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Sonntag, 17. Oktober 2021

Pain Of Salvation – Road Salt One

 



Pain Of Salvation – Road Salt One


Besetzung:

Daniel Gildenlöw – vocals, guitar, tambourine, organ, bass, drums, piano, electric piano, keyboards, balalaika, mandolin, lute
Léo Margarit – drums, backing vocals
Johann Hallgren – guitar, backing vocals
Frederik Hermansson – piano, electric piano, organ, keyboards, fender rhodes


Gastmusiker:

Jonas Reingold – bass (on "No Way")
Mihai Anton Cucu – violin (on "Sisters" and "Innocence")
Camilla Arvidsson – violin (on "Sisters" and "Innocence")
Kristina Ekman – viola (on "Sisters" and "Innocence")
Gustav Hielm – bass (on "Innocence")




Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Rock


Trackliste:

1. No Way (5:26)
2. She Likes To Hide (2:57)
3. Sisters (6:15)
4. Of Dust (2:32)
5. Tell Me You Don‘t Know (2:42)
6. Sleeping Under The Stars (3:37)
7. Darkness Of Mine (4:15)
8. Linoleum (4:55)
9. Curiosity (3:33)
10. Where It Hurts (4:51)
11. Road Salt (3:02)
12. Innocence (7:13)

Gesamtspieldauer: 51:23



„Road Salt One“ nannte die schwedische Band Pain Of Salvation ihr siebtes Studioalbum. „Road Salt One“ wurde am 17. Mai 2010 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht. Auf dem Album hört man, verglichen zu früheren Veröffentlichungen der Band, deutlich mehr Stücke, die liedorientiert sind, weniger verspielt klingen und relativ schnell auf den Punkt kommen. Ist das noch Progressiv Rock? Nun, in seinen Randgebieten wahrscheinlich durchaus noch, doch ist es insgesamt mehr ein Rock-Album geworden. Erneut ein Konzeptalbum, wie so häufig bei Pain Of Salvation, welches mit klasse Rocktiteln aufwartet, die jederzeit gut ins Ohr gehen.

Auf „Road Salt One“ gibt es inhaltlich keine zusammenhängende Geschichte zu hören, vielmehr werden verschiedene Geschichten erzählt, die wie Straßen an unterschiedliche Punkte führen und unterschiedliche Sichtweisen ermöglichen. Diese Geschichten sind verpackt in packende Musik, die ganz schnell ins Ohr geht. Da wird gerockt, es gibt die sanfteren Passagen und die Stimme des Daniel Gildenlöw ist vielschichtig und wandelbar und verleiht den einzelnen Stücken einen zusätzlichen Aspekt.

Die Platte ist eine abwechslungsreiche musikalische Reise, die einfach Spaß macht. Mich überzeugen dabei am meisten die Lieder „Sisters“ – zum Niederknien schön – und „Sleeping Under The Stars“, bei dem die Verbindung von Zirkus-Klängen und Rock so wunderbar gelungen ist. Und dann ist da natürlich noch das Titellied selbst, eine ganz sanfte Nummer, nur drei Minuten lang und trotzdem würde es sich alleine wegen dieses Liedes der Kauf des Albums lohnen. So schön kann Musik klingen.

Fazit: „Road Salt One“ ist kein Progressive Rock Album, wie man es von Pain Of Salvation sonst kennt. Die Schweden sind auf dieser Platte mit ihrer Musik mehr im Rock beheimatet. Dieser kann dabei auch mal ganz sanft klingen oder eben deutlich rocken. Die wunderschönen Melodien gehen schnell ins Ohr und es macht einfach Spaß hier zuzuhören. Klasse Album. Elf Punkte.

Anspieltipps: Sisters, Road Salt



Freitag, 9. Juli 2021

Asia – Omega

 



Asia – Omega


Besetzung:

John Wetton – vocals, bass guitar
Steve Howe – electric, acoustic and steel guitars
Geoff Downes – keyboards
Carl Palmer – drums, percussion




Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Rock, Melodic Rock


Trackliste:

1. Finger On The Trigger (4:30)
2. Through My Veins (5:09)
3. Holy War (5:58)
4. Ever Yours (4:04)
5. Listen, Children (5:57)
6. End Of The World (5:40)
7. Light The Way (5:11)
8. Emily (Bonus Track) (5:12)
9. I‘m Still The Same (4:43)
10. There Was A Time (5:56)
11. I Believe (4:41)
12. Don:t Wanna Lose You Now (4:46)

Gesamtspieldauer: 1:01:52



„Omega“ nannte die britische Rockband Asia ihr elftes Studioalbum, welches am 21. April 2010 in Japan bei Melodious Frontier und am 23. April 2010 in Europa bei Frontiers Records veröffentlicht wurde. In Japan waren Asia von Anfang an am erfolgreichsten, von daher ist diese um zwei Tage vorgezogene Veröffentlichung nicht weiter überraschend. „Omega“ ist das vierte Studioalbum, welches Asia in der Originalbesetzung einspielten und die zweite Platte nach der Wiedervereinigung der Band im Jahr 2006. Das Album verkaufte sich allerdings nicht sonderlich erfolgreich und konnte sich lediglich in Japan in den Charts platzieren, wo es bis auf Platz 29 kletterte.

Obwohl die vier Musiker John Wetton, Steve Howe, Geoff Downes und Carl Palmer mit King Crimson, Yes sowie ELP im Progressive Rock zu Hause waren, so war Asia niemals eine Band, die sich in diesem musikalischen Genre tummelte. Von daher ist es auch nicht weiter überraschend, dass sich die Musik auf „Omega“ ebenfalls mehr im Mainstream Rock, denn in deutlich komplizierteren Gefilden abspielt. Auf „Omega“ befindet sich eingängiger Rock, der jederzeit im Radio gespielt werden kann. Nicht kompliziert, dafür umso schneller, meist bereits beim ersten Mal des Hörens melodiös und eingängig klingend.

