Posts mit dem Label Eels werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eels werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. Juni 2024

Eels – Time!

 



Eels – Time!


Besetzung:

Mark Oliver Everett


Gastmusiker:

Kool G Murder
The Chet
Tyson Ritter
Sean Coleman
Ger Eaton
Wil Waghorn
Ronan Dooney




Erscheinungsjahr: 2024


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Time (2:26)
2. We Won't See Her Like Again (3:03)
3. Goldy (4:08)
4. Sweet Smile (3:28)
5. Haunted Hero (2:51)
6. If I'm Gonna Go Anywhere (4:23)
7. And You Run (3:40)
8. Lay With The Lambs (3:31)
9. Song For You Know Who (2:17)
10. I Can't Believe It's True (3:56)
11. On The Bridge (3:17)
12. Let's Be Lucky (4:06)

Gesamtspieldauer: 41:12



„Eels Time!“ ist bereits das fünfzehnte Studioalbum der Eels, dem Bandprojekt des US-Amerikaners Mark Oliver Everett. Seitdem im Jahr 1996 mit „Beautiful Freak“ das erste und sogleich bewegende und packende Album der Eels erschien, folgen diese in relativ konstanter Regelmäßigkeit. Dabei hat sich die Welt seit 1996 deutlich verändert, nicht allerdings die Musik des Mark Oliver Everett. Bereits nach wenigen Akkorden des ersten Titels, dem Titellied, weiß man, dass es sich auch bei „Eels Time!“ nur um eine Scheibe der Eels handeln kann.

Und es geht sogar noch einen Schritt weiter. „Eels Time!“ klingt fast wie ein aus der Zeit gefallenes Stück Musik, denn es erinnert vom Sound, den Melodien und Ideen sehr stark an den Beginn der musikalischen Karriere der Eels. Alles auf diesem neuen Album erklingt so herrlich eingängig und unaufgeregt. Die Melodien überzeugen bereits beim ersten Mal des Hörens, man muss sie sich keineswegs erarbeiten und gleichzeitig verlieren sie doch auch nach dem wiederholten Hören nichts von ihrer Spannung und ihrem Charme.

Fast wie vertraute Freunde erklingen die einzelnen Lieder auf „Eels Time!“. Bei den Eels hat sich nicht viel geändert seit Mitte der 90er Jahre. Klingt langweilig? Ist es allerdings keineswegs. Denn Mark Oliver Everett kopiert sich mit seinen zwölf neuen Titeln keineswegs. Er weitet das Spektrum seiner Lieder lediglich aus. Klar, es passiert nichts weltbewegend Neues, keine Experimente und wenn man so will auch keine Weiterentwicklung. Doch genau das ist das Angenehme an dieser Scheibe. Gefallen einem die Eels, bekommt man genau die Musik serviert, die man mag. Neue Lieder, neue schöne Melodien und neue interessante Texte. Aber keine Neuerfindung der Eels und das ist auch gut so.

Fazit: Die Eels klingen auf „Eels Time!“ nach den Eels. Mark Oliver Everett hat keine neuen Wege eingeschlagen, sondern bezieht sich sogar deutlich auf die Ursprünge der Band in den 90er Jahre. In einem Interview zur Veröffentlichung dieses Albums meinte der Musiker, dass er überrascht sei, überhaupt so lange erfolgreich Musik machen zu dürfen. Wenn die Musik so klingt wie auf „Eels Time!“ wird das auch noch eine Zeitlang so weitergehen. Wem die Eels gefallen, die oder der wird auch dieses Album lieben. Elf Punkte.

Anspieltipps: Time, Haunted Hero



Samstag, 5. Februar 2022

Eels – Extreme Witchcraft

 



Eels – Extreme Witchcraft


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

E
John Parish
Koool G Murder
P-Boo




Erscheinungsjahr: 2022


Stil: Rock


Trackliste:

1. Amateur Hour (2:32)
2. Good Night On Earth (3:18)
3. Strawberries & Popcorn (3:43)
4. Steam Engine (3:14)
5. Grandfather Clock Strikes Twelve (3:22)
6. Stumbling Bee (3:37)
7. The Magic (3:12)
8. Better Living Through Desperation (2:31)
9. So Anyway (3:21)
10. What It Isn‘t (3:48)
11. Learning While I Lose (2:44)
12. I Know You‘re Right (3:06)

Gesamtspieldauer: 38:32



„Extreme Witchcraft“ heißt das vierzehnte Studioalbum der US-amerikanischen Band Eels. Mark Oliver Everett, Gründer und einziges festes Mitglied seit dem Beginn im Jahr 1991, arbeitet auf diesem Album zum ersten Mal seit dem 2001er Album „Souljacker“ wieder mit PJ Harvey Produzent John Parish zusammen. „Extreme Witchcraft“ erschien am 28. Januar 2022 auf dem bandeigenen Plattenlabel E-Works.

Von dem melancholischen bis sentimentalen Ansatz in der Musik des Mark Oliver Everett, den er zu Beginn der Eels häufig pflegte, hört man auf „Extreme Witchcraft“ zunächst nur noch wenig. „Stumbling Bee“ wäre solch ein Titel, der noch an diese Phase der Band erinnert. Doch die beiden vorab veröffentlichten Titel „Good Night On Earth“ und „The Magic“ zeichneten den Weg des Albums bereits vor. Der Sound auf „Extreme Witchcraft“ ist rauer und kantiger geworden und damit nicht mehr ganz so eingängig wie bei vielen Liedern früherer Veröffentlichungen.

Trotzdem hört man auf „Extreme Witchcraft“ eindeutig noch Musik der Eels. Viele Lieder – und das war schon immer so bei der Musik des Mark Oliver Everett – wachsen mit jedem weiteren Durchlauf, werden vertrauter und dann auch wieder eingängig. Und gegen Ende des Albums kommen auch die Freundinnen und Freunde der eher melancholischen Musik der Eels noch mehr auf ihre Kosten. „So Anyway“ besitzt bereits einen gewissen Nostalgiefaktor und mit dem folgenden Lied „What It Isn‘t“ variieren die Eels ihre Musik auf „Extreme Witchcraft“ zwischen sanfter Melodie gepaart mit einer gewissen Eskalation im Refrain. Die Eels bringen hier ihre Musik auf den Punkt. Und schließlich folgen mit „Learning While I Lose“ und „I Know You‘re Right“ nochmals zwei Stücke, die bereits beim ersten Mal des Hörens ins Ohr gehen und auch einen gewissen Nostalgie-Faktor bezüglich früherer Veröffentlichungen in sich tragen. Irgendwie ein schöner Abschluss für dieses Album.

