautrock-Band Birth Control ihr zweites Werk. Und damit verursachten die vier Musiker gleich einmal Ärger. Nicht jedoch wegen der auf dem Album enthaltenden Musik, vielmehr wegen dem Cover. Dort sieht man nämlich neben Papst Paul VI. eine Art Kakerlake, die gerade dabei ist, einige Babys zu verspeisen. Damit wollten Birth Control (wie auch durch ihren Namen) gegen die Enzyclica Humanae Vitae des Papstes, der darin die Abtreibung ungeborenen Lebens strikt ablehnte, protestieren. Das war vielen Plattenläden deutlich zu viel kreative Freiheit und sie verweigerten sich, dieses Album zu verkaufen. So wurde zumindest für den britischen Markt ein neues Cover entworfen. Nun waren allerdings zwei riesige Kondome darauf zu sehen - was einen Streik der englischen Packerinnen hervorrief. Dieses Album wollten sie nicht berühren.

Musikalisch ist die Platte eine Mischung aus geradlinigem Rock, mit immer mal wieder eingestreuten progressiven Abschnitten. Geschrieben wurden alle Titel von Gitarrist Bruno Frenzel, der 1983 an den Folgen eines Stromschlags, erlitten auf einer Schweizer Bühne, verstarb. Äußerst kraftvoll klingt das Ganze. Mit einer Ausnahme kommt kein Lied ohne einen treibenden Groove daher, der auch mal an die rockigeren Stellen in den Veröffentlichungen von Grobschnitt erinnert. Dabei weiß zusätzlich der Orgel- beziehungsweise Keyboardeinsatz zu überzeugen. Man kommt dabei gar nicht umhin, den Füßen freien Lauf zu lassen und mit zu wippen.

Für Freunde progressiver Rockmusik sind wohl die Titel „Just Before The Sun Will Rise“ und „The Work Is Done“ sicherlich am Interessantesten. Und natürlich das ursprünglich letzte Lied der Platte: „Let Us Do It Now“. Hier fehlt auch dieser stampfende Rhythmus – die Nummer wird mit einem Piano Solo eingeleitet und entwickelt sich während seiner über elfminütigen Dauer zu einem sehr abwechslungsreichen, manchmal verträumten, melodischen und immer wieder überraschenden Musikstück, welches dem Genre „Progressive Musik“ deutlich am nächsten kommt. Fast durchgängig orchestral untermalt kommt es hier zum, in diesem Fall geglückten Treffen von Bläsern und Streichern, klassischen Rockinstrumenten, Glocken und elegischen Gesangseinlagen.

Fünf Zugaben wurden auf der Wiederveröffentlichung durch Repertoire Records mit dazugepackt. Hier rockt es jetzt dann allerdings durchgängig, wobei die Single „Hope“ durchaus hörenswert ist. Leider finden sich auf meiner Ausgabe im Booklet keine Angaben zu den beteiligten Personen. Wer das Orchester bei „Let Us Do It Now“ ist, kann ich daher ebenfalls nicht nachvollziehen. Auch ob weitere Musiker an der Entstehung der Platte mitwirkten bleibt hier im Dunkeln.

Fazit: Wer der etwas härteren Rockmusik, die jedoch niemals Metal ist, auch etwas abgewinnen kann, der liegt hier schon mal richtig. Krautrock ist auf „Operation“ zu hören, Krautrock der rockt, allerdings auch immer wieder diese progressiven Ansätze offenbart. Dazu gesellt sich am ursprünglichen Ende des Albums noch eines der gut gemachten Annäherungen zwischen Klassik und Rock, sodass dieses Album vielleicht nicht ganz die Qualität der nachfolgenden Veröffentlichungen erreicht - viel fehlt jedoch nicht. Neun Punkte.

