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Sonntag, 18. Juni 2017

R.E.M. – Parallel (DVD)




R.E.M. – Parallel (DVD)


Besetzung:

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Drive
2. Man On The Moon
3. The Sidewinder Sleeps Tonite
4. Everybody Hurts
5. Nightswimming
6. Find The River
7. What's The Frequency, Kenneth?
8. Bang And Blame
9. Star 69
10. Strange Currencies
11. Crush With Eyeliner
12. Credits (Star Me Kitten (live))

Gesamtspieldauer: ~ 70:00




„Parallel“ ist eine Zusammenstellung von Videos der US-amerikanschen Band R.E.M., die im Zusammenhang mit ihren Alben „Automatic For The People“ und „Monster“ stehen, welche in den Jahren 1992 und 1994 veröffentlicht worden waren. „Parallel“ selbst erschien im Mai 1995 als VHS Video-Kassette und wurde schließlich im August 2000 als DVD wiederveröffentlicht. Beide Ausgaben erschienen dabei auf Warner Brothers.

Um die siebzig Minuten läuft die DVD Version der Veröffentlichung, die keinerlei Unterschiede zur VHS-Video-Version aufweist. Zu sehen gibt es auf „Parallel“ die Videos zu den Single-Veröffentlichungen der Alben „Automatic For The People“ und „Monster“. Die Vorgehensweise war dabei dieselbe, wie auf der bereits vier Jahre zuvor erfolgten Videoveröffentlichung „This Film Is On“. Wieder wurden die einzelnen Videos durch kleine Filmchen voneinander abgegrenzt, die zwischen zehn Sekunden und zwei Minuten lang sind und nichts mit der Band an sich zu tun haben, dieses Mal allerdings größtenteils in Farbe gefilmt wurden.

Gegen Ende des Films gibt es dann noch eine Art A-Z Zusammenstellung von R.E.M., in der die Band bei Konzertvorbereitungen zu sehen ist. Dazu werden die Buchstaben von A bis Z eingeblendet und schließlich geht das Ganze in den Abspann über, in dem die Band das Lied „Star Me Kitten“ live spielt.

Fazit: Auch diese R.E.M. Video-DVD ist vor allen Dingen für die Freunde und Fans von R.E.M. gedacht, die die Videos zu den Alben „Automatic For The People“ und „Monster“ ebenfalls immer wieder mal ansehen möchten. Somit stellt auch diese Zusammenstellung eine Erweiterung der Alben dar, die dem Fan sicherlich die Anschaffung wert ist. Ob diese oder dieser dabei auch die avantgardistischen kleinen Filme zwischen den Videos genießen kann beziehungsweise zu schätzen weiß, liegt wohl in der künstlerischen Offenheit des Betrachters. „Parallel“ ist etwas für R.E.M.-Fans. Acht Punkte.




Mittwoch, 31. Mai 2017

R.E.M. – This Film Is On (DVD)




R.E.M. – This Film Is On (DVD)


Besetzung:

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Intro
2. Losing My Religion
3. Shiny Happy People
4. Near Wild Heaven
5. Radio Song
6. Love Is All Around
7. Losing My Religion (acoustic)
8. Low
9. Belong
10. Half A World Away
11. Country Feedback
12. Credits

Gesamtspieldauer: ~ 50:00




„This Film Is On“ ist eine Zusammenstellung von Videos der US-amerikanschen Band R.E.M, die alle in Zusammenhang mit ihrem Album „Out Of Time“ stehen, welches im selben Jahr erschienen war. Im Jahr 1991 erschien die Video-Fassung dieser Veröffentlichung auf VHS, im August des Jahres 2000 gab es dann eine Wiederveröffentlichung auf DVD. Der Titel der DVD, „This Film Is On“, ist dem Lied „Country Feedback“ entnommen.

Auf dem Film enthalten sind alle vier Videos der Single-Auskopplungen des Albums „Out Of Time“. Dies waren die Videos zu den Liedern „Losing My Religion“, „Shiny Happy People“, „Near Wild Heaven“ sowie „Radio Song“. Dazu gibt es Videos zu den Liedern „Low“, „Belong“, „Half A World Away“ und „Country Feedback“. Des Weiteren ist eine Live-Akustik-Version des Stücks „Losing My Religion“ enthalten, die in der The Late Show eingespielt wurde. Ebenso eine Live-Akustik-Version des Liedes „Love Is All Around“ von MTV Unplugged. Im Abspann gibt es schließlich noch das Instrumentalstück „Endgame“ zu hören. Somit sind lediglich die beiden „Out Of Time“-Stücke „Texarkana“ und „Me In Honey“ nicht auf diesem Video-Album enthalten. Zwischen den einzelnen Stücken werden immer kurze schwarzweiß Videos eingeblendet, die weder mit der Band, noch mit der Musik von R.E.M. etwas zu tun haben und zum Beispiel verfallenen Gebäude zeigen.

