Posts mit dem Label Nits The werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nits The werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. August 2016

The Nits – Hat




The Nits – Hat


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals, guitar
Rob Kloet – drums
Robert Jan Stips – keyboards
Joke Geraets – double bass


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. The Train (4:08)
2. Blue (4:04)
3. The Dream (4:20)
4. The Bauhaus Chair (2:43)
5. The Hat (4:29)
6. The House (3:50)

Gesamtspieldauer: 23:34




Die im Jahr 1988 veröffentlichte EP der niederländischen Band The Nits mit dem Namen „Hat“, hält einige sehr typische Titel für die Musik der Nits parat. Allerdings ist es eher die Pop-Schiene, die dieses Mal für deren Hörerinnen und Hörer bedient wird, sehr viel weniger der avantgardistische Ansatz, der auch regelmäßig auf den Studioalben der Band enthalten ist.

Man hört auf „Hat“ sechs mehr oder wenige eingängige Pop-Nummern, wobei hier besonders das auch als Single veröffentlichte „The Train“ sowie die Nummer „The Bauhaus Chair“ überzeugen können. Die Titel auf „Hat“ können jedoch alle durchaus überzeugen, lassen sich eindeutig der Musik der Nits zuordnen und stellen dadurch eine ganz nette Erweiterung in der Diskographie der Band dar.

Die Mini-LP wurde auf CD wiederveröffentlicht und um zwei Titel erweitert. Da es sich dabei allerdings um Material handelt, was bereits auf der EP vorhanden war („The Dream“ und „The Train“) und dies nur in einer alternativen Version wiedergegeben wird, macht das dieses kurze Album keineswegs kaufenswerter und bedeutet auch keinen Mehrwert.

Fazit: Diese kurze EP, die auch noch jede Menge kostet, ist wohl nur eher was für den ganz großen The Nits Fan. Man hört darauf The Nits-typische Klänge, die eher die Pop-Richtung der Band bedienen und sehr eingängig sein. Die Musik auf „Hat“ ist zwar durchaus hörenswert, jedoch nur sehr kurz und lohnt die teure Anschaffung kaum. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Train, The Bauhaus Chair



Samstag, 12. März 2016

The Nits – Giant Normal Dwarf




The Nits – Giant Normal Dwarf


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals
Robert Jan Stips – keyboards
Rob Kloet – drums


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. Radio Shoes (3:09)
2. Ice Princess (3:58)
3. Boy In A Tree (5:05)
4. There From Here (2:51)
5. Sugar River (3:37)
6. Around The Fish (3:03)
7. Fountain Man (4:33)
8. Apple Orchard (4:08)
9. Long Forgotten Story (3:02)
10. Giant Normal Dwarf (2:29)
11. Moon Moon (3:08)
12. The Night Owl (3:40)
13. House Of The Sleeping Beauties (4:07)
14. The Infinite Shoeblack (5:46)

Gesamtspieldauer: 52:36




Auch 1990, auf ihrem elften Studioalbum, schafften es die Nits aus den Niederlanden eine ganz eigene Klangwelt für die Hörerinnen und Hörer zu erschaffen. „Giant Normal Dwarf“ erschien Anfang der 90er Jahre wieder auf dem CBS Label und hielt für die Freunde der Band erneut keine durchgängig einfachen, jedoch immer sehr melodiösen Titel parat. Insgesamt vierzehn Lieder gibt es auf der Scheibe zu hören, die qualitativ alle in etwa die gleiche Höhe erreichen. Ausfälle gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ also nicht zu beklagen, sehr viel eher eine ganze Menge gute Musik.

Besonders gelungen sind die Lieder der Nits immer dann, wenn die Musik der Holländer am experimentellsten klingt. Denn die Musiker schaffen es neue Wege zu gehen, ohne dabei Musik zu „konstruieren“, die dabei unhörbar wird beziehungsweise sich dann so kompliziert gestaltet, dass man fast eine Gebrauchsanweisung benötigt, um dieses oder jenes Lied auch nur ansatzweise verstehen zu können. Somit gestaltet sich die Mitte der Platte am gelungensten. Dort befinden sich die Nummern „Around The Fish“, „Fountain Man“ und „Apple Orchard“. Alles drei sind Stücke, die es so eben nur von den Nits zu hören gibt und die absolut keine 08/15-Musik darstellen. Auch wenn das zum Teil etwas schräg klingen sollte, so geht es doch ins Ohr und ist irgendwie etwas Besonderes, was man zum Beispiel im Radio so nie zu hören bekommt.