Fazit: „Extreme Witchcraft“ ist ein eindeutiges Eels-Album geworden, was nicht nur am unverwechselbaren Gesang von Mark Oliver Everett liegt. Der Sound, die Melodiebögen, die Atmosphären, all das lässt sich problemlos den Eels zuordnen. Und auch wenn ein absolutes „Überlied“ nicht auf dem Album enthalten ist, so findet man doch viele hörenswerte Titel, die unterhalten und auch ins Ohr gehen – je öfters man das Album hört. Und gerade die Abwechslung der Lieder auf diesem Album hat ihren Reiz. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Stumbling Bee, What It Isn’t, I Know You‘re Right



Mittwoch, 11. November 2020

Eels – Earth To Dora




Eels – Earth To Dora


Besetzung:

Mark Oliver Everett (E)
The Chet
Kool G Murder
P-Boo
Knuckles


Gastmusiker:

The Earth To Dora Orchestra & Choir




Erscheinungsjahr: Folk, Pop


Stil: 2020


Trackliste:

1. Anything For Boo (3:24)
2. Are We Alright Again (3:43)
3. Who You Say You Are (2:55)
4. Earth To Dora (3:43)
5. Dark and Dramatic (3:40)
6. Are You Fucking Your Ex (3:41)
7. The Gentle Souls (4:00)
8. Of Unsent Letters (3:08)
9. I Got Hurt (4:17)
10. OK (3:33)
11. Baby Let‘s Make It Real (3:55)
12. Waking Up (2:46)

Gesamtspieldauer: 42:48



„Earth To Dora“ heißt das dreizehnte Studioalbum der Eels um Marc Oliver Everett. Eigentlich sollte das Album veröffentlicht werden, um dann im Januar 2021 die Platte mit einer Tournee zu unterstützen. Doch in einem Interview sagte Marc Oliver Everett: „Der Plan war es zu veröffentlichen, wenn wir auf Tournee gehen könnten.“ Doch die Pandemie machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Und so sagte Marc Oliver Everett weiter: „Nun, die Leute wollen immer noch Musik hören, und vielleicht kann es jetzt mehr denn je ein Trost sein, also lasst uns (die Eels) jetzt einfach etwas Musik herausbringen.“ Eine tolle Einstellung und diese Veröffentlichung lohnt sich definitiv für Freundinnen und Freunde gerade der Musik der Eels in ihren Anfangsjahren.

Die Lieder auf „Earth To Dora“ wurden noch vor der Pandemie und des damit verbundenen Lock Downs geschrieben und erinnern sehr an die früheren Alben der Band. Die Eels klingen auf ihrem neuen Album sehr sanft und nachdenklich. Wunderschöne Musik gibt es da zu entdecken, die jederzeit eingängig und melodiös klingt, an manchen Stellen fast schon zerbrechlich sanft. Ich kenne alle Alben der Band und dieses neue Album der Eels erinnert mich sehr viel mehr an jene sechs Alben in den ersten zehn Jahren Bandgeschichte, als die folgenden sechs Alben der nächsten fünfzehn Jahre.

„Earth To Dora“ stellt somit sehr viel eher ein „Zurück zu den Wurzeln“, als ein musikalisches Fortschreiten dar. Und das ist so wunderschön gelungen, denn für mich müssen sich Bands nicht andauernd weiterentwickeln, wie oft von Musikkritikern gefordert. „Earth To Dora“ stellt vielmehr eine Ausweitung der Musik der Eels der ersten zehn Jahre dar, klingt sehr typisch nach den frühen Eels. Wer also gerade mit jener Musik etwas anfangen konnte, die oder der wird an „Earth To Dora“ sehr viel Spaß haben.

Die zehn Lieder überzeugen dabei schon beim ersten Mal des Hörens und alles hört sich vertraut an, obwohl auf dem Album selbstverständlich keine Titel aus früheren Zeiten kopiert werden. Ich mochte schon immer diese folkig angehauchten Lieder der Band, die es auf „Earth To Dora“ wieder vermehrt zu hören gibt. „Who You Say You Are“, „Dark and Dramatic“, „Ok“ oder „Waking Up“, alles wunderschöne und sanfte Nummern, die, obwohl vor der Pandemie geschrieben perfekt, atmosphärisch perfekt zum November und diesen Zeiten passen. Und auch die ein wenig fröhlicher klingenden Nummern, wie zum Beispiel das Titellied oder der Opener „Anything For Boo“ gehen sofort ins Ohr und sorgen dabei für zusätzliche Abwechslung.

Fazit: Ein sehr schönes Album ist den Eels mit „Earth To Dora“ gelungen. Dieses klingt ähnlich zu jenen Alben, die die Band in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens veröffentlichte – ohne sich dabei allerdings zu kopieren. Die Musik von damals wird irgendwie ergänzt. Wer die Musik der Eels von damals mochte, die oder der wird auch „Earth To Dora“ mögen – es klingt gut und vertraut. Elf Punkte.

Anspieltipps: Earth To Dora, Dark and Dramatic, OK, Waking Up



Donnerstag, 5. April 2018

Eels – The Deconstruction




Eels – The Deconstruction


Besetzung:

E (Marc Oliver Everett) – guitar, vocals
Kool G Murder – bass guitar
P-Boo – guitar, bass guitar, keyboards, drums
The Deconstruction Orchestra & Choir


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. The Deconstruction (4:10)
2. Bone Dry (3:42)
3. The Quandary (0:54)
4. Premonition (3:12)
5. Rusty Pipes (4:04)
6. The Epiphany (2:18)
7. Today Is The Day (3:03)
8. Sweet Scorched Earth (3:02)
9. Coming Back (0:58)
10. Be Hurt (3:59)
11. You Are The Shining Light (3:39)
12. There I Said It (2:50)
13. Archie Goodnight (0:48)
14. The Unanswerable (2:08)
15. In Our Cathedral (3:19)

Gesamtspieldauer: 42:12




„The Deconstruction“ heißt das inzwischen bereits zwölfte Studio-Album der Eels, alias E oder Marc Oliver Everett. Ganze vier Jahre mussten die Fans auf dieses neue Album warten, doch das Warten hat sich definitiv gelohnt. Es dauert nur ganz wenige Akkorde und man hat die Band sofort erkannt – ohne das Album jemals zuvor gehört zu haben. Dieser so typische Sound der Musik gepaart mit der Stimme des Marc Oliver Everett – unverwechselbar. Alle Titel auf „The Deconstruction“ wurden einmal mehr von Marc Oliver Everett geschrieben, beim Einspielen standen ihm erneut, die bereits auf dem Vorgänger-Album beteiligten Musiker Kool G Murder sowie P-Boo zur Seite. Die restliche Instrumentierung übernimmt das Deconstruction Orchestra samt Chor, welche im beiliegenden Booklet nicht genauer aufgeschlüsselt werden.