Das machen die vier Musiker allerdings ganz gut. Und bei zwei Nummern gelingt ihnen das besonders gut. „Through My Veins“ und vor allen Dingen „There Was A Time“ heißen die beiden Höhepunkte auf „Omega“. Letztgenanntes Stück ist ein melancholisches bis sentimentales Lied über eine verlorene Liebe, die John Wetton wunderschön zu singen versteht. Ich bin eigentlich kein Freund von Liebesliedern, schon gar nicht von manch schmalzigen Auswüchsen dieser Gattung Lied. Doch hier finde ich das in Verbindung mit der Musik wunderschön gelungen. Eine klasse Nummer, die immer wieder sehr hörenswert ist. Und der ganze Rest? Der ist, wie bereits erwähnt, eingängiger Mainstream Rock – nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Viel unspektakulären Mainstream Rock, radiotaugliche Massenware gibt es auf „Omega“ zu hören. Aber dann gibt es auf diesem Album auch zwei Perlen, die es lohnt gehört zu werden. Zwei Lieder, die hängenbleiben und sich gegenüber dem meist nichtssagenden Rest abheben. Das macht „Omega“ leider immer noch nicht zu einem guten Album, trotzdem ist das Hören nicht ganz verschenkt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Through My Veins, There Was A Time



Mittwoch, 11. März 2020

Unheilig – Grosse Freiheit




Unheilig – Grosse Freiheit


Besetzung:

„Der Graf“ – alles


Gastmusiker:

Christoph Termühlen – Gitarre
Henning Verlage – Programming


Label: Universal Music


Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Deutsch Rock, Gothic Rock


Trackliste:

1. Das Meer (3:39)
2. Seenot (4:23)
3. Für Immer (3:22)
4. Geboren um zu leben (3:50)
5. Abwärts (3:30)
6. Halt mich (3:48)
7. Unter Feuer (5:05)
8. Große Freiheit (3:49)
9. Ich gehöre mir (3:36)
10. Heimatstern (4:12)
11. Sternbild (4:30)
12. Unter Deiner Flagge (4:11)
13. Fernweh (4:51)
14. Neuland (4:31)

Gesamtspieldauer: 57:23




Heute vor zehn Jahren, also am 19. Februar 2010, erschien eines der erfolgreichsten Alben in Deutschland, welches mit deutscher Sprache eingesungen wurde. Es ist das Album „Grosse Freiheit“ von Unheilig, welches auf dem Plattenlabel Universal Music veröffentlicht wurde. In Deutschland belegte „Grosse Freiheit“ dreiundzwanzig nicht aufeinanderfolgende Wochen den ersten Platz der Charts, Dies stellt gleichzeitig den bisher längsten Aufenthalt eines Albums im 21. Jahrhundert auf dieser Spitzenposition dar und ist zudem das erste Album eines deutschen Künstlers, dem dies gelang.

Das wohl bekannteste Lied von Unheilig, die Nummer „Geboren um zu leben“, ist keineswegs typisch für die Platte. Dieses Lied, ein absoluter Ohrwurm, klingt deutlich sanfter als vieles andere auf dieser Scheibe. Beim Hören von „Grosse Freiheit“ fühlt man sich das eine ums andere Mal an Rammstein und deren Interpretation der Neuen Deutschen Härte erinnert. Hier wie da wird heftig gerockt und ein sehr harter Gitarrensound knallt aus den Boxen. Es ist wahrlich überraschend, wie nah Unheilig dabei manchmal dem Sound von Rammstein kommen. Melodiös klingen die Lieder auf „Grosse Freiheit“ dabei durchgängig, auch wenn ein zweites „Geboren um zu leben“ nicht auf der Platte zu finden ist.

Selbstverständlich ist die Nummer „Geboren um zu leben“ auch der Höhepunkt auf „Grosse Freiheit“. Schon für dieses Lied lohnt sich die Platte anzuhören. Der Rest des Albums ist zudem ebenfalls hörenswert, wenn er auch nicht mehr den Eindruck hinterlässt, der sehr lange nachhallt. Besonders herausheben kann man an dieser Stelle noch die letzte Nummer der Platte, das Lied „Neuland“. Dies aufgrund der Tatsache, da sie gar nicht typisch ist für „Grosse Freiheit“, denn es ist eine Instrumentalnummer. Diese geht ebenfalls gut ins Ohr und stellt einen schönen und würdigen Abschluss des Albums dar.

Fazit: „Grosse Freiheit“ lebt von dem Lied „Geboren um zu leben“. Das ist der Höhepunkt des Albums, davon lebt die Platte. Der Rest der Scheibe, häufig in die Richtung Neue Deutsche Härte driftend, erinnert manchmal fatal an Rammstein. Gut anhören kann man das jedoch, wirklich besonders ist es allerdings nicht. Trotzdem macht „Grosse Freiheit“ Spaß. Neun Punkte.

Anspieltipps: Geboren um zu Leben, Neuland



Sonntag, 15. September 2019

Kula Shaker – Pilgrims Progress




Kula Shaker – Pilgrims Progress


Besetzung:

Crispian Mills – lead guitars, lead vocals
Alonza Bevan – bass, vocals
Paul Winter Hart – drums, tea
Harry Broadbent – organs, pipes


Gastmusiker:

Audrey Evans – backing vocals
Christian Gerard – cello on “Peter Pan R.I.P” and “Ruby”
Himanesh Goswami – tabla on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”
Vijai Krishna das – tabla on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”
Ben Castle – flute on “When A Brave Needs A Maid”
Sheema Mukherjee – sitar on “All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”


Label: Strange F.O.L.K.


Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Psychedelic Rock, Rock, Folk


Trackliste:

1. Peter Pan R.I.P. (3:31)
2. Ophelia (3:07)
3. Modern Blues (3:48)
4. Only Love (3:12)
5. All Dressed Up (And Ready To Fall In Love) (3:30)
6. Cavalry (2:02)
7. Ruby (3:06)
8. Figure It Out (3:32)
9. Barbara Ella (3:44)
10. When A Brave Needs A Maid (2:43)
11. To Wait Till I Come (2:58)
12. Winter‘s Call (6:29)

Gesamtspieldauer: 41:49



„Pilgrims Progress“ ist das vierte Studioalbum der englischen Band Kula Shaker und wurde am 28. Juni 2010 auf dem bandeigenen Plattenlabel Strange F.O.L.K. veröffentlicht. Die erste Singleauskopplung des Albums war das erste Lied „Peter Pan R.I.P.“, welches ab dem 22. April 2010 von der Website der Band als MP3 heruntergeladen werden konnte. Der Titel des Albums ist eine bewusste Fehlschreibung von John Bunyans Geschichte „The Pilgrim‘s Progress“.

Auf „Pilgrims Progress“ hört man eine sehr gelungene Mischung aus Rock und Folk, die immer wieder auch Eigenschaften des Psychedelic Rock aufweist. Der indische Einfluss in der Musik, der vor allen Dingen auf den ersten beiden Alben zu hören war, ist noch vorhanden, wurde jedoch deutlich gegenüber den westlichen Klängen zurückgefahren. Der Qualität der Musik tut dies keinen Abbruch, denn diese ist vom ersten bis zum letzten Takt überzeugend, spannend und abwechslungsreich. Kula Shaker scheinen immer den „richtigen Ton“ zu treffen und damit ist die Atmosphäre gemeint, die sie mit ihren Liedern transportieren. Diese ist intensiv und packend. Die einzelnen Titel sind eingängig und melodiös, bleiben schnell im Ohr haften und werden mit zu Lieblingsliedern von Kula Shaker. Dabei gibt es keine Nummer auf der Platte, die nicht überzeugt.