Auch sonst gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ noch einiges zu entdecken. Das etwas südamerikanisch angehauchte Eröffnungslied „Radio Shoes“ ist da sicherlich zu erwähnen, das herrlich entspannte und eingängige „Moon Moon“ oder auch die letzte Nummer des Albums, „The Infinite Shoeblack“. Dieses letzte Lied klingt sehr sanft und weich, dann irgendwie fröhlich beschwingt. Auch diese Nummer stellt wieder ein besonderes, ruhiges und beeindruckendes Stückchen Musik dar.

Fazit: Die Nits machen Musik, die nur The Nits machen und auch machen können. Fast schon müsste man für diese niederländische Band ein ganz eigenes musikalisches Genre generieren. Die Musik der Holländer wirkt zwar experimentell und hört sich zumeist auch genau so an, verliert dabei jedoch nichts an ihrer Melodiösität. Ruhige, nicht alltägliche Musik bekommt man auf „Giant Normal Dwarf“ zu hören. Musik, die es immer wieder schafft, dass man einfach genauer zuhören muss. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Around The Fish, Fountain Man, Apple Orchard, The Infinite Shoeblack



Sonntag, 28. Februar 2016

The Nits – Henk




The Nits – Henk


Besetzung:

Robert Jan Stips – keyboards
Rob Kloet – drums
Henk Hofstede – vocals, banjo


Gastmusiker:

Petra Lugtenburg – background vocals
Joke Geraets – background vocals


Label: CBS


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. Bike In Head (3:34)
2. Port Of Amsterdam (3:36)
3. Typist Of Candy (3:34)
4. Home Before Dark (3:03)
5. The Singing Telegram (2:02)
6. Erom On (3:28)
7. Sleep (What Happens To Your Eyes) (4:33)
8. Pillow Talk (3:45)
9. Cabins (2:51)
10. Under A Canoe (3:41)
11. Crane-Driver (4:08)
12. 5 Hammering Men (2:16)

Gesamtspieldauer: 40:31




Im Jahr 1986 wurde das sechste Album der niederländischen Band The Nits veröffentlicht. „Henk“ heißt dieses und erschien erneut auf dem Label CBS Records. „Henk“ ist dabei noch ein wenig experimenteller, noch avantgardistischer geworden, als so manch anderes Album der hier noch drei Musiker. Wieder werden auch Stimmen als Musikinstrumente verwendet, die vorher leicht elektronisch verändert wurden. Die Musiker experimentieren hier mit Sounds, Rhythmen und Stimmungen.

„Henk“ ist nicht ganz so leicht zugänglich, da die einzelnen Titel auch keineswegs ganz so eingängig und melodiös klingen. Hier benötigt man definitiv Zeit und viele Durchläufe der Scheibe, bis sich einem diese Musik restlos erschließt – wenn man das denn schafft. Das gilt zwar keineswegs für jedes der 12 enthaltenen Lieder, jedoch solch eine Nummer wie zum Beispiel „Port Of Amsterdam“ ist alles andere als kommerziell. Das bedeutet, auf „Henk“ befindet sich wahrlich außergewöhnliche, vielleicht sogar manches Mal „seltsame“ Musik, die allerdings trotzdem beeindruckt, weil sie eben so anders ist. In eine ähnliche Richtung wie das gerade erwähnte „Port Of Amsterdam“ gehen auch die Nummern „Under A Canoe“, „Crane-Driver“ und auch „5 Hammering Men“, also die gesamten letzten drei Lieder auf „Henk“, mit denen die Hörerin und der Hörer schließlich aus dem Album entlassen werden. Melodiös ist dies hier zum Schluss dann alles nicht mehr sonderlich, allerdings sicherlich auch nicht besonders atonal – anders eben, etwas konstruiert, mitunter an Soundkollagen erinnernd.