Das Zusammenspiel von sehr sanften und nachdenklichen Liedern mit anderen, deutlich rockigeren Stücken, dies sind auch auf „The Deconstruction“ die Zutaten, die ein Eels-Album immer zu etwas Besonderem werden lassen und jede Menge Abwechslung bieten. Eine packende Intensität der Musik, gerade in den hauchzart instrumentierten Stücken, gepaart mit der leicht rauchigen Stimme des Marc Oliver Everett, das hat was, das klingt ergreifend und oftmals einfach nur schön. In diesen Stücken lebt E die ganze Melancholie aus, welche seit seinem ersten Eels-Album „Beautiful Freak“ seiner Musik innewohnt. Ganz anders klingen dagegen die etwas rockigeren Lieder. Die Bremse wird gelöst und gleichzeitig scheint das Wetter schöner zu werden. Jetzt wallen die Akkorde deutlich heller und optimistischer auf.

Und schließlich gibt da noch die irgendwie „speziellen“ Titel, die man ebenfalls häufig auf einer Eels-Platte findet. Diese sind meist anders instrumentiert und verströmen eine ganz eigene Atmosphäre. Auf „The Deconstruction“ heißt dieses Lied „Rusty Pipes“ und ist eine der Nummern des Albums, welche gleich mit dem ersten Mal des Hörens ins Ohr geht. Ein wiederkehrendes und leicht variiertes Motiv, bestehend aus sanften Querflötenklängen sowie sehr zurückhaltendem, etwas verfremdeten Chor-Gesang, der nur ein zartes „Oh“ wiedergibt, sorgen hier für die ganz spezielle Stimmung des Titels. Musik die wirkt und nachhallt.

Fazit: Auf dem zwölften Album der Eels mit dem Titel „The Deconstruction“ gibt es einmal mehr diesen typischen Eels Sound zu hören, der alle Fans der Band für das vierjährige Warten belohnen wird. Sanfte, in sich gekehrte, fast zerbrechlich anmutende und melancholische Lieder sowie fröhlichere und rockigere Stücke. Dazu immer eine besondere musikalische Atmosphäre, welche die Eels deutlich von anderen Bands unterschiedet. Sehr viel Melodiösität in knapp einer dreiviertel Stunde Musik gibt es auf „The Deconstruction“ zu hören, wobei die besonders schönen Momente die ruhigeren sind. Mitte bis Ende Juni stellen die Eels ihr Album auch in fünf Konzerten in Deutschland vor. Auch ein Eels-Konzert ist ein Erlebnis. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Deconstruction, Premonition, Rusty Pipes



Montag, 23. Juni 2014

Eels – The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett




Eels – The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

E
The Chat
Koooln G Murder
P-Boo
Knuckles


Gastmusiker:

Professor Snatch And The Cautionary Tales Orchestra


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Indie Rock


Trackliste:

CD1:

1. Where I'm At (1:42)
2. Parallels (3:16)
3. Lockdown Hurricane (3:30)
4. Agatha Chang (3:28)
5. A Swallow In The Sun (3:37)
6. Where I'm From (2:49)
7. Series Of Misunderstandings (3:23)
8. Kindred Spirit (2:54)
9. Gentlemen's Choice (2:36)
10. Dead Reckoning (2:29)
11. Answers (2:39)
12. Mistakes Of My Youth (4:57)
13. Where I'm Going (3:04)

Spieldauer CD1: 40:24


CD2:

1. To Dig It (0:31)
2. Lonely Lockdown Hurricane (3:27)
3. Bow Out (2:47)
4. A Good Deal (3:09)
5. Good Morning Bright Eyes (2:41)
6. Millicent Don't Blame Yourself (2:47)
7. Thanks I Guess (3:00)
8. On The Ropes (Live WNYC) (3:19)
9. Accident Prone (Live WNYC) (2:56)
10. I'M Your Brave Little Soldier (Live WNYC) (2:36)
11. Fresh Feeling (Live KCRW) (3:53)
12. Trouble With Dreams (Live KCRW) (3:42)
13. Oh Well (Live KCRW) (3:36)

Spieldauer CD2: 38:22

Gesamtspieldauer CD1 und CD2: 1:18:46




„Alles wie immer“ könnte die Überschrift über dem elften Studioalbum der Eels, alias Marc Oliver Everett lauten. Am 21. April 2014 wurde „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” veröffentlicht und hält wieder all das für den Hörer an Musik parat, weswegen Fans die Eels so sehr mögen. Ganz zarte Musik gibt es auf dem Album zu hören. Zart in Bezug auf die Instrumentierung, die häufig sehr minimalistisch ausgefallen ist. Die Lieder sind alle sehr ruhig gehalten, melancholisch bis sentimental von der Grundstimmung her. Dazu gesellt sich der leicht rauchige Gesang des Marc Oliver Everett und fertig ist die Scheibe, die ganz in der Tradition vorheriger Veröffentlichungenn gehalten ist.

Und damit sind wir sofort bei den Unterschieden zur vorherigen Veröffentlichung „Wonderful, Glorious“. Auf dieses Stilmittel der Übersteuerung des Gesangs hat Everett dieses Mal glücklicherweise verzichtet. Alles klingt sehr viel reiner. Dazu gesellen sich dieses Mal sehr sanfte Melodien, die es jetzt auch wieder schaffen sofort ins Ohr zu gehen. Alles ist sehr harmonisch und melodiös, sehr eingängig gehalten. Dazu wurden in die Instrumentierung häufig auch Bläser integriert, die eine fast schon feierliche Stimmung zelebrieren. Alles scheint im Fluss zu sein und ist einheitlich gehalten. Dass diese etwas bedrückte Stimmung vom ersten bis zum letzten Song konsequent durchgehalten wird, bewirkt auch beim „Nebenbeihören“, dass die Lieder sich sehr gleichen und man nach vierzig Minuten überrascht feststellt, dass gerade eben dreizehn Titel an einem vorbeigezogen sind. Dies wiederum bedeutet, dass man sich auf das Gehörte durchaus konzentrieren muss, um in die Welt des Marc Oliver Everett richtig eintauchen zu können.

