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Donnerstag, 4. Februar 2016

Nickelback – Here And Now




Nickelback – Here And Now


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, piano, backing vocals
Mike Kroeger – bass, backing vocals
Daniel Adair – drums, backing vocals


Gastmusiker: 

Brian Howes – additional guitar
Rob Dawson – acoustic guitar on "Lullaby"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. This Means War (3:20)
2. Bottoms Up (3:37)
3. When We Stand Together (3:10)
4. Midnight Queen (3:14)
5. Gotta Get Me Some (3:41)
6. Lullaby (3:48)
7. Kiss It Goodbye (3:35)
8. Trying Not To Love You (4:11)
9. Holding On To Heaven (3:51)
10. Everything I Wanna Do (3:26)
11. Don't Ever Let It End (3:49)

Gesamtspieldauer: 39:49




„Here And Now” heißt das siebte Studio-Album von Nickelback, was interessanterweise am 18. November 2011 zuerst im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurde. Im Rest der Welt erschien die Scheibe am 21. November, kam also drei Tage später in die Läden. Zu hören gibt es auf „Here And Now” dieses Mal eine wieder etwas weiter gefasste Variabilität in den Liedern von Nickelback. Hier hört man jetzt Mainstream Rock, Hard Rock und sogar ein paar Metal-Lieder beinhaltet die Scheibe nun.

Dadurch, dass die Kanadier hier ihre Musik wieder etwas variieren, wird das Ganze auch deutlich interessanter. Natürlich gibt es hier auch wieder Lieder, die einfach wie geschaffen sind für das Radio. Bestes Beispiel hierfür ist die Nummer „When We Stand Together“. Sehr eingängig, melodiös und dieses Mal sogar mit einem Refrain ausgestattet, der zum Mitgrölen einlädt: „Hey, Yeah, Yeah, Yeah, Yeah“ kann man auch mitbrüllen, wenn man des Englischen nicht ganz so mächtig ist und es geht einem wohl auch mit der entsprechenden Promillezahl im Blut noch leicht über die Lippen.

Nun, Nickelback halten allerdings nicht nur diese Seite ihrer Musik für die Hörerin und den Hörer auf „Here And Now” parat. Das gerade erwähnte Lied „When We Stand Together“ wird zum Beispiel mit „Bottoms Up“ und „Midnight Queen“ von zwei Titeln eingerahmt, die dann sehr kompromisslos rocken. Hierbei handelt es sich schließlich auch nicht mehr um radiotaugliche Musik oder Dauerschleifenmusik und ein kommerzielles Anbiedern der Kanadier kann hier auch definitiv ausgeschlossen werden. Somit gestaltet sich diese Scheibe sehr viel interessanter und spannender als Vieles, was Nickelback sonst so ihren Hörerinnen und Hörern zu bieten hatte. Viele der Titel gehen dabei zwar nicht besonders gut und schon gar nicht beim ersten Mal des Hörens ins Ohr, aber sie rocken dafür und das ziemlich heftig – und das ist genau das, was man manchmal eben auch hören möchte, Musik die das Haupthaar ordentlich durchschüttelt.

Fazit: „Here And Now” ist ein spannenderes Album geworden, als so manch andere Scheibe der Kanadier von Nickelback. Das liegt daran, dass hier eben nicht nur Mainstream zu hören ist, sondern auch gut gemachter und vor allen Dingen harter Rock. Das gefällt sicherlich nicht jeder und jedem, eine Bereicherung im Spektrum von Nickelback stellt diese Scheibe für mich allerdings schon dar. Und die Texte vergessen wir an dieser Stelle mal ganz schnell. Neun Punkte.

Anspieltipps: When We Stand Together, Lullaby, Everything I Wanna Do



Mittwoch, 20. Januar 2016

Nickelback – Dark Horse




Nickelback – Dark Horse


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals, lead guitar on "If Today Was Your Last Day"
Mike Kroeger – bass
Daniel Adair – drums, backing vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Hard Rock, Post Grunge


Trackliste:

1. Something In Your Mouth (3:38)
2. Burn It To The Ground (3:30)
3. Gotta Be Somebody (4:13)
4. I'd Come For You (4:22)
5. Next Go Round (3:45)
6. Just To Get High (4:02)
7. Never Gonna Be Alone (3:47)
8. Shakin' Hands (3:39)
9. S.E.X. (3:55)
10. If Today Was Your Last Day (4:08)
11. This Afternoon (4:34)

Gesamtspieldauer: 43:38




Nun, ändern werden die kanadischen Rocker von Nickelback ihren Stil nicht mehr. Warum sollten sie das aber auch? Ihre Scheiben laufen nach der Veröffentlichung im Radio rauf und runter. Und so etwas wird dann eben gekauft. Nicht anders war es schließlich auch mit dem sechsten Album der Band, welches den Titel „Dark Horse“ erhielt. Im November 2008 wurde diese Scheibe veröffentlicht, konnte zwar längst nicht mehr an den Erfolg des Vorgängers „All The Right Reasons“ anknüpfen, verkaufte sich jedoch immer noch gut.

