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Sonntag, 2. Dezember 2018

Dear Reader – Day Fever




Dear Reader – Day Fever


Besetzung:

Cherilyn MacNeil – vocals, various keyboard instruments and guitars


Gastmusiker:


John Vanderslice – synthesizer, synthesizer programming
Adam Theis – horns
Ben Goldburg – clarinet
Nate Blaz – cello
Jason Slota – drums
Andrew Maguire – percussion
James Riotto – bass, synthesizer programming
Sami Perez – vocals
Medeline Kenney – vocals
Carly Bond – vocals
Inés Beltranena – vocals
Lindy Groening – vocals
Erika Wilson – vocals
Rebecca Edwards – vocals


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Alternative Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Oh, The Sky! (4:51)
2. Tie Me To The Ground (3:17)
3. So Petty So Pathetic (2:40)
4. Mean Well (4:08)
5. Wake Him (2:35)
6. Placate Her (3:35)
7. If Only Is (3:11)
8. I Know You Can Hear It (3:29)
9. Nothing Melodious (4:04)
10. Then, Not Now (3:20)
11. The Run (3:20)

Gesamtspieldauer: 38:35



„Day Fever“ heißt das vierte Studio-Album von Dear Reader, hinter dem sich die Südafrikanerin Cherilyn MacNeil verbirgt. „Day Fever“ erschien am 24. Februar im Jahr 2017 auf dem Plattenlabel City Slang und enthält, wie die Vorgängerplatte „Rivonia“ elf Lieder, die sich im Bereich des Alternative Pop bis hin zum Art Rock bewegen.

Nicht nur bezüglich der Anzahl der Lieder und der Laufzeit des Albums ähneln sich diese beiden Platten. Auch auf „Day Fever“ gibt es häufiger eher klassische Instrumente zu hören, diese werden allerdings dieses Mal manchmal von sehr synthetischen Tönen des Keyboards beziehungsweise Synthesizers begleitet. Viele schöne Vokal-Arrangements erklingen ebenfalls auf „Day Fever“ und die allermeisten Lieder des Albums gehen schnell ins Ohr, klingen melodiös und eingängig. Die Musik der Cherilyn MacNeil ist wahrlich eine besondere und außergewöhnliche. Lieder, die aus dem Rahmen fallen, spannend in Szene gesetzt wurden und dabei immer wieder Überraschungen für die Hörerin und den Hörer parat halten. Das klingt auch durchaus durchgängig überzeugend, lediglich der Titel „Then, Not Now“ fällt da unangenehm aus der Reihe. In einigen Passagen klingt das Lied gewollt übersteuert und verzerrt und zerrt damit mehr an den Nerven, als dass es ein gelungenes Stilmittel wäre.

Sehr viel schöner sind da schon die Lieder an zweiter und dritter Stelle der Platte geraten. „Tie Me To The Ground“ und „So Petty So Pathetic“ heißen die beiden Höhepunkte auf „Day Fever“. „Tie Me To The Ground“ klingt durch seine Gesangsarrangement fast schon skurril und dabei trotzdem restlos eingängig. „So Petty So Pathetic“ ist für mich der Ohrwurm der Platte. Beginnend mit sanften Piano-Klängen, zu der die helle Stimme der Cherilyn MacNeil ertönt, bleibt die Instrumentierung eher im Hintergrund. Rhythmusgeräusche, die gar nicht zum Rest des Liedes passen wollen, runden den außergewöhnlichen Eindruck ab. Da auch die restlichen Lieder sanft und melodiös das Ohr umspielen, steht dem Musikgenuss nichts mehr im Wege.