Die zweite CD der Deluxe Edition wird mit einem kurzen, gesprochenen Text eingeleitet, bei dem einem zu seiner Kaufentscheidung gratuliert und darauf hingewiesen wird, dass man sich nun nochmals zurücklehnen soll, um auch dieses Bonus-Material genießen zu können. Das wiederum besteht aus sechs weiteren neuen Titeln, die im selben Stil gehalten sind, wie die Lieder auf CD1. Also nochmals eine geballte Ladung der Eels zusätzlich. Dazu gesellen sich noch einige live eingespielte Titel, die zum großen Teil von „Wonderful, Glorious“ stammen und sogar eine Cover-Version von Fleetwood Macs „Oh Well“ enthalten, bei der dann auch richtig gerockt wird. „Live“ bedeutet hier allerdings nicht vor Publikum, denn dieses ist bei den Aufnahmen zumindest nicht zu vernehmen, sondern bezieht sich wohl eher auf den Aufnahmeprozess.

Fazit: Nach dem nicht mehr ganz so gelungenen „Wonderful, Glorious“, hat Marc Oliver Everett einen Schritt zurück getätigt und zelebriert auf „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” seine Musik wieder im Gewande der vorherigen Veröffentlichungen. Melodiös und meist getragen, mit nachdenklichen und auch witzigen Texten ausgestattet. Viel Abwechslung bekommt man dabei zwar nicht zu hören, wer jedoch die Musik der Eels mag, der wird das wohl auch gar nicht wollen. Alles also wieder wie früher. Kein Stillstand, eher eine Bestätigung. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Parallels, Series Of Misunderstandings, Where I'm Going



Dienstag, 22. Oktober 2013

Eels – Tomorrow Morning




Eels – Tomorrow Morning


Besetzung:

E – vocals, guitars, bass guitar, harmonica, piano, optigan, hammond b3 organ, banjo, harmonium, vox continental organ, drums, percussion
Knuckles – drums
Koool G Murder – bass guitar, guitar


Gastmusiker:

The Amy Davies Choir – harmony vocals
Tomorrow Morning Orchestra – horns


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Independent Rock


Trackliste:

CD1:

1. In Gratitude For This Magnificent Day (1:26)
2. I'm A Hummingbird (3:14)
3. The Morning (2:17)
4. Baby Loves Me (3:27)
5. Spectacular Girl (3:16)
6. What I Have To Offer (2:41)
7. This Is Where It Gets Good (6:18)
8. After The Earthquake (1:39)
9. Oh So Lovely (4:18)
10. The Man (3:52)
11. Looking Up (2:57)
12. That's Not Her Way (3:49)
13. I Like The Way This Is Going (2:35)
14. Mystery Of Life (4:21)


CD2:

1. Swimming Lesson (2:55)
2. St. Elizabeth Story (2:30)
3. Let's Ruin Julie's Birthday (3:16)
4. For You (2:43)

Gesamtspieldauer: 57:35




Das 2010 erschienene neunte Studioalbum des Marc Oliver Everett alias „E“ - oder eben der Eels - ist der dritte Teil der Trilogie, welche zwischen Juni 2009 und August 2010, also innerhalb eines guten Jahres veröffentlicht wurde. Auf „Tomorrow Morning“ steht das Thema „Erlösung“ im Vordergrund. Erlösung in Bezug auf den neuen Tag, an dem es nach einer gescheiterten Liebe auch wieder aufwärts beziehungsweise weitergeht. Die Songs auf „Tomorrow Morning“ sind größtenteils sehr ruhig gehalten und strotzen nur so vor Melodiösität und Eingängigkeit. Kaum ein schräger Ton hat sich auf das Album verirrt, alles wirkt und klingt und vermittelt tatsächlich eine Art Aufbruchsstimmung, ein Voranschreiten, das Abschütteln alter Gedanken, das fassen neuer Vorsätze, das ins Auge fassen und Vorantreiben neuer Ziele.

Dabei ist „Tomorrow Morning“ trotz all dieser Aufbruchsstimmung ein sehr zurückhaltendes und unaufdringliches Album geworden und eines der eingängigsten im Albumkatalog der Eels überhaupt. Wer auf schöne harmonische und mitunter fast schon liebliche Klänge in der Musik steht, der wird hier eine ganze Menge für sich entdecken können. Nur wenige Titel wie „Baby Loves Me“ und „Looking Up“ fallen da ein wenig aus dem Rahmen, klingen fast schon schrill und wollen irgendwie gar nicht so richtig zum Rest der Platte passen.

Diese einfühlsame Zurückhaltung der Musik gilt im Übrigen auch für die Zusatz CD der Limited Edition. Zwar sind hier nur vier Titel enthalten, diese reihen sich aber uneingeschränkt in diese harmonische Melodiösität ein, die auf dem ganzen Album vorherrscht. Diese vier Lieder sind dabei nur sehr sanft instrumentiert und heben sich dadurch noch ein wenig vom Rest der Platte ab. Dazu gibt es dann mit „Let's Ruin Julie's Birthday“ auch noch etwas zum Schmunzeln, falls man sich auch für die Texte des Marc Oliver Everett interessiert.

Fazit: Nun, wie kann man dieses Album der Eels am besten umschreiben? Im Grunde genommen passt ein Wort am besten zur Charakterisierung dieser Platte: Schön! Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Schöne, ruhige und eingängige Musik gibt es auf „Tomorrow Morning“ zu hören, die alle diejenigen Eels-Fans begeistern wird, die in den frühen Alben mit den vielen eindringlichen Songs die Höhepunkte im Schaffen des Marc Oliver Everett sehen. Für alle anderen, die leicht folkig angehauchte Musik zu schätzen wissen, stellt die Platte ebenfalls eine klare Kaufempfehlung dar. Eben einfach schön. Elf Punkte.