Zu hören bekommt man hier einmal mehr einen sehr melodiösen Hard Rock serviert, der augenblicklich ins Ohr geht. Aber im Grunde genommen sind die Lieder auf „Dark Horse“ eigentlich keine Hard Rock Stücke mehr – beziehungsweise sind sie das nur noch in Ausnahmefällen. Nickelback klingen hier nun eher nach einer Art Mainstream Rock, deswegen hat wohl auch kein Radio-DJ hier mehr ein Problem Nickelback mit in die Endlosschleife zu katapultieren.

Ich finde das ihr wahrlich keine schlechte Musik, die die vier Musiker auf Compact Disc gepresst haben. Jedoch – und das ist ein sehr großes „Jedoch“ – kann man es eigentlich schaffen noch weniger spannend, noch langweiliger zu klingen? Nickelback hören sich hier so etwas von alltäglich an, dass man am Ende der Platte denkt es wäre einer dieser weiteren, unspektakulären Mittwochs und oftmals gar noch gar nicht mitbekommen hat, dass das Album bereits zu Ende ist. Das soll wie gesagt nicht bedeuten, dass Nickelback mit ihrem „Dark Horse“ nicht unterhalten würden. Gewiss, das machen sie. Man muss sich auch erst Recht nicht fürchten, wenn die Musik ertönt, allerdings bleibt von diesen Einheitsklängen leider nur so unfassbar wenig hängen. Die Musik der Kanadier ist absolut glatt produziert, quasi ohne Ecken und Kanten. Nur viel zu selten bringen sie noch etwas Überraschendes, etwas Außergewöhnliches.

Fazit: Mir ist es völlig Wurst, wie viele Alben eine Band, eine Sängerin oder ein Sänger verkauft. Manche der Musik, die ich absolut überzeugend finde, verkauft sich leider so schlecht, dass ich manchmal Schwierigkeiten dabei habe, darüber irgendwelche Informationen im Internet zu finden. Egal, denn bei Nickelback ist das anders, die kennt jeder. Allerdings wenn man sich die Verkaufszahlen dieser Band ansieht, dann sinken diese seit dem Album „All The Right Reasons“ kontinuierlich und auch drastisch. Kann es etwa sein, dass viele Konsumenten und auch Fans bei den neueren Alben von Nickelback erst Mal reinhören und sich denken: „Kenne ich schon!“? Überraschend wäre das allerdings nicht. Trotzdem, wer gerne solch „Mainstream Rock“ hört, die oder der dürfte hier ihr beziehungsweise sein Nirwana entdeckt haben. Mir ist das inzwischen leider alles zu langweilig, da so nichtssagend geworden. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Burn It To The Ground, Gotta Be Somebody



Sonntag, 10. Januar 2016

Nickelback – All The Right Reasons




Nickelback – All The Right Reasons


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals
Mike Kroeger – bass, backing vocals
Daniel Adair – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Billy Gibbons – guitar and backing vocals on "Follow You Home," "Fight For All The Wrong Reasons" and "Rockstar"
Timmy Dawson – piano on "Savin' Me" and "If Everyone Cared"
Brian Larson – strings on "Far Away"
Dimebag Darrell – guitar solo (sample) on "Side Of A Bullet"
Chris Gestrin – organ on "Rockstar"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Post Grunge, Hard Rock


Trackliste:

1. Follow You Home (4:20)
2. Fight For All The Wrong Reasons (3:44)
3. Photograph (4:18)
4. Animals (3:06)
5. Savin' Me (3:39)
6. Far Away (3:58)
7. Next Contestant (3:34)
8. Side Of A Bullet (3:00)
9. If Everyone Cared (3:38)
10. Someone That You're With (4:01)
11. Rockstar (4:15)

Gesamtspieldauer: 41:38




„All The Right Reasons“ nannten die vier Musiker von Nickelback aus Alberta, Kanada, ihr fünftes Studioalbum. Dieses wurde im Jahr 2005 auf dem Label „Roadrunner Records“, welche zum Mutterkonzern Warner Musik gehört, veröffentlicht. Und wieder hört man von den Kritikern der Band, dass die Kanadier auch dieses Mal nur ihrem eigenen Stil verbunden wären, wenig bis keine Abwechslung in ihrer Musik zulassen würden, lediglich ein Thema immer und immer wieder variieren würden, sprich, immer gleich klängen.