Anspieltipps: Just Before The Sun Will Rise, The Work Is Done, Let Us Do It Now, Hope



Freitag, 9. November 2012

Birth Control – Plastic People




Birth Control – Plastic People


Besetzung:

Peter Föller – bass, vocals, vibes
Bruno Frenzel – guitars, vocals
Bernd “Zeus B.” Held – keyboards, tenor saxophone, trumpet, vocals
Bernd Noske – drums, percussion, vocals


Gastmusiker:

Friedemann Leinert – flute (track 6)
Christoph Noppeney – viola (tracks 3-6)
Jochen von Grumbkow – cello (tracks 3-6)
Ulla, Hanna, Brigitte – chorus (track 6)
Robby – saxophone (track 6)
Otto – trombone (track 6)
Harry – trumpet (track 6)


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Plastic People (9:23)
2. Tiny Flashlights (7:35)
3. My Mind (6:46)
4. Rockin’ Rollin’ Roller (5:44)
5. Trial Trip (6:42)
6. This Song Is Just For You (7:25)

Gesamtspieldauer: 43:35





Auf „Plastic People“ klingen Birth Control wahrlich progressiver als auf den Vorgängern, auch wenn man auf diesen Vorgängeralben durchaus immer schon diese Ansätze entdecken konnte – allerdings sicher weniger. Der Hard-Rock-Faktor wurde ein wenig nach hinten gedrängt, obwohl man hier deutlich keinen sanften Prog, sondern vielmehr äußerst kraftvolle Musik mit Prog-Einflüssen hört.

Und dies beginnt sofort mit dem ersten und gleichzeitig Titelstück „Plastic People“. Wirkt die Nummer zu Beginn noch ein wenig ziellos, so steigert sich das Lied in seinem weiteren Verlauf. Alles wird ein bisschen geordneter und harmonischer und zur Krönung bekommt man dann noch von Herrn Held ein Tony-Banks-Gedächtnis-Keyboard-Spiel serviert. Diese Läufe, die dort zu hören sind, erinnern frappierend an manch eine Stelle auf „Nursery Crime“ und „Selling England By The Pound“ – allerdings ist die Musik selbst natürlich eine völlig andere.

Auch „My Mind“ hat ebenfalls nichts mehr mit straightem Rock zu tun. Vielmehr wurde hier sehr viel Wert auf die Arrangements gelegt. Mit Windgeräuschen eingeleitet entwickelt sich ein äußerst melodisches Stückchen Musik, welches immer wieder Überraschungen in Form von klasse gesetzten Pausen und Streichereinlagen aufweist. Auch der mehrstimmige Gesang gegen Ende des Stücks ist absolut gelungen.

Nun, der Rest rockt mal mehr, mal weniger. Er eröffnet Anleihen zu Kollegen wie Grobschnitt (zweiter Teil von „Trial Trip“) und wartet auch immer wieder mit netten Ideen auf, die im Falle von „This Song Is Just For You“ allerdings vom Gesang und dem Hintergrundgesang völlig zerstört werden. Sonst gefällt mir die Stimme eigentlich ganz gut und ich finde sie passt dann auch.

Fazit: „Plastic People“ ist schon ein Progressive Rock Album. Oder doch ein reines Krautrock Album? Ein Rock Album der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts? Musik kann manchmal so kompliziert sein! „Plastic People“ ist irgendwie alles Erwähnte ein bisschen. Das wiederum ist aber meistens gar nicht schlecht gemacht und wirkt auf seine Weise. Mögen auch die alten, die Fans der ersten Stunde von Birth Control diese Platte verteufeln, gerade weil sie nicht mehr so durchgängig rockt. Als „Proggie“ hat man Spaß daran. Vielleicht nicht an jeder Stelle, aber immer wieder.

Anspieltipps: Plastic People, My Mind, Trial Trip




Sonntag, 4. November 2012

Birth Control – Hoodoo Man




Birth Control – Hoodoo Man


Besetzung:

Bruno Frenzel – guitars, vocals
Bernd Koschmidder – bass-guitar
Wolfgang Neuser – organ keyboards, kuckuck-synthesizer, church-organ, vibraphone
Bernd Noske – drums, percussion, vocals


Gastmusiker:

Peter Engelhard – guitar (tracks 10, 11)
Sosho Kühn – keyboards (tracks 10, 11)
Cyborg Haines – bass (track 10)
Peter Föller – vocals (track 11)
Sascha Delbrouck – bass (track 11)


