Mittwoch, 11. November 2020

Eels – Earth To Dora




Eels – Earth To Dora


Besetzung:

Mark Oliver Everett (E)
The Chet
Kool G Murder
P-Boo
Knuckles


Gastmusiker:

The Earth To Dora Orchestra & Choir




Erscheinungsjahr: Folk, Pop


Stil: 2020


Trackliste:

1. Anything For Boo (3:24)
2. Are We Alright Again (3:43)
3. Who You Say You Are (2:55)
4. Earth To Dora (3:43)
5. Dark and Dramatic (3:40)
6. Are You Fucking Your Ex (3:41)
7. The Gentle Souls (4:00)
8. Of Unsent Letters (3:08)
9. I Got Hurt (4:17)
10. OK (3:33)
11. Baby Let‘s Make It Real (3:55)
12. Waking Up (2:46)

Gesamtspieldauer: 42:48



„Earth To Dora“ heißt das dreizehnte Studioalbum der Eels um Marc Oliver Everett. Eigentlich sollte das Album veröffentlicht werden, um dann im Januar 2021 die Platte mit einer Tournee zu unterstützen. Doch in einem Interview sagte Marc Oliver Everett: „Der Plan war es zu veröffentlichen, wenn wir auf Tournee gehen könnten.“ Doch die Pandemie machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Und so sagte Marc Oliver Everett weiter: „Nun, die Leute wollen immer noch Musik hören, und vielleicht kann es jetzt mehr denn je ein Trost sein, also lasst uns (die Eels) jetzt einfach etwas Musik herausbringen.“ Eine tolle Einstellung und diese Veröffentlichung lohnt sich definitiv für Freundinnen und Freunde gerade der Musik der Eels in ihren Anfangsjahren.

Die Lieder auf „Earth To Dora“ wurden noch vor der Pandemie und des damit verbundenen Lock Downs geschrieben und erinnern sehr an die früheren Alben der Band. Die Eels klingen auf ihrem neuen Album sehr sanft und nachdenklich. Wunderschöne Musik gibt es da zu entdecken, die jederzeit eingängig und melodiös klingt, an manchen Stellen fast schon zerbrechlich sanft. Ich kenne alle Alben der Band und dieses neue Album der Eels erinnert mich sehr viel mehr an jene sechs Alben in den ersten zehn Jahren Bandgeschichte, als die folgenden sechs Alben der nächsten fünfzehn Jahre.

„Earth To Dora“ stellt somit sehr viel eher ein „Zurück zu den Wurzeln“, als ein musikalisches Fortschreiten dar. Und das ist so wunderschön gelungen, denn für mich müssen sich Bands nicht andauernd weiterentwickeln, wie oft von Musikkritikern gefordert. „Earth To Dora“ stellt vielmehr eine Ausweitung der Musik der Eels der ersten zehn Jahre dar, klingt sehr typisch nach den frühen Eels. Wer also gerade mit jener Musik etwas anfangen konnte, die oder der wird an „Earth To Dora“ sehr viel Spaß haben.

Die zehn Lieder überzeugen dabei schon beim ersten Mal des Hörens und alles hört sich vertraut an, obwohl auf dem Album selbstverständlich keine Titel aus früheren Zeiten kopiert werden. Ich mochte schon immer diese folkig angehauchten Lieder der Band, die es auf „Earth To Dora“ wieder vermehrt zu hören gibt. „Who You Say You Are“, „Dark and Dramatic“, „Ok“ oder „Waking Up“, alles wunderschöne und sanfte Nummern, die, obwohl vor der Pandemie geschrieben perfekt, atmosphärisch perfekt zum November und diesen Zeiten passen. Und auch die ein wenig fröhlicher klingenden Nummern, wie zum Beispiel das Titellied oder der Opener „Anything For Boo“ gehen sofort ins Ohr und sorgen dabei für zusätzliche Abwechslung.

Fazit: Ein sehr schönes Album ist den Eels mit „Earth To Dora“ gelungen. Dieses klingt ähnlich zu jenen Alben, die die Band in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens veröffentlichte – ohne sich dabei allerdings zu kopieren. Die Musik von damals wird irgendwie ergänzt. Wer die Musik der Eels von damals mochte, die oder der wird auch „Earth To Dora“ mögen – es klingt gut und vertraut. Elf Punkte.

Anspieltipps: Earth To Dora, Dark and Dramatic, OK, Waking Up



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