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Sonntag, 10. November 2019

Mott The Hoople – The Hoople




Mott The Hoople – The Hoople


Besetzung:

Ian Hunter – vocals, rhythm guitar, piano
Pete Overend Watts – bass guitar, vocals, lead vocals on "Born Late '58", rhythm guitar, 12-string guitar
Dale "Buffin" Griffin – drums, vocals, percussion
Ariel Bender – lead guitar, vocals, slide guitar
Morgan Fisher – keyboards, synthesizer


Gastmusiker:

Howie Casey – tenor saxophone on 1, 2, 3 & 7
Jock McPherson – baritone saxophone on 1, 2 & 7, tenor saxophone on 1, 2 & 7
Mike Hurwitz – cello on 2
Lynsey De Paul – backing vocals on 3 & 9
Mick Ralphs – backing vocals on 7, rhythm guitar on 9
Graham Preskett – violin on 8, conductor on 8, tubular bells on 8
Sue Glover & Sunny Leslie – backing vocals on 1 & 8
Barry St. John – backing vocals on 1 & 8
Thunderthighs:
Karen Friedman – backing vocals on 9
Dari Lalou – backing vocals on 9
Casey Synge – backing vocals on 9


Label: Sony Music


Erscheinungsjahr: 1974


Stil: Rock, Glam Rock


Trackliste:

1. The Golden Age Of Rock ‘N’ Roll (3:25)
2. Marionette (5:08)
3. Alice (5:20)
4. Crash Street Kidds (4:31)
5. Born Late ‘58 (4:00)
6. Trudi’s Song (4:26)
7. Pearl ‘N’ Roy (4:31)
8. Through The Looking Glass (4:37)
9. Roll Away The Stone (3:10)


Bonus Tracks der CD-Wiederveröffentlichung von 2006:

1. Where Do You All Come From (B-Side Of 2. "Roll Away The Stone"-Single) (3:26)
2. Rest In Peace (B-Side Of "The Golden Age Of Rock ‘N’ Roll"-Single) (3:55)
3. Foxy, Foxy (Non-LP Single A-Side) (3:31)
4. (Do You Remember) The Saturday Gigs (Non-LP Single A-Side) (4:20)
5. The Saturday Kids (Work In Progress Mixes) (6:03)
6. Lounge Lizzard (Aborted Single B-Side) (4:19 )
7. American Pie / The Golden Age Of Rock 'N' Roll (Live from Broadway) (4:15)

Gesamtspieldauer: 1:09:07



Nachdem die britische Band Mott The Hoople ihr sechstes Album „Mott“ genannt hatte, war der Weg nicht mehr weit das siebte Studioalbum „The Hoople“ zu taufen. „The Hoople“ erschien am 29. März 1974 in Europa auf dem Plattenlabel CBS Records. In den USA wurde es auf Columbia Records veröffentlicht. Im Jahr 2006 erschien die Platte dann schließlich in einer remasterten und erweiterten Version auf dem Label Sony Music. Das Album kletterte bei seiner Erstveröffentlichung bis auf Platz 11 der britischen Charts. „The Hoople“ ist das einzige Album mit dem Gitarristen Ariel Bender (der eigentlich Luther James Grosvenor heißt und unter seinem richtigen Namen unter anderem bei Spooky Tooth aktiv war). Der frühere Gitarrist Mick Ralphs hatte Mott The Hoople verlassen, um zusammen mit Sänger Paul Rodgers von Free die Band Bad Company zu gründen. Auch der langjährige Mott The Hoople Sänger Ian Hunter ist auf diesem Album das letzte Mal zu hören, da er danach eine Solo-Karriere startete.