Nun, manches Mal stimmt dies sogar ein wenig, kann man dies nachvollziehen. Nickelback klingt einfach nach Nickelback. So viel Abwechslung gibt es da häufig nicht immer unbedingt. Die Band verfolgt eben einen bestimmten musikalischen Stil, der typisch für sie ist und den sie lediglich leicht unterschiedlich gestaltet. Dies mag auf so manches Manches Album drr Band zutreffen, allerdings auf „All The Right Reasons“ variieren die vier Kanadier diese „Grundausstattung“ durchaus immer wieder und dabei auch sehr variantenreich. Hier sind jetzt nicht mehr alle Titel im Mid-Tempo gehalten. hier gibt es nun nicht mehr nur einen Rhythmus. Auf „All The Right Reasons“ bekommen Hörerin und Hörer härtere Stücke wie sanftere Lieder serviert, denen eine gewisse Eingängigkeit wahrlich nicht abzusprechen ist.

Dazu unterscheidet sich diese Scheibe noch sehr von anderen Nickelback Alben, da sie eine ganze Menge Titel aufweist, die sehr schnell ins Ohr gehen und dort auch länger verweilen. Neben der Variabilität der Musik scheinen die Kanadier hier auch noch mehr die Melodiösität in der Musik für sich entdeckt zu haben. Die Lieder wirken, sind zumeist überzeugende Hard Rock Nummern, neben fein eingebetteten sanfteren Stücken, welche genau wie die härteren reich an Harmonien sind.

Fazit: Das ist immer noch Nickelback Musik, die man hier auf „All The Right Reasons“ hört. Die Musik der kanadischen Band war schon immer überzeugend, wenn auch mitunter ein wenig einseitig. Hier, auf dem fünften Album der Band, entdecken Nickelback allerdings irgendwie die Variabilität ihrer Musik neu. Dies bedeutet einen größeren Abwechslungsreichtum im Werk der kanadischen Hard Rocker, welcher durchaus dazu geeignet ist, neue Hörerschichten zu erschließen. Das alles kommt der Musik auf „All The Right Reasons“ zugute, die jetzt sehr viel abwechslungsreicher und kurzweiliger klingt. Dazu gibt es noch ein paar Titel, die wirklich klasse ins Ohr gehen. Rocker-Herz, was willst Du mehr? Neun Punkte.

Anspieltipps: Follow You Home, Far Away, If Everyone Cared



Freitag, 1. Januar 2016

Nickelback – The Long Road




Nickelback – The Long Road


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals
Mike Kroeger – bass guitar, backing vocals
Ryan Vikedal – drums


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Rock, Mainstream


Trackliste:

1. Flat On The Floor (2:02)
2. Do This Anymore (4:04)
3. Someday (3:27)
4. Believe It Or Not (4:08)
5. Feelin' Way Too Damn Good (4:16)
6. Because Of You (3:30)
7. Figured You Out (3:48)
8. Should've Listened (3:42)
9. Throw Yourself Away (3:55)
10. Another Hole In The Head (3:35)
11. See You At The Show (4:03)

Gesamtspieldauer: 40:35




„The Long Road” heißt das vierte Album der kanadischen Rockband Nickelback. Im Jahr 2003 wurde es ursprünglich auf dem Label „Roadrunner Records“ veröffentlicht und war achtzig Wochen in den US-amerikanischen Billboard Charts vertreten. Mit dieser Scheibe hatten es die vier Musiker aus Alberta nun endgültig geschafft, im Mainstream des Rock anzukommen. Die Verkaufszahlen waren vergleichbar zum Vorgänger und „The Long Road” ist wahrlich angefüllt mit jeder Menge harter, jedoch auch radiotauglicher Musik.