Anspieltipps: What I Have To Offer, After The Earthquake, Oh So Lovely, Mystery Of Life, St. Elizabeth Story





Montag, 14. Oktober 2013

Eels – End Times




Eels – End Times


Besetzung:

E – vocals, guitars, bass guitar, harmonica, piano, Optigan, hammond b3 organ, banjo, harmonium, vox continental organ, drums, percussion


Gastmusiker:

With a little help from: Koool G Murder, Jim Lang, Butch, Wayne Bergeron, Andy Martin, Chris Bleth and Joe Meyer


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Independent Rock


Trackliste:

CD1:

1. The Beginning (2:18)
2. Gone Man (2:59)
3. In My Younger Days (3:23)
4. Mansions Of Los Feliz (2:47)
5. A Line In The Dirt (3:30)
6. End Times (2:58)
7. Apple Trees (0:39)
8. Paradise Blues (3:01)
9. Nowadays (3:08)
10. Unhinged (2:26)
11. High And Lonesome (1:06)
12. I Need A Mother (2:39)
13. Little Bird (2:34)
14. On My Feet (6:13)


CD2:

1. Some Friend (2:42)
2. Walking Cloud (2:25)
3. $200 Tattoo (2:05)
4. The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind (2:36)

Gesamtspieldauer: 49:30




Im Jahr 2010 erschien das achte Studio-Album der Eels oder anders ausgedrückt des Marc Oliver Everett alias „E“. Diese Platte mit dem Titel „End Times“ ist die zweite Veröffentlichung einer Trilogie, die im Jahr 2009 mit dem Album „Hombre Lobo“ ihren Anfang fand und sieben Monate später, nach dieser hier besprochenen Veröffentlichung, mit der Platte „Tomorrow Morning“ ihren Abschluss finden sollte. Das alles zusammenhaltende Thema der drei Veröffentlichungen ist dabei die Liebe, beziehungsweise deren Vergänglichkeit. So beschäftigen sich die Lieder auf „End Times“, wie der Name schon vorgibt, mit dem Ende dieses „Gefühls“, mit dem Verlust des geliebten Menschen.

Die Stimmung auf „End Times“ ist dem Thema entsprechend überaus melancholisch bis traurig. Die ruhigen Töne beherrschen die ganze Platte und sind dabei durchweg melodiös und meist in Moll gehalten. Ein wenig erinnert diese Platte mitunter an eine sehr ruhige Folk-Platte. Der Gesang und die Akustik-Gitarre stehen zumeist im Vordergrund und es gibt kaum eine Stelle auf der Scheibe, bei der Freude aufkommt. Alles erinnert an graue Novembertage, an Verlustgefühle, an Verletzlichkeit und auch an Trauer. Diese sentimentale bis melancholische Stimmung wird dabei überaus melodisch transportiert. Alles ist stimmig und harmonisch. Für die depressiven Phasen des Lebens, sollte es diese denn geben, allerdings definitiv die falsche Musik, denn diese würden beim Hören des Albums noch deutlich verstärkt werden.

Etwas schnellere Titel sind sehr rar gesät auf „End Times“. „Gone Man“ kommt ein wenig flotter daher und „Paradise Blues“ groovt sogar ein kleines bisschen. „Unhinged“ wirkt dagegen fast schon geradezu fröhlich in seinem Mid-Tempo. Jedoch hat das Album seine Stärken ganz klar auf der anderen Seite der Stimmungspalette. Diese liegen eindeutig im melancholischen Blues-Gefühl, welches man hier vortrefflich ausleben darf und in dem man sich auf „End Times“ bestens suhlen kann – wobei die Musik mit dem Genre „Blues“ nichts gemein hat.

Die Deluxe-Edition des Albums wurde mit einer zweiten CD und vier weiteren Titeln versehen, die sich mit einer Ausnahme nahtlos an diese traurige Stimmung anlehnen. Nur die Nummer „Walking Cloud“ ist ein flotteres und rockigeres Lied und will irgendwie gar nicht so richtig zum Rest der Platte passen. Das letzte Stück des Albums mit dem langen Titel „The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind“ entlässt den Hörer dann jedoch wieder in die sich aufgebaute Tristesse. Nur mit Piano und einem Horn instrumentiert, kann man kaum hoffnungsloser aus einem Album entlassen werden. Traurig schön. Tieftraurig schön.

Fazit: Ein schönes und sehr ruhiges Album ist „End Times“ geworden. Dominiert wird alles vom Gesang Marc Oliver Everetts in Verbindung mit der Akustik-Gitarre. Wer also auf die etwas zurückhaltenderen Töne steht, der wird hier eine Platte finden, die süße Melancholie hervorzaubert und dazu braucht es wohl noch nicht einmal einen trüben oder regnerischen Novembertag. Diese Musik wirkt auch traurig, wenn die Sonne scheint. Aber wie schon erwähnt: sehr schön traurig. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Beginning, A Line In The Dirt, End Times, Nowadays, I Need A Mother, Little Bird, Some Friend, The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind – irgendwie alles…






Donnerstag, 3. Oktober 2013

Eels – Hombre Lobo – 12 Songs Of Desire




Eels – Hombre Lobo – 12 Songs Of Desire


Besetzung:

E – vocals and guitar


Gastmusiker:

Knuckles – drums
Koool G Murder – bass guitar


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Prizefighter (2:53)
2. That Look You Give That Guy (4:15)
3. Lilac Breeze (2:36)
4. In My Dreams (3:23)
5. Tremendous Dynamite (2:46)
6. The Longing (4:22)
7. Fresh Blood (4:25)
8. What's A Fella Gotta Do (3:25)
9. My Timing Is Off (2:58)
10. All The Beautiful Things (2:22)
11. Beginner's Luck (3:38)
12. Ordinary Man (3:18)

Gesamtspieldauer: 40:20




Das im Jahr 2009 erschienene Album der Eels mit dem Titel „Hombre Lobo – 12 Songs Of Desire“ stellt den ersten Teil einer Trilogie dar, die im darauffolgenden Jahr mit den Alben „End Times“ und „Tomorrow Morning“ ihren Abschluss finden sollte. Alle drei Alben werden durch die Überschrift „Liebe“ zusammengehalten, wobei auf „Hombre Lobo“ das Thema „Begierde“ im Vordergrund steht.

Musikalisch unterscheidet sich „Hombre Lobo“ deutlich von den zwei folgenden Platten, bei denen hauptsächlich die sanfteren Töne im Vordergrund stehen. Diese gibt es zwar ebenfalls auf „Hombre Lobo“, jedoch wird hier auch gerockt. Dieser Umstand hat wiederum zur Folge, dass dieses Album uneinheitlicher, gleichzeitig allerdings auch abwechslungsreicher gestaltet ist. So startet die Platte mit dem Titel „Prizefighter“, einer rockigen und groovenden Nummer, bei der ein Stilmittel eingesetzt wird, welches auf „Hombre Lobo“ noch öfters zu bestaunen beziehungsweise zu hören ist: Die Stimme des Marc Oliver Everett wird an den lauteren Stellen deutlich übersteuert wiedergegeben. Das wirkt ein wenig gewöhnungsbedürftig und nicht ohne Grund vermutet man dabei zuerst eine Fehlpressung.