Höhepunkte gibt es dementsprechend jede Menge auf diesem Album. „Peter Pan R.I.P.”, „Ophelia”, „All Dressed Up (And Ready To Fall In Love)”, „Cavalry”, „To Wait Till I Come”, oder „Winter‘s Call“? Welches ist genau der Höhepunkt dieses Albums? Oder ist es doch eines der anderen sechs Titel? Nun, Geschmäcker sind verschieden, jede und jeder mag hier für sich ihr beziehungsweise sein eigenes Highlight entdecken. Wer auf leicht verwunschene und psychedelische Musik steht wird auf „Pilgrims Progress“ ganz sicher fündig. Meine Höhepunkte sind die Titel „Peter Pan R.I.P.” und „Winter‘s Call“, jene beiden Nummern, die die anderen einreihen. Doch ich hätte mich auch anders entscheiden können. Definitiv.

Fazit: Wer den nicht ganz alltäglichen Rock sucht, das Besondere in der Musik schätzt, wird mit „Pilgrims Progress“ von Kula Shaker definitiv fündig werden. Eingängiger Rock der keineswegs platten, sondern vielmehr anspruchsvolleren Ausführung. Musik, abwechslungsreich und unterhaltsam, spannend und melodiös. Sehr zu empfehlen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Peter Pan R.I.P., Winter‘s Call



Donnerstag, 7. März 2019

Dirtmusic – BKO




Dirtmusic – BKO


Besetzung:

Chris Eckman 
Hugo Race
Chris Brokaw


Gastmusiker:

Tamikrest
Lobi Traoré
Fatimata Walet Oumar
The Symmetric Orchestra


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsjahr: 2010


Stil: Independent Rock, Weltmusik


Trackliste:

1. Black Gravity (6:07)
2. All Tomorrow‘s Parties (5:39)
3. Ready For The Sign (4:16)
4. Desert Wind (4:34)
5. Lives We Did Not Live (4:40)
6. Unknowable (4:14)
7. Smokin Bowl (5:13)
8. Collisions (5:41)
9. Niger Sundown (4:19)
10. Bring It Home (4:46)

Gesamtspieldauer: 49:33




„BKO“ heißt das zweite Album des Trios Dirtmusic, welches von Chris Eckman von den Walkabouts, Hugo Race, Gründungsmitglied von Nick Caves „Bad Seeds“ sowie dem ehemaligen Codeine-Schlagzeuger Chris Brokaw gegründet wurde. „BKO“ ist das Flughafenkürzel für Malis Hauptstadt Bamako, in der die Platte aufgenommen wurde. Unterstützung beim Einspielen erhielten die drei Musiker von Dirtmusic dementsprechend auch von einheimischen Musiker-Kollegen.

Und das hört man auch auf „BKO“. Auf dem Album erklingt eine Mischung aus Independent Rock, der immer wieder mit einer ordentlichen Prise Weltmusik unterfüttert wird. Die Klänge der malischen Musiker stehen nicht stark im Vordergrund, sind jedoch fast jederzeit präsent und dabei äußerst unaufdringlich. Somit ist „BKO“ durchaus eine Platte, die nach westlicher Musik klingt, welche allerdings, mit für westliche Ohren eher ungewöhnlicher Musik aufgelockert wurde. Die Atmosphäre auf „BKO“ ist eine sehr lockere und entspannte. Nichts klingt auf dem Album nach Hektik, alles ist relaxt und scheint im Reinen mit sich selbst zu sein. Dabei klingt die Musik keineswegs fröhlich, sondern sehr viel eher nachdenklich bis zu melancholisch. Selten mal, dass der Rhythmus sowie das Tempo angezogen werden, viele der Lieder auf „BKO“ sind sehr ruhige Nummern, die mit Entspannung wirken.

Melodiös und eingängig wirken und klingen alle Titel auf „BKO“. Lediglich die Cover-Version des Velvet Underground-Songs „All Tomorrow‘s Parties“ hört sich deutlich weniger überzeugend an – was durchaus an den Vergleichen mit dem Original liegen kann, auf dem Nico so herrlich traurig singt. Mein Favorit auf der Scheibe ist das Lied „Unknowable“, welches durch seinen nochmals lockereren Sound ins Ohr geht. Dazu gesellt sich eine sehr schöne Melodie, die sich ebenfalls festsetzt. Auch das einzige Instrumentalstück des Albums, das Lied „Niger Sundown“ ist eine Nummer, die einen durch Atmosphäre und Gefühl in den Bann zieht. Bei diesem Titel tritt das Genre Weltmusik auch am deutlichsten zutage. Schließlich sollte an dieser Stelle noch das wunderschöne und sanfte „Bring It Home“ Erwähnung finden, ebenfalls ein Höhepunkt auf „BKO“. Wahrlich gelungen.

Fazit: „BKO“ ist ein sanftes, von der Gitarre dominiertes Album geworden, auf dem es zur Synthese von Independent Rock und Weltmusik kommt. Die einzelnen Lieder gehen ins Ohr, klingen jederzeit melodiös und eingängig. Die Atmosphäre gestaltet sich eher nachdenklich und die Musik strahlt auf ihre Weise Ruhe aus. Eine schöne Platte zum Herunterkommen und den Tag ausklingen lassen. Etwas für die sehr sanften Stunden des Tages oder Musik, die Stunden zu den sanften Stunden des Tages werden lässt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Unknowable, Niger Sundown, Bring It Home



Donnerstag, 27. September 2018

Crippled Black Phoenix – I, Vigilante




Crippled Black Phoenix – I, Vigilante


Besetzung:

Justin Greaves – drums, guitar, percussion, reverb
Joe Volk – vocals
Karl Demata – guitar, bottleneck, national, mandolin
Christian Heilmann – bass
Daisy Chapman – synthesizer, piano, vocals
Charlotte Nicholls – cello
Merijn Royaards – drums


Gastmusiker:

Danny Ashbury – hammond organ, synthesizer
Marc Ophidian – sample / electronics
Liz Purnell – trombone
Emma Hooper – viola
Sue Lord – violin


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: New Art Rock


Trackliste:

1. Troublemaker (8:29)
2. We Forgotten Who We Are (10:49)
3. Fantastic Justice (7:53)
4. Bastogne Blues (11:59)
5. Of A Lifetime (6:19)
6. Burning Bridges (2:28)

Gesamtspieldauer: 47:59



„I, Vigilante“, zu Deutsch „Ich , der Bürgerwehrler“ oder „Ich, der Selbstjustizler“, ist die vierte Veröffentlichung der britischen Band Crippled Black Phoenix um den Multi-Instrumentalisten Justin Greaves. Im Jahr 2010 erschien das Album auf dem Plattenlabel und wird in manchen Registern zu den EPs gezählt, was bei einer Laufzeit von knapp fünfzig Minuten einigermaßen seltsam erscheint. Ursprünglich war die Platte allerdings auf dem Label Invada Records veröffentlicht worden und dort waren die letzten beiden Stücke lediglich als Bonus Tracks vertreten gewesen – trotzdem hatte die Spielzeit noch fast vierzig Minuten betragen.