Fazit: Für Freunde von R.E.M. und auch für Fans des Albums „Out Of Time“ eine schöne Erweiterung, die durchaus unterhaltsam ist und das Album noch ein wenig weiter abrundet. Allerdings sicherlich nichts, was man sich öfters ansieht. Ab und an dann vielleicht dann aber doch, denn die Videos haben ihren Reiz. Für R.E.M.-Fans. Neun Punkte.



Donnerstag, 5. Januar 2017

R.E.M. – Tourfilm (DVD)




R.E.M. – Tourfilm (DVD)


Besetzung:

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe


Gastmusiker:

Peter Holsapple


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Intro (0:28)
2. Stand (3:11)
3. The One I Love (4:50)
4. These Days (3:40)
5. Turn You Inside-Out (4:15)
6. World Leader Pretend (5:24)
7. Feeling Gravitys Pull (6:34)
8. I Believe (5:05)
9. I Remember California (5:50)
10. Get Up (3:00)
11. It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine) (4:51)
12. Pop Song 89 (5:10)
13. Fall On Me (3:19)
14. You Are The Everything (4:50)
15. Begin The Begin (3:47)
16. King Of Birds (7:06)
17. Finest Worksong (4:06)
18. Perfect Circle (3:59)
19. Credits (4:22)

Gesamtspieldauer: 1:23:59




„Tourfilm“ ist die Dokumentation des letztens Konzerts der Band R.E.M. welches sie im Rahmen ihrer Welttournee zum Album „Green“ im Jahr 1989 gaben. Veröffentlicht wurde die DVD schließlich im Jahr 1990 auf Warner Music Vision. Produziert haben diesen Film Sänger Michael Stipe sowie Regisseur Jim McKay. Das ganze Konzert ist in schwarz-weiß aufgenommen worden, wohl um dem so entstandenen Film einen etwas künstlerischen Anstrich zu verleihen. Lediglich manche der Zwischenszenen sind dabei farbig gehalten, das Konzert selbst nicht.

Handkameras kommen zum Einsatz, es gibt Überblendungen, überraschende Schnitte und auch mal verwackelte Bilder, was den Film von einer reinen Konzertaufzeichnung unterscheidet. Da allerdings auf weitergehendes Material, wie Interviews oder weitere Szenen, außer denen auf der Bühne, verzichtet wurde, wird dem Film einen etwas dokumentarischer Anstrich bezüglich eines R.E.M.-Konzertes verliehen.

Für Fans sicher ein schönes Dokument über die Zeit, in der R.E.M. ihren großen internationalen Durchbruch hatten. Dieser fand mit den beiden Alben „Green“ und „Out Of Time“ statt, Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, als Michael Stipe auch noch Haare hatte. Die Musik genießt man sicherlich besser auf den Alben, da hier die Qualität doch höherwertiger ist, trotzdem lässt sich mit entsprechend großem Bildschirm und passender Anlage auch mit diesem Film gut in den Kosmos von R.E.M. einsteigen.

Fazit: Solche Filme sieht man sich natürlich nicht regelmäßig an und diese sind auch eher für den eingefleischten Fan gedacht. Man erhält hier allerdings einen schönen Einblick über ein durchaus mitreißendes Konzert einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bands der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Acht Punkte.



Donnerstag, 17. November 2016

R.E.M. – Eponymous




R.E.M. – Eponymous


Besetzung:

Keine Angaben


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: I.R.S. Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Radio Free Europe (3:48)
2. Gardening At Night (3:30)
3. Talk About The Passion (3:21)
4. So. Central Rain (3:15)
5. (Don't Go Back To) Rockville (4:32)
6. Cant Get There From Here (3:40)
7. Driver 8 (3:24)
8. Romance (3:26)
9. Fall On Me (2:51)
10. The One I Love (3:17)
11. Finest Worksong (3:51)
12. It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine) (4:05)

Gesamtspieldauer: 43:06




„Eponymous“ ist das erste Greatest Hits- und das zweite Kompilations-Album der US-amerikanischen Alternative Rock Band R.E.M.. Veröffentlicht wurde die Scheibe im Oktober 1988 auf dem Musiklabel I.R.S. Records. Die Platte hatte verkaufstechnisch gesehen mittleren Erfolg, belegte Platz 44 der U.S. Billboard 200 sowie Platz 69 der UK Albums Charts.

„Eponymous“ enthält zum Teil neue Abmischungen der Lieder, was auf einem „Best Of…“-Album nicht unbedingt immer von Vorteil ist. Dazu gibt es hier allerdings auch den Titel „Romance“ zu hören, ein Lied, welches bisher nur auf dem Soundtrack zum Film „Made in Heaven“ veröffentlicht worden war. Solch eine Beimischung reizt den Fan natürlich, dieses Album trotzdem zu kaufen, obwohl sie oder er schon alles von R.E.M. besitzt. Insgesamt bietet „Eponymous“ einen ganz guten Überblick über das Werk von R.E.M. in den Anfangsjahren ihrer Karriere.