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Rock, Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Buy (7:13)
2. Suicide (6:19)
3. Get Down To Your Fate (7:59)
4. Gamma Ray (9:46)
5. Hoodoo Man (8:27)
6. Kaulstoss (2:43)


Bonus Tracks:

7. Nostalgia (3:37)
8. Gamma Ray (Part 1 Single Version) (3:30)
9. Gamma Ray (Part 2 Single Version) (3:53)
10. Hope (live) (5:54)
11. She's Got Nothing On You (live) (5:00)

Gesamtspieldauer: 1:04:20




„Hoodoo Man“ lautete das dritte Album der Berliner Band Birth Control, welches im Jahr 1973 erschien. Zum Teil hört man auf diesem Album ziemlich geradlinigen Rock, wie zum Beispiel beim Opener „Buy“. Ein orgeldominiertes Lied, welches in seiner Art tatsächlich ein wenig an Deep Purple oder Uriah Heep der damaligen Zeit erinnert. Zumindest, bis man sich dem Solo angenähert hat. Hier wird die Musik nun ein wenig progressiver mit Tempo- und Rhythmuswechseln, um schließlich wieder in einen schnelleren Rock-Part überzugehen.

„Suicide“, die zweite Nummer der Platte, nähert sich dann dem Genre „Progressive Rock“ noch deutlich mehr an. Auch hier steht die Orgel wieder ganz klar im Vordergrund und beherrscht das Lied, welches im weiteren Verlauf mit immer mehr jazzigen Adaptionen aufwartet. „Get Down To Your Fate“ startet im Anschluss daran fast schon sphärisch und frei. Dann wandelt sich das Stück wieder zu einem typischen Rock-Kracher der frühen 70er Jahre. Und für diese Stimmung sorgen neben dem Gesang auch erneut die Orgel sowie die Solo-Gitarre.

Dann folgt mit „Gamma Ray“ eines der bekanntesten Lieder der Berliner. Alles vibriert hier bei diesem Song, alles ist im Fluss und die Band kommt dem Genre Krautrock jetzt deutlich am nächsten. Die Rockelemente sind immer allgegenwärtig, jedoch kommt bei diesem Stück auch der Freund der progressiven Rockmusik durchaus auf seine Kosten. Klasse auch der Mittelteil, der ein Perkussion- und Schlagzeug-Solo enthält, welches wahrlich mitreißt. Schließlich gibt es noch ein Frage- und Antwortspiel zwischen Gesang und Gitarre, wobei der Gesang nicht aus Worten, sondern eher aus lautmalerischen Silben besteht.

Anschließend gibt es den Titeltrack „Hoodoo Man“ zu hören. Auch hier bewegt sich die Band wieder in progressiven Spuren. Der Beginn ist schön melodiös gehalten und rockt gleichzeitig. Plötzlich jedoch befindet man sich in der Kirche und lauscht dort einem Orgelkonzert. Schließlich geht es wieder zurück in den ersten Teil des Liedes mit dem die Nummer auch beendet wird.

Der ursprünglich letzte Titel des Albums war „Kaulstoss“. Deutlich kürzer als die anderen Stücke der Platte und auch sehr viel gewöhnungsbedürftiger, will die Nummer irgendwie nicht so recht zum Rest auf „Hoodoo Man“ passen. Es beginnt mit Hundebellen und dann folgt so eine „fröhliche“ Orgel-, Synthesizer- und Gitarrenmelodie, die man nicht unbedingt gehört haben muss.

Auf der remasterten Fassung des Albums von 2005 sind noch mal fünf Zugaben hinterlegt worden. Sicherlich kein zusätzlicher Grund, sich dieses Album noch mal zuzulegen, da es sich dabei bis auf die beiden „Gamma Ray“-Teile um relativ straighten Rock handelt, der ganz nett anzuhören ist, einen allerdings auch nicht umhaut.

Fazit: „Hoodoo Man“ wirkt. Vor allen Dingen die Titel drei, vier und fünf haben was. Das ist etwas härterer Progressive Rock, der einem zum Mitwippen animiert, der niemals nachdenklich oder melancholisch rüberkommt, sondern immer rockt und das auf eine ganz sympathische Art und Weise. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Get Down To Your Fate, Gamma Ray, Hoodoo Man