„I, Vigilante“ ist ein sehr beeindruckendes und überzeugendes Album geworden, welches Musik im Bereich des New Art Rock mit einigen Ausflügen hin zum Progressive Rock enthält. Die einzelnen Stücke sind dabei tieftraurig gehalten und handeln von Tragödien, die diverse Menschen ereilten. Das klingt packend, einnehmend, dicht und mitreißend. Neben der Gitarre kommt eine besondere Rolle dem Piano zu, welches das beherrschende Instrument bei den Titeln „We Forgotten Who We Are“ und „Fantastic Justice“ ist. Dazu noch der Klang des Cellos der Charlotte Nicholls und fertig sind die tiefbewegenden Stücke, die vielschichtig aufgebaut sind, aus mehreren unterschiedlichen Passagen bestehen und dabei durchaus auch zu rocken verstehen. Großartig gemacht.

Der nächste Höhepunkt auf „I, Vigilante“ heißt „Bastogne Blues“ und ist ebenfalls eine sehr bewegende Nummer. Hier erzählt zunächst ein Kriegsveteran, der an der Ardennenschlacht in Bastogne während des zweiten Weltkriegs beteiligt war, wie er einen jungen deutschen Soldaten erschießen musste, da dieser ihn sonst selbst erschossen hätte. Dies tut ihm unendlich leid und verfolgt ihn seitdem. Dieser deutsche Soldat, halb noch ein Kind, sah mit seinen blonden Haaren und seinen blauen Augen fast wie ein Engel aus. Und dieser Engel besucht ihn seitdem im Schlaf und er muss weinen und wird ihn nicht mehr los. Dies alles erzählt dieser Veteran und man hört dabei die verzerrten Töne eines Funkgerätes auf der Suche nach der richtigen Frequenz. Dann setzt die Musik ein, erneut tieftraurig, berührend und packend. Man kann gar nicht anders, als sich all das vorzustellen und hört ergriffen zu. Auch diese Nummer ist sehr überzeugend gemacht und kommt ohne jegliches Pathos oder Kitsch aus.

Bliebt noch „Of A Lifetime“, ein Journey Cover, welches von Daisy Chapman gesungen wird. Das Lied ist eine Rock-Nummer, die nicht zum Rest der Platte passen will. Ganz nett zwar, aber man versteht sofort, warum dieses Lied zunächst lediglich ein Bonus Track war. „Burning Bridges“ ist schließlich ein Titel aus dem gleichnamigen Film mit Clint Eastwood und Telly Savalas. Dieser fügt sich noch weniger in das Gesamtbild der Platte ein, klingt poppig und fröhlich und stellt einen durchaus etwas seltsamen Abschluss des Albums dar.

Fazit: „I, Vigilante“ ist ein sehr überzeugendes Album geworden. Packende und bewegende Musik bekommt man auf der Scheibe zu hören, die trotz viel Tiefgang rockt. Alles auf „I, Vigilante“ ist abwechslungsreich, auch wenn das wie beim letzten kurzen Ausklang der Platte nicht immer gelungen ist. Dafür ist der Rest umso mitreißender. Wer anspruchsvolle Musik mag, welche man so leider nie im Radio hört, die einen leichten Einschlag hin zum Progressive Rock besitzt und dabei immer ins Ohr geht, der oder dem sei „I, Vigilante“ von Cripppled Black Phoenix sehr ans Herz gelegt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: We Forgotten Who We Are, Fantastic Justice, Bastogne Blues



Samstag, 30. Juni 2018

Kaipa – In The Wake Of Evolution




Kaipa – In The Wake Of Evolution


Besetzung:

Patrik Lundström – vocals
Aleena Gibson – vocals
Per Nilsson – electric and acoustic guitars
Morgan Ågren – drums
Hans Lundin – electric and acoustic keyboards, vocals
Jonas Reingold – electric basses


Gastmusiker:

Fredrik Lindqvist – recorders (tracks 2,3, 4, 5, & 8)
Elin Rubinsztein – violin (tracks 1, 4, 5, & 7)


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. In The Wake Of Evolution (10:57)
2. In The Heart Of Her Own Magic Field (5:12)
3. Electric Power Water Notes (17:50)
4. Folkia´s First Decision (2:32)
5. The Words Are Like Leaves (5:36)
6. Arcs Of Sound (8:21)
7. Smoke From A Secret Source (9:23)
8. The Seven Oceans Of Our Mind (10:08)

Gesamtspieldauer: 1:10:03



„In The Wake Of Evolution“ heißt das zehnte Studio-Album der schwedischen Progressive Rock Band Kaipa. Am 16. März des Jahres 2010 wurde das Album auf dem Plattenlabel InsiceOut Music veröffentlicht. Obwohl Roine Stolt Kaipa bereits vor dem letzten Album wieder verlassen hatte, klingen Kaipa auf „In The Wake Of Evolution“ immer noch wie eine zweite Band mit dem Namen Flower Kings. Viel hat sich trotz des Verlustes einer der Song-Schreiber also nicht mehr geändert an der Musik der Schweden.

Wieder gibt es eher frickeligen bis etwas konstruiert klingenden Progressive Rock zu hören, der so eindeutig aus Schweden zu stammen scheint. Sehr melodiös ist das nicht unbedingt, die einzelnen Lieder gehen auch nicht unverzüglich gut ins Ohr. Mitunter läuft die Scheibe so durch und klingt leider auch an manchen Stellen etwas langweilig. Dann gibt es allerdings auch wieder sehr viel mitreißendere Passagen, in denen die Musiker nur so von Spielfreude beseelt zu sein scheinen. Zugutehalten muss man der Platte auch, dass sie im Laufe der Zeit wächst, wenn man ihr denn die Zeit zum Reifen einräumt. Bis auf den Gesang, der eindeutig ein Manko in der Musik von Kaipa ist. Egal ob hier Patrik Lundström oder Aleena Gibson singen. Es klingt in beiden Fällen wenig überzeugend, manchmal sogar geradezu komisch.

Drei Höhepunkte enthält das Album mit den Titeln „Electric Power Water Notes“, „Arcs Of Sound“ und „The Seven Oceans Of Our Mind“. Ersteres Stück ist eine sehr abwechslungsreiche Progressive Rock Nummer, die in vielen Facetten aufleuchtet. Hier klingen Kaipa spannend und überaus gelungen. Das Lied „Arcs Of Sound“ beginnt einigermaßen hektisch und wird dann zu einem melodiösen und eingängigen Titel, welcher einen ausnahmsweise bereits beim ersten Mal des Hörens aufhorchen lässt. Dieses Lied hallt auch nach und klingt nach spannendem Progressive Rock. Die kleine Einschränkung bei dieser Nummer ist leider der Refrain, der wie ein x-beliebiges Rock Lied klingt und gegen den Rest des Stücks deutlich abfällt. „The Seven Oceans Of Our Mind“ beginnt schließlich wie ein Folk-Song, ehe dieser auch in die eher progressive Richtung einbiegt. Ein sehr abwechslungsreiches Lied, welches sich steigert, aus verschiedenen Abschnitten aufgebaut ist und zudem über schöne und melodiöse Melodien verfügt, die sich festsetzen.