Die Musik lässt sich dabei auch entspannt hören, ist dabei allerdings nur an sehr wenigen Stellen mit jener zu vergleichen, für die die Band auf späteren Alben stehen sollte. Das bedeutet, dass das Songwriting hier noch nicht diese wunderschönen Lieder zutage förderte, für die R.E.M. zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Karriere stehen sollten. Die einzelnen Titel sind noch nicht so eingängig, haben noch nicht das Besondere inne, was vielen späteren Liedern anhaften sollte. Das bekannteste Stück der Band bis dahin, „The One I Love“, bildet da durchaus eine Ausnahme. Zu seiner Entstehungszeit sehr oft von den Radiostationen gespielt, hat diese Nummer durchaus einige Eigenschaften, die es zu einem Ohrwurm werden lassen. Ein wenig in diese Richtung geht auch noch der letzte Titel des Albums, „It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine“. Auch mit diesem Lied nehmen R.E.M. etwas von ihrer Zukunft vorweg, in der sie noch eingängiger klingen sollten. Allerdings sind diese beiden Stücke selbst hier, auf diesem „Greatest Hits Album“, diesbezüglich die Ausnahme.

Fazit: Die Übersicht über das frühe Werk von R.E.M. erhält man durchaus mit „Eponymous“. So richtig packen kann mich diese Musik allerdings nur an einigen wenigen Stellen, ansonsten plätschert das Ganze etwas durch. Kein schlechter Alternative Rock, natürlich nicht, allerdings einer, der nicht gerade aufregend klingt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: The One I Love, It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)



Freitag, 28. Oktober 2016

R.E.M. – Green




R.E.M. – Green


Besetzung:

Bill Berry – drums, percussion, backing vocals, bass guitar
Peter Buck – guitar, mandolin, drums
Mike Mills – bass guitar, keyboards, accordion, backing vocals
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Bucky Baxter – pedal steel guitar on “World Leader Pretend“
Keith LeBlanc – percussion on “Turn You Inside-Out“
Jane Scarpantoni – cello on “World Leader Pretend“


Label: Warner Brothers


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Pop Song 89 (3:05)
2. Get Up (2:40)
3. You Are the Everything (3:46)
4. Stand (3:12)
5. World Leader Pretend (4:19)
6. The Wrong Child (3:36)
7. Orange Crush (3:51)
8. Turn You Inside-Out (4:17)
9. Hairshirt (3:55)
10. I Remember California (5:03)
11. Untitled (3:11)

Gesamtspieldauer: 41:01




„Green“ heißt das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Alternative Rock Band R.E.M.. Veröffentlicht wurde die Scheibe im November 1988 auf dem Musiklabel von Warner Brothers und stellt gleichzeitig das erste Album von R.E.M. dar, welches auf einem der Major-Label veröffentlicht wurde. Und das hört man der Musik von R.E.M. auch ein klein wenig an. Die Lieder sind etwas glatt geschliffener, etwas massentauglicher produziert und komponiert geworden, als dies noch zuvor der Fall war.

Das wiederum hat nicht allzu viel zu bedeuten, zumindest nichts unbedingt Negatives, denn für Freunde von R.E.M. hat die Scheibe sehr viel zu bieten, die zu 100% nach genau eben dieser Band klingt. Da ist zum einen der unverwechselbare Gesang des Michael Stipe, man hört hier zum ersten Mal Peter Buck an der Mandoline und schließlich steht da über allem der Gesamtsound, dieses Zusammenspiel aus Gitarre und Keyboards und Gesang, welches den musikalischen Auftritt von R.E.M. so unverwechselbar werden lässt. Allerdings werden sich Freunde der Band der ersten Alben deutlich schwerer tun mit dieser Scheibe. Alles auf „Green“ ist auf Radiotauglichkeit getrimmt. Das meiste davon geht auch gut ins Ohr, einiges davon allerdings nicht allzu lange. Die Musik insgesamt ist eine Mischung aus Alternative Rock mit ganz klarem Pop-Einschlag. Radiotauglich eben.

Die erfolgreichen Single-Hits der Scheibe heißen „Stand“ und „Orange Crush“. Doch das sind wahrlich nicht die überzeugendsten Titel der Platte. Diese wiederum heißen „The Wrong Child“ und „I Remember California“. Während „The Wrong Child“ mit tollem mehrstimmigen Gesang glänzen kann und dabei immer wieder auch ein klein wenig schräg klingt, so ist es bei „I Remember California“ der rockige Charakter, der das Lied zu einem Höhepunkt werden lässt. Dazu gesellt sich eine Melodie, die hängenbleibt und fertig ist das Highlight der ganzen Scheibe.