Ins Ohr gehen die Nummern dabei auch durchaus. Titel, die deutlich gegenüber anderen abfallen, gibt es auf dieser Scheibe auch nicht zu beklagen. Die einzelnen Lieder sind zumeist im Hard Rock angesiedelt, Freunde des Headbanging können sich also das Haupthaar ordentlich durchschütteln und sollten Kamm oder Bürste nicht vergessen. Etwas ruhigere Nummern wie „Should've Listened“ sind die große Ausnahme auf dieser Scheibe, die allgemein für eine kraftvolle Härte zu stehen scheint.

Was allerdings jedoch auch wieder bei diesem Nickelback Album offensichtlich beziehungsweise gut herauszuhören ist, das ist die doch etwas fehlende Variation in der Musik der Band. Klar, Nickelback haben ein Konzept, eine bestimmte Herangehensweise an die Musik, welches dann kompromisslos umgesetzt wird. Das mag natürlich eingefleischten Fans der Band gut gefallen, denn ihre Lieblingsmusik gibt es somit immer wieder – in nur leichten Variationen. Genau dies kann jedoch auch eine gewisse Langeweile bedeuten. Die Musik von Nickelback läuft – einmal eingelegt – irgendwie so ein kleines bisschen einfach durch. Beim ersten Hören ist da keine Nummer, die aus allen heraussticht. Alles hat seine Qualität, durchaus, ein wenig mehr Phantasie beziehungsweise Experimentierfreude würde man Nickelback jedoch ab und an schon wünschen.

Fazit: Wer auf gut gemachten Mainstream Rock der etwas härteren Sorte steht, die oder der kann mit „The Long Road” von Nickelback im Grunde genommen nichts falsch machen. Die Lieder sind dabei eingängig, ohne jetzt allerdings den einen, ganz großen Ohrwurm für die Hörerin oder den Hörer bereit zu halten. Dazu ähneln sich die einzelnen Nummern durchaus ein wenig, womit dem Ganzen etwas die Abwechslung und Spannung abgeht. Trotzdem sicherlich kein schlechtes Album, wie bereits gesagt, etwas für Freunde des eingängigen Rocks. Acht Punkte.

Anspieltipps: Figured You Out, Should've Listened



Samstag, 26. Dezember 2015

Nickelback – Silver Side Up




Nickelback – Silver Side Up


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals
Mike Kroeger – bass guitar
Ryan Vikedal – drums, percussion


Gastmusiker:

Ian Thornley – Slide guitar on "Good Times Gone"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock


Trackliste:

1. Never Again (4:20)
2. How You Remind Me (3:43)
3. Woke Up This Morning (3:50)
4. Too Bad (3:52)
5. Just For (4:03)
6. Hollywood (3:04)
7. Money Bought (3:24)
8. Where Do I Hide (3:38)
9. Hangnail (3:54)
10. Good Times Gone (5:18)

Gesamtspieldauer: 39:10




„Silver Side Up“ heißt das dritte Album der kanadischen Rockband Nickelback. Diese Scheibe wurde im Jahr 2001veröffentlicht und enthält jenen Titel, der für die vier Musiker den endgültigen Durchbruch bedeutete und sicherlich nicht zuletzt zum überragenden Erfolg dieser Scheibe beitrug: „How You Remind Me“. Eine Rock-Nummer, im Mid-Tempo gehalten, die sich ziemlich schnell im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers festsetzt. Kurz nach der Veröffentlichung lief dieses Lied auch in den Radiostationen dieser Welt rauf und runter und man konnte sich dem Titel nicht mehr entziehen – trotzdem hat man sich an ihm nicht überhört, auch ein Qualitätsmerkmal.

Ebenfalls noch sehr gelungen und auch mit Ohrwurmpotential ausgestattet, ist das folgende Lied „Woke Up This Morning“. Auch diesen Titel trägt die Band im Mid-Tempo vor, die Nummer groovt und überzeugt auch bereits beim ersten Durchlauf. So, jetzt komme ich aber zu dem Manko der Musik von Nickelback, welches im Grunde genommen nur indirekt eines ist. Ein schlechter Titel hat sich nämlich nicht auf „Silver Side Up“ geschlichen, trotzdem überzeugt diese Scheibe nicht restlos.

