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Freitag, 24. Januar 2025

The Cranberries – Bury The Hatchet

 



The Cranberries – Bury The Hatchet


Besetzung:

Dolores O'Riordan Burton – vocals, guitar, keyboards
Noel Hogan – acoustic and electric guitars
Mike Hogan – bass guitar
Fergal Lawler – drums, percussion




Erscheinungsjahr: 1999


Stil: Rock


Trackliste:

1. Animal Instinct (3:31)
2. Loud And Clear (2:45)
3. Promises (5:27)
4. You And Me (3:35)
5. Just My Imagination (3:41)
6. Shattered (3:42)
7. Desperate Andy (3:44)
8. Saving Grace (3:08)
9. Copycat (2:53)
10. What‘s On My Mind (3:12)
11. Delilah (3:32)
12. Fee Fi Fo (4:47)
13. Dying In The Sun (3:32)
14. Sorry Son (3:28)

Plus fünf Extratitel aus der Zeit:

15. Baby Blues (2:38)
16. Sweetest Thing (3:34)
17. Woman Without Pride (2:26)
18. Such A Shame (4:23)
19. Paparazzi On Mopeds (4:33)

Gesamtspieldauer: 1:08:41



„Bury The Hatchet“ heißt das vierte Studioalbum der irischen Alternative Rock Band The Cranberries. Das Album wurde am 19. April 1999 auf dem Plattenlabel Island Records veröffentlicht. Es ist das erste Album der Cranberries, nachdem aufgrund einer stressbedingten Erkrankung während der Nordamerikatournee 1996 Dolores O‘Riordan dringend eine Auszeit benötigte und die Band sich zum ersten Mal aufgelöst hatte.

Inhaltlich beschäftigen sich die Lieder auf „Bury The Hatchet“ mit den Themen Mutterschaft und Kindern (Dolores O’Riordan war in dieser Zeit auch zum ersten Mal Mutter geworden) bis hin zu Scheidung und Kindesmissbrauch. Das Albumcover wurde von Storm Thorgerson gestaltet, der auch für viele Albumcover von Pink Floyd verantwortlich ist. Es zeigt einen nackten Mann, der von einem riesigen Auge in einer kargen Landschaft beobachtet wird.
Musikalisch kann „Bury The Hatchet“ nicht mehr so überzeugen wie noch die beiden Vorgängeralben „To The Faithful Departed“ und „No Need To Argue“. Die Lieder bewegen sich auf diesem ersten Album nach der Wiedervereinigung der Band alle im Genrebereich zwischen Pop und Rock und fließen etwas dahin. Das Lied „Promises“ wurde als Single ausgekoppelt und konnte sich zumindest noch in den Charts platzieren. Den weiteren Singleauskopplungen „Animal Instinct“, „Just My Imagination“ und „You And Me“ gelang dies nicht mehr.

Dies liegt wohl daran, dass die Nummern sehr unspektakulär „durchlaufen“ und eben nicht mehr unbedingt sofort im Ohr hängenbleiben. Freilich klingt das ganze Album noch hörenswert, jedoch auch leider irgendwie austauschbar und an manchen Stellen gar etwas langweilig. Dabei lohnt es sich „Bury The Hatchet“ öfters aufzulegen, um sich die einzelnen Lieder noch besser zu erschließen, die dann tatsächlich auch an Wiedererkennungswert gewinnen. Der „besondere Titel“, das herausstechende Lied fehlt allerdings auch noch nach vielen Durchläufen. Somit ist „Bury The Hatchet“ wahrlich kein schlechtes Album geworden, allerdings auch kein weiteres Meisterwerk der Cranberries.

Fazit: Durchaus eingängigen Pop und Rock hört man auf „Bury The Hatchet“. Es lohnt die Scheibe öfters aufzulegen und die Lieder werden noch vertrauter und prägen sich noch besser ein. An die Qualität der vorherigen Alben der Cranberries reicht „Bury The Hatchet“ allerdings nicht mehr heran. Dazu sind die einzelnen Titel dann oftmals doch zu gewöhnlich – leider. Acht Punkte.

Anspieltipps: Shattered, Fee Fi Fo, Dying In The Sun



Dienstag, 18. März 2014

The Cranberries – Roses




The Cranberries – Roses


Besetzung:

Dolores O'Riordan – vocals
Noel Hogan – guitars, keyboards, melodica and drum programming
Mike Hogan – bass
Fergal Lawler – drums and percussion


Gastmusiker:

Stephen Street – acoustic guitar, keyboards and tamborine
Dan Brodbeck – strings
Kevin Hearn – accordion
Louisa Fuller – violin
Rick Koster – violin
John Metcalfe – viola
Sophie Harris – cello


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Pop, Folk Rock


Trackliste:

1. Conduct (5:11)
2. Tomorrow (3:56)
3. Fire & Soul (4:32)
4. Raining In My Heart (3:27)
5. Losing My Mind (3:41)
6. Schizophrenic Playboy (3:40)
7. Waiting In Walthamstow (4:20)
8. Show Me (3:27)
9. Astral Projections (4:45)
10. So Good (3:54)
11. Roses (3:41)