Fazit: „Green“ war der bis dahin größte Erfolg von R.E.M. und gleichzeitig das Album, welches die Band auf einem der größeren Musiklabel einspielte. Das hört man an jeder Stelle der Platte, die auf Eingängigkeit und Radiotauglichkeit hin produziert wurde. Das klingt nicht immer spannend, jedoch immer melodiös. Manches an Atmosphäre geht bei solch etwas glatt geschliffenen Titeln jedoch verloren. Trotzdem, R.E.M. haben mit „Green“ endgültig ihren Sound gefunden, womit noch tolle Platten später ausgestattet werden sollten. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Wrong Child, I Remember California



Sonntag, 19. Oktober 2014

R.E.M. – Collapse Into Now




R.E.M. – Collapse Into Now


Besetzung:

Peter Buck – guitar, bass guitar, mandolin
Mike Mills – bass guitar, guitar, backing vocals, keyboards
Michael Stipe – lead vocals


Gastmusiker:

Shamarr Allen – trumpet on „Discoverer", “It Happened Today" and “Oh My Heart"
Greg Hicks – trombone
Craig Klein – trombone
Mark Mullins – trombone and horn arrangements
Joel Gibb – vocals on „It Happened Today"
Lenny Kaye – guitar solo on „Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter", guitar solo on „Blue"
Jacknife Lee –keyboards, guitar
Leroy Jones – trumpet on „Discoverer", “It Happened Today" and „Oh My Heart"
Kirk M. Joseph, Sr. – sousaphone on „Discoverer", „It Happened Today" and „Oh My Heart"
Scott McCaughey – guitar, keyboards, backing vocals, accordion
Peaches – vocals on „Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter"
Bill Rieflin – drums, bouzouki, keyboards, guitar
Patti Smith – vocals on „Blue"
Eddie Vedder – vocals on „It Happened Today"


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Discoverer (3:31)
2. All The Best (2:48)
3. Überlin (4:15)
4. Oh My Heart (3:21)
5. It Happened Today (3:49)
6. Every Day Is Yours To Win (3:26)
7. Mine Smell Like Honey (3:13)
8. Walk It Back (3:24)
9. Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter (2:45)
10. That Someone Is You (1:44)
11. Me, Marlon Brando, Marlon Brando And I (3:03)
12. Blue (5:46)

Gesamtspieldauer: 41:05




Mit „Collapse Into Now”, ihrem 15. Studioalbum, haben sich R.E.M. von der Bühne der Musik verabschiedet – zumindest die Musiker in Form der Band R.E.M. Auf ihrer Homepage verkündeten die Amerikaner im September 2011, dass es das nun gewesen sei. Eine Auflösung ohne Streit.

Im März zuvor war noch „Collapse Into Now” erschienen. Ein sehr würdiger und auch sehr typischer Abschied, denn auf diesem 15. Album ist noch mal alles vertreten, was die Fans der Band so sehr an ihr schätzten: Sehr eingängiger Rock, mit einigen Pop-Anleihen. Musik, die schnell ins Ohr geht ohne dabei plump oder anbiedernd zu wirken. Alles ist melodiös gehalten, die Harmonie im Lied selbst steht immer im Mittelpunkt. Und so gibt es wieder jede Menge schöne Titel zu entdecken, die einen auch längerfristig begleiten können. Eingängige und auch sehr unaufgeregte Musik, die allerdings keinesfalls langweilig oder bieder wirkt.

Die Titel sind alle im langsameren, bis hin zum Mid-Tempo gehalten. Schnell und auch lauter wird es nur selten, womit vielleicht richtige Rocker ihre Schwierigkeiten haben könnten. Allerdings soll dies auch nicht bedeuten, dass hier irgendetwas weichgespült ist. R.E.M. muss einfach so klingen, das ist es was sie können und hier leider zum letzten Mal darbieten. Etwas flotter klingen jrdoch zumindest die Nummern „Mine Smell Like Honey“, „Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter” und das sehr kurze „That Someone Is You”, wobei man hier jetzt auch wirklich von Rock sprechen kann. Allerdings die Ausnahme auf dem Album.

Fazit: Ein schönes und ruhiges Album ist „Collapse Into Now” geworden. Ein Album, welches geradezu dazu einlädt, es sich auf dem Sofa bequem zu machen und Musik zu genießen. Man wird mit weichen Tönen berieselt und die Gedanken gehen auf Reisen. Muss irgendwie auch mal sein. Schade nur, dass es das nun von R.E.M. war. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Überlin, Every Day Is Yours To Win, Blue



Montag, 1. September 2014

R.E.M. – Accelerate




R.E.M. – Accelerate


Besetzung:

Peter Buck – guitar
Mike Mills – keyboards, bass guitar, backing vocals
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Scott McCaughey
Bill Rieflin


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Living Well Is The Best Revenge (3:12)
2. Man-Sized Wreath (2:33)
3. Supernatural Superserious (3:24)
4. Hollow Man (2:39)
5. Houston (2:05)
6. Accelerate (3:34)
7. Until The Day Is Done (4:09)
8. Mr. Richards (3:46)
9. Sing For The Submarine (4:51)
10. Horse To Water (2:18)
11. I'm Gonna DJ (2:08)

Gesamtspieldauer: 34:39




Ganz andere Töne bekommt man von R.E.M. auf ihrem vierzehnten Studio-Album „Accelerate” aus dem Jahr 2008 zu hören, zumindest wenn man die davor erschienen Scheiben als Vergleich heranzieht. R.E.M. rocken wieder. Vorbei scheint die Zeit der leiseren und verträumten Töne zu sein. Zwar trifft das nicht durchgängig auf die ganze Platte zu, doch wurde der Fuß deutlich mehr auf das Gaspedal gestellt. Somit passt der Titel „Accelerate“ perfekt, denn der Sound der Band klingt hier wahrlich beschleunigt.