Dies liegt einzig und allein daran, dass Nickelback einem bestimmten Musikstil frönen und diesen auch konsequent durchziehen. Das wiederum bedeutet, das nicht nur die bereits erwähnten zwei Titel im Mid-Tempo gehalten sind, nein, auf „Silver Side Up“ verfügt jedes Lied über dieses Tempo. Auch sonst ähneln sich die einzelnen Stücke von der Machart her sehr, ohne freilich direkt identisch zu sein. Allerdings kann man Kritiker und Fans durchaus verstehen, die behaupten, auf „Silver Side Up“ klingen alle Lieder sehr ähnlich bis gleich. Ich empfinde das ebenso, wenn auch „Good Times Gone“, die letzte Nummer des Albums, noch mal für Abwechslung sorgt. Dies liegt nicht nur an der hier eingesetzten Slide Gitarre, sondern auch darin begründet, dass die Band dieses Mal deutlicher mit den Tempi und den Lautstärken im Titel selbst spielt. Diese werden nun stärker variiert – und damit bleibt diese Nummer sehr viel mehr hängen, als so manch andere dieses Albums, welches doch eigentlich keine Ausfälle beinhaltet.

Fazit: Ein grundsolides Rock-Album ist „Silver Side Up“ geworden, ausgestattet mit zwei, drei wirklichen Höhepunkten. Größere „Ausschläge nach unten“ gibt es nicht zu beklagen, wenn auch die Abwechslung auf dieser Scheibe nicht übermäßig groß geschrieben wird. Sei es drum, Freunden des Rock wird diese Scheibe mit Sicherheit gut gefallen und die Höhepunkte sind auch wirklich sehr hörenswerte Rock-Nummern mit Ohrwurmcharakter. Neun Punkte.

Anspieltipps: How You Remind Me, Woke Up This Morning, Good Times Gone



Sonntag, 14. Juni 2015

Nickelback – Curb




Nickelback – Curb


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals
Mike Kroeger – bass
Brandon Kroeger – drums


Gastmusiker:

Ariel Watson – cello on "Curb"
Boyd Grealy – drums on "Curb"


Label: Roadrunner Records


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Grunge, Rock


Trackliste:

1. Little Friend (3:48)
2. Pusher (4:00)
3. Detangler (3:41)
4. Curb (4:51)
5. Where? (4:27)
6. Falls Back On (2:57)
7. Sea Groove (3:58)
8. Fly (2:53)
9. Just Four (3:54)
10. Left (4:03)
11. Window Shopper (3:42)
12. I Don't Have (4:06)

Gesamtspieldauer: 46:24




„Curb“ heißt das erste Album von Nickelback, welches im Jahr 1996 erschien. „Randstein“ oder „Behinderung“ heißt das auf Deutsch und „behindert“ waren die vier Kanadier am Anfang durchaus, denn sie hatten kein Label, auf dem sie ihre Platte veröffentlichen hätten können. Nun, so entschieden sie sich dieses in Eigenregie zu tun und Roadrunner Records legte die Scheibe, nachdem Nickelback sehr erfolgreich geworden waren, später, im Jahr 2002, wieder auf.

Zu hören ist auf „Curb“ Grunge bis Hard Rock. Die Nummern sind hart, grooven zum Teil auch, jedoch keineswegs immer. Trotzdem werden Freunde der „härteren“ Töne durchaus ihre Freude an dem Album haben. Trotzdem spüre ich in mir ich, wenn ich an „Grunge“ denke, solche Bands wie Nirvana oder Pearl Jam. Ich denke an Bands, die durchaus „hart“ klingen, jedoch immer auch melodiös und eingängig. Deren Lieder mit dem gewissen „Etwas“ verbunden sind.

Allerdings fehlt dieses „Etwas“ bei Nickelback, zumindest auf „Curb“. Zwar klingt die Band so, dass sie frei jeglicher Restriktionen durch Plattenfirmen diese Scheibe aufnehmen konnte, jedoch klingt das Ergebnis auch nicht absolut überzeugend. Okay, sie rocken. Das sogar sehr gut. Trotzdem fehlt der Wiedererkennungswert. Wenn ich allerdings nur darauf aus bin, für den Moment Headbanging zu betreiben, dann wirkt „Curb“ schon sehr überzeugend. Mir allerdings fehlt dieses besondere Momentum, was mich dazu treibt, diese Scheibe öfters aufzulegen.

Fazit: Grunge- und Hard Rock-Freunde werden diese Platte lieben. Gut gemachter Rock, der durchaus auch in die Beine geht. Die einzelnen Titel sind auch melodiös, wenn auch dieses „Ins-Ohr-Gehen“ nicht unbedingt vorhanden ist. Keine schlechte Scheibe, jedoch auch nicht sehr weit über dem Durchschnitt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Curb, Fly