Jedoch gibt es auf „Henk“ auch die sehr melodiösen Momente. Lieder die eingängig klingen, wenn man in diesen Fällen allerdings vielleicht auch wieder einige Durchläufe benötigt, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Beispiele hierfür wären das Eröffnungslied „Bike In Head“, „Home Before Dark“, „Pillow Talk“ und das wie eine Synthie-Pop-Nummer beginnende „Cabins“, welches auch im weiteren Verlauf meist diesem musikalischen Genre zugeordnet werden kann, dabei jedoch nichts an seiner Melodiösität einbüßt.

Fazit: Ein durchaus anspruchsvolles Album ist „Henk“ von The Nits geworden. Kein Allerwelts-Pop, sondern vielmehr ein sehr vielschichtiges Album, welches mal eingängig, dann aber auch wieder sehr experimentell klingt. Spaß macht die Platte dabei durchaus, vielleicht allerdings nicht gleich beim ersten Hören. Manche Alben muss man sich eben erarbeiten. „Henk“ von den Nits gehört definitiv zu diesen Scheiben. Neun Punkte.

Anspieltipps: Pillow Talk, Cabins



Mittwoch, 17. Februar 2016

The Nits – Omsk




The Nits – Omsk


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals, dulcimer, keyboards
Robert Van Stips – vocals, polysix, variophon, grand piano
Michiel Peters – vocals, mandolin, guitars
Rob Kloet – drums, lyra


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. A Touch Of Henry Moore (4:05)
2. Unpleasant Surprise (2:57)
3. Vermillion Pencil (3:46
4. Springtime Coming Soon (3:12)
5. Tons Of Ink (3:56)
6. Jardin D'Hiver (3:34)
7. Nescio (4:47)
8. Walls Have Ears (2:25)
9. Spirits Awake (3:43)
10. Walter & Connie (3:48)
11. The Cold Eye (4:01)
12. Shadow Of Doubt (1:48)

Gesamtspieldauer: 42:02




Die niederländische Band The Nits veröffentlichte im Jahr 1983 bereits ihr fünftes Album. Dieses erhielt den Titel „Omsk“, wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass mit diesem „Omsk“ die sibirische Stadt in Russland gemeint ist, da auf dieser Platte keinerlei russische Weisen zu hören sind. Bis heute sind die Niederländer musikalisch aktiv und haben innzwischen bereits 23 Platten veröffentlicht. „Omsk“ erschien auf dem Label CBS und hält einige wirklich sehr beeindruckende Titel für die Hörerinnen und Hörer parat. Auf dieser Scheibe gibt es eine Mischung aus Pop und Avantgarde zu hören. Wenn man möchte ist vielleicht auch noch ein Schuss New Wave mit dabei, dieser musikalische Stil ist allerdings nicht sehr stark ausgeprägt.

„Anvantgarde“ klingt zunächst mal nach sehr komplizierter und sehr gewöhnungsbedürftiger Musik. Das ist sie im Falle der Nits auf „Omsk“ allerdings in keinem Fall. Die Musik ist zwar ein klein wenig komplizierter und vielleicht auch raffinierter aufgebaut, eingängig ist sie dabei allerdings immer. Das hört man sofort in dem Opener „A Touch Of Henry Moore“, einem sehr vielschichtigen Lied, immer ein klein wenig „schräg“ klingend, allerdings trotzdem absolut melodiös. Wirklich beeindruckend ist dabei das Gesangsarrangement ab 2:20, bei dem auch einige weibliche Stimmen zu hören sind, die allerdings in den Credits nicht extra aufgeführt wurden.

Ebenfalls etwas ungewohnt, durch den Einsatz von verfremdeten Stimmen, die hier wie Instrumente zum Einsatz kommen, klingt „Tons Of Ink“. Das ist wahrlich nicht alltägliche Musik, die dabei allerdings sofort ins Ohr geht. Letzteres gilt auch für „Jardin D'Hiver“, eine ganz zarte Nummer, ebenfalls wieder mehrstimmig eingesungen, die auch wieder durch die etwas andere Instrumentierung zu etwas Besonderem wird. Auch hier wird unter anderem eine weibliche Stimme als Instrument verwendet wird, das wiederum klingt sehr spannend und wirklich außergewöhnlich. Somit klingt die Musik der Nits zwar immer wieder mal ein wenig wunderlich und auch verwunderlich, dies ist allerdings in einer sehr positiven Art und Weise gemeint. Die einzelnen Titel schaffen es nämlich durchweg, sich ziemlich schnell im Ohr festzusetzen, klingen melodiös und können oftmals ganz einfach mit „schön“ umschrieben werden.