Die Musik, die R.E.M. hier für ihre Hörer bereithalten, vibriert sehr kraftvoll. Die Lieder besitzen alle einen Groove, der durchaus zum Mitwippen animiert. Dabei sind die anderen Zutaten, die die Musik von R.E.M. immer auszeichnen, jedoch in keinster Weise über Bord geworfen worden. Diese Eingängigkeit, die den Liedern der US-Amerikaner innewohnt, ist auch hier allgegenwärtig. Dieses Gespür für die besondere Melodie bestätigen die drei Musiker auch auf „Accelerate“. Und durch die Stimme des Michael Stipe sind die einzelnen Stücke natürlich auch ganz eindeutig R.E.M. zuzuordnen. Somit ergibt sich ein spannendes Album, welches sich von den vorherigen Platten in Bezug auf den rockigen Faktor abhebt, nicht jedoch bezüglich der Qualität und Eingängigkeit der einzelnen Songs. Will man dann doch noch etwas Negatives anführen, dann sind das die beiden letzten Titel der Platte. Diese klingen ein wenig so, als ob sie eben noch angehängt worden wären, da auf dem Album noch Platz zu vergeben war. Beide haben eine sehr kurze Laufzeit und sind ebenfalls rockig gehalten. Allerdings passt es hier nicht mehr so ganz mit der Eingängigkeit, irgendetwas fehlt da.

Fazit: Wer R.E.M. mal von einer anderen, nicht ganz so bekannten Seite kennenlernen möchte, dem sei „Accelerate“ wärmstens empfohlen. Unter Umständen benötigen die einzelnen Titel einen Durchlauf mehr, um auch wirklich beim Hörer angekommen zu sein, aber das werden sie. Irgendwie scheint es fast so, als ob sich R.E.M. mit dieser Scheibe ein wenig neu erfunden haben. Dass das Ende dabei nicht ganz so geglückt ist, fällt nicht großartig ins Gewicht. Neun Punkte.

Anspieltipps: Living Well Is The Best Revenge, Until The Day Is Done, Sing For The Submarine



Freitag, 22. August 2014

R.E.M. – Around The Sun




R.E.M. – Around The Sun


Besetzung:

Peter Buck – guitar
Mike Mills – keyboards, bass guitar
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Jamie Candiloro
Scott McCaughey
Q-Tip
Bill Rieflin
Hahn Rowe
Ken Stringfellow


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Leaving New York (4:49)
2. Electron Blue (4:12)
3. The Outsiders (4:14)
4. Make It All Okay (3:44)
5. Final Straw (4:07)
6. I Wanted To Be Wrong (4:35)
7. Wanderlust (3:03)
8. Boy In The Well (5:22)
9. Aftermath (3:53)
10. High Speed Train (5:03)
11. The Worst Joke Ever (3:38)
12. The Ascent Of Man (4:07)
13. Around The Sun (4:28)

Gesamtspieldauer: 55:21




„Around The Sun“ heißt das dreizehnte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband R.E.M. 2004 erschien dieses, drei Jahre nach dem Vorgänger „Reveal“ und hört sich dabei wie eine Fortsetzung der letzten Platte an. Alles ist gleich geblieben, die Musik und die dadurch transportierte Stimmung. Sanft, weich und warm klingt das alles. Im Zentrum steht natürlich wieder die eindringliche Stimme des Michael Stipe, eingebettet erneut in leise und sehr melodiöse Harmonien, all jene Zutaten also, für die Fans R.E.M. so sehr lieben.

Andererseits allerdings auch nichts Neues mehr. Waren die früheren Alben der Band oftmals eine Art Wunderkiste, bei der man bis zum ersten Hören nie wirklich sicher war, was einen erwarten würde, so ist das dieses Mal anders. Alles das, was auf „Reveal“ bereits funktioniert hat, wurde auch auf „Around The Sun“ mit eingebracht und umgesetzt. Entstanden ist ein sehr gefühlvolles Album, welches einem die entspannten Phasen im Leben zu verschönern weiß. Einzige Ausnahme stellt dabei „The Outsiders“ dar, ein Titel bei dem Rapper Q-Tip seinen Auftritt bekommt. Muss man allerdings nicht unbedingt haben, wenn man R.E.M.-Musik hören will. Experimente sind immer toll, aber nicht alles was geht, sollte dann auch in die Tat umgesetzt werden. So wirkt gerade dieser Titel wie ein kleiner Fremdkörper auf dem Album, zumindest in seinem zweiten Teil, in dem HipHopper Q-Tip dann seinen Einsatz erhält.

Bei aller Eingängigkeit muss man sich dieses Album allerdings trotzdem erarbeiten. Soll heißen, viele der Melodiebögen und Harmonien zünden erst beim wiederholten Hören der Scheibe. Gerade so, als ob erst Verknüpfungen im Gehirn des Hörers gesetzt werden müssten, eröffnet sich so manche Idee und Schönheit eines Titels erst beim erneuten Genuss. Mit jedem weiteren Durchlauf werden die einzelnen Titel dann jedoch zu guten Freunden, die einen auch längerfristig zu begleiten verstehen.