Fazit: „In The Wake Of Evolution“ klingt ganz klar nach schwedischem Progressive Rock und dabei ist automatisch die Nähe zur Band Flower Kings gegeben. Nicht alles überzeugt auf dem Album bis ins letzte Detail, einige Stücke muss man auch öfters hören, sich vielleicht sogar Schönhören. Doch hat das Album definitiv auch Höhepunkte, die Spaß machen und hängenbleiben. Ganz sicher keine schlechte Platte, die neben dem Progressive Rock auch so manche Folk-Anleihe enthält. Neun Punkte.

Anspieltipps: Electric Power Water Notes, Arcs Of Sound, The Seven Oceans Of Our Mind



Samstag, 9. Juni 2018

Motorpsycho – Heavy Metal Fruit




Motorpsycho – Heavy Metal Fruit


Besetzung:

Bent Sæther – vocals, bass, guitars, keyboards
Hans Magnus Ryan – vocals, guitars, keyboards
Kenneth Kapstad – drums


Gastmusiker:

Mathias Eick – trumpet on track 2
Hanne Hukkelberg – vocals on tracks 2/4/5/6
Kåre Vestrheim – keyboards


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Psychedelic Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Starhammer (feat. The Electric Psalmon) (12:57)
2. X-3 (Knuckleheads In Space) / The Getaway Special (9:03)
3. The Bomb-Proof Roll And Beyond (for Arnie Hassle) (6:01)
4. Close Your Eyes (3:39)
5. W.B.A.T. (9:43)
6. Gullible's Travails (Pt. I - IV) (20:42)

I. Eye All-Seeing
II. The Elementhaler
III. Circle
IV. Phoot's Flower (A Burly Return)

Gesamtspieldauer: 1:02:08




„Heavy Metal Fruit“ heißt das vierzehnte Studioalbum der norwegischen Band Motorpsycho. Es erschein auf den Plattenlabels Stickman Records sowie Rune Grammofon am 18. Januar 2010 in Form einer Doppel-LP oder einer CD und war das dritte Studioalbum der Band, welches innerhalb eines Zeitraumes von weniger als zwei Jahren veröffentlicht wurde. Kaum zu glauben, wie viel Kreativität in den Musikern von Motorpsycho steckt.

Der Titel der Platte, „Heavy Metal Fruit“, täuscht dabei ein wenig, denn es ist nicht alles Heavy Metal, was man auf dem Album zu hören bekommt. Die hier zu hörenden musikalischen Genres sind da schon sehr viel breiter gestreut und bewegen sich in den Bereichen Psychedelic Rock, Progressive Rock, Folk, Alternative Rock, Fusion und Stoner Rock. Jede Menge Stoff also, den man hier serviert bekommt und der trotz dieses Stilmixes perfekt zusammenpasst. „Heavy Metal Fruit“ ist eine spannende Reise durch die Weiten des Rocks, die einen häufig mitreißt und in den Bann zieht. Auf „Heavy Metal Fruit“ ist alles andere als Mainstream zu hören. Die Atmosphäre ist zumeist eher dunkel gehalten und dieses Mal gibt es mit dem Titel „Close Your Eyes“ für Motorpsycho-Verhältnisse sogar eine sehr ruhige und nachdenkliche Nummer mitgeliefert, die in Moll getaucht sehr viel Melancholie verströmt.

Höhepunkt des Albums ist das etwa zwanzigminütige letzte Lied „Gullible's Travails“. Das Stück ist aus vier Teilen aufgebaut und hier bekommt man das Ganze Können der Norweger präsentiert. Ihr Talent, abwechslungsreiche und packende Lieder zu schreiben. Alle vier Teile dieses musikalischen Kleinods gehen dabei ins Ohr gehen. Mal gibt es auf „Gullible's Travails“ knackigen Rock zu hören, der die Überschrift des Albums, „Heavy Metal Fruit“, nochmals unterstreicht. Treibend prescht der Titel dann nach vorne, um schließlich doch wieder in einem ruhigeren und deutlich sanfteren Part zu münden, der von der akustischen Gitarre dominiert wird und die Emotionen in die andere Richtung verschiebt. Die gerade bereits erwähnte musikalische Reise findet hier ihre Vollendung.

Fazit: Auch das vierzehnte Studioalbum der norwegischen Band Motorpsycho mit dem Titel „Heavy Metal Fruit“ ist ein sehr überzeugendes geworden. Fern des Mainstreams schaffen es die drei Norweger spielerisch leicht, unterschiedliche musikalische Genres miteinander kommunizieren zu lassen und sich sogar zu vereinigen. Das sorgt an jeder Stelle der etwa einstündigen Spieldauer für wunderbare Unterhaltung. Dies in Form von Musik, in die man vollständig eintauchen kann. Sehr gelungen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Close Your Eyes, Gullible's Travails (Pt. I - IV)



Montag, 4. Juni 2018

Gazpacho – Missa Atropos




Gazpacho – Missa Atropos


Besetzung:

Jan Henrik Ohme – vocals
Thomas Andersen – keyboards
Jon-Arne Vilbo – guitars
Mikael Krømer – violins & mandolin
Kristian Olav Torp – bass
Lars Erik Asp – drums


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Mass For Atropos I (1:43)
2. Defense Mechanism (6:29)
3. I Was Never Here (3:12)
4. Snail (3:39)
5. River (6:07)
6. Mass For Atropos II - You're Going To Die Up Here (2:06)
7. Missa Atropos (8:25)
8. She’s Awake (3:42)
9. Vera (7:26)
10. Will To Live (3:07)
11. Mass For Atropos III (1:39)
12. Splendid Isolation (8:33)
13. An Audience (2:52)

Gesamtspieldauer: 59:06




„Missa Atropos“ heißt das sechste Album der norwegischen Progressive Rock Band Gazpacho. Das Album erschien am 26. November im Jahr 2010 auf dem Plattenlabel Happy Thoughts und KScope. Auf „Missa Atropos“ hört man überaus eingängigen und melodischen Progressive Rock, der in Harmonien schwelgt und an vielen Stellen mitzureißen versteht. Inhaltlich wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der sich in einen Leuchtturm zurückzieht, um die Ankunft von Atropos zu erwarten. Atropos ist eine von drei Schwestern aus der griechischen Mythologie, neben Clotho und Lachesis, die den Faden des Lebens, also die Lebenszeit eines Menschen mittels eines Stabes nachmessen. Ist die Fadenlänge erreicht, schneidet Atropos diesen durch und der Mensch stirbt.