Musikalisch hat sich mit dem Album „The Hoople“ ebenfalls etwas bei Mott The Hoople verändert. Ein wenig rockiger ist die Musik geworden, der Pop ist etwas mehr in den Hintergrund gedrängt worden. Die Lieder des Albums bewegen sich ein wenig im Dreieck Rock – Hard Rock – Glam Rock. Erneut gibt es ein paar schöne Melodien zu entdecken, den einen wirklich herausragenden Titel findet man auf „The Hoople“ allerdings nicht. Dafür verfügen die einzelnen Nummern der Platte über eine gleichbleibende Qualität, sodass man auch früher den Tonabnehmer der Stereoanlage nicht laufend auf das nächste Lied setzen musste. Dementsprechend kann man heutzutage auch die Fernbedienung getrost beiseite liegenlassen, das Album läuft gut in einem durch, wenn auch die ebenfalls vorhandenen Rock’n’Roll-Anwandlungen der Band nicht durchgängig überzeugen.

Der Höhepunkt der Platte ist das Lied „Marionette“. Eine vielschichtige und sehr abwechslungsreiche Nummer, die zudem noch melodiös aus den Boxen strömt. Auch dieser Wiederveröffentlichung wurde reichlich Bonus-Material hinzugefügt. Unter anderem befindet sich bei diesen Zugaben das Lied „The Saturday Kids“. Eine zunächst etwas getragene Ballade, die dann hymnische Züge annimmt und nun ebenfalls zu den Höhepunkten der Platte zu zählen ist.

Fazit: „The Hoople“ ist das siebte und letzte Album der Band Mott The Hoople, welches auch unter diesem Namen veröffentlicht wurde. Die beiden nächsten Alben erschienen unter der „Überschrift“ Mott. Auch auf dieser siebten Platte der Band hört man guten und eingängigen Rock, der manchmal bis in die härteren Gefilde dieses musikalischen Genres hineinreicht. Viele Höhepunkte hält die Platte jedoch nicht bereit, allerdings gut hörbaren Rock der 70er Jahre. Acht Punkte.

Anspieltipps: Marionette, Trudi’s Song, The Saturday Kids



Sonntag, 27. Oktober 2019

Mott The Hoople – Mott




Mott The Hoople – Mott


Besetzung:

Ian Hunter – lead vocals, piano, acoustic guitar, rhythm guitar, echo vamper
Mick Ralphs – lead guitar, backing vocals, organ, moogotron, mandolin, tambourine, acoustic guitar, lead vocals (track 8)
Pete "Overend" Watts – bass guitar, backing vocals, fuzz bass,
Dale "Buffin" Griffin – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Paul Buckmaster – electric cello on "Honaloochie Boogie"
Morgan Fisher – piano, synthesizer, backing vocals on "Drivin' Sister" (live)
Mick Hince – bells on "I Wish I Was Your Mother"
Andy Mackay – tenor saxophone on "All The Way From Memphis" and "Honaloochie Boogie"
Graham Preskett – "insane" violin on "Violence"
Thunderthighs (Karen Friedman, Dari Lalou, Casey Synge) – backing vocals on "Hymn For The Dudes"


Label: Sony Music


Erscheinungsjahr: 1973


Stil: Rock, Pop, Glam Rock


Trackliste:

1. All The Way From Memphis (5:02)
2. Whizz Kid (3:25)
3. Hymn For The Dudes (5:24)
4. Honaloochie Boogie (2:43)
5. Violence (4:48)
6. Drivin’ Sister (3:53)
7. Ballad Of Mott The Hoople (5:25)
8. I’m A Cadillac / El Camino Dolo Roso (7:50)
9. I Wish I Was Your Mother (4:53)


Bonus Tracks der CD-Wiederveröffentlichung von 2006:

1. Rose (B-Side Of "Honaloochie Boogie") (3:58)
2. Honaloochie Boogie (Demo version) (3:08)
3. Nightmare (Demo) (3:38)
4. Drivin’ Sister ( Live 1973 At The Hammersmith Odeon) (4:30)

Gesamtspieldauer: 58:42




Schlicht „Mott“ nannte die englische Band Mott The Hoople ihr sechstes Studioalbum, welches am 20. Juli 1973 ursprünglich auf dem Plattenlabel CBS Records veröffentlicht wurde. Die remasterte Wiederveröffentlichung im Jahr 2006 erschien auf dem Label Sony Music. Bei seiner ersten Veröffentlichung 1973 kletterte die Platte bis auf Platz 7 der britischen Albums Charts. „Mott“ wurde zunächst auf der „Liste der 500 größten Alben aller Zeiten“ des Rolling Stone Magazins auf Platz 366 geführt, im Jahr 2012, auf der neu erstellten Liste, belegte die Platte dann Platz 370.