Fazit: Nichts Neues also von R.E.M.. Muss allerdings auch gar nicht sein, denn wenn das bereits vorhandene Fundament in der Musik noch ein wenig verbreitert und ausgearbeitet wird, auch ohne dabei viele neue Testballons zu starten, kann das durchaus wertvoll sein. „Around The Sun“ ist ein musikalisches Kleinod geworden, angefüllt mit typischen R.E.M.-Klängen: verträumte, melancholische und melodiöse Musik. Nichts Aufregendes – und das ist gut so. Zehn Punkte.

Anspieltipps: High Speed Train, Final Straw, Leaving New York



Montag, 21. Juli 2014

R.E.M. – Reveal




R.E.M. – Reveal


Besetzung:

Peter Buck – guitar
Mike Mills – bass guitar, keyboards
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Joey Waronker – drums and percussion
Ken Stringfellow – ohne Instrumentenangabe
Scott McCaughey – ohne Instrumentenangabe


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. The Lifting (4:39)
2. I've Been High (3:26)
3. All The Way To Reno (You're Gonna Be A Star) (4:44)
4. She Just Wants To Be (5:22)
5. Disappear (4:10)
6. Saturn Return (4:54)
7. Beat A Drum (4:20)
8. Imitation Of Life (3:56)
9. Summer Turns To High (3:31)
10. Chorus And The Ring (4:31)
11. I'll Take The Rain (5:51)
12. Beachball (4:13)

Gesamtspieldauer: 53:44




„Reveal“ tauften die Musiker von R.E.M. ihr bereits zwölftes Studio-Album, welches zugleich das erste war, welches im neuen Jahrtausend veröffentlicht wurde. Und wenn man R.E.M. mag und dieser Art der Rock Musik etwas abgewinnen kann, dann sollte man, soviel sei schon mal vorweggenommen, sich unbedingt dieses Album besorgen. „Reveal“ ist angefüllt mit leisen und melancholischen Liedern, die auf ihre Art einem Traumland entsprungen zu sein scheinen. Nichts ist darauf hektisch, alles sehr harmonisch, melodiös und überaus eingängig.

So bleibt weiter festzustellen, dass die einzelnen Titel zusätzlich noch bei jedem weiteren Durchlauf der Scheibe zu wachsen scheinen. Alles wird dem Hörer noch vertrauter und scheint einen schon das ganze Leben lang zu begleiten. Alle Lieder sind in etwa im selben Tempo gehalten. Meistens ist dieses nicht allzu schnell angesetzt und steigert sich höchstens mal bis hin zum Mid-Tempo. Das wiederum kann natürlich auch zu Kritik führen, denn allzu viel Abwechslung gibt es wahrlich nicht auf „Reveal“. Muss es aber auch gar nicht geben. Die Scheibe läuft in einem Guss durch, es gibt keine Ablenkung oder irgendwie gestaltete Experimente. Dabei fehlen allerdings auch die „Übersongs“, also Titel, die deutlich vor den anderen hervorstechen. Andererseits gibt es auch keine Ausfälle zu verzeichnen. Alles wirkt und stimmt und hat seine Qualität.

Fazit: Wer die Stimme des Michael Stipe und die dazu gehörende Musik von R.E.M. mag, der wird „Reveal“ lieben. Zugegebenermaßen gibt es hier nicht allzu viel Abwechslung auf dem Album, allerdings wird die einmal eingeschlagene Richtung konsequent durchgezogen – und diese heißt Melodiösität und Harmonie in zumeist sehr sanften Titeln. Unverfälschte R.E.M.-Musik eben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: She Just Wants To Be, Disappear, I'll Take The Rain



Mittwoch, 23. April 2014

R.E.M. – Up




R.E.M. – Up


Besetzung:

Peter Buck – bass guitar, guitar, keyboards, percussion
Mike Mills – keyboards, guitar, bass, backing vocals
Michael Stipe – lead vocals, guitar


Gastmusiker:

Barrett Martin – percussion
Scott McCaughey – keyboards, percussion
Joey Waronker – drums, percussion


Label: Warner Brothers Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Airportman (4:14)
2. Lotus (4:32)
3. Suspicion (5:37)
4. Hope (5:02)
5. At My Most Beautiful (3:35)
6. The Apologist (4:30)
7. Sad Professor (4:04)
8. You're In The Air (5:24)
9. Walk Unafraid (4:34)
10. Why Not Smile (4:03)
11. Daysleeper (3:40)
12. Diminished (6:01)
13. Parakeet (4:12)
14. Falls To Climb (5:06)

Gesamtspieldauer: 1:04:31




„Up“ heißt das elfte Studio-Album der amerikanischen Alternative Rocker von R.E.M. 1998 erschienen, ist es die erste Platte, die ohne Drummer Bill Berry eingespielt wurde, der die Band im Jahr zuvor freundschaftlich verlassen hatte, um sich anderweitig zu verwirklichen. So wurde der Part der Perkussion auf drei Musiker-Schultern verteilt, die jedoch alle nicht feste Bestandteile der Band wurden.