Hatte die Musik von Gazpacho früher mal an Radiohead, A-ha, Porcupine Tree und Marillion erinnert, so ist nun hauptsächlich noch Marillion der Steve Hogarth Phase übriggeblieben. Allerdings gefällt mir der Ansatz von Gazpacho etwas besser, als jener der späteren Marillion. Die Musik schwelgt quasi in Harmonien und schönen Melodien, die unverzüglich ins Ohr gehen. Jan Henrik Ohmes Stimme gleicht nun auch noch etwas mehr dem Gesang von Steve Hogarth, besitzt allerdings noch eine größere Spannbreite. Massenkompatibel ist das auf „Missa Atropos“ zu Hörende kaum, wer allerdings Musik in der Richtung des eingängigen Art Rock liebt, die oder der kommt mit dieser Platte voll auf ihre beziehungsweise seine Kosten. Über allem schwebt einmal mehr diese latent vorhandene Traurigkeit in der Musik der Norweger, die bei dem Inhalt des Albums dieses Mal auch nicht weiter überraschen dürfte.

Auf „Missa Atropos“ gibt es einige Höhepunkte – und dazu glücklicherweise keine Ausfälle. Alles klingt und wirkt auf diesem Album. Besonders angetan haben es mir dabei die Titel „Defense Mechanism“, „River“, „Vera“, „Splendid Isolation“ und „An Audience“. Dichte und intensive Musik die, besitzt man dieses „Progressive Rock Gen“, einen oftmals packt und nicht mehr loslässt. Alle Titel beinhalten eine große Varianz in sich, sind abwechslungsreich und atmosphärisch vollgepackt. Fand ich die Scheibe beim ersten Hören „ganz gut“, so hat sie sich mit jedem weiteren Durchlauf weiter gesteigert, auch wenn sie diesen einen „Übertitel“ nicht beinhaltet. Jedoch ist diese Musik ganz eindeutig als jene von Gazpacho auszumachen, alleine das ist schon ein Gütesiegel.

Fazit: Schwelgerischen, harmonischen, melodiösen und eingängigen Progressive Rock bekommt man auf „Missa Atropos“ von der norwegischen Band Gazpacho serviert. Das Album ist überaus abwechslungsreich, obwohl die Musiker von Gazpacho ihren Liedern durchaus einen unverwechselbaren Stempel aufdrücken. Wer gerne in intensive und atmosphärische Lieder eintaucht, die oder der kann das auf diesem Album bestens erleben. Das klingt schon sehr hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Defense Mechanism, River, Vera, Splendid Isolation, An Audience



Dienstag, 29. Mai 2018

Detroit Social Club – Existence




Detroit Social Club – Existence


Besetzung:

David Burn – voice, guitar
John Duggan – drums
Pete Moffat – guitar
Richard Smedley – keyboards
David Brennan – bass


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Independent Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Kiss The Sun (4:54)
2. Northern Man (4:02)
3. Black & White (4:27)
4. Chemistry (3:59)
5. Sunshine People (5:01)
6. Rivers & Rainbows (4:18)
7. Silver (3:46)
8. Prophecy (3:39)
9. Universe (4:54)
10. Lights Of Life (11:15)

Gesamtspieldauer: 50:21



Der Detroit Social Club ist eine englische Alternative Rock Band aus Tyneside, die im Jahr 2010 auf dem Plattenlabel Fiction Records ihr Debut Album veröffentlichte, welchem sie den Namen „Existence“ gab. Über die Band selbst erfährt man weder im beiliegenden, sehr spartanischen Booklet allzu viel, noch wird man im Internet großartig fündig. Was sich allerdings festhalten lässt ist, dass alle Lieder für das Album ein gewisser David Burn schrieb, der gleichzeitig auch Gitarrist und Sänger des Detroit Social Clubs ist.

Die Musik der Band ist Alternative Rock, der sehr an jenen von Kasabian und auch an den von The Verve erinnert. Dabei sind die einzelnen Lieder allesamt sehr eingängige Nummern, die nicht zu soft aus den Boxen strömen, allerdings auch weit davon entfernt sind mit „hart“ umschrieben werden zu können. Es ist das Mid-Tempo, dem sich der Detroit Social Club auf „Existence“ verschrieben hat. Dieser geht auch durchaus gut ins Ohr, ohne dabei Ohrwürmer zu generieren. Ein weiteres häufiges Merkmal in der Musik der Band ist der Einsatz von Streichern, die das Hörerlebnis meist noch ein wenig eingängiger gestalten.

Höhepunkte der Platte sind die Titel „Chemistry“ und „Sunshine People“, welche beide ganz nett bereits beim ersten Mal des Hörens hängenbleiben und von der Stimmung her sehr gut die Atmosphäre auf dem Album widerspiegeln. Das klingt alles nach eingängigem, äußerst unaufgeregtem Alternative Rock, der mit Sicherheit viele Hörerinnen und Hörer anspricht. Ausfälle gibt es auf der Platte auch keine zu beklagen, sodass dem entspannten Hörerlebnis nichts mehr im Wege steht. Der letzte Titel „Lights Of Life“ ist dabei übrigens keine elf Minuten lang, sondern enthält einen Hidden Track. Eine Unart, die man nach den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts so eigentlich nicht mehr erwartet hätte.

Fazit: Ein überzeugendes Alternative Rock Album ist die Debut-Scheibe des Detroit Social Clubs mit dem Namen „Existence“ geworden. Die Musik geht ins Ohr und weist an keiner Stelle Schwächen auf. Die Lieder lehnen sich dabei an Bands wie Kasabian oder The Verve an, an die die auch Musik stark erinnert. Freundinnen und Freunden jener Bands wird auch die Musik des Detroit Social Clubs sicherlich zusagen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Chemistry, Sunshine People



Freitag, 2. März 2018

Tocotronic – Schall & Wahn




Tocotronic – Schall & Wahn


Besetzung:

Dirk von Lowtzow – Gesang, Gitarre, Chor
Rick McPhail – Gitarre, Keyboards, Chor
Jan Müller – Bass Gitarre, Chor
Arne Zank – Schlagzeug, Chor


Gastmusiker:

Roland Satterwhite – Violine
Daniella Strasfogel – Violine
Ekkehard Windrich – Violine
Boram Lie – Violoncello
Jakobus Siebels – Blechblasinstrumente
Julia Wilton – zusätzliche Gesänge
Michaela Meise – zusätzliche Gesänge


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Eure Liebe Tötet Mich (8:04)
2. Ein Leiser Hauch Von Terror (3:30)
3. Die Folter Endet Nie (3:52)
4. Das Blut An Meinen Händen (4:38)
5. Macht Es Nicht Selbst (4:09)
6. Bitte Oszillieren Sie (2:30)
7. Schall Und Wahn (5:54)
8. Im Zweifel Für Den Zweifel (4:26)
9. Keine Meisterwerke Mehr (3:25)
10. Stürmt Das Schloss (2:48)
11. Gesang Des Tyrannen (4:11)
12. Gift (8:29)

Gesamtspieldauer: 56:03



„Schall & Wahn“ nannte die deutschen Indie-Rock-Band Tocotronic ihr neuntes Studio-Album. Dieses wurde am 22. Januar 2010 auf dem Plattenlabel Vertigo Records veröffentlicht und war die erste Platte von Tocotronic, die es bis auf Platz 1 der deutschen Album-Charts schaffte. Die Lieder „Macht Es Nicht Selbst“, „Im Zweifel Für Den Zweifel“ und „Die Folter Endet Nie“ wurden in dieser Reihenfolge als Singles ausgekoppelt.