Fazit: Auch die vierte Scheibe der Cherilyn MacNeil alias Dear Reader mit dem Titel „Day Fever“ ist ein außergewöhnliches und sehr eingängiges Album geworden. Man hört darauf zumeist sanfte und leise Musik, mit etwas mehr elektronischer Unterstützung als zuvor und dadurch vielleicht nicht mehr ganz so melodiös wie der Vorgänger „Rivonia“. Allerdings kann dies die eine oder der andere durchaus auch anders sehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Tie Me To The Ground, So Petty So Pathetic, Placate Her



Montag, 19. November 2018

Dear Reader – Rivonia




Dear Reader – Rivonia


Besetzung:

Cherilyn MacNeil – piano, harmonium, accordion, synthesizer, vibraphone, acoustic, bass & vocals


Gastmusiker:

Earl Harvin – drums, percussion & bass
Samuel Vance-Law – violin & vocals
Martin Wenk – horns
Friedrich Brückner – bassoon
Bernd Brückner – clarinette, saxophone & flute
Isabel Brückner – clarinette, saxophone & flute
Giovanni Nicoletta – bass
Erik Sunbring – electric guitars & vocals
Konstantin Gropper – vocals
Caroline McAlister – vocals
Emma Greenfield – vocals
Deniz Jaspersen – vocals
Sven van Thom – vocals
Laurent Martin – vocals


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Alternative Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Down Under, Mining (3:14)
2. Took Them Away (3:30)
3. Good Hope (3:16)
4. 27.04.1994 (3:01)
5. From Now On (2:53)
6. Man Of The Book (3:14)
7. Back From The Dead (4:03)
8. Teller Of Truths (2:54)
9. Already Are (3:27)
10. Cruelty On Beauty On (3:13)
11. Victory (1:24)

Gesamtspieldauer: 34:14



„Rivonia“ nannte die Südafrikanerin Cherilyn MacNeil ihr drittes Studioalbum, welches erneut unter dem Bandnamen Dear Reader veröffentlicht wurde. „Rivonia“ erschien im Jahr 2013 auf dem Plattenlabel City Slang und enthält elf Lieder, die sich im Bereich des Alternative Pop bis hin zum Art Rock bewegen.

Die einzelnen Lieder sind häufig mit eher klassischen Instrumenten eingespielt worden, denn mit den „herkömmlichen“ Pop- und Rock-Instrumenten. Somit klingt „Rivonia“ durchaus auch ein wenig nach Kammer-Pop. Die Musik hat es dabei wahrlich in sich, klingt wunderschön sanft, wird häufig mehrstimmig eingesungen und ist mehr als nur eingängig. Die allermeisten Titel auf dem Album gehen ohne große Umwege sofort ins Ohr und verbleiben dort auch. „Rivonia“ klingt unfassbar melodiös und auch abwechslungsreich, enthält Musik zum darin Eintauchen und Genießen.

Die Höhepunkte der Platte heißen „Good Hope”, „Man Of The Book“ sowie „Cruelty On Beauty On“. „Good Hope” klingt so wunderschön sanft und zerbrechlich und ist mit eines der eingängigsten Titel, die ich kenne. „Man Of The Book“ ist das Lied des Albums, welches gleich beim ersten Mal des Hörens hängenbleibt und Eindruck hinterlässt. Der Titel „Cruelty On Beauty On“ klingt dagegen durch gesampelte Vokaleffekte fast schon surreal und geht ebenso wunderschön ins Ohr, wobei hier Rhythmus und Tempo etwas flotter gehalten sind. Bei „Already Are“ hört man übrigens Konstantin Gropper im Duett mit Cherilyn MacNeil, der vielen von seinem Projekt „Get Well Soon“ her bekannt sein dürfte.