Vielleicht war dies auch mit ein Grund dafür, dass der Sound von R.E.M. sich geändert hat. Die Gitarren treten ein wenig in den Hintergrund und die Musik der Band ist deutlich Keyboard-lastiger geworden. Legt man die Scheibe ein, so fährt einem gleich zu Beginn des Albums ein kleiner Schauer über den Rücken. Dieser wird ausgelöst durch die Perkussion. Ein Drum-Computer ist hier zu hören, der sowas von dermaßen nach Plastik-Sound klingt, dass man kaum seinen Ohren traut. Immer wieder taucht diese Rhythmus-Maschine auf dem Album auf, was den Hörgenuss ein klein wenig schmälert. Allerdings finden sich diese Titel häufiger zu Beginn der Platte, im weiteren Verlauf bekommt man schließlich auch ein „richtiges“ Schlagzeug zu hören.

Die Musik auf „Up“ macht trotzdem Spaß. Alles wirkt ruhig und ein wenig verträumt. Es gibt wunderschöne Melodien zu erhören, intelligente Texte und immer wieder nette Ideen zu bewundern. Die Musik von R.E.M. lebt natürlich auch vom Gesang des Michael Stipe, dessen Stimme einen weiteren Pluspunkt der Scheibe darstellt. Überaus eindringlich singt dieser die Lieder mit sehr viel Ausdruckskraft, in einer manches Mal fast schon zerbrechlich wirkenden Art und Weise. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll hier der Hintergrundgesang, perfekt abgestimmt und die Titel nochmals aufwertend. 

Fazit: Sehr eindringliche und ruhige Musik gibt es auf „Up“ zu hören, die zwar immer ein und denselben Stil verfolgt, jedoch nie langweilig wird. Dazu sind die einzelnen Titel zu eingängig und können bewegen. Ausfälle gibt es hier auch nicht, alles hat seine Qualität, sodass „Up“ ein schönes Album darstellt – trotz der manchmal gewöhnungsbedürftigen Rhythmuserzeugung – welches sich für alle diejenigen lohnt, die auch den etwas leiseren und zurückhaltenden Tönen etwas abzugewinnen verstehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Lotus, The Apologist, You're In The Air



Samstag, 1. Februar 2014

R.E.M. – Automatic For The People




R.E.M. – Automatic For The People


Besetzung:

Bill Berry – drums, percussion, keyboards, bass guitar, backing vocals, melodica
Peter Buck – electric and acoustic guitars, mandolin, bass guitar
Mike Mills – bass guitar, piano, keyboards, backing vocals
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Scott Litt – harmonica, clavinet, strings and oboe on „Drive", „The Sidewinder Sleeps Tonight", „Everybody Hurts", and „Nightswimming":
John Paul Jones – orchestral arrangements
George Hanson – conductor
Denise Berginson-Smith, Lommie Ditzen, Patti Gouvas, Sandy Salzinger, Sou-Chun Su, Judy Taylor – violin
Knox Chandler, Kathleen Kee, Daniel Laufee, Elizabeth Murphy – cello
Reid Harris, Paul Murphy, Heidi Nitchie – viola
Deborah Workman – oboe


Label: Warner Bros. Records Inc.


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Alternative / Pop


Trackliste:

1. Drive (4:32)
2. Try Not To Breathe (3:50)
3. Sidewinder Sleeps Tonite (4:09)
4. Everybody Hurts (5:20)
5. New Orleans Instrumental No. 1 (2:16)
6. Sweetness Follows (4:22)
7. Monty Got A Raw Deal (3:18)
8. Ignoreland (4:28)
9. Star Me Kitten (3:16)
10. Man On The Moon (5:14)
11. Nightswimming (4:18)
12. Find The River (3:50)

Gesamtspieldauer: 48:53




„Automatic For The People“ nannten die vier Musiker von R.E.M. ihr achtes Studioalbum, welches 1992 veröffentlicht wurde. Angedacht war, nach dem erfolgreichen „Out Of Time“, eine rockigere Platte zu produzieren. Wenn dies das Ziel der Band war muss man festhalten, dass dies gründlich daneben gegangen ist. Auf „Automatic For The People“ überwiegen bei Weitem die ruhigeren und sanfteren Töne, Rock Musik gibt es nur ab und an zu hören, wie zum Beispiel beim kraftvollen „Ignoreland“. Ansonsten beherrschen Lieder im Mid-Tempo oder noch sehr viel langsamere Stücke das Album.