Im Grunde genommen gibt es nichts Neues zu hören von Tocotronic, eher gut Bewährtes. Im Falle von Tocotronic und „Schall & Wahn“ bedeutet dies durchaus etwas Positives, denn die Musik der Band weiß einmal mehr durch Abwechslung wie Eingängigkeit in sich zu überzeugen. Die Grundstimmung auf dem Album ist eine eher dunkle, doch dies ist auch nicht wirklich überraschend bei einem Tocotronic Album. Man hört auf „Schall & Wahn“ Independent Rock, der in dieser Art und Weise sehr viel eher von britischen Bands zu hören ist. Stellvertretend sei an dieser Stelle das Lied „Eure Liebe Tötet Mich“ erwähnt. Eine Nummer, die textlich wie musikalisch bereits im Bereich des Psychedelic Rock angesiedelt ist, ein klein wenig verwunschen klingt und sich zwischenzeitlich zum härteren Rock bis hin zum Punk steigert. Klasse und überzeugend gemacht und genau so klingt es dann auch.

Weitere Höhepunkte auf „Schall & Wahn“ sind das sehr sanfte und überaus nachdenkliche „Im Zweifel Für Den Zweifel“. Diese Nummer klingt durch den Einsatz zahlreicher Streicher noch ein wenig intensiver, ist sehr melodiös, geht sofort ins Ohr und gehört mit zu den ruhigeren Stücken der Platte. Auch das längste und letzte Lied der Platte, „Gift“, darf man mit zu den Höhepunkten des Albums zählen. Welche deutschsprachige Band nimmt sich überhaupt die Freiheit heraus, Lieder dieser Länge auf ein Album zu pressen? Tocotronic machen das nach dem Opener „Eure Liebe Tötet Mich“ mit „Gift“ gleich nochmals und gewinnen dadurch. Die Musiker geben einem Lied Zeit, sich entwickeln zu können. Die radiotaugliche Spieldauer scheint da keine Rolle zu spielen. Es geht um das Gefühl, die Atmosphäre, die auf diese Weise über einen gewissen Zeitraum entwickelt werden kann und auch eben diese Zeit dazu benötigt, um wirklich wirken zu können. Das ist nicht sehr kommerziell gedacht, denn Lieder dieser Länge werden allerhöchstens auf Sparten-Sendern ausgestrahlt, bereichert das Album jedoch ungemein. Und es soll tatsächlich auch Menschen geben, die Musik gerade wegen dieser außergewöhnlichen Lieder kaufen, welche weitab vom Mainstream angelegt sind.

Fazit: Die Alben, die ich bisher von Tocotronic kenne, das sind „Kapitulation“ und „Die Unendlichkeit“, überzeugen aufgrund ihrer musikalischen Mannigfaltigkeit und ihrer, für deutsche Musik außergewöhnlichen Ideen. Dazu hört man bei Tocotronic Texte, die sich sehr wohltuend vom platten Liebes-Allerlei-Gesäusel unterscheiden. All diese Zutaten hört man auch auf „Schall & Wahn“. Eine gute Platte, im Stile des Independent Rock, die sowohl die Ränder des Pops wie des Psychedelic Rocks streift. Da lohnt das Hinhören. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Eure Liebe Tötet Mich, Im Zweifel Für Den Zweifel, Gift



Donnerstag, 1. März 2018

Peter Maffay – Tattoos




Peter Maffay – Tattoos


Besetzung:

Peter Maffay – Vocals, Gitarre
Bertram Engel – Drums, Backing Vocals
Ken Taylor – Bass
Peter Keller – Gitarre, Piano, Keyboards, Backing Vocals
Pascal Kravetz – Piano, Orgel, Backing Vocals
Carl Carlton – Gitarre
Jean-Jaques Kravetz – Piano, Orgel


Gastmusiker:

Wroclaw Score Orchestra – Orchestration
Voices Of Joy – Chor
Rupert Kepplinger – Gitarren auf „Wir verschwinden“
Eva Leticia Padilla – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
Test Milan – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
David-Michael Johnson – Backing Vocals auf „So bist Du“
Rune Høck Møller – Backing Vocals auf „So bist Du“
Philip Kazka – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Benny Brown – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Jan-Peter Klöpfel – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Sebastian John – Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Uwe Granitza – Posaune / Bass Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Matthias Clasen – Saxophon auf „7 Brücken“
Peter Hinterthür – Vibraphon auf „Eiszeit“ und „Und es war Sommer“ und Flügelhorn auf „Tiefer“
Katrin Schröder – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Achim Köllner – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Jens Plücker – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Marcel Sobol – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Dave Claessen – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Bernd Künkele – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Pop


Trackliste:

1. Tattoo (1:16)
2. Schatten in die Haut tätowiert (2:38)
3. Sonne in der Nacht (4:12)
4. Und es war Sommer (5:07)
5. Über sieben Brücken mußt du gehn (4:57)
6. Eiszeit (6:01)
7. Freiheit, die ich meine (4:44)
8. Glaub an mich (4:15)
9. Josie (4:11)
10. Du (5:16)
11. So bist du (5:22)
12. Weil es dich gibt (4:27)
13. Ewig (3:58)
14. Wir verschwinden (4:26)
15. Nessaja (4:48)

Gesamtspieldauer: 1:05:46




„Tattoos“ von Peter Maffay ist eine Art „Best Of…“-Album des Peter Maffay, bei dem er im Jahr 2010 seine alten „Hits“ mit einem Orchester neu einspielte. Es ist gleichzeitig sein 34. Studioalbum und wurde am 29. Januar 2010 auf dem Plattenlabel Ariola veröffentlicht.