Im weiteren Verlauf wechseln sich die flotteren mit den ruhigeren Titeln in schöner Regelmäßigkeit ab. Und dabei befinden sich sowohl in der rockigeren Fraktion der Titel, wie in den sanfteren Ausführungen der Lieder richtig tolle Nummern, die gehört zu werden lohnen. Ein wenig gelungener wirken dabei zwar die ruhigeren Titel, aber auch das Lied „Tremendous Dynamite“ zum Beispiel, in dem auch der Album-Titel seine Erwähnung findet, ist eine klasse Rock-Nummer, die einfach Spaß macht. Allerdings auch hier mit der kleinen Einschränkung der übersteuerten Stimme, was das Ganze dann doch ein wenig gewöhnungsbedürftig werden lässt. Gleich im Anschluss daran folgt das überaus sanfte „The Longing“, mit dessen Beginn man sich nun sogar ein wenig an die Beatles erinnert fühlt. Kontrastreich zeigt sich die Platte hier auf jeden Fall.

Und dies ändert sich auch im weiteren Verlauf der Scheibe nicht mehr. „Lautere“ Stücke wechseln sich mit deutlich sanfteren Tönen ab, sodass niemals eine Stimmung entsteht, auf die man sich einstellen kann. Das trägt natürlich zum einen zur Abwechslung bei, zum anderen wirken aufgebaute Stimmungen und entwickelte Atmosphären allerdings auch schnell wieder überholt.

Fazit: Diese Uneinheitlichkeit auf „Hombre Lobo“ erzeugt durchaus Spannung. Trotzdem sind die beiden folgenden Alben der Trilogie des Marc Oliver Everett gelungener, da es dort noch ein paar mehr Titel gibt, die „zünden“, die einen packen und nicht mehr loslassen. Somit ist „Hombre Lobo“ für mich ein eher durchschnittliches Album geworden, was nicht zuletzt auch an dieser mitunter nervigen Übersteuerung des Gesangs liegt. Das kann sicherlich mal ein ganz interessantes Stilmittel sein, zu oft eingesetzt wirkt es aber eher etwas aufgesetzt und auch ein klein wenig nervig. Neun Punkte.

Anspieltipps: That Look You Give That Guy, Tremendous Dynamite, The Longing, All The Beautiful Things





Montag, 9. September 2013

Eels – Useless Trinkets




Eels – Useless Trinkets


Besetzung:

Performed by Marc Oliver Everett (you know, E)


Gastmusiker:

Koool G Murder, The Chet, Jon Brion, John Parish, Butch, Peter Buck, Big Al, Tommy Walter, Cynthia Merrill, Ji Lang, Jim Jacobsen, Adam Siegel, Mark Goldenberg, Moog Cookbook, Sally Dworsky, Lisa Germano, Probyn Gregory, David Hlebo, Orest Balaban, Steve Crum, Joe Gore, Puddin’, Paloma Udovic, Julie Carpenter, Heather Lockie, Ana Lenchantin, Krazy Al


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Independent Rock, ArtRock


Trackliste:

CD1:

1. Novocaine For The Soul [Live from Hell] (3:18)
2. F#&!@R (2:17)
3. My Beloved Monster [Live from Tennessee] (2:33)
4. Dog's Life (4:00)
5. Susan's Apartment (3:29)
6. Manchester Girl [BBC] (3:21)
7. Flower [BBC] (3:18)
8. My Beloved Mad Monster Party [BBC] (2:33)
9. Animal (2:40)
10. Stepmother (2:52)
11. Everything's Gonna Be Cool This Christmas (2:52)
12. Your Lucky Day In Hell [Michael Simpson Remix] (3:58)
13. Altar Boy (2:14)
14. Novocaine For The Soul [Moog Cookbook Remix] (3:10)
15. If I Was Your Girlfriend [Live] (4:35)
16. Bad News (2:57)
17. Funeral Parlor (2:13)
18. Hospital Food [BBC] (3:24)
19. Open The Door [BBC] (3:05)
20. Birdgirl On A Cell Phone (3:08)
21. Vice President Fruitley  (2:17)
22. My Beloved Monstrosity (2:14)
23. Dark End Of The Street [Live] (2:35)
24. Cheater's Guide To Your Heart [Live] (2:40)
25. Useless Trinkets (2:22)


CD2:

1. Mr. E's Beautiful Remix (3:55)
2. Souljacker, Part 1 [Alternate Version] (3:05)
3. Dog Faced Boy [Alternate Version] (2:55)
4. Jennifer Eccles (3:20)
5. Rotten World Blues (2:45)
6. Can't Help Falling In Love (2:08)
7. Christmas Is Going To The Dogs (2:59)
8. Mighty Fine Blues (3:26)
9. Eyes Down (3:32)
10. Skywriting (2:08)
11. Taking A Bath In Rust (2:29)
12. Estranged Friends (3:21)
13. Her (2:48)
14. Waltz Of The Naked Clowns (2:48)
15. I Like Birds [Live] (2:37)
16. Sad Foot Sign (2:20)
17. Living Life (2:50)
18. The Bright Side (3:43)
19. After The Operation (1:55)
20. Jelly Dancers (4:39)
21. I Could Never Take The Place Of Your Man [Live At Town Hall] (3:37)
22. Mr. E's Beautiful Blues [Live At Town Hall] (3:05)
23. I Want To Protect You (3:10)
24. I Put A Spell On You [Live] (2:21)
25. Saw A UFO (4:38)

Gesamtspieldauer: 2:30:38


DVD3: Lollapalooza 2006 Live Performance

1. Saturday Morning [DVD][Live]
2. Eyes Down [DVD][Live]
3. My Beloved Monster [DVD][Live]
4. Magic World [DVD][Live]
5. Not Ready Yet [DVD][Live]
6. Souljacker, Pt. 1 [DVD][Live]

Gesamtlaufzeit: 32:45




Unter dem Titel „Useless Trinkets“, was so viel wie „Unnützes“ bedeutet, veröffentlichte Marc Oliver Everett unter seinem Synonym Eels 2006 ein Album, welches aus insgesamt zwei CD’s sowie einer DVD besteht. Zählt man alles zusammen, so kommt man hier auf über drei Stunden „unnützer“ Unterhaltung in Form eines Konzertmitschnittes mit knapp über einer halben Stunde Dauer, sowie B-Seiten, Soundtrack-Liedern, Raritäten und bisher unveröffentlichtem Material. Musik, die noch mal auf eine Laufzeit von über zweieinhalb Stunden kommt.