Die Platte startet gleich mit einem der besten Lieder, welches jemals von R.E.M. geschrieben wurde: „Drive“. Wunderschöne und warme Klänge umspielen hier das Ohr des Hörers. Dazu diese Instrumentierung mit der Akustik-Gitarre, Melodika und jeder Menge Streichern. Einfach genial eindringlich. Es sind ansonsten allerdings nicht die weiteren Hits, die dieses Album zu etwas Besonderem werden lassen. Es sind die etwas unbekannteren Songs, die hier ebenfalls herausstechen. Da gibt es das sphärisch-schwermütige „New Orleans Instrumental No. 1“. Wie der Name schon sagt ein Instrumentalstück, auf seine Art und Weise fast schon ein wenig monoton klingend und gerade daraus seine Stärke ziehend. Oder der nächste Titel „Sweetness Follows“. Wunderschön mit dem Cello untermalt entwickelt sich hier ein ganz sanftes Lied, melancholisch und doch leicht schwebend. Ebenfalls überaus gelungen ist der folgende Titel „Monty Got A Raw Deal“. Die Nummer startet sehr sanft und geht dann in ein etwas flotteres Tempo über. Dabei ist alles so überaus melodisch und eingängig, dass man in dieser Musik einfach versinken kann.

Es findet sich wahrlich kein Ausfall auf dieser Platte, die mit harmonischen Akkorden nur so angefüllt ist. Das Album ist vollgestopft mit Streicher-Sätzen, die jedoch trotz des relativ häufigen Einsatzes in keinster Weise negativ auffallen und die einzelnen Titel dadurch noch ein wenig lieblicher werden lassen, allerdings in einer positiven Art und Weise. Dazu gibt es sehr intelligente und geistreiche Texte zu hören, die sich mitzuverfolgen ebenfalls lohnen.

Fazit: „Automatic For The People“ ist ein wahrlich schönes Album geworden. Alles klingt hier, alles harmoniert. Sicherlich die falsche Platte für eingefleischte Rocker, jedoch genau für diejenigen unter den Musikhörern gedacht, die auf die leiseren Töne in der Musik stehen. Beeindruckend gemacht. Elf Punkte.

Anspieltipps: Drive, Sweetness Follows, Monty Got A Raw Deal



Sonntag, 29. Juli 2012

R.E.M. – Out Of Time





R.E.M.
– Out Of Time



Besetzung:

Michael Stipe – vocals
Mike Mills – bass, vocals, organ, piano
Bill Berry – drums, percussion, congas
Peter Buck – guitar, mandolin


Gastmusiker:

Peter Holsapple – bass, acoustic guitar
Mark Bingham – string arrangements
Kid Jordan – tenor & alto & baritone saxophones, clarinet
Scott Litt – echo-loop feed
Cecil Welch – flugelhorn
Kate Pierson – vocals
John Keane – pedal steel guitar


Label: Warner Bros. Records Inc.


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Alternative / Pop


Trackliste:

1. Radio Song (4:16)
2. Losing My Religion (4:29)
3. Low (4:57)
4. Near Wild Heaven (3:20)
5. Endgame (3:51)
6. Shiny Happy People (3:46)
7. Belong (4:07)
8. Half A World Away (3:28)
9. Texarkana (3:40)
10. Country Feedback (4:10)
11. Me In Honey (4:07)




Die Veröffentlichung ihres siebten Albums, “Out Of Time” bedeutete für die vier Amerikaner von R.E.M. den weltweiten Durchbruch. Bis heute hat sich das Album bereits über zehn Millionen mal verkauft und ist damit ihr zweiterfolgreichstes Werk. Und das Album bedeutete auch einen Wechsel in der Stilrichtung der Band. War sie in den früheren Veröffentlichungen noch im Alternative Rock beheimatet, so handelt es sich bei „Out Of Time“ um ein Pop Album.

Und auch Pop kann unterhaltend und gut sein, zumindest wenn dieser so gemacht wird wie von R.E.M. Stellvertretend dafür steht wohl der Song „Losing My Religion“, inzwischen bereits ein Klassiker. Und wenn irgendein DJ irgendwo auf der Welt seine Tanzfläche füllen möchte, so legt er dieses Lied auf…

Aber auch sonst befinden sich einige tanzbare Popstücke auf dem Album: „Radio Song“, „Near Wild Heaven“ und „Shiny Happy People“. Okay, zugegeben, alles drei keine besonders anspruchsvollen Nummern, aber manchmal genügt ja auch das Adjektiv „nett“.

Was hat das Album noch zu bieten? Da ist zum einen die schöne und schwebende Instrumentalnummer „Endgame“ oder aber „Half A World Away“, was für mich sogar in Richtung „Losing My Religion“ geht. Toll auch „Country Feedback“, welches eine schöne melancholische Stimmung transportiert. Den Abschluss bildet dann „Me In Honey“, klasse Rhythmus und Groove, ein würdiges letztes Lied auf der Scheibe.

Fazit: „Out Of Time“ ist ein schönes Album, was man auch sehr gut nebenbei oder aber während des Autofahrens hören kann. Es ist kein weltbewegendes Album, aber es enthält den Track „Losing My Religion“, was fast schon für sich alleine eine Kaufempfehlung darstellt. Wenn, ja wenn man eben auch ab und zu gerne Musik hört, die Mainstream ist und auch genau für die Masse produziert wurde. Mit ist das Album mit allen seinen tollen aber auch belanglosen Stücken acht Punkte wert.

Anspieltipps: Losing My Religion, Endgame, Half A World Away, Country Feedback, Me In Honey