Fazit: „Rivonia“ ist eine wunderschöne und besondere Platte geworden. Sehr melodiöse und eingängige Musik bekommt man darauf zu hören, die hängenbleibt. Das Album enthält Lieder, die Musik zu etwas Besonderem werden lassen, zu etwas, was das Leben bereichert und weswegen man gerne Musik hört. Einziges Manko der Platte ist die doch sehr kurze Laufzeit – zumindest für heutige Verhältnisse. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Good Hope, Man Of The Book, Cruelty On Beauty On



Donnerstag, 1. November 2018

Dear Reader – Idealistic Animals




Dear Reader – Idealistic Animals


Besetzung:

Cherilyn MacNeil – ohne weitere Angaben


Gastmusiker:

Brent Knopf – ohne weitere Angaben
Jean-Louise Nel – viola and vocals
Jacob Lind – drums and vocals
Eric Sunbring – guitars and vocals
Martin Wenk – horns, vibraphone, baritone guitar, mandotar and accordion
Cadimhe McAlister – harp and vocals
Fritz Brückner – bassoon
Bernt Brückner – clarinet
Isabel Brückner – clarinet
Matt Sheehy – vocals
Dave Depper – vocals and bass and guitar
Mark Shirazi – drums
Sven Michelson – drums
John Askew – percussion
Jessica Beer – choir
Christopher Cotter – choir
Jen Dolan – choir
Tamara Harris – choir
Bennett Baily – choir
Tom Fahrbach – choir
Mini Shapenote – choir


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Alternative Pop


Trackliste:

CD1:

1. Fox (Take Your Chances) (3:46)
2. Monkey (Go Home Now) (4:19)
3. Mole (Mole) (3:36)
4. Earthworm (All Hail Our Ailing Mother) (4:00)
5. Giraffe (What's Wrong With Us) (3:27)
6. Man (Idealistic Animals) (4:56)
7. Camel (Not Black Or White But Camel) (3:42)
8. Whale (Boohoo) (3:36)
9. Bear (Young's Done In) (3:37)
10. Elephant (Hearter) (2:44)
11. Kite (Soon We'll Light Up) (1:35)

CD2:

1. Monkey (4:53)
2. Whale (3:39)
3. Camel (4:21)
4. Mole (3:32)
5. Bear (4:19)

Gesamtspieldauer CD1 (39:23) und CD2 (20:47): 1:00:10




Dear Reader ist eine Alternative Pop Band aus Johannesburg, Südafrika. Die Band wurde 2008 von der Sängerin und Songwriterin Cherilyn MacNeil und dem Produzenten und Bassisten Darryl Torr gegründet. Seit dem Jahr 2010 ist Dear Reader jetzt das Solo-Projekt der Cherilyn MacNeil, die inzwischen in Berlin lebt. „Idealistic Animals“ wurde im Jahr 2011 auf dem Plattenlabel City Slang veröffentlicht, ist die zweite Platte von Dear Reader und gleichzeitig, die erste Scheibe, die Cherilyn MacNeil ohne Darryl Torr einspielte.

Auf „Idealistic Animals“ hört man Alternative Pop, der zumeist sanft und warm aus den Boxen strömt. Die elf Lieder der Platte gehen allesamt ins Ohr, sind melodisch und eingängig aufgebaut. Die Instrumentierung ist dabei eher zurückhaltend gewählt, oftmals sind es Hintergrundchöre, die die Atmosphäre noch etwas dichter packen. Eher selten wird das Tempo eines Liedes auch mal angezogen oder es bewegt sich von Beginn an im eher „flotteren“ Bereich. Doch diese Stellen gibt es sehr wohl auch auf „Idealistic Animals“ und lassen die Platte dadurch noch deutlich abwechslungsreicher klingen.

„Fox (Take Your Chances)“, „Camel (Not Black Or White But Camel)“ sowie „Whale (Boohoo)“ heißen die Höhepunkte des Albums. Die Lieder steigern sich in dieser Reihenfolge bezüglich ihres Tempos. Ist „Fox (Take Your Chances)“ noch sehr zurückhaltend und atmosphärisch dicht, klingt „Camel (Not Black Or White But Camel)“ nicht nur flotter, sondern auch deutlich fröhlicher. „Whale (Boohoo)“ zieht bezüglich des Tempos nochmals ein wenig an und wenn schließlich der Refrain erklingt, möchte man am liebsten gleich mit einstimmen. Allen drei Stücken ist die Melodiösität gemeinsam, dieses gewisse Etwas, was einen Titel ins Ohr gehen und dort verweilen lässt.