Nun, die Frage stellt sich natürlich, ob man dieses „unnütze“ Zeug auch wirklich braucht? Was ist daran denn essentiell für den Eels-Fan? Neben einer ganzen Menge von alternativen Versionen bereits veröffentlichter Titel gibt es auch eine große Anzahl von Liedern, die hier in einer Live-Version gepresst wurden oder aber in leicht veränderter Form einer BBC-Radio-Session entsprungen sind. Das mag für den Komplettisten von Bedeutung sein, der alles von „seiner“ Band sein Eigen nennen möchte. Für den „ganz normalen“ Musikkonsumenten sind da aber vielleicht schon eher die regulären Alben zu empfehlen. Die sind sicher besser arrangiert und abgemischt und wirken in den dortigen Fassungen insgesamt auch eindeutig besser.

Gut, dann gibt es da ja noch den Konzert-Mitschnitt auf der DVD aus dem Jahr 2006. Auch ganz nett, kann man sich allerdings bei YouTube ebenfalls ansehen. Vielleicht nicht in derselben Qualität, aber immerhin.

Alles Quatsch! Denn was diese Zusammenstellung wirklich überaus lohnenswert macht, das sind die Titel, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Und das sind nicht nur ein paar wenige, sondern sogar eine ganze Menge. Man glaubt es eigentlich kaum: Ganze 33 (!) Titel, auf diesem mit „unnütz“ titulierten Album, sind bisher noch nicht auf einer anderen Eels-Platte erschienen. Darunter sind zwar ebenfalls Nummern, die „nur“ live oder für eine BBC-Session eingespielt wurden und auch einige wenige Cover-Versionen, trotzdem ist das Material neu. Einige der Songs wurden bisher nur live während einer gewissen Periode der Band gespielt, liegen hier dann allerdings in den Studioversionen – ohne Publikum und Live-Atmosphäre – vor. Und die Hörerin beziehungsweise der Hörer, die oder der in den ersten Platten der Band viel für sich entdecken konnte, diese oder dieser wird mit „Useless Trinkets“ reich beschenkt werden. Denn hier gibt es sie, die wunderschönen eingängigen Melodien verbunden mit geistreichen Texten, die die Musik der Eels so hörenswert machen. Und dazu gibt es diese Titel hier in einer Fülle, wie sonst nur noch auf „Blinking Lights And Other Revelations“ zu finden sind.

Fazit: Nichts da mit „unnützem Gedöns“. „Useless Trinkets“ ist ein richtig schönes Album geworden. Neben bekannten Nummern gibt es hier jede Menge toller Titel, die bisher noch nicht auf anderen Eels-Platten erschienen sind. Und diese sind deutlich in der Überzahl. Absolut typische Eels-Lieder gibt es hier zu hören, die oftmals auch eine Zier für eines der regulären Alben des Marc Oliver Everett gewesen wären. Über drei Stunden Unterhaltung beinhaltet diese Scheibe und ist eben nicht nur etwas für die Komplettisten, die alles von „ihrer“ Band haben möchten. Für mich wirkt das wie reguläres Album mit einigen wenigen Alternativ-Versionen und als Zugabe mit noch einem kurzen Konzertmitschnitt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Altar Boy, Useless Trinkets, Skywriting, Taking A Bath In Rust, Her, Waltz Of The Naked Clowns, After The Operation, I Could Never Take The Place Of Your Man, I Want To Protect You





Dienstag, 23. Juli 2013

Eels – With Strings – Live At Town Hall




Eels – With Strings – Live At Town Hall


Besetzung:

E – vocal, guitar, celeste, pump organ, piano


Gastmusiker:

The Chet – trash can, suitcase, saw, lap steel, guitar, mandolin, melodica, celeste, piano, upright bass, vocal, etc.
Big Al – upright bass, autoharp, celeste, pump organ, piano, melodica, vocal, etc.
Paloma – violin, percussion, vocal
Julie – violin, mandolin, percussion, vocal
Heather – viola, percussion, vocal
Ana – cello, percussion, vibrator, vocal


Label: Vagrant Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: ArtRock, ArtPop


Trackliste:

1. Blinking Lights (For Me) (2:03)
2. Bride Of Theme From Blinking Lights (1:36)
3. Bus Stop Boxer (3:24)
4. Dirty Girl (2:53)
5. Trouble With Dreams (3:21)
6. The Only Thing I Care About (2:15)
7. My Beloved Monster (1:53)
8. Pretty Ballerina (2:35)
9. It's A Motherfucker (2:15)
10. Flyswatter (5:03)
11. Novocaine For The Soul (3:06)
12. Girl From The North Country (2:49)
13. Railroad Man (2:28)
14. I Like Birds (2:30)
15. If You See Natalie (3:30)
16. Poor Side Of Town (2:44)
17. Spunky (3:04)
18. I'm Going To Stop Pretending That I Didn't Break Your Heart (3:45)
19. Suicide Life (2:39)
20. Losing Streak (2:17)
21. Hey Man (Now You're Really Living) (2:18)
22. Things The Grandchildren Should Know (4:54)

Gesamtspieldauer: 1:03:19




Wie der Titel des Albums schon aussagt, hört man hier Musik der Eels, dominiert von Streichinstrumenten. Das Ganze Album wurde live in der Town Hall von New York City am 30. Juni 2005 eingespielt und im darauffolgenden Jahr veröffentlicht. Die hier dargebotenen Titel gewinnen durch das neue Arrangement durchaus an Charme und klingen meist leicht und sanft. Eine nicht unerhebliche Rolle fällt dabei auch ab und an der „singenden Säge“ zu, die den Stücken nochmals einen anderen Anstrich verpasst.

Mitunter wird zusätzlich noch ein klein wenig improvisiert, was durchaus zur Spannungssteigerung beiträgt. Trotzdem wirkt alles sehr harmonisch und melodiös, was nicht zuletzt durch die Songauswahl bereits ein wenig vorgegeben wurde. Mit „The Only Thing I Care About“, „Pretty Ballerina“, „Girl From The North Country“ und „Poor Side Of Town“ befinden sich sogar vier Titel auf dem Album, beziehungsweise wurden vier Lieder auf diesem Konzert gespielt, die es sonst nicht auf einer Eels-CD gepresst zu hören gibt. Bei den letzten Dreien handelt es sich dabei allerdings um Cover-Versionen von Liedern von Michael Brown, Bob Dylan und Johnny Rivers / Lou Adler. Diese passen sich stimmungsmäßig jedoch sehr den restlichen achtzehn Titeln an und bedingen bei Komplettisten, die alles von den Eels haben möchten, natürlich noch einen zusätzlichen Kaufanreiz.