Ich gebe es zu, ich bin kein Peter Maffay Fan, kann mir aber den ein oder anderen Titel durchaus anhören. Was man allerdings hier auf „Tattoo“ geboten bekommt, ist ziemlich starker Tobak. Die Texte des Peter Maffay waren schon immer peinlich, nun wird allerdings auch noch die Musik selbst überzuckert, indem hier Bläser und Streicher alles noch ein wenig mehr verwaschen und vollends in den Kitsch abgleiten lassen. Grausam. Angeblich bezeichnete Peter Maffay das Album sogar als „Geschenk an seine Fans“, mehr Überheblichkeit geht wohl kaum. Wenn es ein „Geschenk“ an seine Fans gewesen wäre, hätte er die Scheibe kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Hat er jedoch nicht, stattdessen befindet sich in der CD-Hülle noch ein Flyer mit dem Hinweis auf den Fan-Shop, in dem man sich mit Peter-Maffay-Devotionalien eindecken kann. Soviel also zum „Geschenk“, mehr Kommerz geht kaum auf einem Album.

Die Musik selbst disqualifiziert sich durch diese Instrumentierung, bei der auch manchmal noch Chöre einsetzen und alles noch etwas fieser klingen lassen. Da quillt der Schleim. Allerdings, das sei an dieser Stelle unbedingt auch erwähnt, die Platte war die zweiterfolgreichste des Jahres 2010 in Deutschland. Die Fans sahen das also anders, denen gefiel diese Musik zum größten Teil. Es ist schön, dass Geschmäcker so verschieden sind. Für mich klingt „Tattoos“ allerdings unfassbar kommerziell, weichgespült, manchmal nach Deutschem Schlager wie bei „Du“ und oftmals peinlich.

Fazit: Eine Platte für Fans des Peter Maffay. Wenn man vorher schon mit dieser Art der Musik seine Probleme hatte, vergeht es einem mit diesen Interpretationen vollends und endgültig. Pop-Musik, die manchmal wohl nach Rock klingen soll, dabei jedoch in den Schlager abdriftet. Lieder, angefüllt mit Streichern, Bläsern, Chören und sonstigem Hintergrundgesäusel. Sehr schlechte Texte und ganz viel Belanglosigkeit. Die Geschmäcker sind verschieden. Das ist einerseits schön, lässt einen dann aber doch manchmal auch wieder fassungslos zurück. Einen Punkt.

Anspieltipps: So bist Du



Freitag, 12. Januar 2018

Various Artists – Neo.Pop 08




Various Artists – Neo.Pop 08


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Una Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Techno


Trackliste:

CD1:

1. Data MC vs. Nhan & Taan – To Young To Die (Lexy Remix For Rutte) (7:45)
2. Caribou – Odessa (5:15)
3. Moderat – Rusty Nails (4:31)
4. Niconé & Sascha Braemer – Thank You (5:37)
5. Chapeau Claque – Pale Blue (Enlivencosmo Remix) (5:02)
6. Hundreds – Song For A Sailor (3:05)
7. Jakob Seidensticker – I Feel Loved (Einmusik Remix) (7:42)
8. Kasper Bjørke – Efficient Machine (5:05)
9. Oliver Koletzki – Hypnotized (Featuring Fran) (5:40)
10. Northern Lite – In Japan (5:59)
11. Fever Ray – Triangle Walks (Tiga's 1-2-3-4 Remix) (5:18)
12. Frittenbude – Bilder Mit Katze (4:55)
13. Peaches – Loose You (3:32)
14. Transmitter – Nevermess (Northern Lite Remix) 3:38)


CD2:

1. Onze – Goodbye Lino (5:20)
2. Steffi – Kill Me (Featuring Elif Biçer / Original Mix) (4:19)
3. Thomas / Mayer – Total 9 (6:05)
4. Fritz Kalkbrenner – Was Right Been Wrong (Original Mix) (5:35)
5. Gui Boratto – Take My Breath Away (6:13)
6. End Of Tape – Orgelastisch (7:52)
7. Marek Hemmann – Left (Featuring Fabian Reichelt) (7:19)
8. Code 718 – Equinox (Henrik Schwarz Remix) (5:35)
9. Møenster – Babe (Pre #3) (7:12)
10. Audision – Phase Flow (Ada & Thomas Remix) (4:48)
11. Marlose – Avantgardistisch (4:58)
12. Northern Lite – Wicked Mess (4:26)
13. Bomb The Bass – Happy To Be Cold (Featuring Richard Davis) (4:49)
14. Paul Kalkbrenner – Azure (5:07)

Gesamtspieldauer CD1 (1:13:09) und CD2 (1:19:43): 2:32:52




Die beiden Techno DJs Boon und Gunjah haben mit dem Doppelalbum „Neo.Pop 08“ zwei tanzbare Techno-Scheiben veröffentlicht, auf denen es allzu häufig nach Bum-Bum-Bum-Bum-Bum-Bum-Bum-Bum klingt. Die erste der beiden CDs wurden von den beiden DJs zusammengesellt, die zweite CD haben sie dann zusätzlich eigenhändig abgemischt. Erschienen ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit schließlich im Jahr 2010 auf dem Label Una Records.

28 Pop-Lieder wurden hier zu Technostampfern umfunktioniert, die allesamt das Potential besitzen, entsprechende Tanzflächen ausgesuchter Einrichtungen zu füllen. Einige der Lieder gehen dabei auch recht gut ins Ohr, klingen melodiös und eingängig und bleiben auch hängen. Selbst wenn man kein ausgewiesener Techno-Freund ist, so kommt man beim Hören gar nicht umhin, mit den Füßen etwas mit zu wippen.

Der Beat steht absolut im Vordergrund und Freundinnen und Freunde „handgemachter“ Musik werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn natürlich klingt auf „Neo.Pop 08“ fast alles unglaublich künstlich und synthetisch. Jedoch weisen die Lieder in ihren oft sehr monotonen Beats fast schon einen hypnotischen Charakter auf, der einen auch ohne anderweitige Unterstützung in völlig fremde und surreale Welten transportiert, wenn man sich denn auf diese Musik einlassen kann. Auf der zweiten CD gehen die einzelnen Stücke dann allerdings ineinander über, sind dabei immer schwerer zu unterscheiden. Ist das noch der vorherige oder schon der nächste Titel? Diese Frage lässt sich dann nicht mehr immer einwandfrei beantworten und bringt eine gewisse Überfrachtung der Monotonie mit sich, die zu einem bestimmten, nicht näher definierbaren Zeitpunkt in Langeweile mündet.

Fazit: Die Mischung, die die beiden DJs Boon und Gunjah auf „Neo.Pop 08“ gefunden haben passt schon ziemlich gut. Pop trifft auf Techno, wird vereint und wirkt dabei wahrlich überzeugend. Zwar ist das keine Musik, die man allzu oft alleine Zuhause anhören kann, dazu ist sie sicherlich auch nicht gemacht worden. Aber zum Abtanzen ist das Ergebnis schon sehr gut geeignet, denn es geht ins Ohr und in die Füße. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Thank You, Song For A Sailor, In Japan, Left, Avantgardistisch