Mit der „Limited Deluxe Edition“ des Albums bekommt man ein Doppelalbum geliefert, welches auf der zweiten CD fünf ausgewählte Stücke nochmals in akustischer Version, live eingespielt enthält. Nicht unbedingt der Mehrwert, aber eine nette Ergänzung.

Fazit: Keinen platten Pop bekommt man auf „Idealistic Animals“ von Dear Reader, der Band der Südafrikanerin Cherilyn MacNeil geboten. Musik mit Tiefgang, abwechslungsreich und ins Ohr gehend. Viele der Titel bleiben dabei auch längerfristig hängen. Es gibt die nachdenklichen Momente neben den fröhlicheren Passagen auf der Platte, auf der zwar keine neuen Wege gegangen werden, die jedoch vorhandene Pfade erweitert und bereichert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Fox, Camel, Whale



Freitag, 19. Oktober 2018

Dear Reader – Replace Why With Funny




Dear Reader – Replace Why With Funny


Besetzung:

The Wits Choir
Lloyd Martin on drums
Larah Eksteen on violin
Eddie Clayton on french horn
Hannah Botsis on cello
Everything else played by Cheri, Darryl and Brent


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Independent Pop


Trackliste:

1. Way Of The World (4:05)
2. Dearheart (3:57)
3. Great White Bear (4:05)
4. Bend (3:37)
5. Out Out Out (3:00)
6. Release Me (3:38)
7. Never Goes (4:04)
8. The Same (4:30)
9. What We Wanted (3:51)
10. Everything Is Caving (7:06)

Gesamtspieldauer: 41:59



Dear Reader ist eine Alternative Pop Band aus Johannesburg, Südafrika. Die Band wurde 2008 von der Sängerin und Songwriterin Cherilyn MacNeil und dem Produzenten und Bassisten Darryl Torr gegründet. Im Jahr 2009 erschien ihr erstes Studioalbum mit dem Titel „Replace Why With Funny“. Das Album erschien auf dem Plattenlabel City Slang und ist auch gleichzeitig die letzte Platte in dieser Konstellation, denn kurze Zeit später trennten sich die Wege von Cherilyn MacNeil und Darryl Torr.

Auf „Replace Why With Funny“ hört man sanften Alternative Pop, der überwiegend von Cherilyn MacNeil geschrieben wurde. Lediglich das Lied „Way Of The World“ ist ein Ko-Produktion der beiden Musiker. Die Musik ist hauptsächlich akustisch inspiriert und gehalten, sehr schön klingen auch immer die Chor-Einlagen, die die Musik der Südafrikaner noch etwas eingängiger und auch wärmer werden lassen. Unaufgeregte und entspannte Musik gibt es auf „Replace Why With Funny“ zu hören, die ins Ohr geht und ein ums andere Mal auch längerfristig dort verbleibt.

Besonders gelungen sind dabei die beiden Titel „Bend“ sowie „Never Goes“. Schöne, fast schon wärmende Lieder, die auch von der sanften und weichen Stimme der Cherilyn MacNeil leben. Definitiv ist das keine Musik für Freundinnen und Freunde des härteren Rocks – auch wenn die Musik ganz bestimmt nicht einschläfernd klingt und auch mal Rhythmus und Tempo angezogen werden. Auch die restlichen Lieder klingen und wirken nach, sodass „Replace Why With Funny“ durchgängig gut unterhält.

Fazit: Unaufgeregten Alternative Pop bekommt man von Dear Reader serviert. Dieser geht ins Ohr, klingt melodiös und ist allerbestens zum Entspannen geeignet. Besonders gelungen sind die Vokal-Arrangements, die den Gesang der Cherilyn MacNeil und den The Wits Choir betreffen. Schön. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Bend, Never Goes, The Same