Fazit: Schöne entspannte Musik gibt es auf diesem Konzert zu hören, klasse arrangiert und durchaus auch eine Bereicherung darstellend, da einige Titel durch diese Art der Instrumentierung sogar noch wachsen. Allerdings sind die Unterschiede zu den Originalen nicht immer weltbewegend, sodass diese CD sicherlich eine schöne Alternative darstellt, sie allerdings auch nicht unbedingt essentiell ist, wenn man die Musik der Eels liebt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Alles, wegen des besonderen Flairs der Songs.





Dienstag, 23. April 2013

Eels – Blinking Lights And Other Revelations




Eels – Blinking Lights And Other Revelations


Besetzung:

Performed by Marc Oliver Everett, a man often called E


Gastmusiker:

With:

Koool G Murder, Chet, Puddin’ and Butch


Featuring:

Bobby, Jr., Tom Waits, John Sebastian and Peter Buck


As well as:

Todd Simon, Matt DeMerritt, Probyn Gregory, David Hlebo, Jim Lang, Jim Jacobson, Gerri Sutyak, Ludvig Girdland, Michael Valerio, Joe Gore, Wally Gagel, Wayne Bergeron, Andy Martin, Joe Meyer, Bill Liston and Dick Mitchell


Label: Vagrant Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Independent Rock


Trackliste:

CD1:

1. Theme From Blinking Lights (1:44)
2. From Which I Came/ A Magic World (3:14)
3. Son Of A Bitch (2:27)
4. Blinking Lights (For Me) (2:01)
5. Trouble With Dreams (4:33)
6. Marie Floating Over The Backyard (2:04)
7. Suicide Life (2:42)
8. In The Yard, Behind The Church (4:06)
9. Railroad Man (4:17)
10. The Other Shoe (2:32)
11. Last Time We Spoke (2:23)
12. Mother Mary (3:22)
13. Going Fetal (2:21)
14. Understanding Salesmen (2:43)
15. Theme For A Pretty Girl That Makes You Believe God Exists (2:06)
16. Checkout Blues (2:27)
17. Blinking Lights (For You) (2:00)


CD2:

1. Dust Of Ages (2:21)
2. Old Shit / New Shit (3:17)
3. Bride Of Theme From Blinking Lights (1:53)
4. Hey Man (Now You're Really Living) (3:03)
5. I'm Going To Stop Pretending That I Didn't Break Your Heart (3:57)
6. To Lick Your Boots (3:30)
7. If You See Natalie (3:42)
8. Sweet Li'l Thing (3:27)
9. Dusk: A Peach In The Orchard (1:17)
10. Whatever Happened To Soy Bomb (2:27)
11. Ugly Love (2:58)
12. God's Silence (1:26)
13. Losing Streak (2:52)
14. Last Days Of My Bitter Heart (1:36)
15. The Stars Shine In The Sky Tonight (3:31)
16. Things The Grandchildren Should Know (5:22)

Gesamtspieldauer: 1:33:41




2005 veröffentlichte Marc Oliver Everett alias „E“ alias „The Eels“ sein sechstes Studio-Album unter dem Namen „Blinking Lights And Other Revelations“. Und dieses Werk hat es wahrlich in sich. 33 Titel befinden sich auf diesem Doppelalbum, welches überaus vielschichtig ist und dessen Songs ihre Qualität über das ganze Album hinweg halten. Kein wirklich schlechter Titel hat sich unter die Lieder geschlichen, jedoch gibt es einige, die aus diesem hohen Anspruch, den alle Titel in sich tragen, noch herausragen.

Die Stimmung des Albums ist entgegen den früheren Veröffentlichungen der Eels mitunter sogar als durchaus fröhlich zu bezeichnen, obwohl sie natürlich auch hier zu finden sind, die tieftraurigen Songs, die geradezu dafür geschaffen sind, einen tristen Novembernachmittag noch ein wenig grauer erscheinen zu lassen. Über allem schwebt jedoch – und da spielt es keine Rolle, welche Stimmung gerade mit dem Lied transportiert wird – eine durchgängige Melodiösität, die sich durch alle 33 Lieder des Albums zieht. Alle Titel wirken harmonisch und ausgereift, bis zum Schluss durchdacht, was sich nicht zuletzt auch in vielen der spannenden Texte widerspiegelt.

Die einzelnen Nummern sind meist sehr ruhig gehalten, gerockt wird so gut wie gar nicht und wenn, dann nur mal abschnittsweise. Es sind die feinen und sanften Töne, die auf „Blinking Lights And Other Revelations“ vorherrschen. Dabei kommt jedoch nie auch nur der Hauch der Langeweile auf, immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken, bei jedem weiteren Hören eröffnen sich neue und bisher überhörte Nuancen, die diese Platte so überaus spannend werden lassen.

Einzelne Titel herauszuheben ist wahrlich schwierig, da die Qualität, wie bereits erwähnt durchgängig gehalten wird. Besonders angetan haben es mir persönlich allerdings die „Blinking Lights“-Titel, das überragende „Whatever Happened To Soy Bomb“ und der letzte Titel des Albums „Things The Grandchildren Should Know“. Diesen Titel wählte Marc Oliver Everett auch für seine sehr lesenswerte Biographie, in der er die sehr bewegende Geschichte seiner Familie beschreibt, genau wie seinen Weg hin zur Musik und was ihn dabei antreibt. Sehr lesenswert – ebenso lesenswert, wie dieses Album hier sehr hörenswert ist.

Fazit: Wer ruhiger Musik mit sehr intelligenten Texten etwas abgewinnen kann, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. „Blinking Lights And Other Revelations“ ist Harmonie und Poesie pur. Mit diesen 33 Titeln wird man auf eine Reise geschickt, die sich lohnt angetreten zu werden. Musik für die Tagträumer unter den Musikhörern, Musik für Genießer, Musik zum darin Eintauchen, Musik zum Mitlesen, Musik für diejenigen, die unterhalten werden wollen, Musik für diejenigen, die auch mal zwischen den Zeilen lesen möchten. Für solche Scheiben wie diese wurde Musik erfunden. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Theme From Blinking Lights, Blinking Lights (For Me), Trouble With Dreams, Suicide Life, The Other Shoe, Understanding Salesmen, Blinking Lights (For You), Bride Of Theme From Blinking Lights, Whatever Happened To Soy Bomb, Things The Grandchildren Should Know (Ich weiß, sehr viele Anspieltipps aber sorry, ich kann mich einfach nicht entscheiden.)