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Dienstag, 6. Oktober 2015

The Black Crowes – The Southern Harmony And Musical Companion




The Black Crowes – The Southern Harmony And Musical Companion


Besetzung:

Chris Robinson – vocals
Rich Robinson – guitar
Marc Ford – guitar
Johnny Colt – bass guitar
Steve Gorman – drums
Eddie Harsch – keyboards


Gastmusiker:

Barbara and Joy – choir


Label: Def American Recordings


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Blues Rock, Southern Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Sting Me (4:40)
2. Remedy (5:22)
3. Thorn In My Pride (6:03)
4. Bad Luck Blue Eyes Goodbye (6:28)
5. Sometimes Salvation (4:44)
6. Hotel Illness (3:59)
7. Black Moon Creeping (4:54)
8. No Speak No Slave (4:01)
9. My Morning Song (6:15)
10. Time Will Tell (4:06)

Gesamtspieldauer: 50:36




Einen absoluten Beißer stellt für mich das zweite Album der US-amerikanischen Blues Rocker The Black Crowes dar. „The Southern Harmony And Musical Companion“ heißt es und wurde im Mai 1992 auf dem Label Def American Recordings veröffentlicht. Bei vielen Fans der Band gilt genau diese Scheibe als die Beste, die die Musiker bisher veröffentlicht haben. Freilich klingt die Musik der US-Amerikaner immer wieder sehr überzeugend, aber dann gibt es auch wieder Blues- beziehungsweise Southern Rock zu hören, der mich zumindest gar nicht mehr so überzeugt und das liegt ganz bestimmt nicht nur daran, dass die letztgenannten musikalischen Genres nicht so ganz in mein „Beuteschema“ zu passen scheinen.

Ich höre die Nummer „Remedy“ und drehe fast durch vor Freude, über dieses absolut mitreißende Lied. Hier passt einfach alles, der Groove, die Melodie, die Instrumentierung, Gesang und Hintergrundgesang. Einfach ein begeisterndes Lied. Jedoch irgendwie mehr Rock als Blues. Das wiederrum ist bei den meisten anderen Stücken der Scheibe nicht so. Hier hört man schon deutlich mehr Blues, zwar in der etwas rockigeren Ausprägung, aber es bleibt eben Blues.

Und manchmal erinnert dieser Blues auch ein klein wenig an Led Zeppelin, schafft es jedoch nicht so zu packen, nicht so zu überzeugen, wie jener der Briten. Andererseits steigen bei mir unweigerlich auch Bilder der Rolling Stones im geistigen Gehör auf, wenn ich den Black Crowes hier auf „The Southern Harmony And Musical Companion“ lausche. In diese musikalische Richtung läuft es ebenfalls ein wenig. Die Musik klingt damit ein bisschen so, als sei sie bereits zwanzig Jahre älter, deutlich früher entstanden – was allerdings sicherlich nichts Schlechtes zu bedeuten hat. Jedoch trifft sie nicht immer ins Herz, was vielleicht ein absoluter Blues-Freund durchaus anders empfinden mag.

Fazit: Nun, man kann es auf einen kurzen Punkt bringen: Wem rockiger Blues gefällt, dem wird auch „The Southern Harmony And Musical Companion“ von den Black Crowes gefallen. Wem diese Art der Musik nicht so zusagt, die oder der wird Schwierigkeiten bekommen und nur sehr selten den Moment gekommen sehen, diese Scheibe aufzulegen. Das macht man für „Remedy“ gerne. Jedoch für den Rest? Ich weiß nicht, ich weiß einfach nicht. Acht Punkte.

Anspieltipps: Remedy



Samstag, 19. September 2015

The Black Crowes – Shake Your Money Maker




The Black Crowes – Shake Your Money Maker


Besetzung:

Chris Robinson – vocals
Rich Robinson – guitar
Jeff Cease – guitar
Johnny Colt – bass guitar
Steve Gorman – drums


Gastmusiker:

Chuck Leavell – piano, organ
Brendan O'Brien – a potpourri of instruments
Laura Creamer – background vocals


Label: American Recordings


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Southern Rock, Blues Rock


Trackliste:

1. Twice As Hard (4:09)
2. Jealous Again (4:35)
3. Sister Luck (5:13)
4. Could I’ve Been So Blind (3:44)
5. Seeing Things (5:18)
6. Hard To Handle (3:08)
7. Thick N' Thin (2:44)
8. She Talks To Angels (5:29)
9. Struttin' Blues (4:09)
10. Stare It Cold (5:13)
11. Don’t Wake Me (3:33)

Gesamtspieldauer: 45:09




Musikhörer, die Blues und Rock lieben, werden an dieser ersten Scheibe der Black Crowes mit dem Titel „Shake Your Money Maker“ sehr große Freude haben. 1990 erscheinen, enthält die Scheibe genau diese Mischung aus beiden musikalischen Genres, nämlich einen erdigen Blues Rock, der sofort in die Beine geht und diese zum Mitwippen animiert.

Die Lieder stammen mit einer Ausnahme vom Brüderpaar Chris und Rich Robinson. Diese eine Ausnahme ist gleichzeitig eines der berühmtesten Lieder der Black Crowes, nämlich ihre Version der Otis Redding Nummer „Hard To Handle“. Dieses Lied war neben vier weiteren eine der fünf Singleauskopplungen des Albums. Als „Gag“ wurden diese Singles mit jeweils verschiedenen B-Seiten veröffentlicht, die zumeist aus Live-Versionen, von auf der Platte enthaltenen Liedern, bestanden. Dies hatte zur Folge, dass jede Single in verschiedenen Ausführungen auf den Markt kam und natürlich für Sammler einen gewissen Reiz darstellte. Nicht nur diese verkauften sich jedoch gut, auch das Album selbst wurde mit mehrfach Platin in den USA ausgezeichnet.

Die einzelnen Titel auf dem Album wirken und klingen sehr einheitlich. Dabei lassen sich auch keine Ausfälle beklagen, die Scheibe läuft in einem durch und wirkt. Die Melodien gehen dabei durchaus schnell ins Ohr und auch die Stimme von Sänger Chris Robinson kann an jeder Stelle des Albums überzeugen. 1990 ist diese Scheibe erschienen, allerdings wirkt die Musik ein wenig so, als sei sie bereits zwanzig Jahre früher geschrieben worden und orientiert sich damit an den großen Rhythm & Blues Bands der 70er Jahre.

Fazit: Ein wirklich gelungenes Debut Album ist „Shake Your Money Maker“ von den Black Crowes geworden. Jede und jeder, die oder der auf Blues Rock steht, wird begeistert sein. Und auch Hörerinnen und Hörer, die in diesem Genre nicht so beheimatet sind, werden auf dem Album etwas für sich entdecken. Gute Musik überzeugt einfach. Neun Punkte.

Anspieltipps: Hard To Handle