Fazit: Ein nicht ganz alltägliches Album ist „Omsk” von The Nits geworden. Eine häufig ungewöhnliche Instrumentierung und immer wieder mal andere, auch durchaus etwas schrägere Klänge, lassen diese Platte sehr interessant und spannend werden. Dazu gesellt sich der Umstand, dass die Lieder einfach gut klingen, melodiös und eingängig sind. Klar, das ist keine Rock Musik und wer nur auf Head Banging steht, wird hier genauso wenig zufriedengestellt wie der Hörer, der es am liebsten radiotaugliche Lieder ohne allzu große Experimente mag. Für die „Forscher“ unter den Musikhörern, die sich immer wieder gerne auf etwas Neues einlassen mögen, für all diese Menschen ist „Omsk“ jedoch bestens geeignet. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Tons Of Ink, Jardin D'Hiver, Spirits Awake, The Cold Eye



Mittwoch, 20. Juni 2012

The Nits – In The Dutch Mountains





The Nits – In The Dutch Mountains


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals, guitar
Robert Jan Stips – keyboards
Rob Kloet – drums
Joke Geraets – double bass


Gastmusiker:

Lieve Geuens – vocals
Jolanda De Wit – vocals
Saskia Van Essen – vocals
Jaap Van Beusekom – steel guitar


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Pop, New Wave


Trackliste:

1. In The Dutch Mountains (3:27)
2. J.O.S. Days (3:13)
3. Two Skaters (6:52)
4. Pelican And Penguin (3:58)
5. In A Play (das Mädchen im Pelz) (3:37)
6. Oom-Pah-Pah (1:22)
7. The Panorama Man (3:29)
8. Mountain Jan (4:43)
9. One Eye Open (3:16)
10. An Eating House (5:54)
11. The Swimmer (3:51)
12. Good Night (2:44)
13. Strangers Of The Night (4:28)
14. The Magic Of Lassie (1:39)
15. Moon And Stars (4:31)

Gesamtspieldauer: 57:03




Mit New Wave Musik startete die niederländische Band The Nits Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ihre Karriere. Aber ist das 1987, zum Zeitpunkt des Entstehens von „In The Dutch Mountains“, noch New Wave? Nur noch in Ansätzen. Sehr viel häufiger hört man auf dem Album Pop Musik. Pop Musik, die allerdings häufig richtig spannend und gut gemacht ist. Noch kurz ein Wort zur CD Veröffentlichung. Die unterscheidet sich von der ursprünglichen Plattenversion durch eine andere Anordnung der Songs und zudem befindet sich an 15. Stelle das Lied „The Magic Of Lassie“, welches auf der Plattenversion nicht vorhanden ist.

Die CD startet mit dem Titeltrack „In The Dutch Mountains“. Mit dem Lied, welches den bisher größten Erfolg der Band darstellt. Und das Stück ist wahrlich ein Ohrenschmaus. Tolle, melodiöse und eingängige Melodie, ein unverwechselbarer Groove und ein reichlich seltsamer Text machen das Lied zu einem Meisterwerk. Und dann gibt es in diesem, noch nicht einmal dreieinhalb Minuten langen Stück, sogar noch einen ganz ruhigen Mittelteil, in dem eine Frau ihr „Ah-Aaaah“ so wunderschön hinaussingt, bevor das Lied wieder an Fahrt aufnimmt und nun orchestral instrumentiert wird. Richtig klasse gemacht.