„Mott“ macht Spaß. Auf dem Album befindet sich eine gelungene Mischung aus Pop und Rock und Glam Rock. Viele der Titel gehen schnell ins Ohr, einen absoluten Ohrwurm wie „All The Young Dudes“ vom Vorgänger besitzt die Platte allerdings nicht. Allerdings auch keine Ausfälle, sodass man die Scheibe gut in einem Zug durchhören kann und sie auch immer wieder gern auflegt. Freilich hört man der Musik an, dass sie nicht mehr aus diesem Jahrtausend stammt, dem Hörerlebnis tut dies allerdings keinen Abbruch. Die Titel wirken und klingen und auch wenn David Bowie an dieser Produktion nicht mehr beteiligt war, so hört man doch den Einfluss des Musikers auf „Mott“ heraus.

Höhepunkte der Scheibe sind die beiden Lieder „Hymn For The Dudes“ und „Ballad Of Mott The Hoople“. In beiden Stücken hört man das das Gefühl der Musiker von Mott The Hoople für die schöne und eingängige Melodie heraus. Zudem sind beide Nummern sehr abwechslungsreich gestaltet, keine 08/15-Pop-Lieder, sondern Titel, die einem gleich beim ersten Kontakt auffallen und die auch längerfristig haftenbleiben.

Fazit: Ein schönes, wenn auch nicht spektakuläres Album ist „Mott“ von Mott The Hoople geworden. Pop und Rock aus den 70ern gibt es darauf zu hören, der eine Prise Glam Rock enthält. Die Musik klingt dabei weder anbiedernd noch langweilig, sondern etwas hintergründig spannender. Hörenswert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Hymn For The Dudes, Ballad Of Mott The Hoople



Mittwoch, 9. Oktober 2019

Mott The Hoople – All The Young Dudes




Mott The Hoople – All The Young Dudes


Besetzung:

Ian Hunter – lead vocals, guitar, piano
Mick Ralphs – lead guitar, backing vocals, lead vocals on "Ready For Love / After Lights"
Verden Allen – organ, backing vocals, lead vocals on "Soft Ground"
Pete Overend Watts – bass guitar, backing vocals
Dale "Buffin" Griffin – drums, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Ariel Bender – guitar, vocals on bonus tracks 6, 7
Mick Bolton – organ on bonus track 7
David Bowie – saxophones, backing vocals, vocals on bonus track 5
Morgan Fisher – organ, Mellotron on bonus track 3; piano, synthesizer, vocals on bonus tracks 6, 7
Ray Majors – slide guitar on bonus track 2
Mick Ronson – strings, brass, arrangement on "Sea Diver"
Buddy Bauerle – pan flute
Mike Walls – hammond B3 organ
Jeff Hanover – vibraslap


Label: Sony Music


Erscheinungsjahr: 1972


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Sweet Jane (4:21)
2. Momma’s Little Jewel (4:26)
3. All The Young Dudes (3:32)
4. Sucker (5:03)
5. Jerkin’ Crocus (4:00)
6. One Of The Boys (6:46)
7. Soft Ground (3:17)
8. Ready For Love / After Lights (6:47)
9. Sea Diver (2:55)


Bonus Tracks der CD-Wiederveröffentlichung von 2006:

1. One Of The Boys (Demo Version) (4:18)
2. Black Scorpio (Demo Version Of "Momma’s Little Jewel") (3:35)
3. Ride On The Sun (Demo Version Of "Sea Diver") (3:36)
4. One Of The Boys (UK Single Version) (4:21)
5. All The Young Dudes (David Bowie Vocals) (4:25)
6. Sucker (Live 1973 At The Hammersmith Odeon) (6:27)
7. Sweet Jane (Live 1973 At The Hammersmith Odeon) (5:00)

Gesamtspieldauer: 1:12:58




„All The Young Dudes“ heißt das fünfte Studioalbum der englischen Band Mott The Hoople. Es wurde am 8. September 1972 in Großbritannien auf dem Plattenlabel CBS Records veröffentlicht. In den USA erschien es auf Columbia Records. Das Album hätte im Grunde genommen gar nicht mehr entstehen dürfen, da Mott The Hoople vor der Auflösung standen, weil ihre bisherigen vier Alben sich nur sehr mäßig verkauft hatten. Es war jedoch David Bowie, der die Band zum Weitermachen überredete und ihnen den Titel „All The Young Dudes“ zur Verfügung stellte und das Album schließlich sogar noch produzierte. Von nun an, mit dieser Veröffentlichung ging es mit Mott The Hoople endlich auch erfolgstechnisch bergauf und das Lied „All The Young Dudes“ platzierte sich in vielen Charts, wurde zum Hit und ist wohl das Lied, welches die meisten Menschen mit Mott The Hoople in verbinden.

Natürlich ist dieses Titellied der Track des Albums, der sofort hängenbleibt. Ein Ohrwurm, der inzwischen auch schon sehr oft gecovert wurde. Ein poppiger Rocktitel, der wirkt und klingt. Ansonsten hört man auf „All The Young Dudes“ die ersten Ausläufer des Glam Rock, für welchen Rockstil die Band Mott The Hoople ebenfalls steht. Doch es wird auch ordentlich gerockt auf der Platte. Das Lied „Ready For Love“ lässt sich da schon ohne Weiteres unter der Überschrift „Hard Rock“ einordnen. Manchmal klingt der Blues etwas durch, ein anderes Mal ist es eben Pop, den man auf dem Album kredenzt bekommt. Dabei hört sich vieles der Platte auch ganz leicht nach David Bowie an, dessen Produzententätigkeit hier gewiss nicht verheimlicht werden kann.

Ein Höhepunkt des Albums ist natürlich das Lied „All The Young Dudes“, welches man einmal gehört nicht mehr vergisst, ein Ohrwurm eben. Den zusammengesetzten Titel „Ready For Love / After Lights“ sollte man an dieser Stelle noch erwähnen. Gerade der zweite Teil „After Lights“ überzeugt auch, geht ebenfalls gut ins Ohr und klingt so wunderschön befreit. Schließlich sei noch auf das letzte Stück der Platte verwiesen. „Sea Diver“ ist die sanfteste Nummer auf „All The Young Dudes“, ein Lied zum Träumen.

Mit der Wiederveröffentlichung der Platte in einer remasterten Version gibt es noch insgesamt sieben Zugaben zu hören, die sich allesamt lohnen. Zwar bekommt man mit diesen Liedern nicht mehr unbedingt etwas Neues serviert, jedoch andere Ausführungen der Lieder, frühere Versionen, zwei Live-Einspielungen und „All The Young Dudes“ von David Bowie eingesungen. Wunderbar.

Fazit: Es wäre definitiv schade gewesen, wenn sich Mott The Hoople hier bereits aufgelöst hätten und „All The Young Dudes“ nicht mehr erschienen wäre. Dieses Lied hätte sich zwar wohl sonst auf einer David Bowie Platte wiedergefunden und wäre nicht verloren gegangen – der Rest des Albums jedoch vielleicht schon. Denn auch wenn das Titellied der Platte deren absoluten Höhepunkt darstellt, der Rest ist ebenfalls größtenteils überzeugend und lohnt gehört zu werden. Neun Punkte.

Anspieltipps: All The Young Dudes, Ready For Love / After Lights, Sea Diver