Gesamtspieldauer: 44:34




2012, nach der Wiedervereinigung und elf Jahre nach dem letzten Album, veröffentlichten die Cranberries ihr sechstes Studioalbum. Festzuhalten bleibt dabei gleich zu Beginn, dass die irische Band um die Sängerin und Songschreiberin Dolores O'Riordan in dieser Zeit nichts von ihrem Talent verloren hat, schöne und eindringliche Pop-Musik zu schreiben, die ab und an auch in die Richtung Folk tendiert. Alles klingt wieder auf „Roses“ und einmal mehr steht die sehr schöne Stimme der Dolores O'Riordan im Vordergrund und vermittelt und verleiht den einzelnen Songs so etwas Sehnsüchtiges und Verträumtes.

Somit hat auch jeder Titel auf dieser Scheibe seine Qualität und Ausbrüche nach „unten“ sucht man vergebens. Allerdings verhält es sich genauso mit den Ausbrüchen nach „oben“. Diese „Übersongs“, die es auf manch anderem Album der Cranberries zu hören gibt, die fehlen dieses Mal irgendwie. Alles läuft – zugegebenermaßen auf relativ hohem Niveau – so ein klein wenig durch und weiß zwar immer wieder zu gefallen, jedoch nicht mehr mitzureißen. Die sanften Töne stehen auf „Roses“ ganz klar im Vordergrund, gerockt wird hier nur noch sehr wenig. Dabei klingt die Platte fast schon lieblich und verträumt, die Gegensätze fehlen dagegen, alle Lieder sind in etwa im selben Stil gehalten, sodass zwar keine Langeweile aufkommt, der Spannung und Abwechslung allerdings auch nicht unbedingt ein allzu großer Raum geschaffen wird.

Fazit: „Roses“ ist ein schönes und irgendwie nachdenkliches Album der Cranberries geworden. Die einzelnen Titel kann man durchaus mit „schön“ und eingängig bezeichnen. Allerdings kann man diese Musik auch ganz leicht und sehr unauffällig nebenbei hören ohne, dass die einzelnen Titel dabei allzu groß auffallen oder in irgendeiner Art und Weise wirken würden. Das wiederum ist eigentlich ein bisschen schade, denn die Musik, die einzelnen Lieder, sind durchaus hörenswert. Da allerdings alles im selben Tempo, meist im gleichen Rhythmus und in derselben Stimmung gehalten ist, verwundert das dann wiederum doch nicht allzu sehr. Trotzdem ein, wie bereits erwähnt, schönes Album für all diejenigen Hörer, die auf Melodiösität und Eingängigkeit in der Musik stehen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Waiting In Walthamstow, Show Me



Donnerstag, 23. Januar 2014

The Cranberries – To The Faithful Departed




The Cranberries – To The Faithful Departed


Besetzung:

Dolores O'Riordan – vocals, electric guitar, acoustic guitar, keyboards, whistle, mandolin
Noel Hogan – electric guitar, acoustic guitar, mandolin
Mike Hogan – bass guitar
Fergal Lawler – drums, percussion


Gastmusiker:

Michael Kamen – orchestration
Henry Daag – saw on "Bosnia"
Richie Buckley – tenor saxophone on "Salvation"
Michael Buckley – baritone saxophone on "Salvation"
Bruce Fairbairn – trumpet on "Salvation"
Randy Raine-Reusch – additional percussion


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Hollywood (5:07)
2. Salvation (2:24)
3. When You're Gone (4:57)
4. Free To Decide (4:25)
5. War Child (3:50)
6. Forever Yellow Skies (4:10)
7. The Rebels (3:20)
8. Intermission (2:04)
9. I Just Shot John Lennon (2:41)
10. Electric Blue (4:51)
11. I'm Still Remembering (4:49)
12. Will You Remember? (2:49)
13. Joe (3:22)
14. Cordell (3:40)
15. Bosnia (5:38)

Gesamtspieldauer: 58:07




Etwas hatte sich geändert auf „To The Faithful Departed“, dem dritten Album der irischen Band The Cranberries, welches 1996 erschien. Wurde auf der vorherigen Veröffentlichung mit nur zwei Ausnahmen immer auf die ruhige Karte in der Musik gesetzt, so gibt es hier zwar auch wieder ruhige und sehr verträumte Musik zu hören, allerdings haben auch vermehrt rockigere Töne Einzug in die Musik der Band gefunden.

Stellvertretend stehen dabei gleich die beiden Titel zu Beginn der Platte: „Hollywood“ und „Salvation“. Beides kraftvolle Nummern, von denen „Hollywood“ durchaus das Potenzial besitzt, sich als Ohrwurm im Musikzentrum des Hörers festzusetzen – auch nachhhaltig. Die Nummer steht dem größten Hit der Cranberries „Zombie“ auch in fast nichts nach. Sehr, sehr gelungen.