Das war er, der Höhepunkt. Das nächste Stück „J.O.S. Days“ war ebenfalls ein Single-Hit, erreicht allerdings nicht mehr die Klasse seines Vorgängers. Einfacher Pop wäre für diesen Song die richtige Überschrift. „Two Skaters“ ist anschließend sehr sphärisch und nur ganz zurückhaltend instrumentiert und erinnert in seiner Ruhe ein wenig an die späteren Alben von Talk Talk. „Pelican And Penguin“ klingt mit all seinen Tönen und seiner Melodieführung ein wenig wie ein Spaßlied und ist ein Titel, welcher einfach nicht so richtig zünden will. Ganz anders wiederum, fast schon ein klein wenig ambient-mäßig, hört sich „In A Play (das Mädchen im Pelz)“ an. Unterstrichen wird dieser Eindruck noch durch den Einsatz der Steel Guitar. Es folgt „Oom-Pah-Pah“. Wieder eine sehr ruhige, allerdings auch sehr kurze und melodiöse Nummer. Ein netter kleiner Einschub.

„The Panorama Man“ ist im Anschluss daran wieder Pop pur, bei dem Zirkusmusik mit verarbeitet wurde. Sehr viel ruhiger und ein wenig sphärisch startet schließlich „Mountain Jan“. Das Lied ist zu Beginn eine fast schon schwebende Nummer, die dann durch russische Anleihen aufgepeppt wird und an Fahrt gewinnt. Wirklich interessant gemacht und wahrlich kein Stück für das Radio. „One Eye Open“ kann man getrost wieder als eingängigen Pop-Song bezeichnen, sanft und fast schon ein wenig getragen, kann das Lied allerdings auch mit seiner Stimmung überzeugen.

Deutlich rasanter wird die „Fahrt“ wieder mit „An Eating House“, obwohl sich hierin auch ein kurzer und sehr ruhiger Part versteckt. Der Text ist ein wenig abstrus, denn ein Restaurant erzählt hier seine Geschichte (I am an eating house…“). Mit „The Swimmer“ folgt anschließend ein weiterer Höhepunkt des Albums. Ein ruhiges, klasse akzentuiertes Lied. Sehr moll-lastig beschwört das Stück eine wunderschöne und melancholische Stimmung hervor, die vom Piano getragen wird. „Good Night“ langweilt dagegen ein wenig. Dieses ewige Wiederholen der Worte „Good Night“ nervt bereits nach kurzer Zeit. Und auch „Strangers Of The Night“ ist kein Highlight des Albums. Das Stück soll wohl ein wenig swingen, so zumindest klingt das Piano. Lustig gemacht ist es aber trotzdem irgendwie, was nicht zuletzt an der bearbeiteten Stimme liegt.

„The Magic Of Lassie“ ist ein Boogie Woogie. Nein, auch das hätte nicht unbedingt mehr sein müssen. Bliebe zum Abschluss noch „Moon And Stars“. Dieses Stück hat wieder was. Dieses gewisse Etwas, was ein Stück von anderen heraus- beziehungsweise abhebt. Fast meditativ wird hier immer wieder eine Grundmelodie wiederholt und mit Gesang unterlegt, bis man etwa Mitte des Stücks sogar ein kurzes Drum-Solo zu Ohren bekommt. Anschließend geht es in bewährter Manier weiter. Zumindest sehr interessant gemacht.

Fazit: Abwechslungsreich sind sie wirklich, die Nits, denn der Hörer bekommt jede Menge sehr unterschiedliche Musik auf dem Album geboten. Auf der Rückseite der CD kann man auch nachlesen, dass das Album live in einer alten Turnhalle eingespielt wurde und man ganz bewusst auf „Dubbing Or Mixing“ verzichtete, um diese spezielle Atmosphäre eines Nits-Konzerts zu reproduzieren. Ob das gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie auf einem „The Nits“-Konzert war. Feststellen lässt sich für mich allerdings, dass sich auf „In The Dutch Mountains“ ein paar richtig tolle Lieder befinden – leider allerdings auch ein paar eher langweilige, beziehungsweise gewöhnungsbedürftige Stücke. Fasst man alles zusammen, bleibt trotzdem ein überdurchschnittliches Album übrig. Und das Lied „In The Dutch Mountains“ sollte man als Musikfreund auch unbedingt kennen. Das lohnt sich wirklich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: In The Dutch Mountains, Oom-Pah-Pah, Mountain Jan, One Eye Open, The Swimmer, Moon And Stars