Ebenfalls überzeugend ist der Titel „I Just Shot John Lennon“, der die Tat des Mark David Chapman vom 8. Dezember 1980 noch mal erzählt. Das treibende Lied endet mit dem Knall von fünf Schüssen. Eingeleitet wurde dieses Stück durch den vorherigen Song „Intermission“, einer ruhigen, sphärischen und schließlich doch sehr melodiösen und kurzen Instrumentalnummer. Ein wirklich gelungener Kontrast. Noch ein anderes ruhiges Lied gehört mit zu den Höhepunkten der Platte: „Electric Blue“. Eingeleitet mit an Kirchenmusik erinnernden Gesang entwickelt sich dann ein wunderschöner Titel, der ganz vom mehrstimmigen Gesang der Dolores O'Riordan lebt.

Auch der Rest der Platte hat es in sich. Keinen Ausfall gibt es zu verzeichnen. Die Band hält immer wieder sogar kleine instrumentale Überraschungen für den Hörer parat. Da klingt es mal südeuropäisch, dann hört sich ein Titel zunächst nach Urwald an und wird schließlich komplett mit Kirmes- beziehungsweise Zirkus-Musik untermalt oder aber man hört in einem Lied eine singende Geige. Es gibt also viel zu entdecken auf dieser Platte, die für jede Menge Abwechslung sorgt.

Fazit: Auch „To The Faithful Departed“, das dritte Album der Cranberries, ist überaus gelungen. Wen Experimentierfreude gepaart mit Melodiösität interessieren, der oder dem sei dieses Album wärmstens empfohlen. Allerdings sollte dabei doch klar sein, dass sich die Band hauptsächlich in den Gefilden des Pop mit Ausflügen in den Rock bewegt. Aber diese Gefilde sind hier deutlich anspruchsvoller, als bei den meisten anderen Pop-Bands. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hollywood, Electric Blue



Donnerstag, 16. Januar 2014

The Cranberries – No Need To Argue




The Cranberries – No Need To Argue


Besetzung:

Dolores O'Riordan – vocals, electric and acoustic guitars, keyboards
Noel Hogan – electric and acoustic guitars
Mike Hogan – bass guitar
Feargal Lawler – drums and percussion


Gastmusiker:

John And His String Section  strings


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Pop, Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Ode To My Family (4:31)
2. I Can't Be With You (3:08)
3. Twenty One (3:08)
4. Zombie (5:06)
5. Empty (3:26)
6. Everything I Said (3:53)
7. The Icicle Melts (2:54)
8. Disappointment (4:15)
9. Ridiculous Thoughts (4:32)
10. Dreaming My Dreams (3:36)
11. Yeats' Grave (3:00)
12. Daffodil Lament (6:14)
13. No Need To Argue (2:57)

Gesamtspieldauer: 50:39




Das Lied „Zombie“ kennt wohl jeder. Es war der Hit auf dem zweiten Album der irischen Band Cranberries mit dem Titel „No Need To Argue“. Sicherlich war diese Nummer auch ein Grund dafür, dass die Band mit dieser 1994 erschienenen Platte ihren internationalen Durchbruch feiern konnte. Allerdings ist „Zombie“, welches textlich vom Nordirland-Konflikt handelt, absolut untypisch für „No Need To Argue“. Ist dieser Hit kraftvoll, rockig und treibend, so entsprechen die anderen zwölf Titel auf dem Album eher Adjektiven wie sanft, ruhig und zerbrechlich.

Das beginnt gleich mit dem ersten Lied „Ode To My Family“. Sehr weich, sehr melodiös und getragen kommt hier die Stimme der Dolores O'Riordan wunderschön zur Geltung. Den Background-Gesang hat sie dabei auch noch übernommen, sodass es hier gleich die volle Ladung dieses Gesangs zu hören gibt, der so gerne gegen Ende einer Zeile nach oben wegzukippen, sich zu überschlagen liebt. Sanft wie der Anfang ist auch das Ende der Platte mit dem Titelsong „No Need To Argue“ gestaltet. Hier wird es dann sogar schon minimalistisch in Bezug auf die Instrumentierung. Dolores O'Riordan flüstert fast und diese zerbrechliche Stimme wird nur durch sanfte Orgelklänge untermalt.

Zwischen diesen beiden Titeln gibt es, neben dem bereits erwähnten „Zombie“, noch zehn weitere Songs, die alle in die gleiche verträumte Richtung tendieren. Sanfte, ruhige Musik, meist sehr melancholisch vorgetragen, mitunter sentimental, nur ab und an mal von einem schnelleren oder flotteren Part unterbrochen. So ist „No Need To Argue“ irgendwie ein November-Album, eine Platte für graue Tage, um den eigenen Blues so richtig aufleben zu lassen.

Fazit: Wunderschön verträumt klingt dieses zweite Werk der Cranberries. Dazwischen dann noch so eine rockige Nummer wie „Zombie“. Wahrlich überzeugend das Ganze. Wer auf Melodiösität und Harmonie in der Musik steht, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Elf Punkte.

Anspieltipps: Ode To My Family, Zombie, Daffodil Lament